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  • Gesundes Eiweiß für die Muskeln

    Gesundes Eiweiß für die Muskeln

    Eiweiß gehört zu den Bausteinen, die der Körper benötigt, um gesund und fit zu bleiben. Der Körper verwendet das Eiweiß auf viele unterschiedliche Arten, unter anderem für das Immunsystem, für den Aufbau von Enzymen und Hormonen, zur Übertragungen von Nervenimpulsen sowie für den Transport von Sauerstoff, Eiweiß wird zudem für die Blutgerinnung und den Aufbau von Muskeln benötigt. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie dem Körper das lebenswichtige Eiweiß zugeführt werden kann. Eine Möglichkeit bietet die Nahrung, denn im Fisch, in Schalentieren, aber auch in Milchprodukten und Geflügelfleisch ist viel Eiweiß enthalten. Eine Alternative ist konzentriertes Eiweißpulver, das als Nahrungsergänzungsmittel in einer großen Auswahl angeboten wird.

    Eiweiß für den Muskelaufbau

    Es gibt unterschiedliche Mittel und Wege, um Muskeln aufzubauen und einen „Sixpack“ zu bekommen. Gezieltes Krafttraining führt früher oder später zur gewünschten Muskelmasse, aber das setzt Geduld und auch ein bisschen Mühe voraus. Dann gibt es den einfachen Weg, um die Muskeln wachsen zu lassen, aber dieser führt über verschiedene „Mittelchen“, die zwar den Bizeps anschwellen lassen, für die Gesundheit aber weniger gut sind. Eine dritte Möglichkeit bietet eine extrem eiweißhaltige Nahrung, aber wer möchte sich schon ausschließlich von Hühnereiern, Geflügelfleisch und Milchprodukten wie zum Beispiel Magerquark ernähren? Dazu kommt, dass der Körper Eiweiß nur in einer bestimmten Menge verarbeiten und sinnvoll einsetzen kann, der Rest wird einfach verdaut.

    Die richtige Mischung

    Um Muskelmasse aufzubauen, braucht es die richtige Mischung, und die besteht aus konzentriertem Eiweiß und gezieltem Training. Um den Körper das benötigte Eiweiß zu geben, ist Eiweiß in Pulverform sinnvoll, das zu den Nahrungsergänzungsmitteln gehört. Das Eiweißpulver wird einfach in Milch oder Wasser angerührt und es schmeckt nach Schokolade oder auch nach Vanille. Wer regelmäßig trainiert, der kann seinen Eiweißshake direkt nach dem Training zu sich nehmen und so den Eiweißhaushalt wieder auffüllen. Ein Shake ist auch eine gute Idee für alle, denen tagsüber die Zeit für eine Mahlzeit fehlt, denn der Shake versorgt den Körper mit den nötigen Proteinen und da er kaum Kalorien hat, sorgt er auch noch für eine schlanke Figur.

    Eiweiß – Auf die Qualität kommt es an

    Das Angebot an Eiweißpulver ist mehr als groß. Wer sich noch nie mit diesem Thema befasst hat, jedoch das gehaltvolle Pulver einmal ausprobieren möchte, der steht schnell vor einem Problem. Welches Pulver ist das beste und von welchem sollte man besser die Finger lassen? Die Frage kann relativ schnell beantwortet werden, zum Beispiel auf der Seite www.sixpackcode.de/der-grosse-eiweisspulver-test-auf-sixpackcode-de/. Auf der Seite werden die verschiedenen Anbieter genau unter die Lupe genommen und die ausführlichen Testberichte machen es einfach, den passenden Eiweißshake zu finden. Bei Eiweißpulver gilt, was auch für viele andere Produkte gilt – wenn der Preis verlockend niedrig ist, dann sind die Inhaltsstoffe nicht selten billig. Wer meint, zu einem extrem günstigen Kaufpreis hochwertige Ware zu bekommen, der muss sich immer fragen, wie dieser günstige Preis zustande gekommen ist. Bei Eiweißpulvern, die zum Dumpingpreis im Supermarkt angeboten werden, finden sich nicht selten eher minderwertige Proteine, die aus Soja oder Weizen gewonnen wurden. Wer hochwertige Qualität möchte, der muss schon ein wenig tiefer in die Tasche greifen.

