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Aktuelle News vom Gesundheits-Magazin.net

Nichts ist so alt wie eine Zeitung von gestern, und wer immer auf dem Laufenden bleiben will, der sollte am besten jeden Tag die aktuellen News lesen. Es gibt immer wieder News aus der Welt der Politik, der Kultur, der Gesellschaft und des Sports. News bringen jeden auf den neuesten Stand der Dinge und viele Menschen lesen diese News nur, um sich zu informieren, andere, weil sie diese Neuigkeiten vielleicht aus beruflichen Gründen nutzen wollen. Wer auf der Suche nach Neuigkeiten ist, der muss die Tageszeitung lesen, aber noch schneller ist das Internet, wo neue Nachrichten im Sekundentakt erscheinen. Auch das Fernsehen ist ein sehr gutes Medium, wenn es um Neuigkeiten aus aller Welt geht.

Woher bekommen die vielen Newsportale und die Zeitungen eigentlich ihre neusten Nachrichten? Sie arbeiten mit Agenturen zusammen, die wiederum mit der ganzen Welt in Verbindung stehen und immer aktuelle Nachrichten über den Ticker bekommen. Im digitalen Zeitalter ist es nicht mehr allzu schwierig, die allerneusten Nachrichten in Sekundenschnelle rund um den Globus zu schicken. Was vor wenigen Minuten in Australien passiert ist, das landet sofort auf dem Tisch des Nachrichtenredakteurs, der dann seinerseits diese Nachrichten über einen speziellen Verteiler an die Internetportale und auch an die Redaktionen der Zeitungen verschickt. So vergehen nur Sekunden und jeder auf der Welt weiß, was es aus Australien Neues zu berichten gibt. Früher gab es nur Telefone, um neue Nachrichten in die Welt zu schicken, heute ist dafür das schnelle Internet zuständig, und so hat jede Zeitung jeden Tag neue Schlagzeilen.

  • Krank über die Feiertage – warum das gefährlich werden kann

    Krank über die Feiertage – warum das gefährlich werden kann

    Krank zu sein ist nicht angenehm, aber über die Feiertage krank zu werden, das kann unter Umständen sogar richtig gefährlich werden. Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind denkbar ungünstig für alle, die sich verletzen oder krank werden, denn die ärztliche Versorgung an den Feiertagen lässt bundesweit sehr zu wünschen übrig. Wenn es sich irgendwie verhindern lässt, dann sollte man mit einem verdorbenen Magen oder einem anderen Unwohlsein nicht ins Krankenhaus gehen, denn das kann sehr gefährlich werden.

    Überfüllte Notaufnahmen

    Die Notaufnahmen der deutschen Krankenhäuser sind ohnehin chronisch überlastet, aber über die Feiertage ist dort die Hölle los. Stundenlange Wartezeiten sind keine Seltenheit und auch die Gefahr der fehlerhaften Behandlungen steigt über die Feiertage drastisch an. Nicht umsonst sterben zwischen Weihnachten und Neujahr überdurchschnittlich viele Menschen, die Ursache liegt vor allem an der unzureichenden medizinischen Versorgung. In Deutschland fehlen erfahrene Ärzte, deshalb sind in den Notaufnahmen der Kliniken in der Regel junge Assistenzärzte zu finden, die frisch von der Universität kommen. Diesen Ärzten fehlt es nicht nur an Erfahrung, sie sind auch hilflos und vollkommen überlastet, angesichts der vielen Patienten, die über die Feiertage in den Notaufnahmen sitzen. Ober- und Chefärzte sind zwischen Weihnachten und Neujahr nur selten in der Notfallambulanz zu finden, sie schicken stattdessen die jungen Kollegen an die Front, die noch keine Familien haben.

