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  • Die 21. SSW – die Schwangerschaft wird sichtbar

    Die 21. SSW – die Schwangerschaft wird sichtbar

    Viele Frauen, die zum ersten Mal ein Kind erwarten, wissen nicht, wenn sie in der 21. SSW sind, welcher Monat das eigentlich ist. Die 21. SSW ist so etwas wie ein Übergang in die zweite Hälfte der Schwangerschaft und für die Ärzte beginnt mit der 21. SSW die sogenannte Konkretisierungsphase. Die werdende Mutter ist jetzt am Anfang des sechsten Monats und in der 21. SSW wird das Baby sehr aktiv. Es hat jetzt noch ausreichend Platz in der Gebärmutter, um zu turnen. Deshalb sind die Kindsbewegungen besonders in der 21. SSW sehr deutlich spürbar. Für die meisten Frauen wird die Schwangerschaft in dieser Phase sehr plastisch, denn aus dem anfänglichen Bäuchlein wird langsam aber sicher ein Schwangerschaftsbauch.

    Wie geht es dem Baby in der 21. SSW?

    26 bis 27 cm groß ist das Baby in der 22. Schwangerschaftswoche und im Durchschnitt hat das Kind in der 21. SSW ein Gewicht von 350 Gramm. Es ist sehr aktiv und kann seine Bewegungen jetzt auch schon recht gut koordinieren. Der Schlaf-Wachrhythmus ist schon gut ausgeprägt, allerdings stimmt er nicht immer mit dem Rhythmus der Mutter überein. Wird in der 21. SSW ein Ultraschall gemacht, dann kann die Mutter die bevorzugte Schlafhaltung ihres Babys erkennen. Einige Kinder ziehen ihr Kinn während des Schlafes auf die Brust, einige lassen den Kopf entspannt nach hinten fallen und wieder andere falten die Hände unter dem Kinn.

    Das Verhalten der Mutter im Bezug auf Geräusche, helles Licht und auch ihre Essgewohnheiten haben jetzt verstärkt Einfluss darauf, wie gut das Kind schläft. Wenn der Arzt in der 21. Schwangerschaftswoche Bilder macht, dann kann die Mutter schon sehr gut das Gesicht und die Mimik ihres Kindes sehen und auch die Wimpern und die Augenbrauen sind bereits sichtbar. Die Zehen und Fingernägel sind ausgebildet und müssen in den kommenden Wochen und Monaten nur noch härter werden. Das Verdauungssystem arbeitet schon und die Därme werden in der 21. SSW zum ersten Mal in der Lage sein, dass Fruchtwasser richtig zu verdauen.

    In der 21. SSW stehen aber auch das Wachstum des Gehirns und die sensorischen Fähigkeiten im Fokus. Die ersten Furchen im Gehirn sind nun sichtbar und auch die ersten Anlagen für die Wahrnehmung von Geruch und Geschmack werden in der 21. SSW gebildet.

    Die 21. SSW – die Sinne bilden sich aus

    Was die Sinneswahrnehmungen angeht, so macht das Baby in der 21. SSW einen wahren Quantensprung. Es atmet Fruchtwasser ein und kann herausschmecken, was die Mutter gegessen hat. Diese Eindrücke bleiben übrigens in der Erinnerung des Kindes gespeichert und die kulinarischen Vorlieben sind auch nach der Geburt noch präsent. Auch in der Muttermilch kann das Baby später erkennen, was die Mutter isst und ob ihm diese Speisen schmecken oder nicht.

    Das Gehör ist in der 21. SSW schon bestens entwickelt. Das Baby hört die Stimmen der Eltern und Geschwister und nimmt sie als angenehm, als beruhigend oder auch als vertraut wahr. Die Mutter sollte in dieser Phase der Schwangerschaft ihrem Kind wann immer es geht, etwas vorlesen, mit ihm sprechen oder auch Musik auflegen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Kinder nach der Geburt besser und intensiver trinken, wenn sie dabei Musik oder Geschichten hören, die ihnen noch aus dem Mutterleib bekannt sind. Väter machen später die faszinierende Feststellung, dass sich das Baby sofort beruhigt, wenn sie es in den Arm nehmen und mit ihm sprechen.

