Schlagwort: Alkohol

  • Männer und ihr gespaltenes Verhältnis zur Gesundheit

    Männer und ihr gespaltenes Verhältnis zur Gesundheit

    Männer weinen heimlich, das hat schon Herbert Grönemeyer erkannt, Männer haben als Jungen schlechtere Noten in der Schule als Mädchen und sie haben große Angst, zum Arzt zu gehen. Der internationale Weltmännertag hatte in diesem Jahr den Schwerpunkt Gesundheit und es wurde sehr schnell klar, dass Männer ein eher gespaltenes Verhältnis zum Thema Gesundheit haben und sie sind echte Feiglinge, wenn es um ihre Gesundheit geht.

    Männer mögen keine Vorsorgeuntersuchungen

    Männer und Vorsorgeuntersuchungen – das sind zwei verschiedene Welten. Die einen gehen aus reiner Bequemlichkeit nicht zum Arzt, die anderen haben zu viel Angst. Der Berufsverband der Deutschen Urologen legte jetzt Zahlen vor die zeigen, wie nachlässig die Herren der Schöpfung mit dem Thema Vorsorge umgehen. Seit 1974 haben Männer ab dem 45. Lebensjahr das gesetzlich verbriefte Recht, eine jährliche Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Krebs in Anspruch zu nehmen, aber bis heute ist das Interesse eher gering. Nur 14 % der Männer in dieser Altersgruppe geht regelmäßig zu dieser Vorsorgeuntersuchung, bei Frauen sind es 50 %.

    Männer nehmen Symptome nicht ernst

    Männer interessieren sich nicht für Vorsorgeuntersuchungen, aber sie pflegen dafür einen eher sehr ungesunden Lebensstil. Rauchen, Alkohol, übermäßiger Stress und auch Übergewicht, das alles kann zu ernsthaften Erkrankungen vor allem für Herz und Kreislauf führen. Kommt es zu den typischen Symptomen, dann nehmen die meisten Männer diese Symptome nicht ernst, sie ignorieren sie und wundern sich dann, wenn sie mit einem Herzinfarkt oder einem Kreislaufkollaps in der Klinik landen. Männer gehen sehr ungern zum Arzt und sie bekommen auch deutlich weniger Medikamente verschrieben als Frauen. Das ändert sich erst, wenn Männer älter werden, denn nach einem Arzneimittelreport der AOK nehmen Männer zwischen 60 und 75 Jahren ebenso viele Medikamente wie Frauen.

    Psychische Probleme sind für Männer ein Zeichen von Schwäche

    Der Psychoreport der DAK bringt es an den Tag: Männer nehmen psychische Probleme nicht ernst, sie halten sie vielmehr für ein Zeichen von Schwäche. Depressive Stimmungen werden nicht beachtet und selbst wenn eine Depression vom Arzt diagnostiziert wird, dann lassen sich Männern selten behandeln. Frauen sind doppelt so häufig psychisch krank wie Männer, was aber nicht bedeutet, dass Männer weniger Probleme mit der Psyche haben, sie haben nur Probleme damit, sich diese Probleme einzugestehen.

    Warum Frauen länger leben als Männer

    Im Schnitt leben Frauen fünf Jahre länger als Männer und das hat verschiedene Gründe. Ein Grund liegt darin, dass Männer risikofreudiger sind als Frauen. Sie lieben es, mit 300 km/h im Kreis zu fahren, sie scheuen sich nicht davor über hohe Klippen ins Meer zu springen, und sie machen sich auch keine Gedanken darüber, wie gefährlich es sein kann, mit einem Ultraleichtflieger über die Berge zu segeln. Frauen interessieren sich für diese fragwürdigen Freizeitaktivitäten nicht sonderlich, sie können Gefahren besser einschätzen und sind nicht so leichtsinnig. Frauen haben zudem ein anderes Verhältnis zur Gesundheit, sie nehmen Vorsorgeuntersuchungen wahr, sie deuten Symptome richtig und sie gehen lieber einmal mehr zum Arzt als einmal zu wenig.