    30 % mehr Patienten über die Feiertage

    Zwischen Weihnachten und Neujahr sind in den Notaufnahmen der Krankenhäuser rund 30 % mehr Patienten zu finden, als das an normalen Tagen der Fall ist. Eltern mit ihren Kindern sind dort ebenso zu finden wie auch Menschen, die zu Weihnachten einfach nur zu viel gegessen und getrunken haben. Gallenschmerzen und Magendrücken gehören zu den am häufigsten behandelten Krankheiten über die Feiertage, aber auch schwer kranke Menschen finden sich in den Notaufnahmen ein. Es sind meist Krebskranke, die Weihnachten gerne zu Hause bei der Familie verbringen möchten, aber deren Zustand sich dann so sehr verschlechtert hat, dass sie wieder ins Krankenhaus müssen. Es ist diese Mischung aus leichten und schweren Fällen, die die Situation in den Notaufnahmen noch verschärft, denn Assistenzärzten fehlt die nötige Erfahrung, die ernsten Erkrankungen von den harmlosen gesundheitlichen Problemen zu unterscheiden und entsprechend zu behandeln.

    Der Bereitschaftsdienst – nicht viel besser

    Wer über die Feiertage krank wird, der hat neben den Notaufnahmen noch eine andere Möglichkeit, medizinische Hilfe zu finden. Es gibt den Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte, aber der ist über Weihnachten und Neujahr nicht sonderlich gut besetzt. So gibt es zum Beispiel in der Millionenstadt Berlin nur eine einzige allgemeinmedizinische Praxis, die in diesen Tagen Bereitschaft hat. Allerdings schließt diese Praxis am Wochenende um 22:00 Uhr, wer danach krank wird, der hat Pech und muss in eine der überfüllten Notaufnahmen gehen. Zwar gibt es die bundesweit gültige Rufnummer 116 117, unter der jeder erfragen kann, wo es einen ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt, aber man muss Glück haben, eine offene Praxis in der näheren Umgebung zu finden. Wer auf dem Land wohnt, der muss lange Anfahrtswege in die nächst größere Stadt in Kauf nehmen.

    Unterfinanzierte Rettungsstellen

    Die deutschen Rettungsstellen wie die Notaufnahmen der Krankenhäuser sind permanent in Finanznot. Sie haben kein eigenes Budget und müssen von den anderen Abteilungen der Kliniken mitfinanziert werden. Die innere oder auch die chirurgische Abteilung benötigen naturgemäß ein großes Budget und das wirkt sich nachteilig auf die Notaufnahmen aus. In der Folge muss nicht nur bei der Ausstattung kräftig gespart werden, auch bei den Kosten für das medizinische Personal sieht es schlecht aus.

    Wer über die Festtage gesund bleiben will, der sollte nicht zu fett essen, nicht zu viel trinken und seinem Magen öfter mal eine Pause gönnen.

    Bild: © Depositphotos.com / Feverpitch

  • Gesundheitsrisiko Anti-Baby-Pille – Pharmakonzern vor Gericht

    Gesundheitsrisiko Anti-Baby-Pille – Pharmakonzern vor Gericht

    Dass die Anti-Baby-Pille nicht nur die Verhütung revolutioniert hat, sondern auch gesundheitliche Risiken birgt, das ist seit langem bekannt. Neu ist allerdings, dass jetzt eine Frau einen Pillenhersteller verklagt, denn sie hat die Einnahme der Anti-Baby-Pille fast das Leben gekostet. In den USA laufen schon einige Klagen gegen den Pharmariesen Bayer, in Deutschland ist der Prozess, der jetzt angelaufen ist, aber ein Novum. Das Landgericht in Waldshut-Tiengen in Baden-Württemberg muss darüber entscheiden, ob Bayer fahrlässig gehandelt hat oder nicht.

    Worum geht es im Prozess?

    200.000 Euro Schmerzensgeld und Schadensersatz – so lautet die Forderung von Felicitas Rohrer aus Willstätt an den Pharmakonzern Bayer aus Leverkusen. 2009 hat die heute 31-jährige die Anti-Baby-Pille „Yasminelle“ eingenommen und der in dieser Pille enthaltene Wirkstoff Drospirenon hat bei der Tierärztin eine lebensgefährliche Lungenembolie ausgelöst, die sie fast das Leben kostete. Nur eine Notoperation rettete das Leben der jungen Frau, die bis heute unter den Folgen der Thrombose und der anschließenden Embolie zu leiden hat. Felicitas Rohrer ist dauerhaft körperlich eingeschränkt und kann keine Kinder mehr bekommen. Mit dem Prozess gegen Bayer will sie nun erreichen, dass Bayer die umstrittene Pille vom Markt nehmen muss.