    Der Blutkreislauf und auch das Herz des Kindes arbeiten in der 21. SSW schon sehr gut, und das Herz schlägt zwischen 110 und 150 mal in der Minute. Damit hat das Baby einen doppelt so schnellen Herzschlag wie ein Erwachsener und bei der Vorsorgeuntersuchung klingt das Herz eines Babys wie galoppierende Pferdehufe.

    Für die Mutter beginnt in der 21. SSW die Kugelzeit

    In der 21. SSW steht der obere Rand der Gebärmutter ungefähr einen Zentimeter über dem Nabel und der Bauch der werdenden Mutter nimmt jetzt immer mehr die Form einer Kugel an. Da sich in der 21. SSW die Gewichtszunahme des Babys erstmals richtig bemerkbar macht, fällt vielen Frauen langes Gehen und Stehen zunehmend schwerer. Das Baby belastet den Rücken und auch den Beckenboden immer stärker und um für eine Erleichterung zu sorgen, sollte die Mutter sich in der 21. SSW zur Beckenbodengymnastik bei einer Hebamme anmelden.

    Die Muskulatur des Beckenbodens besteht aus zwei eng miteinander verbundenen Muskelringen, die vom Schambein bis zum Ende der Wirbelsäule reichen. Die Beckenbodenmuskeln helfen effektiv dabei, die Blase, den Enddarm und auch die Gebärmutter zu kontrollieren und da eine Schwangerschaft die Muskeln besonders beansprucht, ist eine Beckenbodengymnastik immer hilfreich, auch wenn es um die Geburt geht. Vor allem bei der Vermeidung von Dammrissen kann eine gezielte Gymnastik der Beckenbodenmuskeln helfen.

    Bequeme Schuhe und lockere Kleidung sind in der 21. SSW angesagt und wenn sich jetzt zunehmend die ersten Fettpölsterchen zeigen, dann ist das nicht weiter schlimm, denn diese Polster werden nach der Geburt von ganz alleine wieder verschwinden. Nach der Entbindung hat der Körper mit den leeren Fettdepots zu kämpfen, denn die Nährstoffe wurden verbraucht und so lange keinen neuen Depots angelegt werden, behält die Mutter ihre schlanke Figur. Wichtig ist es aber, in der 21. SSW gesund und ausgewogen zu essen, denn ab der 21. SSW werden 500 Kalorien mehr verbraucht als in nicht schwangeren Zeiten.

    Kann das Baby eine Geburt in der 21. SSW überleben?

    Eine Frühgeburt in der 21. SSW ist in den meisten Fällen eine stille Geburt, denn das Kind kommt nicht lebensfähig auf die Welt. Hebammen und Ärzte nennen diese viel zu früh geborenen Kinder auch Sternenkinder, und in den Geburtshäusern, aber auch in den Kliniken bekommen die Eltern Zeit, sich von ihren Kindern zu verabschieden. Wer möchte, der kann sein Baby noch taufen lassen, denn Sternenkinder sind keine Totgeburten, diese Kinder leben bei der Geburt, aber trotz großer medizinischer Möglichkeiten, ist das Geburtsgewicht der Kinder und auch die Ausbildung der lebenswichtigen Organe zu gering, um zu überleben.

    Die meisten Kinder, die in der 21. SSW geboren werden, überleben nur wenige Stunden, und in Absprache mit den Eltern werden keine Maßnahmen für eine Wiederbelebung unternommen.

    Bild: © Depositphotos.com / d.aniel

  • Die 22. SSW – das Baby legt an Gewicht zu

    Die 22. SSW – das Baby legt an Gewicht zu

    Wenn die Mutter Ultraschallbilder in der 22. SSW sieht, dann wird sie feststellen, dass ihr Baby fast schon wie ein neugeborenes Kind aussieht, allerdings fehlen noch die so wichtigen Fettreserven. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass das Baby die Gewichtszunahme in der 22. SSW weiter forcieren wird. Wenn die Mutter sich vielleicht fragt: Die 22. SSW ist welcher Monat? – Es ist die Mitte des sechsten Monats und das zweite Trimester der Schwangerschaft. Viele Frauen entwickeln in dieser Phase einen großen Appetit und ihr Gewicht wird in regelmäßigen Abständen immer weiter zunehmen.

