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  • Nabelbruch – Risiken, Symptome, Therapie

    Nabelbruch – Risiken, Symptome, Therapie

    Auch wenn ein Nabelbruch nur wenig Schmerzen verursacht, muss er unter Umständen doch operiert werden. Während der Nabelbruch bei Säuglingen schnell und gut behandelt werden kann, ist ein Nabelbruch bei erwachsenen Menschen ein größeres Problem. Von Geburt an ist der Nabel so etwas wie die Schwachstelle des Körpers und es sind oftmals kleine Ursachen, die zu einem Nabelbruch oder zu einer Nabelhernie führen können. Schweres Heben, ruckartiges Aufstehen oder auch zu starkes Recken kann dazu führen, dass die sogenannte Bruchpforte bricht.

    Was versteht man unter einem Nabelbruch?

    Wer eine kleine Beule neben oder unter dem Nabel hat und vielleicht einen leicht ziehenden Schmerz spürt, der könnte einen Nabelbruch haben. Bei einem Nabelbruch handelt es sich um eine Ausstülpung des Gewebes am Nabel, den sogenannten Nabelsack. Dieser Nabelsack ist die große Schwachstelle, denn er verursacht bei einem Nabelbruch eine Lücke in der Bauchwand, es entsteht die Bruchpforte. Was das Ganze problematisch macht, ist die Tatsache, dass diese Ausstülpung unter Umständen die Eingeweide des Bauchs, wie zum Beispiel Darmschlingen enthalten kann. Ist das der Fall, dann sprechen Ärzte von einem Bruchsackinhalt.

    Wie entsteht ein Nabelbruch?

    Wenn das Kind noch im Mutterleib ist, dann hat das ungeborene Kind im Bereich seines Nabels einen Ansatz, an dem die Nabelschnur praktisch andockt. Dieser Bereich ist eine Schwachstelle in der Bauchwand, die auch nach der Geburt bestehen bleibt. Ein Nabelbruch entsteht immer dann, wenn auf den Bauchraum großer Druck aufgebaut wird, wie das beispielsweise beim Heben von schweren Gegenständen der Fall ist. Aber auch bei Übergewicht oder in der Schwangerschaft, wenn die Bauchwand großen Belastungen ausgesetzt ist, kann es zu einem Nabelbruch kommen. Es gibt jedoch noch andere Ursachen, wie beispielsweise eine erbliche Veranlagung, denn wenn es in der Familie eine Neigung zur Bindegewebeschwäche gibt, dann ist ein Nabelbruch keine Seltenheit.

    Welche Symptome gibt es?

    Da ein Nabelbruch kaum Schmerzen verursacht, bemerken viele ihn nicht. Ein Nabelbruch ist aber sichtbar, denn am Nabel zeigt sich eine kleine Wölbung. Wenn sich der Bauchnabel hingegen bläulich verfärbt oder wenn ein ziehender Schmerz einsetzt, dann ist das ein deutliches Zeichen, dass der Bruchsackinhalt eingeklemmt ist. Sollte das der Fall sein, muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden, denn meist handelt es sich um eingeklemmtes Darmgewebe und das kann die Durchblutung beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall kann es sogar passieren, dass der Darm abstirbt. Das zieht weitere gesundheitliche Folgen nach sich und kann unter ungünstigen Umständen sogar lebensgefährlich werden. Ein eingeklemmter Nabelbruch muss sofort operiert werden, allerdings kommt ein solch gefährlicher Nabelbruch nur in drei bis fünf Prozent aller Nabelbrüche vor.

    Die Diagnose Nabelbruch

    Der Arzt diagnostiziert einen Nabelbruch meist durch einen Tastbefund, denn die Bruchpforte in der Bauchwand lässt sich bei den meisten Patienten schnell und einfach ertasten. Hat der Nabelbruch aber ein größeres Ausmaß, und wenn der Verdacht besteht, dass Gewebe eingeklemmt ist, dann kann eine Untersuchung mit dem Ultraschallgerät für Klarheit sorgen.

