Kategorie: Gesundheit & Krankheit

Gesundheit & Krankheit im Gesundheits-Magazin.net

Die Gesundheit ist bekanntlich das höchste Gut, denn wer gesund ist, der fühlt sich wohl und kann die Anforderungen des Lebens meistern. Es ist nicht allzu schwer, gesund zu bleiben, trotzdem haben in der heutigen Zeit viele Menschen Probleme mit ihrer Gesundheit. Wer gesund bleiben will, der muss sich richtig ernähren, nach Möglichkeit Sport treiben und sollte weder rauchen noch übermäßig Alkohol trinken. Aber es gibt noch vieles mehr, was der Gesundheit nachhaltig schaden kann, denn auch wenn es um die Ernährung geht, dann kann man vieles falsch machen. Zu fettes Essen ist schädlich und auch wenn zu viel Zucker im Spiel ist, dann ist das auf Dauer nicht gesund. Zu wenig frische Luft kann krank machen und wer sich körperlich nicht genug betätigt, der läuft Gefahr, ernsthaft zu erkranken.

Aber nicht nur der Körper, auch die Seele kann krank werden. Es sind die physischen Erkrankungen, die immer mehr zunehmen. In der heutigen Zeit schreiben die Ärzte viele Menschen krank, die sich mental nicht mehr gesund fühlen. Wenn es um Krankschreibungen geht, liegen nach neusten Studien die Erkrankungen der Seele an zweiter Stelle nach den Problemen mit dem Bewegungsapparat. Viele Menschen fühlen sich ausgebrannt, müde, erschöpft und haben Angst nicht mehr die Leistungen zu erbringen, die von ihnen gefordert werden. In der Folge kommt es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und nicht selten führt eine Erkrankung der Seele auch in die Sucht. Alle, die bis ins hohe Alter gesund bleiben wollen, müssen auf ihre Ernährung achten, sich nach Möglichkeit viel bewegen und mental fit bleiben.

  • Bewegungsstörungen durch Ataxie – was können Betroffene tun?

    Bewegungsstörungen durch Ataxie – was können Betroffene tun?

    Das griechische Wort Ataxia bedeutet Unordnung und das trifft das Krankheitsbild, das bei Ataxie entsteht, recht gut, denn die Betroffenen leiden unter Bewegungsstörungen, die alle Körperteile betreffen können. So sind zum Beispiel normale Bewegungsabläufe nicht mehr möglich, aber auch das Sehen und das Sprechen kann betroffen sein. Bewegungsstörungen durch Ataxie sind vielfältig und für die Betroffenen immer mehr als nur unangenehm. Aber wie kommt es zu einer Ataxie und welche Möglichkeiten der Therapie gibt es?

    Die unterschiedlichen Formen der Ataxie

    Das Wort Ataxie ist ein Überbegriff für Bewegungsstörungen, die auch die kleinsten Muskelpartien betreffen kann. Bewegungsstörungen durch Ataxie, die nur das Gehen betreffen, werden Gangataxie genannt, die Betroffenen haben Probleme damit, aufrecht zu gehen und fallen entweder durch einen kleinschrittigen Gang oder durch einen sehr unsicheren, breitbeinigen Gang auf. Wenn das Stehen oder Sitzen betroffen ist, dann spricht die Medizin von einer Rumpfataxie, hier können die Betroffenen nur schlecht ohne Hilfe stehen und neigen dazu, zu fallen. Eine Gliedmaßenataxie liegt dann vor, wenn das Schreiben nicht mehr möglich ist und bei einer Dysarthrie ist es nicht mehr möglich, sich zu artikulieren, die Sprache wird undeutlich, die Sätze sind abgehakt und die Stimme klingt verschwommen. Bewegungsstörungen durch Ataxie können aber auch die Augen und die Hände betreffen. In diesem Fall spricht man von einer optischen Ataxie, denn die Betroffenen sind unfähig, mit Kontrolle durch die Augen, bestimmte Handbewegungen zu machen.

    Welche Ursachen haben die Bewegungsstörungen durch Ataxie?