    Ehemänner leben länger

    Es sind besonders die Junggesellen, die ihre Gesundheit vernachlässigen, wenn Männer Ja sagen, dann ändert sich auch ihr Verhältnis zu Krankheiten, Vorsorgeuntersuchungen und zu riskanten Freizeitvergnügungen. Es sind die Zuneigung, die Liebe und auch das Leben in der häuslichen Gemeinschaft, die bei Männern die Einstellung zur Gesundheit verändern. Wenn Männer verheiratet sind, dann bringt ihnen das zusätzliche acht Lebensjahre. Wie sehr die Ehe und die Familie ihre Gesundheit zum Positiven beeinflussen, das zeigt sich besonders dann, wenn sie einen Herzinfarkt erleiden. Vor allem das Jahr nach dem Herzinfarkt ist entscheidend, und laut einer neuen Studie aus England haben Männer, die verheiratet sind, doppelt so große Chancen zu überleben wie Männer, die ledig sind.

    Bild: © Depositphotos.com / alphaspirit

  • So wichtig ist eine gute Schlafqualität für die Gesundheit

    So wichtig ist eine gute Schlafqualität für die Gesundheit

    Jeder hat schon mal eine Nacht durchgemacht und festgestellt, wie sehr sich der versäumte Schlaf am nächsten Tag bemerkbar macht. Schlaf ist lebensnotwendig, denn wenn wir schlafen, dann gönnen wir nicht nur dem Körper seine verdiente Ruhe, auch die Psyche kann sich in den sieben oder acht Stunden, die jeder Deutsche durchschnittlich in der Nacht schläft, ausruhen und neue Kräfte tanken. Schlaf ist aber nicht gleich Schlaf, denn auch hier kommt es auf die Qualität an. Eine eher schlechte Schlafqualität macht sich im Alltag schnell bemerkbar und damit die Schlafqualität auch wirklich gut ist, sind mehrere Faktoren von Bedeutung.

    Eine gute Schlafqualität ist mehr als wichtig

    Wenn wir gut schlafen, dann

    • Steigern wir unser Wohlbefinden
    • Wehren wir erfolgreich Krankheitserreger ab
    • Bewältigen wir den Stress und die Anstrengungen des Tages
    • Sorgen wir für mehr Fitness
    • Steigern wir unsere Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit
    • Verarbeiten wir sowohl negative als auch positive Ereignisse
    • Sorgen wir für den Aufbau unserer Muskeln
    • Regenerieren wir Körper und Geist

    Eine gute Schlafqualität hilft dabei, besser zu lernen und entspannter zu arbeiten und alle, die ausreichend und gut schlafen, regulieren damit sogar ihren Blutdruck und stärken das Herz- und Kreislaufsystem. Im Schlaf heilen Wunden und die Knochen wachsen, die Haut erholt sich und allergische Reaktionen lassen nach. Leider hat nicht jeder einen gesunden und tiefen Schlaf, aber jeder kann an seiner ganz persönlichen Schlafqualität arbeiten, um sie zu verbessern.

    Was ist für eine gute Schlafqualität wichtig?

    Der überwiegende Teil der Deutschen, rund 50 Millionen Menschen, sind mit ihrer Schlafqualität zufrieden, aber jeder achte war aufgrund von Schlafstörungen schon einmal bei einem Arzt in Behandlung. 50 % der Deutschen haben regelmäßig Schlafstörungen und 6 % benötigen sogar ein Mittel, um gut schlafen zu können. Die Infografik Schlafqualität zählt die Gründe auf, die für eine gute Schlafqualität von Bedeutung sind. So sollten alle, die ihre Schlafqualität erhöhen möchten, am Abend auf Süßigkeiten verzichten, denn alle Lebensmittel, in denen raffinierter Zucker zu finden ist, sorgen für Chaos im Hormonhaushalt und das kann die Schlafqualität erheblich mindern. Deutlich effektiver ist es, am Abend eine Banane oder ein Joghurt zu essen und ein Glas Milch zu trinken, denn das fördert die Schlafqualität.