    Welche Therapie kommt infrage?

    Während sich bei kleinen Kindern der Nabelbruch meist wieder von alleine zurückbildet, muss bei einem erwachsenen Patienten nicht selten operiert werden. Wie umfangreich die Operation ist, das hängt von der Größe des Bruchs ab. Während der OP öffnet der Chirurg mit einem bogenförmigen Schnitt die Bauchwand im Bereich des Nabels und verlagert dann den Inhalt des Bruchsacks wieder in den Bauchraum zurück und ist der Bruchsack groß, dann wird der Arzt ihn verkleinern. Bei kleineren Nabelbrüchen wird die Bruchpforte in der Regel direkt wieder vernäht, wenn der Nabelbruch aber größer als zwei Zentimeter ist, dann wird ein Netz aus Kunststoff unter die Bauchwand genäht, um die Bauchdecke zu stützen und sie auf Dauer auch zu stabilisieren, um sie vor weiteren Brüchen zu schützen.

    Bild: © Depositphotos.com / imagepointfr

  • Blut im Stuhl – nicht immer ein Alarmsignal

    Blut im Stuhl – nicht immer ein Alarmsignal

    Der Darm ist eine der empfindlichsten Regionen des Körpers, und nicht umsonst heißt es: Wenn der Darm gesund ist, dann ist der Mensch gesund. Wenn es zu Veränderungen im Darmbereich kommt, dann empfinden die meisten Menschen das als störend, alarmierend ist es aber, wenn sich Blut im Stuhlgang befindet. Blut im Stuhl kann viele Ursachen haben, die Palette der möglichen Erkrankungen reicht hier von Fisteln und Hämorriden über Risse im After bis hin zum Krebs. Wer Probleme mit dem Darm oder sogar Blut im Stuhl hat, der sollte das nicht auf die lange Bank schieben, sondern so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen.

    Blut im Stuhl – Meistens harmlos

    Selbst wenn Blut im Stuhl immer beunruhigend ist, zum größten Teil sind die Erkrankungen harmlos, die sich dahinter verbergen. Durchfallerkrankungen mit Erregern, die den Dünndarm und den Dickdarm quälen, treten häufig auf und während einer Darminfektion kann es auch zu Blut im Stuhl kommen. In der Regel klingen die Beschwerden meist nach wenigen Tagen von selbst wieder ab und auch die Blutungen hören wieder auf. Hämorriden sorgen ebenfalls für Blut im Stuhl, und auch hier gibt es keinen Grund zur Sorge, denn Hämorriden lassen sich heute gut medikamentös behandeln. Vor allem wer über 50 ist, der ist häufig von Hämorriden betroffen, denn in diesem Alter hat jeder Zweite diese Beschwerden. Harmlos ist in der Regel auch ein Riss im After, der ebenfalls für Blutungen beim Stuhlgang sorgt.

    Mit den Jahren steigt die Gefahr

    Darmbeschwerden treten bei jungen Menschen eher selten auf, betroffen sind davon vielmehr ältere Menschen. Mit dem Lebensalter steigt leider auch die Gefahr, dass es zum Beispiel zu Ausstülpungen im Darm, einem sogenannten Divertikel kommt, und auch Geschwüre, die sowohl im Bereich des Dick- oder Dünndarms auftreten, sind mit zunehmendem Alter keine Seltenheit. Diese Geschwüre sorgen ebenfalls für Blut im Stuhl, bei älteren Menschen steigt jedoch die Gefahr, dass die Geschwüre bösartig sind.

    Selten im Dünndarm

    In den meisten Fällen treten Blutungen im Darmbereich im Dick- oder im Mastdarm auf, der Dünndarm ist eher selten betroffen. Kommt es zu Blut im Stuhl und es handelt sich um den Dickdarm, dann kann daran zum Beispiel eine Veränderung in den Blutgefäßen schuld sein. Bei Frauen kommt es häufig zu einer Endometriose, die ebenfalls für Darmblutungen sorgt und bei der der Dünndarm betroffen ist. Darmpolypen sind eine Ursache für Blut im Stuhl und auch eine Invagination, eine Einstülpung des Dünndarms, kann Blut im Stuhl verursachen und muss behandelt werden.

