Kategorie: Schwangerschaft & Baby

Schwangerschaft & Baby mit Gesundheits-Magazin.net

Die meisten Frauen, die schwanger werden, freuen sich auf ihr Baby und können es kaum abwarten, bis die neun Monate vorbei sind und sie ihr Kind endlich in den Armen halten dürfen. Aber es gibt auch Frauen, die sind nicht erfreut, wenn der Arzt ihnen verkündet, dass sie Nachwuchs erwarten, denn nicht immer passt ein Kind auch in die Lebensplanung. Eine Schwangerschaft ist wie eine aufregende Reise, in deren Verlauf immer wieder etwas Neues und Überraschendes passiert. Dank der modernen Medizin sind Schwangerschaften heute einfacher und vor allem sicherer geworden. Die Mutter kann praktisch live miterleben, wie ihr Baby wächst, sie kann die Herztöne hören und auf Wunsch kann sie auch erfahren, ob sie einen Jungen oder ein Mädchen bekommt. Für Frauen, die im reiferen Alter noch einmal schwanger werden, gibt es sehr gute und verlässliche Diagnoseverfahren, mit denen unter anderem auch untersucht werden kann, ob das Baby gesund zur Welt kommen wird.

Mussten sich in früheren Zeiten die Frauen in der Schwangerschaft eher passiv verhalten, so haben die Frauen von heute nur wenige Einschränkungen, wenn sie ein Baby erwarten. Trotzdem sollten sich Frauen in der Schwangerschaft nicht überanstrengen, das gilt vor allem für die werdenden Mütter, die vielleicht eine Risikoschwangerschaft haben. Keine Frau möchte eine Fehlgeburt riskieren und deshalb sind Dinge wie zu schweres Heben, zu langes Stehen und auch schwere körperliche Arbeit tabu, wenn man schwanger ist. Wenn das Kind gesund und zum errechneten Termin das Licht der Welt erblicken soll, dann muss die Mutter umsichtig leben.

  • Was passiert in den verschiedenen Schwangerschaftswochen?

    Was passiert in den verschiedenen Schwangerschaftswochen?

    Eine Schwangerschaft kann durchaus als Wunder der Natur bezeichnet werden. Zu spüren, wie neues Leben in einem wächst, ist für die meisten Frauen eines der intensivsten Gefühle, die sie in ihrem Leben erfahren. Umso wichtiger ist es für sie, auch zu wissen, in welchem Entwicklungsstadium sich das ungeborene Kind gerade befindet. Um dies herauszufinden, ist es wichtig zu wissen, in welcher Schwangerschaftswoche man sich gerade befindet. Eine Schwangerschaft besteht aus insgesamt 40 Schwangerschaftswochen – kurz: SSW. Jede Woche ist von anderen Entwicklungsschritten geprägt und hat auch große Auswirkungen auf den weiblichen Körper.

    Erste Anzeichen der Schwangerschaft

    Während der Schwangerschaftswochen wächst nicht nur der Bauch der Frau. Werdende Mütter bemerken häufig, dass sie schwanger sind, weil die Periode ausbleibt oder die Brüste plötzlich überempfindlich sind. Hinzu kommen weitere Veränderungen, wie zum Beispiel:

    • Stimmungsschwankungen
    • Unruhiger Schlaf
    • Vergesslichkeit / „Schwangerschaftsdemenz“
    • Übelkeit
    • Sodbrennen
    • Heißhunger
    • Veränderungen der Brustwarzen

    In welchen Schwangerschaftswochen welche Symptome auftreten, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Viele werdende Mütter durchleben die SSW auch ganz ohne Beschwerden. Dennoch werden bestimmte Anzeichen gewissen Schwangerschaftswochen zugeordnet. Das berühmteste Beispiel hierfür ist wahrscheinlich die Übelkeit, die in der Regel im ersten Drittel der SSW auftritt. Viele Frauen wissen zunächst gar nicht, dass sie schwanger sind und wundern sich, warum sie so häufig erbrechen müssen.

