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  • Seeding – ein neuer Geburtstrend aus Australien

    Seeding – ein neuer Geburtstrend aus Australien

    Wenn ein Kind geboren wird, dann ist das immer ein großer unvergesslicher Moment für alle, die an der Geburt beteiligt sind. Das gilt heute auch für Kaiserschnittgeburten, denn anders als früher bekommt die Mutter heute keine Vollnarkose mehr, es wird mithilfe einer periduralen Anästhesie, kurz PDA, nur der untere Teil des Körpers betäubt. Hat der Arzt das Kind aus der Gebärmutter gehoben, dann wird es der Mutter gezeigt oder gleich in den Arm gelegt. In Australien und den USA geschieht nach der Entbindung durch Kaiserschnitt aber noch etwas anderes, das sogenannte Seeding, was das kindliche Immunsystem stärken soll.

    Was genau ist Seeding?

    Seeding heißt aus dem Englischen übersetzt so viel wie verteilen oder auch säen. Bei dieser Methode wird das Kind ungefähr eine Stunde nach der Geburt von Kopf bis Fuß mit dem Scheidensekret der Mutter eingerieben. Eine Stunde vor der Kaiserschnittentbindung wird eine Mullbinde, die mit Salzwasser getränkt wurde, in die Vagina der Mutter gelegt. Unmittelbar vor dem Eingriff wird die Mullbinde, die sich mit dem Sekret vollgesogen hat, wieder entfernt und in einem luftdicht geschlossenen Behälter aufbewahrt. Ist das Kind geboren, dann werden sein Gesicht und sein Körper mit der Mullbinde abgerieben, zudem wird auch ein wenig der Sekretflüssigkeit in den Mund des Neugeborenen geträufelt. In einigen Kliniken werden die Kinder auch für kurze Zeit in die feuchte Mullbinde eingewickelt.

    Die Simulation der natürlichen Geburt

    Durch das Seeding sollen die Abwehrkräfte des Kindes gestärkt werden, die es bei einer vaginalen Geburt auf natürliche Art und Weise bekommt. Bei einer Kaiserschnittgeburt kommt das Kind nicht mit dem Scheidensekret der Mutter in Berührung, und da in Studien nachgewiesen wurde, dass Kaiserschnittkinder anfälliger für Infekte, aber auch für Allergien und Asthma sind, wird mit dem Seeding eine natürliche Geburt simuliert. Das mütterliche Scheidensekret enthält ca. 300 unterschiedliche Mikroorganismen, von denen die Mehrzahl für eine Stärkung des Immunsystems zuständig sind und diese Mikroorganismen werden durch das Seeding von der Mutter auf das Kind übertragen.

    Seeding in Deutschland noch kein Thema

    In Deutschland kommt mittlerweile jedes dritte Kind durch einen Kaiserschnitt zu Welt, Seeding ist aber in deutschen Operationssälen noch kein Thema. Viele Mediziner und auch viele Hebammen sind der neuen Methode aus Australien gegenüber skeptisch. Sie können zwar nachvollziehen, dass durch das Seeding die Immunabwehr des Kindes theoretisch gestärkt werden kann, aber es wird nach Meinung von deutschen Medizinexperten dazu mehr gebraucht, als nur die relativ kleine Menge an Sekret. Bei einer natürlichen Geburt kommt das Kind auf seinem Weg durch den Geburtskanal viel länger mit dem vaginalen Sekret der Mutter in Kontakt. Die wenigen Minuten, in denen das Kind mit der Mullbinde in Berührung kommt, reichen daher nicht aus, um einen kompakten und wirksamen Immunschutz aufzubauen.

