Schlagwort: Achselhöhle

  • Wie schädlich ist Aluminiumchlorid im Deo?

    Wie schädlich ist Aluminiumchlorid im Deo?

    Schwitzen ist natürlich und auch notwendig, da der Körper über den Schweiß seine Temperatur reguliert. Wird aber zu viel geschwitzt, dann wird es unangenehm, denn keiner möchte nach Schweiß riechen oder will große Schweißflecken unter den Achselhöhlen haben. Um das zu verhindern, gibt es eine Menge Deodorants, die versprechen, dass sie das Schweißproblem schnell und sicher lösen können. Die meisten dieser Deos enthalten Aluminiumchlorid, ein Salz, was sich in die Poren der Haut setzt und so die Schweißbildung verhindern kann. Aus hygienischer Sicht ist dieser Prozess wünschenswert, aus gesundheitlicher Sicht gibt es gegen Aluminiumchlorid im Deo erhebliche Vorbehalte.

    Wie entsteht Achselschweiß?

    Jeder Mensch hat zwischen zwei und fünf Millionen Schweißdrüsen im Körper, die sich über die ganze Haut verteilen. Nur ein sehr kleiner Teil der Drüsen befindet sich in den beiden Achselhöhlen, ein Bereich des Körpers, an dem gerne und auch viel geschwitzt wird. In den Achselhöhlen liegen die Schweißdrüsen sehr eng beieinander und das hat zur Folge, dass der Schweiß, der über diese Drüsen austritt, nicht so gut verdunsten kann. So entsteht der Eindruck, dass unter den Armen besonders viel geschwitzt wird, was aber im Vergleich zu anderen Körperregionen nicht der Fall ist. Der menschliche Schweiß ist von Natur aus geruchlos, Schweiß beginnt immer nur dann zu riechen, wenn er von den Bakterien die auf der Haut sitzen, zersetzt wird. Es entsteht ein unangenehmer Geruch, der von den Achselhaaren noch verstärkt wird. Die Achselhaare sorgen zudem dafür, dass sich der Schweiß großflächig verteilen kann.

    Giftstoffe bleiben im Körper

    Aluminiumchlorid im Deo erzielt den gewünschten Effekt, in dem es verhindert, dass sich die Schweißdrüsen öffnen und dann für einen unangenehmen Geruch und für unschöne Flecken auf der Kleidung sorgen. Wenn die Salze des Chlorid aber die Schweißdrüsen blockieren oder komplett verstopfen, dann können die Giftstoffe, die eigentlich mit dem Schweiß ausgespült werden, nicht mehr aus den Schweißdrüsen abfließen und das kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Viele Menschen vertragen Aluminiumchlorid im Deo nicht und reagieren allergisch auf das Salz, es kommt zu Reizungen der empfindlichen Haut und im schlimmsten Fall sogar zu Hautausschlägen. Lokale Rötungen in den Achselhöhlen sind oft ein Zeichen dafür, dass das Aluminiumchlorid im Deo nicht vertragen wird, auch wenn die Haut an dieser Stelle juckt, dann sollte das Deo gewechselt werden.

    Aluminiumchlorid ist Gift

    Die meisten, die jeden Tag ein Deo mit Aluminiumchlorid benutzen, um gut zu duften, wissen nicht, dass sie sich ein Nervengift unter die Arme sprühen. Wird Aluminiumchlorid zu hoch dosiert, dann bewirkt dieses Gift die sogenannte Blut-Hirn-Schranke, was die DNA dauerhaft schwer schädigen kann. Aluminiumchlorid hat zudem sogenannte epigenetische Effekte, die schon vor vielen Jahren in Tierversuchen nachgewiesen wurden. Studien verschiedener Universitäten wie der University of Missouri und der Universität von Pittsburgh legen den Verdacht nahe, dass Aluminiumchlorid im Zusammenhang mit Alzheimer steht. Gesicherte oder eindeutige Beweise für diese Vermutungen gibt es aber bislang nicht.