    Eine Beschwerde, unter der viele Frauen erst in den späteren Schwangerschaftswochen leiden, ist die Schwangerschaftsdemenz. Hierbei handelt es sich keinesfalls um eine Demenz im eigentlichen Sinne, sondern eine temporäre Vergesslichkeit aufgrund von Stress, Schlafmangel und hormonellen Veränderungen. Die Schwangerschaftsdemenz hält auch bei vielen Frauen noch nach der Entbindung an und steht in enger Verbindung zum Still-Prozess.

    Die Berechnung der Schwangerschaftswochen

    Noch wichtiger als die Veränderung des weiblichen Körpers während der SSW ist jedoch die Entwicklung des Kindes. Die meisten Eltern wollen, sobald sie wissen, dass sie ein Kind erwarten, sofort wissen, in welcher SSW sich die Frau gerade befindet. Um dies herauszufinden, kann man die SSW berechnen. Hierfür sind folgende Informationen notwendig:

    • Der erste Tag der letzten Periode
    • Die Länge desweiblichen Zyklus

    Zur Berechnung der Schwangerschaftswochen wenden die meisten Gynäkologen die Naegele-Regel an. Franz Naegele war ein Gynäkologe aus Heidelberg, der sich intensiv mit der Biologie der Frau befasst und eine Regel zur Berechnung der Schwangerschaftswochen aufgestellt hat. Diese lautet:

    Erster Tag der letzten Regelblutung + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr = wahrscheinlicher Geburtstermin

    Wenn der wahrscheinliche Geburtstermin ermittelt wurde, kann man vor dem Hintergrund, dass eine Schwangerschaft 40 Wochen lang dauert, bestimmen, in welcher SSW sich die Frau gerade befindet. Diese Rechnung hat sich im Laufe der Jahre etabliert und bewährt und ist die Grundlage für zahlreiche SSW-Rechner im Internet.

    Die Bestimmung des Geburtstermins

    Wenn die aktuelle SSW schließlich ermittelt wurde, kann genau bestimmt werden, in welchem Entwicklungsstadium sich das Kind gerade befindet. Sehr interessant ist der Fakt, dass es den Embryo während der ersten beiden Schwangerschaftswochen noch gar nicht gibt. Eine Befruchtung der weiblichen Eizelle durch das männliche Spermium kann faktisch erst ab der 3. SSW stattfinden. Als rückwirkender Beginn der Schwangerschaft gilt jedoch nicht der Zeitpunkt der Befruchtung, sondern der Beginn des neuen Zyklus, also der erste Tag der letzten Periode vor der Befruchtung.

    Auch wenn diese Rechnung auf den ersten Blick sehr verwirrend erscheint, erfüllt sie ihren Zweck. Schwangerschaftswochen können auf diese Weise genau bestimmt werden. Weniger genau ist hingegen die Bestimmung des Geburtstermins. Dieser wird ganz bewusst als „wahrscheinlich“ betitelt. Tatsächlich halten sich die wenigsten Babys an Termine. Die meisten von ihnen kommen drei Wochen vor oder zwei Wochen nach dem wahrscheinlichen Geburtstermin auf die Welt. Nur rund 5 % der Säuglinge werden am errechneten Termin auf die Welt.

    Bindungen aufbauen

    Zu beobachten, wie sich der Embryo während der einzelnen Schwangerschaftswochen verändert und weiterentwickelt, ist etwas besonders Faszinierendes. Es vergeht keine Woche, in der das ungeborene Kind keine neue Fähigkeit entwickelt oder ein neues Körperteil ausbildet. Für die Eltern ist diese Zeit besonders spannend und auch wichtig, um eine Bindung zum Kind aufzubauen. Die Besuche beim Frauenarzt sind aus diesem Grund nicht nur für die Mutter, sondern auch für den Vater von großer Wichtigkeit. Das Hören der Herztöne oder das Betrachten von Ultraschallbildern sorgt dafür, dass auch der Mann während der einzelnen Schwangerschaftswochen eine Beziehung zum ungeborenen Kind entwickelt und sich nach und nach in seine Rolle als werdender Vater hineinversetzen kann.

