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  • Geht es nicht mehr klüger? / Jahrzehntelang stieg der IQ der Menschen – jetzt stagniert die Entwicklung

    Baierbrunn (ots) – Die Ergebnisse bei Intelligenztests haben sich in den vergangenen 100 Jahren um drei Prozent pro Dekade verbessert, doch nun stagnieren sie. Forscher der Universität in Wien werteten zwischen 1909 und 2013 erhobene Daten von rund vier Millionen Menschen aus 31 Ländern aus. Die als „Flynn-Effekt“ bekannte Leistungszunahme beim IQ-Test sei damit bewiesen, berichtet die „Apotheken Umschau“. Als Gründe werden bessere Ernährung, Hygiene und medizinische Versorgung sowie eine bessere schulische Ausbildung vermutet. Nur während des Zweiten Weltkriegs stagnierten die Testergebnisse – und in den vergangenen Jahren.

    Dieser Text ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 8/2015 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3099477
  • Was wirkt gegen Sodbrennen?

    Was wirkt gegen Sodbrennen?

    Sodbrennen – das unangenehme und teilweise auch überaus schmerzhafte Brennen, das sich vom Magen aus seinen Weg die Speiseröhre hinaus bahnt – ist eine Beschwerde, unter der viele Menschen leiden. Wer gelegentlich Sodbrennen hat, sollte unbedingt versuchen, eine chronische Erkrankung zu vermeiden. Sodbrennen kann nämlich sehr schädlich für den Magen und die Speiseröhre sein. Verschiedene Hausmittel gegen Sodbrennen können dabei helfen, die Beschwerden einzugrenzen oder sogar gänzlich zu beseitigen

    Wie erkenne ich, dass ich Sodbrennen habe?

    Die oben gestellte Frage hat jeder, der von Sodbrennen geplagt wird, mindestens schon einmal gehört. Viele, die nicht betroffen sind, können sich nicht vorstellen, wie sich Sodbrennen anfühlt und sind deswegen verunsichert. Die Antwort „Du merkst es schon, wenn es soweit ist.“ ist für die wenigstens befriedigend.

    Die typischen Symptome von Sodbrennen sind vielseitiger, als manche denken. Sie reichen von einem unangenehmen und teils schmerzhaften Stechen in der Brust über Übelkeit bis hin zu spontanem Erbrechen. All diese Symptome von Sodbrennen sind das Resultat vom Aufsteigen der Magensäure in die Speiseröhre. Normalerweise wird dies verhindert, indem der Übergang von der Speiseröhre in den Magen nach der Nahrungsaufnahme verschlossen wird.

    Die Ursache für Sodbrennen ist ein Ungleichgewicht in der Produktion von Magensäure. Wer davon ausgeht, dass Sodbrennen ausschließlich eine Folge der Überproduktion der Säure ist, der irrt. Paradoxerweise leiden auch Menschen mit einer Unterproduktion der Magensäure an Sodbrennen. Auch Stress und eine ungesunde Ernährung führen häufig dazu, dass es zum Sodbrennen kommt.

    Vorsicht vor chronischem Sodbrennen

    Während gelegentliches Sodbrennen zwar unangenehm, aber nicht gefährlich ist, verhält es sich mit einer chronischen Erkrankung ganz anders. In diesem Fall kann die aufsteigende Magensäure dazu führen, dass die Speiseröhre des Betroffenen dauerhaft beschädigt wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sodbrennen immer behandelt und nie ignoriert wird. Ist das Sodbrennen erst einmal chronisch, wird es schwierig, die Beschwerden einzudämmen. In einem solchen Fall hilft meist nur noch eine medikamentöse Behandlung.

    Bewährte Hausmittel gegen Sodbrennen

    Während verschiedene Tabletten Pulver und Gele aus der Apotheke schnelle Hilfe versprechen, sind es oft einfache Hausmittel gegen Sodbrennen, die den besten Erfolg versprechen. Diese sind nicht nur günstig und meist schnell zur Hand, sondern schonen auch den Körper. Erfahren Sie hier, welche Hausmittel gegen Sodbrennen am besten wirken und was Sie immer im Haus haben sollten, falls Sie hin und wieder unter Sodbrennen leiden.

