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  • Bereits 5% Gewichtsverlust helfen der Gesundheit

    Bereits 5% Gewichtsverlust helfen der Gesundheit

    Mit 1,4 Milliarden übergewichtigen Menschen ist die Fettleibigkeit ein weltweites 
Gesundheitsproblem. Allein in Deutschland sind 53% der Frauen und sogar 67% aller Männer übergewichtig. Adipöse Menschen haben ein stark erhöhtes Risiko an verschiedenen Erkrankungen zu leiden. Um das Gesundheitsrisiko zu senken wird in der Regel eine Gewichtsreduktion von 5 bis 10% empfohlen. Neue Erkenntnisse weisen nun daraufhin, dass bereits 5% weniger Gewicht einen bedeutenden Unterschied bedeuten kann.

    Die aktuelle Studie der Fachzeitschrift Cell Metabolism (2016), untersuchte 40 Testpersonen in einer randomisierten Studie auf die Auswirkung des Gewichthaltens und der Gewichtsreduktion um etwa 5%, 10% oder 15%. Dabei wurden mithilfe von Gesundheits-Checks folgende Werte regelmäßig ermittelt: Gewicht, Blutwerte, Beta- Zellen, Funktionalitäts-, Insulinsensibilitäts-, Blutdruck- und Herzschlagratenmessungen. Etwa die Hälfte der Probanden wurde einer Kontrollgruppe zugewiesen, die das Gewicht halten sollte. Die Experimentalgruppe sollte eine Gewichtsreduktion von mindestens 5% anstreben, wobei sich folgende Verteilung ergab – 5% (n=19), 10% (n=9) und 15% (n=9).

    Weniger Körperfett und bessere Blutwerte

    Nach Beendigung des Untersuchungszeitraums von etwa 10 Monaten konnte der Körperfettanteil der Teilnehmer um durchschnittlich 8% verringert werden. Des Weiteren zeigte sich, dass speziell das besonders schädliche viszerale Bauch- und Abdominalfett um 7% schrumpfte.

    Viszeralfett produziert bis zu 600 verschiedene Hormone, die das natürliche Gleichgewicht im
 Körper stören. Allen voran sei hier die durch Hormone entstehende Insulinresistenz zu nennen.

    Obwohl viele Risikofaktoren wie Körperfettgehalt, Blutzuckerwerte, Insulinresistenz, Triglycerin-
und Alaninwerte reduziert werden konnten, blieb der Gehalt der Blutfettwerte nach einem 5%-igen Gewichtsverlusts unverändert. Außerdem konnte durch die Gewichtsreduktion der systolische Blutdruck gesenkt werden. Der diastolische Wert reagierte jedoch nicht. Die Wirkung auf die Insulin-Sensibilität verstärkt sich mit einer weiteren Gewichtsreduktion von 10-15% noch einmal deutlich.

    Eine stetige Gewichtsreduktion ist angezeigt

    Als eine zentrale Erkenntnis sehen die Forscher auch die bereits eintretenden positiven Effekte auf die Stoffwechselrate bei einer 5%-igen Gewichtsreduktion. Ebenso konnte ein beginnender Muskelaufbau bei einer Reduktion von 10%
 festgestellt werden. Beide Faktoren erleichtern das weitere Abnehmen. Für Betroffene kann dies eine Motivation darstellen, da für Sie ein messbarer Punkt erreicht werden kann, an dem die Gewichtsreduktion vereinfacht gelingt.

    Wird der Schritt zur Gewichtsreduktion gewagt, ist dieser zunächst hart und erfordert viel Disziplin. Doch wird die Grenze von 5% erst einmal erreicht, können Patienten durch eine verbesserte Lebensqualität und aufgrund eines erhöhten Grundumsatzes und Stoffwechsels leichter weiter Abnehmen oder ihr Gewicht halten.

    So gefährlich ist Übergewicht

    Adipöse Menschen haben teilweise mit ernsthaften Beschwerden zu kämpfen. Als Folgeerkrankungen sind unter anderem Diabetes mellitus, Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck oder vorzeitiger degenerativer Gelenkverschleiß möglich. Es besteht ein höheres Risiko an Herzschwäche oder einen Schlaganfall zu leiden. Frauen klagen zudem häufig über Hormonstörungen.