    Die Entwicklung des Kindes während der einzelnen Schwangerschaftswochen

    Wie weiter oben bereits erwähnt, dient die Ermittlung der SSW dazu, um festzustellen, in welchem Entwicklungsstadium sich das Kind gerade befindet. Generell wird eine Schwangerschaft in der Regel ab der 5. SSW erkannt, da dies der Zeitpunkt ist, in dem die Periode ausbleibt und ein handelsüblicher Schwangerschaftstest aus der Apotheke zum Einsatz kommen kann. Dieser funktioniert nämlich erst ab dem ersten Tag der ausbleibenden Periode. Wer schon früher die Vermutung einer Schwangerschaft hat und Gewissheit haben will, kann einen sogenannten Schnelltest durchführen. Prinzipiell sollten Sie – egal, ob Sie vermuten, schwanger zu sein oder nur die Vermutung haben – sofort Ihren Frauenarzt aufsuchen. Dieser kann dann spezielle Untersuchungen durchführen und Ihnen genau sagen, in welcher SSW Sie sich befinden.

    Wenn Sie bereits wissen, welche Schwangerschaftswochen Sie schon hinter sich gebracht haben und in welcher Sie sich gerade befinden, können Sie in der nachfolgenden Übersicht genau nachvollziehen, in welchem Stadium sich Ihr Kind derzeit befindet und welche Entwicklungsschritte als nächstes folgen werden.

    Weiterführender Beitrag: Die 40 Schwangerschaftswochen (SSW) im Überblick

    Bild: © Depositphotos.com / elmirex2009

  • Schwangerschaftsdemenz – mehr als nur ein Mythos

    Schwangerschaftsdemenz – mehr als nur ein Mythos

    Schwangerschaftsdemenz klingt auf den ersten Blick schlimmer als es eigentlich ist, trotzdem ranken sich um die Schwangerschaftsdemenz viele Mythen. Viele Frauen sind von diesem Phänomen in den ersten Wochen und Monaten der Schwangerschaft betroffen, und es ist nicht immer einfach, damit umzugehen, wenn plötzlich die richtigen Worte fehlen und Vergesslichkeit zum Alltag gehört. Schwangerschaftsdemenz heißt, in den Supermarkt zu gehen und dann nicht mehr zu wissen, was man eigentlich kaufen wollte, aber Schwangerschaftsdemenz heißt auch, nicht mehr in die eigene Wohnung zu können, weil man vergessen hat, wo der Schlüssel ist.

    Welche Ursachen hat eine Schwangerschaftsdemenz?

    Während einer Schwangerschaft spielen die Hormone bekanntlich ein bisschen verrückt und in der Zusammenstellung der Hormone sind auch die Ursachen für eine Schwangerschaftsdemenz zu finden. In früheren Zeiten war eine Schwangerschaftsdemenz ein sicheres Zeichen dafür, dass die Frau ein kleines Mädchen erwartet, denn Mädchen machen vergesslich. Jetzt haben Studien bewiesen, dass an dieser Aussage tatsächlich etwas dran ist, denn bei Frauen, die ein Mädchen erwarten, sind die Symptome der Schwangerschaftsdemenz deutlich stärker ausgeprägt wie bei den Frauen, die mit einem Sohn schwanger sind. Kanadische Forscher haben herausgefunden, dass es einen Zusammenhang mit den unterschiedlichen Botenstoffen gibt, die ungeborene Kinder aussenden, und diese Botenstoffe beeinflussen unter anderem auch das Gedächtnis. In Versuchen wurde festgestellt, dass Frauen, die einen Sohn erwarten, eine bessere Gedächtnisleistung als diejenigen haben, die eine Tochter erwarten.

    Unangenehm und oft peinlich

    Frauen, die unter einer Schwangerschaftsdemenz leiden, stoßen im alltäglichen Leben oft an ihre Grenzen. So ist es zum Beispiel peinlich, wenn die beste Freundin aus dem Restaurant anruft und der Schwangeren dann erst einfällt, dass sie dort schon vor einer Stunde verabredet war. Auch Termine beim Arzt werden einfach vergessen, ebenso Besuche bei den Schwiegereltern oder ein Treffen mit Freunden im Café. Mit einer echten Demenz, wie sie im Alter auftritt, hat eine Schwangerschaftsdemenz allerdings nichts zu tun, denn eine Schwangerschaftsdemenz ist nur vorübergehend und in den allermeisten Fällen schon wenige Wochen nach der Geburt des Kindes wieder verschwunden und kommt auch nicht wieder.