    Blut im Stuhl – Die Diagnosemöglichkeiten

    Um der Ursache für Blut im Stuhl auf den Grund gehen zu können, macht der Arzt eine Koloskopie, eine Darmspiegelung. Vor dieser Untersuchung haben die meisten Menschen Angst, aber diese Angst ist unbegründet, denn eine Darmspiegelung wird auf Wunsch auch unter einer leichten Vollnarkose durchgeführt. Dazu muss der Patient allerdings für mindestens zwei Tage stationär ins Krankenhaus, denn vor der Spiegelung muss der Darm gründlich entleert werden. Wenn die Narkose ausgeschlafen wurde, dann geht es am nächsten Tag schon wieder nach Hause.

    Vorsorge ist immer vernünftig

    Wer über 55 Jahre alt ist, der sollte die Möglichkeit nutzen und einmal im Jahr eine Vorsorgeuntersuchung des Darms machen lassen. Diese Untersuchung wird von den Krankenkassen bezahlt und sie ist wichtig, denn auf diese Weise kann Darmkrebs schon in einem frühen Stadium erkannt werden. Wird der Krebs rechtzeitig erkannt, dann bestehen gute Chancen auf eine vollständige Genesung. Aber auch eine gesunde, abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist eine gute Vorsorge gegen den Darmkrebs. Die Ernährung sollte ballaststoffreich sein, denn das macht dem Darm die tägliche Arbeit leichter. Wenn es trotzdem zu Blut im Stuhl kommt, dann kann es vielleicht sogar lebenswichtig sein, schnell einen Arzt aufzusuchen.

    Bild: © Depositphotos.com / trans961

  • Künstliche Haut – neue Hoffnung für Verbrennungsopfer

    Künstliche Haut – neue Hoffnung für Verbrennungsopfer

    Wer sich schon einmal an heißem Wasser oder an einem heißen Topf verbrannt hat, der weiß, wie schmerzhaft diese Verletzungen sind. Verbrennungen gehören nicht nur zu den schmerzhaften und langwierigen Verletzungen, sie zeichnen die Betroffenen auch für ihr ganzes Leben. Verbrennungen lassen die Haut stark vernarben und das führt nicht nur zu optischen Beeinträchtigungen, sondern auch zu motorischen Problemen. Bislang konnten Chirurgen nur versuchen, die verbrannten Hautflächen mit Eigenhaut zu behandeln, aber bei dieser Methode blieben immer Narben. Jetzt gibt es eine künstliche Haut, die Verbrennungsopfern Hoffnung macht.

    Künstliche Haut züchten

    Zellbiologen forschen schon seit einigen Jahren daran, künstliche Haut herzustellen, die auch bei großflächigen Verbrennungen zum Einsatz kommen kann. Jetzt ist es gelungen, diese künstliche Haut zu züchten, und zwar in großen Mengen und dazu auch noch vollautomatisch. Die künstliche Haut wird aber nicht nur Verbrennungsopfern helfen, sie ist auch für die Kosmetikindustrie von großem Interesse, denn künstliche Haut bietet die Möglichkeit, neue Produkte auch ohne Tierversuche schnell und einfach zu testen.

    Die Nachteile der eigenen Haut

    Verletzten mit Verbrennungen wurden bisher kleine gesunde Hautstücke entnommen, dann wie ein Netz geweitet oder in kleine Stücke geschnitten. Während einer Operation wurden diese Stücke dann auf die verbrannte Haut gelegt. So wächst die Haut an, aber was bleibt, das sind unschöne Narben. Auch die sogenannte Spalthaut, bei der eine dünne Hautschicht zum Beispiel von der Kopfhaut des Patienten abrasiert wird, hinterlässt Narben. Die transplantierte Haut vernarbt aber nicht nur, sie schrumpft auch, denn sie ist zu dünn, und das bereitet den Patienten große Probleme.

