Kategorie: Gesundheit & Krankheit

Gesundheit & Krankheit im Gesundheits-Magazin.net

Die Gesundheit ist bekanntlich das höchste Gut, denn wer gesund ist, der fühlt sich wohl und kann die Anforderungen des Lebens meistern. Es ist nicht allzu schwer, gesund zu bleiben, trotzdem haben in der heutigen Zeit viele Menschen Probleme mit ihrer Gesundheit. Wer gesund bleiben will, der muss sich richtig ernähren, nach Möglichkeit Sport treiben und sollte weder rauchen noch übermäßig Alkohol trinken. Aber es gibt noch vieles mehr, was der Gesundheit nachhaltig schaden kann, denn auch wenn es um die Ernährung geht, dann kann man vieles falsch machen. Zu fettes Essen ist schädlich und auch wenn zu viel Zucker im Spiel ist, dann ist das auf Dauer nicht gesund. Zu wenig frische Luft kann krank machen und wer sich körperlich nicht genug betätigt, der läuft Gefahr, ernsthaft zu erkranken.

Aber nicht nur der Körper, auch die Seele kann krank werden. Es sind die physischen Erkrankungen, die immer mehr zunehmen. In der heutigen Zeit schreiben die Ärzte viele Menschen krank, die sich mental nicht mehr gesund fühlen. Wenn es um Krankschreibungen geht, liegen nach neusten Studien die Erkrankungen der Seele an zweiter Stelle nach den Problemen mit dem Bewegungsapparat. Viele Menschen fühlen sich ausgebrannt, müde, erschöpft und haben Angst nicht mehr die Leistungen zu erbringen, die von ihnen gefordert werden. In der Folge kommt es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und nicht selten führt eine Erkrankung der Seele auch in die Sucht. Alle, die bis ins hohe Alter gesund bleiben wollen, müssen auf ihre Ernährung achten, sich nach Möglichkeit viel bewegen und mental fit bleiben.

  • Wetterwechsel begünstigen Migräne

    Wetterwechsel begünstigen Migräne

    Migräne hat bis heute einen schweren Stand, denn noch immer wird diese Art von Kopfschmerzen vor allem Frauen zugerechnet, die als ein wenig „hysterisch“ gelten. Alle, die das denken, haben in ihrem Leben wahrscheinlich noch nie Migräne gehabt, denn diese starken Kopfschmerzen können das Leben der Betroffenen sehr einschränken. Was eine Migräne auslöst, das ist noch nicht genau erforscht, aber nach einer neuen Studie ist ein Wetterwechsel oft der Grund, warum es zu einer Migräneattacke kommt.

    Das Gewitter im Kopf

    Sieben bis zehn Prozent der Männer und 15 % der Frauen in Deutschland leiden unter jenen pulsierenden Kopfschmerzen, die so typisch für eine Migräne sind. Viele können die Attacken nur in einem abgedunkelten Raum ertragen, andere werden während einer heftigen Schmerzattacke auf einem Auge blind, und oftmals helfen auch die stärksten Kopfschmerztabletten nicht mehr. Migräne ist weitaus mehr als nur Kopfschmerzen, die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt Migräne zu den 20 Leiden, die das Leben der Betroffenen am meisten beeinträchtigt. Eine neue Studie bestätigt jetzt das, was viele Migräne Patienten sagen, dass sie die ersten Anzeichen einer Migräne spüren können, und zwar schon Stunden, bevor das Wetter umschlägt.

    Migräne Patienten sind sensibel

    Die Mehrzahl derjenigen, die regelmäßig unter einer Migräne zu leiden haben, sind besonders sensibel und reagieren auf bestimmte Reize. Kommt es zu einer Überflutung von Reizen, dann werden Botenstoffe in großen Mengen ausgeschüttet, die Gefäße im Kopf verengen sich und es kommt zu einer Kaskade von Schmerzen. Die Ernährung kann ebenso zu einer Reizüberflutung führen wie auch ein gestörter Schlaf- und Wachrhythmus, aber auch ein Wetterwechsel macht den Betroffenen zu schaffen. Sie reagieren darauf, wenn das Wetter umschlägt, viele haben Schwierigkeiten bei Hitze und einem nahenden Gewitter, andere bekommen Kopfschmerzen, wenn das Thermometer sinkt. Eine Untersuchung unter 20.000 Migräne Patienten ergab: Wenn das Thermometer nur um fünf Grad sinkt, dann haben 20 % mehr und vor allem auch stärkere Kopfschmerzen.