    Der Grad der gesundheitsbeeinträchtigenden Wirkung wird durch den BMI (Body Mass Index) eingeschätzt. So gilt z.B. dass bei einem BMI von 35 die Sterblichkeitsrate bereits doppelt so hoch ist wie bei Normalgewichtigen. Zudem wird davon ausgegangen, dass der Körperfettanteil bei einer normalgewichtigen jungen Frau rund 20 kg und bei einem Mann circa 15 kg betragen sollte.

    Dabei ist Fettgewebe keinesfalls negativ zu beurteilen. Neben der Thermoregulation werden auch Hormone im Fettgewebe gebildet. Zudem hat sich gezeigt, dass ein normales Fettmaß das Immunsystem stärkt, da zu wenig Fett Stress für den Körper bedeutet.

    Bild: © Depositphotos.com / ljsphotography

  • Angina tonsillaris – die schmerzhafte Mandelentzündung

    Angina tonsillaris – die schmerzhafte Mandelentzündung

    Nase und Mund sind beliebte Ziele für Krankheitserreger aller Art, die ihren Weg in den menschlichen Körper suchen. Bevor sie aber in den Körper gelangen können, müssen sie an den Mandeln vorbei, die hinten im Rachenraum an den seitlichen Gaumenbögen liegen. Die Mandel sind so etwas wie Torwächter, die die Aufgabe haben, die oberen Atemwege vor Viren und Bakterien zu schützen, aber wenn das Immunsystem nicht mehr richtig funktioniert oder geschwächt ist, dann kommt es zu einer Angina tonsillaris, zu einer schmerzhaften Mandelentzündung.

    Was löst eine Angina tonsillaris aus?

    Wenn das Immunsystem nicht mehr seiner Funktion nachkommen kann, dann setzen sich die Krankheitserreger einfach an den Rachenmandeln fest und vermehren sich dort explosionsartig. In der Folge schwillt das Gewebe der Mandeln stark an, es beginnt zu schmerzen und das löst schließlich massive Schluckbeschwerden aus. Aus diesem Prozess erklärt sich auch das lateinische Wort Angina, das so viel wie Beklemmung oder auch Enge bedeutet. Ist die Mandelentzündung hingegen akut, dann spricht der Arzt von einer sogenannten Tonsillitis acuta. Die meisten Mandelentzündungen werden von Bakterien ausgelöst, und wenn das der Fall ist, dann gibt es verschiedene Krankheitsbilder. Es gibt die Scharlach-Angina, die Diphtherie-Angina und auch die Seitenstrang-Angina. Beim Pfeifferschen Drüsenfieber und bei der Herpangina sind die Auslöser jedoch keine Bakterien, sondern Viren.

    Welche Beschwerden verursacht eine Angina?

    Es sind vor allem die Schmerzen und die Schluckbeschwerden, die eine Angina tonsillaris so unangenehm machen. In der akuten Phase kann auch Fieber dazu kommen und die Betroffenen fühlen sich krank. Ist eine Mandelentzündung chronisch, dann sind die Beschwerden nicht so stark wie bei der akuten Variante, dafür gibt es hier die Gefahr, dass die ständige Entzündung der Mandeln Folgen haben kann. Zu diesen Folgen können eine Herzmuskelentzündung und ein Herzklappenfehler gehören, aber auch eine Nierenentzündung ist keine Seltenheit, wenn die Angina einen chronischen Verlauf nimmt. Besonders bei Kindern zwischen fünf und 15 Jahren ist das Risiko besonders groß, eine Angina tonsillaris zu bekommen.

    Wie wird eine Angina behandelt?

    Um festzustellen, welche Art der Angina vorliegt, untersucht der Arzt den Rachen- und Nasenraum sowie den Zungengrund mit der Hilfe eines Endoskops. Häufig tritt bei Kindern im Zuge einer Angina tonsillaris auch eine ebenso schmerzhafte Mittelohrentzündung auf. Um den Erreger bestimmen zu können, wird eine Blutuntersuchung gemacht. Steht fest, um welche Angina es sich handelt, dann wird eine entsprechende Behandlung eingeleitet. Bei einer leichten Angina tonsillaris helfen in der Regel schmerzstillende und entzündungshemmende Mittel wie spezielle Lutschtabletten. Gesellt sich Fieber zur Angina, dann ist Paracetamol eine gute Wahl, denn das lindert die Entzündung, senkt das Fieber und nimmt die Schmerzen. Sollten die Beschwerden nicht abklingen oder wenn sie sich noch verstärken, dann wird ein Breitbandantibiotikum zum Einsatz kommen, ein Mittel, das auch dann hilft, wenn die Angina tonsillaris durch Viren ausgelöst wurde.