    Wenn es zu Bewegungsstörungen durch Ataxie kommt, dann sind keine Feinabstimmungen der einzelnen Bewegungen mehr möglich, die vom Kleinhirn und dem Rückenmark gesteuert werden. Es gibt verschiedene Ursachen, die eine Kooperation zwischen den verantwortlichen Zentren verhindern können. Einige werden im Laufe des Lebens erworben, bei anderen Formen sind genetische Ursachen schuld. Besonders häufig werden die Bewegungsstörungen durch Ataxie im Laufe des Lebens erworben, aber auch entzündliche Erkrankungen können das Kleinhirn so schädigen, dass es die Koordination und das Zusammenspiel der Bewegungen nicht mehr planen und durchführen kann. Das ist beispielsweise bei der Nervenkrankheit Multiple Sklerose der Fall, aber auch ein Tumor kann Bewegungsstörungen durch Ataxie auslösen.

    Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

    Bewegungsstörungen durch Ataxie sind ein Symptom für viele neurologische Krankheiten, und immer wenn es zu solchen Störungen kommt, dann muss ein Arzt aufgesucht werden, der den möglichen Hintergrund abklärt. Wer sich im Sitzen oder beim Stehen unsicher fühlt oder merkt, dass der Gang nicht mehr sicher ist oder taumelnd wird, der muss zum Arzt. Auch wenn es plötzlich nicht mehr möglich ist, die Handfläche nach oben zu drehen oder wenn die Hände stark zittern, ist ein Arztbesuch unumgänglich, denn dann kann es sich um Ataxie handeln. Treten die Probleme urplötzlich auf, sind das möglicherweise erste Anzeichen für einen Schlaganfall.

    Wie wird Ataxie behandelt?

    Der richtige Ansprechpartner ist ein Neurologe, der sich zunächst mit gezielten Fragen einen ersten Überblick verschafft, was als Ursache infrage kommen kann. Anschließend werden die Funktionen des Gehirns, der Nerven und des Rückenmarks, aber auch die Reflexe überprüft. Ein MRT, also eine Magnetresonanztomografie kann für Klarheit sorgen, aber auch Blutuntersuchungen und eine Nervenwasseruntersuchung können Auskunft über die Ursache der Ataxie geben. In der Regel ist es schwierig, eine Ataxie zu behandeln, und es gibt auch sehr wenige spezielle Therapieformen. Eine regelmäßige Physiotherapie verspricht vielfach Erfolge, denn zusammen mit einem Therapeuten lernen die Betroffenen wieder, ihre Bewegungen zu steuern. Die Übungen können auch zu Hause gemacht werden, in besonders schweren Fällen ist eine Kur ebenfalls eine sehr gute Idee. Wichtig ist ein völliger Verzicht auf Alkohol, denn der Genuss von Alkohol kann die Bewegungsstörungen noch verstärken. Ein Ansprechpartner ist hier die Deutsche Heredo-Ataxie-Gesellschaft-Bundesverband e. V.

    Bild: © Depositphotos.com / tashatuvango

  • TIA – Warnzeichen für den kleinen Schlaganfall

    TIA – Warnzeichen für den kleinen Schlaganfall

    Fast jedem Schlaganfall gehen Warnzeichen voraus und diese alarmierenden Zeichen werden als transitorische ischämische Attacken oder kurz TIA genannt. Die TIA Warnzeichen treten von einer Minute auf die andere auf und sie verschwinden in der Regel auch ebenso schnell wieder. Da die Attacken blitzschnell kommen und gehen, suchen nur die wenigsten einen Arzt auf, aber das kann fatale Folgen haben. Wenn dann der Schlaganfall kommt, wird die Zeit knapp, und es kann sehr schnell um Leben oder Tod gehen.

    Welche Vorzeichen gibt es?