    Die 22. SSW – das Baby trainiert

    Der Arzt wird im sechsten Monat die zweite große Ultraschalluntersuchung machen und feststellen, dass das Baby jetzt 28 cm groß ist. In der 22. SSW ist das Baby wie schwer? Es wiegt jetzt rund 475 Gramm und für das Baby gilt ab der 22. SSW: Gewicht geht vor Wachstum. In der 22. SSW hat das Baby bereits fertig geformte Lippen und auch die Augen und Augenlider sind schon fertig entwickelt. Das Baby hat Haare, Augenbrauen und Wimpern, die aber ebenso wie die Iris der Augen, noch keine Farbpigmente haben, sondern wie ein sehr feiner, weicher weißer Flaum aussehen.

    Das Baby beginnt in der 22. SSW damit, seinen Tastsinn zu trainieren, es kann seine Hände falten und spielt mit seinen Füßen oder mit der Nabelschnur. Außerdem entdeckt es jetzt sein Gesicht und seinen Körper und es fängt an, intensiv Gymnastik zu treiben. Auch die Proportionen stimmen jetzt überein, denn Arme und Beine passen, was die Größe angeht, zum Körper.

    Auch die einzelnen Hautschichten sind in der 22. SSW schon fertig ausgebildet, aber die Haut wirkt noch recht runzelig, da die Fettpolster fehlen. Der Anteil an Körperfett liegt zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft bei rund einem Prozent. Mit dem Aufbau der so wichtigen Fettschicht geht es jetzt sehr schnell voran. Das Baby hat in der 22. SSW eine sogenannte braune Fettschicht, die dem Körperfett sehr ähnlich sieht und die auch in Energie umgewandelt werden kann. In ersten Ansätzen ist das Kind jetzt bereits in der Lage, seinen Wärmehaushalt selbst zu regulieren.

    Die Organe wachsen

    Die Organe des Babys wachsen in der 22. SSW kontinuierlich weiter und das gilt auch für die Bauchspeicheldrüse. Seine Arbeit hat das wichtige Organ schon vor einiger Zeit aufgenommen, jetzt folgen die Feinarbeiten. Der Herzschlag des Babys ist jetzt schon deutlich zu hören, und wenn der werdende Vater sein Ohr auf den Bauch der Mutter legt, dann kann er das Herz des Babys vernehmen. Unter den Zahnleisten sind in der 22. SSW kleine Knospen zu sehen, aus denen sich später die Milchzähne herausbilden werden.

    Zum ersten Mal kann das Kind seine Mutter mit einem Schluckauf überraschen, der sich durch ein rhythmisches Zucken auf der Bauchdecke bemerkbar macht. Der Schluckauf entsteht, weil das Baby damit begonnen hat, das Fruchtwasser ein- und wieder auszuatmen. Dieses vorsichtige Trinken ist wichtig, denn damit trainiert das Baby seine Fähigkeit, zu atmen. Auch nach der Geburt wird das Baby noch öfter einen Schluckauf haben, denn es dauert seine Zeit, bis die Entwicklung des Zwerchfells komplett abgeschlossen ist.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 22. SSW?

    In der 22. Schwangerschaftswoche wölbt sich der Bauch schon sichtbar und es wird Zeit, die enge Jeans gegen bequeme Schwangerschaftsmode zu tauschen. Da das Baby seinen Körper entdeckt, werden in der 22. SSW die Kindsbewegungen stärker und es wird ab jetzt mehr und mehr ein Füßchen oder ein Händchen an der Bauchdecke der Mutter zu sehen sein.

    Ab der 22. SSW hat die Mutter einen erhöhten Bedarf an Magnesium, denn das Spurenelement ist für die Funktionen der Muskeln, des Nervensystems und auch des Immunsystems von großer Bedeutung. In der Regel wird Magnesium mit der normalen Nahrung aufgenommen, aber in der Schwangerschaft braucht das Baby einen großen Teil des Magnesiums. Deshalb sollte die Mutter ihren Speiseplan entsprechend umstellen. Nüsse und grünes Gemüse, viele Vollkornprodukte und vor allem Milch und alles, was aus Milch gemacht wird, ist jetzt wichtig und sollte daher auf dem Speiseplan stehen.

