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  • Lungenentzündung: Symptome der Erkrankung

    Lungenentzündung: Symptome der Erkrankung

    Eine Lungenentzündung klingt für viele Menschen eher harmlos und wird nicht selten von Patienten verschleppt, weil diese denken, unter einem einfachen Husten oder einer Grippe zu leiden. Tatsächlich aber ist die Lungenentzündung in vielen Industrieländern die Infektionskrankheit, die am häufigsten zum Tode führt. Die Symptome der Krankheit sind oft unterschiedlich und davon abhängig, welcher Erreger die Krankheit verursacht hat. Man spricht in diesem Zusammenhang von typischen und atypischen Krankheits-Symptomen.

    Eine klassische Lungenentzündung, von Medizinern auch als Pneumonie oder Bronchopneumonie bezeichnet, hat im Anfangsstadium meist grippeähnliche Symptome und wird deswegen nicht immer sofort als Infektion des Lungengewebes diagnostiziert.

    Die Anzeichen einer typischen Lungenentzündung, die meist durch Bakterien wie Pneumokokken und Streptokokken hervorgerufen wird, kommen in der Regel sehr plötzlich und treffen den Patienten mit voller Wucht.

    Die Symptome, die am häufigsten auftreten, sind:

    • Starkes Fieber bis zu 40°
    • Schüttelfrost
    • Husten
    • Pulsrasen
    • Eitriger, gelb-grünlicher Auswurf, der auch mit Blut vermischt sein kann
    • Atemnot
    • Schnelles, flaches Atmen
    • Schmerzen beim Atmen, die bis in den Unterbauch strahlen können

    Diese Symptome erinnern stark an eine Grippe. Aus diesem Grund wird eine Lungenentzündung häufig nicht erkannt. Das kann schwere Folgen haben, die im schlimmsten Fall zum Tod führen. Wenden Sie sich daher unbedingt an einen Arzt, wenn Sie die Vermutung haben, an einer Lungenentzündung zu leiden.

    Neben der typischen Lungenentzündung gibt es auch eine atypische, die durch ganz bestimmte Bakterien und Viren hervorgerufen wird. Diese Form der Lungenentzündung kann sogar noch gefährlicher sein, weil die Symptome noch schwieriger auf die Erkrankung hinweisen. Diese sind:

    • Leichte Erhöhung der Körpertemperatur
    • Trockener Husten

    Man spricht in diesem Fall häufig auch von einer „kalten“ Pneumonie, die nicht selten übersehen und nicht richtig auskuriert wird. Auch hier können sich schwere Folgeerscheinungen und Beschwerden einstellen. Im Falle dieses atypischen Krankheitsverlaufs, der häufig für eine harmlose Erkältung gehalten wird, ist es wichtig, dass sie darauf achten, wie lang Symptome wie Husten, Rückenschmerzen, Atemnot, Schmerzen im Brustkorb und Schlappheitsgefühl anhalten. Erstrecken sich diese über einen längeren Zeitraum und lassen sich nicht mit herkömmlichen Erkältungsmedikamenten behandeln, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen und sich untersuchen lassen.

    Lungenentzündung Symptome bei Kindern

    Bei Kindern entwickelt eine Lungenentzündung noch ganz andere Symptome als bei Erwachsenen. Die Kleinsten leiden häufig an einem stark aufgeblähtem Bauch sowie Kopf- und Gliederschmerzen, die das Krankheitsbild nochmals verschlimmern. Auch Trink- und Sprechunlust sind typische Anzeichen einer Lungenentzündung bei Kindern. Im Falle einer „kalten“ Pneumonie haben Kinder sehr häufig kalte Hände. Eltern müssen in diesem Fall besonders aufmerksam sein, da die Symptome nicht sofort auf eine Erkrankung der Atmungsorgane hinweisen.

