Kategorie: Gesundheit & Krankheit

Gesundheit & Krankheit im Gesundheits-Magazin.net

Die Gesundheit ist bekanntlich das höchste Gut, denn wer gesund ist, der fühlt sich wohl und kann die Anforderungen des Lebens meistern. Es ist nicht allzu schwer, gesund zu bleiben, trotzdem haben in der heutigen Zeit viele Menschen Probleme mit ihrer Gesundheit. Wer gesund bleiben will, der muss sich richtig ernähren, nach Möglichkeit Sport treiben und sollte weder rauchen noch übermäßig Alkohol trinken. Aber es gibt noch vieles mehr, was der Gesundheit nachhaltig schaden kann, denn auch wenn es um die Ernährung geht, dann kann man vieles falsch machen. Zu fettes Essen ist schädlich und auch wenn zu viel Zucker im Spiel ist, dann ist das auf Dauer nicht gesund. Zu wenig frische Luft kann krank machen und wer sich körperlich nicht genug betätigt, der läuft Gefahr, ernsthaft zu erkranken.

Aber nicht nur der Körper, auch die Seele kann krank werden. Es sind die physischen Erkrankungen, die immer mehr zunehmen. In der heutigen Zeit schreiben die Ärzte viele Menschen krank, die sich mental nicht mehr gesund fühlen. Wenn es um Krankschreibungen geht, liegen nach neusten Studien die Erkrankungen der Seele an zweiter Stelle nach den Problemen mit dem Bewegungsapparat. Viele Menschen fühlen sich ausgebrannt, müde, erschöpft und haben Angst nicht mehr die Leistungen zu erbringen, die von ihnen gefordert werden. In der Folge kommt es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und nicht selten führt eine Erkrankung der Seele auch in die Sucht. Alle, die bis ins hohe Alter gesund bleiben wollen, müssen auf ihre Ernährung achten, sich nach Möglichkeit viel bewegen und mental fit bleiben.

  • Nabelbruch – Risiken, Symptome, Therapie

    Nabelbruch – Risiken, Symptome, Therapie

    Auch wenn ein Nabelbruch nur wenig Schmerzen verursacht, muss er unter Umständen doch operiert werden. Während der Nabelbruch bei Säuglingen schnell und gut behandelt werden kann, ist ein Nabelbruch bei erwachsenen Menschen ein größeres Problem. Von Geburt an ist der Nabel so etwas wie die Schwachstelle des Körpers und es sind oftmals kleine Ursachen, die zu einem Nabelbruch oder zu einer Nabelhernie führen können. Schweres Heben, ruckartiges Aufstehen oder auch zu starkes Recken kann dazu führen, dass die sogenannte Bruchpforte bricht.

    Was versteht man unter einem Nabelbruch?

    Wer eine kleine Beule neben oder unter dem Nabel hat und vielleicht einen leicht ziehenden Schmerz spürt, der könnte einen Nabelbruch haben. Bei einem Nabelbruch handelt es sich um eine Ausstülpung des Gewebes am Nabel, den sogenannten Nabelsack. Dieser Nabelsack ist die große Schwachstelle, denn er verursacht bei einem Nabelbruch eine Lücke in der Bauchwand, es entsteht die Bruchpforte. Was das Ganze problematisch macht, ist die Tatsache, dass diese Ausstülpung unter Umständen die Eingeweide des Bauchs, wie zum Beispiel Darmschlingen enthalten kann. Ist das der Fall, dann sprechen Ärzte von einem Bruchsackinhalt.

    Wie entsteht ein Nabelbruch?

    Wenn das Kind noch im Mutterleib ist, dann hat das ungeborene Kind im Bereich seines Nabels einen Ansatz, an dem die Nabelschnur praktisch andockt. Dieser Bereich ist eine Schwachstelle in der Bauchwand, die auch nach der Geburt bestehen bleibt. Ein Nabelbruch entsteht immer dann, wenn auf den Bauchraum großer Druck aufgebaut wird, wie das beispielsweise beim Heben von schweren Gegenständen der Fall ist. Aber auch bei Übergewicht oder in der Schwangerschaft, wenn die Bauchwand großen Belastungen ausgesetzt ist, kann es zu einem Nabelbruch kommen. Es gibt jedoch noch andere Ursachen, wie beispielsweise eine erbliche Veranlagung, denn wenn es in der Familie eine Neigung zur Bindegewebeschwäche gibt, dann ist ein Nabelbruch keine Seltenheit.

