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Aktuelle News vom Gesundheits-Magazin.net

Nichts ist so alt wie eine Zeitung von gestern, und wer immer auf dem Laufenden bleiben will, der sollte am besten jeden Tag die aktuellen News lesen. Es gibt immer wieder News aus der Welt der Politik, der Kultur, der Gesellschaft und des Sports. News bringen jeden auf den neuesten Stand der Dinge und viele Menschen lesen diese News nur, um sich zu informieren, andere, weil sie diese Neuigkeiten vielleicht aus beruflichen Gründen nutzen wollen. Wer auf der Suche nach Neuigkeiten ist, der muss die Tageszeitung lesen, aber noch schneller ist das Internet, wo neue Nachrichten im Sekundentakt erscheinen. Auch das Fernsehen ist ein sehr gutes Medium, wenn es um Neuigkeiten aus aller Welt geht.

Woher bekommen die vielen Newsportale und die Zeitungen eigentlich ihre neusten Nachrichten? Sie arbeiten mit Agenturen zusammen, die wiederum mit der ganzen Welt in Verbindung stehen und immer aktuelle Nachrichten über den Ticker bekommen. Im digitalen Zeitalter ist es nicht mehr allzu schwierig, die allerneusten Nachrichten in Sekundenschnelle rund um den Globus zu schicken. Was vor wenigen Minuten in Australien passiert ist, das landet sofort auf dem Tisch des Nachrichtenredakteurs, der dann seinerseits diese Nachrichten über einen speziellen Verteiler an die Internetportale und auch an die Redaktionen der Zeitungen verschickt. So vergehen nur Sekunden und jeder auf der Welt weiß, was es aus Australien Neues zu berichten gibt. Früher gab es nur Telefone, um neue Nachrichten in die Welt zu schicken, heute ist dafür das schnelle Internet zuständig, und so hat jede Zeitung jeden Tag neue Schlagzeilen.

  • Alkohol erhöht das Risiko an Brustkrebs zu erkranken

    Alkohol erhöht das Risiko an Brustkrebs zu erkranken

    Alkohol in vernünftigen Mengen genossen, ist für den Körper nicht allzu schädlich, aber wenn die Menge steigt, dann wird es in jeder Hinsicht gefährlich. Dass Alkohol süchtig macht, das ist bekannt und auch die Folgen der Alkoholsucht sind hinreichend wissenschaftlich dokumentiert. Neu ist aber, dass Alkohol Brustkrebs auslösen kann, denn zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuelle Studie der Universität von Murcia. Durchgeführt wurde die Studie von Wissenschaftlern aus zehn europäischen Ländern und das Ergebnis dieser Studie ist erschreckend.

    Nur zehn Gramm zu viel können Brustkrebs auslösen

    An der europäischen Studie haben 300.000 Frauen teilgenommen, die regelmäßig Alkohol trinken. Die Forscher fanden bei der Langzeitstudie heraus, dass wenn nur zehn Gramm Alkohol am Tag mehr konsumiert werden, das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, um vier Prozent ansteigt. Das heißt, dass Frauen Gefahr laufen an Brustkrebs zu erkranken, wenn sie am Abend statt einem Glas Sekt, Wein oder Bier zwei Gläser trinken. Aber nicht nur die Menge ist entscheidend, ob das Risiko steigt an Brustkrebs zu erkranken, auch der Zeitraum, in dem der Alkohol getrunken wird, spielt eine wichtige Rolle. Eine weitere Studie der Universität von Seattle kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Wissenschaftler in den USA stellten in einer Langzeitstudie fest, dass schon kleine Mengen Alkohol die Gefahr Brustkrebs zu bekommen, stark erhöht. Schon ein Glas mehr pro Woche reicht aus, um das Brustkrebsrisiko zu verdoppeln. Das trifft allerdings nicht auf den Brustkrebs an den Milchdrüsen zu, denn dieser Brustkrebs ist zu 70 % der Auslöser für bösartige Tumore. Nur in zehn bis 15 % aller Brustkrebsfälle entsteht der Krebs an den sogenannten Drüsenläppchen, und bei dieser Form von Brustkrebs kann Alkohol der entscheidende Faktor sein.