    Risiko-Gruppen und die Gefahren einer verschleppten Lungenentzündung

    Einige Personen-Gruppen sind besonders stark von Lungenentzündungen und ihren Auswirkungen betroffen. Dazu gehören unter anderem:

    • Rentner
    • Menschen mit einer chronischen Lungen-Erkrankung
    • Menschen mit einer Immun-Abwehrschwäche

    Die Betroffenen leiden nicht nur noch mehr unter den Symptomen, sondern sind auch allgemein anfälliger für eine Lungenentzündung. Aus diesem Grund bezahlen die Krankenkassen in der Regel eine Impfung gegen die Infektionskrankheit, die für gesunde Menschen kostenpflichtig ist.

    Die Behandlung einer Lungenentzündung erfolgt in aller Regel durch Antibiotika, die Sie vom Haus- oder Lungenarzt verschrieben kriegen. Wir die Entzündung des Lungengewebes nicht behandelt, können sich andere Komplikationen und Krankheiten einstellen, da sich die Bakterien, die für die Infektion verantwortlich sind, ungestört im Körper ausbreiten können. Zu diesen gehören unter anderem:

    • Mittelohrentzündung
    • Hirnhautentzündung
    • Entzündung des Lungenfells
    • Entzündung des Herzmuskels -> lebensbedrohlich!
    • Wasseransammlung in der Lunge
    • Blutvergiftung
    • Lungenabszess

    Um den Folgen einer verschleppten Lungenentzündung zu entgehen, ist es besonders wichtig, dass Sie sich und Ihrem Körper ausreichend Ruhe gönnen. Der größte Fehler ist, zu früh wieder zur Arbeit zu gehen.

    Die Symptome einer Lungenentzündung sind oft schwer zu deuten. Besonders die atypische „kalte“ Pneumonie wird oft sehr spät erkannt und kann dann nur schwer behandelt werden. Achten Sie daher immer auf die Anzeichen – besonders, wenn Sie zu einer der Risiko-Gruppen gehören.

    Bild: © Depositphotos.com / minervastock

  • Pain in the Kidneys – Reasons and Treatments

    Pain in the Kidneys – Reasons and Treatments

    The kidney is a very important organ in the human body. Acting as filter system of the blood it makes sure that unnecessary substances are excreted in urine. Moreover various hormones which also have a substantial influence on our body are produced and activated in the kidneys. Healthy and properly functioning kidneys are not noticed by us, which, however, changes within short, if the organs in the upper abdomen have developed a disease. A dull pain which mostly appears spasmodically is one of the first symptoms.

    A lot of persons are frequently not aware of the pain originating from their kidneys. The kidneys are located on either side of the spine and level with the bottom of the ribcage. As the pain most of the time radiates downwards, it is often misinterpreted as backache. Contrary to backache, pain in the kidneys, however, mostly occurs spasmodically or intermittently and independent of any movements.

    Causes of Pain in the Kidneys

    There are numerous causes of pain in the kidneys which are not at all restricted to a usual inflammation. Pain in the kidneys is very frequently due to the following health problems:

    • Pyelitis: Most of the time it occurs as consequence of cystitis when the bacteria migrate from the bladder into the kidneys. Apart from having severe pain and a temperature, further typical symptoms of a pyelitis are shivers, bloody urine and frequent urge to urinate. Due to their short urinary tract particularly women suffer from pyelitis and cystitis.
    • Nephroliths: Nephroliths cause pain because they block the way to the bladder. They result from crystalline deposits such as e.g. salt. Men suffer from this illness more often than women.
    • Tumours of the kidney: Severe pain in the kidneys may of course be due to a tumour. It is important to know that a tumour is recognized only in the advanced stage as it does not cause any pain in the early stage.
    • Cystic kidneys: This painful illness of the kidneys is genetic in most cases and may lead to kidney failure in the worst case.
    • Glomerulonephritis: An inflammation of the renal corpuscles – which are also called “glomeruli“ – may be due to auto-immune diseases or various medicaments. Also in this case pain in the kidneys – partly severe! – occurs.
    • Chronic kidney failure: This type of kidney failure is primarily caused by diabetes or high blood pressure, but may also be due to long-lasting pyelitis and medicaments. Pain, foaming or bloody urine and water retention in the legs are typical symptoms of a chronic kidney failure. Quite often this illness, however, goes unnoticed.
    • Acute kidney failure: An acute kidney failure may be caused by nephroliths, great blood loss, medicaments or vascular occlusion. The kidneys stop working within very short time, which may have drastic consequences for the body. It does not only react with pain in the kidneys, but also with other symptoms which unfortunately are not always clear. A stopped urine production, however, is unambiguously indicative for an acute kidney failure. In this case the life of the respective person is in danger.
    • Menstrual pains: Some women who suffer from severe menstrual pains also complain of pain in the kidneys. This pain, however, is harmless and disappears at the end of the menstruation.