    Kopfschmerzen als Wetterradar

    Wissenschaftler an der Hochschule im bayrischen Hof haben zusammen mit der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein und der Universität Rostock Fakten und Daten von Migräne Patienten gesammelt, die besonders heftig auf Wetterumschwünge reagieren. Sie fanden heraus, dass einige Patienten besonders heftig reagieren, andere spüren den kommenden Wetterwechsel, aber sie reagieren nur mit leichten Schmerzen. Interessant ist auch, dass diejenigen, denen die Migräne „vererbt“ wurde, es mit besonders starken Kopfschmerzen zu tun haben. Da man das Wetter nicht ändern kann, bleibt den Migräne Patienten nichts anderes übrig, als zu lernen, mit dem Schmerz umzugehen. Entspannungsübungen können helfen, und die Betroffenen sollten mit diesen Übungen beginnen, wenn sie die ersten Anzeichen einer Migräne fühlen, auch Ausdauersport kann hilfreich sein. Die Ärzte raten ihren Patienten in der Regel zu Dunkelheit und Ruhe, wenn die Attacken von Ausfallerscheinungen begleitet werden.

    Bild: © Depositphotos.com / robertprzybysz

  • Häufiges Duschen schadet der Haut

    Häufiges Duschen schadet der Haut

    Jeder zweite Deutsche steht morgens rund elf Minuten unter der Dusche und ahnt wahrscheinlich nicht, wie sehr seine Haut darunter leidet. Die tägliche Dusche ist wohltuend, aus hygienischer Sicht ist sie aber nicht notwendig, denn Haut und Haar brauchen im Grunde weder Shampoo noch Duschgel oder parfümierte Seife. Bei jeder Dusche verliert die Haut nämlich ein kleines bisschen von ihrer schützenden Fettschicht, die sie von Natur aus samtig weich und geschmeidig hält. Wird zu häufig geduscht, dann reagiert die Haut, sie wird spröde, rau und fühlt sich eines Tages wie knittriges Papier an.

    Beim Duschen wird der Schutzschild zerstört

    Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers und auf ihrer Oberfläche leben unzählige Bakterien und Keime. Diese „gesunden“ Keime bilden so etwas wie einen natürlichen Schutzschild, denn sie wehren die krankheitserregenden Keime ab. Wird zu oft und vor allem auch zu heiß geduscht, dann kommen die Keime aus ihrem natürlichen Rhythmus, die Krankheitserreger haben leichtes Spiel und können sich auf der Hautoberfläche nach Belieben ausbreiten. So wird zum Beispiel das Wachstum von Warzen und Ekzemen begünstigt.

    Jeder Haut ist anders

    Haut ist wie der Charakter eines Menschen, immer individuell und nicht allen schadet das häufige Duschen. Alle, die eine eher fettige Haut haben, wird die morgendliche Dusche wahrscheinlich weniger schaden als denjenigen, die eine dünne trockene Haut haben. Um der Haut unter der Dusche nicht übermäßig zu schaden, raten Dermatologen dazu, immer eine milde Seife zu wählen und die Dusche nicht über Gebühr auszudehnen. Auch sollte das Wasser nicht allzu heiß sein, denn Duschgel und aggressive Seife sind zusammen mit zu heißem Wasser eine ungünstige Kombination.