    Tipps gegen die Schwangerschaftsdemenz

    Frauen, die unter Schwangerschaftsdemenz leiden, fühlen sich oftmals verunsichert, wie sie mit der veränderten Situation umgehen sollen. Viele wollen einfach nicht akzeptieren, dass sie unter Vergesslichkeit leiden und fürchten, als „blöd“ abgestempelt zu werden. Ein Mittel gegen Schwangerschaftsdemenz gibt es nicht und es ist auch nicht notwendig, denn es gibt einige sehr effektive Tricks, wie man mit der Schwangerschaftsdemenz umgehen kann. Zu diesen Tipps und Tricks gehören unter anderem:

    • Wichtige Termine aufschreiben und die Liste gut sichtbar, zum Beispiel an den Kühlschrank oder an den Badezimmerspiegel kleben
    • Die Memory-Funktion des Smartphones nutzen und sich einfach automatisch an wichtige Dinge erinnern lassen
    • Nicht zu viele Termine auf einmal machen. Besser ist es, alle Termine auf die ganze Woche zu verteilen

    Um mit der Schwangerschaftsdemenz zurechtzukommen, sollte sich die Schwangere viel Ruhe gönnen. Einfach mal hinlegen und ein Buch lesen oder Musik hören, ist sehr entspannend und macht den Kopf frei. Viel trinken kann auch hilfreich sein, zum Beispiel Mineralwasser und ungesüßten Tee, am Tag dürfen es ruhig anderthalb Liter sein. Eine ausgewogene Ernährung mildert nicht nur die Symptome einer Schwangerschaftsdemenz, sie hilft auch dabei, dass sich in der Schwangerschaft nicht allzu viele Kilos ansammeln. Ausgiebige Spaziergänge können ebenfalls dabei helfen, das Gehirn wieder in Schwung zu bringen, außerdem sind sie sehr gesund für Mutter und Kind. Frauen, die noch arbeiten, sollten immer mal wieder eine kleine Pause einlegen und versuchen zur Ruhe zu kommen, denn auch zu langes konzentriertes Arbeiten ist für eine Schwangerschaftsdemenz nicht gerade von Vorteil.

    Wen die Schwangerschaftsdemenz erwischt, der muss sich in Geduld üben und warten, bis das Baby geboren ist.

    Bild: © Depositphotos.com / Astroid

  • Mehrlingsgeburt in Mexiko – Sieben auf einen Streich

    Mehrlingsgeburt in Mexiko – Sieben auf einen Streich

    Immer wieder sorgen Mehrlingsgeburten für Schlagzeilen, wie zum Beispiel die Geburt der Vierlinge in Berlin, die von einer 64 Jahre alten Frau zur Welt gebracht wurden. Jetzt meldet Mexiko eine Mehrlingsgeburt und hier waren es gleich sieben Babys, von denen eines aber unmittelbar nach der Geburt bereits verstorben ist. Auch die Frau aus Mexiko hatte sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterzogen und die Kinder kamen in der 26. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt auf die Welt.

    Mehrlingsgeburt – Die Ärzte kämpfen

    Es war das erste Mal, dass in Mexiko eine Frau gleich sieben Kinder auf einmal geboren hat. Die Geburt in der mexikanischen Stadt Guanajuato war dramatisch, denn die sieben Babys mussten 14 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin mit einem Notkaiserschnitt auf die Welt geholt werden. Bei der 30 Jahre alten Mutter hatten die Wehen eingesetzt und die Ärzte haben versucht, die Geburt der Kinder noch bis zu 29. Woche zu verzögern, um den Kindern eine bessere Überlebenschance zu geben. Jetzt müssen sie um das Leben der drei Mädchen und der drei Jungen kämpfen. Sie liegen zusammen mit der Mutter in einem Krankenhaus in der Provinzhauptstadt Celaya und werden künstlich beatmet. Das „schwerste“ Kind wiegt 650 Gramm, das leichteste 550 Gramm. Ein Mädchen, das nur 450 Gramm auf die Waage brachte, starb kurz nach der Geburt an Herzstillstand.