    Aluminiumchlorid – Die Verbraucher reagieren

    Die Gefahr, die von Aluminiumchlorid in Deos ausgeht, hat viele Verbraucher zutiefst verunsichert. Immer mehr Menschen steigen auf Deodorants um, die kein Aluminiumchlorid mehr enthalten. Die Industrie hat entsprechend schnell reagiert und bietet jetzt Deos ohne das Chlorid an. Es war ein österreichischer Journalist, der den Stein ins Rollen gebracht hat, denn Bert Ehgartner veröffentlichte 2013 die „Akte Alu“ und informierte damit eine breite Öffentlichkeit über die möglichen Gefahren, die vom Aluminiumchlorid im Deo ausgehen können. Bei der kosmetischen Industrie wurde der Report des Journalisten zunächst mit Befremden aufgenommen und es wurde vonseiten der Hersteller heftig dementiert, dass Aluminiumchlorid für die Gesundheit schädlich ist. Als es dann einige Studien zu diesem Thema gab, die zum gleichen Ergebnis wie Ehgartner kamen, stellten die Hersteller ihr Sortiment dauerhaft um.

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  • Scharlach – die etwas andere Kinderkrankheit

    Scharlach – die etwas andere Kinderkrankheit

    Noch vor 50 Jahren galt Scharlach als eine sehr gefährliche Infektionskrankheit und wer an Scharlach erkrankte, der musste auf die Isolierstation eines Krankenhauses. Heute ist Scharlach eine Kinderkrankheit, die dank entsprechender Medikamente sehr gut behandelt werden kann, trotzdem haftet Scharlach noch immer der Ruf einer gefährlichen Krankheit an. Scharlach betrifft vor allem Kinder zwischen vier und sieben Jahren, und da die Krankheitserreger per Tröpfchen übertragen werden, also durch anhusten oder niesen, ist eine Ansteckung sehr einfach. Was Scharlach von anderen typischen Kinderkrankheiten unterscheidet, ist die Tatsache, dass es nach einer Erkrankung keine Immunität gibt, denn wer bereits Scharlach gehabt hat, kann im Laufe seines Lebens immer wieder an Scharlach erkranken.

    Woran erkennt man Scharlach?

    Hat ein Kind sich mit Scharlach infiziert, dann sind die Symptome unverkennbar. Scharlach hat eine relativ kurze Inkubationszeit, denn schon zwei bis drei Tage nach der Ansteckung kommt es zu hohem Fieber, Kopf- und Halsschmerzen und auch Schluckbeschwerden stellen sich ein. Ein typisches Anzeichen ist ein weißer pelziger Belag auf der Zunge. Nach ca. vier Tagen kommt dann der für Scharlach charakteristische Ausschlag dazu, der sich zuerst in den Achselhöhlen zeigt. Die Lymphdrüsen am Hals schwellen an und an den Kuppen der Finger bilden sich Schuppen, im Verlauf der Krankheit löst sich dann an den Fingern die Haut ab.

    Wie wird Scharlach behandelt?

    Im Unterschied zu vielen anderen Kinderkrankheiten gibt es gegen Scharlach keine Schutzimpfung. Ist die Krankheit ausgebrochen, dann kann sie allerdings sehr schnell und auch effektiv mit Antibiotika wie Penicillin behandelt werden. In der Regel müssen die Betroffenen eine Penicillin Kur für die Dauer von zehn Tagen machen. Diese Kur sollte konsequent eingehalten werden, denn sonst kann es passieren, dass es zu Komplikationen kommt. Nach der Antibiotika Kur sollten sich die Betroffenen ausruhen und dem Körper Zeit geben, das Penicillin wieder abzubauen.

    Scharlach bei Erwachsenen

    Auch wenn Scharlach eine klassische Kinderkrankheit ist, können sich auch Erwachsene anstecken. Wenn Erwachsene sich mit Scharlach infizieren, dann sind immer Streptokokken-Bakterien daran schuld, die sich bevorzugt im Rachenraum einnisten. Einer Studie zufolge können bei jedem zehnten Erwachsenen diese Bakterien nachgewiesen werden, aber ohne dass die Krankheit auch tatsächlich zum Ausbruch kommt. Bricht der Scharlach aber aus, dann kann das für erwachsene Menschen schwerwiegende Folgen haben.