    Wenn es an Magnesium mangelt, dann führt das zu Muskelschmerzen und Magenkrämpfen. Im schlimmsten Fall kann ein Magnesiummangel vorzeitige Wehen und damit auch eine Fehlgeburt in der 22. SSW auslösen. Der Arzt wird in der 22. SSW Blutuntersuchungen machen, um festzustellen, ob die Menge an Magnesium stimmt. Wenn das nicht der Fall ist, dann muss die Mutter die Nahrung umstellen und eventuell auch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel nehmen.

    Da die Schleimhäute in der 22. SSW stärker durchblutet werden, kann es zu Nasen- und Zahnfleischblutungen kommen und da die Gebärmutter gegen den Magen der Mutter drückt, macht Sodbrennen der Mutter immer mehr zu schaffen. Bewährte Hausmittel wie das Kauen von Mandeln, ein Glas Milch und auch ein Stück frische Ananas, können das Problem aber schnell beheben.

    Wie gefährlich ist eine Frühgeburt in der 22. SSW?

    Wenn die Mutter in der 22. SSW Wehen bekommt, dann werden Ärzte versuchen, die frühe Geburt zu verhindern. Wenn es nicht gelingt, mit wehenhemmenden Mitteln die Geburt zu stoppen, dann ist das Kind, das geboren wird, nicht lebensfähig. In diesem Fall wird das Baby im Sterben betreut, die Mutter wird das Kind in den Armen halten dürfen, um sich zu verabschieden. In vereinzelten Fällen entschließen sich die Ärzte in Absprache mit den Eltern, den Versuch zu machen, das Kind doch medizinisch zu betreuen. Fällt die Entscheidung für das Leben, dann leiden 20-30% der Kinder später an schweren geistigen und körperlichen Behinderungen.

    Die meisten Frühgeburten in der 22. SSW werden durch eine Infektion ausgelöst, aber auch eine Fehlentwicklung des Babys kann dafür sorgen, dass die Fruchtblase vorzeitig platzt und die Geburtswehen einsetzen. Diese Wehen versuchen die Mediziner dann mit der Hilfe von wehenhemmenden Mitteln zu unterdrücken, sogenannten Tokolytika. Zwar können diese Mittel die Ursachen der Wehen nicht behandeln, aber auf diese Weise gelingt es oftmals, wertvolle Zeit zu gewinnen. Durch diese gewonnene Zeit haben die Lungen die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln, denn es kommt in dieser Situation auf jeden Tag an, den das Kind im Mutterleib verbleiben kann.

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  • 32. SSW – das Ende des achten Monats

    32. SSW – das Ende des achten Monats

    Mutter und Kind nehmen in der 32. SSW mehr und mehr an Gewicht zu und für die Mutter wird die Kurzatmigkeit immer mehr zu einem Problem. Da das Baby jetzt noch genug Platz in der Gebärmutter hat, sind in der 32. SSW starke Kindsbewegungen keine Seltenheit. Die Kindbewegungen 32. SSW können so stark sein, dass der Mutter im wahrsten Sinne des Wortes die Luft wegbleibt. Das ist immer dann der Fall, wenn das Kind sich bereits gedreht hat und in der Beckenlage liegt. Es kann passieren, dass es von Zeit zu Zeit der Mutter kräftig ins Zwerchfell tritt und das sorgt dafür, dass der Atem stockt.

    Auch Übungswehen, die Braxton-Hicks-Kontraktionen, können in der 32. SSW schon sehr intensiv sein. In der 32. SSW hören die meisten Mütter sehr genau in sich hinein und das Bedürfnis nach Ruhe wächst stetig an. Aber noch liegen knapp acht Wochen vor Mutter und Kind und diese Zeit nutzen beide auf recht unterschiedliche Art und Weise.

    Wie geht es dem Baby in der 32. SSW?

