Kategorie: Gesundheit & Krankheit

Gesundheit & Krankheit im Gesundheits-Magazin.net

Die Gesundheit ist bekanntlich das höchste Gut, denn wer gesund ist, der fühlt sich wohl und kann die Anforderungen des Lebens meistern. Es ist nicht allzu schwer, gesund zu bleiben, trotzdem haben in der heutigen Zeit viele Menschen Probleme mit ihrer Gesundheit. Wer gesund bleiben will, der muss sich richtig ernähren, nach Möglichkeit Sport treiben und sollte weder rauchen noch übermäßig Alkohol trinken. Aber es gibt noch vieles mehr, was der Gesundheit nachhaltig schaden kann, denn auch wenn es um die Ernährung geht, dann kann man vieles falsch machen. Zu fettes Essen ist schädlich und auch wenn zu viel Zucker im Spiel ist, dann ist das auf Dauer nicht gesund. Zu wenig frische Luft kann krank machen und wer sich körperlich nicht genug betätigt, der läuft Gefahr, ernsthaft zu erkranken.

Aber nicht nur der Körper, auch die Seele kann krank werden. Es sind die physischen Erkrankungen, die immer mehr zunehmen. In der heutigen Zeit schreiben die Ärzte viele Menschen krank, die sich mental nicht mehr gesund fühlen. Wenn es um Krankschreibungen geht, liegen nach neusten Studien die Erkrankungen der Seele an zweiter Stelle nach den Problemen mit dem Bewegungsapparat. Viele Menschen fühlen sich ausgebrannt, müde, erschöpft und haben Angst nicht mehr die Leistungen zu erbringen, die von ihnen gefordert werden. In der Folge kommt es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und nicht selten führt eine Erkrankung der Seele auch in die Sucht. Alle, die bis ins hohe Alter gesund bleiben wollen, müssen auf ihre Ernährung achten, sich nach Möglichkeit viel bewegen und mental fit bleiben.

  • Syphilis – die „galante“ Krankheit

    Syphilis – die „galante“ Krankheit

    Die Syphilis, die bis heute noch immer als Kavalierskrankheit bezeichnet wird, hat viele Namen und ist bekannt, wie kaum eine andere Krankheit. Franzosenkrankheit, harter Schanker, Lues – das sind nur einige Namen für die Syphilis, gemeint ist aber immer eine Infektionskrankheit, die so gar nichts Galantes hat und die im schlimmsten Fall das zentrale Nervensystem komplett zerstören kann. Mozart soll unter Syphilis gelitten haben und auch der Dichter Hölderlin und der Komponist Franz Schubert. Der Preußenkönig Friedrich II. soll sich schon in seiner Jugend infiziert haben und auch einige französische Herrscher sollen Opfer der Syphilis geworden sein. Heute hat die Krankheit viel von ihrem Schrecken verloren, aber sie birgt nach wie vor Gefahren.

    Was genau ist Syphilis?

    Syphilis ist eine Infektionskrankheit, die durch sexuelle Kontakte übertragen wird und in vier Stadien verläuft. Ausgelöst wird die Krankheit durch Bakterien, die die Schleimhäute befallen. Im ersten Stadium sind deshalb zunächst nur die Schleimhäute betroffen, an denen sich Geschwüre bilden. Im zweiten Stadium schwellen die Lymphknoten an und die Betroffenen verspüren Schmerzen, in den letzten beiden Stadien greifen die Bakterien schließlich das zentrale Nervensystem an und zerstören es. Wenn die Syphilis nicht frühzeitig behandelt und chronisch wird, dann führt sie zum Tod. Was Syphilis so gefährlich macht, das ist die relativ lange Inkubationszeit, die bis zu drei Monate dauern kann. In diesem Zeitraum spüren die Betroffenen nicht und geben die Krankheit unbewusst weiter. In Deutschland erkranken vor allem Männer zwischen 30 und 40 Jahren an Syphilis, und in vier von fünf Fällen fand die Ansteckung durch homosexuelle Kontakte statt. Syphilis ist meldepflichtig, jede Erkrankung muss dem Robert-Koch Institut gemeldet werden.

    Welche Symptome gibt es?