    Wie sinnvoll sind Fruchtbarkeitsbehandlungen?

    Dass es nach Fruchtbarkeitsbehandlungen immer wieder eine Mehrlingsgeburt gibt, das ist bekannt, aber nach der Geburt der Siebenlinge in Mexiko stellt sich vielen Medizinern wieder die Frage, ob es sinnvoll ist, eine Mehrlingsgeburt in dieser Größenordnung möglich zu machen. Die moderne Medizin ist heute in der Lage, auch Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm adäquat auf Intensivstationen zu behandeln, aber ob man den Kindern und auch den Eltern damit einen großen Gefallen erweist, ist höchst fraglich. Bei extrem kleinen Kindern, wie es jetzt auch in Mexiko der Fall ist, kann man nicht absehen, wie sich die Kinder entwickeln werden. Nicht selten kommt es zu Hirnschäden und die Kinder bleiben zum Beispiel ihr Leben lang blind oder geistig behindert.

    Unerfahrene Ärzte

    Mehrlingsgeburten sind keine Seltenheit mehr, immer mehr Frauen bekommen mehr als zwei Kinder nach einer Fruchtbarkeitsbehandlung. Schuld an dieser Entwicklung sind vielfach zu unerfahrene Ärzte. Erfahrene Reproduktionsmediziner fordern jetzt eine bessere und fundiertere Ausbildung. Das Problem ist, dass praktisch jeder Arzt eine Fruchtbarkeitsbehandlung durchführen darf. Heute kommen rund 2.000 Kinder im Jahr zur Welt, deren Mütter sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterzogen haben, und fast jede dritte Geburt ist eine Mehrlingsgeburt mit Zwillingen oder sogar Drillingen. In diesen Zahlen sind aber nicht die Mehrlingsgeburten enthalten, die durch andere Techniken in der Fortpflanzungsmedizin gezeugt wurden, zum Beispiel durch eine hormonelle Stimulanz der Eierstöcke oder durch Medikamente, die die Reifung der Eizellen aktivieren.

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  • Gefährlicher Leichtsinn – Alkohol in der Schwangerschaft

    Gefährlicher Leichtsinn – Alkohol in der Schwangerschaft

    Alkohol in der Schwangerschaft ist eine der größten Gefahren für das ungeborene Kind, trotzdem zeigt eine neue Umfrage, dass viele schwangere Frauen sehr leichtsinnig mit der Gesundheit ihres Kindes umgehen, denn jede fünfte Schwangere gab an, ab und zu Wein oder Bier zu trinken. Aber nicht nur der Alkohol in der Schwangerschaft ist offenbar das Problem, auch das Unwissen um mögliche Gefahren ist ein Problem geworden.

    Alkohol in der Schwangerschaft – Die Meinung der Bürger

    Laut der aktuellen Umfrage halten 18 % der Deutschen Alkohol in der Schwangerschaft für völlig unbedenklich, zehn Prozent hatten keine Meinung zu diesem Thema, aber 72 % der Befragten haben sich eindeutig gegen Alkohol in der Schwangerschaft ausgesprochen. Die Umfrage zeigte auch, dass es vom Alter abhängt, ob der Alkohol in der Schwangerschaft akzeptiert wird oder nicht. In der Gruppe derjenigen, die zwischen 18 und 24 Jahre alt sind, waren vier Prozent der Ansicht, dass ein Glas Wein oder Bier durchaus vertretbar ist. In der Gruppe der über 50-Jährigen halten 23 %, also fast ein Viertel, Alkohol in der Schwangerschaft für unbedenklich. Schon einmal gab es eine Umfrage zum Thema Alkohol in der Schwangerschaft und damals kam die Umfrage des Robert-Koch-Instituts zu einem ähnlichen Ergebnis. Auch in der früheren Umfrage gab jede fünfte Frau an, dass sie Alkohol in der Schwangerschaft nicht für gefährlich hält.

    Wie gefährlich ist es, während der Schwangerschaft zu trinken?