    Die TIA Warnzeichen sind vielfältig und individuell stark oder weniger stark ausgeprägt. Praktisch wie aus heiterem Himmel kann es zu Sehstörungen kommen, die Betroffenen sehen verschwommen oder wie durch eine Milchglasscheibe, aber auch eine plötzliche Blindheit ist möglich. Arme und Beine können sich taub und pelzig anfühlen, manche Menschen sind nicht mehr in der Lage, ganze Sätze zu sprechen oder es fehlen die richtigen Worte. Alle diese TIA Warnzeichen dauern meist nur wenige Sekunden oder Minuten, in einigen Fällen aber auch Stunden. Vor allem wenn es um Ausfälle geht, die nur Sekunden dauern, kommen nur die wenigsten auf den Gedanken, den Notruf zu wählen und betrachten das Ganze als ein vorübergehendes Phänomen.

    TIA Warnzeichen künden einen Schlaganfall an

    Nicht alle TIA Warnzeichen weisen auf einen kurz bevorstehenden Schlaganfall hin, aber bei 40 % der Schlaganfallpatienten ging eine transitorische ischämische Attacke voraus. Mediziner sprechen daher von einem kleinen Schlaganfall, den jeder ernst nehmen sollte. Was den „richtigen“ Schlaganfall von TIA unterscheidet, ist der zeitliche Ablauf, denn während bei den TIA Warnzeichen nur ein sehr kurzer Zeitraum vergeht, können die Symptome bei einem Schlaganfall bis zu 24 Stunden andauern.

    Welche Ursachen gibt es?

    Die TIA Warnzeichen werden in den meisten Fällen durch einen Blutpfropfen verursacht, der für kurze Zeit ein kleines Gefäß im Gehirn verstopft. Die eigentliche Ursache ist in der Regel jedoch eine Verkalkung der Arterien, in deren Folge sich ein Pfropfen aus der Halsschlagader löst und dann eine sogenannte Karotisstenose auslöst. Auch ein Vorhofflimmern kann dafür verantwortlich sein, dass es zu einem Blutgerinnsel kommt. Da die Durchblutungsstörung nur vorübergehend ist, kann man sie nicht mit einem Schlaganfall gleichsetzen, trotzdem gilt TIA immer als medizinischer Notfall. Die TIA Warnzeichen erhöhen das Risiko, einen Hirninfarkt zu erleiden und dann geht es um jede Minute. Meist kommt es bei mehr als zehn Prozent der Betroffenen nach vier Wochen zu einem Schlaganfall und innerhalb von drei Monaten steigt die Zahl auf 17 %.

    Wie wird TIA behandelt?

    Wenn TIA Warnzeichen auftreten, dann sollte ohne zu zögern der Notruf 112 angerufen werden, selbst dann, wenn die Symptome bereits wieder nachlassen. Der Notarzt wird den Patienten ins Krankenhaus einweisen, wo er dann 24 Stunden lang auf der Intensivstation beobachtet wird. In weiteren Untersuchungen suchen die Ärzte nach anderen Erkrankungen, die die Symptome ausgelöst haben könnten, wie zum Beispiel Epilepsie oder auch Migräne. Wenn die Patienten wieder nach Hause entlassen werden, dann ist es wichtig, den Auslöser von TIA richtig zu behandeln. Wer unter zu hohem Blutdruck, unter Vorhofflimmern, unter Diabetes oder unter einer Arteriosklerose leidet, ist ein Risikopatient und muss diese Erkrankungen unter ärztlicher Aussicht in den Griff bekommen. Medikamente müssen regelmäßig und konsequent eingenommen werden und sollte die Halsschlagader schon verengt sein, dann ist eine Operation die einzige Option der Behandlung. Patienten, die unter einem Vorhofflimmern leiden, müssen Medikamente einnehmen, die das Blut verdünnen.

    Damit es erst gar nicht zu TIA oder zu einem Schlaganfall kommt, ist es hilfreich, den Lebenswandel zu ändern. Rauchen ist ebenso ein Risikofaktor wie Übergewicht und der Mangel an Bewegung, auch eine ungesunde Ernährung erhöht die Gefahr, einen kleinen oder klassischen Schlaganfall zu erleiden.