    Welche Symptome gibt es?

    Da ein Nabelbruch kaum Schmerzen verursacht, bemerken viele ihn nicht. Ein Nabelbruch ist aber sichtbar, denn am Nabel zeigt sich eine kleine Wölbung. Wenn sich der Bauchnabel hingegen bläulich verfärbt oder wenn ein ziehender Schmerz einsetzt, dann ist das ein deutliches Zeichen, dass der Bruchsackinhalt eingeklemmt ist. Sollte das der Fall sein, muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden, denn meist handelt es sich um eingeklemmtes Darmgewebe und das kann die Durchblutung beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall kann es sogar passieren, dass der Darm abstirbt. Das zieht weitere gesundheitliche Folgen nach sich und kann unter ungünstigen Umständen sogar lebensgefährlich werden. Ein eingeklemmter Nabelbruch muss sofort operiert werden, allerdings kommt ein solch gefährlicher Nabelbruch nur in drei bis fünf Prozent aller Nabelbrüche vor.

    Die Diagnose Nabelbruch

    Der Arzt diagnostiziert einen Nabelbruch meist durch einen Tastbefund, denn die Bruchpforte in der Bauchwand lässt sich bei den meisten Patienten schnell und einfach ertasten. Hat der Nabelbruch aber ein größeres Ausmaß, und wenn der Verdacht besteht, dass Gewebe eingeklemmt ist, dann kann eine Untersuchung mit dem Ultraschallgerät für Klarheit sorgen.

    Welche Therapie kommt infrage?

    Während sich bei kleinen Kindern der Nabelbruch meist wieder von alleine zurückbildet, muss bei einem erwachsenen Patienten nicht selten operiert werden. Wie umfangreich die Operation ist, das hängt von der Größe des Bruchs ab. Während der OP öffnet der Chirurg mit einem bogenförmigen Schnitt die Bauchwand im Bereich des Nabels und verlagert dann den Inhalt des Bruchsacks wieder in den Bauchraum zurück und ist der Bruchsack groß, dann wird der Arzt ihn verkleinern. Bei kleineren Nabelbrüchen wird die Bruchpforte in der Regel direkt wieder vernäht, wenn der Nabelbruch aber größer als zwei Zentimeter ist, dann wird ein Netz aus Kunststoff unter die Bauchwand genäht, um die Bauchdecke zu stützen und sie auf Dauer auch zu stabilisieren, um sie vor weiteren Brüchen zu schützen.

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  • Blut im Stuhl – nicht immer ein Alarmsignal

    Blut im Stuhl – nicht immer ein Alarmsignal

    Der Darm ist eine der empfindlichsten Regionen des Körpers, und nicht umsonst heißt es: Wenn der Darm gesund ist, dann ist der Mensch gesund. Wenn es zu Veränderungen im Darmbereich kommt, dann empfinden die meisten Menschen das als störend, alarmierend ist es aber, wenn sich Blut im Stuhlgang befindet. Blut im Stuhl kann viele Ursachen haben, die Palette der möglichen Erkrankungen reicht hier von Fisteln und Hämorriden über Risse im After bis hin zum Krebs. Wer Probleme mit dem Darm oder sogar Blut im Stuhl hat, der sollte das nicht auf die lange Bank schieben, sondern so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen.

    Blut im Stuhl – Meistens harmlos

    Selbst wenn Blut im Stuhl immer beunruhigend ist, zum größten Teil sind die Erkrankungen harmlos, die sich dahinter verbergen. Durchfallerkrankungen mit Erregern, die den Dünndarm und den Dickdarm quälen, treten häufig auf und während einer Darminfektion kann es auch zu Blut im Stuhl kommen. In der Regel klingen die Beschwerden meist nach wenigen Tagen von selbst wieder ab und auch die Blutungen hören wieder auf. Hämorriden sorgen ebenfalls für Blut im Stuhl, und auch hier gibt es keinen Grund zur Sorge, denn Hämorriden lassen sich heute gut medikamentös behandeln. Vor allem wer über 50 ist, der ist häufig von Hämorriden betroffen, denn in diesem Alter hat jeder Zweite diese Beschwerden. Harmlos ist in der Regel auch ein Riss im After, der ebenfalls für Blutungen beim Stuhlgang sorgt.