    In case of pain in the kidneys it is a must to consult a doctor.

    Apart from kidney problems which occur as menstrual pain and can be easily and clearly classified, pain in the kidneys should always be used as an opportunity to see a doctor. Inflammations, nephroliths as well as chronic and particularly acute failure of the kidneys are serious illnesses which may have severe consequences.

    Kidney problems and kidney diseases which mostly cause severe pain can be avoided by following the advice given herein below:

    • Always keep the kidneys warm.
    • Drink a lot of water or unsweetened tea.
    • Refrain from too much salt in your food.

    If you take the signals of your body seriously and consult a doctor in time, kidney diseases can be treated mostly without any problems. It is of great importance to recognize that the pain is radiating from the kidneys instead of interpreting it as usual backache.

    Picture: © Depositphotos.com / starast

    Translated from German by Alexandra Dahmen (Writing Business)

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  • Nierenschmerzen – Ursachen und Behandlung

    Nierenschmerzen – Ursachen und Behandlung

    Die Niere ist ein sehr wichtiges Organ im menschlichen Körper.  Es agiert als Filtrieranlage des Blutes und sorgt dafür, dass überschüssige Stoffe über den Urin ausgeschieden werden. Außerdem sind die Nieren die Produktions- und Aktivierungsstätten verschiedener Hormone, die ebenfalls einen großen Einfluss auf unseren Körper haben. Sind die Nieren gesund und funktionstüchtig, bemerken wir sie nicht. Dies ändert sich jedoch schnell, wenn die Organe im oberen Bauchraum krank werden. Eines der ersten Symptome sind dann dumpfe Schmerzen, die meist krampfartig auftreten.

    Viele Menschen sind sich häufig nicht bewusst, dass es ihre Nieren sind, die wehtun. Da sich diese in Höhe der unteren Rippen und in der Nähe der Wirbelsäule befinden und die Schmerzen meist nach unten ausgestrahlt werden, gehen viele davon aus, dass es sich um Rückenschmerzen handelt. Im Gegensatz zu diesen sind Nierenschmerzen jedoch bewegungsunabhängig und treten oft schub- oder krampfartig auf.

    Die Ursachen von Nierenschmerzen

    Die Ursachen für Schmerzen in den Nieren sind vielfältig und beschränken sich längst nicht nur auf eine herkömmliche Entzündung. Zu den häufigsten Gründen für Nierenschmerzen gehören:

    • Nierenbeckenentzündung: Diese tritt meist als Folge einer Blasenentzündung auf, wenn die Bakterien aus der Blase in die Nieren wandern. Neben starken Schmerzen sind Fieber, Schüttelfrost, Blut im Urin und häufiger Harndrang die Symptome. Besonders Frauen sind aufgrund der verkürzten Harnwege von Nierenbecken- und Blasenentzündungen betroffen.
    • Nierensteine: Die Schmerzen durch Nierensteine entstehen, weil diese den Weg zur Blase blockieren. Nierensteine sind das Produkt kristalliner Ablagerungen, zu denen unter anderem Salz gehört. Männer sind häufiger von dieser Krankheit betroffen als Frauen.
    • Nierentumore: Natürlich kann auch ein Tumor zu starken Schmerzen in den Nieren führen. Wichtig zu wissen ist, dass Sie einen Tumor meist erst bemerken, wenn dieser im fortgeschrittenen Stadium ist. Am Anfang strahlt er keine Schmerzen aus.
    • Zysten-Nieren: Diese Erkrankung der Nieren, die ebenfalls mit Schmerzen einhergeht, ist meist erblich bedingt und kann im schlimmsten Fall zu Nierenversagen führen.
    • Glomerulonephritis: Autoimmunkrankheiten, aber auch verschiedene Medikamente können dazu führen, dass sich die Nierenkörperchen, auch Glomeruli genannt, entzünden. Auch in diesem Fall treten teils starke Nierenschmerzen auf.
    • Chronisches Nierenversagen: Diese Form des Nierenversagens wird vor allem durch Diabetes oder Bluthochdruck ausgelöst. Doch auch langanhaltende Nierenbeckenentzündungen und Medikamente können zu einem chronischen Nierenversagen führen. Neben Schmerzen können auch schäumender oder blutiger Urin und Wassereinlagerungen in den Beinen Symptome für ein chronisches Nierenversagen sein. Oftmals bleibt die Erkrankung jedoch auch gänzlich unbemerkt.
    • Akutes Nierenversagen: Die Gründe für ein akutes Nierenversagen sind Nierensteine, hoher Blutverlust, Medikamente oder auch Gefäßverschlüsse. Innerhalb kürzester Zeit stellen die Nieren ihre Arbeit ein, was drastische Folgen für den Körper haben kann. Er reagiert dann nicht nur mit Nierenschmerzen, sondern auch mit anderen Symptomen, die leider nicht immer eindeutig sind. Der sichere Hinweis, dass ein akutes Nierenversagen vorliegt, ist die Einstellung der Urinproduktion. In diesem Fall besteht Lebensgefahr
    • Menstruationsbeschwerden: Einige Frauen, die über starke Menstruationsbeschwerden leiden, klagen häufig auch über Schmerzen in den Nieren. Diese sind jedoch harmlos und vergehen mit dem Abklingen der Periode.

    Bei Nierenschmerzen ist der Gang zum Arzt ist unverzichtbar

    Abgesehen von Nierenbeschwerden, die als Menstruationsbeschwerden auftreten und meist eindeutig kategorisiert werden können, sollten Sie das Wehtun der Organe immer zum Anlass nehmen, einen Arzt aufzusuchen. Sowohl Entzündungen und Nierensteine als auch chronisches und besonders akutes Nierenversagen sind ernstzunehmende Krankheiten, die zum Teil schwere Folgen mit sich bringen können.

    Um Beschwerden und Erkrankungen der Nieren, die meist mit starken Schmerzen einhergehen, zu vermeiden, sollten Sie folgende Hinweise beachten:

    • Halten Sie die Nieren immer warm
    • Trinken Sie viel Wasser oder ungesüßten Tee
    • Verzichten Sie auf zu viel Salz in Ihren Speisen

    Wenn Sie die Signale Ihres Körpers ernstnehmen und sich rechtzeitig in ärztliche Behandlung begeben, können Beschwerden der Nieren meist problemlos behandelt werden. Wichtig ist, dass die Schmerzen, die von den Organen ausgehen, als solche erkennen und nicht für herkömmliche Rückenschmerzen halten.

    Bild: © Depositphotos.com / Remains

  • Was sind Mikroorganismen?

    Was sind Mikroorganismen?

    Wenn wir über Mikroorganismen sprechen, meinen wir eine Gruppe von nicht immer gleichartigen kleinen Lebewesen, die für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar sind. Zu den Gruppen dieser kleinsten Organismen gehören, Bakterien (zum Beispiel Milchsäurebakterien); Archaea; Pilze (beispielsweise Backhefe); Mikroalgen (zum Beispiel Chlorellen); Protozoen (wie Pantoffeltierchenund und auch der Malaria Erreger) sowie die Viren gehören ebenfalls hinzu.

    Doch welche Bedeutung haben diese Kleinen Lebewesen?