    Wer in der 32. SSW die Gewicht Baby Tabelle anschaut, der wird sehen, dass das Baby schon rund 1.800 Gramm wiegt und im Durchschnitt 43 cm misst. Rasant ist in der 32. SSW die Gewichtszunahme des Babys, denn im Schnitt nimmt es ab jetzt jede Woche 200 Gramm zu. Der Mutter macht in der 32. SSW das Baby Gewicht noch nicht allzu viel aus, denn da sich das Kind relativ gut bewegen kann, verlagert sich das kindliche Gewicht nicht nur nach unten, wie das in den kommenden Wochen der Fall sein wird.

    Für ein Leben außerhalb der Gebärmutter fehlen dem ungeborenen Kind in der 32. SSW nur noch zwei Dinge. Zum einen die schützende Fettschicht, die sowohl als Wärmeregulator als auch als Energiereserve dient und zum anderen eine ausreichende Menge an Surfactant, einem Oberflächenprotein, das die Aufgabe hat, ein Kollabieren der Lungenbläschen zu verhindern.

    Wenn das Baby in der 32. SSW schon die Beckenendlage, also die Geburtslage einnimmt, dann heißt das leider nicht, dass es in den kommenden Wochen auch in dieser Lage bleibt. Viele Kinder wechseln bis zum errechneten Geburtstermin noch mehrmals die Position, meist zum Leidwesen der Mutter, der diese Salti nicht immer angenehm sind. Auch außerhalb machen sich die Drehungen des Babys in der 32. SSW bemerkbar und das sieht nicht selten unfreiwillig komisch aus.

    In der 32. SWW wird die Gebärmutter noch einmal mit rund einem Liter Fruchtwasser gefüllt und dieser Vorgang kann dabei helfen, das Baby in seine endgültige Geburtslage zu bringen. Die große Menge an Fruchtwasser, die das Baby jetzt schluckt, sorgt immer öfter für einen Schluckauf, der ebenfalls außerhalb zu sehen ist. Dieser Schluckauf ist für das Baby aber sehr wichtig, denn damit kann es seine Atemwege optimal trainieren. Das Baby hat nur noch in der 32. SSW die Möglichkeit seine Lungen zu trainieren, denn nach der 32. SSW nimmt die Menge an Fruchtwasser immer weiter ab.

    Mögliche Probleme in der 32. SSW

    Wird das Kind ein Junge, dann wandern in der 32. Schwangerschaftswoche die Hoden in den Hodensack. Es kann allerdings passieren, dass einer der Hoden bei der Geburt noch im Inneren des Körpers ist, aber das ist für die Eltern kein Grund, sich Sorgen zu machen. Meist sind hormonelle Störungen oder auch eine körperliche Blockade die Ursache. In 75 % dieser Fälle wird das Problem innerhalb des ersten Lebensjahrs von ganz alleine behoben. Wenn das nicht der Fall sein sollte, dann wird mit einer speziellen Hormonbehandlung entweder durch Injektionen oder durch ein Nasenspray nachgeholfen. Wenn diese Maßnahmen nicht greifen sollten, dann wird ein kleiner operativer Eingriff unter einer leichten Vollnarkose vorgenommen und alles wieder an seinen Platz gebracht.

    Die Mutter in der 32. SSW

    Wie das Baby, so nimmt auch die Mutter in der 32. SSW kontinuierlich zu. Rund 500 Gramm sind es pro Woche und 250 Gramm gehen dabei an das Baby, die anderen 250 Gramm braucht die Mutter als Energiereserve für die bevorstehende Geburt. Die meisten Babys sind in der 32. SSW am Tag sehr ruhig, erst wenn die Mutter ins Bett geht, dann wird der Nachwuchs so richtig munter. Schlafstörungen in dieser Phase der Schwangerschaft sind also keine Seltenheit. Auch ein vermehrter Harndrang kann die Mutter um ihre Nachtruhe bringen. Sex ist in der 32. SSW noch ohne Probleme und auch ohne Gefahr möglich. Das Baby wird zum einen durch die Muskulatur der Gebärmutter und zum anderen durch die Fruchtblase optimal geschützt. Viele medizinische Studien haben nachgewiesen, dass sexuelle Aktivitäten in der 32. SSW weder zu einer Frühgeburt noch zu vaginalen Infektionen führen können.