    Die Anti-Baby-Pille als Verkaufsschlager

    Die Pille ist schon lange nicht mehr einfach nur ein Mittel zur Verhütung, die Pille ist vielmehr zu einer Art Lifestyle-Artikel geworden. Schönes Haar, einen makellosen Teint und ein besseres Lebensgefühl versprechen die Pharmahersteller wie Bayer und bewerben so ihre Anti-Baby-Pillen. Die Gefahren werden dabei geschickt heruntergespielt oder wie im Fall der Pille „Yasminelle“, überhaupt nicht erwähnt. Auf diese Weise ist das Geschäft mit den Pillen der neuen Generation zu einem Milliardengeschäft geworden, auf das die Pharmakonzerne natürlich nicht mehr verzichten wollen. Vor allem das Traditionsunternehmen Bayer verdient mit dem Verkauf der neuen Anti-Baby-Pille ein Vermögen und ein schlechtes Image ist diesem Geschäft nicht sonderlich zuträglich. Wissenschaftliche Daten, so Bayer, haben bestätigt, dass keine Gefahr besteht, wenn die Pille korrekt eingenommen wird. Beispiele aus anderen Ländern beweisen jedoch genau das Gegenteil.

    Anti-Baby-Pille – Klagen weltweit

    Die Tierärztin aus Baden-Württemberg ist kein Einzelfall, weltweit haben Frauen bereits gegen Pharmaunternehmen geklagt, weil sie nach der Einnahme der neuen Anti-Baby-Pille krank geworden sind. Mehrere Tausend Frauen sind es alleine in den USA. Bayer hat dort in den vergangenen Jahren rund 9000 Vergleiche geschlossen, um einem drohenden Urteil zu entgehen und bislang 1,9 Milliarden Dollar an die Geschädigten gezahlt. Besonders tragisch ist ein Fall aus der Schweiz, dort nahm 2009 eine damals 16-jährige die Pille „Yaz“, die von Bayer hergestellt wird und ähnliche Inhaltsstoffe wie die umstrittene „Yasminelle“ hat. Das Mädchen erlitt eine lebensgefährliche Lungenembolie und ist heute schwerbehindert. Die verzweifelten Eltern klagten auf Schmerzensgeld und Schadensersatz, aber das Schweizer Bundesgericht wies die Klage 2015 ab.

    Die Situation in Deutschland

    Die Techniker Krankenkasse (TK) schreibt in ihrem „Pillenreport“, der Anfang Dezember 2015 veröffentlicht wurde, dass die Pillen der dritten und vierten Generation ein Thrombose-Risiko haben, was deutlich höher ist, als es bei den Pillen der zweiten Generation der Fall war. Die TK rät Frauen daher, eine Anti-Baby-Pille der zweiten Generation zu nehmen, denn diese Präparate schützen ebenso gut und sicher vor einer ungewollten Schwangerschaft, aber das Thrombose-Risiko ist deutlich geringer. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hatte bereits im März 2014 auf das Risiko einer Thrombose hingewiesen und die Hersteller wie Bayer aufgefordert, dies in den Beipackzetteln zu erwähnen. Es wurden zwar neue Studien angeordnet, aber das Bundesinstitut sieht bis heute keinen Grund, die umstrittenen Pillen vom Markt zu nehmen.

    Frauen, die die Pille nehmen möchten, sollten sich vorher mit ihrem Arzt besprechen und ihn fragen, welche Risiken es gibt. Das gilt besonders dann, wenn es in der Familie bereits Fälle von Thrombosen gab.

