Autor: Maik Justus

  • MERS-Virus in Südkorea auf dem Vormarsch

    MERS-Virus in Südkorea auf dem Vormarsch

    Ein Virus bestimmt zur Zeit in Südkorea das öffentliche Leben und legt es zunehmend lahm. Das MERS-Virus sorgt dafür, dass 900 Kindergärten und Schulen geschlossen bleiben, und mehr als 1.600 Menschen mussten bisher in Quarantäne oder stehen unter Beobachtung. 35 Menschen sind nach Auskunft des Gesundheitsministeriums bereits verstorben. Die Einwohner der Hauptstadt Seoul wurden aufgefordert, ihre Wohnungen und Häuser nicht mehr zu verlassen und den Kontakt mit anderen Menschen zu vermeiden. Zum Schutz vor Ansteckung mit dem MERS-Virus werden in den U-Bahnhöfen Atemschutzmasken ausgegeben. Das MERS-Virus hat auch drastische Folgen für den Tourismus des asiatischen Landes, denn bislang wurden über 7.000 Reisen storniert.

    Um welche Krankheit handelt es sich?

    Das MERS-Virus löst das Middle East Respiratory Syndrome aus, eine Erkrankung, die mit ihren Symptomen an eine Grippe erinnert. Der Virus kommt aus der Gruppe der sogenannten Coronaviren, und die Betroffenen leiden zunächst unter Fieber, Husten und Kurzatmigkeit. Nimmt die Krankheit einen schweren Verlauf, dann kann eine Lungenentzündung dazu kommen, und im schlimmsten Fall führt das MERS-Virus auch zu einem Nierenversagen und zum Tod.

    Obwohl die Krankheit nicht so schnell von Mensch zu Mensch übertragen werden kann, fordert das Virus in regelmäßigen Abständen immer wieder viele Todesfälle. Weltweit sind bereits 1.161 Menschen mit dem MERS-Virus infiziert und 436 starben daran. Heute gibt es den Erreger in über 20 Ländern dieser Welt, und er tritt vermehrt auf der Arabischen Halbinsel, besonders in Saudi-Arabien auf, in alle anderen Regionen wurde das Virus eingeschleppt.

    Vorsichtsmaßnahmen

    In Südkorea werden jetzt Stimmen laut, die die Regierung beschuldigen, zu spät und zu ineffektiv auf den Ausbruch der MERS-Virus reagiert zu haben. Die Regierung hat sich deshalb zu verschiedenen Maßnahmen entschieden. So wurden unter anderem im Industriegebiet von Kaesong an der Grenze zu Nordkorea Wärmebildkameras installiert, die alle Ankommenden untersuchen. Viele Südkoreaner arbeiten in Fabriken im Norden des Landes und könnten so das Virus auch nach Nordkorea bringen.

    Die Regierung in Seoul hatte sich schon während der jüngsten Ebola Epidemie für Wärmebildkameras entschieden, der Nachbar im Norden hatte aus diesen Grund sogar zeitweise seine Grenzen ganz geschlossen. Touristen, die heute nach Nordkorea einreisen möchten, müssen damit rechnen, unter Quarantäne gestellt zu werden.

    Wann bricht die Krankheit aus?

    Das MERS-Virus wird in der Regel von Kamelen und Dromedaren auf den Menschen übertragen, was auch die starken Ausbrüche auf der Arabischen Halbinsel erklärt. Besonders die dortigen Kamelmärkte sind wahre Brutstätten für das Virus. Zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit vergehen nur wenige Tage, und genau diese kurze Inkubationszeit macht es so schwierig, das MERS-Virus in den Griff zu bekommen. Weitergegeben wird das Virus aber immer nur dann, wenn es zu einer Erkrankung gekommen ist, jedoch ist noch immer nicht restlos erforscht, wie lange es weitergegeben werden kann. Auch die Frage, ob Infizierte, die selbst nicht erkranken, den Erreger weitergeben können, ist nach wie vor offen.

    Wer ist gefährdet?