    Auch bei Erwachsenen zeigen sich Symptome, die sich aber von den Symptomen bei Kindern unterscheiden. Auf der Zunge zeigt sich zunächst ein weißer Belag, der sich dann aber himbeerrot färbt. Der Ausschlag im Gesicht ist deutlich ausgeprägter als bei Kindern und da das Dreieck zwischen Mund und Kinn nicht vom Ausschlag befallen ist, spricht man von einem sogenannten Milchbart. Fieber, starke Kopfschmerzen und auch Schüttelfrost und Erbrechen gehören bei Erwachsenen die an Scharlach erkranken, ebenfalls zum Krankheitsbild.

    Welche Komplikationen und mögliche Spätfolgen gibt es?

    Erkranken Erwachsene an Scharlach, dann ist das Risiko für Komplikationen und Spätfolgen besonders groß. So kann unter anderem nach vier bis fünf Wochen ein rheumatisches Fieber auftreten und es besteht die Gefahr einer Nierenentzündung. Besonders riskant wird es, wenn schwangere Frauen an Scharlach erkranken, denn dann besteht Gefahr für Mutter und Kind. Gegen Scharlach gibt es auch Hausmittel, die allerdings nicht helfen, sondern im Gegenteil, die Krankheit noch gefährlicher machen. Wenn sich die ersten eindeutigen Symptome zeigen, dann sollte man sofort zu einem Arzt gehen, der einen Schnelltest macht und dann Antibiotika verschreiben wird.

    Theoretisch sind Erwachsene nach einer überstandenen Scharlachinfektion immun gegen die Krankheit, aber das ist immer nur dann der Fall, wenn es sich um den Streptokokken Erreger handelt, der den Scharlach ausgelöst hat. Kommt ein anderer Bakterienstamm ins Spiel, dann ist die Immunität hinfällig und es kann passieren, dass man ein zweites oder sogar ein drittes Mal an Scharlach erkrankt.

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  • Das Pfeiffersche Drüsenfieber – die Kusskrankheit

    Das Pfeiffersche Drüsenfieber – die Kusskrankheit

    Pfeiffersches Drüsenfieber? Die meisten Menschen haben von dieser Krankheit noch nie etwas gehört, aber das Pfeiffersche Drüsenfieber kommt häufiger vor, als man vielleicht denkt. Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine Krankheit, die durch einen hartnäckigen Virus mit dem Namen Epstein-Barr ausgelöst wird, und übertragen wird der Virus in den meisten Fällen von Mund zu Mund, also beim Küssen. Das hat dem Pfeifferschen Drüsenfieber auch den Beinamen Kusskrankheit eingebracht, und wer sich schützen will, der sollte sich seine Kusspartner sehr genau aussuchen.

    Die Ursachen des Pfeifferschen Drüsenfiebers

    Das Epstein-Barr-Virus oder kurz auch EBV genannt, ist der Übeltäter, wenn es um das Pfeiffersche Drüsenfieber geht. Das EBV ist ein sogenanntes DANN Virus, das nur dann im Körper überleben kann, wenn es sich in bestimmten weißen Blutkörperchen und in den Zellen der Schleimhaut im Mund- und Rachenraum einnisten kann. Weil das Pfeiffersche Drüsenfieber eine relativ lange Inkubationszeit zwischen vier und sechs Wochen hat, bedeutet das: Wer einen Menschen mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber küsst, der spürt in diesem Zeitraum die ersten Symptome.

    Die Übertragung des Pfeifferschen Drüsenfiebers kann jedoch nur gelingen, wenn beim Küssen Körperflüssigkeiten ausgetauscht werden. Es kann in sehr seltenen Fällen aber auch durch eine Bluttransfusion oder beim Geschlechtsverkehr zu einer Ansteckung kommen.

    Welche Symptome gibt es?

    Die Symptome des Pfeifferschen Drüsenfiebers sind sehr vielfältig, was es dem Arzt nicht unbedingt einfach macht, die Krankheit auf Anhieb richtig zu erkennen. Viele Patienten fühlen sich müde und angeschlagen, sie klagen über Übelkeit und haben keinen Appetit, im späteren Verlauf kommen dann starke Kopfschmerzen, Halsschmerzen und auch Fieber dazu. Die Lymphknoten vor allem am Hals, aber auch in den Achselhöhlen können sehr schmerzhaft anschwellen und auch die Milz vergrößert sich, was zu Druckschmerzen im oberen Bereich des Bauches führt.

