Autor: Andreas Krämer

  • Neuer Wirkstoff aus den USA soll Übergewicht purzeln lassen

    Neuer Wirkstoff aus den USA soll Übergewicht purzeln lassen

    In den USA hat der Internist und Nierenspezialist Joseph Shapiro von der Marshal Universität einen neuen Wirkstoff entwickelt mit dem Fettpolster auf direkte Art abgebaut werden können. Das Körperfett besteht aus Fettzellen, die mit Fett gefüllt sind und sich wieder abbauen lassen. Die Fettzellen erzeugen Botenstoffe, die für ein Gleichgewicht des Stoffwechsels im Körper sorgen. Nach Angaben von Shapiro sind aggressive Sauerstoffradikale in den Fettzellen ein entscheidender Faktor, der Übergewicht und Fettleibigkeit auslösen kann.

    Übergewicht – Schädliche Sauerstoffradikale

    Die Gesundheit von Menschen mit Übergewicht kann durch einen überforderten Stoffwechsel negativ beeinflusst werden. Der Stoffwechsel generiert in diesem Fall gefährliche Sauerstoffradikale, welche den Arbeitsablauf in den Zellen stören und Schäden an Fettzellen verursachen können. Die Entschärfung der Sauerstoffradikale kann unter anderem mit Vitaminen erfolgen. In Tierversuchen und im Labor funktioniert diese Methode. Joseph Shapiro und sein Team wurden zufällig auf eine Pumpe in einer Zellmembran aufmerksam. Die Pumpe habe nicht nur eine Pumpfunktion, sondern agiere auch als Signalverstärker. Der Signalverstärker wird aktiv, sobald er sich von der Pumpe löst und verändert den Stoffwechsel, wodurch jede Menge Sauerstoffradikale erzeugt werden.

    Das Forscherteam um Shapiro hat ein Eiweiß entwickelt, welches mittels der Pumpe als Vorlage aufgebaut wurde. Das Eiweiß setzt sich aus einer Kopie des Ankerpunktes zusammen und wird fest mit dem Signalverstärker verbunden. Als Folge wird der Signalverstärker nicht aktiv und keine Sauerstoffradikale erzeugt. In einer Petrischale wurden Fettzellen übergewichtig und generierten Sauerstoffradikale. Die Beigabe des speziellen Eiweiß führte zu einer Herabsenkung des Sauerstoffradikalen-Niveaus. Die Fettzellen wurden als positiver Nebeneffekt kleiner bzw. verschwanden sogar völlig.

    Die Hormonproduktion fiel wieder auf ein normales Level. Bei einem Versuch mit Mäusen im Labor wurden die kleinen Nager mit fetthaltiger Nahrung gefüttert in deren Folge sie Übergewicht hatten oder fettleibig waren. Eine hohe Dosis des Eiweiß sorgte für ein sinkendes Körpergewicht, wodurch die Fettdepots schmolzen und die Mäuse ihr Übergewicht wieder verloren. Sie wurden schlank. Vor allem innere Fettreserven sind von der Forschung als eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit eingestuft worden. Den Mäusen wurde der Eiweiß-Wirkstoff mitten in den Bauchraum injiziert, wo sich die inneren Fettzellen befinden.

    Kein Übergewicht dank Eiweiß-Spritze

    In Zukunft könnten Menschen mit Übergewicht von einer neuen Behandlungsmethode profitieren, in deren Rahmen ein Arzt regelmäßig den Eiweiß-Wirkstoff spritzt. Als Folge würde das Fett geschmolzen, das Übergewicht gesenkt und der Patient wieder schlank werden. Das Eiweiß von Joseph Shapiro muss erst klinische Tests durchlaufen, bevor es an Menschen ausprobiert und eine Medizin daraus entwickelt werden kann.

    Das Übergewicht und Fettleibigkeit zählen zu den größten Problemen unserer modernen Gesellschaft. Sie gelten als Ursache für Krankheiten wie Diabetes Typ-2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Knochenprobleme. Eine gesunde Ernährung und ausreichende regelmäßige Bewegung steigert nicht nur das körperliche wie geistige Wohlbefinden, sondern sorgt langfristig für eine Gewichtsreduktion. Der Verzicht auf zuckerreiche und fetthaltige Nahrung steuert erheblich zu einem gesunden Lebensstil bei.