    Wenig überzeugend und kaum erforscht

    Ob die neue Methode der Immunisierung tatsächlich funktioniert, darüber gibt es noch keine fundierten Berichte oder Studien. Die Universität New York hat 17 Kinder untersucht, von denen sechs natürlich und elf per Kaiserschnitt geboren wurden. Diese Studie ergab, dass die Kinder, die nach der Sectio mit dem Scheidensekret der Mutter abgerieben wurden, einen positiven Effekt mit ins erste Lebensjahr nehmen konnten. Aber selbst wenn die Studie positiv ausgefallen ist, für eine Langzeitstudie war die Zahl der Studienteilenehmer zu gering und die Studiendauer zu kurz. Um objektive und vor allem fundierte Ergebnisse erzielen zu können, muss die Zahl der Studienteilnehmer mindestens bei 1200 liegen und der Untersuchungszeitraum mehrere Jahre betragen. Kritiker sehen im Seeding jedoch noch einen negativen Aspekt, denn die Zahl der geplanten Kaiserschnittentbindungen könnte noch weiter steigen, weil sowohl die Mütter als auch die Mediziner und die Hebammen durch das Einreiben mit Scheidensekret darauf setzen, den Immunschutz der Kinder zu erhöhen.

    Bild: © Depositphotos.com / philipus

  • Was passiert eigentlich während einer Operation?

    Was passiert eigentlich während einer Operation?

    Die meisten Menschen beschleicht ein ungutes Gefühl, wenn es um Operationen geht. Sie haben Angst vor der Narkose, Angst davor die Kontrolle zu verlieren und ihr Leben komplett in die Hände der Ärzte zu legen. Der Verlust vor Kontrolle ist eine Urangst, denn dieser Verlust bedeutete für unsere Vorfahren den sicheren Tod. Wer sich aber über die einzelnen Vorgänge vor, während und nach einer Operation informiert, der verliert diese Angst sehr schnell, denn kaum ein anderer Vorgang wird so akribisch geplant und ausgeführt wie ein operativer Eingriff.

    Die Vorbereitungen einer Operation

    Während die OP-Pfleger den Operationssaal für den Eingriff vorbereiten, bekommt der Patient noch in seinem Zimmer ein leichtes Beruhigungsmittel. Dann wird er in den sogenannten Vorbereitungsraum gebracht, wo ein Pfleger den Puls, die Herztöne, den Blutdruck und die Sauerstoffsättigung im Blut misst. Anschließend injiziert der Narkosearzt über eine Vene im Unterarm oder in der Hand das Narkosemittel und führt dann, wenn der Patient tief schläft, einen Schlauch in die Luftröhre ein. Erst wenn der Patient auf dem OP-Tisch die richtige Position hat und alles bereit liegt, was während der Operation gebraucht wird, kommen die Chirurgen in den Operationssaal. So nehmen zum Beispiel an einer Blinddarmoperation bis zu vier Chirurgen, ein Anästhesist, ein Narkosepfleger, eine OP-Schwester und ein Springer teil. Der Springer ist der Mann im Hintergrund, der das benötigte Material holt, die OP dokumentiert und die verschiedenen Geräte wie das Ultraschallgerät bedient.

    Die Aufgaben der Chirurgen und Narkoseärzte

    Um beispielsweise den Blinddarm zu entfernen, öffnet der Chirurg zunächst die Bauchdecke und der Assistenzarzt hält mithilfe von Haken die Muskulatur und die Haut auseinander, damit der ausführende Operateur eine gute Sicht hat. Mit dem Skalpell und einer sehr feinen Zange wird dann der Blinddarm vorsichtig entfernt, ohne das umliegende Gewebe zu beschädigen. Während des Eingriffs sitzt der Narkosearzt am Kopfende des OP-Tischs und überwacht auf einem Monitor den Blutdruck, den Puls, die Sauerstoffsättigung des Blutes und den Kreislauf des Patienten. Der Anästhesist informiert sich aber immer über den jeweiligen Stand der Operation, um die Narkose perfekt steuern zu können.

    Nach der Operation

    Nach dem Gesetz muss bei jedem operativen Eingriff mindestens ein erfahrener Chirurg anwesend sein, meist ist es aber die Aufgabe des Assistenzarztes, die Wunde wieder zu schließen. Zuvor haben sich der Chirurg, die OP-Schwester und auch der Springer davon überzeugt, dass alles, was während des Eingriffs gebraucht wurde, auch wieder an seinem Platz ist und nichts in der OP-Wunde vergessen wurde. Der Chirurg gibt dem Narkosearzt dann das Zeichen, die Schlaf- und Schmerzmittel langsam zurückzufahren. Wenn alles nach Wunsch verläuft, dann wacht der Patient nach wenigen Minuten auf und der Narkosearzt entfernt den Tubus aus der Luftröhre, er spricht den Patienten an und überzeugt sich, dass alles in Ordnung ist. Die meisten Patienten können sich später nicht mehr daran erinnern, dass sie im OP-Saal wach geworden sind, die Erinnerung setzt meist erst im Aufwachraum wieder ein. Nicht selten wird dann die Frage gestellt, wann es endlich losgeht. Für diese Erinnerungslücken sorgen spezielle Medikamente, wie zum Beispiel das Mittel Midazolam. Wenn der Patient wieder komplett bei sich ist, dann wird er wieder in sein Zimmer verlegt und kann dann den Rest der Narkose in aller Ruhe ausschlafen.