    Schwangere Frauen, die Alkohol trinken, riskieren, dass ihr Kind mit lebenslangen Behinderungen zur Welt kommt. Zu den Schäden, die Alkohol verursachen kann, gehören kognitive Schäden wie zum Beispiel Kleinwuchs, aber auch die Gefahr ist sehr groß, dass die Organe wie die Leber oder das Herz des Kindes Schaden nehmen können. Eine weitere Gefahr, wenn Alkohol während der Schwangerschaft getrunken wird, ist die vorzeitige Geburt, die wiederum eine große Gefahr für die Gesundheit des Kindes darstellt. Nach Meinung von Experten kommen in Deutschland jedes Jahr rund 10.000 Kinder zur Welt, die gesundheitlich geschädigt sind, weil die Mutter während der Schwangerschaft Alkohol getrunken hat.

    Ein gefährlicher Irrglaube

    Noch vor 50 Jahren waren Frauenärzte der Ansicht, dass Frauen, die in der Schwangerschaft regelmäßig Rotwein trinken, das Herz des ungeborenen Kindes stärken. Auch Bier hatte einen guten Ruf, denn es sollte den Frauen nach der Geburt das Stillen erleichtern. Heute weiß man, wie gefährlich sowohl Wein als auch Bier für das noch ungeborene Kind sind. Trotzdem gehen viele Frauen immer noch davon aus, dass es nur die „harten“ alkoholischen Getränke wie Schnaps, Wodka oder Whiskey sind, die dem Kind im Mutterleib schaden können, Bier und Wein gelten hingegen als harmlos.

    Die Verharmlosung von Alkohol in der Schwangerschaft hat ihre Ursache auch im veränderten gesellschaftlichen Lebensstil, denn auch heute gehört Alkohol bei vielen Anlässen einfach dazu.

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  • Plötzlicher Kindstod – wie Eltern vorbeugen können

    Plötzlicher Kindstod – wie Eltern vorbeugen können

    Plötzlicher Kindstod – das ist der Albtraum aller Eltern. Sie fürchten sich davor, am Morgen ihr Kind tot in seinem Bettchen zu finden und dann mit dem quälenden Gefühl leben zu müssen, nicht auf ihr Kind aufgepasst zu haben. Über 100 Kinder sterben jedes Jahr am plötzlichen Kindstod, und die Ursachen für dieses Phänomen sind noch immer nicht restlos geklärt. Zwar gehen die Zahlen stetig zurück, aber die Angst vieler Eltern ist nach wie vor präsent. Was können Eltern tun, um einen plötzlichen Kindstod zu verhindern, und gibt es überhaupt geeignete Gegenmaßnahmen?

    Plötzlicher Kindstod – die Ursachen

    Immer dann, wenn ein gesundes und unauffälliges Kleinkind plötzlich ohne erkennbare Ursachen verstirbt, dann sprechen Mediziner vom Sudden Infant Death Syndrome, dem plötzlichen Kindstod. In den meisten Fällen tritt ein plötzlicher Kindstod zwischen dem zweiten und dem vierten Lebensmonat auf, wobei Jungen deutlich öfter betroffen sind als Mädchen. Eine eindeutige Ursache für den plötzlichen Tod eines Babys gibt es nicht, aber Ärzte sind der Meinung, dass es verschiedene Faktoren gibt, die zusammenkommen und den plötzlichen Tod eines Kindes auslösen. Eine dieser Ursache könnte die Unreife der Atemorgane sein, aber auch ein sehr tiefer Schlaf des Kindes kann zu einem Atemstillstand führen. Herzmuskelentzündungen oder auch plötzliche Herzrhythmusstörungen stehen im Verdacht, für den plötzlichen Kindstod verantwortlich zu sein.

    Plötzlicher Kindstod – Welche Risikofaktoren gibt es?