    Eine eindeutige Diagnose kann nur durch eine Untersuchung des Blutes gestellt werden, denn im Blut zeigt sich eine Vermehrung der weißen Blutkörperchen, und das gibt einen Nachweis über die Antikörper des Epstein-Barr-Virus. Wer die genannten Symptome über einen längeren Zeitraum verspürt, der sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen und ein großes Blutbild machen lassen.

    Vom Alter abhängig

    Das Epstein-Barr-Virus gehört zu den Herpesviren und wer den Virus einmal in sich trägt, der behält ihn ein Leben lang. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass 95 % der Weltbevölkerung unter 30 Jahren das Virus haben, aber nicht bei allen kommt die Krankheit auch zum Ausbruch. Kleinkinder können sich ebenfalls mit dem Epstein-Barr-Virus infizieren, aber in diesem Fall gibt es keine oder nur geringfügige Symptome. Die Ursache dafür liefert das Immunsystem, das bei kleinen Kindern nicht so stark reagiert.

    Wer das Pfeiffersche Drüsenfieber schon als Kind bekommt, der ist allerdings für den Rest seines Lebens gegen eine erneute Ansteckung immun, denn der Körper hat Antikörper gebildet. Bei Jugendlichen sind die Symptome am stärksten ausgebildet und hier lässt sich die Krankheit am einfachsten feststellen.

    Wie wird das Pfeiffersche Drüsenfieber behandelt?

    Bricht die Krankheit aus, dann ist Ruhe die erste Pflicht und das Küssen ist erst einmal streng verboten. Viel Schlaf kann effektiv dabei helfen, das Pfeiffersche Drüsenfieber zu besiegen und wenn das Fieber steigt, dann sollten fiebersenkende Mittel eingenommen werden. Es gibt keine speziellen Medikamente gegen das Pfeiffersche Drüsenfieber, alles was gelindert werden kann, das sind die Symptome, wie eben das Fieber. Alle, die sich mit dem Fieber angesteckt haben, die müssen eigentlich nur eines mitbringen und das ist Geduld, denn es kann ein bis zwei Monate dauern, bis die Symptome abklingen und das Pfeiffersche Drüsenfieber komplett ausgeheilt ist.

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  • Was hilft gegen starkes Schwitzen?

    Was hilft gegen starkes Schwitzen?

    Der Sommer kommt und mit ihm auch die große Hitze. Schwitzen gehört zum Sommer ebenso dazu wie Eis oder Sonnenbaden, aber es gibt viele, die extrem viel schwitzen und darunter leiden. Der Körper muss schwitzen, um seine Temperatur regulieren zu können, aber wer ständig schweißgebadet ist, der sucht nach einem effektiven Mittel, um den Schweiß bekämpfen zu können. Starkes Schwitzen ist aber nicht nur unangenehm, Schwitzen kann auch ein Hinweis auf Krankheiten sein. Alle, die ständig stark transpirieren, sollten das nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern einen Arzt aufsuchen.

    Schwitzen ist gesund

    Jeder Mensch schwitzt, der eine mehr, der andere weniger, aber gesund ist schwitzen immer. Würden wir nicht schwitzen, dann würde der Körper auch nicht vor Überhitzung geschützt. Aber nicht nur die sommerliche Hitze bringt uns ordentlich ins Schwitzen, auch Stress, Nervosität und Angst können uns den Schweiß im wahrsten Sinne des Wortes auf die Stirn treiben. Am meisten geschwitzt wird an den Fußsohlen und in den Handtellern, die Eichel und auch die Lippen sind die einzigen Stellen des Körpers, an denen es keine Schweißdrüsen gibt.

    Schweiß ist dünnflüssig und mit einem pH-Wert von 4,5 auch sehr sauer. Wasser ist im Schweiß ebenso enthalten wie auch Harnstoff, Ammoniak und Kochsalz. Der normale Schweiß riecht nicht, er wird aber immer dann zu einem Geruchsproblem, wenn Bakterien im Spiel sind, denn sie verursachen einen üblen Geruch, zum Beispiel an den Füßen. Rein wissenschaftlich werden Schweiß und Schwitzen in zwei Gruppen unterteilt. Zum einen in das thermoregulatorische Schwitzen und zum anderen in das nervöse Schwitzen.