    Wenn das für die Syphilis zuständige Bakterium Treponema pallidum durch Geschlechtsverkehr oder durch küssen übertragen wird, dann zeigen sich nach der Inkubationszeit die ersten Geschwüre in der Mundhöhle, später sind diese Geschwüre auch an dem Lymphknoten zum Beispiel unter den Armen oder am Hals zu sehen. In der Folge treten Veränderungen am Knochenbau und später auch am Herzen auf. Dann befällt das Bakterium die inneren Organe und schließlich das Nervensystem. Unterschieden wird die Krankheit in eine primäre und eine sekundäre Syphilis, es gibt aber auch eine sogenannte latente Form. Ist der Verlauf der Krankheit latent, dann kommt es zu langen Intervallen, in denen die Betroffenen keine Beschwerden haben, bricht die Syphilis dann aber wieder aus, dann ist sie in der Regel schon sehr weit fortgeschritten.

    Ist Syphilis heilbar?

    Syphilis war in den 1990er kaum noch ein Thema. Die meisten Menschen hatten in dieser Zeit Angst vor einer HIV-Infektion und Kondome verhinderten nicht nur eine Ansteckung mit dem HIV-Virus, sondern schützten auch vor Syphilis. Heute hat die Zahl der Erkrankungen wieder stark zugenommen, denn die Hysterie um AIDS ist abgeflaut, die Menschen gehen wieder leichtsinnig mit der Sexualität um. War Syphilis in früheren Zeiten eine Krankheit, die zu einem langsamen und qualvollen Tod führte, so werden heute mit Antibiotika große Erfolge erzielt. Syphilis ist nicht heilbar, wie schwer der Verlauf der Krankheit aber ist, das hängt davon ab, wie schnell sie erkannt wird. Befindet sich die Syphilis in einem frühen Stadium, dann bestehen gute Chancen, dass die Betroffenen ohne Beschwerden ein langes Leben haben. Wird sie aber zu spät diagnostiziert, dann kann sie auch heute noch zum Tod führen.

    Ein sicherer Schutz

    Die einzige Möglichkeit, einer Ansteckung mit Syphilis zu entgehen, heißt Safer Sex, denn Kondome können eine Ansteckung effektiv verhindern. Auch die Wahl der Sexualpraktiken sollte genau überlegt werden, da Syphilis auch durch oralen Sex übertragen werden kann. Es ist ein Mythos, dass nur Männer Syphilis bekommen können, Frauen sind ebenso gefährdet und schwangere Frauen können die Krankheit auch auf ihre ungeborenen Kinder übertragen.

    Bild: © Depositphotos.com / gustavofrazao

  • Schlafmangel nur ein Märchen?

    Schlafmangel nur ein Märchen?

    Einer Studie der University of New Mexico zufolge schläft der moderne Mensch nicht länger als die Naturvölker. Der Schlafmangel der heutigen Gesellschaft scheint den Studienergebnissen zufolge offenbar stellenweise ein Märchen zu sein. Die Studienautoren um den Forscher Gandhi Yetish analysierten das Schlafverhalten dreier Volksgruppen, die wie ihre Vorfahren leben. Untersucht wurden 94 Mitglieder der Naturvölker in einem Zeitraum von rund 1200 Tagen.

    Jäger und Sammler schlafen wenig

    Die Forscher ermittelten bei den drei untersuchten Naturvölkern Hazda (Tansania), San (Namibia) und Tsimanen (Bolivien) eine durchschnittliche Schlafzeit von 6,5 Stunden pro Nacht. Der moderne Schlaf scheint demnach in den Industrieländern eine Verkürzung erfahren zu haben, wie die Wissenschaftler vermuten. Die Wissenschaft war bisher der Ansicht, dass vor allem der Fernseher, das Internet und das elektrische Licht für die verkürzte Schlafzeit des modernen Menschen verantwortlich sei. Vor allem das künstliche Licht wurde als Ursache festgestellt, weil es eine Nacht in einen Tag verwandeln und zu Schlafmangel führen kann.

    Die drei Urvölker richten ihren Tag den Studienergebnissen zufolge nicht nach dem Sonnenuntergang aus. Sie bleiben nach dem Sonnenuntergang durchschnittlich noch drei Stunden auf, bevor sie einschlafen und stehen schon beim ersten Sonnenlicht wieder auf. Die Temperatur hat offenbar einen entscheidenden Einfluss auf ihre Entscheidung, wann sie zu Bett gehen. Bei Hitze legen sie sich schlafen. Wie hoch der Erholungswert des Schlafs der Naturvölker ist, konnte die Studie nicht feststellen und ist ein klarer Schwachpunkt. Leider haben die Studienautoren nicht untersucht, ob die drei Naturvölker weniger Schlaf auf Grund ihrer Lebensweise benötigen im Vergleich zu Menschen, die lange im Büro sitzen oder oft mit dem Auto unterwegs sind.