    Wie gesund sind Eiweißshakes?

    Nahrungsergänzungsmittel leben mit einem schlechten Ruf, und Eiweiß- oder Proteinshakes machen da keine Ausnahme. Immer wieder finden sich Kritiker, die behaupten, dass konzentriertes Eiweiß in Pulverform ein Blender ist, der vorgibt, die Muskeln aufzubauen, aber dieses Versprechen nicht halten kann. Diverse Studien beweisen jedoch das Gegenteil und empfehlen dieses zusätzliche Eiweiß sogar. Vor allem für diejenigen, die eine Diät machen, haben sich Eiweißshakes bewährt, denn wie bei fast jeder Diät, verliert der Körper zuerst Eiweiß aus der Muskelmasse. Mit den entsprechenden Shakes wird dieser Mangel wieder ausgeglichen.

    Bild: © Depositphotos.com / sergoua

  • Babyblues – immer mehr Frauen sind betroffen

    Babyblues – immer mehr Frauen sind betroffen

    Endlich ist das Kind geboren, aber die Mutter kann sich nicht so richtig darüber freuen. Schlimmer noch, sie hat Wut auf das Kind und auf sich selbst, sie wird depressiv und trägt sich schließlich mit Selbstmordgedanken. Der Grund für diese Beschwerden wird salopp Babyblues genannt, bekannt auch unter dem Namen Wochenbettdepressionen. Geschätzt jede zehnte Frau leidet unter dem Babyblues, gesprochen wird über diese Krankheit aber eher selten. Die meisten Frauen, die vom Babyblues betroffen sind, schämen sich und fühlen sich wie Versagerinnen.

    Babyblues – Hormonelle Ursachen

    Wie in den Wechseljahren, so ist auch beim Babyblues eine Umstellung der Hormone schuld. Nach der Schwangerschaft dauert es einige Wochen, bis der Körper wieder zu einem normalen Zyklus zurückfindet und in dieser Zeit sind viele Frauen besonders anfällig für Stimmungsschwankungen und Depressionen. Bei den meisten Frauen beginnen die Beschwerden eine Woche nach der Geburt, oftmals aber auch schon im Krankenhaus. Viele Hebammen und auch viele Ärzte nehmen den Babyblues bis heute nicht ernst und sprechen mit einer gewissen Verachtung von den „Heultagen“, die genauso schnell wieder vergehen, wie sie gekommen sind. Die Symptome verschwinden jedoch nicht bei jeder Frau wieder von selbst, immer häufiger brauchen Frauen die Hilfe von geschulten Psychologen, um sich helfen lassen. Schlimm ist nach wie vor, dass junge Mütter die Schuld in erster Linie bei sich selbst suchen und sich einreden, dass sie schlechte Mütter sind.

    Sozialer Rückhalt

    Es ist ein Ammenmärchen, dass nur Frauen den Babyblues bekommen, die eine langwierige, schmerzhafte oder schwierige Geburt hatten. Der Babyblues trifft auch Frauen, deren Kinder schnell und einfach das Licht der Welt erblickt haben. Nach neusten Forschungen sind jedoch vor allen Dingen die Frauen gefährdet, die schon einmal mit Depressionen zu kämpfen hatten. Auch Frauen, die in der Schwangerschaft übertrieben ängstlich waren, neigen eher zum Babyblues als diejenigen, die die Schwangerschaft als eine natürliche Sache betrachten und sich keine Sorgen machen. Wenn es zum Babyblues kommt, dann ist es besonders wichtig, dass die betroffenen Frauen sich auf ihre Familie verlassen können und einen großen sozialen Rückhalt haben. Ist das nicht oder nur unzureichend der Fall, dann können die klassischen postpartalen Depressionen sogar sehr gefährlich werden, denn wenn sich eine Frau im Stich gelassen fühlt, dann steigt die Suizidgefahr bedrohlich an.

    Auch beim zweiten Kind

    Der Babyblues beschränkt sich nicht nur auf das erste Kind. Obwohl erfahrene Psychologen nach wie vor der Meinung sind, dass das Phänomen nur einmal auftritt, wiederholt sich der Babyblues bei 40 % der betroffenen Frauen auch beim zweiten Kind. Immer wenn das der Fall ist, dann hat die betroffene Frau jedoch einen großen Vorteil, denn sie kann mit den Beschwerden umgehen, und weiß, dass der Babyblues eine vorübergehende Erscheinung ist, die meist nach wenigen Wochen wieder verschwindet.