    Ein eingespieltes Team

    Jeder operative Eingriff ist so etwas wie ein Gesamtpaket, bei dem jeder auch noch so kleine Handgriff perfekt sitzen muss. Die Teams, die jeden Tag im OP miteinander arbeiten, sind aufeinander eingespielt, und oftmals muss der Chirurg nicht einmal mehr ein bestimmtes Instrument verlangen, es wird ihm unaufgefordert von der OP-Schwester gereicht. Bei jeder OP gilt: Der Patient muss optimal versorgt werden, er darf aber nie übermäßig belastet werden.

    Bild: © Depositphotos.com / poznyakov

  • Orthorexie – der Zwang sich gesund ernähren zu müssen

    Orthorexie – der Zwang sich gesund ernähren zu müssen

    Jeder möchte so gesund wie eben möglich leben, und zu einem gesunden Leben gehört auch eine gesunde Ernährung. Noch nie war es so einfach, sich gesund und ausgewogen zu ernähren, und das ist vielleicht auch einer der Gründe, warum immer mehr Menschen an Orthorexie erkranken. Orthorexie ist mehr als der Wunsch nach einer gesunden Ernährung, es ist vielmehr der Zwang, nur das zu essen, was vermeintlich für den Körper nicht schädlich ist. Aber wo hört gesunde Ernährung auf und wo beginnt der Zwang? Die Grenzen sind fließend und das macht die Behandlung dieser Krankheit so schwierig.

    Orthorexie – eine Definition

    Wer unter Orthorexie leidet, der leidet unter einer Fixierung, die sich ausschließlich auf eine gesunde Ernährung beschränkt. Allerdings gibt es dabei ein großes Problem, denn die Definition, was gesund ist und was nicht, ist immer individuell verschieden. Daher besteht oft die Gefahr, dass die Ernährung nicht nur gesund, sondern irgendwann auch sehr einseitig ist. Veganer sind besonders gefährdet, an Orthorexie zu erkranken, aber auch Menschen, die sich ausschließlich von Lebensmitteln ernähren, die ohne Zusätze hergestellt werden. Die Paleo-Diät birgt die Gefahren der zwanghaft gesunden Ernährung, denn wer sich wie die Menschen in der Steinzeit ernährt, der wird früher oder später schwere Mangelerscheinungen bekommen.

    Ein Blog, der Angst macht

    Essstörungen bei jungen Frauen sind heute keine Seltenheit mehr, aber eine Essstörung, wie sie die US-Amerikanerin Jordan Younger auf ihrem Blog „The Balanced Blonde“ beschreibt, ist erschreckend. Jordan Younger war von einer veganen Lebensweise überzeugt und ernährte sich rein pflanzlich, später dann noch glutenfrei, zuckerfrei und mehlfrei. Sie nahm kaum noch Fett zu sich und verzichtete letztendlich auch darauf. Das komplette Leben war schließlich nur noch darauf ausgerichtet, was sie essen durfte und was nicht. Die bittere Erkenntnis der jungen Frau lautet heute, sie habe in einer „Blase aus Verzicht“ gelebt und ein Leben geführt, was eigentlich überhaupt nicht mehr lebenswert war. Jordan Younger ist nicht alleine, es gibt immer mehr Menschen, die sich zwanghaft gesund ernähren und dabei nicht nur ihr körperliches Wohlbefinden aufs Spiel setzen.