    Seltene Nickerchen

    Ein Nickerchen hielten die Jäger und Sammler nur wenig. Im Winter schliefen sie nur durchschnittlich an vier Prozent der Tage und in der Sommerzeit hielten sie nur an 22 Prozent der Tage ein Nickerchen. Chronische Schlafstörungen wurden selten festgestellt, da nur sehr wenige Menschen unter den drei Naturvölkern schlecht geschlafen haben. In den Industrieländern leiden Schätzungen nach bis zu zehn Prozent aller Erwachsenen an Schlafstörungen.

    Die Mitglieder der Hazda, San und Tsimanen leben in einer natürlichen Umgebung, die dazu beitragen könnte, dass sie trotz nur 6,5 Stunden Schlaf pro Nacht dennoch gesund leben. Diese Erkenntnis könnte den Forschern zufolge helfen Therapien zu entwickeln mit denen Schlafmangel oder Schlafstörungen behandelt werden könnte. Die Vermeidung störender Einflüsse wie elektrisches Licht, nächtliches Computerspielen und Surfen im Netz habe positive Auswirkungen auf den Schlaf, weil dadurch einem Schlafmangel vorgebeugt werden könnte.

    Folgen von Schlafmangel

    In unserer modernen Gesellschaft kann sich Schlafmangel trotz den Ergebnissen, der hier vorgestellten Studie, dennoch negativ auf die Gesundheit auswirken. Bei einem anhaltenden Schlafmangel kann ein Schlaganfall die Folge sein oder es können Krankheiten wie Alzheimer, Demenz und Herzkrankheiten früher auftreten. Vor allem Jugendliche sind verstärkt vom Schlafmangel betroffen und dies führt zu erheblichen Konsequenzen, die Auswirkungen auf ihr Leben haben. Als Ursache für den Schlafmangel bei Teenagern sind besonders Computerspiele, die nächtliche Aktivität in sozialen Netzwerken und Partys verantwortlich.

    Bild: © Depositphotos.com / SIphotography

  • Sterberisiko steigt durch Stehen und Sitzen

    Sterberisiko steigt durch Stehen und Sitzen

    Nach einer umfassenden Studie der University of Exeter kann Stehen wie Sitzen zu einer Erhöhung des Sterberisikos und Krankheitsrisikos führen. Im Rahmen der Studie wurden 1412 Frauen und 3720 Männer untersucht. Die Daten der Studienteilnehmer entstammten der Kohortenstudie Whitehall II, die über 16 Jahre lief und insgesamt 5100 Teilnehmer zählte. Die Studie endete am 31.Juli 2014.

    Sitzzeit erfasst

    Die Männer und Frauen mussten ihre wöchentliche Sitzzeit aufschreiben und angeben wie viel Zeit sie in der Woche einer mittelschweren bis kräftigen Aktivität nachgingen. Die Probanden waren 35 bis 55 Jahre alt und mussten auch ihre tägliche Gehzeit in einem Fragebogen niederschreiben. Die Lebensgewohnheiten und der Gesundheitszustand wurden seit dem Jahr 1985 aufgezeichnet. In der Zeit der Studie verstarben 450 Teilnehmer, deren Todesursache aber weder mit Sitzen noch Stehen in Verbindung gebracht werden konnte. Zahlreiche Studienteilnehmer standen durchschnittlich 43 Minuten länger auf ihren Beinen als der Durchschnitt der Briten.

    Basierend auf dem Studienergebnis kann Bewegung die Gesundheit davor schützen durch zuviel Sitzen Schaden zu nehmen. Wie der Mediziner Dr. Hillsdon berichtete, der die Studie begleitete, seien alle ruhenden Positionen mit einem zu niedrigen Energieverbrauch negativ für die Gesundheit.

    Sitzen beeinflusst Stoffwechsel

    Wie die Forscher herausfanden, kann sich der Stoffwechsel des Menschen ändern je nachdem ob er geht, sitzt oder steht. Das Studienergebnis konnte nicht genau feststellen wie stark sich ein zu langes Stehen oder Sitzen auf den Stoffwechselprozess des Körpers auswirken kann. Eine weitere Forschung soll ergründen, ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen einem zu langen Sitzen oder Stehen und Diabetes Typ-2 bzw. Herzkrankheiten besteht.