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  • Warum eine Pankreatitis gefährlich ist

    Warum eine Pankreatitis gefährlich ist

    Sie kommt relativ selten vor, aber wer davon betroffen ist, der kann schnell in Lebensgefahr schweben – die Pankreatitis, besser bekannt unter dem Namen Bauchspeicheldrüsenentzündung. Eine Pankreatitis kann akut, aber auch chronisch auftreten, oftmals wird sie von Gallensteinen ausgelöst, und wenn andere Organe wie die Leber, der Darm, das Herz, die Lungen oder die Nieren in Mitleidenschaft gezogen werden, dann wird es sehr schnell sehr gefährlich. Aber was löst eine Bauchspeicheldrüsenentzündung aus und was macht eine Pankreatitis gefährlich?

    Die Bauchspeicheldrüse – ein erstaunliches Organ

    Die Bauchspeicheldrüse wiegt nur knapp 100 Gramm, sie ist 15 cm groß und liegt im oberen Bauchbereich gleich hinter der Bauchwand. Jeden Tag gibt die Bauchspeicheldrüse bis zu zwei Liter Verdauungssekret an den Dünndarm ab und in dieser Flüssigkeit sind Stoffe enthalten, die die Nahrung in ihre Bestandteile zerlegen, denn nur so können sie aus dem Dünndarm vom Blut aufgenommen werden. Um zu verhindern, dass sich die Bauchspeicheldrüse selbst verdaut, bilden einige Enzyme eine Art interaktive Vorstufe, sie werden erst dann richtig aktiv, wenn sie im Dünndarm gelandet sind. Die Bauchspeicheldrüse kann aber noch mehr, sie gibt wichtige Hormone wie zum Beispiel Insulin ins Blut ab, um den Blutzuckerspiegel zu senken, auch Glukagon wird abgegeben, was den Blutzuckerspiegel wieder steigen lässt.

    Was macht eine Pankreatitis gefährlich?

    Die Ursachen für eine Pankreatitis sind vielschichtig, in den meisten Fällen ist aber eine Erkrankung der Galle verantwortlich. Wenn ein Stein den Gallengang verstopft und damit einen Gallenstau auslöst, dann sammelt sich im Rückstau das Verdauungssekret in der Bauchspeicheldrüse, was wiederum eine Pankreatitis gefährlich macht. Das Gewebe wird gereizt, es wird geschädigt und schließlich entsteht eine Entzündung. Was eine Pankreatitis gefährlich macht, ist aber die nachfolgende Situation, denn die Drüse wird versuchen, sich selbst zu verdauen. Auch übermäßiger Alkohol- und Nikotingenuss machen eine Pankreatitis gefährlich, weil der Alkohol schnell zu einer Entzündung führen kann. Andere mögliche Ursachen für eine Bauchspeicheldrüsenentzündung sind eine Überfunktion der Nebenschilddrüse, Störungen im Stoffwechsel und bestimmte Medikamente wie beispielsweise Betablocker und ACE-Hemmer, aber auch einige Antibiotika können eine Pankreatitis gefährlich machen.

    Welche Symptome gibt es?

    Eine Pankreatitis tritt plötzlich und ohne jede Vorwarnung auf. Die Betroffenen fühlen heftige Schmerzen im oberen Bauchbereich, die schnell in den Rücken oder in die Brust ausstrahlen. Zusammen mit den starken Schmerzen kommt es zu Übelkeit, Blähungen und Erbrechen, auch Fieber kann bei einer akuten Entzündung auftreten. Die Bauchdecke ist gespannt, aber sie ist nicht hart, der Arzt spricht dann von einem sogenannten Gummibauch und schon der kleinste Druck löst in dieser Situation heftige Schmerzen aus. Ist der Gallengang an der Pankreatitis beteiligt, dann entwickelt sich zudem eine Gelbsucht, der Urin färbt sich dunkel und die Bindehäute in den Augen sind gelb. Kommt es zu einem Kreislaufschock, dann wird die Pankreatitis gefährlich und wenn sich Eiter im Bauchraum sammelt, dann besteht die Gefahr einer Blutvergiftung, in deren Verlauf das Herz, die Lunge oder auch die Nieren versagen können.