    Bild: © Depositphotos.com / ginasanders

  • Die Kassenbeiträge steigen – das sollten Versicherte wissen

    Die Kassenbeiträge steigen – das sollten Versicherte wissen

    Es ist mal wieder so weit, die gesetzlichen Krankenkassen erhöhen ihre Beiträge und das auf breiter Front. Von dieser Erhöhung der Kassenbeiträge sind einmal mehr nur die Arbeitnehmer betroffen, denn sie müssen ab nächstes Jahr wieder tiefer für ihre Gesundheit in die Tasche greifen, die Arbeitgeber tragen die erneute Erhöhung nicht mit. Was können die Versicherten tun, die einen höheren Kassenbetrag nicht mitmachen wollen? Kann die Kasse einfach so gekündigt werden oder gibt es wie bei der Kfz-Versicherung ein Sonderkündigungsrecht?

    Höhere Kassenbeiträge für mehr Wettbewerb

    Aktuell betragen die Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse 14,6 %, die je zur Hälfte von den Arbeitnehmern und den Arbeitgebern getragen werden. Seit Anfang des Jahres haben die Krankenkassen aber die Möglichkeit, einen zusätzlichen Betrag von ihren Kunden zu verlangen, und zwar immer dann, wenn sie der Meinung sind, dass sie mit den 14,6 % nicht auskommen. Diese Möglichkeit wurden den Kassen vom Gesetzgeber an die Hand gegeben, denn die Politik möchte einen größeren Wettbewerb unter den Anbietern haben. Im ersten Jahr der neuen Regelung 2015, wurden die Kassenbeiträge im Schnitt um 0,9 % nach oben korrigiert, aber keine der Kassen wagte einen deutlichen Ausflug nach oben. Im zweiten Jahr, also 2016, wird ein Anstieg der Kassenbeiträge für die Arbeitnehmer um 1,1 % erwartet, aber es zeichnen sich schon heute sehr große Differenzen zwischen den einzelnen Krankenkassen ab.

    Welche Kasse verlangt welchen Zusatzbeitrag?

    Viele gesetzliche Krankenversicherte sind irritiert und auch beunruhigt, denn sie wissen nicht, um wie viel ihre Kasse die Beiträge erhöht. Es sind die Versicherten der Deutschen Angestellten Krankenkassen (DAK), die ab dem kommenden Jahr am tiefsten in die Tasche greifen müssen, denn die DAK, die einen Beitragssatz von 16,1 % hat, wird 2016 ihre Kassenbeiträge um 1,5 % erhöhen. Aber auch die anderen Kassen verlangen von ihren Versicherten deutlich höhere Beiträge:

    • Barmer GEK – 1,1 %
    • Techniker Krankenkassen TK – 1,0 %
    • KKH – 1,2 %
    • IKK Nord – 1,3 %
    • AOK Baden-Württemberg – 1,0 %
    • AOK Bremen – 1,1 %
    • AOK Bayern – 1,1 %
    • AOK Niedersachsen – 0,8 %
    • AOK Nordost – 0,9 %
    • AOK Nordwest – 1,1 %
    • AOK Rheinland-Pfalz – 1,1 %
    • AOK Sachsen-Anhalt – 0,3 %

    Nur die AOK Hessen hat bis jetzt die Kassenbeiträge noch nicht erhöht. Die IKK Classic ist sich noch nicht einig, ob oder um wie viel sie die Kassenbeiträge der Versicherten in diesem Jahr erhöhen wird, die Entscheidung darüber fällt erst am 21. Dezember.

    Gibt es ein Sonderkündigungsrecht?