    Duschöl – eine gute Alternative

    Die Wassertemperatur sollte im Idealfall die 37° Grad nicht übersteigen und die empfindlichen Stellen, wie beispielsweise der Intimbereich, sollten generell nur mit lauwarmem Wasser abgebraust werden. Eine gute Alternative zum herkömmlichen Duschgel sind Duschöle, denn ein Öl trocknet die Haut nicht aus und es legt einen Schutzfilm auf die Haut. Nach dem Duschen eine Bodylotion oder eine fetthaltige Creme zu benutzen, ist ebenfalls eine gute Idee, denn dann bekommt die Haut noch eine Extraportion Fett. Wer aber zu fettiger Haut neigt, der sollte nur eine leichte Lotion nehmen, denn sonst wird die Haut überfordert.

    Kinder nicht zu oft baden

    Dermatologen raten Eltern davon ab, ihre Kinder jeden Tag zu baden, denn die kindliche Haut muss Gelegenheit haben, einen natürlichen Schutzfilm aus Keimen aufzubauen. Wird die Haut zu oft mit Seife gewaschen, dann geht die Schutzschicht zu schnell verloren und die Kinder werden später anfälliger für Allergien und Infektionen. Babys sollten nur in lauwarmem Wasser mit einem weichen Waschlappen gewaschen werden, Badezusätze und Seifen sind noch nicht erforderlich. Nach dem Baden ist eine milde Lotion eine gute Wahl, die die Haut mit Nährstoffe versorgt.

    Bild: © Depositphotos.com / choreograph

  • Ist Alzheimer ansteckend?

    Ist Alzheimer ansteckend?

    Durch den demografischen Wandel wird die Gesellschaft immer älter und mit dem zunehmenden Alter steigt auch der Zahl der Alzheimerkranken. Jetzt sorgt eine neue Studie für Aufregung, denn britische Forscher haben heraus gefunden, dass Alzheimer unter bestimmten Umständen ansteckend sein kann. Obwohl eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch, zum Beispiel durch eine Tröpfcheninfektion, nicht möglich ist, so kann es aber durchaus sein, dass Eiweißstoffe, die für Alzheimer typisch sind, durch eine Operation oder eine Bluttransfusion übertragen werden können.

    Wachstumshormone als Überträger

    Jahrelang haben sich die Forscher des National Hospital für Neurology and Neurosurgery in London mit der Erforschung der gefürchteten Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beschäftigt und die Gehirne von denjenigen untersucht, die an der Hirnkrankheit gestorben sind. Viele dieser Menschen hatten als Kinder Wachstumshormone aus den Hirnanhangdrüsen von verstorbenen Personen bekommen und diese Hormone waren sehr wahrscheinlich mit Prionen verunreinigt. Prionen sind Eiweißmoleküle, die auch im Gehirn von gesunden Menschen zu finden sind, aber sie können unter bestimmten Umständen ihre Form verändern. Wenn das passiert, dann gibt es eine Art Kettenreaktion, bei der auch gesunde Eiweißmoleküle geschädigt werden. In der Folge verklumpen sie, sie lagern sich im Gehirn ab und es kommt zu typischen Symptomen einer Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung.

    Übertragung durch Transfusionen

    Nicht nur bei Creutzfeldt-Jakob spielen Eiweißmoleküle eine große Rolle, auch in den Gehirnen von Menschen, die an Alzheimer erkrankt sind. Diese Moleküle können bei einer Hirnoperation oder sogar durch eine Bluttransfusion übertragen werden. Bei denjenigen, die mit diesen Eiweißmolekülen infiziert werden, können sich dann Alzheimer Symptome zeigen. Die Forscher in Großbritannien schließen auch eine mögliche Übertragung auf dem Weg der Bluttransfusion oder durch chirurgische Instrumente nicht aus. Selbst wenn eine Übertragung möglich ist, die Wahrscheinlichkeit sich mit Alzheimer anzustecken, ist äußerst gering und die Wissenschaftler betonten, dass die Forschungen auf diesem Gebiet noch lange nicht abgeschlossen sind. Es gibt noch viele offene Fragen und es wird noch einige Jahre dauern, bis es überhaupt gesicherte Erkenntnisse geben wird.