    Große Erfolge

    Dem Zellbiologen Ernst Reimann und seinem Team in der chirurgischen Abteilung im Universitäts-Kinderspital in Zürich ist es nun gelungen, eine komplexe künstliche Haut in einem Labor zu züchten. Diese künstliche Haut besteht aus zehn mal zehn großen Hautstücken aus Ober- und Unterhaut, die Stammzellen, Pigmentzellen und auch Blutgefäße enthalten. Schon die vorklinischen Studien mit Mäusen und Ratten zeigten, wie effektiv diese künstliche Haut ist und Ernst Reimann ist sich sicher, dass dieser Effekt auch bei Menschen erfolgreich sein wird. Acht Kinder wurden im Kinderspital in Zürich bereits mit der künstlichen Haut behandelt, und obwohl die klinischen Tests noch laufen, hat sich bereits eine Firma gefunden, die die individuell angepassten Hauttransplantate auf den Markt bringen möchte.

    Ein großer Bedarf

    Es besteht ein sehr großer Bedarf an künstlicher Haut, die bei Verbrennungsopfern für eine bessere Wundheilung ohne Narben sorgt. Tierversuche könnten bald der Vergangenheit angehören, denn an der Haut, die eine exakte Kopie der menschlichen Haut ist, können Versuche vorgenommen werden, ob neue kosmetische Produkte, aber auch ob Wasch- und Reinigungsprodukte allergische Reaktionen hervorrufen. Da es seit März 2013 verboten ist, an Tieren zu testen, kann die Industrie jetzt auf künstliche Haut zurückgreifen.

    Bild: © Depositphotos.com / valuavitaly

  • Die Drachenfrucht – der gesunde Exote

    Die Drachenfrucht – der gesunde Exote

    Sie ist knallig pink, sie sieht sehr hübsch aus und sie kann mit einem frischen, süßen Aroma beeindrucken – die Drachenfrucht. Die Drachenfrucht sieht aber nicht nur gut aus, sie hat auch viele gesunde Eigenschaften. Wer eine Diät machen will und auf der Suche nach einer Frucht ist, die wenig Kalorien hat, der sollte die Drachenfrucht mit in seinen Diätplan aufnehmen, denn die exotische Frucht besteht zu 90 % aus Wasser und ist daher sehr kalorienarm. Die Drachenfrucht ist aber auch eine sehr gute Wahl, wenn es darum geht, mit exotischen und extravaganten Früchten zu kochen.

    Die Drachenfrucht ist in den Tropen zu Hause

    Woher die Drachenfrucht genau kommt, das kann keiner exakt sagen, aber vermutlich stand die Wiege der pinken Frucht im Süden von Mexiko. Heute wächst sie vor allem in den tropischen Klimazonen dieser Welt, kultiviert wird sie seit einigen Jahren vor allem in Asien. Eines der Hauptanbauländer ist China, aber es kommen auch Drachenfrüchte aus Vietnam, aus Israel und auch aus Nicaragua. Besonders teuer, dafür aber qualitativ sehr hochwertig sind Drachenfrüchte aus Sri Lanka, denn dort gibt es nur sehr wenige Bauern, die die exotische Frucht anpflanzen.

    Wunderschöne Blüten

    Drachenfrüchte gehören zur Familie der Kakteen und sind die Früchte des kletternden Kaktus. Dieser außergewöhnliche Kaktus klettert an Mauern hoch und ist mit Vorsicht zu genießen, denn seine Sprossen haben messerscharfe Dornen. Die Hylocereus undatus trägt jedes Jahr zwischen Juni und September Blüten und diese Blüten gehören zu den größten der Welt. Bis zu 30 Zentimeter lang und 25 Zentimeter im Durchmesser erreichen die Blüten des Kaktus, und nur eine Nacht lang öffnen sich die Blüten und verströmen einen betörenden Duft, der an Jasmin erinnert.