    Alle, die die Ferien im arabischen Raum, also in Jordanien oder in einem der Emirate am Persischen Golf verbringen, laufen Gefahr mit dem MERS-Virus infiziert zu werden. Das gilt besonders dann, wenn es um Ausflüge zu Dromedar-Märkten geht. Auch der Kontakt zu bereits Erkrankten kann gefährlich werden und das, obwohl das Virus nicht so schnell von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem gehören ebenso zur Risikogruppe und auch alle, die unter Diabetes oder chronisch verlaufenden Nieren- und Lungenkrankheiten leiden, sollten nach Möglichkeit nicht in die Länder reisen, in denen das MERS-Virus aufgetaucht ist.

    Sollte es während eines Aufenthalts in einem Risikogebiet zu plötzlichem Fieber und unerklärlichem Husten kommen, dann ist es empfehlenswert, sofort einen Arzt aufzusuchen und einen Bluttest machen zu lassen.

    Bild: © Depositphotos.com / imtmphoto

  • Schluckauf – das unangenehme Dauer-Hicksen

    Schluckauf – das unangenehme Dauer-Hicksen

    Jeder kennt es und wer davon betroffen ist, der hat nicht selten die Lacher auf seiner Seite. Gemeint ist der Schluckauf, eine Art Hicksen, was sehr lästig sein kann, besonders dann, wenn es länger anhält. Bis 100 zählen, ein Glas Wasser trinken, einen Kopfstand machen oder einen Löffel Zucker essen – es gibt viele Vorschläge, um den Schluckauf wieder loszuwerden, aber nicht alle sind auch hilfreich. Woher kommt der Schluckauf? Was ist für das Dauer-Hicksen verantwortlich und wie wird man es möglichst schnell wieder los?

    Der Übeltäter ist das Zwerchfell

    Singultus – so heißt der Schluckauf mit medizinischem Namen, und der hat seine Ursache im Zwerchfell, einer Muskelplatte, die die Brust- von der Bauchhöhle trennt und die für die Zwerchfellatmung verantwortlich ist. Beim Einatmen wird das Zwerchfell nach unten gezogen und das Volumen des Brustkorbs nimmt zu. So entsteht ein Unterdruck, bei die Luft durch die jetzt geöffnete Stimmritze in die Lunge gesaugt wird. Wenn das Zwerchfell sich dann wieder entspannt, dann weicht die Luft wieder aus der Lunge.

    Für das typische Hicksen ist aber der sogenannte Nervus phrenicus verantwortlich, denn immer dann, wenn dieser Nerv gereizt wird, dann reagiert das Zwerchfell mit Hicksen. Kommt es zum Schluckauf, dann verkrampft sich das Zwerchfell und die Stimmritze wie auch die Stimmbänder verschließen sich. In der Folge kann die Luft die in der Lunge ist, nicht mehr entweichen und es baut sich Druck auf. Dieser Druck entlädt sich dann und es kommt zu jenem unangenehmen Hicksen.

    Was verursacht einen Schluckauf?

    Es gibt verschiedene Ursachen für einen Schluckauf. Zu schnelles und hastiges Trinken kann einen Schluckauf auslösen, denn dann gelangt zu viel Luft in den Magen. Auch zu kaltes oder zu heißes Essen und Getränke lösen einen Schluckauf aus, ebenso wie zu große Portionen auf der Gabel. Wer gerne stark kohlensäurehaltige Getränke wie zum Beispiel Mineralwasser trinkt, der muss sich nicht wundern, wenn es zu einem Schluckauf kommt. Rauchen und Alkohol, aber auch Nervosität und Stress können einen Schluckauf auslösen. Warum es aber überhaupt zu einem Schluckauf kommt, das konnte medizinisch bisher noch nicht nachgewiesen werden.

    Was hilft gegen das Hicksen?