    Bild: © Depositphotos.com / HighwayStarz

  • Gallengangkrebs Früherkennung – Urintest bringt Gewissheit

    Gallengangkrebs Früherkennung – Urintest bringt Gewissheit

    Gallengangkrebs ist eine sehr seltene Krankheit, deshalb ist sie auch wenig erforscht und es stehen kaum Screenings für die Früherkennung zur Verfügung. Es gibt zwar die technischen Möglichkeiten für die Früherkennung, aber leider eben nicht flächendeckend. Jetzt gibt es allerdings eine weitere Methode, um Gallengangkrebs frühzeitig erkennen zu können, und zwar einen einfachen und schnellen Urintest.

    Kaum Symptome bei Gallengangkrebs

    Hellmuth Karasek, der bekannte Journalist und Literaturkritiker, verstarb in der letzten Woche an Gallengangkrebs und auch bei ihm, wie bei den meisten anderen Patienten, wurde die Krankheit zu spät erkannt. Das heimtückische am Gallengangkrebs ist, dass er sich nicht bemerkbar macht, denn es gibt so gut wie keine Symptome. Die Tumore, die im Gallengang entstehen, beschränken sich nicht nur auf die Galle, sie streuen in den Organen, die in der Nachbarschaft liegen. Die Leber ist ebenso oft betroffen wie auch der Zwölffingerdarm und die Bauchspeicheldrüse. Wird die Leber geschädigt, dann kommt es in der Regel zu einer Gelbsucht, die aber auch keine Schmerzen verursacht, nur die Augen und die Haut färben sich kaum merklich leicht gelblich. Wird die Gelbsucht erkannt, dann ist es vielfach aber schon zu spät und bei einem operativen Eingriff können bestenfalls nur Teile der Leber entfernt werden.

    Nur noch Palliativmaßnahmen

    Wenn der Arzt die Diagnose Gallengangkrebs stellt, dann offenbart sich meist die große Hilflosigkeit der modernen Medizin. Alles, was die Ärzte ihren Patienten noch anbieten können, sind Palliativmaßnahmen, die dem Patienten den verbleibenden Rest des Lebens so angenehm wie eben möglich machen. Zu diesen Maßnahmen gehört unter anderem auch die Gabe von Morphium, denn wenn der Gallengangkrebs im letzten Stadium ist, dann bereiten starke Tumorschmerzen den Patienten große Probleme.

    Eine einfache Maßnahme

    Weltweit erkranken von 100.000 Menschen nur ein bis zwei Menschen im Jahr an Gallengangkrebs, und daher sind flächendeckende Screenings, wie es sie zum Beispiel bei Brust- und Darmkrebs bereits gibt, nicht möglich. Allerdings gibt es eine andere Möglichkeit, und zwar durch einen Urintest. Diese Methode macht eine Früherkennung möglich, um Gallengangkrebs sicher zu erkennen. Der Test konzentriert sich auf verräterische Proteine im Urin und auch im Gallensaft und wenn diese Proteine ansteigen, dann besteht die Gefahr, dass es sich um Gallengangkrebs handeln könnte. Die Kosten für diese Früherkennungsmethode werden jedoch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

    Eine Veranlagung

    Wie viele Krebsarten, so muss auch für den Gallengangkrebs eine Veranlagung vorliegen. Das heißt, Menschen, die in der Familie bereits Fälle dieser seltenen Krebsart haben, sind gut beraten, sich ab dem 50. Lebensjahr auf Gallengangkrebs untersuchen zu lassen. Es gibt Ärzte und Pharmaunternehmen, die sich jetzt an den gemeinsamen Bundesausschuss gewandt haben, um zu erreichen, dass die Kosten für den neuen Test, der die Früherkennung von Gallengangkrebs möglich macht, von den Krankenkassen übernommen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / angellodeco

  • Warum war abnehmen früher einfacher als heute?

    Warum war abnehmen früher einfacher als heute?