    Mikroorganismen sind die allerersten und auch die ältesten Lebewesen auf unserer Erde. Sie traten etwa vor rund 3,8 Millionen Jahren auf. Die kleinen Lebewesen beeinflussen das Klima der Globalisierung. Der mikroelle Stoffwechsel sorgt mit seinen chemischen Elementen wie Kohlenstoff und auch den Stickstoff die Erde für alle Lebewesen bewohnbarer zu machen und zu erhalten. Denn Mikroorganismen erzeugen circa die Hälfte des notwendigen Sauerstoffes für alle Lebewesen, ohne Sie wäre ein Leben auf der Erde also um einiges komplexer. Mikroorganismen können an Orten leben, wo niemand sonst leben oder gar existieren kann. Durch das gemeinschaftliche Zusammenleben dieser Kleinen Organismen kann sogar vorhergesagt werden, ob eine Veränderung in einem Ökosystem bevorsteht.

    Die kleinen Lebewesen ergänzen ihre Ansprüche des Stoffwechsels gegenseitig. Das heiß so viel wie, die Einen benötigen nur die Ausscheidungsprodukte der Anderen Organismen für ihre Vermehrung und ihr Wachstum; dasselbe gilt für die anderen Mikroorganismen ebenfalls.

    Mikroorganismen können nützlich für den Menschen sein

    Es werden sehr viele dieser kleinen Organismen als nützlich angesehen, da sie eine sehr große Rolle in dem Kreislauf von chemischen Elementen spielen. Beispiele hierfür sind: der Stickstoffkreislauf; die Abwasserreinigung und die Fixierung des Stickstoffes – auch N2-Fixierung genannt –. Selbst in der Lebensmittel Branche können Mikroorganismen verwendet werden, denn sie helfen uns bestimmte Lebensmittel anzufertigen. Oder in der „Biotechnologie“ dienen sie als Erzeuger um verschiedene Arzneimittel anzufertigen, dazu zählen zum Beispiel Antibiotika oder auch das Insulin. Selbst zur Bekämpfung von Schädlingen können uns diese kleinen Lebewesen behilflich sein. Und wer weiß wie sich das Wissen und die Technologie in der Zukunft weiterentwickeln wird, vielleicht können Mikroorganismen sogar irgendwann bei der Gewinnung von Energie, oder dem biologischen Abbau des Abfalles sowie auch den Abbau von Schadstoffen behilflich sein.

    Der menschliche Körper beherbergt Mikroorganismen

    Die Anzahl der Mikroorganismen die auf dem menschlichen Körper existieren ist sehr hoch, allem vor ran der Anteil der Bakterien. Sie leben auf der Haut; in der Nase; im Mund eines Jeden Lebewesen; sowie auch im Darm. Doch die Anzahl der Bakterien ist etwa 10 bis 100 Mal höher als die Menge der Zellen, die der Mensch zum Leben braucht. Man kann es sich in etwa so vorstellen, circa 1 Billiarde Mikroorganismen stehen einer Anzahl von etwa 10-100 Billionen den menschlichen Körper Zellen gegenüber.
    Auf einen Quadratzentimeter der Haut werden rein theoretisch 200 Millionen Bakterien ihren Platz geboten. Allerdings leben nur 100 bis 10.000 Bakterien tatsächlich pro Quadratzentimeter der Hautfläche auf ihr, unsere Haut ist also den Umständen entsprechen Keim arm.
    In einem einzigen Gramm des menschlichen Kots befinden sich circa 100 Milliarden der Mikroorganismen. Sogenannte Milchsäurebakterien sorgen in der Scheide der Frau dafür, dass eine bakterielle Infektion vorgebeugt und somit verhindert wird.