    Wenn die Kassenbeiträge steigen, dann wollen das nicht alle Versicherten mitmachen und sie suchen nach einer Krankenkasse, die weniger Beiträge verlangt. Wer heute seine Krankenkasse wechseln möchte, der kann sich auf sein Sonderkündigungsrecht berufen, was immer dann gilt, wenn die Kassen die zusätzlichen Beiträge neu festlegen. In diesem Fall muss die jeweilige Kasse ihre Mitglieder in schriftlicher Form über den vom Gesundheitsministerium ermittelten durchschnittlichen Zusatzbeitrag informieren, zudem muss die Kasse die Versicherten immer auf die Beitragsliste beim GKV-Spitzenverband hinweisen. Sollte der zusätzliche Beitrag einer Krankenkasse über dem durchschnittlichen Jahreswert liegen, dann muss die Kasse explizit darauf hinweisen und den Versicherten zudem mitteilen, dass es günstigere Angebote gibt. Das alles muss die Kasse immer bis zum Ende des Monats tun, der der Erhöhung der Beiträge vorangeht. Aktuell müssen die Versicherten von ihren Kassen noch vor dem 1. Januar 2016 darüber informiert werden, dass die Beiträge steigen werden.

    Wer jetzt die Krankenkasse wechseln möchte, der sollte sich im Vorfeld sehr genau darüber informieren, ob die neue Kasse ihre Beiträge nicht doch noch erhöhen wird. Eine Zusammenfassung der neuen Beiträge gibt es auf der Seite des GKV-Spitzenverbandes unter www.gkv-zusatzbeitraege.de, ab dem 1. Januar 2016 werden dort alle gesetzlichen Krankenkassen und ihre Betragserhöhungen aufgelistet.

    Bild: © Depositphotos.com / photooasis

  • Frische Luft in Flaschen – Chinas Mittel gegen Smog

    Frische Luft in Flaschen – Chinas Mittel gegen Smog

    Der Umweltgipfel in Paris ist gerade zu Ende gegangen, da meldet China Smogalarm und empfiehlt seinen Bürgern, doch besser zu Hause zu bleiben. Umweltverbände sprechen von der schlechtesten Luftqualität, die es jemals in China gegeben hat, denn in Großstädten wie Peking oder Shenyang wurden bis zu 1400 Mikrogramm des besonders gefährlichen Feinstaubs PM2.5 gemessen, dass 50-fache dessen, was die WHO als Obergrenze angibt. Aber viele Chinesen wissen sich zu helfen, sie kaufen frische Luft in Flaschen, die aus dem sauberen Kanada importiert wird.

    Smog als Todesursache

    Umweltverschmutzung und der daraus resultierende Smog macht den Chinesen gesundheitlich immer mehr zu schaffen. Die Zahl derjenigen, die an Krebs, an einem Herzinfarkt oder an einem Schlaganfall sterben, steigt stetig an, aber die Regierung ignoriert dieses große Problem. Zwar versuchen die jeweiligen Bezirksregierungen der schlechten Luft Herr zu werden, aber sie stehen auf verlorenem Posten. In den Wintermonaten werden die Heizungssysteme in den Millionenstädten hochgefahren und das sorgt für Smog, der es den Bewohnern unmöglich macht, weiter als 100 m zu sehen oder tief durchzuatmen. Die Augen brennen, der Rachen schmerzt und viele kaufen deshalb eine Atemmaske, um wenigstens das Gefühl zu haben, sich gegen die buchstäblich dicke Luft schützen zu können. Die Bezirksregierungen rufen die Anwohner auf, die Autos stehen zu lassen und stattdessen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, und sie schließen die Schulen, damit wenigstens die Kinder nicht die lebensgefährliche Luft einatmen müssen.

    Mit importierter Luft gegen den Smog

    Auch wenn es wie eine aberwitzige Idee klingt, aber die Chinesen kaufen frische Luft, die in Kanada abgefüllt wurde und meinen, so dem Smog, der sie tagtäglich umgibt, entkommen zu können. Vor allem in der Hauptstadt Peking, das zum zweiten Mal in diesem Jahr in einer dichten, ungesunden Suppe aus Smog versinkt, steigt die Nachfrage nach frischer Luft in Flaschen sprunghaft an. Auf die Idee, frische Luft in Flaschen zu füllen, kam ein Kanadier mit Namen Moses Lam. Seit gut zwei Monaten verkauft er seine Sprühflaschen randvoll mit sauberer kanadischer Luft an die Volksrepublik, und hat seitdem eine mehr als lukrative Einnahmequelle für sich entdeckt. Umgerechnet 22 Euro kostet eine Flasche mit 7,7 Litern garantiert sauberer Luft aus den Rocky Mountains, und 4000 dieser Frischluftflaschen hat Moses Lam bereits nach Fernost versandt. Eigentlich war die Idee, frische Luft in Flaschen zu füllen, eine Schnapsidee, aber als die ersten 500 Flaschen, die Lam bei eBay anbot, in nur wenigen Tagen vergriffen waren, wurde daraus eine Geschäftsidee.