    Von der Blüte zur Frucht

    Aus den Blüten des Kaktus wachsen Früchte, die zwischen zehn und 15 Zentimeter groß und bis zu 500 Gramm schwer werden. In ihrer Form erinnern die Früchte an einen Rugbyball, und ihre Schale ist zart rosa bis knallig pink und sehr schuppig. Erstaunlich ist aber auch das Fruchtfleisch der Drachenfrucht, denn das ist weiß oder rot und durchzogen von vielen kleinen schwarzen Kernen, die wie Punkte wirken. Der Geschmack der Drachenfrucht ist süß und sehr frisch, sie schmeckt wie eine Mischung aus Erdbeeren, Bananen und Kiwis. Die Drachenfrucht gibt es aber nicht nur in Pink, heute gibt es auch Züchtungen in knalligem Orange und mit schneeweißem Fruchtfleisch.

    Drachenfrucht – Immer verfügbar

    In gut sortierten Supermärkten und auch in Feinkostgeschäften sind Drachenfrüchte das ganze Jahr über, aber immer nur in relativ kleinen Mengen zu haben. Es ist nicht ganz so einfach, vollaromatische Drachenfrüchte zu bekommen, denn sie bleiben nur für eine kurze Zeitspanne frisch, nachdem sie geerntet wurden. Da die Transportwege aus den Herkunftsländern lang sind, wird die Drachenfrucht noch unreif geerntet, und wer die Frucht kauft, der muss den richtigen Zeitpunkt abwarten, um sie zu essen oder zum Kochen zu verwenden. Richtig reif ist eine Drachenfrucht, wenn sie intensiv pink leuchtet und die Schale auf leichten Druck nachgibt, denn erst dann lässt sich die Schale auch ohne Probleme abziehen. Unreif schmeckt eine Drachenfrucht nur nach Wasser, das Aroma entfaltet sich erst, wenn sie wirklich reif ist. Dann kann man sie einfach wie eine Kiwi aufschneiden und das Fruchtfleisch dann mit dem Löffel essen.

    Drachenfrüchte richtig lagern

    Nach dem Kauf sollte die Drachenfrucht möglichst bei Zimmertemperatur gelagert werden. Die Früchte müssen aufrecht stehen, noch besser ist es, sie aufzuhängen, denn auf diese Weise bilden sich keine Druckstellen. Wird die Drachenfrucht zu trocken gelagert, dann wird die Schale schnell schrumpelig. Wer eine Drachenfrucht als dekoratives Element, zum Beispiel auf einem festlich gedeckten Tisch oder auf einem Büfett aufstellen will, der sollte sie mehrmals am Tag befeuchten.

    Bild: © Depositphotos.com / Amaviael

  • Das Broken-Heart-Syndrom – wenn das Herz im Stress ist

    Das Broken-Heart-Syndrom – wenn das Herz im Stress ist

    Wie eng die Psyche und der Körper miteinander verbunden sind, das zeigt sich sehr deutlich besonders am sogenannten Broken-Heart-Syndrom. Vom Syndrom des gebrochenen Herzens wird immer wieder im Zusammenhang mit Liebeskummer gesprochen, aber das Broken-Heart-Syndrom tritt nicht nur dann auf, wenn eine Liebe unglücklich verläuft, es kann auch bei großem Stress, bei extremer Angst und auch bei Trauer zum Broken-Heart-Syndrom kommen. Nicht selten wird das Broken-Heart-Syndrom aber auch mit dem sehr viel gefährlichen Herzinfarkt verwechselt, da die Symptome ähnlich sind, und meist kann erst ein EKG Aufschluss genau darüber Auskunft geben, um was es sich handelt.