    Die Krankheit dominiert den Alltag

    Menschen, die unter Orthorexie leiden, verlieren immer mehr den sozialen Kontakt zu Freunden, Bekannten und Verwandten. Sie können kein Restaurant mehr besuchen, denn dort können sie nicht sicher sein, dass das Essen auch wirklich ihren Essgewohnheiten entspricht. Einkaufen wird zur Schwerstarbeit, weil auf jeder Packung zunächst einmal die Zutaten studiert werden müssen. Die psychische Störung dominiert schließlich den Alltag und lässt den Betroffenen keine Pause mehr. Neben den mentalen Problemen sorgt Orthorexie aber auch für schwerwiegende körperliche Probleme. Die einseitige Ernährung führt in den meisten Fällen zu Untergewicht, der Hormonhaushalt stellt sich komplett um und es kommt zu massiven Mangelerscheinungen und die Haut leidet ebenso wie die Haare, die Zähne und die inneren Organe.

    Orthorexie – Keine anerkannte Krankheit

    Noch ist Orthorexie keine anerkannte Krankheit, aber nach Ansicht von Experten kann diese Erkrankung der Anorexie zugeordnet werden. In beiden Fällen sind die Betroffenen nur noch damit beschäftigt, ihr Essen wieder und wieder zu selektieren. Sie streichen immer mehr Lebensmittel von ihrer Speisekarte und der Wunsch nach stetiger Kontrolle und Gesundheit bestimmt mehr und mehr das tägliche Leben. Psychologen sind der Meinung, dass der Wunsch nach dem perfekten Essen auch mit den zahlreichen Lebensmittelskandalen zusammenhängt. Aktuell sind ca. drei Prozent der Deutschen von Orthorexie betroffen, es sind vor allem junge Frauen, die mit dieser speziellen psychischen Erkrankung zu kämpfen haben. Rund ein Prozent verhält sich extrem und sollte daher psychologisch intensiv behandelt werden.

    Der überwiegende Teil der Deutschen nennt nach einer neuen Befragung die Gesundheit als das höchste Gut, und das gibt Auskunft darüber, wie wichtig vielen Menschen das Essen geworden ist.

    Bild: © Depositphotos.com / lightsource

  • So gefährlich kann eine verschleppte Erkältung werden

    So gefährlich kann eine verschleppte Erkältung werden

    Die Nase trieft, der Hals schmerzt und der Husten will einfach nicht besser werden. Diese Symptome sind typisch für eine Erkältung, die für viele Menschen lediglich ein lästiges Übel, aber keine ernst zu nehmende Krankheit ist. Sie gehen weiter zur Arbeit, zum Sport und gönnen sich keine Ruhe, aber sie wissen vielfach nicht, was eine verschleppte Erkältung für Auswirkungen haben kann. Wer seine Erkältung nicht richtig und vor allem nicht gründlich auskuriert, der gefährdet unter anderem sein Herz, seine Lunge und sogar sein Gehirn.

    Wie lange dauert eine Erkältung?

    Der bekannte Spruch: „Eine Erkältung dauert mit Arzt eine Woche und sieben Tage ohne ihn“ gilt nicht mehr, denn von den ersten Symptomen bis zur vollständigen Genesung vergehen neun Tage. Die meisten Menschen, die einen Schnupfen haben, sind allerdings der Meinung, dass nach vier Tagen alles wieder im Lot ist. Eine verschleppte Erkältung kann die Folge sein, denn wer sich nicht auskuriert, sich zu schnell wieder körperlich anstrengt und den Stress wieder zum Teil des Alltags macht, der riskiert seine Gesundheit. Unmittelbar nach einer Erkältung sollten Sport und Treppensteigen kein Thema sein, denn das kann fatale Folgen haben.

    Eine verschleppte Erkältung schadet dem Herzen

    Eine verschleppte Erkältung kann eine Entzündung des Herzmuskels auslösen. Das Immunsystem ist noch schwach und das macht es dem Erreger, den sogenannten Coxsackie-Viren leicht, über das Blut bis zum Herzen zu gelangen und dort den Muskel zu beschädigen. Das Gefährliche an einer Herzmuskelentzündung ist, dass es keine eindeutigen Symptome gibt. Wer allerdings Probleme beim Treppensteigen hat, wer beim Spaziergang schnell aus der Puste kommt oder auch schon kleinste Anstrengungen als Belastung empfindet, der sollte einen Arzt aufsuchen. Viele, die eine Erkältung verschleppt haben, fühlen sich krank, sie haben Schmerzen in der Brust und in den Gliedern, der Herzschlag ist unregelmäßig und wenn die Betroffenen nicht rechtzeitig behandelt werden, dann kann ein entzündeter Herzmuskel zum Tod führen. Neben der Herzmuskelentzündung, der Myokarditis, stellt auch eine Endokarditis, eine bakterielle Entzündung der Aortenklappe eine große Gefahr dar, denn auch sie kann durch eine verschleppte Erkältung entstehen.