    Gut einschlafen und aufwachen

    In vielen deutschen Haushalten gehören Katzen und Hunde zur Familie, aber vierbeinige Hausgenossen sind nicht unbedingt ein Garant für einen guten Schlaf. So klagen 63 % derjenigen, die ein Tier haben, darüber, dass sie mit der Katze oder dem Hund das Bett teilen und daher nicht sonderlich gut schlafen. Wer seine Schlafqualität steigern will, der sollte sein Haustier aus dem Schlafzimmer aussperren. Für eine gute Schlafqualität ist aber auch das Aufwachen von Bedeutung. So ist es nicht empfehlenswert, einfach den Snooze Button des Weckers zu drücken, um noch eine Extraportion Schlaf zu bekommen. Besser ist es, die Alarmfunktion des Weckers auf die Uhrzeit einzustellen, zu der man wirklich aufstehen möchte, denn das trainiert den Schlafrhythmus und steigert die Qualität des Schlafes. Ausschlafen ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium, wenn es um die Schlafqualität geht, denn wer nicht ausschläft, der riskiert gesundheitliche Schwierigkeiten. Es ist bekannt, dass ein Glas Wein oder Bier durchaus als Schlummertrunk geeignet sind, aber während der Nacht stört der Alkohol die Schlafqualität ganz erheblich. Eine bessere Idee ist eine Tasse Tee, zum Beispiel mit Fenchel, Hopfen oder Kamille. Im Bett lesen kann beim Einschlafen helfen, aber es sollte das klassische Buch sein. Wer den Laptop, das Smartphone oder das Tablet zum Lesen nutzt, der sollte sich nicht wundern, wenn der Schlaf nicht kommen will, denn diese Geräte vernichten das sogenannte Blaue Licht, das die Produktion von Melatonin unmöglich macht.

    Bild: © Depositphotos.com / choreograph

  • Wer Kaffee trinkt, lebt länger

    Wer Kaffee trinkt, lebt länger

    Dass Kaffee munter macht, das werden alle Morgenmuffel gerne bestätigen, und auch nach dem Mittagessen ist ein Tasse Kaffee immer eine gute Wahl. Dass Kaffee gut schmeckt und belebt, das ist hinlänglich bekannt, dass Kaffeetrinken aber das Leben verlängern kann, das zeigt jetzt eine neue Studie aus den USA. Kaffee hatte lange Zeit einen eher schlechten Ruf, denn Kaffee schädige das Herz, so hieß es gern, sogar in Medizinerkreisen. Die neue Studie kommt zu einem anderen Schluss, denn drei bis fünf Tassen des belebenden Getränks machen das Leben nicht nur angenehmer, sondern verlängern es auch.

    Kaffee schützt vor Krankheiten

    Die neue Studie, die jetzt in der Fachzeitschrift Circulation veröffentlicht wurde, ist zu dem Ergebnis gekommen, dass ein moderater Genuss von Kaffee das Risiko an den Folgen einer Krankheit zu sterben, deutlich senken kann. Der positive Effekt des Kaffees wirkt sich auf das Herz-Kreislaufsystem ebenso aus, wie auch auf die Parkinson-Krankheit und auf Diabetes Typ 2, auf Krebs hat Kaffee allerdings keinen so großen Einfluss. Zudem kamen die Forscher aus den USA zu der Erkenntnis, dass Menschen, die gerne und auch viel Kaffee trinken, seltener an Depressionen erkranken und weniger darüber nachdenken, sich das Leben zu nehmen.

    Warum ist Kaffee so gesund?