    In Verbindung mit regelmäßiger Bewegung egal ob Spaziergänge, Radtouren, Joggingläufe, Zumba oder Schwimmen kann Übergewicht oder Fettleibigkeit in einer gewissen Zeit abgebaut werden. Beim Lebensmitteleinkauf empfiehlt es sich gezielt auf Süßigkeiten, Fertiggerichte und sonstige köstliche Verlockungen der Lebensmittelindustrie zu verzichten. Allein der Zuckerverzicht kann sich schon nach einem Monat sehr positiv auf die Gesundheit auswirken. Der Zuckerverzicht ist für viele Menschen ein schwerer Schritt, weil Zucker eine Sucht auslösen kann und es bis zu drei Monate oder länger dauern kann bis diese Zuckersucht bekämpft wurde. Als Belohnung einer gesunden Ernährung und regelmäßiger Bewegung winkt eine gute Gesundheit ohne Übergewicht.

    Bild: © Depositphotos.com / plaquon

  • Sex-Roboter auf Vormarsch – Moralisch verwerflich oder nicht?

    Sex-Roboter auf Vormarsch – Moralisch verwerflich oder nicht?

    Die Wissenschaft schlägt Alarm, weil sich die Sex-Roboter auf dem Vormarsch befinden und die ethische Sicht des Menschen auf den Sex radikal verändern könnten. Die heutigen Sex-Roboter sind mit den so genannten Gummipuppen nicht mehr vergleichbar, weil sie technisch hochentwickelt und mit einer weichen synthetischen Haut überzogen sind. Aktuelle Generationen derartiger mechanischer Sex-Dienerinnen können sich mittlerweile realistisch bewegen und wie echte Menschen agieren. In den USA plant ein Roboterhersteller für das Jahr 2016 die Markteinführung eines Sex-Roboters, der in der Lage sein soll zu sprechen. Diese Entwicklung finden vor allem Technikbegeisterte faszinierend, aber auch sehr schüchterne verschlossene Menschen betrachten diesen Trend mit großer Erwartungshaltung.

    Ethische Diskussion über Sex-Roboter

    Die Ethikveranstaltung Ethicomp 2015 diente als Diskussionsplattform bezüglicher ethischer Fragen zur Computertechnik. Auf der Konferenz wurde von Wissenschaftlern die Kampagne »Campaign Against Sex Robots« präsentiert verbunden mit dem Ziel ethische Regeln für Roboter festzulegen. Die Robotikexperten Kathleen Richardson (DeMofort University, Leicester) und Erik Billing (Universität Skövde, Schweden) zeichnen verantwortlich für die Kampagne.

    Der Hintergrund der Kampagne ist der, dass die Mehrzahl der Kunden von Herstellern für Sex-Roboter vor allem Männer sind, die künstliche Frauen erwerben. Das Bild der Frau als Sexobjekt würde durch diesen Trend eine Verstärkung erfahren. Die Ethiker wollen mit ihren Aufruf besonders Programmierer und Informatiker ansprechen. Sie fordern die IT-Experten dazu auf keine Software für Sex-Roboter zu programmieren oder keine Hardware entwickeln. Nach Ansicht der beiden Roboterexperten würden Frauen zu Objekten degradiert. Das Mitgefühl des Menschen würde negativ beeinflusst, weil Sex-Roboter stets willig seien und dafür keine wechselseitige Partnerschaft erforderlich sei. Gegen die Gewalt gegen Prostituierte könnten künstliche Wesen, die der sexuellen Befriedigung dienen, nicht entgegenwirken und das Gewaltproblem nicht lösen.

    Sex-Roboter werden menschlicher

    Die Roboter werden mit jeder Generation und dem technologischen Fortschritt immer menschlicher. Diese Entwicklung gilt als besorgniserregend, weil einige Wissenschaftler damit rechnen, dass die künstliche Intelligenz der Roboter und Maschinen in bereits 20 bis 50 Jahren höher sein könnte als beim Menschen. In Zukunft könnten Sex-Roboter, Roboter in Altenheimen und robotische Sicherheitskräfte zu einem normalen Bild in den Städten gehören. Die Robotik wird sich weiterentwickeln und hier gilt Japan als führendes Land. Ein japanisches Altenheim setzt bereits Pflegeroboter ein und verzichtet fast völlig auf menschliches Personal.