    #1 Weißbrot und andere stärkehaltige Lebensmittel

    Weißbrot (oder auch Toastbrot) ist ein Lebensmittel, das sehr viel Stärke enthält. Diese wiederum hilft dabei, überschüssige Magensäure buchstäblich aufzusaugen und somit zu verhindern, dass diese in die Speiseröhre steigt. Das gleiche Prinzip gilt für Lebensmittel wie Kartoffeln, Zwieback oder Bananen. Das Tolle: All diese Nahrungsmittel gehören auf unseren täglichen Speiseplan und sind deswegen in der Regel immer schnell zur Hand, falls das Sodbrennen eintritt.

    #2 Natron

    Natron ist den meisten sicher als Back-Zutat bekannt. Das weiße Pulver ist jedoch auch ein bewährtes Hausmittel gegen Sodbrennen und wird als solches oft eingenommen, wenn das schmerzhafte Stechen in der Brust einsetzt. Das Geheimnis: Natron ist in der Lage, die Magensäure zu neutralisieren. Zur Behandlung von Sodbrennen müssen Sie lediglich einen Teelöffel Back-Natron zu sich nehmen und mit ausreichend Wasser herunterspülen. Das erfordert am Anfang ein wenig Überwindung, da das Natron eine ähnliche Konsistenz wie Mehl hat. Dass Sie danach häufig aufstoßen oder auch mal herzhaft rülpsen müssen, ist vollkommen normal, da das Natron im Magen Kohlendioxid bildet. Aus diesem Grund sollten Sie nicht allzu oft zum Back-Natron greifen.

    #3 Aufrecht schlafen

    Sodbrennen tritt häufig in der Nacht ein. Das liegt daran, dass die Magensäure besser fließen kann, wenn sich der Körper in einer waagerechten Position befindet. Wenn auch Sie nachts von Sodbrennen geplagt werden, hilft es oft schon, den Oberkörper etwas zu erhöhen. Dann läuft die aufsteigende Säure zurück in den Magen.

    Zu guter Letzt sollen noch ein paar Lebensmittel und Faktoren genannt werden, die Sodbrennen zusätzlich begünstigen. Wenn Sie diese umgehen, haben Sie gute Chancen, die Beschwerden des Sodbrennens weitestgehend einzugrenzen oder gar dauerhaft zu beseitigen.

    Lebensmittel und andere Faktoren, die Sodbrennen begünstigen:

    • Frittierte Lebensmittel
    • Fleisch
    • Milch(produkte)
    • Säurehaltige Früchte
    • Fertigprodukte
    • Scharfe Gewürze
    • Kaffee
    • Alkohol
    • Nikotin
    • Stress
    • Ungesunde Lebensweise
    • Übergewicht

    Bild: © Depositphotos.com / piotr_marcinski

  • Abnehmen mit Chia-Samen

    Abnehmen mit Chia-Samen

    Wer abnehmen will, ist nicht selten auf der Suche nach gesunden Methoden, die nicht nur den gewünschten Effekt mit sich bringen, sondern auch den Körper schonen. Ein Mittel der Natur, dass die Gewichtsabnahme fördert, gesund ist und obendrauf auch noch gut schmeckt und vielseitig einsetzbar ist, ist Chia. Mit Chia-Samen abnehmen bedeutet, auf künstliche Hilfsmittel zu verzichten und seinem Körper etwas Gutes zu tun.

    Chia-Samen sind besonders reich an Ballaststoffen und daher außerordentlich gesund. Das Geheimnis der Samen: Sie quellen in Verbindung mit Wasser oder Früchten innerhalb kürzester Zeit und vergrößern sich dadurch um ein Vielfaches. Wer sich eine kleine Packung Chia-Samen kauft, wird überrascht sein, wie ergiebig diese ist und wie satt die kleinen Körnchen doch machen.