    Ein großes Risiko für Brustkrebs

    Je länger Frauen regelmäßig Alkohol trinken, umso höher steigt das Brustkrebsrisiko – zu dieser Erkenntnis kommt das Journal of Cancer. Noch größer ist die Gefahr für Frauen, die auch in der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben. Zunächst wurde angenommen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Wirkung des Alkohols und den weiblichen Hormonen gibt, aber diese Vermutung konnte nicht bestätigt werden. Dass es aber einen Zusammenhang zwischen den sensiblen Hormonen und dem Risiko an Brustkrebs zu erkranken gibt, das ist unbestritten. Einige Forscher sind jetzt der Meinung, dass regelmäßiger Alkoholkonsum das Wachstum der Krebszellen beschleunigen kann, allerdings spielen auch andere Komponenten eine entscheidende Rolle. Besonders gefährdet sind Frauen, die eine genetische Veranlagung haben, aber auch Frauen, die schon in jungen Jahren zu viel Alkohol trinken, riskieren, dass sie in späteren Jahren an Brustkrebs erkranken.

    Keinen Alkohol trinken?

    Alkohol ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, für viele Menschen gehören das Glas Wein oder Bier am Abend einfach dazu. Gegen ein Glas Wein oder Sekt ist auch nichts einzuwenden, aber wenn die Dosis kontinuierlich ansteigt, dann besteht nicht nur das Risiko, süchtig zu werden, bei Frauen kann es zudem auch Brustkrebs auslösen. Ärzte raten vor allem Frauen, die in ihrer Familie bereits Fälle von Brustkrebs hatten, den Alkoholkonsum drastisch einzuschränken oder noch besser, ganz auf Alkohol zu verzichten. Auch schwangere Frauen sollten keinen Alkohol trinken, denn das schadet nicht nur dem ungeborenen Kind, sondern erhöht ebenfalls das Risiko an Brustkrebs zu erkranken.

    Die Studie aus Seattle und auch die Studie, die zehn europäische Länder erstellt haben, sind in die Kritik geraten. Wissenschaftler kritisieren ihre Kollegen, dass sie die Teilnehmerinnen nur zu Beginn der Studien über ihren Alkoholkonsum befragt haben. Ob und wie sich der Alkoholkonsum im Verlauf der Studie bei jeder einzelnen Frau zum Positiven oder zum Negativem verändert hat, darüber geben beide Studien leider keine Auskunft. Insofern können die Studien auch nicht relevant sein.

    Bild: © Depositphotos.com / Knut_Wiarda

  • Immer mehr Deutsche sind psychisch krank

    Immer mehr Deutsche sind psychisch krank

    Wenn es nach einer neuen Studie der DAK geht, dann sind Depressionen die neue Volkskrankheit, denn immer mehr Deutsche sind psychisch krank. Mittlerweile ist es jeder 20. Arbeitnehmer, der aufgrund eines psychischen Leidens krankgeschrieben wird und die Zahlen steigen weiter. Seit einigen Jahren steigen auch die Fehltage und es stellt sich die Frage, wie psychisch krank ist Deutschland? Wie viele Menschen leiden heute an Depressionen oder haben Panikattacken und warum werden immer mehr Deutsche psychisch krank?

    Psychisch krank – Die Zahl hat sich verdreifacht

    Nach der Studie der DAK sind heute knapp zwei Millionen berufstätige Deutsche psychisch krank und befinden sich in Behandlung. Seit 1997 haben sich die Zahlen verdreifacht, aber das hat nach Meinung von Experten nichts damit zu tun, dass immer mehr Menschen psychisch krank werden, es liegt vielmehr daran, dass Erkrankungen der Seele heute besser erkannt werden. Seit 2014 werden zwar immer mehr Ausfalltage aufgrund von psychischen Erkrankungen gezählt, dafür treten aber andere Erkrankungen in den Hintergrund. So ging zum Beispiel die Zahl der Krankschreibungen bei Erkältungskrankheiten zurück. Ein weiterer Grund für die außergewöhnlich hohe Zahl derjenigen, die heute als psychisch krank gelten, ist, dass die Krankheiten heute nicht mehr so stark wie früher stigmatisiert werden.