    Die dystopische Sichtweise sieht Roboter als gefährlich an, weil vor allem autonome selbstdenkende Maschinen in Zukunft beim Militär eingesetzt werden könnten. Zum Beispiel entwickelt das US-Unternehmen Boston Dynamics seit Jahren hochentwickelte Robotermaschinen, die eines Tages menschliche Soldaten ersetzen sollen. Die Integration ethischer Grundsätze in die Steuersoftware aller Arten von Robotern kann helfen die Skepsis gegenüber der Robotik abzubauen.

    Normale Haushalte mit einem durchschnittlichen Einkommen können sich derzeit keine Roboter leisten, weil sie sehr teuer sind und einige 100.000 Euro kosten können. In Wohnungen und Häusern könnten Haushaltsroboter uns Menschen allerdings entlasten, damit wir den wirklich wichtigen Dinge des Lebens widmen können. Die Robotik hat mit Staubsaugerrobotern und Roboter-Räsenmähern zumindest in wohlhabenden Haushalten schon Einzug gehalten. Die Beziehungen und Erotik könnte durch Sex-Roboter massiv beeinflusst werden, weshalb unbedingt ethische Regeln in der Programmierung eingestellt werden sollten, damit derartige künstliche Gespielinnen auch mit einem gewissen Respekt begegnet wird.

    Die Roboterindustrie wird sich in den kommenden Jahrzehnten zu einer wichtigen Branche mit Milliardenumsätzen und Millionen Beschäftigten entwickeln. Der Film »Der 200 Jahre Mann« und die Filmreihe »Terminator« haben zwei unterschiedliche Sichtweisen auf die Robotik. Die erste Sichtweise ist utopisch positiv verbunden mit ethischen Fragen wie menschlich ein Roboter sein darf, während »Terminator« die Welt finster zerstörerisch dystopisch sieht.

    Bild: © Depositphotos.com / Lukatme1

  • Frühstück mit reichlich Eiweiß senkt Gewicht

    Frühstück mit reichlich Eiweiß senkt Gewicht

    Ein Forscherteam der University of Missouri-Columbia hat herausgefunden, dass ein Frühstück mit hohem Eiweißgehalt beim Abnehmen helfen kann. Von dem Ergebnis der Studie profitieren vor allem Jugendliche, die mit einem eiweißhaltigen Frühstück ihr Gewicht reduzieren können. Zugleich führe dies zu einer Verbesserung des Blutzuckerspiegels und vermindert das Hungergefühl.

    Studie zum Thema Frühstück

    Im Rahmen ihrer Studie wurden 57 Jugendliche mit Übergewicht für drei Monate beobachtet. Die Jugendlichen verzichteten in ihrem Leben auf das Frühstück oder ließen es mindestens fünf mal in der Woche aus. Die Studienteilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe erhielt während der 12 Wochen täglich ein klassisches Frühstück mit 13 Gramm Eiweiß, welches aus einem Müsli und Milch bestand.

    Die Kontrollgruppe erhielt ein Frühstück mit einem hohen Eiweißanteil, welches sich aus Eiern, Milchprodukten und mageren Fleisch zusammensetzte. Die dritte Gruppe verzichtete wie bisher auch auf ihr tägliches Frühstück. Alle Studienteilnehmer mussten ihre Nahrungsaufnahme und Getränkekonsum aufzeichnen. Das Körpergewicht und alle anderen wichtigen Merkmale des Körpers wurden zu Beginn und am Ende der Studie gemessen. Der Blutzuckerspiegel der Jugendlichen wurde mit einem Gerät gemessen, welches sie am Körper getragen haben.