    Mikroorganismen können auch als Krankheitserreger dienen

    Zur Beruhigung, viele der kleinsten Organismen die sich in und auf unseren Körper befinden verursachen keine Krankheiten. Nur ein kleiner Teil dieser Lebewesen besitzt die Fähigkeit Erkrankungen zu verbreiten, egal ob bei Mensch oder den Tieren.
    Alle Infektionskrankheiten lassen sich in eine Gruppe einordnen, es gibt beispielsweise die bakterielle Infektion; eine Pilzinfektion oder die Protozoeninfektion.

    Mikroorganismen die der Nutzung des Menschen dienen

    Effektive Mikroorganismen für Menschen sind hauptsächlich die Milchsäurebakterien (Hemmung der Krankheitserregenden Keimen, Herstellung von Jogurt), Hefen (Herstellung von Brot, Bier und Wein), Photosynthese-Bakterien, Aktinomyzeten und Ferment-aktive Pilzarten (Herstellung von Alkohol, Unterdrückung von schlechten Gerüchen).

    Bild: © Depositphotos.com / angellodeco

  • Keuchhusten – Ursachen, Symptome und Behandlung

    Keuchhusten – Ursachen, Symptome und Behandlung

    Keuchhusten, im Fachjargon Pertussis genannt, galt sehr lange Zeit als klassische Kinderkrankheit. Der starke Husten, der mit schwerem Luftholen und einem rasselnden Atemgeräusch verbunden ist war gefürchtet, weil er bei Kindern unter sechs Monaten zum plötzlichen Tot durch Atemstillstand führen kann. Mittlerweile werden die meisten Kinder gegen Keuchhusten geimpft. Dafür ist die Krankheit bei Erwachsenen immer mehr auf dem Vormarsch. 92 % allen Erkrankten sind Erwachsene.

    Ursache Keuchhusten: Bakterien in den oberen Atemwegen

    Keuchhusten ist eine Erkrankung der oberen Atemwege. Die Ursache hierfür sind Bakterien, die über Nase und Mund in die Atemwege gelangen. Es ist wichtig, zu wissen, dass die Bakterien über Tröpfchen auf andere übertragen werden können. Dies erfolgt meist durch Husten, Niesen oder Sprechen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Sie sich im Falle einer Keuchhusten-Erkrankung von großen Menschenansammlungen fern halten und sich regelmäßig die Hände waschen. Auch das Thema „hygienisches Husten“ spielt hierbei eine große Rolle. Halten Sie sich beim Husten niemals die Hand vor den Mund sondern nutzen Sie ein Taschentuch oder den Ellenbogen.

    Keuchhusten Symptome: Nicht nur starker Husten

    Keuchhusten hat mehrere Symptome. Diese sind:

    • Starker, anfallartiger Husten
    • Schweres Luftholen
    • Keuchendes Geräusch beim Atmen nach dem Husten
    • Übelkeit
    • Würgen
    • Erbrechen

    Die Krankheit kann sich über mehrere Wochen und gar Monate hinziehen und wird in drei Stadien unterteilt. Während Patienten in der Anfangszeit, die meist ein bis zwei Wochen andauert, unter mäßigem Husten in Kombination mit Schnupfen leiden, verschlimmert sich der Zustand im Laufe der Zeit immer mehr. Im zweiten Stadium, das wiederum vier bis sechs Wochen dauert, treten die typischen, sehr starken Hustenanfälle auf, die häufig von Übelkeit und Würgereiz bis hin zum Erbrechen gefolgt werden. Auch das keuchende Geräusch beim Atmen beginnt in dieser Phase. In der dritten Phase klingen die Symptome schließlich allmählich ab. Die Genesung kann bis zu weiteren zehn Wochen dauern.

    Bei Kindern kommen zu den normalen Symptomen häufig noch Fieber und andere alterstypische Beschwerden wie glasige Augen und Weinerlichkeit hinzu.