    Nach dem Krieg waren alle Menschen zwangsläufig schlank, denn die Vergabe von Lebensmitteln war durch Lebensmittelkarten stark begrenzt, und wer nicht zum „Hamstern“ fahren konnte, der musste sich mit dem begnügen, was da war, und das war sehr wenig. Erst nach der Währungsreform und mit dem Wirtschaftswunder legten die Deutschen wieder an Gewicht zu, heute, 70 Jahre später, sind 59 % der Frauen und 79 % der Männer in Deutschland zu dick. Was aber erstaunlich ist, das ist die Tatsache, dass es heute deutlich schwerer ist, abzunehmen, als das noch in den 1980er Jahren der Fall war. Woran liegt das und warum fällt es 2015 bei der gleichen Anzahl an Kalorien und mit der gleichen sportlichen Aktivität so schwer, Gewicht zu verlieren?

    Eine neue Studie

    Warum es heute schwerer ist abzunehmen als noch vor 30 Jahren – diesem Phänomen wollten kanadische Wissenschaftler auf die Spur kommen und begannen vor 35 Jahren mit einer Langzeitstudie. Für diese Studie der York-Universität in Toronto wurden 36.000 Menschen zu ihren Essgewohnheiten befragt und von 14.000 dieser Studienteilnehmer wurden zudem die sportlichen Aktivitäten in diesem Zeitraum dokumentiert. Für die Studie war unter anderem die Zahl der Kalorien relevant, aber auch das Verhältnis der sogenannten Makronährstoffe wie Kohlehydrate, Proteine und Fett. Als die Studie jetzt ausgewertet wurde, kam es zu einem verblüffenden Ergebnis, denn der Body-Mass-Index der Studienteilnehmer steigt sowohl was die Menge an Kalorien als auch was die Menge an Kohlehydraten angeht, zwischen 10 % und 14 % an. Der Anteil an Fett und Proteinen schrumpfte hingegen um bis zu 9 %. Allerdings wurden die Studienteilnehmer im Verlauf der Jahre immer sportlicher, dieser Wert stieg bei den Männern um 47 %, bei den Frauen sogar um 120 % an. Erstaunlich ist aber, dass der Body-Mass-Index kontinuierlich gestiegen ist und der Sport es nicht geschafft hat, das Plus an Kalorien auszugleichen.

    Die Auswahl ist größer geworden

    Ein Grund, warum es heute schwerer ist abzunehmen als noch vor 35 Jahren, ist das übergroße Angebot an Nahrungsmitteln. Zwar musste auch in den 1980er Jahren niemand darben, aber das Angebot heute ist immens groß. Dazu kommt, dass sich die Esskultur in diesem Zeitraum komplett verändert hat, denn Essen ist in jeder Form, rund um die Uhr für jeden verfügbar. Es gibt immer mehr Menschen, die bewusst oder ungewollt alleine leben, und für diese Gruppe kommen mehr und mehr Fertiggerichte auf den Markt, die zu viele Kalorien und zu wenig Nährwerte haben. Süßigkeiten werden in einer riesigen Menge in jedem Supermarkt angeboten und auch die wachsende Zahl der Fast Food Restaurants ist mit ein Grund, warum das Abnehmen heute deutlich schwerer ist als früher.

    Der Körper hat sich angepasst

    Der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier und der Körper passt sich an alle Lebenslagen problemlos an. So ist die kanadische Studie auch zu dem Ergebnis gekommen, dass sich zum Beispiel die Darmflora der Probanden im Verlauf dieser 35 Jahre verändert hat, um die neuen Nahrungsmittel verarbeiten zu können, die es heute gibt. Das Leben heute unterscheidet sich aber auch in anderen Bereichen von dem Leben, das die Menschen in den 1980er Jahren geführt haben. Der berufliche Stress ist gewachsen, was in der Folge zu einem veränderten Schlafverhalten führt, das alltägliche Leben ist hektischer geworden, der Leistungsdruck ist permanent gestiegen und schon Kinder müssen sich heute einem veränderten Lebensrhythmus anpassen. In den Nahrungsmitteln von heute sind zudem immer mehr schädliche Stoffe zu finden, die den Körper zwingen, sich umzustellen, um damit fertig zu werden.

    Abnehmen ist mehr als nur Kalorien zählen, abnehmen setzt damals wie heute auch Disziplin voraus und den Mut, die Einstellung zum Essen und zur Nahrung radikal zu ändern.