    Frische Luft – der Luxus gegen Smog

    Während die überwiegende Mehrheit der Chinesen weiter im Smog leben und die schlechte Luft ungefiltert einatmen muss, kann sich die chinesische Oberklasse den Luxus leisten, kanadische Luft in Flaschen zu atmen. Es sind vor allem Frauen, die es sich leisten können, Frischluftflaschen zu kaufen, die 50-mal so viel kosten wie eine Flasche Mineralwasser. Sie verwenden die Luft aus Kanada bei sich zu Hause oder verschenken sie an Freunde. Aktuell ist es im Trend, bei einer Party eine Flasche frische Luft dabei zu haben, um seine Freunde damit zu besprühen.

    Ein Problem und keine Lösung

    Braunkohle ist der Klimakiller Nummer eins weltweit, aber Länder wie China sind auf diese ungesunde Art der Energieversorgung angewiesen. Zum Heizen, aber vor allem auch für die Gewinnung von Strom setzt China nach wie vor auf Braunkohle und das führt besonders in der kalten Jahreszeit zu starkem Smog. Die einzige Hoffnung für die leidgeplagten Chinesen in den großen Städten ist das Wetter, denn wenn der Wind dreht und dann aus einer günstigen Richtung weht, dann können die Menschen in den Millionenstädten vorsichtig durchatmen. Leider sieht es im Moment nicht nach einer Wetterveränderung aus.

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  • Reizdarm – die Betroffenen müssen ihr Leben ändern

    Reizdarm – die Betroffenen müssen ihr Leben ändern

    Reizdarm – was ist das eigentlich? Eine Krankheit, ein Symptom oder einfach nur ein eingebildetes Leiden? In Deutschland leiden rund 30 % der Bevölkerung unter einem Reizdarm, dauerhafte Hilfe in Form von Medikamenten finden sie aber nicht. Nur eine ganz besondere Diät kann hilfreich sein, um festzustellen, ob es sich tatsächlich um ein Reizdarmsyndrom handelt. Alle, die sich nicht länger mit einem gereizten Darm herumplagen wollen, müssen nach neusten Untersuchungen ihr Leben grundlegend ändern.

    Symptome für einen Reizdarm

    Für das Reizdarmsyndrom gibt es kein Schema und auch keine logische Erklärung. Die Betroffenen bekommen Bauchschmerzen, sie leiden unter Blähungen, der Bauch fühlt sich geschwollen an und es kommt zu Verstopfung und Durchfall. Wenn diese Symptome auftauchen, dann nehmen die meisten ein rezeptfreies Medikament aus der Apotheke, aber sie sollten lieber zu einem Arzt gehen, der eine ernsthafte Erkrankung wie eine Infektion oder Darmkrebs ausschließen kann. Wenn nichts gefunden wird, dann lautet die Diagnose Reizdarm, und damit hat der Patient eine Krankheit, die nach wie vor viele Rätsel aufgibt. Ansteckend ist diese Krankheit nicht, ebenso wenig wie gefährlich, aber für die Betroffenen ist sie sehr belastend, denn sie schränkt das alltägliche Leben stark ein.