    Und noch besser: Chia-Samen machen nicht nur schnell satt, sie sättigen auch für eine lange Zeit. Dieses natürliche Abnehm-Mittel eignet sich also sowohl zur Zubereitung von kleinen Zwischen-Snacks als auch vollwertigen Mahlzeiten.

    Das unscheinbare Superfood

    Betrachtet man Chia, kann man sich kaum vorstellen, was alles in den kleinen Samen steckt. Die gräulichen Kerne erinnern auf den ersten Blick an Mohn und erwecken nicht den Eindruck einer nahrhaften Nahrungsquelle. Wer bei Chia-Samen aber an trockenes Vogelfutter denkt, der irrt sich. Das Geheimnis des Superfoods liegt in seiner Eigenschaft, zu quellen.

    Kamen die Samen erst einmal mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit in Berührung, quellen sie und wachsen auf ein Vielfaches an. Der daraus entstehende „Brei“ kann für viele verschiedene Speisen verwendet werden. Wer die Chia-Samen roh essen möchte, kann dennoch von der beeindruckenden und vor allem sattmachenden Wirkung profitieren, da die Samen nachträglich im Magen quellen und dadurch ebenfalls ein Sättigungsgefühl erzeugen. Aus diesem Grund ist Chia perfekt für eine Diät.

    Chia-Samen sind kohlenhydrat-arm und enthalten kein Fett. Dem gegenüber stehen zahlreiche Inhaltsstoffe, die nicht nur gesund sind, sondern Sie auch bei Ihrem Vorhaben abzunehmen, unterstützen werden. Dazu gehören:

    • Ballaststoffe
    • Omega3-Fettsäuren
    • Proteine
    • Vitamin B
    • Kalzium
    • Eisen
    • Magnesium
    • Selen

    Die vielseitige Verwendung von Chia-Samen

    Wenn Sie das Internet nach Rezepten mit Chia-Samen durchsuchen, werden Sie erstaunt sein, wie viele Ergebnisse sich Ihnen offenbaren. Chia kann nicht nur pur gegessen werden, sondern ist auch eine hervorragende Ergänzung zu Obst-, Joghurt- und Quarkspeisen. Auch Salate, Müslis und Suppen können mit Chia-Samen aufgepeppt werden. Rezepte mit Chia-Samen sind eine perfekte Inspirationsquelle und helfen dabei, zu verstehen, wie vielseitig das Saatgut ist und auf welche Weisen man es einsetzen kann.

    Eines der beliebtesten Rezepte für Chia-Samen ist der sogenannte Chia-Pudding. Dieser, ein wenig an Haferschleim erinnernde Brei kann entweder pur oder in Kombination mit frischem Obst gegessen werden.

    Leckeres Rezept für Chia-Pudding

    Zutaten:

    • 1 EL Chia-Samen
    • 50 ml Mandelmilch oder fettarme Kuhmilch
    • 100 ml Naturjoghurt
    • Haferflocken

    Zubereitung:

    Verrühren Sie die Chia-Samen mit der Mandel- oder Kuhmilch und lassen Sie die Masse rund eine Stunde stehen, damit die Samen quellen kann. Anschließend müssen Sie nur noch den Naturjoghurt unterrühren und den Pudding mit verschiedenen Früchten garnieren. Wenn der Pudding zu flüssig ist, können Sie ihn mit ein paar Haferflocken „eindicken“.

    Dieses Rezept für Chia-Pudding ist nur eines von vielen. Sie können das Gericht auch mit Kokosflocken, gemahlenen Nüssen oder anderen Zutaten verfeinern oder einen Schoko-Chia-Pudding machen. Die meisten Rezepte für Chia-Samen sind vegan und fettarm.