    Eiweiß verhindert Körperfett-Zunahme

    Am Ende der Studie wurde ermittelt, dass ein eiweißhaltiges Frühstück die Zunahme von Körperfett unterbindet und somit zu einer Gewichtsreduktion führen kann. Das Hungergefühl wurde vermindert, die Nahrungsaufnahme minimiert und der Blutzuckerspiegel verbessert. Nach der Statistik gehen über 50 Prozent der Teenager ohne ein Frühstück gegessen zu haben zur Schule, wie frühere Studien andere Forscher herausfanden. Übergewichtigen jungen Menschen wird von ärztlicher Seite oft empfohlen zu frühstücken. Die Forschung untersuchte bisher aber nicht, welche Auswirkungen die Frühstücksart auf die Gewichtsreduktion hat und war nun Thema der aktuellen hier berichteten Studie.

    Nach Angaben der Studienleiterin Professor Heather Leidy sei ein eiweißreiches Frühstück mit 35 Gramm Eiweiß der richtige Weg, um Erfolg beim Abnehmen zu haben. Wie die Forscherin schreibt, sollte die morgendliche Mahlzeit aus Eiweiß und hochwertigen Proteinen bestehen. Bei der Gruppe mit einem hohen Proteingehalt im Frühstück wurde eine um 400 Kalorien geringere Nahrungsaufnahme festgestellt. Die Körperfettmasse wurde geschmolzen und führte zu weniger Gewicht. Bei den anderen beiden Gruppen hingegen nahm das Körpergewicht zu. Die Professorin führte weiter aus, dass die Jugendlichen, die ein Frühstück mit einem hohen Anteil Eiweiß gegessen hatten, im Verlauf des Tages eine geringere Nahrungsaufnahme verzeichneten. Der Blutzuckerspiegel wurde stabiler. Bei einem schwankenden Blutzuckerspiegel könnte es Prof. Leidy zufolge zu einem höheren Risiko führen an Diabetes Typ-2 zu erkranken.

    Gesundes Frühstück mit viel Eiweiß

    Basierend auf den Ergebnissen der Studie ist ein gesundes Frühstück mit einem hohen Anteil an Eiweiß und hochwertigen Proteinen der Schlüssel zur Gewichtsabnahme. Die Morgenmahlzeit könnte aus einem Frühstücksei, Chia-Leinsamen-Müsli, mageren Hähnchenfleisch und einem Proteinriegel bestehen. Ein Chia-Pudding oder Chia als Bestandteil eines Müslis vermindert das Hungergefühl für drei bis fünf Stunden, wovon der Körper in Form sinkenden Gewichts profitiert. Langfristig führt ein eiweißhaltiges und proteinhaltiges Frühstück zu einer gesunden Lebensweise. Das Ergebnis ist ein stabiler Blutzuckerspiegel, verringertes Hungergefühl und eine auf dem Tag bezogene geringere Kalorienaufnahme.

    Begleitend zu einem nahrhaften Frühstück sollte regelmäßige Bewegung in den Alltag integriert werden. Nur wer sich gesund ernährt, bewegt und im allgemeinen gut auf seine Gesundheit achtet, profitiert von einem positiven körperlichen Wohlbefinden. Ein Ernährungsberater kann helfen einen Speiseplan zu erstellen mit dem das Körpergewicht gesenkt bzw. gehalten und das körperliche wie seelische Wohlbefinden verbessert werden kann. Auf lange Sicht ist eine gesunde ausgewogene Lebensweise von Vorteil.

    Bild: © Depositphotos.com / galina_d

  • WHO verzeichnet zwei neue Ebola-Fälle in Guinea

    WHO verzeichnet zwei neue Ebola-Fälle in Guinea

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO stellte in Guinea zwei neue Fälle fest, wo Menschen mit dem hochgefährlichen Virus Ebola angesteckt wurden. Die beiden Ebola-Infektionen wurden in der Hauptstadt Conakry und einer Nachbarstadt festgestellt.

    Eine Woche lang keine Ebola-Infektion

    Die WHO berichtete am 8.Oktober 2015 dass es seit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie in Guinea, Sierra Leone und Liberia im März 2014 für sieben Tage zu keinem erneuten Ausbruch der Krankheit kam. Jedoch hatte die Organisation eine Warnung herausgegeben nach der es in Zukunft zu weiteren Ausbrüchen von Ebola in den drei Ländern kommen könnte. In Guinea befinden sich zahlreiche Menschen noch immer unter Beobachtung, die in Verbindung mit Ebola-Erkrankten standen. Wie die WHO berichtet, seien in Westafrika insgesamt über 28.000 Ebola-Fälle registriert worden und davon seien rund 11.300 Menschen gestorben.