    Wenn das letzte Drittel der Schwangerschaft beginnt, dann lagert sich bei vielen Frauen Wasser im Gewebe ein und das kann im schlimmsten Fall zum sogenannten Karpaltunnelsyndrom führen. Die werdende Mutter verspürt in der 32. SSW oft ein taubes Gefühl oder ein unangenehmes Kribbeln in den Fingern. Schuld daran sind Wassereinlagerungen im Handwurzelkanal und besonders in der Nacht sind diese Symptome sehr stark. Wenn die Schmerzen der Mutter zu sehr zu schaffen machen, dann kann es hilfreich sein, eine Handschiene zu tragen, die das Handgelenk ruhig stellt. Helfen können aber auch Injektionen in die betroffenen Nervenbahnen, und wer keine Injektionen mag, der sollte versuchen, die Schmerzen in der Hand mit Akupunktur zu bekämpfen.

    In der 32. SSW kann bereits das Elterngeld beantragt werden, die Geburtsurkunde muss dann später nur noch nachgereicht werden. Kommt es zu einer verfrühten Geburt, dann erspart das den Eltern eine Menge Stress.

    Wie riskant ist eine Geburt in der 32. SSW?

    Kommt es zu einer Entbindung in der 32. SSW, dann gilt das Kind aus medizinischer Sicht zwar als 32. SSW Frühchen, aber es hat die besten Chancen, ein gesundes Leben auch außerhalb der schützenden Gebärmutter zu führen. Die meisten Kinder, die als 32. SSW Frühgeburt auf die Welt kommen, wachsen ohne gesundheitliche Störungen auf und es zeigen sich auch in den ersten Lebensjahren keine großen Unterschiede zu den Kindern, die termingerecht das Licht der Welt erblickt haben. Es gibt nur in sehr seltenen Fällen körperliche, motorische oder auch geistige Differenzen oder Störungen.

    Bild: © Depositphotos.com / monkeybusiness

  • Pränatest schon bald eine Kassenleistung?

    Pränatest schon bald eine Kassenleistung?

    Werdende Eltern stellen sich früher oder später ganz unweigerlich die Frage „Was, wenn mein Kind mit einer Behinderung auf die Welt kommt?“. Die meisten schütteln diesen Gedanken schnell ab und hoffen einfach auf das Beste. Aber Viele wollen diese Antwort nicht dem Zufall überlassen und entscheiden sich dazu einen sogenannten Pränatest durchzuführen. Dabei handelt sich um einen einfachen Bluttest der Auskunft darüber geben kann, ob ein Kind mit einer Behinderung auf die Welt kommen wird oder ob es vollkommen gesund ist. Bisher werden diese Teste in den meisten Fällen nicht von Krankenkassen übernommen und die Eltern müssen dafür bezahlen, ihre Neugierde zu stillen. Nun gibt es Berichte darüber, dass der Test schon bald eine Kassenleistung sein wird. Für wen käme diese Leistung in Frage und welche Folgen kann eine solche Entscheidung für unsere Gesellschaft haben?

    Was ist ein Pränatest?

    In der Vergangenheit konnten Genmutationen lediglich über eine Fruchtwasseruntersuchung festgestellt werden. Dafür muss natürlich das Fruchtwasser der Fruchtblase entnommen werden, was ein hohes Risiko in sich birgt. Eine von 100 Frauen erlitt während einer solchen Behandlung eine Komplikation, die zu einer Fehlgeburt führte. Das neue Verfahren, der Pränatest ist sicher, einfach und akkurat. Der Schwangeren wird Blut entnommen, welches das Erbmaterial des Embryos enthält. Dies kann in einem einfachen Labortest auf die drei häufigsten Trisomien getestet werden. Die bekannteste ist wohl Trisomie 21, sie verursacht das Downsyndrom. Aber auch die Genmutationen Trisomie 18 und 13 führen zu schweren Behinderungen.

    Der Test ist seit 2012 auch in Deutschland durchführbar und wird im Normalfall nicht von der Krankenkasse übernommen. Obwohl es immer wieder Ausnahmen gibt. Er kann bereits ab der 9. Schwangerschaftswoche vorgenommen werden und gibt akkurate Ergebnisse. Bisher kostet der Test knapp 800 €. Weltweit haben bereits mehrere Hunderttausende den Test durchgeführt.