    Wenn Sie auf der Suche nach Chia-Samen für Ihre gesunde, sattmachende und entschlackende Küche sind, werden Sie unter anderem im Reformhaus oder im Online-Handel fündig. Auch viele Spezial-Geschäfte, die sich zum Beispiel auf das Anbieten veganer Kost spezialisiert haben, haben die Chia-Samen längst in ihr Sortiment aufgenommen. Der Kilo-Preis von Chia liegt derzeit bei rund 30 Euro. Die Samen sind jedoch auch in kleineren Mengen erhältlich und wie bereits erwähnt sehr ergiebig.

    Chia-Samen: Das Powerfood der Maya und Azteken

    Chia hat seinen Ursprung in Mittelamerika. Bereits die alten Völker der Maya und Azteken wussten um die Wirkung des Superfoods. Chia war nicht nur ein Grundnahrungsmittel, sondern stärkte die Krieger der Völker vor wichtigen Kämpfen. Um sich auf diese vorzubereiten und Kraft zu tanken, nahmen die Maya und Azteken zwei Esslöffen Chia-Samen zu sich, die sie zuvor in Wasser quellen ließen. Überlieferungen zu Folge sättigte diese Kost die Krieger ganze 24 Stunden lang und gab ihnen Kraft, um den Feind zu besiegen.

    Bild: © Depositphotos.com / fritzundkatze

  • Brustkrebs Früherkennung – ein Tropfen Blut reicht aus

    Brustkrebs Früherkennung – ein Tropfen Blut reicht aus

    Wie groß die Chancen auf Heilung bei einer Krebsdiagnose sind, das hängt immer davon ab, in welchem Stadium der Krebs erkannt wird. Je früher die Tumorzellen erkannt werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Krebs besiegt werden kann. Bei einigen Krebsarten wie zum Beispiel beim Brustkrebs, ist die Diagnose aber schwierig, denn wenn ein Knoten ertastet wird, dann kann es schon zu spät sein. Jetzt macht eine neue Form der Brustkrebs Früherkennung vielen Frauen Hoffnung, denn schon wenig Tropfen Blut oder Urin reichen aus, um den Krebs sicher diagnostizieren zu können.

    Der genetische Fingerabdruck

    Es gibt mehr als 300 verschiedene Arten von Krebs, manche befallen das Gewebe, andere das Blut und wieder andere bestimmte Organe. Aber so verschiedenen die Krebsarten auch sind, sie haben eines gemeinsam: Sie zeichnen sich durch charakteristische Veränderungen im genetischen Material aus. Vereinfacht gesagt, jeder Krebs hat einen bestimmten genetischen Fingerabdruck. Dieser Fingerabdruck im Erbmaterial kann vieles verraten, unter anderem, um welchen Krebs es sich handelt, wie weit er fortgeschritten ist und in welcher Geschwindigkeit er wächst. Bisher war eine Operation notwendig, um Gewebe zu entnehmen, das dann analysiert wurde, mit der neuen Technik sind operative Eingriffe für die Brustkrebs Früherkennung nicht mehr nötig.

    Eine hohe Treffsicherheit bei der Brustkrebs Früherkennung

    Eine erste klinische Studie zum neuen Testverfahren wurde in der Universitätsklinik in Freiburg durchgeführt. 48 Frauen haben an dieser Studie teilgenommen, die Hälfte der Probandinnen war an Brustkrebs in unterschiedlichen Stadien erkrankt, die andere Hälfte war gesund. Die Wissenschaftler und Ärzte der Uni Freiburg führten bei allen Frauen die neuen Tests zur Brustkrebs Früherkennung durch und bei 91 % der Frauen zeigten die Urin- und Blutproben an, ob eine Krebserkrankung vorlag oder nicht. Das ist gemessen an den üblichen Testmethoden eine sehr hohe Trefferquote, die vor allem die klassische Mammografie in den Schatten stellt, an der Kritiker immer wieder bemängeln, dass ihre Fehlerquote zu hoch ist.

    Brustkrebs Früherkennung – Wie funktioniert der neue Test?