    Wer ist besonders betroffen?

    Wenn es um eine zuverlässige Statistik geht, dann gibt es immer häufiger Schwierigkeiten. So zählen die Krankenkassen nicht jeden einzelnen Patienten, sie zählen vielmehr nur die einzelnen Fälle. Patienten, die wiederholt psychisch krank werden, werden auf diese Weise mehrfach erfasst, was das Bild natürlich entsprechend verzerrt. Es sind aber insbesondere Frauen und vermehrt auch ältere Menschen, die psychisch krank werden. Alleine bei der DAK kommen auf 100 weibliche Versicherte, die über 60 Jahre alt sind, 435 Ausfalltage, bei den männlichen Versicherten sind dagegen nur 293 Ausfalltage. Auch bei der jungen Generation sind es die Frauen, die häufiger psychisch krank werden, denn in der Gruppe der 15- bis 19-jährigen fehlten die weiblichen DAK-Mitglieder 115 Tage, die männlichen Versicherten nur 57 Tage. Frauen sind allerdings nicht mehr oder weniger anfällig, wenn es um Angstzustände oder Depressionen geht, aber Männer haben nach wie vor Probleme damit, sich einer psychischen Erkrankung zu stellen und sie behandeln zu lassen.

    Der Wohnort ist entscheidend

    Es sind die Menschen, die in den großen Städten leben, die öfter psychisch krank werden, denn in den Städten wie Berlin, München oder Hamburg ist der Stresspegel um einiges höher als in den ländlich geprägten Regionen in Deutschland. In den großen Städten ist aber auch das gesundheitliche Bewusstsein höher und mentale Probleme werden dort schneller und besser erkannt. Die Menschen, die in kleinen Städten oder in Dorfgemeinschaften leben, sind hingegen deutlich weniger psychisch krank und leiden weniger unter depressiven Störungen.

    Welche Berufsgruppen sind besonders häufig psychisch krank?

    Auch wenn es vielleicht komisch klingt, aber es sind sehr oft Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, die psychisch krank werden. Die wenigsten Erkrankungen gibt es nach der DAK Studie im Baugewerbe. Dass es besonders viele Mitarbeiter im Gesundheitswesen trifft, hat einen plausiblen Grund, denn wer im Gesundheitswesen arbeitet, der wird nicht nur physisch, sondern vor allem auch psychisch stark gefordert. Auch dass die Arbeitsbedingungen besonders in den Pflegeberufen nicht besser, sondern immer schlechter werden, trägt sehr viel dazu bei, dass sich in diesen Berufen immer mehr Menschen psychisch krank und chronisch überlastet fühlen. Neben beruflichen Belastungen sind es auch vermehrt familiäre und private Probleme, die viele Menschen so sehr belasten, dass sie psychisch krank werden. In der Hauptsache sind es Depressionen, aber auch Angst- und Anpassungsstörungen, die von den Ärzten immer wieder diagnostiziert werden, das Burnout-Syndrom, was noch vor zwei Jahren für viele psychische Erkrankungen verantwortlich war, tritt hingegen immer mehr in den Hintergrund.

    Bild: © Depositphotos.com / stokkete

  • Magenverkleinerung – wenn alle Diäten versagen

    Magenverkleinerung – wenn alle Diäten versagen

    Immer mehr Experten warnen davor, dass das deutsche Gesundheitssystem langsam aber sicher kollabiert, denn die Zahl der Deutschen, die krankhaft fettleibig sind, steigt kontinuierlich an. Immer mehr Deutsche sind nicht einfach nur dick, sie sind fett und um dieser Fettleibigkeit Herr zu werden, steigt auch die Zahl derjenigen, die sich einer Magenverkleinerung unterziehen. Diese sehr teure Operation ist für viele der letzte Ausweg, um ihre Gesundheit zu erhalten und abzunehmen, denn auch wenn es unendlich viele Diäten gibt, sie helfen nicht immer, extremes Übergewicht auf Dauer zu senken.