    Welche Hausmittel gibt es?

    Nicht jeder möchte ein Mittel aus der Apotheke einnehmen, wenn der Hals schmerzt, und vertraut lieber auf bewährte Hausmittel. Zu diesen Hausmitteln gehört der Salbeitee, der bei einer Mandelentzündung aber nicht getrunken werden sollte, hier reicht es aus, damit zu gurgeln. Auch ein Tee aus Pfefferminze, aus Rosmarin, Kamille oder Ringelblume, der Schluck für Schluck kalt getrunken wird, kann helfen, die Schmerzen zu verringern. Bienenhonig ist ebenfalls ein bekanntes Hausmittel, wenn es um eine leichte Angina geht. Der Honig hat eine antibakterielle Wirkung und kommt, weil er süß schmeckt, vor allem bei Kindern gut an. Bei Kindern ebenfalls ein Renner ist Eis, denn das kalte Eis lässt die angeschwollenen Rachenmandeln schnell wieder abschwellen. Eltern sollten allerdings darauf achten, dass ihre Kinder Wassereis mit Fruchtgeschmack lutschen, denn Milchspeiseeis sorgt dafür, dass die oberen Atemwege verschleimen können.

    Bild: © Depositphotos.com / Jim_Filim

  • Tilidin gegen Schmerzen – hilfreich oder gefährlich?

    Tilidin gegen Schmerzen – hilfreich oder gefährlich?

    Schmerzmittel sind in der Medizin ein heikles Thema. Auf der einen Seite sind Schmerzmittel ein Segen, denn sie machen den Menschen, die zum Beispiel an Krebs erkrankt sind, das Leben einfacher, auf der anderen Seite sind Schmerzmittel ein Fluch, denn sie führen nicht selten in die Abhängigkeit. Fluch und Segen zugleich ist auch Tilidin, ein Wirkstoff, der in vielen Schmerzmitteln zu finden ist. Tilidin gegen Schmerzen ist hilfreich, aber gleichzeitig auch sehr gefährlich.

    Was ist Tilidin?

    Tilidin ist kein Medikament, sondern ein künstlich hergestellter Wirkstoff, der vor allem in der Drogenszene zu trauriger Berühmtheit kam. Nur Tilidin gegen Schmerzen einzunehmen, wäre wenig effektiv, erst wenn der Wirkstoff sich in der Leber in Nortilidin und Bisnortilidin verwandelt, dann tritt eine schmerzstillende Wirkung ein. Die beiden Stoffe wirken im zentralen Nervensystem und aktivieren dort ein schmerzstillendes System. Da Tilidin gegen Schmerzen zu den Opioiden gehört, entfaltet es eine euphorisierende und enthemmende Wirkung, was die Substanz für Drogenabhängige so interessant macht.

    Wann wird Tilidin gegen Schmerzen eingesetzt?

    Schmerzmittel mit Tilidin werden in der Regel nach schweren Operationen verabreicht, aber auch Menschen, die unter Rheuma oder unter starken Tumorschmerzen leiden, bekommen Tilidin gegen ihre Schmerzen. Der Wirkstoff Tilidin gegen Schmerzen ist die eine Seite, die andere Seite ist die Gefahr, abhängig zu werden, und das passiert unweigerlich, wenn Schmerzmittel, die Tilidin enthalten, über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Um die Gefahr der Sucht so niedrig wie eben möglich zu halten, wird Tilidin mit dem Wirkstoff Naloxon kombiniert. Das Naloxon wird dabei so dosiert, dass es das Tilidin blockiert, wenn es intravenös gegeben wird. Ist die Dosierung aber zu niedrig und wird oral eingenommen, dann hat das auf die Wirkung von Tilidin keinerlei Wirkung.

    Welche Nebenwirkungen hat Tilidin?