    Es gibt wie schon erwähnt viele Hausmittel, aber sie alle sind keine Garantie dafür, dass der Schluckauf auch wirklich verschwindet. Da diese Hausmittel aber auch nicht schaden können und das Zwerchfell auch beruhigen, ist es keine schlechte Idee, sie einfach mal auszuprobieren. Ärzte empfehlen unter anderem, ein Glas Leitungswasser in kleinen schnellen Zügen zu trinken oder in eine Zitrone zu beißen. Aber auch gurgeln kann hilfreich sein, und wer die Luft anhält, der kann vielleicht auch auf diese Weise seinen Schluckauf loswerden. Erschrecken ist für viele eine gute Methode, und wer ein wenig Zeit mitbringt, der sollte jemanden bitten, ihn in ein Gespräch zu verwickeln, denn das lenkt ab und mit ein bisschen Glück ist der Schluckauf dann verschwunden.

    Auch Babys hicksen

    Selbst Babys im Mutterleib hicksen bereits und sie trainieren mit diesem Schluckauf ihr Zwerchfell für den Zeitpunkt, wenn sie die schützende Fruchtblase verlassen. Neugeborene bekommen häufig einen Schluckauf unmittelbar nach dem Stillen, dieses Hicksen ist vollkommen unbedenklich, denn das Baby reagiert mit einem natürlichen Reflex, damit keine Muttermilch in die Lunge gelangen kann. Gleichzeitig wird auch durch der sogenannte Reflux, der Rückfluss der Milch aus dem Magen in die Speiseröhre verhindert. Auch wenn der Schluckauf beim Baby keine Schmerzen verursacht, kann die Mutter dennoch dafür sorgen, dass er wieder aufhört. Während des Fütterns sollte das Kind auf den Arm genommen werden, und zwar so, dass der Kopf auf der Schulter der Mutter liegt. Nach dem Füttern sollte die Mutter dann dem Kind leicht auf den Rücken klopfen, damit es aufstoßen kann.

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  • Kopfschmerztabletten können dauerhafte Schmerzen auslösen

    Kopfschmerztabletten können dauerhafte Schmerzen auslösen

    Viele Menschen nehmen Kopfschmerztabletten, aber nur die wenigsten wissen, dass eine Einnahme von Kopfschmerztabletten über einen längeren Zeitraum wieder Kopfschmerzen auslöst, die nicht selten stärker sind als die Schmerzen, gegen die das Mittel eingenommen wurde. Vor allem Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und auch Paracetamol sind dafür verantwortlich, wenn es zu dumpfen und drückenden Schmerzen im Kopf kommt. Besonders oft sind diejenigen betroffen, die unter Migräne leiden und daher viel und oft zu Kopfschmerztabletten greifen. Vor allem wenn spezielle Migräne Mittel eingenommen werden, dann kann es zu sehr schmerzhaften Attacken kommen.

    Eine Pause einlegen

    Die dauerhafte Einnahme von Migräne- oder Kopfschmerztabletten kann schnell zu einer Art Teufelskreis führen. Das Mittel wird genommen, wenn die Kopfschmerzen auftreten, aber nach relativ kurzer Zeit ist der Schmerz omnipräsent und es müssen mehr Tabletten eingenommen werden, immer in der Hoffnung, dass der Schmerz verschwindet. Das ist bei längerer Einnahme nicht mehr der Fall, denn die vermeintlichen Helfer entpuppen sich als diejenigen, die den Schmerz erst auslösen. Immer dann, wenn sich dauerhafte Schmerzen im Kopf einstellen, dann muss eine Pause eingelegt werden, die mindestens zwei Wochen dauern sollte. In etwa 80 % der Fälle geht es den Betroffenen dann deutlich besser und die Kopfschmerzen sind verschwunden.

    Ist das nicht der Fall, dann sollte ein Facharzt aufgesucht werden, der der Ursache der Kopfschmerzen auf den Grund geht und dann eine entsprechende Therapie einleitet.

    Kopfschmerztabletten richtig einnehmen

    Wer bei gelegentlichen Kopfschmerzen mal eine Tablette nimmt, der muss nicht befürchten, dass die Schmerzen durch die Einnahme schlimmer werden. Ohne Anweisung des Arztes sollten Kopfschmerztabletten und auch spezielle Mittel gegen Migräne jedoch nicht häufiger als zehnmal im Monat eingenommen werden. Auch wer länger als drei Tage hintereinander zur Kopfschmerztablette greift, der sollte sich nicht wundern, wenn der Schmerz nicht verschwindet, sondern im Gegenteil noch stärker wird.