    Die Zahl der Operationen steigt

    Die Zahl der Übergewichtigen steigt und zunehmend legen sich diejenigen, die ihr Gewicht nicht mehr im Griff haben, unters Messer und lassen eine Magenverkleinerung vornehmen. Seit 2008 verzeichnen die gesetzlichen Krankenkassen einen Anstieg an operativen Eingriffen von 60 %, seit 2006 wurden alleine bei der Barmer GEK 400 % mehr Magenverkleinerungen vorgenommen. Bei diesen Zahlen entsteht sehr schnell der Eindruck, als würden sich viele Menschen mit starken Übergewicht einfach mal operieren lassen, weil ihnen die Disziplin fehlt, eine Diät durchzuhalten. Aber das stimmt so nicht, denn besonders nach einer Magenverkleinerung ist mehr Disziplin gefordert, als das bei einer klassischen Diät der Fall ist.

    Wenn keine Diät mehr hilft

    Wann rät der Arzt seinem Patienten zu einer Magenverkleinerung? Das ist immer dann der Fall, wenn der Body-Mass-Index, der sogenannte BMI über 40 liegt, denn in diesen Fällen handelt es sich um Adipositas, also krankhafte Fettleibigkeit und Kaloriensparen macht keinen Sinn mehr. Aus eigener Kraft können die Betroffenen ihre Kilos nicht mehr loswerden, hier hilft nur eine Verkleinerung des Magens, zum Beispiel durch ein Magenband. Immer dann, wenn zwischen 50 und 80 Kilo abgenommen werden müssten, um wieder ein gesundes Gewicht zu erreichen, dann hilft nur eine Magenverkleinerung, denn die Folgen des Übergewichts wie beispielsweise Gelenkprobleme, Bluthochdruck und Diabetes können dramatische Ausmaße annehmen.

    Eine aufwendige Operation

    In Deutschland werden jedes Jahr zwischen 2.500 und 3.000 Magenverkleinerungen vorgenommen. Diese Operationen sind nicht nur aus finanzieller Sicht aufwendig, auch die Zeit und das entsprechende Personal aus Ärzten, Ernährungsexperten und Psychologen erfordert mehr Aufwand als bei den meisten anderen Operationen. Die eigentliche Magenverkleinerung ist nur ein Schritt in ein schlankes und gesundes Leben, es kommt auch auf die Nachbetreuung der Patienten an. Sie müssen mit einem deutlich verkleinerten Magenvolumen leben und lernen, sich entsprechend zu ernähren. Wenn es um eine Magenverkleinerung geht, dann ist eine Spezialklinik oder eines der Adipositaszentren in Deutschland eine gute Adresse.

    Mit einer Magenverkleinerung leben

    Wer sich den Magen verkleinern lässt, der muss ein Leben lang mit dieser Entscheidung leben. Nicht nur das Gewicht des Patienten wird verringert, auch der Alltag ändert sich. Die Ernährung muss auf Dauer umgestellt werden und das verändert auch das gesellschaftliche Leben. Therapeuten empfehlen deshalb allen Betroffenen, sich mit Menschen zu treffen, die ebenfalls mit einer Magenverkleinerung leben oder Mitglied in einer entsprechenden Selbsthilfegruppe zu werden.

    Was kostet eine Magenverkleinerung?