    Alzheimer – Klassische Ansteckung nicht möglich

    Was die Forscher ausschließen, das ist die klassische Infektion durch Kontakte oder durch Tröpfchen, wie es beim Niesen oder Husten passiert. So muss sich zum Beispiel das Pflegepersonal in Heimen, die an Alzheimer erkrankte Menschen pflegen, keine Sorgen machen und auch Angehörige, die sich um Alzheimerkranke kümmern, können sich nicht anstecken. Selbst wenn nachgewiesen wird, dass es zu einer Ansteckung gekommen ist, dann heißt das noch lange nicht, dass derjenige, der infiziert ist, auch an Alzheimer erkrankt. Es gibt momentan keinen Beweis, dass eine Übertragung auch automatisch Alzheimer auslöst. Sollte aber die Creutzfeldt-Jakob These auch für Alzheimer gelten, dann steht fest, dass die Krankheit, vor der sich so viele Menschen fürchten, in der Zukunft zu den Infektionskrankheiten gehört, auch wenn eine Ansteckung von Mensch zu Mensch immer ausgeschlossen werden kann.

    Bild: © Depositphotos.com / luckybusiness

  • Masern – Hamburg startet Impfkampagne

    Masern – Hamburg startet Impfkampagne

    Eigentlich gehören die Masern zu den Kinderkrankheiten, aber auch Erwachsene können an Masern erkranken. Wenn das passiert, kann es gefährlich werden, denn 39 % derjenigen, die sich mit Masern infizieren, sind zwischen 20 und 59 Jahre alt. Um einen wirksamen Schutz aufbauen zu können, sollten schon Kinder gegen die Krankheit geimpft werden. Die Hansestadt Hamburg startet jetzt mit einer großangelegten Impfkampagne, denn die Masernfälle in Hamburg steigen drastisch an.

    Immer mehr Erkrankte

    Normalerweise gibt es in Hamburg rund 14 Masernfälle in einem Jahr, seit Beginn des Jahres 2015 sind es aber schon 86 und die Zahl steigt weiter. Jetzt hat sich der Hamburger Senat entschlossen, eine Impfkampagne zu starten, und wirbt in den U-Bahnen, in Bussen und überall in der Stadt mit Plakaten dafür, sich impfen zu lassen. Wer sich vor den Masern schützen will, kann beim Arzt aber auch in allen Krankenhäusern geimpft werden, zudem haben die Gesundheitsämter sogenannte Impfsprechstunden eingerichtet. Die zuständige Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) rät auch dazu, dass sich die Mitarbeiter von Firmen, Betrieben und Behörden impfen lassen. Zwar sind in Hamburg 94 % der Grundschüler geimpft, aber die steigenden Krankheitszahlen zeigen, dass es noch eine Lücke gibt.

    Masern schwächen das Immunsystem

    Masern sind hochansteckend und die Infektion erfolgt durch anhusten, durch niesen oder sprechen. Masern verlaufen in der Regel in zwei Phasen, einem ersten Stadium, bei der die Betroffenen grippeähnliche Symptome verspüren, in der zweiten Phase kommt es dann zum charakteristischen Hautausschlag. Bei Masern können nur die Symptome, aber nicht die Krankheit behandelt werden. In 10-20 % der Fälle treten Komplikationen wie eine Lungenentzündung, eine Mittelohrentzündung oder eine Bronchitis auf. Bei 0,1 % der Erkrankten werden die Masern lebensgefährlich, wenn zu den Masern eine Hirnhautentzündung kommt.

    Der beste Schutz

    Da Masern nicht mit Medikamenten bekämpft werden kann, ist eine Schutzimpfung das einzige wirksame Mittel, um einer Ansteckung zu entgehen. Kinder sind nach der Geburt bis zum neunten Lebensmonat durch die Antikörper der Mutter geschützt, sofern diese die Masern entweder schon hatte oder gegen die Krankheit geimpft wurde. Zwischen dem elften und dem 15. Lebensmonat erfolgt dann die erste Schutzimpfung. Ist das Kind zwischen 15 und 23 Monaten alt, dann sollte eine zweite Schutzimpfung erfolgen, die auch mit einer Impfung gegen Mumps und Röteln kombiniert werden kann. Alle, die als Kind nicht geimpft wurden, können das bis zum 18. Lebensjahr nachholen. Der Impfstoff gegen Masern besteht aus abgeschwächten Masernviren, und in 90 % ist die Impfung auch erfolgreich, denn nach vier bis sechs Wochen können Antikörper festgestellt werden.