    Auch eine Lungenentzündung ist möglich

    Eine verschleppte Erkältung kann auch die Lunge angreifen, denn während einer Erkältung funktionieren die feinen Verästelungen der Lungen nicht mehr richtig. Das macht es dem Erreger sehr einfach, sich in der Lunge ungehindert auszubreiten. In der Folge kann es zu Entzündungen der Bronchien und der Lungenbläschen kommen, vielfach leiden die Betroffenen auch unter starken Bauchschmerzen. Wenn das der Fall ist, dann ist die Lungenentzündung meist schon relativ weit fortgeschritten. Starker Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber können die ersten Anzeichen dieser Erkrankung sein.

    So gefährlich ist eine verschleppte Erkältung für das Gehirn

    Eine verschleppte Erkältung birgt noch eine sehr große Gefahr. Wer nach einer Woche Erkältung plötzlich starke Kopfschmerzen bekommt, und wenn sich zudem auch noch der Nacken versteift, dann sollte ohne Umwege sofort ein Arzt ausgesucht werden, denn diese Symptome deuten auf eine Gehirnhautentzündung hin. Der Auslöser für eine Meningitis ist ein Bakterium, das durch die Nasennebenhöhlen in die Blutbahn gelangt und sich dann in der empfindlichen Hirnhaut festsetzt. Eine solche Hirnhautentzündung muss unverzüglich mit Antibiotika behandelt werden, denn wenn das nicht geschieht, dann führt eine Meningitis zum Tod. Vor allem bei Kindern ist eine Hirnhautentzündung lebensgefährlich, denn Kinder können Schmerzen nicht genau lokalisieren. Wenn ein Kind über Kopfschmerzen klagt, dann denken die wenigsten Eltern an eine Hirnhautentzündung.

    Wer sich erkältet hat, der sollte den vermeintlich harmlosen Schnupfen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, die Erkältung gut auszukurieren, das Bett zu hüten und sich nicht anzustrengen, denn eine verschleppte Erkältung kann gravierende Folgen für die Gesundheit haben.

    Bild: © Depositphotos.com / alexraths

  • Gute Vorsätze fürs neue Jahr ganz einfach umsetzen

    Gute Vorsätze fürs neue Jahr ganz einfach umsetzen

    Bei den meisten Menschen beginnt das neue Jahr mit Sekt, Feuerwerk und vielen guten Vorsätzen. Wenn der Sekt getrunken wurde und das Feuerwerk verglüht ist, dann schwindet auch der Wille, gute Vorsätze in die Tat umzusetzen. Nur die wenigsten schaffen es, das selbst gesteckte Ziel auch wirklich zu erreichen, die überwiegende Mehrheit gibt viel zu schnell auf. Psychologen haben jetzt einen Plan entwickelt, der es leichter machen soll, guten Vorsätzen auch Taten folgen zu lassen.

    Gute Vorsätze als Langzeitpläne

    Das Leben von einem auf den anderen Tag einfach umzukrempeln, das funktioniert nur in sehr seltenen Fällen. Wer gute Vorsätze für das neue Jahr hat, der sollte nicht alles auf einmal wollen, sondern vielmehr Prioritäten setzen und langfristig planen. Gesundheitspsychologen empfehlen in Drei-Monatsschritten vorzugehen, denn auf diese Weise wird es einfacher, das Ziel auch tatsächlich zu erreichen. Wer einen Plan für die nächsten zwei Jahre macht, der sollte sein Leben zunächst in sechs unterschiedliche Kategorien einteilen:

    • Soziale Kontakte
    • Ernährung
    • Spaß
    • Bewegung
    • Entspannung
    • Lebensaufgabe

    Anschließend werden diese sechs Kategorien nach Prioritäten geordnet, denn jeder hat ein anderes Ziel, das erreicht werden soll. Wer zum Beispiel abnehmen möchte, der setzt die Ernährung an die erste Stelle, gefolgt von Bewegung und Spaß. Bei allen, die viel Stress im Beruf haben, hat die Entspannung Priorität, und wer vielleicht den Job wechseln oder umziehen möchte, der sollte die Lebensaufgabe an die erste Stelle setzen.