    Mit den Jahren steigt die Gefahr

    Darmbeschwerden treten bei jungen Menschen eher selten auf, betroffen sind davon vielmehr ältere Menschen. Mit dem Lebensalter steigt leider auch die Gefahr, dass es zum Beispiel zu Ausstülpungen im Darm, einem sogenannten Divertikel kommt, und auch Geschwüre, die sowohl im Bereich des Dick- oder Dünndarms auftreten, sind mit zunehmendem Alter keine Seltenheit. Diese Geschwüre sorgen ebenfalls für Blut im Stuhl, bei älteren Menschen steigt jedoch die Gefahr, dass die Geschwüre bösartig sind.

    Selten im Dünndarm

    In den meisten Fällen treten Blutungen im Darmbereich im Dick- oder im Mastdarm auf, der Dünndarm ist eher selten betroffen. Kommt es zu Blut im Stuhl und es handelt sich um den Dickdarm, dann kann daran zum Beispiel eine Veränderung in den Blutgefäßen schuld sein. Bei Frauen kommt es häufig zu einer Endometriose, die ebenfalls für Darmblutungen sorgt und bei der der Dünndarm betroffen ist. Darmpolypen sind eine Ursache für Blut im Stuhl und auch eine Invagination, eine Einstülpung des Dünndarms, kann Blut im Stuhl verursachen und muss behandelt werden.

    Blut im Stuhl – Die Diagnosemöglichkeiten

    Um der Ursache für Blut im Stuhl auf den Grund gehen zu können, macht der Arzt eine Koloskopie, eine Darmspiegelung. Vor dieser Untersuchung haben die meisten Menschen Angst, aber diese Angst ist unbegründet, denn eine Darmspiegelung wird auf Wunsch auch unter einer leichten Vollnarkose durchgeführt. Dazu muss der Patient allerdings für mindestens zwei Tage stationär ins Krankenhaus, denn vor der Spiegelung muss der Darm gründlich entleert werden. Wenn die Narkose ausgeschlafen wurde, dann geht es am nächsten Tag schon wieder nach Hause.

    Vorsorge ist immer vernünftig

    Wer über 55 Jahre alt ist, der sollte die Möglichkeit nutzen und einmal im Jahr eine Vorsorgeuntersuchung des Darms machen lassen. Diese Untersuchung wird von den Krankenkassen bezahlt und sie ist wichtig, denn auf diese Weise kann Darmkrebs schon in einem frühen Stadium erkannt werden. Wird der Krebs rechtzeitig erkannt, dann bestehen gute Chancen auf eine vollständige Genesung. Aber auch eine gesunde, abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist eine gute Vorsorge gegen den Darmkrebs. Die Ernährung sollte ballaststoffreich sein, denn das macht dem Darm die tägliche Arbeit leichter. Wenn es trotzdem zu Blut im Stuhl kommt, dann kann es vielleicht sogar lebenswichtig sein, schnell einen Arzt aufzusuchen.

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  • Das Broken-Heart-Syndrom – wenn das Herz im Stress ist

    Das Broken-Heart-Syndrom – wenn das Herz im Stress ist

    Wie eng die Psyche und der Körper miteinander verbunden sind, das zeigt sich sehr deutlich besonders am sogenannten Broken-Heart-Syndrom. Vom Syndrom des gebrochenen Herzens wird immer wieder im Zusammenhang mit Liebeskummer gesprochen, aber das Broken-Heart-Syndrom tritt nicht nur dann auf, wenn eine Liebe unglücklich verläuft, es kann auch bei großem Stress, bei extremer Angst und auch bei Trauer zum Broken-Heart-Syndrom kommen. Nicht selten wird das Broken-Heart-Syndrom aber auch mit dem sehr viel gefährlichen Herzinfarkt verwechselt, da die Symptome ähnlich sind, und meist kann erst ein EKG Aufschluss genau darüber Auskunft geben, um was es sich handelt.