    Frauen sind öfter betroffen

    Frauen leiden deutlich öfter unter einem Reizdarmsyndrom als Männer, aber warum das so ist, weiß bis jetzt keiner. Anhaltspunkte, dass die Psyche in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen könnte, konnten bisher weder bestätigt noch widerlegt werden. Was dafür spricht ist, dass der Darm von einem Geflecht aus Nerven durchzogen wird, die wiederum in einem sehr engen Kontakt zum Gehirn stehen. Kommt es zu Ärger, Stress oder Trauer, dann macht sich das im Verdauungssystem durch die typischen Reizdarmsymptome bemerkbar, auch die Ernährung kann nach Ansicht von Experten eine Rolle spielen. Um herauszufinden, ob es sich tatsächlich um einen Reizdarm handelt, ist es hilfreich, ein Ernährungstagebuch zu führen.

    Dem Reizdarm auf der Spur

    In einem Ernährungstagebuch wird akribisch festgehalten, was gegessen wurde und ob nach einer bestimmten Speise Probleme mit dem Darm auftreten. Kommt es bei einem bestimmten Lebensmittel zu wiederholten Beschwerden, dann kann man davon ausgehen, dass diese Lebensmittel die Probleme mit dem Darm auslösen. Bei einigen Betroffenen sind es bestimmte Gewürze, bei anderen Zwiebeln und wieder andere können keine Milchprodukte vertragen. Wenn eine Laktoseintoleranz ausgeschlossen werden kann, dann handelt es sich meist um ein Reizdarmsyndrom. Werden diese Lebensmittel weggelassen, dann verschwinden in der Regel auch die Probleme. Ist das aber nicht der Fall, dann kann eine ganz besondere Diät hilfreich sein.

    Die FODMAP-Diät

    Die FODMAP-Diät ist nach neusten Erkenntnissen eine wirkungsvolle Diät, um die Darmprobleme verschwinden zu lassen. Im Rahmen dieser Diät müssen die Patienten auf fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie auf Polyole, also auf Zuckeralkohole verzichten. Das klingt auf den ersten Blick ein wenig verwirrend, ist es aber im Grunde nicht, denn die Betroffenen müssen auf Steinobst wie Kirschen oder Pfirsiche, auf Kohlgemüse, Hülsenfrüchte und auch Milchprodukte verzichten oder diese Lebensmittel zumindest zeitweise von ihrer Speisekarte streichen. Mit der FODMAP-Diät wurden bisher große Erfolge erzielt, denn bei vielen Patienten reichte ein Verzicht von zwei Monaten aus, und die Symptome eines Reizdarms waren komplett verschwunden. Nach der Diät beginnt dann eine Versuchsphase, bei der der Arzt feststellen will, welche der Lebensmittel, die weggelassen wurden, von den Patienten doch und in welchen Mengen vertragen werden. Auf dieser Basis wird schließlich ein immer individueller Ernährungsplan zusammengestellt, mit dem die Betroffenen beschwerdefrei leben können. Wer unter einem Reizdarm leidet und die neue Diät ausprobieren möchte, der sollte das nur unter ärztlicher Anleitung tun. Einen Selbstversuch zu starten, ergibt wenig Sinn, denn die FODMAP-Diät fordert den kompletten Verzicht und das kann zu schweren Mangelerscheinungen führen.

    Bild: © Depositphotos.com / Farina6000

  • Einmal dick, immer dick – warum Übergewicht das Leben bestimmt

    Einmal dick, immer dick – warum Übergewicht das Leben bestimmt

    Kleine pummelige Kinder sind niedlich. Man möchte sie an sich drücken, ihre Bäckchen küssen und den Eltern gratulieren, dass sie so ein hübsches und gesundes Kind haben. Der Kinderarzt wird wahrscheinlich anders über pummelige Kinder denken, vor allem dann, wenn er die neue Studie im Bundesgesundheitsblatt gelesen hat. Was wie ein ganz böses Vorteil klingt, ist jetzt wissenschaftlich bewiesen, denn wer schon als Kind Übergewicht hat, der wird auch als erwachsener Mensch immer wieder zu viel auf die Waage bringen. Einmal dick, immer dick – so lautet die Aussage der Studie in verkürzter Form.