    Eine Operation mit dem Ziel einer Magenverkleinerung ist sehr kostspielig und nur in sehr wenigen Fällen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die kompletten Kosten für die OP. Nur in wenigen Ausnahmefällen, wenn bereits viele Versuche gescheitert sind, auf klassische Weise abzunehmen, dann erklären sich die Kassen bereit, die Kosten zu übernehmen. In den USA gehört die Magenverkleinerung mit 50 Operationen auf 100.000 Einwohnern zu den am häufigsten durchgeführten Operationen. In Frankreich sind es noch 35 OPs auf 100.000 Einwohnern und in Deutschland sind es gerade mal drei Operationen. Experten beobachten aber einen Trend, wonach immer mehr Kassen sich bereit erklären, die Magenverkleinerung zu bezahlen, denn sie können sich ausrechnen, dass die gesundheitlichen Folgen, die die krankhafte Fettsucht mit sich bringt, im Endeffekt noch viel teurer werden.

    Bild: © Depositphotos.com / belchonock

  • Wurst und Schinken – wie krebserregend sind sie wirklich?

    Wurst und Schinken – wie krebserregend sind sie wirklich?

    Wer gerne Wurst und Schinken isst, wird die Nachricht der Weltgesundheitsorganisation WHO mit Schrecken gehört haben, denn die WHO warnt vor dem Verzehr von Wurst und Schinken, weil diese krebserregend sein können. Aber nicht nur Wurst und Schinken stehen im Kreuzfeuer, auch rotes Fleisch vom Rind und Schwein soll nicht gesund sein, und das Risiko an Darmkrebs zu erkranken, steigt demnach mit jedem gegessenen Steak. Müssen sich jetzt alle Sorgen machen, die gerne Steaks, Wurst und Schinken essen?

    Wurst und Schinken sind beliebt

    Am Morgen die Scheibe Salami aufs Frühstücksbrötchen, zum Mittagessen eine leckere Brat- oder Currywurst und am Abend vielleicht noch ein saftiges Rumpsteak mit Beilagen – Fleisch, Wurst und Schinken gehören bei vielen Menschen bei der Ernährung einfach dazu. Pro Jahr essen die Deutschen rund 38,1 % Schweinefleisch und 12,9 % Rindfleisch, genauso beliebt ist der Schinken vom Schwein, sowie diverse Wurstsorten wie Fleischwurst, Salami oder Leberwurst. 85 % der Deutschen essen beinahe jeden Tag Wurst und Schinken, wobei Männer mit 42 % beim Fleisch- und Wurstkonsum weit vorne liegen. Bei den Damen sind es 23 %, die gerne Fleisch, Wurst und Schinken essen.

    800 Studien

    Die WHO hat für ihren neuen Bericht 800 unterschiedliche Studien ausgewertet, die sich mit einem eventuellen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Fleisch, Wurst und Schinken und einem erhöhten Krebsrisiko beschäftigt haben. Das Ergebnis ist, dass die Gefahr an Krebs zu erkranken, sehr gering ist, selbst für diejenigen, die gerne Fleisch, Wurst und Schinken essen. Es kommt nach Ansicht der WHO jedoch auf die Menge an und auch die Verarbeitung der Fleisch- und Wurstwaren spielt eine entscheidende Rolle, ob die Gefahr besteht, an Krebs zu erkranken oder eher nicht. Die WHO musste allerdings einräumen, dass es nicht nur Fleisch- und Wurstwaren sind, die Krebs erzeugen können, auch viele andere Faktoren spielen dabei eine Rolle.

    Wurst und Schinken – es kommt auf die Verarbeitung an

    Um Fleisch, Wurst und Schinken haltbar zu machen, werden sie gepökelt, gesalzen, geräuchert oder auch fermentiert. Und genau das ist es, was Fleisch, Wurst und Schinken nach Ansicht der WHO gefährlich macht. Besonders gilt das für Würstchen, Dosenfleisch, Trockenfleisch und Soßen, die auf der Basis von rotem Fleisch hergestellt werden. Die WHO geht sogar noch einen Schritt weiter und stuft diese Fleisch- und Wurstwaren als genauso gefährlich ein, wie Tabak und Asbest.