    Warum hat Kaffee einen so positiven Einfluss auf die Gesundheit? Die Forscher aus den USA, die für die Studie die Daten von 168.000 Frauen und 40.000 Männern gesammelt und ausgewertet haben, kommen zu dem Schluss, dass Kaffee viele bioaktive Substanzen hat. Diese Substanzen können die Resistenz des Insulins verringern und sie wirken entzündlichen Prozessen effektiv entgegen. Optimal ist es, zwei bis fünf Tassen am Tag zu trinken, eine sechste Tasse hat dann zwar keinen positiven Effekt mehr, aber schaden kann sie auch nicht. Es spielt in diesem Zusammenhang übrigens keine Rolle, ob es sich um Kaffee mit oder ohne Koffein handelt, der positive Effekt bleibt der Gleiche.

    Kann Kaffee abhängig machen?

    Es gibt einige Gerüchte um Kaffee, einige sind wahr, andere nur ein Mythos. Hieß es noch vor wenigen Jahren, dass Kaffee schlecht fürs Herz ist, so konnten Wissenschaftler jetzt nachweisen, dass genau das Gegenteil der Fall ist, denn Kaffee ist sogar gut fürs Herz. Kaffee kann für schlaflose Nächte sorgen, besagt eine andere These, und hier liegt die Wissenschaft richtig, denn wer am Abend starken Kaffee trinkt, der wird nicht sonderlich gut schlafen können. Allerdings hat starker Tee die gleiche Wirkung, denn die im Tee enthaltenen Stoffe sorgen ebenfalls für schlaflose Nächte. Ein besonders hartnäckiges Gerücht besagt, dass Kaffee süchtig machen kann. Tatsächlich kann es zu Abhängigkeitserscheinungen kommen, wenn man regelmäßig Kaffee trinkt. Wer daran gewöhnt ist, den Tag mit einer Tasse Kaffee zu beginnen, der wird es spüren, wenn er die gewohnte Tasse Aufmunterung am Morgen nicht bekommt. Für die American Psychiatric Association ist Kaffeemissbrauch ebenso eine Krankheit wie die Sucht nach Alkohol, aber ab wann die Sucht beginnt, das ist noch nicht klar. Wie lange der Entzug dauert, darüber gibt es hingegen schon Erkenntnisse, denn es dauert bis zu sechs Wochen, um kein Verlangen mehr nach einer Tasse Kaffee zu verspüren.

    Entzieht Kaffee dem Körper Wasser?

    Zu den Mythen, die sich rund um den Kaffee ranken, gehört auch die Aussage, dass Kaffee den Körper austrocknen kann, da er das Wasser entzieht. Das Gegenteil ist der Fall, denn durch den Kaffee bekommt der Körper Wasser. Zwar wirkt Kaffee harntreibend, aber dass es zu einem gefährlichen Mangel an Flüssigkeit kommen kann, das ist schlichtweg nicht wahr. Der Dichter Franz Kafka soll in diesem Zusammenhang einmal gesagt haben: „Kaffee dehydriert den Körper nicht. Ich wäre sonst schon Staub.“ Kafka hatte Recht, wer gerne Kaffee trinkt, muss sich keine Sorgen machen.

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  • Warum häufiges Aufwachen in der Nacht ungesund ist

    Warum häufiges Aufwachen in der Nacht ungesund ist

    Wer kennt das nicht? Mehrfach in der Nacht aufwachen oder auch geweckt werden und sich dann am nächsten Morgen wie gerädert fühlen. Häufiges Aufwachen kann sehr nervig sein, die gute Laune verderben, und es ist zudem auch noch sehr ungesund, wie jetzt eine neue Studie aus den USA herausfand. Schlafunterbrechungen können sich auf die mentale Stimmung negativ auswirken und sie sind schädlicher als eine Nacht, die aus welchen Gründen auch immer, viel zu kurz geraten ist.