    Das EKG bringt Klarheit

    Die Symptome ähneln sich, denn wie bei einem Herzinfarkt, so fühlen auch diejenigen, die ein Broken-Heart-Syndrom erleiden, quälende Schmerzen in der Brust, sie haben starke Probleme mit der Atmung und bekommen Todesangst. Erst beim EKG kann der Arzt sehen, ob es ein Broken-Heart-Syndrom oder tatsächlich ein Herzinfarkt ist. Bei einem Broken-Heart-Syndrom schlägt das Herz in der Spitze mit verminderter Leistung und die Form der linken Herzkammer ist verändert, anders als das bei einem Infarkt der Fall ist. In der Regel sieht der Arzt diese Veränderungen schon beim EKG oder bei einer Ultraschalluntersuchung, wenn der Befund aber nicht eindeutig ist, dann kann eine letztendlich nur eine Herzkatheteruntersuchung Klarheit bringen.

    Broken-Heart-Syndrom – Eine Überflutung des Herzmuskels

    Ärzte sprechen beim Broken-Heart-Syndrom auch von Stress-Kardiomyopathie, denn Stress ist einer der Hauptgründe, warum es überhaupt zu diesem Syndrom kommt. Forscher vermuten, dass eine extreme psychische oder körperliche Belastung das Broken-Heart-Syndrom auslösen kann, wenn zum Beispiel das vegetative Nervensystem zu stark aktiviert wird. Das führt dann zu einer Überreizung der Herzwand, und das besonders in der Nähe der Herzspitze. Zudem werden massiv Stresshormone ins Blut abgegeben und das einströmende Kalzium in den Zellen sorgt schließlich für eine Verkrampfung des Herzmuskels, was dann zu heftigen Schmerzen und zu Luftnot führt. Kein anderes akutes Krankheitsbild zeigt in dieser Deutlichkeit, wie eng doch Körper und Seele miteinander verbunden sind.

    Ältere Frauen sind besonders gefährdet

    Das Broken-Heart-Syndrom trifft meist ältere Frauen, die die Menopause bereits hinter sich haben und die durch einen schweren Schicksalsschlag, wie zum Beispiel durch den Tod des Ehemanns, starken psychischen Belastungen und Stress ausgesetzt sind. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen junge Frauen nach einem heftigen Streit mit dem Partner mit dem Broken-Heart-Syndrom in die Notaufnahme eingeliefert wurden. Aber es gibt noch andere Gründe für eine Stress-Myokardiopathie, beispielsweise die Angst vor einen großen operativen Eingriff oder die Diagnose Krebs, sogar vor einem Besuch beim Zahnarzt kann es zum Broken-Heart-Syndrom kommen.

    Wie wird ein Broken-Heart-Syndrom behandelt?

    Bei ca. zwei Prozent der Patienten, die mit einem Verdacht auf Herzinfarkt in die Klinik kommen, handelt es sich nach einer genauen Untersuchung um das Broken-Heart-Syndrom. Die Dunkelziffer dürfte aber weitaus höher sein, weil das Syndrom nicht immer erkannt wird. Eine gründliche Untersuchung ist jedoch für die richtige Therapie entscheidend. Bei einem Herzinfarkt müssen die Ärzte ein Gerinnsel behandeln, das den Blutfluss blockiert, bei der Behandlung des Broken-Heart-Syndroms geht es aber darum, die Stresshormone zu bekämpfen, die außer Kontrolle geraten sind. In der Regel werden Betablocker gegeben, die das Herz beruhigen sollen, aber auch die Behandlung mit einem Beruhigungsmittel erzielt meist den gewünschten Erfolg. Die Betroffenen werden zudem einige Tage auf der Intensivstation überwacht, denn es besteht immer die Gefahr, dass die Patienten in einen Schockzustand rutschen, dass der Kreislauf zusammenbricht und dass es zu einem Multiorganversagen kommt.

    Das Broken-Heart-Syndrom verursacht anders als ein akuter Herzinfarkt, keine bleibenden Schäden bei den Patienten, in der Regel erholen sie sich sehr schnell wieder. Wenn das EKG unauffällig bleibt, dann besteht keine Gefahr mehr und die Patienten können nach Hause entlassen werden.

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  • Lipödem – die unschönen Reiterhosen

    Lipödem – die unschönen Reiterhosen

    Es gibt Figurprobleme, über die sich Männer keine Gedanken machen müssen. Zu diesen Problemen gehört auch das sogenannte Lipödem, eine Fettablagerung, die nur Frauen betrifft. Vielen kennen das Lipödem unter seinem umgangssprachlichen Namen Reiterhosen oder auch Säulenbeine, denn ein Lipödem betrifft in den meisten Fällen nur die untere Körperhälfte. Wenn die Beine am Abend anschwellen, dann ist das noch kein Grund zur Besorgnis, aber wenn die Schwellung auch nach Tagen nicht zurückgeht, dann kann es sich um ein Lipödem handeln. In diesem Fall ist es immer eine gute Idee, einen Arzt aufzusuchen.