    Wie funktioniert der Zwei-Jahres-Plan?

    Damit gute Vorsätze nicht nur Vorsätze bleiben, wird der Zwei-Jahres-Plan in acht Schritte à drei Monate eingeteilt. Für die erste Kategorie, die in der Liste der Prioritäten ganz oben steht, wird ein konkretes Ziel ins Auge gefasst, was innerhalb von drei Monaten erreicht werden soll. Wer die Bewegung an die erste Stelle gesetzt hat, der kann sich zum Beispiel vornehmen, zweimal pro Woche sportlich aktiv zu werden. In der zweiten Kategorie sollte das angestrebte Ziel in sechs Monaten erreicht werden, in der dritten Kategorie nach neun Monaten. Auf diese Weise gerät niemand unter Druck, denn es bleibt ausreichend Zeit, um gute Vorsätze in die Tat umsetzen zu können. Gute Vorsätze, wie mehr Sport zu treiben, weniger zu essen oder mehr Zeit für Freunde zu haben, lassen sich nicht von heute auf morgen in die Tat umsetzen, sie brauchen Zeit und das macht den Zwei-Jahres-Plan so effektiv und damit letztendlich auch erfolgreich.

    Das Potenzial richtig einschätzen

    Das Programm, wie gute Vorsätze auch in die Tat umgesetzt werden können, stammt ursprünglich von einem Krebsforscher. Er entwickelte dieses Programm für einen Patienten, der nur noch 18 Monate zu leben hatte und seine verbleibende Zeit so sinnvoll wie eben möglich nutzen wollte. Aus diesem Plan wurde schließlich ein Programm für Menschen, die bereit sind ihr Leben zu ändern, oder die ihrem Leben einen neuen Sinn geben möchten. Wichtig ist, dass jeder sein eigenes Potenzial erkennt und richtig einschätzen kann. Dabei ist es vor allen Dingen wichtig, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein, denn wer sich selbst belügt, der muss zwangsläufig scheitern. Wichtig ist es aber auch, Ratschläge von Verwandten, Freunden und Bekannten anzunehmen, denn in diesem Fall kann die Kritik immer nur konstruktiv sein. Vor allem wenn es darum geht, eine neue Lebensaufgabe zu finden, ist es von Bedeutung ausreichend Zeit zu haben, denn wer bei der Wahl eines neuen Berufes, bei der Hochzeit oder beim Kinderwunsch zu schnelle Entscheidungen trifft, der wird es unter Umständen sehr schnell wieder bereuen. Hier gilt es ganz besonders, den Zwei-Jahres-Plan einzuhalten und langfristig zu entscheiden.

    Wer gute Vorsätze hat, der kann sie nur mit Geduld und Weitsicht in die Tat umsetzen. Zu schnell zu entscheiden oder zu schnell aufzugeben, führt nie zum Erfolg.

    Bild: © Depositphotos.com / ginasanders

  • Mandeln – das neu entdeckte Superfood

    Mandeln – das neu entdeckte Superfood

    In der weihnachtlichen Bäckerei dürfen Mandeln nicht fehlen, auch mit Zucker glasiert und gebrannt schmecken die kleinen Kerne einfach wunderbar. Viele wissen aber nicht, dass sich hinter der Nascherei und der beliebten Backzutat ein Superfood verbirgt, denn die Mandel hat erstaunliche Fähigkeiten, wenn es um die Gesundheit geht. Wer täglich nur 60 Gramm Mandeln isst, der beugt Diabetes wie auch Herz-Kreislauferkrankungen vor, zudem wird die Knochendichte verbessert und das alles, ohne dass es zu einer Gewichtszunahme kommt.