    Wie schwitzen wir?

    Thermoregulatorisches Schwitzen entsteht immer nur dann, wenn die Körpertemperatur und der Blutdruck erhöht werden, wie das im Sommer der Fall ist. Die Handflächen und die Fußsohlen bleiben bei dieser Form des Schwitzens allerdings außen vor, hier schwitzt nur der Körper, also beispielsweise die Achselhöhlen, der Nacken und die Stirn. Schwitzen wir aber aus Nervosität, dann ist das ein Zeichen für innere Erregung, Aufregung oder Angst. Hier schwitzen die Handflächen und auch die Fußsohlen, während der Körper nur minimal betroffen ist.

    Schwitzen wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert, und auch wenn es unwahrscheinlich klingt, aber die Schweißdrüsen geben Tag für Tag mehrere Liter an Schweiß ab, ohne dass wir das Gefühl haben, übermäßig zu schwitzen. Wenn der Körper aber große Mengen von Schweiß produziert, dann handelt es sich um eine Krankheit, die man Hyperhidrose nennt. Das Krankheitsbild entsteht aber nicht nur, weil große Mengen Schweiß produziert werden, sondern weil es sich bei den häufigen Schweißausbrüchen um eine Fehlfunktion handelt. Vereinfacht gesagt, der Körper schwitzt, aber er weiß im Grunde gar nicht warum.

    Was hilft bei zu starkem Schwitzen?

    Menschen, die ständig in Schweiß gebadet sind, leiden sehr darunter. Starkes Schwitzen unter den Armen, aber auch an den Handinnenflächen kann ins soziale Abseits führen, denn keiner möchte mehr unter Menschen gehen, wenn er offensichtlich schwitzt. Eine Möglichkeit, um das Schwitzen unter Kontrolle zu bekommen, ist die am meisten betroffenen Schweißdrüsen veröden zu lassen. Das passiert bei einer Operation, die aber nicht in jedem Fall von den Krankenkassen übernommen wird. Ein natürliches Mittel ist Salbei, ein Gewürzkraut, das sich schon seit Jahrhunderten als Schweißkiller bewährt hat. Schon im Mittelalter haben die Bader ihren Patienten Salbei verordnet und da Salbei auch gut für den Magen ist, stellt er eine sehr gesunde Alternative zu Medikamenten dar.

    Frauen, die zum Beispiel während der Wechseljahre unter Schweißausbrüchen leiden, können mit Salbeitee diese Hitzewallungen unter Kontrolle bekommen. Der Tee sollte nach Möglichkeit aus den frischen Blättern des Salbei aufgebrüht und nicht zu heiß getrunken werden. Besser ist es eine Kanne am Morgen aufzubrühen, ihn abkühlen zu lassen und dann über Tag zwei bis maximal drei Tassen davon zu trinken.

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  • Die Brust für die Krebsfrüherkennung richtig abtasten

    Die Brust für die Krebsfrüherkennung richtig abtasten

    Brustkrebs ist die am häufigsten vorkommende Krebsart bei Frauen und es gibt wohl kaum eine Frau, die die Diagnose Brustkrebs nicht fürchtet. Vor allem Frauen, die in der Familie schon Fälle von Brustkrebserkrankungen hatten, sollten sich regelmäßig untersuchen lassen und auch die Brust alle vier Wochen selbst abtasten. Nur wenn der Krebs frühzeitig erkannt wird, dann sind auch die Chancen auf Heilung groß, und deshalb sollte das Abtasten der Brust eine Selbstverständlichkeit sein.

    Wie erkennt man eine Verhärtung in der Brust?brust-richtig-abtasten-brustkrebs

    Frauenärzte raten besonders Frauen zwischen 25 und 30 Jahren, ihre Brust alle vier Wochen selbst abzutasten, um nach möglichen Verhärtungen zu suchen. Unter einer Verhärtung verstehen Mediziner eine harte Stelle, die sich wie eine Kirsche oder wie die Oberfläche eines Golfballs anfühlt und die sich nicht bewegen lässt. Um diese Verhärtungen zu ertasten, gibt es eine besondere Technik, die schnell zu erlernen ist.