    Eine beunruhigende Entdeckung stellten Forscher des Gesundministeriums von Sierra Leone zusammen mit der US-Gesundheitsbehörde CDC fest. Nach ihrer Kenntnis können Ebola-Viren bis zu einem Jahr in Sperma überleben. Bisher konnte allerdings nicht geklärt werden, ob eine Ansteckung mit Ebola beim Geschlechtsverkehr möglich ist. Auf Grund dieser Ergebnisse sei eine ärztliche Betreuung von Überlebenden einer Ebola-Erkrankung für einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten erforderlich. Vor sieben Monaten registrierten die Forscher den Fall einer Frau aus Liberia, die sich durch einen Geschlechtsakt mit dem gefährlichen Virus angesteckt hatte. Bei ihrem Sexpartner war ein halbes Jahr zuvor das Ebola-Virus festgestellt worden. An der Studie nahmen 93 Männer aus Sierra Leone teil.

    Was ist Ebola?

    Bei Ebola handelt es sich um ein hochansteckendes gefährliches Virus, dessen Ursprung bis heute nicht vollständig geklärt werden konnte. Nach bisheriger Forschung könnten Fledermäuse, Affenfleisch oder Insekten die Quelle von Ebola sein. Als Herkunftsort konnten vor allem Zentralafrika und Südostasien ermittelt werden. Im Jahr 1976 wurde in Yambuku (Zaire) der erste Ebola-Fall festgestellt. Damals gab es 318 Ebola-Erkrankte von denen 280 Menschen starben und einer Sterbequote von fast 90 Prozent entsprach. Wie sich Menschen mit dem Virus genau anstecken, ist unklar, da die Übertragungswege noch nicht exakt festgestellt werden konnten. Bislang gelten das Buschfleisch von Wildtieren wie Affen und Mensch-zu-Mensch-Kontakte als Übertragungswege für das Ebola-Virus. Die Inkubationszeit beläuft sich bis zum Ausbruch einer Ebola-Erkrankung auf 2 bis 21 Tage. Die Wissenschaft stellte bislang die Ebola-Virentypen Zaire-Ebola und Reston-Ebolavirus fest.

    Die Ebolaviren lösen das Ebolafieber aus, in deren Folge ein mit dem Virus infizierter Mensch innerhalb weniger Tage sterben kann. Die inneren Organe lösen sich dabei langsam auf und es kommt zu dramatischen Blutungen. Bei der Ebola-Epidemie in Westafrika im Jahr 2014 kam der experimentelle Impfstoff VSV-EBOV zur Behandlung an Ebola erkrankter Menschen zum Einsatz. In Guinea wurde der Impfstoff erfolgreich getestet und konnte die Ebola-Fälle in einem erheblichen Umfang reduzieren. Jedoch gilt der Impfstoff als umstritten, weil er zu Nebenwirkungen wie Gliederschmerzen und anderen wenig erfreulichen gesundheitlichen Negativfolgen für einen Betroffenen führt.

    Outbreak – Lautlose Killer mit Ebola als Thema

    Der Film »Outbreak – Lautlose Killer « von Wolfgang Petersen aus dem Jahr 1994 mit Donald Sutherland, Morgan Freeman, Rene Russo und Dustin Hoffmann behandelt das Ebola-Virus als Thema. In der Filmhandlung wurde ein mutiertes Ebola-Virus entdeckt, welches in einer US-Kleinstadt durch ein kleines Äffchen verbreitete und schließlich zur hermetischen Abriegelung führte. Das Äffchen kann eingefangen und aus dessen Blut eine Impfstoff erzeugt werden. Das Ebola-Virus stellt sich in den Film als biologische Waffe des US-Militärs heraus. An den Kinokassen war der Thriller ein internationaler Erfolg. Der US-Sender ABC kündigte 2013 eine Fernsehserie basierend auf den Kinofilm an.

    Bild: © Depositphotos.com / valeniker

  • Schlafmangel nur ein Märchen?

    Schlafmangel nur ein Märchen?