    Einfache Mittel gegen Kopfschmerzen und Migräne

    Wer häufig Kopfschmerzen hat, der kann mit einfachen Mitteln dagegen ankämpfen. So kann es zum Beispiel helfen, regelmäßig mit dem Rad zu fahren, spazieren zu gehen oder ein- bis zweimal pro Woche zu schwimmen. Auch wenn die Migräne es zulässt, dann kann sportliche Betätigung hilfreich sein. Alle, die unter starken Migräneattacken leiden, sind gut beraten nicht nur sportlich aktiv zu werden, sondern auch ein Training zur Entspannung der Muskeln zu machen. Mit progressiver Muskelentspannung kann der Dauerkopfschmerz wirkungsvoll bekämpft werden.

    Migräne muss nicht zwangsläufig mit Medikamenten behandelt werden. Besonders dann, wenn sich nach der Einnahme der Medikamente keine dauerhafte Besserung gibt, sollten sich die Betroffenen für eine Alternative entscheiden. Akupunktur kann eine dieser Alternativen sein, denn Akupunktur wird von den meisten Patienten sehr gut vertragen und hat keine schädlichen Nebenwirkungen, wie das bei Medikamenten der Fall ist. Der Nachteil bei einer Akupunkturbehandlung ist aber, dass sie in den meisten Fällen aus eigener Tasche bezahlt werden muss. Nur wenn die Migräneattacken so schlimm sind, dass sie das tägliche Leben nachhaltig beeinflussen, weil die Betroffenen zum Beispiel nicht mehr arbeiten gehen können, dann übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine alternative Behandlung. Auch Patienten, die keine starken Medikamente vertragen können, bekommen eine alternative Therapie von der Krankenkasse bezahlt.

    Kopfschmerzen und auch Migräne haben sich in den letzten Jahren zu einer Art Volkskrankheit entwickelt. Mittlerweile ist die Migräne die am häufigsten auftretende neurologische Erkrankung in Deutschland, an der bis zu 14 % der Frauen und 8 % der Männer leiden. Wer häufig Kopfschmerzen hat und wenn die Schmerzen trotz der Einnahme von Kopfschmerztabletten nicht verschwinden, dann ist ein Besuch beim Arzt zu empfehlen, um die Ursache der Schmerzen zu klären. Die Tabletten einfach weiter einzunehmen und zu hoffen, dass die Schmerzen dann verschwinden, kann ein Fehler sein.

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  • Gürtelrose – schmerzhaft aber behandelbar

    Gürtelrose – schmerzhaft aber behandelbar

    Mit einem Gürtel und einer Rose hat die Gürtelrose nur sehr entfernt zu tun. Ihren Namen verdankt die Virusinfektion den Anzeichen auf der Haut, und zwar auf der Körperpartie, wo normalerweise der Gürtel sitzt, und weil der Ausschlag mit ein wenig Fantasie an eine Rose erinnert. Eine Gürtelrose wird durch ein Virus, das sogenannte Varizella-Zoster-Virus ausgelöst, sie ist sehr schmerzhaft, aber sie lässt sich heute gut behandeln. Es gibt einige Therapien, die dafür sorgen, dass die Beschwerden gelindert werden und die Heilung beschleunigt wird.

    Welche Symptome hat eine Gürtelrose?

    Ärzte nennen die Gürtelrose etwas salopp auch Herpes Zoster. Zu den ersten Symptomen gehört ein Hautausschlag, auf dem sich kleine Bläschen bilden und der sich zunächst streifenförmig in Höhe der Hüfte zeigt. Der Grund für den Ausschlag ist in den Nervenbahnen zu finden, in die sich der Virus einnistet, und nicht selten ist es der gleiche Virus, der auch die Windpocken auslöst. Wer als Kind die Windpocken hatte, der wird die äußeren Symptome schnell wieder los, aber der Virus bleibt im Körper. Im Alter, wenn das Immunsystem nicht mehr so sicher und gut funktioniert, dann kann es ein, dass der Virus wieder zum Leben erwacht und dann eine Gürtelrose auslöst.