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  • Blutvergiftung – nur schnelle Hilfe kann Leben retten

    Blutvergiftung – nur schnelle Hilfe kann Leben retten

    Noch immer hat eine Sepsis, eine Blutvergiftung nichts von ihren Schrecken verloren, denn wenn eine Blutvergiftung diagnostiziert wird, dann kommt es auf jede Minute an. Noch vor wenigen Jahren gehörte die Blutvergiftung zu den häufigsten Todesursachen, aber durch eine deutlich bessere Schulung vor allem der Notfallmediziner, konnte die Todesrate heute gesenkt werden. Trotzdem ist die Gefahr noch immer nicht gebannt, denn fast jeder dritte Fall von Sepsis endet nach wie vor mit dem Tod. Diese Rate von 30 % könnte nach Ansicht von Experten aber sinken, wenn die Ärzte auch in den Krankenhäusern besser geschult würden.

    Was ist eine Blutvergiftung?

    Eine Sepsis entsteht immer dann, wenn Bakterien und Pilze in eine offene Wunde eindringen können. Das setzt dann die körpereigene Abwehr außer Gefecht und der Körper beginnt damit, das eigene Gewebe zu zerstören. Dabei werden innerer Organe massiv beschädigt und das führt schließlich zum Tod. Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 175.000 Menschen eine Blutvergiftung, und die Tendenz ist steigend. Zieht sich ein Kind eine Sepsis zu, dann geht es um jede Minute, denn der kindliche Kreislauf kann der Infektion durch Bakterien nicht lange standhalten, nur eine gezielte Behandlung kann sein Leben retten. Die ersten Anzeichen einer Blutvergiftung sind hohes Fieber, Abgeschlagenheit und ein Anstieg der Herz- und Atemfrequenz. Patienten, die diese Symptome haben, sollten auf jeden Fall auch auf eine Sepsis untersucht werden, denn wenn das nicht passiert und wertvolle Zeit verloren geht, dann kann es zu spät sein.

    Besonders Kinder sind gefährdet

    Aktuell ist die Sepsis die zweithäufigste Todesursache bei Kindern, und in fast allen Bundesländern liegt die Zahl der Sterblichkeit bei 10 %. Niedersachsen wollte das so nicht mehr hinnehmen und begann damit, seine Ärzte und Rettungssanitäter gezielt zu schulen. Diese Maßnahme wurde ein großer Erfolg, denn die Sterblichkeitsrate bei Kindern mit einer Blutvergiftung sank im norddeutschen Bundesland auf nur noch zwei Prozent. Das hat Vorbildcharakter. Niedersachsen fordert nun die anderen Bundesländer auf, ebenfalls bessere Schulungen anzubieten, um so mehr Leben retten zu können.

    Gut behandelbar

    Eine Blutvergiftung ist zwar sehr gefährlich, aber sie lässt sich auch gut behandeln. Das Problem ist allerdings, dass eine Sepsis oftmals viel zu spät erkannt wird. Eine Stunde kann bei der Behandlung einer Blutvergiftung eine entscheidende Rolle spielen, ob der Patient überlebt oder nicht. Bei Kindern wird sofort mit der Behandlung begonnen, die in der Regel aus hoch dosierten Antibiotika besteht. In Niedersachsen wurde jetzt eine Art Netzwerk aufgebaut, in dem unter anderem auch Notärzte rund um die Uhr im Einsatz sind. Spezialisten können nach Bedarf eingeflogen werden und es gibt die Möglichkeit von Videoschaltungen, um Ärzten vor Ort helfen zu können. Auch eine gezielte Weiterbildung steht in Niedersachsen bei der Behandlung von Blutvergiftungen im Fokus.