    Einer Studie der University of New Mexico zufolge schläft der moderne Mensch nicht länger als die Naturvölker. Der Schlafmangel der heutigen Gesellschaft scheint den Studienergebnissen zufolge offenbar stellenweise ein Märchen zu sein. Die Studienautoren um den Forscher Gandhi Yetish analysierten das Schlafverhalten dreier Volksgruppen, die wie ihre Vorfahren leben. Untersucht wurden 94 Mitglieder der Naturvölker in einem Zeitraum von rund 1200 Tagen.

    Jäger und Sammler schlafen wenig

    Die Forscher ermittelten bei den drei untersuchten Naturvölkern Hazda (Tansania), San (Namibia) und Tsimanen (Bolivien) eine durchschnittliche Schlafzeit von 6,5 Stunden pro Nacht. Der moderne Schlaf scheint demnach in den Industrieländern eine Verkürzung erfahren zu haben, wie die Wissenschaftler vermuten. Die Wissenschaft war bisher der Ansicht, dass vor allem der Fernseher, das Internet und das elektrische Licht für die verkürzte Schlafzeit des modernen Menschen verantwortlich sei. Vor allem das künstliche Licht wurde als Ursache festgestellt, weil es eine Nacht in einen Tag verwandeln und zu Schlafmangel führen kann.

    Die drei Urvölker richten ihren Tag den Studienergebnissen zufolge nicht nach dem Sonnenuntergang aus. Sie bleiben nach dem Sonnenuntergang durchschnittlich noch drei Stunden auf, bevor sie einschlafen und stehen schon beim ersten Sonnenlicht wieder auf. Die Temperatur hat offenbar einen entscheidenden Einfluss auf ihre Entscheidung, wann sie zu Bett gehen. Bei Hitze legen sie sich schlafen. Wie hoch der Erholungswert des Schlafs der Naturvölker ist, konnte die Studie nicht feststellen und ist ein klarer Schwachpunkt. Leider haben die Studienautoren nicht untersucht, ob die drei Naturvölker weniger Schlaf auf Grund ihrer Lebensweise benötigen im Vergleich zu Menschen, die lange im Büro sitzen oder oft mit dem Auto unterwegs sind.

    Seltene Nickerchen

    Ein Nickerchen hielten die Jäger und Sammler nur wenig. Im Winter schliefen sie nur durchschnittlich an vier Prozent der Tage und in der Sommerzeit hielten sie nur an 22 Prozent der Tage ein Nickerchen. Chronische Schlafstörungen wurden selten festgestellt, da nur sehr wenige Menschen unter den drei Naturvölkern schlecht geschlafen haben. In den Industrieländern leiden Schätzungen nach bis zu zehn Prozent aller Erwachsenen an Schlafstörungen.

    Die Mitglieder der Hazda, San und Tsimanen leben in einer natürlichen Umgebung, die dazu beitragen könnte, dass sie trotz nur 6,5 Stunden Schlaf pro Nacht dennoch gesund leben. Diese Erkenntnis könnte den Forschern zufolge helfen Therapien zu entwickeln mit denen Schlafmangel oder Schlafstörungen behandelt werden könnte. Die Vermeidung störender Einflüsse wie elektrisches Licht, nächtliches Computerspielen und Surfen im Netz habe positive Auswirkungen auf den Schlaf, weil dadurch einem Schlafmangel vorgebeugt werden könnte.

    Folgen von Schlafmangel

    In unserer modernen Gesellschaft kann sich Schlafmangel trotz den Ergebnissen, der hier vorgestellten Studie, dennoch negativ auf die Gesundheit auswirken. Bei einem anhaltenden Schlafmangel kann ein Schlaganfall die Folge sein oder es können Krankheiten wie Alzheimer, Demenz und Herzkrankheiten früher auftreten. Vor allem Jugendliche sind verstärkt vom Schlafmangel betroffen und dies führt zu erheblichen Konsequenzen, die Auswirkungen auf ihr Leben haben. Als Ursache für den Schlafmangel bei Teenagern sind besonders Computerspiele, die nächtliche Aktivität in sozialen Netzwerken und Partys verantwortlich.