    Selbst wenn Tilidin gegen Schmerzen Erfolge erzielt, die Patienten, die den Wirkstoff einnehmen müssen, klagen über zahlreiche Nebenwirkungen. So wird das Urteils- und das Wahrnehmungsvermögen gestört, es kann zu schweren Depressionen und auch zu Schlafstörungen kommen. Appetitlosigkeit ist eine Nebenwirkung und auch Krampfanfälle sind keine Seltenheit. Was Tilidin aber besonders gefährlich macht, ist die Tatsache, dass der Wirkstoff die Psyche verändert und unempfindlich gegen Schmerzen macht. Wer Schmerzmittel mit Tilidin über einen längeren Zeitraum einnimmt, der wird angstfrei, leidet unter Selbstüberschätzung, wird größenwahnsinnig, kaltblütig und hoch aggressiv. Diese fatalen Nebenwirkungen machen Schmerzmittel, die Tilidin enthalten, bei Straßenbanden, in Rockerkreisen und auch bei den Kämpfern des IS sehr beliebt.

    Welche Wechselwirkungen gibt es?

    Vor allem im Zusammenhang mit Alkohol werden Schmerzmittel mit Tilidin sehr gefährlich. Es kommt zu einer verstärkten und verlängerten Wirkung, die sich auf das zentrale Nervensystem auswirkt. Die Betroffenen fangen an, flach und langsam zu atmen, was im schlimmsten Fall zu einer tödlichen Atemlähmung führen kann. Auch mit anderen Opioiden sollte Tilidin nicht kombiniert werden, denn die Wechselwirkungen sind nicht einschätzbar.

    Wie wird Tilidin dosiert?

    Soll Tilidin gegen Schmerzen helfen, dann muss es richtig dosiert werden. Erhältlich ist Tilidin als Tabletten und in flüssiger Form. Erwachsene sollten nicht mehr als 20 bis 40 Tropfen maximal viermal am Tag einnehmen, Kinder dürfen nur viermal am Tag einen Tropfen pro Lebensjahr nehmen. Wird ein Schmerzmittel mit Tilidin über einen längeren Zeitraum gegeben, dann kann es trotz einer niedrigen Dosierung süchtig machen. Tilidin gehört zu den schwächeren Opioiden und hat nur rund ein Fünftel der Wirkung, die Morphium entfaltet. Das ist auch der Grund, warum Schmerzmittel, die den synthetischen Wirkstoff enthalten, lange Zeit nicht in der Liste der BtMG-pflichtigen Schmerzmittel zu finden war. Da es aber in den letzten Jahren vermehrt zu einem Missbrauch mit Tilidin-haltigen Mitteln gekommen ist, wurden 2013 strengere Maßstäbe eingeleitet. Heute sind Schmerzmittel, die Tilidin enthalten, im BtMG unter der Anlage III gelistet.

    Bild: © Depositphotos.com / belchonock

  • Omega-3-Fettsäuren – mehr als ein Placebo?

    Omega-3-Fettsäuren – mehr als ein Placebo?

    Alle, die sich gesund ernähren wollen, die kommen an den Omega-3-Fettsäuren nicht vorbei. Fett spielt in der Ernährung eine wichtige Rolle, aber nicht alle Fette sind auch wirklich gesund. Essen wir zu viel Fett, dann macht sich das auf den Hüften bemerkbar und die Gefahr von Krankheiten wie Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall steigt an. Es sollten „gute“ Fette sein, und hier kommen die Omega-3-Fettsäuren ins Spiel, denn diese Form von Fett gilt als besonders bekömmlich und als sehr gesund. Aber ist das wirklich so, oder haben die Omega-3-Fettsäuren letztendlich nur den berühmten Placebo-Effekt?

    Gesunde und ungesunde Fette

    Die unterschiedlichen Fette werden in Gruppen aufgeteilt, und zwar in gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Tierische Fette, wie sie in der Wurst, im Schmalz, in der Butter und in der Wurst vorkommen, sind gesättigt und damit nicht so gesund wie ungesättigte Fettsäuren. Einfach ungesättigte Fettsäuren finden sich vor allem in Pflanzenölen wie Raps- oder Olivenöl, und als besonders gesund gelten die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, zu denen auch die Omega-3-Fettsäuren gehören. Der Hauptlieferant für Omega-3-Fettsäuren ist Fisch oder besser gesagt das Fischöl aus Kaltwasserfischen. Wer sich gesund ernähren will, der muss mehrmals in der Woche Fisch essen, um die Menge an Omega-3-Fettsäuren zu bekommen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken kann.