    Während der Keuchhusten bei den Kleinsten meist eindeutig klassifiziert werden kann, können Erwachsene die Erkrankung oft nicht von einem herkömmlichen Husten unterscheiden. Das kann schwerwiegende Folgen haben. Wird eine Keuchhusten-Erkrankung nicht behandelt, können weitere Krankheiten und Komplikationen auftreten. Hierzu gehören unter anderem:

    • Lungenentzündung
    • Mittelohrentzündung
    • Hirnhautentzündung
    • Starke Gewichtsabnahme
    • Rippenbrüche
    • Vorübergehende Harninkontinenz

    Die verschiedenen Entzündungen treten auf, weil sich die Bakterien, die zunächst nur die oberen Atemorgane befallen haben, ungehindert auf die anderen Organe ausbreiten können. Aus diesem Grund ist eine ärztliche Behandlung im Falle von Keuchhusten unverzichtbar.

    Behandlungsmethoden: Antibiotika und Inhalation

    Hierbei wird unterschieden, ob die Krankheit frühzeitig oder zu spät diagnostiziert wurde. Im frühen Stadium, in dem der Husten noch verhältnismäßig schwach ist, kann Keuchhusten gut mit Antibiotika behandelt werden. Diese werden Ihnen von Ihrem Arzt verschrieben. Wurde die Krankheit jedoch erst später festgestellt, ist die Behandlung mit einem Antibiotikum zwecklos. Die Bakterien haben sich in diesem Fall schon zu stark vermehrt und können nicht mehr durch Medikamente bekämpft werden. In diesem Fall kann Keuchhusten nur noch dahingehend behandelt werden, die Symptome zu lindern. Patienten wird empfohlen, viel zu inhalieren und hustenstillende Medikamente einzunehmen. Außerdem hilft eine strickte Bettruhe dabei, möglichst bald wieder gesund zu werden.

    Wird eine Keuchhusten-Krankheit „verschleppt“, kann dies zu den weiter oben bereits genannten Komplikationen führen. Es ist deshalb wichtig, dass Sie Ihrem Körper genügend Ruhe gönnen und ihm Zeit geben, um sich ausreichend zu regenerieren.

    Auch wenn Keuchhusten noch bis vor einigen Jahren als eine klassische Kinderkrankheit galt, sind es heute besonders Erwachsene, die von dem schweren Husten betroffen sind. Grund hierfür ist, dass Kinder zwar meist gegen die Krankheit geimpft werden, dieser Impfschutz jedoch mit den Jahren verfliegt und nicht aufgefrischt wird. Achten Sie deswegen immer darauf, dass die letzte Impfung nicht allzu lange her ist. Das gilt besonders für Frauen im gebärfähigen Alter und Menschen, die viel Kontakt zu kleinen Kindern haben.

    Bild: © Depositphotos.com / SIphotography

  • Hexenschuss: Woher die Schmerzen und was dagegen hilft

    Hexenschuss: Woher die Schmerzen und was dagegen hilft

    Was vom Arzt in der Regel als Lumbago oder Lumbalgie bezeichnet wird, ist im Volksmund viel eher als Hexenschuss bekannt – und gefürchtet. Die Symptome sind schnell erklärt: Plötzlich auftretende, starke Schmerzen im Rücken, verbunden mit einer Verspannung der Muskulatur, die dazu führt, dass eine aufrechte Position des Körpers nicht mehr möglich ist. Das Resultat ist ein gebeugter Rücken, der an das Erscheinungsbild einer Hexe erinnert.

    Damit wäre zwar die Herkunft des Namens, jedoch nicht die Herkunft der Schmerzen geklärt. Diese kommen beim Hexenschuss so plötzlich und unverhofft, dass Betroffene keine Chance haben, dem entgegenzuwirken. Die gute Nachricht: Oft gehen die Schmerzen genauso schnell, wie sie gekommen sind.