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  • Verzicht auf Zucker lohnt sich

    Verzicht auf Zucker lohnt sich

    Der Zucker gilt als einer der Hauptverursacher von Krankheiten unserer modernen Welt. Vor allem für Diabetes Typ-2, Herzkrankheiten, Krebs, AHDS, Karies, Bluthochdruck, Übergewicht und Fettleibigkeit zeichnet sich der süße Stoff verantwortlich. Besonders Krebszellen nutzen Zucker als Energiequelle, weshalb mit einem Verzicht auf die süßen Kristalle das Risiko an Krebs zu erkranken minimiert werden kann.

    In Deutschland erzielt die Süßwarenindustrie einen Jahresumsatz von 13 Milliarden Euro und verkauft jedes Jahr rund 3,6 Millionen Tonnen Süßigkeiten, die bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen beliebt sind.

    Nach dem Ernährungsbericht 2008 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung beläuft sich der Zuckerkonsum bei Kindern mit Stand 2008 auf durchschnittlich 25 Kilogramm pro Jahr und sind 8 Kilogramm mehr als 1985. Der Zuckerkonsum von uns Deutschen beläuft sich nach den Daten der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker auf 35 Kilogramm jährlich und entspricht einer Zuckeraufnahme von 100 Gramm am Tag. Die Empfehlungen liegen bei maximal 50 Gramm täglich. Ein überhöhter Zuckerkonsum ist mitverantwortlich für Fettleibigkeit und Insulinversagen. Selbst Depressionen können durch Zucker ausgelöst werden, wenn der Blutzuckerspiegel dauerhaft schwanken sollte.

    Auf Zucker verzichten und ungesunde Ernährung abstellen

    Der Verzicht auf Zucker ist der erste Schritt hin zu einer gesunden Ernährung, die jedoch nicht so leicht fällt. Denn die leckeren Kristalle können eine starke Abhängigkeit auslösen und es kann bis zu drei Monate dauern bis der Körper sich darauf eingestellt hat nicht mehr regelmäßig mit Zucker versorgt zu werden. Eine Zuckersucht zu besiegen, bedeutet vor allem dann eine Herausforderung, wenn die Ernährung bislang aus zuckerhaltigen hochverarbeiteten Lebensmitteln bestand.

    Die Streichung des Zuckers vom Speiseplan hat unmittelbare Konsequenzen auf die persönliche Ernährung. Das süße Mittel befindet sich in zahlreichen Lebensmitteln, weshalb eine Verbannung für so manchen schmerzhaft sein kann, wenn er zum Beispiel auf seine Lieblingskekse oder Nutella verzichten muss. In Ketchup, Joghurt, Brot, Gebäck, Schokolade, Kaffeepulver, Pudding und vielen weiteren Lebensmittel ist Zucker enthalten. Das Lesen der Zutatenliste auf der Verpackung gibt Auskunft über den Zuckergehalt des Lebensmittels.

    Wer beginnt gezielt auf Zucker zu verzichten, sollte mit vier Wochen anfangen, um den Körper an die neue Lebensweise zu gewöhnen. Ein Niederländer mit Namen Sacha Harland zeigte in einem Experiment welche Folgen der einmonatige Zuckerverzicht auf sein Leben hatte. Wie er berichtete, fühlte er sich durch den Verzicht auf Zucker besser und Ärzte stellten eine deutliche Verbesserung seiner vitalen Werte fest. Sein Körpergewicht konnte er reduzieren, der Fettanteil fiel geringer aus und der Blutdruck war deutlich niedriger als vor der Ernährungsumstellung.

    Im Rahmen einer zuckerfreien Ernährungsumstellung sollte komplett auf zuckerhaltige Lebensmittel verzichtet werden. Vor dem Zuckerverzicht ist es empfehlenswert einen Ernährungsberater zu konsultieren, der eine Liste von zuckerfreien Lebensmitteln erstellen und einen gesunden Ernährungsplan aufstellen kann. Erste spürbare positive Effekte des Zuckerverzichts sind wie der Niederländer beweist schon nach vier Wochen zu sehen. Der Körper und das Gehirn benötigen Zucker als Treibstoff, jedoch kann die erforderliche Energie auch aus Lebensmitteln bezogen werden, die kein Zucker beinhalten.

    Bild: © Depositphotos.com / digitex