    Die neue Brustkrebs Früherkennung nutzt die sogenannten mikroRNA-Moleküle, die im Urin zu finden sind. Hierbei handelt es sich um Steuermoleküle, die jede Aktivität der Gene registrieren und regulieren. In Studien wurde nachgewiesen, dass die in den Krebszellen vorkommenden mikroRNA-Moleküle nicht mehr richtig funktionieren und dabei ein Muster bilden. Die Aktivitäten der Gene zeichnet dieses Muster auf, das dann in der Blut- oder in der Urinprobe sichtbar wird. Die Wissenschaftler in Freiburg konnten nachweisen, dass sich vor allem beim Brustkrebs der Urin charakteristisch verändert. Um den Krebs durch diese revolutionäre Brustkrebs Früherkennung zweifelsfrei diagnostizieren zu können, werden nur wenige Milliliter Urin benötigt.

    Jede achte Frau

    In Deutschland wird jede achte Frau in ihrem Leben einmal mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert und mehr als 17.000 Frauen sterben in jedem Jahr an dieser Krankheit. Die Diagnose ist aber nicht nur beim Brustkrebs schwierig, auch Bauchspeicheldrüsenkrebs wird häufig zu spät erkannt, und auch hier kann ein Urintest früh Gewissheit bringen. Den 16.000 Menschen, die in Deutschland jedes Jahr an diesem tückischen Krebs erkranken, kann in Zukunft durch einen einfachen Urintest schneller und deutlich effektiver geholfen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / OtnaYdur

  • Leukämie – Ursachen, Symptome, Behandlung

    Leukämie – Ursachen, Symptome, Behandlung

    Leukämie, umgangssprachlich auch Blutkrebs genannt, gehört zu den eher selten auftretenden Krebserkrankungen, das macht Leukämie aber nicht weniger gefährlich. Streng genommen handelt es sich bei Leukämie nicht nur um eine einzige Krankheit, sondern um verschiedene Krankheitsbilder, die eines gemeinsam haben, sie betreffen immer die blutbildenden Systeme im Körper. Welche Ursachen hat die Leukämie, welche Symptome treten auf und wie wird Leukämie behandelt?

    Die Ursachen für Leukämie

    Wird eine Leukämie diagnostiziert, dann findet im Körper ein Prozess statt, bei dem sich die weißen, noch unreifen Blutkörperchen, die sogenannten Leukozyten, unkontrolliert vermehren und die roten Blutkörperchen, die unter anderem den Sauerstoff durch den Körper transportieren, sowie die blutbildenden Stammzellen immer weiter verdrängen. Die Wissenschaft hat bis heute keine Erklärung dafür, warum die weißen Blutkörperchen außer Kontrolle geraten und so eine Leukämie auslösen. Chemikalien können eine auslösende Ursache sein, aber auch energiereiche Strahlung, wie sie zum Beispiel in der Nähe von Atomkraftwerken auftritt, steht im Verdacht, Leukämie auszulösen. Umstritten ist, ob auch das Rauchen einer der Verursacher sein kann.

    Die Symptome

    Müdigkeit, ein Gefühl der Abgespanntheit und auch verminderte Leistungsfähigkeit gehören zu den häufigsten Symptomen einer Leukämie. Es gibt aber auch unspezifische Symptome wie starker Nachtschweiß, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust, die auf eine Leukämie hindeuten. Kommt es zu einem Mangel an roten Blutkörperchen, dann wird weniger Sauerstoff in die Organe transportiert und das hat Symptome wie Atemnot, Blässe und Schwindel zur Folge. Da auch das Immunsystem angegriffen wird, sind die Betroffenen anfälliger für Infekte aller Art und der Mangel an Blutplättchen macht sich durch Entzündungen des Zahnfleisches, blaue Flecken und durch häufiges Nasenbluten bemerkbar. Setzen sich die Leukozyten in den Organen fest, dann schwellen die Lymphdrüsen an, die Milz und die Leber sind vergrößert, was zu Schmerzen im Bauchbereich führt.