    Für wen übernimmt die Kasse die Kosten fürden  Pränatest?

    Einem aktuellen Bericht zufolge werden die Krankenkassen in Zukunft den Test für bestimmte Personengruppen übernehmen:

    • Frauen, die bereits eine Fehlgeburt erlitten haben und somit in eine Risikogruppe fallen.

    • Frauen, die älter als 35 Jahre sind und einen besorgniserregenden Ultraschallbefund nachweisen können.

    • Frauen, die über 35 Jahre alt sind und ungewöhnliche Laborwerte vorliegen.

    • Frauen, in deren Familie eine Generkrankung bekannt ist.

    Momentan ist allerdings noch keine endgültige Entscheidung dazu gefallen, ob der Test tatsächlich in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen wird. Fest steht aber, dass man darüber diskutiert und dass es in naher Zukunft eine Entscheidung geben wird.

    Downsyndrom Pränatest

    Es handelt sich bei diesem Test darum, Trisomien herauszufiltern. Wie bereits erwähnt, ist die Trisomie 21 dabei die bekannteste Form. Eine gesunde Zelle hat 46 Chromosomen, eine Trisomie-Zelle hat hingegen 47. Chromosomen kommen immer in Paaren vor. Ist es aber dreifach vorhanden, kann dies zu schweren körperlichen und geistigen Behinderungen führen. Auch wenn moderne Behandlungsmethoden und Therapien den Betroffenen das Leben erheblich erleichtern und verlängern können, so ist es dennoch eine Krankheit, welche einen großen Effekt auf das Umfeld des Erkrankten hat. Von 700 Kindern wird laut Statistik eines mit Downsyndrom geboren. Momentan leben in Deutschland etwa 50.000 Menschen mit der Krankheit.

    Wird bei einer Schwangeren festgestellt, dass ihr ungeborenes Kind eine Chromosomenstörung aufweist, so wird ihr die Wahl gestellt, einen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen. Gesetzlich darf eine Schwangerschaft nicht nach der 12. Schwangerschaftswoche abgebrochen werden. Dennoch gibt es Ausnahmefälle, wie zum Beispiel eine solche Diagnose, die einen Abbruch auch zu einem späteren Zeitpunkt erlauben.

    Eine Frage der Ethik

    Es ist bereits jetzt ein Streitpunkt, der den Ethikrat und verschiedene Organisationen wie auch Kirchen stark beschäftigt. Ist es richtig eine Schwangerschaft abzubrechen, weil das geborene Kind eine Behinderung haben wird. Mit einer möglichen Kostenübernahme durch die Krankenkassen wird der Pränatest erneut in das Zentrum dieser Frage rücken. Wenn plötzlich Tausende von Frauen Zugriff auf diesen Test haben, haben im Ernstfall auch Tausende von Frauen eine Entscheidung über Leben und Tod zu treffen.

    Was Krankenkassen bisher übernehmen

    Werden bestimmte Kriterien erfüllt, so kann eine Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft eingestuft werden. Eine Infektion, vorhergehende Fehlgeburten oder auch eine chronische Krankheit können solche Kriterien sein. Hinzu kommen bedenkliche Testergebnisse im Bereich der Blutabnahme und des Ultraschalls. Sobald der Arzt eine Risikoschwangerschaft angibt, werden von der Kasse Behandlungen und Untersuchungen übernommen, die das erhöhte Risiko absichern. Dabei ist der Leistungskatalog bei gesetzlichen Krankenversicherungen festgelegt. Besteht eine Zusatzversicherung, kann es eventuell zu weiteren Kostenübernahmen kommen.

  • Schwanger oder nicht? Ein Schwangerschaftstest gibt Sicherheit

    Schwanger oder nicht? Ein Schwangerschaftstest gibt Sicherheit

    Die Periode bleibt aus, die Brüste spannen und der Heißhunger steigt – diese Anzeichen deuten auf eine Schwangerschaft hin, aber ganz sicher ist es erst nach einem Test. Aber wie funktioniert ein solcher Test und wie zuverlässig ist er? Ab wann kann überhaupt ein Schwangerschaftstest gemacht werden und wie sicher ist ein Bluttest?