    Bild: © Depositphotos.com / 3quarks

  • Atemwegserkrankungen – Männer gefährdeter als Frauen

    Atemwegserkrankungen – Männer gefährdeter als Frauen

    Dass Männer eine kürzere Lebensdauer haben als Frauen, das ist bekannt, aber Männer sterben auch häufiger an Atemwegserkrankungen als Frauen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der EU, die jetzt vom Statistikamt Eurostat in Luxemburg veröffentlicht wurde. Demnach starben alleine im Jahr 2012 fast 672.000 Menschen in den 28 EU-Ländern an Atemwegserkrankungen. 399.000 davon waren Männer, 273.000 Frauen. Ein Grund für diese Tatsache ist, dass Männer nach wie vor öfter an Lungenkrebs erkranken als Frauen und auch an dieser Krankheit sterben.

    Todesurteil Lungenkrebs

    Der Lungenkrebs ist noch immer der Spitzenreiter, wenn es um Atemwegserkrankungen geht. Bei rund 40 % derjenigen, die an einer Erkrankung der Atemwege leiden, wird der gefährliche Krebs diagnostiziert, dann folgen mit 24 % die Bronchitis oder andere chronische Erkrankungen der Atmungsorgane. Auch die Lungenentzündung nimmt bei den Atemwegserkrankungen mit 19 % einen der vorderen Plätze ein, nur ein Prozent entfällt hingegen auf Asthma. 0,3 % leiden unter Atemwegserkrankungen, die sich während einer Grippe eingestellt haben und 15,7 % haben verschiedene Atemwegserkrankungen, bei denen unter anderem die Luftröhre, die Nasengänge, die Bronchien oder Mund und Rachenraum betroffen sind.

    Welche Länder sind besonders betroffen?

    In den EU-Staaten sind die Atemwegserkrankungen in 13,4 % die Todesursache, Deutschland liegt mit 12,1 % sehr nah am europäischen Durchschnitt. Deutlich darüber liegt Großbritannien mit 20,3 %, und in Lettland sterben mit 5,8 % weitaus weniger Menschen an Atemwegerkrankungen als im EU-Durchschnitt. Rauchen die Deutschen und die Briten mehr als die Menschen in Lettland oder wie lässt sich diese Diskrepanz zwischen den Prozentzahlen sonst erklären? Für die Studie waren nicht nur die Atemwegserkrankungen relevant, die das Rauchen als Ursache haben, wichtig war auch die Umgebung, in der die Menschen leben. Dabei stellte sich heraus, dass diejenigen, die in den Ballungsräumen der großen Städte leben, bei einer Erkrankung der Atmungsorgane deutlich gefährdeter sind als diejenigen, die in ländlichen Regionen leben.

    Atemwegserkrankungen sind vererblich

    Sicher sorgen das Rauchen und die hohe Belastung durch Schmutz und Feinstaubbelastung dafür, dass die Zahl der Atemwegserkrankungen in Europa weiter zunimmt, aber es gibt nach Auffassung von Experten auch eine gewisse Veranlagung. Wer in der Familie Asthmakranke hat, der lebt mit einem hohen Risiko, auch an Asthma zu erkranken. Erkrankungen der Bronchien, die nicht selten chronisch sind, können auch von einer zur anderen Generation vererbt werden, dennoch bekommt nicht jeder Raucher automatisch Lungenkrebs. Auf der anderen Seite gibt es auch Menschen, die viel Sport treiben, gesund leben und noch nie eine Zigarette angefasst haben, die dennoch an Lungenkrebs erkranken und an dieser Krankheit auch sterben. Unbestritten ist allerdings die Tatsache, dass Raucher mit einem sehr hohen Risiko leben, eine Erkrankung der Atemwege zu bekommen, denn Rauchen ist und bleibt gesundheitsschädlich und zudem auch gefährlich.

    Bild: © Depositphotos.com / AsierRomeroCarballo