    Was genau ist ein Lipödem?

    Lipödeme entstehen immer dann, wenn es zu einer Störung im Fetthaushalt des Körpers kommt. Das Fett sammelt sich im Unterhautgewebe und bringt die Beine dazu, anzuschwellen. Ist die Krankheit schon in einem fortgeschrittenen Stadium, dann weitet sich das Fettgewebe unter der Haut immer mehr aus und die Schwellungen nehmen zu. In der Regel sind die Oberschenkel, aber auch die Hüften, der Po und auch die Innenseiten der Knie betroffen. Später können auch die Unterschenkel und die Fußgelenke dazu kommen, und die Beine erinnern in ihrer Form an Säulen. Ist ein Lipödem sehr ausgeprägt, dann zeigen sich unschönen Schwellungen auch an den Oberarmen und an den Handrücken. Typisch für ein Lipödem ist ein schlanker Oberkörper, der die Beine optisch noch unförmiger macht.

    Die Ursachen für Lipödeme

    Warum es genau zu Lipödemen kommt, das ist bis heute nicht restlos geklärt. Eine Ursache kann eine genetische Veranlagung sein, aber auch hormonelle Auslöser sind möglich. Die Vermutung, dass es sich um eine Veränderung im Hormonhaushalt handeln könnte, liegt nahe, denn es sind viel Frauen in den Wechseljahren, in der Pubertät oder auch nach einer Schwangerschaft betroffen. Selbst wenn sich die Behauptung hartnäckig hält, dass Lipödeme durch Übergewicht entstehen, Übergewicht gehört definitiv nicht zu den Verursachern. Es stimmt jedoch, dass die Krankheit durch ein zu hohes Gewicht negativ beeinflusst wird. Auch wenn Männer sehr selten mit einem Lipödem zu kämpfen haben, durch eine Hormontherapie oder wenn es zu einer Schädigung der Leber kommt, dann kann es passieren, dass sich Reiterhosen auch bei Männern bilden.

    Die Diagnose Lipödem

    Der Arzt kann die Diagnose Lipödem relativ schnell anhand eines Tast- und Sichtbefundes stellen, auch die Krankengeschichte des Patienten gibt darüber Auskunft. Um festzustellen, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist, kann ein Ultraschall sehr hilfreich sein. Auch wenn die Symptome meist gut sichtbar sind, hinter einem vermeintlichen Lipödem kann auch eine andere Krankheit stecken, zum Beispiel Adipositas (Fettleibigkeit), ein Lymphödem (Wassereinlagerung) oder eine vergleichsweise harmlose Fettansammlung, eine Lipohypertrophie.

    Ist ein Lipödem heilbar?

    Lipödeme sind nicht heilbar, im Verlauf kann die Krankheit sich aber deutlich verschlimmern. Das ist häufig der Fall, wenn das Ödem nicht behandelt wird. Im ersten Stadium bilden sich die Fettpolster besonders an den Hüften, an den Oberschenkeln und auch an der Innenseite des Knies. Die Haut wird dann feinknotig und es entsteht eine Orangenhaut. Im nächsten Stadium wird die Haut dann grobknotig, es bilden sich Dellen und es kommt zum sogenannten „Matratzenphänomen“. Im dritten Stadium zeigen sich schließlich große Hautlappen und Hautwülste. In diesem Stadium kann ein Lipödem auch bis zu den Fußknöcheln reichen und diese sogar überlappen, es entsteht das Säulenbein.

    Wie wird ein Lipödem behandelt?

    Um ein Lipödem behandelt zu können, muss die Krankheit früh erkannt werden. Ein bewährtes Mittel ist die Entstauungstherapie und auch das Tragen von Kompressionsstrümpfen und Verbänden kann eine Erleichterung bringen. Auf diese Weise lässt sich das Ödem reduzieren, ganz verschwinden wird es aber nicht. Gute Erfolge können auch mit einer manuellen Lymphdrainage erzielt werden, denn durch diese gezielte Massage wird das Ödem verkleinert und die überschüssigen Fettzellen werden praktisch abtransportiert.