    Wie wird eine Pankreatitis behandelt?

    Kommt es zu einer akuten Pankreatitis, dann muss der Betroffene sofort ins Krankenhaus und je nach Schweregrad auch intensivmedizinisch betreut werden. Gegen die starken Schmerzen bekommt der Patient ein Schmerzmittel, zusätzlich wird ein Tropf angehängt, um den Körper mit Flüssigkeit zu versorgen und den Kreislauf aufrecht zu erhalten. Bei einer akuten Erkrankung darf nichts gegessen werden und selbstverständlich sind auch Nikotin und Alkohol tabu. Handelt es sich um eine besonders starke Entzündung, die lange andauert, dann muss der Patient über eine Magensonde mit flüssiger Nahrung versorgt werden. Klingt die Entzündung langsam ab, denn folgt ein vorsichtiger Aufbau mit Speisen, die leicht verdaulich sind.

    Auch wenn eine Pankreatitis gefährlich ist, wenn sie rechtzeitig behandelt wird, dann wird der Patient wieder vollständig gesund.

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  • Volkskrankheit Pneumonie – Diagnose, Symptome, Behandlung

    Volkskrankheit Pneumonie – Diagnose, Symptome, Behandlung

    Die meisten Menschen kennen die Pneumonie unter ihrem populären Namen Lungenentzündung, aber nur wenig wissen, dass es eine Volkskrankheit Pneumonie gibt. Eine halbe Million Deutsche erkranken jedes Jahr an einer Lungenentzündung, knapp ein Drittel muss deswegen ins Krankenhaus. Es werden mehr Menschen mit einer Lungenentzündung stationär behandelt als mit einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall und dazu kommen noch die Patienten, die sich aus anderen Gründen im Krankenhaus befinden und erst dort eine Pneumonie bekommen.

    Was passiert bei einer Pneumonie?

    Kommt es zu einer Pneumonie, dann sind entweder die Lungenbläschen, die sogenannten Alveolen, oder das Lungengewebe beschädigt. Die Hohlräume, die für die Atmung sehr wichtig sind, werden bei einer infektiösen Pneumonie mit Eiter oder Wasser gefüllt, die das Gewebe verdichten und einen Austausch der Atemgase unmöglich machen. Unter der Volkskrankheit Pneumonie versteht man die häufig vorkommende infektiöse Lungenentzündung, die immer dort auftritt, wo Menschen eng zusammenleben. Wer unter einem Infekt der Atemwege leidet, der reicht die Krankheit durch Niesen und Husten an seine Mitmenschen weiter, diese Tröpfchen werden dann eingeatmet und der Erreger setzt sich schließlich in den Atemwegen fest und kann dann eine Lungenentzündung auslösen.

    Welchen Formen der Pneumonie gibt es?

    Die Volkskrankheit Pneumonie wird in der Regel von Bakterien ausgelöst, seltener ist eine Infektion mit Parasiten, Pilzen oder Viren. Die meisten Menschen stecken sich in ihrer unmittelbaren Umgebung an und diese Infektionen nennen die Ärzte eine ambulant erworbene Pneumonie. Nosokomiale Infektion wird die Lungenentzündung genannt, mit der sich Patienten im Krankenhaus, bevorzugt auf Intensivstationen anstecken. Der Grund für die recht häufigen Ansteckungen im Krankenhaus sind zum einen die Patienten selbst, denn ihr Immunsystem ist angeschlagen und kann die Keime nicht mehr abwehren. Zum anderen sind die Maschinen auf einer Intensivstation schuld, vor allem Beatmungsschläuche, die eine natürliche Reinigung der Luftröhre und der Bronchien durch Abhusten verhindern. Eher selten sind problematische Keime wie Staphylokokken oder Enterokokken die Ursache für eine Lungenentzündung, die im Krankenhaus entsteht.