    Trifft die Gürtelrose einen älteren Menschen, dann löst sie in der Regel starke Schmerzen aus und die Beschwerden können lange andauern. Für die Heilung ist es von entscheidender Bedeutung, wie früh die Gürtelrose erkannt wird. Wird sie früh diagnostiziert, dann kann die entsprechende Behandlung schnell eingeleitet werden und die Krankheit ebenso schnell auch ausheilen.

    Welche Therapien gibt es?

    Treten die typischen Symptome auf, dann sollte man keine Zeit verlieren und sofort einen Arzt aufsuchen. In den meisten Fällen bekommen die Patienten dann Medikamente, die die Schmerzen lindern und eine Creme, die verhindert, dass sich die Viren weiter ausbreiten können. Mit der richtigen Therapie verschwinden die Bläschen, die die Schmerzen verursachen, recht schnell wieder und der Ausbruch der Gürtelrose wird abgebremst.

    Wichtig ist aber, dass die Betroffenen spätestens zwei bis maximal drei Tage, nachdem die ersten Symptome aufgetreten sind, zu einem Arzt gehen. Patienten, die noch keine 50 Jahre alt sind, bekommen in der Regel eine leichte Form der Gürtelrose, die sehr gut mit einer antiviralen Therapie behandelt werden kann. Bei älteren Menschen reicht diese Therapie oftmals nicht aus, und der Arzt wird versuchen, mit Infusionen zu helfen.

    Wie gefährlich ist eine Gürtelrose?

    In sehr seltenen Fällen entwickelt sich eine Gürtelrose zu einer schwerwiegenden Erkrankung. Immer dann, wenn die Nerven im Gehirn betroffen sind, dann kann es passieren, dass das Auge oder das Ohr betroffen sind. Wenn die Regenbogenhaut oder die Hornhaut des Auges betroffen sind, dann kann es zu Sehstörung und im schlimmsten Fall sogar zur Erblindung kommen. Eine Gürtelrose, die aufs Ohr schlägt, kann eine Gesichtslähmung zur Folge haben.

    Bei Menschen, die unter einer ausgeprägten Immunschwäche leiden, wie das zum Beispiel bei HIV Patienten der Fall ist, betrifft die Gürtelrose nicht nur die Haut, sie kann auch die inneren Organe angreifen und dann wird die Krankheit lebensbedrohlich. Sehr selten kann sich aus einer Gürtelrose auch eine Hirnhautentzündung entwickeln. Eine Gürtelrose tritt meist nur einmalig auf und ist, wenn die Behandlung anschlägt, nach vier Wochen ausgeheilt.

    Kann man vorbeugen?

    Um erst gar nicht an einer Gürtelrose zu erkranken, gibt es einige präventive Maßnahmen. Dazu gehört das Vermeiden von Stress und auch zu viele Sonnenbäder sind schädlich, denn die Wärme auf der Haut kann den Virus aktivieren und die Gürtelrose bricht aus. Wer als Kind gegen die Windpocken geimpft wurde, ist leider nicht immun, aber wenn es zu einer Gürtelrose kommt, dann ist ein Ausbruch seltener und weniger schwer als bei denjenigen, die nicht geimpft wurden.

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  • Schnelle Hilfe bei akuter Depression

    Schnelle Hilfe bei akuter Depression

    Nicht nur wenn es um Verletzungen geht, dann ist schnelle Hilfe notwendig, auch bei Menschen, die unter Depressionen oder anderen psychischen Notfällen leiden, ist schnelle und vor allem professionelle Hilfe sehr wichtig. Aber es kann dauern, bis es einen Platz für die Therapie gibt. Um diese Lücke zu schließen, gibt es jetzt in vielen Krankenhäusern vermehrt Notfall-Ambulanzen für psychisch Kranke. Alle, die schnelle Hilfe benötigen, können sich an ihre Krankenkasse wenden, denn die Kassen haben Adressen, wo es eine Notfall-Ambulanz in der Nähe gibt, wo psychisch kranke Menschen schnell und unkompliziert Hilfe bekommen.