    Viele verschiedene Ursachen für einen Hexenschuss

    Die meisten Menschen gehen davon aus, dass ein Hexenschuss dadurch hervorgerufen wird, dass ein Nerv (in diesem Zusammenhang wird besonders gern der Ischias-Nerv genannt), eingeklemmt ist. Diese Information stimmt teilweise. Es ist richtig, dass ein Einklemmen von Nerven der Grund für einen Hexenschuss sein kann. Darüber hinaus gibt es jedoch noch viele weitere Faktoren, die die plötzlichen und starken Schmerzen hervorrufen können. Hierzu gehören unter anderem:

    • Blockierung eines Wirbel- oder Kreuz-Darmbein-Gelenks
    • Bandscheibenvorfall
    • Verschleiß von Wirbelgelenken

    Da der Rücken- und insbesondere der Lendenbereich von unzähligen (schmerzempfindlichen) Nerven durchzogen wird, reichen schon kleine Auslöser aus, um einen stattlichen Hexenschuss herbeizuführen.

    Dass nur ältere Menschen Opfer der starken Schmerz-Attacke werden, ist übrigens ein Irrglaube. Tatsächlich kann jeder Mensch mit Ausnahme von Kindern, einen Hexenschuss bekommen.

    Hexenschuss – Was tun wenn die Hexe schießt?

    Da der Hexenschuss, wie bereits beschrieben, in der Regel sehr plötzlich auftritt, ist es fast unmöglich, sofort zu handeln. Trotzdem gibt es einige Tipps und Tricks, die dabei helfen, die Schmerzen zu minimieren und den Körper zu entspannen. In jedem Fall sollten Sie nach einem Hexenschuss einen Arzt aufsuchen und sich untersuchen lassen. Unter Umständen können Sie dann auch krankgeschrieben werden.

    Wer zu Hause von einem Hexenschuss überrascht wird, sollte folgende Hinweise beachten, um die Schmerzen möglichst gering zu halten.

    • Legen Sie sich vorsichtig auf den Rücken und heben Sie Ihre Beine an, bis sie rechtwinklig in der Luft stehen. Verwenden Sie unter Umständen ein großes Kissen oder einen Sessel beziehungsweise Stuhl als Hilfsmittel.
    • Wenn Sie nicht auf dem Rücken liegen können, drehen Sie sich auf die Seite und nehmen Sie die Embryonal-Stellung ein. Dazu müssen Sie versuchen, die Beine möglichst nahe an den Körper zu ziehen.
    • Wärme oder Kälte hilft gegen Schmerzen. Wenn Sie zum ersten Mal einen Hexenschuss haben, sollten Sie zunächst ausprobieren, was Ihnen mehr hilft.
      • Zur Wärmebehandlung eignen sich Wärmflaschen, Körnerkissen, Wärmepflaster aus der Apotheke und eine warme Fango-Packung
      • Zur Kältebehandlung eignen sich spezielle Gel-Akkus. Diese sind in jeder Apotheke erhältlich. Wenn Sie solche Akkus nicht haben, hilft auch eine Packung Tiefkühl-Erbsen.
    • Halten die Schmerzen an, können Sie diverse Schmerzmittel einsetzen, um sie einzudämmen. Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten:
      • Konventionelle Schmerzmittel aus der Apotheke
      • Natur-Heilmittel wie Arnika, Teufelskralle oder Ingwer
    • Versuchen Sie nach einer Weile vorsichtig aufzustehen. Wenn Sie wieder fest und aufrecht stehen können, sollten Sie eine lange Dusche oder ein heißes Bad nehmen. Das entspannt Muskulatur und Nerven.

    Wichtig ist, dass Sie sich im Falle eines Hexenschusses nicht überanstrengen. Rufen Sie nach Hilfe und lassen Sie sich Wärmekissen, Schmerzmittel und Co. von jemandem bringen. Wenn Sie allein sind, ist es ratsam, zunächst einmal in der Rücken- oder Seitenlage zu verharren, bis sich die Schmerzen weitestgehend gelegt haben.

    Ein Hexenschuss ist eine wahrhaft unangenehme Angelegenheit, auf die jeder gern verzichten würde. Die richtigen Verhaltensweisen helfen jedoch bei der schnellen Linderung der Schmerzen. Und noch gute Nachricht zum Schluss: Ein Hexenschuss hat keine bleibenden Auswirkungen auf unsere Gesundheit.

    Bild: © Depositphotos.com / Kzenon