    Die Volkskrankheit Pneumonie und ihre Symptome

    Wenn es um die Symptome einer Lungenentzündung geht, dann unterscheidet die Medizin zwischen typischen und atypischen Symptomen. Typisch für eine Pneumonie sind schnell ansteigendes Fieber mit Temperaturen von bis zu 40° Grad, heftiger Schüttelfrost und Beschwerden beim Atmen. Die Betroffenen fühlen sich schlapp, elend und krank. Da die Zufuhr mit Sauerstoff verringert ist, unternimmt der Körper alles, um die erhöhte Atemfrequenz wieder auszugleichen, was den Pulsschlag drastisch erhöhen kann. Schafft der Körper es nicht, den Sauerstoffmangel auszugleichen, dann kommt es zu einer Zyanose und die Lippen wie auch das Nagelbett färben sich blau. Eher untypisch ist ein rötlich-brauner Auswurf beim Husten und wenn das Brustfell betroffen ist, dann treten beim Atmen starke Schmerzen auf.

    Wie wird eine Pneumonie behandelt?

    Die möglichen Therapien der Volkskrankheit Pneumonie beziehen sich auf die infektiöse Form der Lungenentzündung, und für die Therapie ist entscheidend, ob die Betroffenen zu Hause oder im Krankenhaus behandelt werden. Nicht immer ist ein Aufenthalt im Krankenhaus notwendig, aber wenn die Symptome sehr stark sind, dann ist eine intensivmedizinische Behandlung die bessere Wahl. Antibiotika haben sich bei der Volkskrankheit Pneumonie bestens bewährt, vor allem dann, wenn die Krankheit von Keimen ausgelöst wurde. Durch die Gabe von Antibiotika sollten sich die Symptome innerhalb von zwei bis drei Tagen bessern, ist das nicht der Fall, dann muss ein großes Blutbild gemacht werden, um eine Infektion mit Bakterien, Viren oder Parasiten ausschließen zu können. Um den Schleim in den Bronchien zu lösen, ist eine Inhalation mit Kochsalz ein gutes Mittel, wenn das nicht gelingt, dann muss der Schleim abgesaugt werden, damit der Patient besser atmen kann.

    Eine Pneumonie muss vollständig auskuriert werden, passiert das nicht, dann fällt ein Rückfall um so schlimmer aus.

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  • Erythrozyten – rote Blutkörperchen sorgen für den Sauerstoff

    Erythrozyten – rote Blutkörperchen sorgen für den Sauerstoff

    Sie sind rundlich, sie sind rot und sie transportieren den lebensnotwendigen Sauerstoff durch den Körper – Erythrozyten, die roten Blutkörperchen. Im Gegensatz zu den anderen Körperzellen haben die Erythrozyten keinen Zellkern, das heißt, sie sind nicht in der Lage, sich zu teilen, was ihnen nur eine kurze Lebensdauer beschwert. Erythrozyten leben nur 120 Tage, dann werden sie in der Leber und der Milz abgebaut. Trotzdem muss sich keiner Sorgen machen, zu wenig rote Blutkörperchen zu haben, denn im Knochenmark entstehen immer wieder neue Erythrozyten, und zwar drei Millionen jede Sekunde.

    Welche Funktion haben die Erythrozyten?

    Erythrozyten, die roten Blutkörperchen, haben eine lebenswichtige Funktion, denn sie sind dafür zuständig, Sauerstoff auch in den letzten Winkel des Körpers zu transportieren. Diese wichtige Funktion erklärt auch, warum der Mensch so viele dieser mit Hämoglobin gefüllten Zellen hat, denn Männer bringen es im Schnitt auf 5,4 Millionen Erythrozyten, Frauen immerhin noch auf 4,8 Millionen. Würde man die Zellen nebeneinanderlegen, dann wäre die Hälfte eines Fußballfeldes gefüllt. Das Hämoglobin färbt die Erythrozyten rot und da das Hämoglobin den Sauerstoff bindet, kann er so mühelos transportiert werden. Ist der Sauerstoff in einer Zelle verbraucht, dann entsteht Kohlenstoffdioxid und dieses Kohlestoffdioxid wird von den Erythrozyten zurück in die Lunge gebracht und schließlich ausgeatmet.