    Bewegung positiv für die Gesundheit

    Die Studienautoren empfehlen auf Grund ihrer Erkenntnisse aus der Studie eine regelmäßige Bewegung, um das Risiko eine Herzkrankheit oder Diabetes Typ-2 zu erleiden zu vermindern. Das Sterberisiko könne durch körperliche Aktivität ebenfalls auf ein Minimum begrenzt werden. Als Beispiele für Bewegungen wurde das Treppensteigen, Spaziergänge, Gehen und Aufstehen genannt.

    Vor allem Büroberufe sind von einer zu langen Sitzzeit betroffen. Je länger jemand sitzt desto höher kann das Krankheitsrisiko sein oder im schlimmsten Fall ein früher Tod die Folge sein. Wer sich zu wenig bewegt, kann übergewichtig oder fettleibig werden und als Folge an Diabetes Typ-2 oder einer Herzkrankheit erkranken. Ein zu langes Sitzen kann zu Fehlhaltungen führen und auf Dauer ungesund für den Körper sein. In der Mittagspause empfiehlt sich nach einem stundenlangen Sitzen oder Stehen ein Spaziergang an der frischen Luft. Alternativ können kleine Fitnessübungen am Schreibtisch helfen die Folgen von zu langem Sitzen abzumildern. Kleine Fitnessübungen können Kniebeugen, Streckübungen oder der Hampelmann sein. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt eine körperliche Aktivität von mindestens einer Stunde täglich und ist auch ratsam, weil bei zu wenig Bewegung das Krankheitsrisiko steigen kann.

    Die Teilnahme an Fitnesskursen wird von Krankenkassen auf Antrag bezuschusst und kann hilft dabei in Bewegung zu bleiben. Jeder Mensch hat Freude an einer bestimmten Sportart und diese sollte regelmäßig ausgeführt werden.

    Bild: © Depositphotos.com / .shock

  • Frische Luft hilft bei Heiserkeit

    Frische Luft hilft bei Heiserkeit

    Die kühle Jahreszeit beginnt und löst bei vielen Menschen eine Heiserkeit aus. Die Folgen sind eine kratzige Stimme und Halsschmerzen. Wer erkältet ist, spricht oft mit einer leisen heiseren Stimme und der Grund dafür sind die gereizten Stimmbänder. Der Kehlkopf schwillt an, weil der Körper gegen die Virusinfektion kämpft und führt zur Heiserkeit.

    Heiserkeit vorbeugen

    Gegen Heiserkeit helfen vorbeugende Maßnahmen. Die Viren, welche eine Grippe oder Husten auslösen können, schwirren in der Luft umher. Wer regelmäßig an die frische Luft geht, der beugt vor und stärkt die Abwehrkräfte des Körpers. Auf Fahrten in Bussen oder Bahnen sollte, soweit es geht, verzichtet werden. In geschlossenen Räumen ist die Gefahr am höchsten an einer Virusinfektion zu erkranken. Wer gerne raucht, sollte aufhören, da das Rauchen den Körper und besonders die Lungen negativ belastet.

    In der Mittagspause einen Spaziergang an frischer Luft zu unternehmen, befreit den Geist und sorgt für eine Stärkung des Immunsystems. Eine gesunde Ernährung, bestehend aus dem regelmäßigen Genuss von Obst, hat positive Auswirkungen auf die Abwehrkräfte und kann im besten Fall weniger schnell erkranken als die Mitmenschen.

    Verhalten bei Erkältung

    Eine Erkältung kann jemanden trotz aller vorbeugenden Maßnahmen dennoch erwischen und dann ist es wichtig sich richtig zu verhalten. Die körperlichen Signale sollten unbedingt beachtet und starke Anstrengungen vermieden werden. Die Stimmbänder müssen bei Heiserkeit geschont werden. In diesem Fall ist weniger sprechen angesagt, um den Körper bei der Heilung zu unterstützen. Die Einnahme von Medikamenten birgt die Gefahr in sich, dass die Wirkstoffe die Signale des Körpers ausblenden und zu einem falschen Verhalten führen kann.