    Bild: © Depositphotos.com / valuavitaly

  • Neue Diätpille soll den Körper austricksen

    Neue Diätpille soll den Körper austricksen

    Eine neue Diätpille soll dazu beitragen das steigende Problem des Übergewichts in den Industrieländern zu lösen. Die Forscher des Salk-Institute for Biological Studies in La Jolla unter der Leitung von Sungsoon Fang haben eine spezielle Diätpille entwickelt, die dem Körper einen Kalorienkonsum vortäuscht und auf diese Weise ein Gewichtszunahme verhindern soll.

    Imaginäre Mahlzeit

    Nach Angaben von Ronald Evans vom Salk-Institute sei die Diätpille wie eine imaginäre Mahlzeit. Die Diätpille würde die gleichen Signale senden wie als wenn eine Menge gegessen wird. Im Anschluss würde der Körper damit beginnen Platz zu schaffen, damit die vermeintliche Nahrung gespeichert werden kann. Wie das Forscherteam berichtet, seien in der Pille keine Kalorien enthalten und sie habe keinen Einfluss auf das Appetitverhalten. Das Protein mit der Bezeichnung Farnesoid X Rezeptor (FXR) zeichnet sich hauptverantwortlich für diese Wirkung und wird aktiv sobald eine Mahlzeit eingenommen wird. Der FXR-Rezeptor spielt eine große Rolle bezüglich der Freisetzung von Gallensäure aus der Leber, der Essens-Verdauung, der Speicherung von Fetten und Zucker.

    Diätpille – Geringe Nebenwirkungen und erhöhte Fettverbrennung

    Das Medikament weist nach Angaben der Forscher nur eine geringe Anzahl Nebenwirkungen auf. Andere Diätmittel beinhalten bereits den FXR-Rezeptor, der die Fettverbrennung startet, aber zugleich das Protein ebenfalls außerhalb des Verdauungssystems aktiv schalten. Die Folge sind gefährliche Nebenwirkungen. Das Forscherteam versichert, dass ihre Diätpille im Darm verbleibt und nicht ins Blut gelangen würde, wodurch die Nebenwirkungen auf ein Minimum reduziert werden sollen.

    Als Basis für das Abnehm-Medikament veränderten die Wissenschaftler das Gerüst der Diätpille und setzten dabei auf den selbstentwickelten Wirkstoff Fexaramin. Bei Versuchen mit Mäusen wurde eine schonendere Wirkung festgestellt, da das Medikament im Darm blieb und keine Ausbreitung im gesamten Körper erfolgte. Fettleibige Mäuse erhielten fünf Wochen lang täglich eine Fexamarin-Pille in deren Folge die Fettverbrennung gesteigert und Fett abgebaut wurde. Neben dem Fettabbau wurde eine Senkung des Blutzucker- und Cholesterinspiegels festgestellt. Die Körpertemperatur der Mäuse stieg und deutete auf einen verstärkten Stoffwechsel hin verbunden mit einer erhöhten Fettverbrennung.

    Klinische Studien in Vorbereitung

    Das Forscherteam testete die Diätpille bislang nur an Mäusen, aber es befinden sich mittlerweile klinische Studien in Vorbereitung in deren Rahmen das Medikament an Menschen unter ärztlicher Aufsicht getestet werden soll. Die Studien sollen die Wirksamkeit des Wirkstoffs Fexamarin auf Übergewicht und weitere Stoffwechselkrankheiten testen. Im Idealfall soll die Diätpille im Rahmen einer Diät unter Aufsicht eines Arztes eingesetzt werden.

    Nach Abschluss der klinischen Studien am Menschen dürfte es nur noch wenige Jahre dauern, bis die Diätpille auf den Markt kommen könnte. Das Übergewicht (Adipositas) hat sich zu einem erheblichen Problem in den USA, Europa, Asien und weiteren Regionen der Welt entwickelt. Vor allem die Industrieländer sind davon betroffen und versuchen das Problem durch staatliche Sport- und Fitnessprogramme zu lösen.

    Die Gründe für die steigende Zahl Übergewichtiger sind Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und der Genuss kalorienhaltiger Getränke wie Cola. Die Folgen des Übergewichts sind Krankheiten wie Diabetes und Herzkrankheiten, welche die Gesundheitssysteme der betroffenen Länder mit steigenden Milliardenkosten belasten.