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  • Biorhythmus – jeder hat seine innere Uhr

    Biorhythmus – jeder hat seine innere Uhr

    Nicht nur die Natur hat ihren eigenen Rhythmus, auch Menschen folgen bestimmten Rhythmen und Zyklen. Da ist zum Beispiel der Tag-Nacht-Rhythmus, aber auch der Arbeits- und Ruherhythmus, der bei jedem Menschen individuell ist, jedoch immer einem bestimmten Schema folgt. Im Laufe der Evolution hat sich dieser Biorhythmus als lebenswichtig herausgestellt und auch heute noch brauchen Menschen eine innere Uhr, nach der sie leben können. Wissenschaftlich erforscht wird der Biorhythmus erst seit kurzer Zeit, aber schon jetzt liefert die Arbeit rund um die Chronobiologie wertvolle Hinweise, wie sehr wir Menschen von unserer inneren Uhr beeinflusst werden.

    Der Biorhythmus und die Energie

    Wie alle Lebewesen, so ist auch der Mensch vom Einfluss der Sonne abhängig. Der Wechsel zwischen Winter und Sommer bestimmt den Biorhythmus, und die lange Ruhezeit des Winters schraubt den Bedarf an Energie deutlich nach unten. Das sicherte den Menschen in früheren Zeiten das Überleben. Ähnlich wie viele Tiere, die in der kalten Jahreszeit einen Winterschlaf halten, reduziert auch der Mensch seine Energiereserven, wenn es kalt wird. Heute weiß man, dass jeder eine Art Taktgeber in sich hat, eine innere Uhr. Die reagiert zwar auf alle Einflüsse von außen, tickt aber von selbst weiter, wenn einer der wichtigsten Umwelteinflüsse, das natürliche Licht, praktisch ausgeschaltet wird. Gesteuert wird diese innere Uhr von einem bestimmten Prozess, der sich an der Ausschüttung des Hormons Melatonin orientiert.

    Was ist ein Biorhythmus?

    Die Körperfunktionen unterliegen ganz natürlichen Schwankungen, die wir als wiederkehrende Zyklen und Veränderungen im Organismus wahrnehmen. Diese Schwankungen und Veränderungen nennt man Biorhythmus. Ein wichtiger Biorhythmus ist der Schlaf- und Wachrhythmus, aber auch der sogenannte Aktivitätsrhythmus, der Rhythmus, in dem gegessen und getrunken wird, sowie der Rhythmus der Körpertemperatur bestimmen den Alltag. Bei den Frauen kommt noch der weibliche Rhythmus dazu, aber auch der Herzschlag und die Erneuerung der Blutkörperchen unterliegen bei jedem Menschen einem anderen Biorhythmus. Menschen leben nicht einfach nur nach einem Rhythmus, der 24 Stunden dauert, sie leben nach ihrer inneren Uhr, dem zirkadianischen Rhythmus, der bei einem in kurze und bei anderen in lange Zyklen eingeteilt ist.

    Wenn der Biorhythmus aus dem Takt kommt

    Die biologische Uhr ist für die Gesundheit von großer Bedeutung. Sie meldet dem Körper zum Beispiel, wann es Zeit ist aktiv zu werden und sie zeigt auch an, wann mal wieder eine Ruhepause eingelegt werden sollte. Die innere Uhr steuert zudem auch die Funktionen des Körpers, wie die Körpertemperatur, den Blutdruck, denn Hormonhaushalt und das Steuerzentrum des Körpers, das Gehirn.

    Was passiert aber, wenn diese innere Uhr aus dem Takt kommt und nicht mehr so rund läuft? Was Menschen vor 1000 Jahren noch gut in den Griff bekamen, ist in der heutigen Zeit zu einer echten Herausforderung geworden. Schichtarbeit bringt den Tag-Nacht-Rhythmus durcheinander, lange Abende in der Disco oder auch Langstreckenflüge mit Zeitumstellung bringen die innere Uhr aus ihrem gewohnten Rhythmus, selbst der Wechsel der Jahreszeiten kann dem Biorhythmus zu schaffen machen. In zahlreichen Studien wurde nachgewiesen, dass Menschen, die im Schichtdienst, also in einem ständigen Wechsel am Tag und in der Nacht arbeiten, für Krankheiten anfälliger sind als diejenigen, die einen normalen Tag-Nacht-Rhythmus haben. Schichtarbeiter leiden außerdem häufig unter Schlafstörungen und sie neigen mehr zu Depressionen.