    Die Behandlung bei Leukämie

    Um die Diagnose Leukämie stellen zu können, muss der Arzt zunächst ein großes Blutbild machen. Sind die Symptome und das Blutbild nicht eindeutig, dann wird bei lokaler Betäubung eine Probe des Knochenmarks entnommen und untersucht, in der Regel aus dem Beckenknochen. Steht die Diagnose dann fest, werden die meisten Leukämie Formen mit einer zyklischen Chemotherapie behandelt. Die sehr aggressiven Medikamente, sogenannte Zytostatika, greifen die Zellen an, die sich sehr häufig teilen, wie das bei Leukämiezellen der Fall ist. Aber leider werden nicht nur die kranken, sondern auch die gesunden Zellen angegriffen und das führt zu den typischen Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Haarausfall. Auch wenn die Therapie viele Nachteile hat, sie ist nach wie vor das beste Mittel, um die Leukämie in den Griff zu bekommen.

    Auch die Stammzellentherapie ist eine Möglichkeit, um die Leukämie erfolgreich zu behandeln. Bei dieser Therapie werden dem Patienten gesunde Stammzellen übertragen, die entweder aus Knochenmark oder durch fremdes gewonnen werden Blut. Um Stammzellen übertragen zu können, muss zuvor das Immunsystem des Leukämiekranken komplett zerstört werden, was mit einer äußerst aggressiven Chemotherapie erreicht wird. Findet sich ein geeigneter Spender, dann bekommt der Kranke dessen Stammzellen in Form einer Bluttransfusion. War die Transfusion erfolgreich, dann beginnen die neuen gesunden Zellen, frische rote Blutkörperchen zu produzieren, ein Prozess, der ca. drei Wochen dauert.

    Bild: © Depositphotos.com / decade3d

  • Blinddarm Schmerzen: Warnsignale und Diagnose

    Blinddarm Schmerzen: Warnsignale und Diagnose

    Ist das winzige Anhängsel am Blindarmabschnitt des Dickdarms, Appendix oder auch Wurmfortsatz genannt, entzündet, treten bei Kindern und bei Erwachsenen massive Befindlichkeitsstörungen auf. Diese können von krampfhaften, auch stechenden Schmerzen im Unterleib bis  hin zu Fieber, Übelkeit mit Erbrechen reichen. Schuld an diesem Übel ist eine nachhaltige Verstopfung durch Kotsteine, welche zu Sekretstau, Bakterienbildung und schließlich zur späteren Blinddarmentzündung führen können.

    Blinddarmschmerzen müssen sich hierbei nicht immer in der rechten Seite der Leistengegend manifestieren. Diese können sich mitunter auch, gerade bei erwachsenen Personen, spielverkehrt (linke Leistengegend) oder rund um den Bauchnabel zeigen. Ob und wann eine Appendizitis (Blinddarmentzündung) ausbricht, kann die beste Vorsorgeuntersuchung nicht vorhersehen. Oft tritt diese Erkrankung völlig unerwartet in den Abend- oder Nachtstunden auf. Aber auch tagsüber konnte ein Ausbruch dieser Krankheit schon beobachtet werden. Voranzeichen gibt es relativ selten. Zudem darf keinesfalls vergessen werden, dass es sich bei den beschriebenen Beschwerden durchaus auch um ein anderes, ähnlich gelagertes Gebrechen handeln kann. Nicht gerade selten werden Darmentzündung und Eileiterschwangerschaft mit einer Appendizitis verwechselt. Auch Zerrungen in Leistengegend, Leisten- oder Nabelbruch verursachen  Schmerzen, welche denen einer Blinddarmentzündung ähneln.