    Was können Omega-3-Fettsäuren bewirken?

    Zu den positiven Eigenschaften von Omega-3-Fettsäuren gehört die Prävention von Herz- und Kreislauferkrankungen, Omega-3-Fettsäuren können aber auch Menschen helfen, die unter Rheuma leiden. Die gesunden Fettsäuren steigern zudem die Leistungen des Gehirns und wirken sich positiv auf das Immunsystem aus. Um allerdings einen positiven Effekt erzielen zu können, muss die Dosierung stimmen, denn wenn das nicht der Fall ist, kann der Placebo-Effekt wirklich eintreten. Wie wirksam Omega-3-Fettsäuren sind, darüber streiten sich die Experten bis heute, denn wer zu wenig davon zu sich nimmt, der erzielt so gut wie gar keinen Effekt. Es sollten schon mehr als 1 Gramm täglich der gesunden Fettsäuren sein, damit Omega-3-Fettsäuren ihre gesunden Eigenschaften entfalten können.

    Welche Nahrungsmittel enthalten viele Omega-3-Fettsäuren?

    Eine der wichtigsten Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind Fische. Besonders der Hering und die Makrele, aber auch Edelfische wie Lachs und Thunfisch sind gute Lieferanten für die gesunden Fettsäuren. Auch in Lein-, Raps- und Sojaöl sind viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu finden. Wer diese Öle für die Zubereitung von Speisen nutzt, der steht immer auf der richtigen Seite.

    Auf die Dosierung kommt es an

    Wie schon erwähnt, ist 1 Gramm die Grenze, denn wer weniger Omega-3-Fettsäuren zu sich nimmt, der erzielt kaum positive Effekte für seine Gesundheit. Es sollten mindestens 2 Gramm sein, um der Gesundheit etwas Gutes zu tun. Ernährungsexperten empfehlen Omega-3-Fettsäuren in Form von Fischöl zu sich zu nehmen. Dies kann in Form von Kapseln oder reinem Fischöl geschehen. Um den gewünschten Effekt zu erzielen müssen ca. 6-8 Fischölkapseln oder ein Esslöffel eines natürlichen Fischöls pro Tag eingenommen werden. Wie sehr die Menge die Gesundheit beeinflusst, das wird auch in einer Studie der Universität von Southampton deutlich. Professor Philip Calder und sein Team haben Omega-3-Fettsäuren vor allem in Hinsicht auf ihre entzündungshemmenden Eigenschaften untersucht und kamen zu erstaunlichen Ergebnissen. Der Körper produziert bei Entzündungen ein bestimmtes Hormon, mit dem Namen Prostaglandin Typ 2 und wenn der Körper Omega-3-Fettsäuren in einer ausreichenden Menge bekommt, dann reduziert sich automatisch die Produktion des Hormons. Bei Studienteilnehmern, die für die Untersuchung ein Placebo bekommen haben, wurde eine Reduzierung des Hormons von zehn Prozent nachgewiesen. Bei Probanden, die nur 1 g Omega-3-Fettsäuren bekamen, gab es keine erkennbaren Unterschiede und nur bei den Studienteilnehmern, die über zwei Gramm Omega-3-Fettsäuren bekamen, stellte sich eine deutliche Verbesserung ein. Damit weist die Studie nach, dass es bei Omega-3-Fettsäuren auf die Dosierung ankommt – mindestens 2 g Omega-3-Fettsäuren pro Tag.

    Bild: © Depositphotos.com / onepony

  • Die Psychoanalyse feiert ein Comeback

    Die Psychoanalyse feiert ein Comeback

    Zu unwissenschaftlich, zu altmodisch, zu langwierig und vor allem viel zu teuer – die klassische Psychoanalyse war lange Zeit weg vom Fenster. Es fehlte an Beweisen für die heilende Kraft, aber jetzt zeigen neuen Studien, dass die Psychoanalyse deutlich nachhaltiger wirkt als manche der modernen Therapien.