    In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Wissenschaft sehr intensiv mit dem Thema plötzlicher Kindstod beschäftigt und konnte eine Reihe von Risikofaktoren aufdecken. So sollten die Eltern eine Überwärmung vermeiden und ihre Kinder nicht zu warm zudecken. Plötzlicher Kindstod kann auch durch die Rückenlage des Kindes ausgelöst werden, und auch Mütter die rauchen, setzen ihre Kinder einem höheren Risiko aus. Zusammengefasst sollten Eltern die 3-R-Regel befolgen:

    • Rauchfrei leben
    • Richtig zudecken
    • Rückenlage

    In früheren Zeiten war die Rückenlage bei schlafenden Babys nicht sonderlich beliebt, denn es bestand angeblich die Gefahr, dass das Kind Erbrochenes in die Luftröhre bekommt und so daran ersticken konnte. Diese Gefahr wurde eindeutig widerlegt, und seitdem die Kinder wieder auf den Rücken gelegt werden, sind die Fälle von plötzlichem Kindstod um rund 80 % zurückgegangen. Eltern sollten ihren Nachwuchs nur von Zeit zu Zeit auf den Bauch drehen, damit die Rückenmuskulatur gestärkt wird. Das Kind sollte in der Bauchlage aber beobachtet werden und nicht in dieser Lage einschlafen.

    Schlafsack statt Decke

    Wird das Kind zu warm eingepackt, dann steigt ebenfalls das Risiko für einen plötzlichen Kindstod, aber eine Decke birgt noch andere Gefahren. Eine warme Decke, zum Beispiel ein Federbett, kann zu Überwärmung und in der Folge zu einem Atemrückstau führen. Die bessere Wahl ist ein Schlafsack, in dem das Kind sicher und nicht zu warm liegt. Eltern sollten beim Kauf eines Schlafsacks aber immer darauf achten, dass der Halsumfang nicht größer ist als der kindliche Kopf, denn sonst kann es passieren, dass das Baby herausrutscht. Die passende Länge des Schlafsacks berechnet sich aus der Körpergröße des Kindes minus Kopflänge. Der Schlafsack sollte zudem 15 cm länger als das Kind sein, damit es ausreichend Platz zum Strampeln hat.

    Das Bett sollte spartanisch sein

    Ein plötzlicher Kindstod kann auch durch ein zu voll gepacktes Bett ausgelöst werden, daher sollte das Bettchen eher spartanisch eingerichtet werden. Eine feste aber immer luftdurchlässige Matratze gehört ins Kinderbett, aber auf ein Kopfkissen und eine wärmende Fellunterlage sollte verzichtet werden. Die sogenannten Nestchen sind ebenfalls keine gute Wahl und auch Kuscheltiere, deren Fasern die Atemwege des Kindes verstopfen können, haben im Babybett nichts zu suchen. Im ersten Lebensjahr sollte das Kind im Schlafzimmer der Eltern schlafen, allerdings nicht im elterlichen Bett. Ein plötzlicher Kindstod kann auch dann auftreten, wenn Eltern und Kinder sich das Bett teilen.

    Bild: © Depositphotos.com / lucidwaters

  • Dreimonatskolik – Was sie auslöst und was dagegen hilft

    Dreimonatskolik – Was sie auslöst und was dagegen hilft

    Vielen Eltern sind Dreimonatskoliken ein schreckhafter Begriff. Wenn das Baby unkontrolliert und ohne erkennbaren Grund schreit und sich nicht beruhigen lässt, kann man sich relativ sicher sein, dass es unter den Beschwerden einer Dreimonatskolik leidet. Was der Auslöser für die starken Schmerzen sind und wie Sie Ihrem Baby helfen können, verraten wir Ihnen im folgenden Beitrag.

    Was ist eine Dreimonatskolik?

    Mediziner sprechen von einer Dreimonatskolik, wenn der Säugling, der ansonsten kerngesund ist, ohne Grund anfängt zu schreien. Diese Attacken treten meist nach Mahlzeiten und in den Abendstunden ein. Während die Schreianfälle für das Kind total unbedenklich sind, verzweifeln viele Eltern beinahe, wenn ihr Kind an einer Kolik leidet.

    Neben dem Schreien ist auch Unruhe ein Symptom einer Dreimonatskolik. Die betroffenen Kinder haben oft einen aufgeblähten Bauch und leiden unter Schmerzen im Magen-Darm-Bereich.

    Meistens entstehen Dreimonatskoliken während der zweiten Lebenswoche. Bis zum Ende des dritten Lebensmonats lassen sie in der Regel wieder nach. In Einzelfällen kann eine Dreimonatskolik aber auch das komplette erste Lebensjahr andauern.

