Schlagwort: Akupunkturnadeln

  • Mit Akupunktur gegen Pollenallergie? Funktioniert das?

    Mit Akupunktur gegen Pollenallergie? Funktioniert das?

    Kann man mit Akupunktur gegen Pollenallergie vorgehen?

    Vor allem das Frühjahr und der Sommer kann für Menschen, die unter einer Pollenallergie leiden, zu einer regelrechten Tortur werden. Triefende Nasen, rote Augen lassen die Lebensqualität in dieser Zeit deutlich absinken. In besonders schweren Fällen berichten die Betroffenen teilweise sogar von Atemnot und der Tatsache, tagelang das Bett hüten zu müssen. Viele Medikamente aus dem Bereich der Schulmedizin bieten hier zwar Linderung, bringen jedoch auch Nebenwirkungen in Form von extremer Müdigkeit und Abgeschlagenheit mit sich. Genau hier setzt die Alternative Medizin an. Einige Verfahren, wie beispielsweise die Eigenbluttherapie, sind extrem umstritten und werden von Wissenschaftlern sogar als „gefährlich“ eingestuft. Andere Lösungsansätze, wie die Akupunktur, haben sich jedoch schon jetzt für viele zu einer attraktiven Alternative entwickelt.

    Was ist Akupunktur eigentlich und welche Rolle spielt Sie in der Medizin?

    Die Akupunktur wird in den Bereich der traditionellen, chinesischen Medizin eingeordnet. Schon seit über  2000 Jahren versuchen die Menschen mit Hilfe der kleinen Nadeln die verschiedensten Beschwerden zu lindern oder gar ganz zu heilen. Die Theorie besagt hier, dass Krankheiten entstehen, wenn der Lebensfluss, also das „Qi“, gestört ist. Eine Korrektur findet, laut Ansicht der Alternativen Medizin, über das genaue Setzen der Akupunkturnadeln an.

    Was sagen die Forschungsergebnisse zu Akupunktur gegen Pollenallergie?

    Die Akupunktur genießt im Rahmen der Alternativen Medizin ein sehr gutes Image. So wurde beispielsweise auch einer größeren Studie bewiesen, dass die Beschwerden von Pollenallergikern durch das Setzen der Nadeln gemindert werden kann.

    Der Vorteil: aufgrund dieser Behandlungsmethode konnte auch in vielen Fällen die Einnahme klassischer Medikamente vermindert werden. Leider zeigte sich im Verlauf der Studie jedoch auch, dass hier keineswegs von einer langfristigen Verbesserung der Beschwerden gesprochen werden kann.

    So muss die Akupunktur mindestens einmal im Jahr durchgeführt werden, um den Betroffenen wirklich zu entlasten.

     

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  • Wird Akupunktur als Schmerzmittel überschätzt?

    Wird Akupunktur als Schmerzmittel überschätzt?

    Viele Frauen vertrauen bei Schwangerschaft und Geburt der alternativen Medizin mehr als der modernen Medizin. Vor allem die Akupunktur steht dabei im Fokus, denn mithilfe von Akupunkturnadeln soll nicht nur die Geburt beschleunigt werden, auch als Schmerzmittel für die Wehen ist Akupunktur ein beliebtes Mittel. Eine neue Studie stellt die Wirksamkeit dieser Methode allerdings in Zweifel, denn einen nachweisbaren Effekt gibt es nicht.

    Ist die Geburt entspannter?

    Die Schmerzen während der Geburt werden verringert und der Geburtsvorgang wird schneller – so argumentieren Heilpraktiker, wenn es um den Einsatz von Akupunktur während der Entbindung geht. Ob diese Behauptung stimmt, lässt sich nicht nachweisen, denn jede Frau empfindet Schmerzen anders und jede Geburt verläuft individuell. Gesundheitsexperten des Portals „IGeL-Monitor“, das zum medizinischen Dienst der Krankenversicherungen gehört, wollte es jetzt ganz genau wissen und hat Akupunktur als Geburtsbeschleuniger und Schmerzmittel einmal genauer unter die Lupe genommen.

    Ein ernüchterndes Ergebnis

    Die Studie kommt zu einem ernüchternden Ergebnis, denn Akupunktur während der Geburt schadet zwar nicht, sie hilft aber auch kaum. Die Effekte sind sehr gering und der Nutzen dieser alternativen Heilmethode ist zumindest in der Schwangerschaft und bei der Geburt unklar. In diese Studie sind andere relevante Studien mit eingeflossen, die es zu diesem Thema gibt. In diesen Studien und Übersichtsarbeiten wurde die Wirksamkeit der klassischen Akupunktur mit denen der sogenannten Schein-Akupunktur verglichen, bei der die Nadeln an Stellen angebracht wurden, die nicht der ursprünglichen Lehre entsprechen. Die positiven Effekte waren sehr gering.