    Übergewicht bei Kindern – ein schwerwiegendes Problem

    Durchgeführt wurde die aktuelle Studie vom Gesundheitsamt in Frankfurt am Main, denn dort ist man für die alljährlich stattfindenden Schuleingangsuntersuchungen zuständig. Seit 2011 wurden für diese Studie in Zusammenarbeit mit der Uniklinik Frankfurt Kinder untersucht, die als sechsjährige eingeschult wurden und die in diesem zarten Alter alle bereits Probleme mit Übergewicht hatten. Zwei Jahre nach der Einschulung wurden die Kinder dann noch einmal gewogen und gemessen und das Ergebnis war alles andere als gut.

    Das Ergebnis ist alarmierend

    Von den 5600 Kindern, die vor ihrer Einschulung gewogen wurden, hatten 80 % Normalgewicht, 3,6 % hatten Übergewicht, ebenso viele waren bereits fettsüchtig und bei 1,3 % diagnostizierten die Ärzte eine extreme Form von Adipositas. Untergewicht hatten 5,6 der Kinder und besonders stark untergewichtig waren 1,7 %. An der Untersuchung, die zwei Jahre später stattfand, nahmen 3500 Kinder teil und es wurde ein neuer, beunruhigender Trend sichtbar. So nahm die Zahl der Kinder, die bei einer Einschulung noch normalgewichtig waren, um drei Prozent ab, auf der anderen Seite war die Zahl der Kinder, die Übergewicht hatten, um 2,4 % angestiegen. Dieser Trend wird von einer dänischen Langzeitstudie untermauert, die mit 277.000 Kindern zwischen 1930 und 1976 durchgeführt wurde. Das Ergebnis der dänischen Studie lautet, dass die meisten Studienteilnehmer, die schon als kleine Kinder zu dick waren, das Übergewicht mit ins Erwachsenenleben genommen haben und später eine koronale Herzerkrankung hatten.

    Übergewicht bei Kindern und die Reaktion der Eltern

    Auch wenn mittlerweile bekannt ist, welche gesundheitlichen Auswirkungen Übergewicht haben kann, sind Eltern auf diesem Auge offenbar blind. 72 % der Eltern, deren Kinder übergewichtig sind und 22 % der Eltern, die adipöse Kinder haben, sind davon überzeugt, dass ihr Nachwuchs das richtige Gewicht hat. Dieses fehlende Bewusstsein für die offensichtlichen Probleme ist kein neues Phänomen, denn auch eine Studie der Universitätsklinik Leipzig mit 400 übergewichtigen Kindern kam zu dem gleichen Schluss. Auch hier waren die Eltern vom richtigen Gewicht ihrer Kinder überzeugt und stellten sich dem Problem erst dann, als die Kinder bereits stark fettsüchtig waren.

    Welche Ursachen gibt es?

    Der erste Gedanke, der den meisten beim Anblick von übergewichtigen Kindern durch den Kopf geht, ist: Die Eltern ernähren ihre Kinder falsch. Eine falsche Ernährung ist aber nur eine von vielen Ursachen. Ein anderer Grund für die steigende Zahl fettsüchtiger Kinder sind die ebenfalls übergewichtigen Eltern, die dieses „Schicksal“ als gegeben hinnehmen und diese Haltung auch ihren Kindern vorleben. Wenn die Eltern adipös sind, dann steigt das Risiko für die Kinder ebenfalls adipös zu werden, um satte 300 % im Vergleich zu den Kindern, deren Eltern ein normales Gewicht haben. Oftmals sind es aber nicht die Essgewohnheiten, die die Kinder dick werden lassen, es sind vielmehr überzuckerte Getränke. Eistee, Cola und Limonaden sind bekannte Dickmacher, die bei 19 % der übergewichtigen Kinder und bei 20 % der adipösen Kinder für die Gewichtszunahme zuständig sind. Diese mit sehr viel Zucker gesüßten Getränke überfluten den Körper ungebremst mit einer Unmenge von Kalorien, die jedes Gleichgewicht im Energiehaushalt unmöglich machen.

    Bild: © Depositphotos.com / stu99