    Schnelle Hilfe

    Eine akute Depression kann sehr gefährlich werden, denn es besteht bei vielen Patienten die große Gefahr, dass sie versuchen sich selbst zu töten. Wer einen akuten depressiven Schub hat, der braucht schnelle Hilfe, nicht selten geht es dabei um Minuten. Mit dem Angebot vieler Krankenhäuser, die eine notärztliche Hilfe anbieten, kann vielen Patienten geholfen werden. Aber nicht nur die Krankenhäuser bieten eine psychologische Notfallhilfe an, auch kommunale Stellen, Kirchen und die Wohlfahrtsverbände haben sich auf diese besondere Form der Notfallhilfe eingestellt.

    Auch wenn es um die Unterstützung und die Orientierung für psychisch Kranke geht, gibt es jetzt Hilfe, und zwar durch die Patientenberatungsstellen sowie den Sozialpsychiatrischen Dienst, den es für den Notfall in jeder größeren Stadt in Deutschland gibt.

    Behandlung in der privaten Praxis

    Bislang war es kaum möglich, an den Sonn- und Feiertagen oder auch an den Wochenenden schnelle Hilfe in der privaten Praxis zu bekommen, denn niedergelassene Psychologen und Psychiater haben keine Notfallpraxis, wie das bei anderen Ärzten der Fall ist. Jetzt gibt es aber die Möglichkeit, auch in einer privaten Praxis schnelle Hilfe zu bekommen, wenn sich eine Therapie nicht mehr aufschieben lässt. Welcher Facharzt schnell helfen kann, auch das können Patienten bei ihrer Krankenkasse erfahren.

    Oft ist es schon ein Gespräch, das den Betroffenen in einer akuten Situation helfen kann. Wer bei einem akuten psychischen Notfall in die normale Ambulanz kommt, der muss damit rechnen, dass er hier lediglich eine Spritze bekommt, für eine gezielte Behandlung sind die Notfallmediziner in den Krankenhäusern entweder gar nicht oder nur sehr unzureichend ausgebildet.

    Nicht nur für Notfälle

    Die Wartezeiten für eine psychologische Behandlung sind unter Umständen sehr lang, nicht selten warten die Patienten drei Monate und mehr auf einen Termin. Vor allem für alle diejenigen, die noch nie in Behandlung waren und medikamentös nicht eingestellt sind, kann die lange Wartezeit zur Qual werden. In diesen Fällen ist es gut zu wissen, dass es eine Ambulanz für den Notfall gibt, wo geschulte Mitarbeiter und Fachärzte helfen können.

    Aber nicht nur für den akuten Notfall ist es wichtig, einen adäquaten Ansprechpartner zu haben, denn wenn zwischen zwei Behandlungen der Zeitraum von einem Vierteljahr liegt, dann kann es durchaus passieren, dass Hilfe benötigt wird. Wenn das der Fall ist, dann können sich die Betroffenen an ihre Krankenkasse wenden und sich die Adresse einer Notfall-Ambulanz geben lassen.

    Keine Dauerlösung

    Der Gang zu einer psychischen Notfall-Ambulanz ist keine dauerhafte Lösung, denn wenn es um schwerwiegende Probleme geht, dann ist die Notfall-Ambulanz ist, wie der Name es schon sagt, nur eine Notlösung. Menschen mit psychischen Problemen müssen eine individuelle und gezielte Therapie machen, um ihre Krankheit in den Griff zu bekommen. Die Angst, die viele Betroffenen haben, dass es im Notfall keine Hilfe gibt, wird ihnen durch das neue Angebot der psychiatrischen Ambulanzen genommen.

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  • Müssen Babys unbedingt gestillt werden?

    Müssen Babys unbedingt gestillt werden?

    Rund 90 % der werdenden Mütter haben die Absicht nach der Geburt zu stillen, denn schließlich ist Stillen die gesündeste, einfachste, preiswerteste und bequemste Art, um das Baby sattzubekommen. Kinderärzte und Hebammen unterstützen das Ziel der Mütter die Kinder zu stillen und empfehlen eine Stillzeit von mindestens einem halben Jahr. Aber nicht immer klappt es auch mit dem Stillen und nicht jede Mutter ist bereit, ihrem Kind die Brust zu geben. Diese Mütter werden schnell als Rabenmütter bezeichnet, aber das wäre zu voreilig, denn es gibt Gründe, die gegen das Stillen sprechen.