    Was empfiehlt die DGE zum Thema Wurst und Schinken?

    Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, DGE, hat sich Gedanken zum Verzehr und zur Gefahr von Wurst und Schinken gemacht. Die DGE sieht das Risiko jedoch deutlich geringer als die WHO, ihrer Ansicht nach sollten es nicht mehr als maximal 600 Gramm Fleisch, Wurst und Schinken am Tag sein. Es ist vor allem der männliche Teil der Bevölkerung, der deutlich mehr isst. 61 % der Männer gaben bei einer Umfrage an, jeden Tag und zu jeder Mahlzeit Wurst und Schinken zu essen, bei den Frauen sind es nur 31 %. Diese Zahlen zeigen, dass Fleisch- und Wurstwaren bei den Deutschen einfach zur Ernährung gehören.

    Das vegane Angebot wird größer

    Rund die Hälfte der Deutschen kann sich nicht nur vorstellen, den Fleisch- und Wurstkonsum zu senken, 49 % versuchen es sogar. Immer mehr Deutsche sind bereit, ihre Essgewohnheiten bei Fleisch, Wurst und Schinken grundlegend zu ändern. Auch die Zahl derer, die sich zukünftig vegetarisch oder sogar vegan ernähren wollen, steigt stetig an. Ein Grund für diesen Trend ist auch das immer größer werdende Angebot der Industrie an veganen oder vegetarischen Lebensmitteln. Wie groß das Angebot ist, das zeigte auch die Ernährungsmesse Anuga in Köln, denn knapp die Hälfte der Aussteller hatte vegane oder vegetarische Lebensmittel im Programm.

    Bild: © Depositphotos.com / dar19.30

  • Experten warnen vor neuer gefährlicher Hirnhautentzündung

    Experten warnen vor neuer gefährlicher Hirnhautentzündung

    Großbritannien meldet, dass immer mehr Menschen auf der Insel an einer neuen Form der Hirnhautentzündung erkranken und dass es sich bei dieser Hirnhautentzündung um eine neue, sehr gefährliche Form handelt. Ausgelöst wird diese neue Hirnhautentzündung von einer speziellen Art von Meningokokken, und Experten empfehlen deshalb allen, die eine Reise nach England, Schottland oder Wales planen, sich vor Antritt der Reise impfen zu lassen. Auch wenn Hirnhautentzündungen in Deutschland seit 2009 rückläufig sind, bereitet diese neue Welle Medizinern in Europa große Sorgen.

    Gehirnhautentzündung – Eine seltene Erkrankung

    Hirnhautentzündungen sind eher selten, in Deutschland erkranken jedes Jahr zwischen 270 und 400 Menschen daran. Jetzt gibt es aber in Großbritannien einen sprunghaften Anstieg an Infektionen, die von Meningokokken ausgelöst werden, die einer ganz bestimmten Serogruppe zugerechnet werden. Alleine zwischen Juli 2013 und Juli 2014 sind 98 Menschen mit diesem neuen Stamm der Meningokokken infiziert worden und seit Beginn des Jahres 2015 sind es bereits 184 Fälle. Die sogenannten MenW Bakterien werden als sehr gefährlich eingestuft und in Großbritannien sind bereits mehrere Menschen an dieser Infektion gestorben. In England hat man jetzt damit begonnen, vor allem Jugendliche, Kinder und junge Erwachsene im Rahmen eines neuen Programms zu impfen, um einen Schutz gegen den gefährlichen Erreger aufzubauen.

    Was macht die Infektionen so gefährlich?

    Was die neue Form der Hirnhautentzündung so gefährlich macht, das ist die Vielzahl der verschiedenen Serogruppen. Es gibt 13 unterschiedliche Gruppen, aber besonders häufig treten die Gruppen A, B und C auf. In Großbritannien sind es aber Meningokokken der sonst sehr selten auftretenden Gruppe W, in Deutschland sind diese Erreger bislang nur für vier Prozent der Hirnhautentzündungen verantwortlich. Eine Gruppenverschiebung, wie sie jetzt in England zu beobachten ist, kommt immer wieder mal vor, so wurde im Westen Afrikas im Sommer 2014 eine Verschiebung der Gruppe C registriert. Dass es jetzt wieder zu Verschiebungen kommt, hat auch etwas mit dem großen Strom von Migranten zu tun, die in Europa unterwegs sind.