    Jede dritte Schwangere

    In vielen Hebammenpraxen, aber auch von den meisten Heilpraktikern wird Akupunktur als sinnvolles Mittel in der Schwangerschaft und während der Geburt angeboten, und mittlerweile nehmen zwei Drittel aller schwangeren Frauen das Angebot gerne an. Das ergab eine Studie der Bertelsmann-Stiftung im vergangenen Jahr. Zunehmend setzen Schwangere neben der Akupunktur heute aber auch auf HypnoBirthing, eine Geburt unter Hypnose.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • Akupunktur – wie Nadeln helfen können

    Akupunktur – wie Nadeln helfen können

    Kaum eine andere Heilmethode ist so alt wie die Akupunktur. In China haben Heiler Menschen schon vor 3000 Jahren mit Nadeln behandelt, aber erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam die traditionelle Akupunktur auch nach Europa. Heute findet diese sanfte Form der Schmerzbehandlung immer mehr Anhänger und wird immer öfter ergänzend zur Schulmedizin angewandt. Allerdings ist Akupunktur keine ganzheitliche Lösung für alle medizinischen Probleme, aber besonders in der Schmerztherapie werden mit den Nadeln beachtliche Erfolge erzielt.

    Was ist Akupunktur?

    Der Begriff Akupunktur kommt aus der lateinischen Sprache, acus bedeutet Nadel und punctio so viel wie stechen. Akupunktur basiert auf der traditionellen asiatischen Vorstellung, dass der Mensch von einer bestimmten Lebensenergie mit Namen Qi durchflossen wird. Diese Energie fließt über Leitbahnen, die sogenannten Meridiane und ist an 700 Punkten unter der Hautoberfläche erreichbar. 400 dieser Punkte können mit Akupunkturnadeln erreicht werden. In der chinesischen Medizin ist der Mensch nur dann wirklich gesund, wenn die Energieströme harmonisch fließen, aber wenn das Qi gestört ist, was bei Hitze, Kälte, bei falscher Ernährung oder auch bei seelischem Stress der Fall ist, dann kommt es zu Schmerzen und auch zu Krankheiten. Mithilfe von Akupunktur sollen die Blockaden im Fluss des Qi aufgehoben werden. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) sind die Organe keine festen anatomischen Einheiten, sie sind vielmehr eine Art Funktionskreise, die Zusammenhänge beschreiben. Ein Beispiel ist das Immunsystem, das keinem Organ zugeordnet werden kann.

    Was passiert bei einer Akupunkturbehandlung?

    Was genau im Körper passiert, wenn er mit Akupunkturnadeln behandelt wird, das konnte die Schulmedizin bis heute noch nicht feststellen. Aber es gibt einige interessante Studie, die herausgefunden hat, dass es beim Stich mit einer Akupunkturnadel im Gehirn zu einer größeren Ausschüttung von Substanzen kommt, die zum einen Schmerzen stillen und zum anderen die Stimmung aufhellen. Zu diesen als Glückshormone bekannten Substanzen gehören auch Serotonine und Endorphine.

    Die Behandlung mit Akupunktur

    Bei einer Behandlung mit Akupunkturnadeln werden dem Patienten je nach Bereich, kleine, sterile Einmal-Nadeln in die Haut gestochen. Diese Nadeln sind speziell geschliffen, damit der Patient keine Schmerzen verspürt. Möglich ist aber ein leichter Einstichschmerz, der aber schwächer ist als zum Beispiel der Einstich einer Spritze. Nach einer gewissen Zeit verspürt der Patient dann ein dumpfes Wärme- oder auch Schwergefühl rund um die Einstichstelle. Jede Nadel verbleibt in der Regel zwischen 20 und 30 Minuten in der Haut, und wenn es darum geht, bestimmte Reaktionen zu erzielen, dann werden besondere Techniken der Stimulierung vorgenommen. So können die Nadeln vor der Behandlung erwärmt werden, aber auch eine unterschwellige Stimulanz mit Reizstrom ist im Rahmen einer Akupunkturbehandlung möglich. Es gibt zudem auch erweiterte Verfahren wie die Akupressur, bei der die Akupunkturstellen mit den Fingern massiert werden. Bei der Laser-Akupunktur wird ein bestimmter Punkt nicht mit einer Nadel, sondern mit einem Laserimpuls behandelt.

    Bei welchen Beschwerden hilft Akupunktur?

    Laut der sogenannten Indikationsliste der Weltgesundheitsorganisation WHO kann Akupunktur nicht nur bei chronischen Schmerzen hilfreich sein, sondern auch bei Allergien, bei Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt und bei Erkrankungen der Atemwege. In den letzten Wochen der Schwangerschaft können Akupunkturnadeln dafür sorgen, dass der Geburtsvorgang verkürzt wird und selbst bei Operationen sind die Nadeln schon als eine Art Betäubungsmittel zum Einsatz gekommen. Mehrere Studien haben zudem nachgewiesen, dass Akupunktur bei Übelkeit und Erbrechen zum Beispiel in den ersten Monaten einer Schwangerschaft hilft, und auch bei Arthrose in den Knie- und Ellbogengelenken hat sich Akupunktur bewährt. Kopf- und Rückenschmerzen können durch Akupunktur gelindert werden und auch bei Heuschnupfen sind die kleinen Nadeln eine große Hilfe. Allergisches Asthma, Tennisarm oder auch Menstruationsschmerzen – für alle diese Beschwerden ist Akupunktur eine sehr gute Alternative zur klassischen Schul- und Schmerzmedizin.

    Bild: © Depositphotos.com / yanc