    Schwangerschaft feststellen

    Um eine Schwangerschaft zweifelsfrei nachweisen zu können, muss das Hormon humanes Chorion-Gonadotropin, kurz HCG vorhanden sein. Der Körper produziert das Hormon, aber nur dann, wenn sich auch ein Ei in der Gebärmutter eingenistet hat. Das HCG stabilisiert die Absonderungen der Eierstöcke und verhindert auf diese Weise, dass die Periode einsetzt. Ca. acht Tage nach einer Befruchtung kann das Hormon nachgewiesen werden, und zwar im Urin. Die Menge des HCG Hormons verdoppelt sich alle zwei bis drei Tage und hat dann in der 12. Schwangerschaftswoche ihren Höchststand erreicht, bevor sie wieder abnimmt.

    Ein Schwangerschaftstest kann bei einem Arzt, aber auch zu Hause durchgeführt werden. Ob sich das Hormon bereits gebildet hat, wird durch Antikörper festgestellt und dann durch eine Verfärbung kenntlich gemacht. Ist der Test positiv, dann färbt sich der Test blau oder es ist ein kleines Kreuzchen zu sehen. Ein Schwangerschaftstest, wenn er richtig angewendet wird, ist zu 99 % sicher, auf der anderen Seite aber kann es passieren, dass der Test negativ ausfällt, auch wenn definitiv eine Schwangerschaft vorliegt. Das ist häufig der Fall, wenn der Schwangerschaftstest zu früh gemacht wird oder wenn das Haltbarkeitsdatum des Tests abgelaufen ist.

    Wer einen zuverlässigen Schwangerschaftstest haben möchte, der sollte den Test nach Möglichkeit am Morgen machen, denn während der Nacht hat sich eine ausreichende Menge Urin in der Blase gesammelt und die HCG Konzentration ist dann besonders hoch. Wird der Schwangerschaftstest über Tag gemacht, dann ist es wichtig, vorher wenig oder noch besser, gar nichts zu trinken. Wird vorher getrunken, dann sinkt die Menge des HCG und der Schwangerschaftstest kann sogar negativ ausfallen, obwohl eine Schwangerschaft vorliegt.

    Schwangerschaft feststellen – Der Bluttest

    Frauen die hoffen, dass ein Bluttest beim Arzt ein schnelleres Ergebnis liefert, werden enttäuscht sein, denn auch ein Bluttest kann erst nach acht Tagen sagen, ob es zu einer Schwangerschaft gekommen ist oder nicht. Bei diesem Schwangerschaftstest wird die Menge an HCG Hormonen gezählt und anhand der Ergebnisse kann der Arzt dann auch schon das Alter des Embryos bestimmen. Dieser Schwangerschaftstest wird meist dann gemacht, wenn der Verdacht auf eine Risikoschwangerschaft besteht. Um zum Beispiel eine Eileiterschwangerschaft frühzeitig und sicher diagnostizieren zu können, müssen zwei Tests innerhalb von 48 Stunden gemacht werden.

    Der Schwangerschaftstest per Ultraschall

    Viele Frauen, die bereits einen Schwangerschaftstest gemacht haben, der positiv ausgefallen ist, können es kaum erwarten, den Nachwuchs auch zum ersten Mal zu sehen. Während aber der klassische Schwangerschaftstest schon recht früh zuverlässig sagen kann, ob eine Schwangerschaft vorliegt, ist bei einem Schwangerschafttest per Ultraschall ein wenig Geduld gefragt.

    Ein Schwangerschaftstest mittels Ultraschall ist meist erst ab der fünften Schwangerschaftswoche möglich, denn erst ab dann ist der noch winzig kleine Embryo auch auf dem Monitor zu erkennen. Wenn die Periode zwei Wochen überfällig ist und der Arzt auf dem Ultraschall das Kind sehen kann, dann sind die meisten Frauen schon in der sechsten oder siebten Woche in anderen Umständen.

    Die erste Untersuchung mit Ultraschall ist übrigens sehr wichtig, denn wenn der Arzt das Kind auf dem Bildschirm gesehen und vermessen hat, dann kann er auch eine verbindliche Aussage zum voraussichtlichen Geburtstermin machen.