    Richtig abtasten

    Wird die linke Brust untersucht, dann sollte man dazu die rechte Hand benutzen und für die rechte Brust die linke Hand. Zunächst tastet die Hand den oberen äußeren Bereich der Brust ab. Mit mehreren Fingern und mit leicht kreisenden Bewegungen geht es dann langsam in Richtung der Brustwarze. Diese Untersuchung sollte nach Möglichkeit im Stehen gemacht werden, wenn der untere Teil der Brust abgetastet wird, dann sollte man sich allerdings entspannt hinlegen.

    Auch der untere Teil der Brust wird mit leicht kreisenden Bewegungen und sanftem Tasten mit mehreren Fingern untersucht. Hier ist es aber auch sehr wichtig, dass auch die Achselhöhlen mit untersucht werden, denn wenn es nach der Statistik geht, dann sind die meisten sogenannten Mammakarzinome in den Achselhöhlen zu finden. Werden die Achselhöhlen abgetastet, dann ist es wichtig, dass man darauf achtet, ob eventuell die Lymphknoten größer sind oder sich hart anfühlen.

    brust-richtig-abtasten-brustkrebsWoman examining her breastWoman examining her breast

    Woman placing her arms on her head while standing in front of a machine in an examination roomWann sollte die Brust abgetastet werden?

    Die Brust kann natürlich zu jeder beliebigen Zeit abgetastet werden, aber am besten eignet sich die Zeit kurz nach der Menstruation, denn dann ist die Brust besonders weich. Viele Frauen benutzen nach dem Baden eine Körperlotion und das macht das Abtasten noch einfacher. Wenn eine Verhärtung ertastet wird, dann sollte man keine Zeit verlieren und sofort einen Arzt aufsuchen. Viele Frauen zögern in dieser Situation, weil sie panische Angst davor haben, dass sie an Brustkrebs erkrankt sind. Diese Haltung ist gefährlich, denn wenn die Behandlung früh beginnen kann, dann steigen die Chancen, dass der Krebs auch erfolgreich behandelt werden kann.

    Welche Untersuchungsmethoden gibt es?

    Der Frauenarzt wird zunächst die Brust gründlich und fachkundig abtasten und dann vielleicht auch einen ersten Ultraschall machen. Für weitere Untersuchungen geht es dann in die Klinik oder in ein Mammografiezentrum, wo ein Scan der betroffenen Brust gemacht wird. Ist das Ergebnis einer Mammografie nicht eindeutig, dann wird in den meisten Fällen eine Kernspintomografie gemacht und um ganz sicher zu gehen, kann die Klinik auch eine Biopsie durchführen.

    Bei dieser Untersuchung werden der Patientin unter Narkose Gewebeproben aus der Brust entnommen, die dann sofort untersucht werden. An diesen Gewebeproben können die Ärzte sehen, wie groß der Tumor ist und wie weit er sich schon ausgebreitet hat. In seltenen Fällen wird dann direkt operiert und die befallene Brust wird abgenommen.

    Woman undergoing mammography scan assisted by male doctor

    Keine Panik

    Ein Knoten in der Brust muss nicht zwangsläufig auch Krebs sein, in den meisten Fällen haben die Verhärtungen eine harmlose Ursache. So können zum Beispiel verhärtete Milchdrüsen schuld daran sein, dass eine Verhärtung in der Brust tastbar ist. Frauen, die eine harte Stelle an ihrer Brust ertasten, sollten deshalb auch nicht gleich panisch werden, sondern ihren Arzt anrufen, die Situation schildern und dann sofort in die Praxis fahren, um sich ausführlich untersuchen zu lassen.

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  • Bhujangasana – die Kobra

    Bhujangasana – die Kobra

    Schlangen spielen in der indischen Mythologie eine sehr große Rolle, es ist daher nicht verwunderlich, dass die Kobra eine beliebte Übung ist. Bhujangasana heißt die Kobra im Sanskrit und sie ist eine wahre Wohltat für den Rücken, den Nacken und auch für die Schultern. Keine andere Schlange kann sich so majestätisch aufrichten wie eine Kobra und genau dieser stolzen Haltung ist Bhujangasana nachempfunden. Für Babys ist die Kobra übrigens eine ganz normale Haltung, denn wenn Babys sich auf die Unterarme stützen, dann können sie die Welt aus einer ganz anderen Perspektive aus sehen und erkunden.