    Sehr wirksam ist Wasserdampf, der eingeatmet wird und den Kehlkopf mit Wärme sowie Luftfeuchtigkeit unterstützt. Die Wärme und Luftfeuchtigkeit helfen dabei, dass der angeschwellte Kehlkopf schneller kleiner wird und die Heiserkeit langsam aber sicher verschwindet. Bei Bedarf kann das Wasser mit Salbei oder Salz angereichert werden. Hilfreich bei der Heilung ist viel Flüssigkeit und das Gurgeln mit Wasser. Gegen die Heiserkeit konnte die Forschung trotz modernster Technik bis heute kein Allheilmittel entwickeln.

    Wer die Tipps befolgt, der wird seine Heiserkeit schnell besiegt haben und kann dann wieder im vollen Umfang am Leben teilhaben. Sportliche Aktivitäten können nach der Heilung schrittweise wiederaufgenommen werden, statt sofort 100 Prozent zu geben.

    Die Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen und sollte unbedingt behütet werden. Eine Heiserkeit kann neben einer Erkältung auch durch falschen Stimmgebrauch, Entzündung, Krebs, Lähmung des Kehlkopfes, Bakterien und seelischen Faktoren ausgelöst werden.

    Bei einer seelischen Ursache empfiehlt sich der Besuch eines Heilpraktikers oder Psychologen, um den genauen Grund für die Heiserkeit herausfinden zu können. Als psychische Ursachen kommen Stress, Angst, Depressionen und Nervosität in Frage.

    Die Konsultation eines Arztes ist bei einer länger andauernden heiseren Stimme generell zu empfehlen. Bis es ein Heilmittel gegen Heiserkeit geben wird, dürfte es noch ein paar Jahre dauern.

    Bild: © Depositphotos.com / stokkete

  • Seelisch Kranke werden nach wie vor ausgrenzt

    Seelisch Kranke werden nach wie vor ausgrenzt

    Körperlich kranke Menschen bekommen Mitleid, Menschen, deren Seele krank ist, werden bestenfalls belächelt und hinter vorgehaltener Hand für verrückt erklärt. Beinahe jeder Dritte leidet zumindest einmal in seinem Leben an einer psychisch bedingten Krankheit, aber bis heute werden diese Menschen oftmals unwürdig behandelt. Das geht aus einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO zum Tag der seelischen Gesundheit hervor. Die WHO hat einen Appell gestartet, in dem sie dazu aufruft, seelisch kranke Menschen nicht länger zu stigmatisieren und auszugrenzen.

    Mehr Aufklärung

    Den Tag der seelischen Gesundheit gibt es seit 1992, ins Leben gerufen wurde er von der World Federation for Mental Health, kurz WFMH. Diese Organisation gibt es bereits seit 1948 und sie setzt sich seitdem für Menschen ein, die aufgrund einer seelischen Erkrankung in vielen Bereichen des täglichen Lebens beleidigt, benachteiligt oder sogar drangsaliert werden. Die WFMH will zusammen mit der WHO erreichen, dass Menschen, die zum Beispiel unter Depressionen leiden, nicht länger ausgegrenzt und nicht mehr sozial benachteiligt werden. Die Organisation kämpft für mehr Aufklärung, damit es weniger Vorurteile gegenüber Menschen mit seelischen Erkrankungen gibt.

    Angemessene Behandlung für seelisch Kranke

    Die Ausgrenzung von psychisch Kranken findet in vielen Bereichen des Lebens statt. So dürfen diejenigen, die schon einmal wegen einer seelischen Erkrankung in Behandlung waren, keinen Jagdschein machen und auch nicht mehr als Polizeibeamte arbeiten. Die WFMH und auch die WHO setzen sich nicht erst seit gestern dafür ein, dass diese Menschen in ihrer Berufswahl nicht benachteiligt werden dürfen, nur weil sie schon einmal wegen eines seelischen Leidens ambulant oder stationär behandelt worden sind. Sie sollten die gleichen Chancen wie alle anderen Menschen  haben, denn auch sie haben ein Anrecht darauf, angemessen behandelt zu werden.

    Eigenständige Menschen

    Dass immer noch viele Menschen, die seelisch krank sind oder waren, in vielen Dingen nicht mehr als eigenständige Personen behandelt werden, auch darauf sollen die geplanten Aktionen der WHO und der WFMH aufmerksam machen. Viele Menschen, die schon einmal seelisch krank waren, beklagen zum Beispiel, dass sie bei den Ärzten und Behörden nicht als selbstständige denkende Menschen behandelt werden und oftmals als verrückt abgestempelt werden. Nicht selten führt diese Haltung die Betroffenen dann in die soziale Isolation, sie verlieren an Selbstwertgefühl und werden letztendlich auch wieder krank.