    Das EKG bringt Klarheit

    Die Symptome ähneln sich, denn wie bei einem Herzinfarkt, so fühlen auch diejenigen, die ein Broken-Heart-Syndrom erleiden, quälende Schmerzen in der Brust, sie haben starke Probleme mit der Atmung und bekommen Todesangst. Erst beim EKG kann der Arzt sehen, ob es ein Broken-Heart-Syndrom oder tatsächlich ein Herzinfarkt ist. Bei einem Broken-Heart-Syndrom schlägt das Herz in der Spitze mit verminderter Leistung und die Form der linken Herzkammer ist verändert, anders als das bei einem Infarkt der Fall ist. In der Regel sieht der Arzt diese Veränderungen schon beim EKG oder bei einer Ultraschalluntersuchung, wenn der Befund aber nicht eindeutig ist, dann kann eine letztendlich nur eine Herzkatheteruntersuchung Klarheit bringen.

    Broken-Heart-Syndrom – Eine Überflutung des Herzmuskels

    Ärzte sprechen beim Broken-Heart-Syndrom auch von Stress-Kardiomyopathie, denn Stress ist einer der Hauptgründe, warum es überhaupt zu diesem Syndrom kommt. Forscher vermuten, dass eine extreme psychische oder körperliche Belastung das Broken-Heart-Syndrom auslösen kann, wenn zum Beispiel das vegetative Nervensystem zu stark aktiviert wird. Das führt dann zu einer Überreizung der Herzwand, und das besonders in der Nähe der Herzspitze. Zudem werden massiv Stresshormone ins Blut abgegeben und das einströmende Kalzium in den Zellen sorgt schließlich für eine Verkrampfung des Herzmuskels, was dann zu heftigen Schmerzen und zu Luftnot führt. Kein anderes akutes Krankheitsbild zeigt in dieser Deutlichkeit, wie eng doch Körper und Seele miteinander verbunden sind.

    Ältere Frauen sind besonders gefährdet

    Das Broken-Heart-Syndrom trifft meist ältere Frauen, die die Menopause bereits hinter sich haben und die durch einen schweren Schicksalsschlag, wie zum Beispiel durch den Tod des Ehemanns, starken psychischen Belastungen und Stress ausgesetzt sind. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen junge Frauen nach einem heftigen Streit mit dem Partner mit dem Broken-Heart-Syndrom in die Notaufnahme eingeliefert wurden. Aber es gibt noch andere Gründe für eine Stress-Myokardiopathie, beispielsweise die Angst vor einen großen operativen Eingriff oder die Diagnose Krebs, sogar vor einem Besuch beim Zahnarzt kann es zum Broken-Heart-Syndrom kommen.

    Wie wird ein Broken-Heart-Syndrom behandelt?

    Bei ca. zwei Prozent der Patienten, die mit einem Verdacht auf Herzinfarkt in die Klinik kommen, handelt es sich nach einer genauen Untersuchung um das Broken-Heart-Syndrom. Die Dunkelziffer dürfte aber weitaus höher sein, weil das Syndrom nicht immer erkannt wird. Eine gründliche Untersuchung ist jedoch für die richtige Therapie entscheidend. Bei einem Herzinfarkt müssen die Ärzte ein Gerinnsel behandeln, das den Blutfluss blockiert, bei der Behandlung des Broken-Heart-Syndroms geht es aber darum, die Stresshormone zu bekämpfen, die außer Kontrolle geraten sind. In der Regel werden Betablocker gegeben, die das Herz beruhigen sollen, aber auch die Behandlung mit einem Beruhigungsmittel erzielt meist den gewünschten Erfolg. Die Betroffenen werden zudem einige Tage auf der Intensivstation überwacht, denn es besteht immer die Gefahr, dass die Patienten in einen Schockzustand rutschen, dass der Kreislauf zusammenbricht und dass es zu einem Multiorganversagen kommt.