    Wie wird eine Gehirnhautentzündung übertragen?

    Eine Infektion mit Meningokokken passiert nur bei direktem Körperkontakt oder durch Tröpfchen, wie sie beim Niesen oder Husten entstehen. Vor allem die Enge in den Flüchtlingslagern, wo Tausende von Menschen zusammenleben müssen, sorgt dafür, dass sich Infektionen wie eine Hirnhautentzündung sehr schnell verbreiten können. In Deutschland rät das Robert-Koch-Institut, sich gegen die Meningokokken der Serogruppen A, B, C, W und Y impfen zu lassen. Zwei Altersgruppen sind dabei besonders gefährdet, und das sind Kinder in den ersten beiden Lebensjahren sowie junge Erwachsene zwischen 15 und 19 Jahren. In diesen Gruppen tritt die Gehirnhautentzündung aktuell besonders häufig auf.

    Welche Therapien gibt es?

    Eine Gehirnhautentzündung, die durch eine der Serogruppen der Meningokokken ausgelöst wird, äußerst sich zuerst durch starke Kopfschmerzen, dazu kommen dann Schmerzen im Bereich des Nackens und hohes Fieber. Im weiteren Verlauf wird der Nacken steif und das Fieber kann die 40° Grad Grenze übersteigen. Die Symptome einer Hirnhautentzündung treten sehr plötzlich auf, und die Bakterien verursachen in den meisten Fällen eine Blutvergiftung. Schnelle Hilfe bietet dann nur sehr hoch dosiertes Penicillin, allerdings muss diese Hilfe sehr schnell erfolgen, denn je weiter die Infektion voranschreitet, umso schwerer wird es, sie in den Griff zu bekommen. Wer sich müde und abgeschlagen fühlt und vielleicht schon über Tage hinweg Kopfschmerzen hat, der sollte auf jeden Fall sofort einen Arzt oder die Notaufnahme eines Krankenhauses aufsuchen und sein Blut untersuchen lassen. Nur wenn eine Gehirnhautentzündung in einem sehr frühen Stadium erkannt wird, dann kann sie auch effektiv bekämpft werden. Bei einer Gehirnhautentzündung zählt buchstäblich jede Minute, denn wenn das Penicillin nicht rechtzeitig gespritzt wird, dann endet eine Gehirnhautentzündung in jedem Fall tödlich oder es entstehen bleibende Schäden für die Betroffenen.

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  • Die Grippewelle rollt – wie gut ist der neue Impfstoff?

    Die Grippewelle rollt – wie gut ist der neue Impfstoff?

    Wenn die Tage kürzer werden, dann ist auch die Grippe wieder da. Wie in jedem Jahr steigt im Herbst und Winter die Zahl der Erkrankungen, und alle, die sich schützen wollen, sollten sich jetzt impfen lassen. Das Paul-Ehrlich-Institut hat bislang 21 Millionen Einheiten Impfstoff freigegeben, aber ob der Impfstoff gegen die diesjährige Grippewelle helfen wird, daran zweifeln viele Experten. Besonders der sogenannte Dreifach-Impfstoff, der Antigene aus drei akut zirkulierenden Grippeviren enthält, steht in der Kritik.

    Ist der neue Impfstoff effektiv?

    Der Impfstoff, der zurzeit zur Verfügung steht, schützt vor zwei Varianten des Grippetyps A und vor einer Variante des Grippetyps B. Das reicht bei Weitem nicht aus, kritisieren viele Ärzte. Sie raten dazu, den in Deutschland eher selten verabreichten Vierfach-Impfschutz in die Grippeimpfung aufzunehmen, denn dieser Impfstoff enthält noch einen weiteren Schutz gegen die B-Variante. Nach Auskunft des Paul-Ehrlich-Instituts gibt es jedoch schon jetzt erhebliche Engpässe, der vierfache Schutz ist momentan nur noch im Großhandel zu bekommen.