    Häufiges Aufwachen schadet der Seele

    Für die neue Studie wurden die Probanden bis zu achtmal in einer Nacht geweckt. Am Morgen waren die Studienteilnehmer nicht nur sehr müde, sie hatten auch schlechte Laune, die sich den ganzen nächsten Tag über nicht sonderlich gebessert hat. Das Gleiche galt aber auch für die Teilnehmer an der Studie, die zu spät ins Bett gegangen sind, denn sie bekamen zwar die gleiche zeitliche Menge an Schlaf, allerdings durften sie diese Zeit an einem Stück und ohne Unterbrechungen schlafen. Erst in der zweiten Nacht konnten die Wissenschaftler einen deutlichen Unterschied feststellen. Häufiges Aufwachen in der zweiten und auch in der dritten Nacht sorgte bei den Studienteilnehmern zunehmend für schlechte Laune und es kam sogar zu depressiven Verstimmungen. Auch die Energie ließ mehr und mehr nach, was sich laut der Fachzeitschrift „Sleep“, in der die Studie veröffentlicht wurde, vor allen Dingen bei den Gefühlen, den Sympathien und der Freundlichkeit der Studienteilnehmer untereinander bemerkbar machte.

    Häufiges Aufwachen verkürzt den Schlaf

    Häufiges Aufwachen hat bei den Probanden dafür gesorgt, dass es keine tiefen Schlafphasen mehr gab, weil die Zeit, in der der Schlaf besonders tief ist, immer wieder verkürzt wurde. Immer wenn der Schlaf durch häufiges Aufwachen gestört wird, dann wird auch der Schlafrhythmus gestört und die einzelnen Schlafphasen können nicht mehr durchlaufen werden. Besonders wichtig ist jedoch, dass der Tiefschlaf ungestört ist, denn dieser Schlaf ist sehr wichtig, damit sich Körper und Seele ausreichend erholen können. Die Forscher der Johns Hopkins University School of Medicine sehen in der verringerten Zeit des tiefen Schlafs und der negativen Stimmung einen direkten Zusammenhang.

    Schuld an Depressionen

    Häufiges Aufwachen und ständige Schlafunterbrechungen können nach Ansicht der amerikanischen Wissenschaftler sogar eine Depression auslösen. Im Umkehrschluss gehören Schlafstörungen und häufiges Aufwachen bei vielen Menschen, die bereits unter Depressionen leiden, zum typischen Krankheitsbild. Verstärkt wird das Ganze in der dunklen Jahreszeit, wenn die Tage immer kürzer werden, denn dann fällt es vielen Menschen besonders schwer, in der morgendlichen Dunkelheit aufzustehen.

    Was kann helfen?

    Häufiges Aufwachen in der Nacht hat vielfach mentale Probleme als Ursache. Wer ungestörten Nachtschlaf zu schätzen weiß, der muss schon am Tag damit beginnen, Abstand von seinen Problemen zu bekommen. Keiner sollte mit einem Kopf voll Sorgen ins Bett gehen, sondern versuchen, vor dem zu Bett gehen mental abzuschalten. Musik kann dabei sehr hilfreich sein, aber auch ein Spaziergang in der kühlen Abendluft kann häufiges Aufwachen in der Nacht verhindern. Der falsche Weg ist es, den Schlafproblemen mit Alkohol zu begegnen, denn Alkohol sorgt weder für einen tiefen erholsamen Schlaf, noch schützt der davor, häufig wach zu werden. Das Gleiche gilt auch für Medikamente, die den Schlaf künstlich erzeugen. Hier besteht immer eine große Suchtgefahr, denn der Körper gewöhnt sich sehr schnell daran, dass er zum Schlafen gezwungen wird. Wenn überhaupt Schlafmittel eingenommen werden müssen, weil die Qualität des Schlafes immer weiter abnimmt, dann sollten diese Mittel immer nur unter der strengen Aufsicht eines Arztes genommen werden. Mit dem Arzt muss die richtige Dosierung abgestimmt werden und das gilt ganz besonders dann, wenn die Dosis erhöht werden soll. Übrigens, ein Glas mit warmer Milch am Abend kann ebenfalls für einen besseren Schlaf sorgen.