    Erythrozyten – die roten Blutkörperchen im Blutbild

    Wenn der Arzt ein kleines Blutbild macht, dann werden die Erythrozyten, die roten Blutkörperchen gezählt. Diese Blutuntersuchung wird zum Beispiel vor jeder Narkose gemacht, aber auch beim Verdacht auf bestimmte Krankheiten wird die Anzahl der roten Blutkörperchen bestimmt.

    Die Zahl der Erythrozyten gibt Auskunft über den Verdacht auf:

    • Blutarmut
    • Blutkrebs (Leukämie)
    • Innere Blutungen
    • Erkrankungen der Nieren
    • Starke äußere Blutungen
    • Mangel an Vitaminen
    • Mangel an Sauerstoff

    Sind zu wenig Erythrozyten vorhanden, dann spricht der Arzt von einer Anämie, also von Blutarmut. Schwangere Frauen und auch Kinder haben weniger rote Blutkörperchen, aber hier liegt kein Krankheitsbild vor, anders sieht es bei Erwachsenen aus, denn eine zu geringe Zahl an Erythrozyten deutet auf eine verminderte Blutbildung hin. Eisen- und Vitaminmangel kann die Ursache sein, aber auch wenn eine Funktionsstörung des Knochenmarks vorliegt, dann sinkt die Zahl der Erythrozyten.

    Hoher Blutverlust kann lebensgefährlich sein

    Die Zahl der Erythrozyten kann auch durch einen zu hohen Blutverlust drastisch sinken und das kann sehr schnell Lebensgefahr bedeuten. Das ist immer dann der Fall, wenn bei einem Unfall innere Organe wie die Leber oder die Milz beschädigt werden. Auch eine offene äußere Wunde kann einen hohen Blutverlust bedeuten und muss so schnell wie möglich behandelt werden. Routinemäßig werden bei großen Operationen Blutkonserven gegeben, auch dann sinkt die Zahl der Erythrozyten. Nicht ganz so hoch ist der Blutverlust bei einer Geburt und auch bei Frauen, die ihre Periode haben, sinkt die Zahl der roten Blutkörperchen.

    Was erkennt der Arzt im Blutbild?

    Schon ein kleines Blutbild kann dem Arzt viel über den Gesundheitszustand des Patienten verraten. Wenn die Erythrozyten, die roten Blutkörperchen, in einer zu geringen Zahl vorhanden sind, dann hilft es in vielen Fällen schon, mehr Vitamine zu essen oder ein Eisenpräparat einzunehmen. Sinkt die Zahl aber drastisch ab, dann kann eine Bluttransfusion helfen. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die eine zu hohe Zahl von roten Blutkörperchen haben, in diesem Fall spricht der Arzt von einer sogenannten Polyglobulie. Hier kann ein Aderlass helfen, eine Behandlungsmöglichkeit, die es schon in der Antike gab und die heute noch praktiziert wird. Bleibt die Ursache für eine zu geringe Zahl der roten Blutkörperchen auch nach dem kleinen Blutbild weiterhin unklar, dann muss ein großes Blutbild gemacht werden.

    Erythrozyten, die roten Blutkörperchen, sind lebensnotwendig und wer gesund lebt, der hält die Zahl konstant auf einem guten Wert.

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  • Optimale Hygiene bei Wasserspendern – Keime keine Chance

    Optimale Hygiene bei Wasserspendern – Keime keine Chance

    Vor allem an heißen Sommertagen sind gekühlte Getränke sehr gefragt, und wer schon einmal beim Arzt in einem stickigen Wartezimmer gesessen hat, der weiß ein Glas kühles Wasser mit Sicherheit zu schätzen. Aber nicht nur beim Arzt, auch in der Schule, im Einkaufszentrum, bei der Behörde, im Hotel oder sogar beim Friseur ist ein Wasserspender eine gute Idee, wenn viele wollen sich gerne erfrischen und einen Becher Wasser trinken. Was ist zu beachten, wenn ein Spender für Wasser aufgestellt werden soll und wie sieht es eigentlich mit der Hygiene eines solchen Spenders aus?