    Blinddarm Schmerzen: Untersuchung und medizinische Maßnahmen

    Um eine echte Blinddarmentzündung dingfest zu machen, bedarf es eines Arztbesuchs. Dieser fordert den Patienten zu einem fundierten „Schmerztest“ auf. Hierbei legt der behandelnde Arzt seine Hand sacht auf den Unterleib des Patienten und fordert diesen auf, sein Bein mit angewinkeltem Knie zu heben. Bereitet dieser Test dem Leidenden Qualen, ist dies schon ein erster Hinweis auf eine eventuelle Erkrankung des Blinddarms. Eine anschließende Prüfung der Entzündungswerte und eine Ultraschalluntersuchung bringen den Mediziner auf die wohl richtige Spur. Auch das sanfte Abtasten des gesamten Leibes ist von höchster Wichtigkeit. Liegen nach der Blutuntersuchung erhöhte Entzündungswerte vor, zeigt das Ultraschallbild ein entzündetes Anhängsel des Blindarms an, ist die Bauchdecke des Patienten gehärtet, klagt dieser zudem über Übelkeit, Erbrechen, Fieber und bohrende Schmerzen, liegt der Verdacht auf  eine waschechte Appendizitis sehr nah. Vorsorgehalber wird jeder gute Mediziner den Patienten ohne Umwege oder Zeitverlust ins Krankenhaus überweisen. Dort wird der Klagende beobachtet, erneut untersucht und bei lebensgefährlicher Entwicklung auch notfallmäßig am Blinddarm operiert!

    Blinddarm Schmerzen: Komplikationen und Nachsorge

    Wird eine Blinddarmentzündung nicht rechtzeitig entdeckt, wächst die Gefahr eines lebensbedrohenden Blinddarmdurchbruchs (Perforation). Bei dieser extremen Gefährdung für Leib und Wohl ergießen sich Darminhalt, als auch Bakterien in die Bauchhöhle. Es besteht höchste Lebensgefahr! Gerade bei altersschwachen Menschen und Kleinkindern muss mit eventuell aufkommenden Komplikationen gerechnet werden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung ist die Prognose aber recht günstig. Der anstehende, notwendige operative Eingriff (Appendektomie) dauert im Normalfall nicht länger als 20 Minuten. Die OP selbst kennt heutzutage zwei erfolgreiche Verfahren:

    • Wurmfortsatzentfernung mittels Bauchspiegelung (laparoskopische Appendektomie)
    • „Schnittverfahren“. Es erfolgt ein sechs Zentimeter langer Schnitt. Der Chirurg klemmt die zuführenden Gefäße ab und beseitigt sauber den entzündeten Wurmfortsatz.

    Liegen keine bekannten Vorerkrankungen, Altersschwäche oder ähnliches vor, heilt die Operationswunde recht schnell und ohne weitere Probleme ab. Der anschließende Rekonvaleszenz-Zeitraum sollte etwa 14 Tage betragen.

    Der untersuchende Arzt wägt zunächst immer Nutzen und Risiko ab. Kleinkinder werden fast ausschließlich unter Vollnarkose operiert und genauestens beobachtet.

    Blinddarm Schmerzen: Chronisch oder akut

    Wichtig zu erwähnen ist, dass Blinddarm Schmerzen typisch, aber auch schleichend oder permanent wiederkehrend in Erscheinung treten können. Dies macht eine eindeutige Diagnosestellung oft richtig schwierig. Es existieren zwei verschiedene Formen von Blinddarm Schmerzen. Die akute und die chronische. Kurz auftretende, nach einer kleinen Ruhephase immer wiederkehrende Schmerzen sprechen für die chronische Variante. Sie ist besonders gefährlich, weil sie ganz plötzlich (teilweise sogar ohne Fieberaufkommen) in einen dramatischen Blinddarmdurchbruch umschlagen kann. Die akute Phase weist fast immer alle beobachteten Symptome (hohes Fieber, Brechreiz, Erbrechen, Mattigkeit, Schmerzen (Bauchnabel, Leistengegend) auf einmal auf und erfordert meistens eine schnelle operative Intervention.

    Aufgepasst: Auch leichte Blinddarmreizungen dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden und sollten vorsorglich unter ärztlicher Beobachtung bleiben!

    Bild: © Depositphotos.com / starast

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