    Die gleiche Behandlung

    Die WHO und die WFMH fordern, dass seelisch Kranke genauso behandelt werden wie diejenigen, die körperlich krank sind. Das gilt aber nicht nur für das tägliche Leben und den Beruf, sondern vor allen Dingen auch für die soziale, die medizinische und die rechtliche Behandlung. Die WHO will mit ihrem Appell aber nicht nur auf die Situation der psychisch Kranken aufmerksam machen, sie will auch darüber aufklären, wie sich Erkrankungen der Seele verhindern lassen und welche Vorbeugemaßnahmen in Hinsicht auf diese Erkrankungen getroffen werden können.

    Bild: © Depositphotos.com / photographee.eu

  • Thrombose – Risikofaktor Antibabypille

    Thrombose – Risikofaktor Antibabypille

    Eine neue Studie, die von der TKK, der Techniker Krankenkasse in Auftrag gegeben wurde, sorgt für Aufregung und Sorge, denn diese Studie hat Risiken und Nutzen der neuen Antibabypillen genau untersucht. Die Ergebnisse sind besorgniserregend, denn die neueren Präparate stellen ein hohes Risiko für eine Thrombose dar. Dass die Pille Nebenwirkungen hat, das ist schon bekannt, seit es das sichere Verhütungsmittel gibt, aber dass die Zusammensetzung eine so gravierende Rolle spielt, das wurde erst jetzt durch die Studie klar, die der Bremer Gesundheitswissenschaftler Gerd Glaeske im Auftrag der TKK erstellt hat.

    Die Pille der dritten Generation

    Es sind die neuen Pillen, die sogenannten Antibabypillen der dritten Generation, die das Risiko, eine Thrombose zu bekommen, erheblich größer machen, als das bei den Vorgängerpräparaten der Fall war. Die Studie spricht von neun bis zwölf Embolien pro 10.000 Frauen im Jahr. Damit stellen die neuen Pillen ein zweimal so großes Risiko für eine Thrombose dar, im Unterschied zu den Pillen der ersten und zweiten Generation. Auch die Pillen der zukünftigen vierten Generation stellen ein ähnlich hohes Risiko dar, eine lebensgefährliche Thrombose zu bekommen.

    Thrombose Kritik an den Herstellern

    Junge Frauen, die nicht übergewichtig sind und nicht rauchen, galten in der Vergangenheit nicht als Risikopatientinnen. Das hat sich jetzt geändert, denn auch Frauen, die gesund leben, laufen Gefahr eine Thrombose zu bekommen. Kritik übt die Studie vor allem an den Herstellern, die ihre Antibabypillen wie ein Must-have bewerben und nicht müde werden, die Vorzüge der Verhütungsmittel in den Vordergrund zu stellen. So wird zum Beispiel in den sozialen Netzwerken wie Facebook ganz gezielt für die Pille als Mittel für die Schönheit geworben. Die Pharmaunternehmen werben für die Pille, jedoch informieren sie nur unzureichend über die Risiken, wie eine Thrombose.

    Die Warnungen der Behörden

    Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte warnt schon seit einiger Zeit vor einem Thromboserisiko besonders bei Frauen, die die Pille zum ersten Mal nehmen oder die unter 30 Jahre alt sind. Für diese Frauen ist es sinnvoller und vor allen Dingen auch ungefährlicher, eine Pille der ersten oder zweiten Generation zu nehmen, die ebenso gut und sicher verhüten, wie die neuen Antibabypillen. Auch Frauen, die rauchen oder Übergewicht haben, sollten beim Arzt um ein Rezept für eine der älteren Pillen bitten, denn sie sind besonders gefährdet.

    Neu ist nicht immer besser

    Nur weil die Pille neu ist und beworben wird, heißt das noch lange nicht, dass sie auch besser ist. Von den sieben Millionen Frauen, die in Deutschland die Pille regelmäßig nehmen, geben immer mehr als Grund für die Einnahme an, dass sie sich von der Pille weniger Pickel, eine schönere Haut und glänzenderes Haar versprechen. Dass die Pille eigentlich ein Mittel gegen eine ungewollte Schwangerschaft ist, das hat heute keine Priorität mehr.

    Bild: © Depositphotos.com / ginasanders