    Ab auf die Couch

    Die Psychoanalyse ist untrennbar mit Sigmund Freud verbunden, und die Couch wurde zu einem Symbol dieser besonderen Form der Therapie. 1890 rief Sigmund Freud die Psychoanalyse ins Leben, denn er war der Ansicht, dass jeder Mensch sich selbst nicht sonderlich gut kennt. Menschen haben, laut Freud, keine Ahnung, warum sie so und nicht anders handeln, sie wissen nicht, was die tun, was sie denken und was sie fühlen. Der Mensch ist nur sehr selten der Herr im eigenen Haus, es sind seine unbewussten und triebhaften Anteile, die immer wieder mit den verinnerlichten sozialen Normen in Streit geraten, und das führt schließlich zu Konflikten.

    Eine Art Sammeltopf

    Das Unbewusste, sagt Freud, ist eine Art Sammelbecken für alle Erfahrungen, die Menschen verdrängen, und das Unbewusste ist sehr mächtig. Es entscheidet darüber, welches Selbstbild Menschen haben, ob man eine gute oder eine schlechte Beziehung führen wird, ob man scheitert oder ob man sehr erfolgreich durchs Leben geht. Alle, die viel verdrängen, werden sich irgendwann destruktiv verhalten und Probleme mit Beziehungen haben. Bei der Behandlung von seelischen Leiden, bei Depressionen sowie Zwangs- und Angststörungen war die Psychoanalyse sehr lange das Nonplusultra, dann kamen neue Therapieformen und die Couch hatte ausgedient.

    Wieder modern

    In keinem Land der Erde außer in Deutschland, wird die Psychoanalyse von den Krankenkassen bezahlt und das aus gutem Grund. Patienten, die mit der Psychoanalyse nach Freud behandelt werden, müssen seltener stationär behandelt werden und sie besiegen ihre Ängste deutlich schneller. Genau diese Erkenntnisse sorgten für das Comeback dieser speziellen Therapie.

    Bild: © Depositphotos.com / AndreyPopov

  • Zika-Virus greift auch Babygehirn an

    Zika-Virus greift auch Babygehirn an

    Forschern in Brasilien ist es gelungen, einen Nachweis zu erbringen, dass das gefürchtete Zika-Virus auch in die Gehirne von neugeborenen Kindern eindringt. Mit diesem Forschungsergebnis gibt es einen weiteren wichtigen Hinweis darauf, dass es einen Zusammenhang zwischen dem gefährlichen Erreger und einer Fehlbildung des Kopfes bei Kindern gibt. Wie genau sich der Erreger aber auswirkt, das steht immer noch nicht genau fest.

    Schäden im Gehirn

    Der Nachweis, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Zika-Virus und den Fehlbildungen des kindlichen Kopfes gibt, gelang den Ärzten und Forschern der Universität von Paraná. Sie haben die Plazenten und auch die Föten von schwangeren Frauen untersucht, die sich mit dem Zika-Virus angesteckt haben. Das Virus konnte zwar im Gewebe des Gehirns nachgewiesen werden, aber wie genau sich diese Schäden im Gehirn auf die sogenannte Mikrozephalie, die Fehlbildung des Kopfes tatsächlich auswirkt, das sollen jetzt weitere Untersuchungen zeigen.

    Erreger auch im Speichel

    Vor gut einer Woche haben die Ergebnisse des Forschungsinstituts Fiocruz in Rio de Janeiro weltweit für Aufsehen gesorgt, denn die Wissenschaftler dort haben das Zika-Virus auch im Urin und im Speichel von Patienten nachgewiesen. Bislang ist aber noch nicht klar, ob das Virus durch diese beiden Körperflüssigkeiten von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Die Wissenschaftler setzen aber auf Sicherheit und empfehlen allen schwangeren Frauen, vorsichtshalber nicht mehr zu küssen. Auch das Besteck oder die Tasse sollten die Schwangeren nicht mehr mit anderen Personen benutzen, denn so kann sicher gestellt werden, dass das Virus nicht weitergegeben wird.

    Die Zahl wächst

    Brasilien hat 204 Millionen Einwohner und geschätzt gibt es aktuell 1,5 Millionen Einwohner, die mit dem Zika-Virus infiziert sind. Bis heute sind 4000 Kinder mit dem Verdacht auf Mikrozephalie zur Welt gekommen, 462 Fälle wurden bestätigt. Seit einigen Tagen ist auch die brasilianische Armee am Kampf gegen das Virus beteiligt und unterstützt die 300.000 Gesundheitsmitarbeiter.

    Bild: © Depositphotos.com / airdone