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  • Alkohol erhöht das Risiko an Brustkrebs zu erkranken

    Alkohol erhöht das Risiko an Brustkrebs zu erkranken

    Alkohol in vernünftigen Mengen genossen, ist für den Körper nicht allzu schädlich, aber wenn die Menge steigt, dann wird es in jeder Hinsicht gefährlich. Dass Alkohol süchtig macht, das ist bekannt und auch die Folgen der Alkoholsucht sind hinreichend wissenschaftlich dokumentiert. Neu ist aber, dass Alkohol Brustkrebs auslösen kann, denn zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuelle Studie der Universität von Murcia. Durchgeführt wurde die Studie von Wissenschaftlern aus zehn europäischen Ländern und das Ergebnis dieser Studie ist erschreckend.

    Nur zehn Gramm zu viel können Brustkrebs auslösen

    An der europäischen Studie haben 300.000 Frauen teilgenommen, die regelmäßig Alkohol trinken. Die Forscher fanden bei der Langzeitstudie heraus, dass wenn nur zehn Gramm Alkohol am Tag mehr konsumiert werden, das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, um vier Prozent ansteigt. Das heißt, dass Frauen Gefahr laufen an Brustkrebs zu erkranken, wenn sie am Abend statt einem Glas Sekt, Wein oder Bier zwei Gläser trinken. Aber nicht nur die Menge ist entscheidend, ob das Risiko steigt an Brustkrebs zu erkranken, auch der Zeitraum, in dem der Alkohol getrunken wird, spielt eine wichtige Rolle. Eine weitere Studie der Universität von Seattle kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Wissenschaftler in den USA stellten in einer Langzeitstudie fest, dass schon kleine Mengen Alkohol die Gefahr Brustkrebs zu bekommen, stark erhöht. Schon ein Glas mehr pro Woche reicht aus, um das Brustkrebsrisiko zu verdoppeln. Das trifft allerdings nicht auf den Brustkrebs an den Milchdrüsen zu, denn dieser Brustkrebs ist zu 70 % der Auslöser für bösartige Tumore. Nur in zehn bis 15 % aller Brustkrebsfälle entsteht der Krebs an den sogenannten Drüsenläppchen, und bei dieser Form von Brustkrebs kann Alkohol der entscheidende Faktor sein.

    Ein großes Risiko für Brustkrebs

    Je länger Frauen regelmäßig Alkohol trinken, umso höher steigt das Brustkrebsrisiko – zu dieser Erkenntnis kommt das Journal of Cancer. Noch größer ist die Gefahr für Frauen, die auch in der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben. Zunächst wurde angenommen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Wirkung des Alkohols und den weiblichen Hormonen gibt, aber diese Vermutung konnte nicht bestätigt werden. Dass es aber einen Zusammenhang zwischen den sensiblen Hormonen und dem Risiko an Brustkrebs zu erkranken gibt, das ist unbestritten. Einige Forscher sind jetzt der Meinung, dass regelmäßiger Alkoholkonsum das Wachstum der Krebszellen beschleunigen kann, allerdings spielen auch andere Komponenten eine entscheidende Rolle. Besonders gefährdet sind Frauen, die eine genetische Veranlagung haben, aber auch Frauen, die schon in jungen Jahren zu viel Alkohol trinken, riskieren, dass sie in späteren Jahren an Brustkrebs erkranken.

    Keinen Alkohol trinken?