    Den eigenen Biorhythmus finden

    Wie unterschiedlich der Biorhythmus sein kann, das zeigt sich schon am Schlafrhythmus. Die einen sind Lerchen, also echte Frühaufsteher, die anderen sind Eulen, die nachts erst richtig munter werden. Während der Frühaufsteher am Morgen und am Vormittag seine beste Zeit hat, ist der Nachtmensch ein ausgeprägter Morgenmuffel, der erst später zur Bestform aufläuft. Man sollte immer seiner inneren Uhr folgen, denn dann lebt man nicht nur gesünder, sondern auch deutlich entspannter.

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  • Zappeln ist gesund

    Zappeln ist gesund

    Viele Kinder müssen sich immer anhören, dass sie still sitzen sollen, wenn sie mal wieder auf ihrem Stuhl hin und her rutschen und die Füße nicht still halten. Dabei ist den Kindern gar kein Vorwurf zu machen, denn sie tun etwas, was gesund ist, nämlich zappeln. Eine neue Studie kommt jetzt zu dem Ergebnis, dass starres Sitzen nicht sonderlich gesund ist und dass alle, die auf dem Stuhl zappeln, die negativen Aspekte des starren Sitzens wunderbar kompensieren.

    Langes Sitzen ist gefährlich

    Eine groß angelegte Studie der Universität Leeds in England fand, dass langes Sitzen besonders für Frauen sehr gefährlich werden kann. Für die Studie wurden die Daten von 14.000 Studienteilnehmern ausgewertet. Dabei stellte sich heraus, dass Frauen, die beruflich oder auch privat viel und vor allem lange sitzen, eine höhere Sterberate haben als Frauen, die zwar auch lange sitzen, aber dabei auf ihrem Stuhl zappeln und die Beine und Füße ständig in Bewegung halten. Wenn zum langen Sitzen auch noch die falsche Ernährung kommt, dann macht sich das noch einmal bei der Sterberate bemerkbar. Zudem fanden die englischen Wissenschaftler um die Professorin Janet Cade heraus, dass Frauen, die während des Sitzens zappeln, auch gerne sportlich aktiv sind und in ihrer Freizeit schwimmen, Rad fahren oder regelmäßig laufen.

    Bessere Werte

    Die englische Studie war nicht die erste Studie, die sich mit dem Thema langes Sitzen und zappeln befasst hat, es gab schon früher Untersuchungen mit ähnlichen Ergebnissen. Im Rahmen einer amerikanischen Studie stellten die Forscher außerdem fest, zappeln auf den Stuhl kann unter anderem den Body-Mass-Index positiv beeinflussen, aber auch die Reaktionen des Körpers auf Insulin und Glucose sind besser, wenn während des langen Sitzens gezappelt wird. Nicht nur die körperliche Betätigung in den Arbeitspausen ist für die Gesundheit von Vorteil, auch das unruhige Sitzen und zappeln ist für die Gesundheit zuträglich.

    Die Kinder zappeln es vor

    Kinder die nicht lange ruhig sitzen können werden gerne etwas vorschnell als Zappelphilipp verurteilt, aber nach Ansicht der Forscher an der University of Leeds machen diese Kinder nichts falsch. Im Gegenteil, die Kinder handeln intuitiv, wenn sie zappeln, sie geben dem natürlichen Drang nach Bewegung nach. Es ist heute längst überholt Kinder zu starrem Sitzen am Tisch zu bewegen und selbst in den Schulen wird das stille sitzen nicht mehr verlangt. Kinder die zu Hause oder auch im Schulunterricht zappeln, auf dem Stuhl rutschen und die Füße in Bewegung halten, sind aufmerksamer, konzentrierter und sie vor allen Dingen auch gesünder. Eine starre Haltung beim sitzen ist nicht natürlich und entspricht der menschlichen Natur, wer gesund bleiben will, der sollte einfach zappeln und sich nicht darum kümmern was andere Menschen vielleicht darüber denken, denn zappeln ist weder unhöflich noch ein Zeichen für schlechte Erziehung.

    Bild: © Depositphotos.com / aletia