    Mandeln – ein sehr gesundes Steinobst

    Mandeln gehören nicht zur Familie der Nüsse, sie zählen vielmehr zum Steinobst, wie Aprikosen und Pfirsiche auch. Mandelbäume wurden schon vor rund 4000 Jahren kultiviert, da die Früchte der Bäume schon sehr früh zu einer Art Grundnahrungsmittel gehörten. Die Menschen in der Antike schätzen die süßen Kerne aufgrund ihres hohen Gehalts an Proteinen, denn nur eine einzige Mandel enthält 19 Gramm Eiweiß. Auch die Tatsache, dass Mandeln sättigen, dabei aber nicht dick machen, verhalf dem Steinobst schon früh zu seinem Status als Superfood. Besonders gut gedeihen Mandelbäume in der Mittelmeerregion, aber auch Nordafrika, Israel, Vorder- und Zentralasien sowie Kalifornien sind heute die Hauptanbauländer für Mandelbäume. In Deutschland werden die Bäume vor allen Dingen für ihre prachtvollen rosafarbenen oder weißen Blüten geschätzt, die jeden Garten zieren.

    Das Superfood als Vitaminbombe

    Mandeln schmecken nicht nur sehr gut, sie sind auch ein hervorragender Lieferant für Vitamine und Nährstoffe. Die hellbraunen Kerne sind reich an ungesättigten Fettsäuren, sie enthalten viel Magnesium, Calcium, Kupfer und vor allem viel Vitamin B und E. Vitamin E gilt als Antioxidans, das die Krebs auslösenden freien Radikalen erfolgreich in Schach hält, Vitamin B schützt die Nerven und sorgt zudem dafür, dass die Zellen immer genug Energie bekommen. Den Beinamen Superfood verdankt die Mandel aber auch der Tatsache, dass sie sich sehr vorteilhaft auf den Stoffwechsel auswirkt. So wird zum Beispiel die Insulinsensitivität verbessert und der Diabetes wird effektiv vorgebeugt. In Studien wurde nachgewiesen, dass Mandeln den Cholesterinspiegel dauerhaft senken können und dass sich bei einem regelmäßigen Verzehr der Kerne die Dichte der Knochen verbessert, was unter anderem Osteoporose vorbeugt.

    Mandeln sind keine Dickmacher

    Nüsse sind ein beliebter und auch sehr gesunder Snack, aber Nüsse haben einen Nachteil – sie machen dick. Anders sieht das bei Mandeln aus, denn obwohl die leckeren Kerne 500 Kalorien auf 100 Gramm haben, machen sie nicht dick. Was noch besser ist, Mandel helfen nicht nur das Wunschgewicht zu halten, sie sind auch sehr hilfreich, um abzunehmen. Dieser besondere Effekt wird bei der Mandel-Diät sehr deutlich. Für eine Studie machten 65 übergewichtige Probanden zwischen 27 und 79 Jahren für die Dauer von 24 Wochen eine niederkalorische Diät. Eine Gruppe der Studienteilnehmer bekam im Rahmen dieser Diät jeden Tag 84 Gramm Mandeln, während die zweite Gruppe anstatt der Mandel Kohlehydrate in kompakter Form aß. Nach einem halben Jahr wurden die Studienteilnehmer untersucht und gewogen. In der Gruppe, die die Mandeln gegessen hatten, verloren 62 % mehr Probanden an Gewicht, als das in der Kontrollgruppe der Fall war. Vor allem der Umfang der Taille und die Fettmasse waren deutlich verringert worden.

    Das vielseitige Superfood

    Die meisten kennen Mandeln in Blättchenform als Zierde für die Torte, als gebrannte Mandeln oder in gemahlener Form in Kuchen und Keksen. Wer Mandeln ganz gezielt als Superfood einsetzen will, der sollte Mandelmilch trinken oder Mandelmus essen, denn auch in diesen Varianten schmecken die Kerne köstlich und entfalten ihre gesunden Eigenschaften. Mandeln als Superfood machen jeden Fruchtsalat zu einer Köstlichkeit, sie können in Suppen, Soßen und auch in Dressings Verwendung finden und alle, die ohne Reue naschen wollen, sollten dem Superfood Mandeln den Vorzug vor Nüssen oder Chips geben.

    Bild: © Depositphotos.com / elenathewise