    Wie entsteht eine Dreimonatskolik?

    Ob es sich bei der Dreimonatskolik tatsächlich um eine Krankheit handelt, darüber sind sich Experten immer noch nicht sicher. Viel häufig werden die Koliken, die die Säuglinge vor allem in den ersten drei Monaten ihres Lebens heimsuchen, als Allgemeinzustand beschrieben. Ärzte sehen inzwischen verschiedene Faktoren als Ursachen für eine Dreimonatskolik an. Zu diesen gehören unter anderem:

    • Schlucken von zu viel Luft beim Trinken
    • Unausgereifte Darmflora
    • Störung der magen-Darm-Motorik
    • Psycho-soziale Schwierigkeiten zwischen Kind und Eltern

    Viele Kinderärzte gehen davon aus, dass nicht ein Faktor allein, sondern das Zusammenspiel vieler für die Dreimonatskoliken verantwortlich ist.

    Was können Eltern gegen Dreimonatskoliken tun?

    Wer seinem Baby helfen will, die schmerzhaften Krämpfe und Blähungen zu überstehen, kann dies auf verschiedenen Wegen tun.

    Einer davon ist, die Koliken gar nicht erst entstehen zu lassen. Da sich Mediziner jedoch wie bereits erwähnt noch immer nicht sicher sind, was genau die Schmerzen bei den Säuglingen auslöst, ist dies leider leichter gesagt als getan. Vor allem Kinder, die mit der Flasche ernährt werden, schlucken beim Trinken viel Luft. Um dies zu vermeiden, sollten Sie daher darauf achten, dass die Blasen, die bei der Zubereitung der Milch entstehen, verschwinden, ehe Sie Ihr Kind füttern. Auch eine entspannte Stimmung, die das Kind nicht animiert, hektisch zu trinken, hilft, um die Aufnahme der Luft zu minimieren.

    Wenn Sie Ihrem Kind nicht die Flasche geben, sondern es stillen, kann es von Vorteil sein, wenn Sie während dieser Zeit auf den Verzehr von blähenden Lebensmitteln verzichten. Hierzu gehören vor allem Kohlarten und Hülsenfrüchte.

    Darüber helfen oftmals auch leichte Massagen. Dazu streichen Sie sanft im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel Ihres Kindes herum. Unterstützt wird die Wirkung durch Wärme. Sorgen Sie also unbedingt dafür, dass Ihre Hände während der Massage angenehm warm sind. Allgemein ist Wärme (in Form eines Körnerkissens oder einer Wärmflasche) immer hilfreich, da sie den Prozess der Verdauung anregt und unterstützt.

    Ein wahres Hausmittel gegen Dreimonatskoliken ist Kümmel- und Fencheltee. Dieser kann entweder zur Flaschenmahlzeit hinzugegeben oder einzeln verabreicht werden.

    Kümmel ist auch in verschiedenen Salben enthalten, die Sie in der Apotheke kaufen können. Eine davon ist die Windsalbe, die sich bereits seit Generationen als Mittel gegen Dreimonatskoliken bewährt. Die Salbe, die stark nach Kümmel riecht, wird sanft auf den Bauch aufgetragen und kann auch mit einer Massage kombiniert werden.

    Methoden und Mittel gegen Dreimonatskoliken

    • Fläschchen vor der Mahlzeit ruhen lassen, damit die Luftblasen verschwinden
    • Eine entspannte Grundstimmung während der Mahlzeit, um hektisches Trinken zu vermeiden
    • Verzicht auf blähende Lebensmittel während der Stillzeit
    • Massagen
    • Wärme
    • Kümmel- und Fencheltee
    • Windsalbe
    • Fliegergriff

    Oftmals hilft es auch einfach, wenn Sie sich als Betreuungsperson ablösen lassen. Säuglinge haben ein sehr sensibles Gespür für Stress und merken, wenn Ihre Nerven blank liegen. Ein neuer Aufpasser, der wesentlich entspannter ist, schafft es häufig viel besser, das Kind wieder zu beruhigen.

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