    Eine interessante Studie

    Eine neue Studie zum Thema Stillen bringt interessante Zahlen. Von 28.000 befragten Frauen war knapp ein Viertel, rund 23 % der Meinung, dass eine gute Mutter ihr Kind stillt, so lange es eben geht. Über die Hälfte (50,5 %) der werdenden Mütter, die für die Studie befragt wurden, waren der Ansicht, dass jede frisch gebackene Mutter es wenigstens mal versuchen sollte und 5 % möchten ihren Nachwuchs sogar ein ganzes Jahr lang stillen. 6 % lehnen das Stillen komplett ab.

    Diese 6 % der werdenden Mütter, die sich gegen das Stillen entschieden haben, gelten als Rabenmütter, als kalte und gefühllose Mütter, die ihre Kinder nicht lieben. Viele Frauen, die ihren Kindern statt der Brust die Flasche geben, müssen mit Vorurteilen, bösen Kommentaren und abschätzigen Blicken rechnen, besonders von den Müttern, die Stillen zur Weltanschauung erklärt haben. Schnell wird auf diese Weise Druck aufgebaut, besonders bei den Müttern, die sich noch nicht sicher sind, ob sie stillen sollen oder nicht. Dabei hat jede Frau das Recht selbst zu entscheiden, ob sie ihrem Kind die Brust geben soll. Alle Frauen, die der Meinung sind, dass das Stillen nicht gut für sie ist, sollten es lassen, denn wenn es der Mutter nicht gut geht, dann fühlt sich auch das Kind nicht wohl.

    Warum wollen Frauen nicht stillen?

    Die meisten Frauen, die sich gegen das Stillen entscheiden, begründen das mit dem Wunsch, körperlich unabhängig zu bleiben. Sie fürchten nur noch für das Kind da sein zu müssen und haben nicht selten Angst, dass eine zu tiefe Bindung zwischen Mutter und Kind entsteht, und der Vater dabei zu kurz kommt. Auch Änderungen im Essverhalten möchten viele Frauen nicht, denn sie haben bereits in den vergangenen neun Monaten auf vieles verzichten müssen und möchten jetzt wieder tun und lassen können, was sie gerne möchten.

    Aber auch Frauen, die so schnell wie möglich wieder in den Beruf einsteigen wollen, entscheiden sich häufig gegen das Stillen, denn sie sind durch den Beruf nicht mehr ständig verfügbar. Auch der Aspekt sexuell nicht mehr attraktiv zu sein, ist ein Grund, warum Frauen darauf verzichten, ihre Kinder zu stillen. Diese Argumente klingen auf den ersten Blick egoistisch, aber wie alle anderen Menschen, so haben auch frisch gebackene Mütter das Recht, Prioritäten zu setzen.

    Stillen oder Flasche – was ist gesünder?

    Es gibt vieles was für die Muttermilch spricht, aber die Ersatzmilch, die heute angeboten wird, enthält ebenso viele Nährstoffe, Mineralien und Spurenelemente wie die Muttermilch. Keine Frau muss also ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie ihrem Kind die Flasche gibt. Trotzdem gibt es Vorteile, die die Muttermilch hat, wie zum Beispiel die Tatsache, dass Kinder, die gestillt werden, im ersten Lebensjahr nicht so häufig krank werden. Auch dass Kinder, die die Brust bekommen haben, später weniger häufig zu Herz- und Kreislauferkrankungen neigen, ist eine Tatsache und auf Allergien hat das Stillen ebenfalls einen positiven Einfluss. Muttermilch schützt die noch unreife Schleimhaut des Darms und Krankheitserreger haben so keine Chance mehr. Auch für die Mütter hat das Stillen Vorteile, denn es kostet Energie und das hilft dabei, überflüssige Pfunde loszuwerden.

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