    Was die WHO empfiehlt

    Jedes Jahr gibt die Weltgesundheitsorganisation WHO eine neue Empfehlung über die Zusammensetzung des aktuellen Grippeimpfstoffes heraus. Diese Empfehlung erfolgt jedes Jahr, allerdings weit vor Beginn der neuen Grippesaison. Das birgt die große Gefahr, dass sich das Grippevirus bis zum eigentlichen Ausbruch der Grippe noch genetisch verändern kann. Im schlimmsten Fall ist das im Impfstoff enthaltene Eiweiß nicht mehr mit dem Oberflächeneiweiß des eigentlichen Grippeerregers kompatibel, das menschliche Immunsystem muss praktisch blind auf den noch unbekannten Virus reagieren. Das Ganze erinnert dann an eine Art Lotterie, denn nicht bei jedem, der sich impfen lässt, erkennt das Immunsystem den Impfstoff.

    Keine Gefahr durch den bewährten Impfstoff

    Die Krankenkasse Barmer GEK sieht momentan keine Gefahr und ist sich sicher, dass der Dreifach-Impfstoff vollkommen ausreichen wird, bei der kommenden Grippewelle den notwendigen Schutz zu bieten. Der Vierfach-Impfstoff ist zudem sehr viel teurer als der bekannte und bewährte dreifache Schutz, außerdem kostet der aktuelle Impfstoff nach Angaben der Barmer weniger als ein Drittel des Vierfach-Impfstoffes. Nach Ansicht der Klinik für Infektiologie und Pneumologie der Berliner Charité ist die Einschätzung der Krankenkasse irrelevant, denn es kann nicht sein, so die Experten der Charité, dass man auf gut Glück impft und hofft, dass kein Patient den gefährlichen zweiten B-Typ des Grippevirus hat. Das Robert-Koch-Institut betont aber, dass es sehr sich wichtig ist, sich überhaupt impfen zu lassen, denn während der Grippewelle im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 6,2 Millionen Menschen aufgrund grippaler Symptome behandelt.

    Nur ein Bruchteil

    In weiten Teilen der Bevölkerung wird eine echte Grippe immer noch mit einem grippalen Infekt verwechselt, also mit einer normalen Erkältung. Daher ist es sehr schwer, genaue Schätzungen abzugeben, wie viele der 6,2 Millionen Bürger auch tatsächlich eine Grippe hatten. 2014 wurden nur in knapp 70.000 Blutproben echte Grippeerreger nachgewiesen, und auch die Zahl der Todesfälle schwankt von Jahr zu Jahr. Besonders hoch war die Zahl allerdings zwischen 2012 und 2013, damals starben rund 20.000 Menschen an den Folgen einer Grippe.

    Die Impfquoten sinken

    Die Ärzte beklagen eine zunehmenden Impfmüdigkeit der Deutschen. In der Gruppe der Menschen über 60 lassen sich 50 % impfen, in diesem Alter empfiehlt die Ständige Impfkommission aber auch eine Impfung. Beim jüngeren Teil der Bevölkerung ist hingegen nur jeder vierte Deutsche gegen die Grippe geimpft. Ein Grund für das fehlende Interesse an einer Immunisierung ist, dass die Grippe für eine eher harmlose Krankheit gehalten wird, was aus dem Unwissen über den Unterschied zwischen einer harmlosen Erkältung und einer echten Grippe resultiert.

    In diesem Jahr wird sich nach Ansicht von Experten die Grippewelle verschärfen, denn die Vielzahl der Flüchtlinge, die eng zusammen in ihren Unterkünften leben, können für Massenausbrüche der Grippe sorgen.

    Bild: © Depositphotos.com / Esbenklinker