    Bhujangasana – Die ruhende Lebensenergie

    Eine Kobra sieht die Welt besser, wenn sie sich aufrichtet, und wie alle anderen Schlangen ruht auch die Kobra viele Stunden am Tag, in dem sie sich einrollt. Die Kobra ist im Yoga ein Symbol für die Lebensenergie, die ruht. Die Wirbelsäule soll sich bei dieser Übung ausruhen, denn nur so kann vom Ende des Rückens neue Energie in den Körper strömen.

    Bhujangasana steht aber nicht nur für neue Lebensenergie, sondern auch für die Wandlung. Selbst wenn eine Schlange nie damit aufhört zu wachsen, ihre Haut muss sie trotzdem regelmäßig abstreifen. Auch viele Menschen möchten gerne von Zeit zu Zeit in eine neue Haut schlüpfen, etwas Neues ausprobieren und etwas ganz anderes tun. Das macht die Bhujangasana zu einer sehr interessanten Übung, denn mit der Kobra kann man immer wieder neue Energie schöpfen.

    Bhujangasana – die Anleitung

    Bhujangasana beginnt in der Bauchlage, die Fersen sind ca. zwei Zentimeter voneinander entfernt und die Fußballen berühren sich. Wichtig ist, dass der Fußrücken zur Mitte ausgerichtet auf dem Boden liegt und die Zehen nach hinten zeigen. Wenn es bequemer sein soll, dann können die Beine auch leicht geöffnet werden, mehr Halt hat man allerdings, wenn die Beine geschlossen sind.

    Die Stirn liegt zunächst auf dem Boden und die Hände liegen unter den Achselhöhlen. Nun werden die Oberschenkel angespannt und die Knie vom Boden gehoben. Die Finger sind gespreizt, der Zeigefinger zeigt nach vorne, und die Ellenbogen werden dicht am Brustkorb positioniert. Beim Einatmen heben sich jetzt die Schultern vom Boden und der Hinterkopf wird nach vorne gehoben. Nun wird das Brustbein wieder beim Einatmen nach oben gezogen und gleichzeitig sinken die Schultern nach unten. Die Hände werden auf den Boden gedrückt und leicht nach hinten gezogen. Einige Atemzüge lang sollte man in dieser Stellung verharren, dann wird der Oberkörper wieder auf den Boden gelegt und der Kopf auf die Seite gelegt.

    So wirkt die Kobra

    Auch wenn Bhujangasana am Anfang anstrengend ist, es lohnt sich, diese Übung öfter zu probieren. Der Rücken wird wie der Nacken entspannt und der kontrollierte Wechsel zwischen einatmen und ausatmen weitet den Brustkorb, das Atmen wird einfacher und befreiter. Mit der Kobra lässt sich die ganze Körperhaltung verbessern und die Brustmuskulatur wird gedehnt, aber nicht überdehnt.

    Wem die Übung zu anstrengend ist, der kann die Kobra auch variieren und die Unterarme auf den Boden legen. Diese Sphinx Haltung ist einfacher und sie kostet nicht so viel Kraft wie die Originalübung. Alle, die Probleme mit dem unteren Teil der Wirbelsäule haben oder unter einer Entzündung im Bauchraum leiden, sollte von der Kobra absehen. Auch im letzten Drittel der Schwangerschaft ist die Kobra nicht mehr zu empfehlen und auch nur noch schwer möglich. Wer nach dieser Yoga Übung Muskelkater verspürt, der muss einen Fehler gemacht haben. Zu den häufigsten Fehlern gehört, dass der Kopf zu weit in den Nacken gelegt wird. Auch wenn die Schultern auf Höhe der Ohren gezogen werden, dann führt das nicht selten zu Schmerzen, denn bei der Kobra sollten die Schultern immer leicht nach hinten gezogen werden, um den oberen Teil des Rückens zu entspannen.