    Den richtigen Wasserspender finden

    Wer seinen Kunden, Mitarbeitern oder Patienten Wasser anbieten will, der steht zunächst einmal vor der Frage, welcher Wasserspender der richtige ist. Zur Wahl stehen Spender, die an die Wasserleitung angeschlossen werden und Spender, die mit einem Tank arbeiten. Grundsätzlich gilt, je mehr Menschen frisches Wasser angeboten werden soll, umso mehr lohnt sich ein Spender mit einer Verbindung zum Leitungsnetz. Hält sich die Zahl derer, die das Wasser nutzen, in einem eher geringen Rahmen, dann ist ein Spender mit einem Tank die bessere Entscheidung. Geräte, die einen Tank haben, können auch gemietet werden, das erspart die Kosten für die Anschaffung, zudem bleibt man flexibel und kann den Spender an unterschiedlichen Orten aufstellen.

    Die Vor- und Nachteile der beiden Modelle

    Bei der Wahl des richtigen Modells sollten die Vor- und Nachteile genau gegeneinander abgewogen werden. Für kleine Betriebe kommen Tankspender eher infrage, denn diese Spender können überall aufgestellt werden und sind an keinen festen Platz gebunden. Dazu kommt, dass es keine Anschaffungskosten gibt, da diese Modelle auch gemietet werden können. Nachteilig ist ein höherer Preis pro Liter, außerdem muss es ausreichend Platz geben, um die Wassertanks lagern zu können. Für einen Spender mit Leitungsanschluss spricht ein günstiger Preis pro Liter, auch eine bessere Hygiene ist ein Vorteil für diese Modelle. Zu den Nachteilen gehört neben den hohen Kosten für die Anschaffung auch der feste Standort, der immer in der Nähe eines Wasseranschlusses sein muss.

    Wie hygienisch sind Wasserspender?

    Nicht jeder würde einen Spender für Wasser benutzen, vielen haben Angst, dass diese praktischen Spender unhygienisch sind. Diese Befürchtungen sind aber unbegründet, denn wenn das Gerät regelmäßig und sachkundig gereinigt wird, dann ist eine hohe Belastung mit Krankheitserregern wie zum Beispiel Keimen, so gut wie ausgeschlossen. Zudem besitzen die meisten Spender einen hochwertigen Filter, der eine Belastung durch Keime ausschließt. Trotzdem ist nie ganz auszuschließen, dass das Wasser gesundheitsschädlich sein kann, und dafür gibt es Gründe. Zum einen kann das Leitungswasser verunreinigt sein, mit dem der Spender versorgt wird, oder das Gerät selbst ist nicht ganz so sauber, wie es eigentlich sein sollte. Das Leitungswasser in Deutschland hat eine sehr gute Qualität und unterliegt zudem der Trinkwasserverordnung. Es kann aber auch an den Rohrleitungen liegen, wenn es zu einem Befall durch Keime kommt. Da ein qualitativ hochwertiger Spender für Wasser über einen Filter verfügt, können Kupfer, Blei, Pestizide, Chlor oder auch chemische Abfälle nicht ins Wasser gelangen.

    Immer gut reinigen

    Selbst wenn das Wasser stets sauber und frisch ist, kann es im Spender zu einer Belastung durch Keime kommen, die meist dann entsteht, wenn viele Benutzer mit dem Gerät in Kontakt kommen. Eine gründliche Reinigung und Desinfektion ist daher sehr wichtig, denn nur so kann die Keimbelastung auf Dauer vermieden werden. Wird ein Wasserspender gemietet, dann ist die regelmäßige Reinigung durch einen Wartungsvertrag geregelt und das Gerät wird alle drei bis sechs Monate von Grund auf gereinigt. Bei der Wahl des Spenders sollte man zudem auf eine Zertifizierung der GWCA achten, deren Mitglieder einem strikten Hygienekodex verpflichtet sind.

    Bild: © Depositphotos.com / belchonock