    Bild: © Depositphotos.com / zaretskaya

  • Je mehr Sex desto stärker das Immunsystem

    Je mehr Sex desto stärker das Immunsystem

    Das amerikanische Kinsey Institute an der University of Indiana stellte in einer Studie fest, dass ein aktives Sexualleben das Immunsystem stärken kann. Wie die Forscher herausfanden, löst sexuelle Aktivität körperliche Veränderungen aus. Die Möglichkeit schwanger zu werden erhöhe sich und ein aktives Sexualleben trage zu einem gesunden Immunsystem bei.

    Sex wirkt sich auf Immunsystem aus

    Nach Angaben der Studienautorin Tierney Lorenz sei der Körper des Menschen auf Fortpflanzung fixiert und bisher war nur wenig darüber bekannt, wie sich Sex auf den Gesundheitszustand auswirkt. Im Rahmen der Studie wurden 30 Frauen in zwei Gruppen aufgeteilt, wovon eine Gruppe sexuell aktiv war. Bei der ersten Gruppe handelt es sich um Frauen, die sich für ein abstintentes Leben entschieden hatten. Bei den Typ 2 T-Helferzellen wurden bei der sexuell aktiven Frauengruppe eine stärkere Veränderung festgestellt und dies betraf auch die Proteine der Zellen. Die T-Helferzellen sind hauptverantwortlich für die Immunabwehr des Körpers und zerstören Mikroben.

    Die Immunglobuine sind Antikörper, die im Mittelpunkt bei der Abwehr des Körpers gegen Eindringlinge von außen stehen. Gegen äußerliche Eindringlinge kämpft die Typ T1-Helferzellen, während Typ 2 dieser Zellen die Aufnahme von Eindringlingen unterstützt. Zu den gewünschten Eindringlingen zählt zum Beispiel Sperma und sich in Entwicklung befindliche Embryonen. Der Körper würde Sperma und Embryonen als Gefahr betrachten und eine Abstoßung veranlassen, wenn die Typ 2 T-Helferzellen nicht existieren würden. Eine Schwangerschaft wäre dann auf keinen Fall möglich.

    Bessere Vorbereitung auf Schwangerschaft

    Bei den sexuell aktiveren Frauen stellte die Studie eine bessere Vorbereitung des Körpers auf eine mögliche Schwangerschaft fest. Regelmäßiger Sex erhöht dem Studienergebnis zufolge die Chance schwanger zu werden. Bisher war die Forschung der Ansicht, dass Paare nur zu bestimmten Zeiten den Beischlaf vollziehen müssen, um die Möglichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen. Basierend auf den Ergebnissen der Studie wird Paaren nun dazu geraten regelmäßig Sex zu haben. In der so genannten Lutealphase, auch als Sekretionsphase bezeichnet, verzeichneten die Forscher in der Studie bei den sexuell aktiven Frauen eine höhere Zahl an Typ 2 T-Helferzellen. Die Sekretionsphase erfolgt kurz vor dem Eisprung und der Anstieg der Anzahl der Typ 2 T-Helferzellen führt dazu, dass der Körper sich besser auf eine Schwangerschaft vorbereiten kann. Die abstinent lebenden Frauen erlebten der Studie zufolge keine Veränderung in ihrer Immunabwehr.

    Wie die Studienautorin berichtet, würde sich das Immunsystem sich dem Sozialverhalten anpassen, weshalb es als ein proaktives System bezeichnet werden kann. Das Immunsystem würde auf externe Signale reagieren, wozu etwa das Sozialverhalten und Umwelteinflüsse zählen.

    Auf Basis der Ergebnisse der Studie kann ein aktives Sexualleben sich also positiv auf die Gesundheit und vor allem dem Immunsystem auswirken. Wer regelmäßig Sex hat, profitiert von positiven Effekten einer verstärkten Immunabwehr und Frauen erhöhen zugleich die Chance schwanger zu werden. Ein Leben ohne Sexualkontakt hingegen könnte langfristig schlechte Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Denn einige Studien haben ergeben, dass bei wenigen oder kein Sex sich das maximale Lebensalter verkürzen kann.

    Bild: © Depositphotos.com / AndreyPopov