    Das Broken-Heart-Syndrom verursacht anders als ein akuter Herzinfarkt, keine bleibenden Schäden bei den Patienten, in der Regel erholen sie sich sehr schnell wieder. Wenn das EKG unauffällig bleibt, dann besteht keine Gefahr mehr und die Patienten können nach Hause entlassen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / Garsya

  • Proteste gegen die Klinikreform werden lauter

    Proteste gegen die Klinikreform werden lauter

    Die Große Koalition in Berlin plant eine weitreichende Klinikreform und die Krankenhäuser sind damit ganz und gar nicht einverstanden. Sie haben an einem bundesweiten Aktionstag darauf hingewiesen, dass der Gesetzesentwurf des Bundesgesundheitsministers Hermann Gröhe nicht nur für Ärzte und Pflegepersonal Nachteile haben wird, sondern dass besonders die Patienten darunter leiden werden. Die Krankenhäuser bemängeln, dass die geplante Klinikreform die Unterfinanzierung der Kliniken nicht lösen wird, aber es gibt noch andere Kritikpunkte, auf die der Präsident der Bundesärztekammer Frank Ulrich Montgomery hinwies.

    Klinikreform – Eine Strukturreform

    Die geplante Klinikreform, über die im Bundestag momentan beraten wird, sieht unter anderem vor, dass es Strukturreformen geben wird. Im Klartext heißt das, Krankenhäuser, die Überkapazitäten haben, müssen diese abbauen, außerdem werden die Kliniken in Zukunft nicht mehr nur nach ihrer Quantität, sondern vielmehr nach ihrer Qualität beurteilt werden. Außerdem soll es mehr Geld für neue Pflegestellen geben. Gröhes Pläne versprechen keine Lösung der Probleme, kritisierte Montgomery, und für viele Kliniken stehe nichts weniger als ihre Existenz auf dem Spiel. Viel wichtiger seien neue Stellen für Ärzte und Pflegepersonal sowie ein finanzieller Ausgleich für tarifliche Steigerungen, zudem müssten die einzelnen Länder mehr investieren.

    Hilfe für die Ärzte

    Auch vom Hartmannbund und vom Marburger Bund kommt massive Kritik an der geplanten Klinikreform. Rudolf Henke, der Vorsitzende des Marburger Bundes, sieht in der Klinikreform keine Lösung auf Dauer, wenn es um die finanziellen Probleme der Krankenhäuser geht, die wirtschaftlich gefährdet sind. Die Klinikreform wird vielmehr zu einer Unterfinanzierung führen und damit folglich auch zu einer Unterbesetzung, was wiederum für die Beschäftigen eine weitere gesundheitliche Belastung darstellt. Klaus Reinhardt, der Chef des Hartmannbundes fordert die Koalition auf, den Gesetzesentwurf zu korrigieren, damit besonders die Ärzte ihrer verantwortungsvollen Arbeit unter einigermaßen zumutbaren Bedingungen weiter nachgehen können.

    Die Reform ist notwendig

    Es gibt aber nicht nur Stimmen gegen die Pläne einer Klinikreform, vor allem die Krankenkassen befürworten die Pläne von Hermann Gröhe. So sagte der Vorstandsvorsitzende der Barmer Ersatzkasse Christoph Straub, der Minister solle sich an den geplanten Kurs halten und nicht unter den kritischen Stimmen und dem lautstarken Protest einknicken. Die Wünsche der Krankenhäuser seien ein großer Kostenfaktor für die Krankenkassen, ohne dass dabei an die bessere Versorgung der Patienten gedacht werde. Die Klinikreform sei dringend notwendig, damit die Qualitätsziele nicht verpasst und die Kosten nicht noch weiter aus dem Ruder laufen.

    Verschiedene Ansichten

    Die Opposition im Bundestag sieht in der Klinikreform eine so wörtlich „gefährliche Frechheit“, besonders gegenüber den Pflegekräften, die schon heute jeden Tag am Limit arbeiten. Gefährlich ist die geplante Reform auch für die Patienten, die, wenn die Reform kommen sollte, noch schlechter verpflegt werden, als das bisher schon der Fall ist. Die SPD sagte jetzt zu, dass sie sich um eine Verbesserung der Vorlage bemühen will.

    Bild: © Depositphotos.com / sudok1