    Alkohol ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, für viele Menschen gehören das Glas Wein oder Bier am Abend einfach dazu. Gegen ein Glas Wein oder Sekt ist auch nichts einzuwenden, aber wenn die Dosis kontinuierlich ansteigt, dann besteht nicht nur das Risiko, süchtig zu werden, bei Frauen kann es zudem auch Brustkrebs auslösen. Ärzte raten vor allem Frauen, die in ihrer Familie bereits Fälle von Brustkrebs hatten, den Alkoholkonsum drastisch einzuschränken oder noch besser, ganz auf Alkohol zu verzichten. Auch schwangere Frauen sollten keinen Alkohol trinken, denn das schadet nicht nur dem ungeborenen Kind, sondern erhöht ebenfalls das Risiko an Brustkrebs zu erkranken.

    Die Studie aus Seattle und auch die Studie, die zehn europäische Länder erstellt haben, sind in die Kritik geraten. Wissenschaftler kritisieren ihre Kollegen, dass sie die Teilnehmerinnen nur zu Beginn der Studien über ihren Alkoholkonsum befragt haben. Ob und wie sich der Alkoholkonsum im Verlauf der Studie bei jeder einzelnen Frau zum Positiven oder zum Negativem verändert hat, darüber geben beide Studien leider keine Auskunft. Insofern können die Studien auch nicht relevant sein.

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  • Angina pectoris – wenn das Herz nicht mehr mitmacht

    Angina pectoris – wenn das Herz nicht mehr mitmacht

    Angina pectoris bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt so viel wie Herzenge oder Brustenge, und genau das ist es, was die Menschen empfinden, die unter einer Angina pectoris leiden. Sie haben das Gefühl, dass ihre Brust in einem Schraubstock steckt, der sich immer enger um ihr Herz schließt, sie können nicht mehr richtig  durchatmen und meinen, dass sie ersticken müssen. Angina pectoris ist eine sogenannte koronale Herzerkrankung, die immer dann auftritt, wenn die Herzkranzgefäße, die koronalen Arterien, nicht mehr genug Sauerstoff bekommen.

    Angina pectoris – eine häufige Erkrankung

    In den westlichen Industrienationen gehört die Angina pectoris zu den häufigsten Todesursachen. Geschätzt 30 % der Männer und 15 % der Frauen leiden mindestens einmal im Leben unter einer Angina pectoris, und mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu dieser besonderen Form der Herzerkrankung kommt. Frauen sind vor allem während der Wechseljahre gefährdet, und verschiedene Studien zu diesem Thema sind zu der Erkenntnis gekommen, dass in diesem Zusammenhang das Hormon Östrogen eine wichtige Rolle spielt. Angina pectoris hat jedoch noch andere Ursachen wie zum Beispiel das Rauchen, auch Übergewicht und übermäßiger Alkoholgenuss können eine Herzkranzverengung auslösen.

    Wie macht sich Angina pectoris bemerkbar?

    Angina pectoris hat viele unterschiedliche Symptome, aber die meisten Betroffenen klagen über die typische Enge in der Brust. Auch ein dumpfes Gefühl und eine Art Brennen hinter dem Brustbein gehören zu den Symptomen einer Angina pectoris. Die Schmerzen können in den linken oder den rechten Arm bis in die Fingerspitzen ausstrahlen, und auch die Schultern, die Zähne, der Hals und der Magen können in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Schmerz wird meist nur sehr kurz wahrgenommen und hält in den meisten Fällen nur zwischen fünf und zehn Minuten an. Dann verschwinden die Schmerzen so plötzlich wieder, wie sie gekommen sind und die Betroffenen fühlen sich wieder gut. Schweißausbrüche und eine blasse Gesichtsfarbe gehören ebenfalls zu einer akuten Angina pectoris und viele Erkrankte haben während einer Schmerzattacke Todesangst oder Panik.

    Wie wird Angina pectoris behandelt?

    Kommt es zu einem akuten Anfall von Angina pectoris, dann werden die Betroffenen meist mit Nitro wie zum Beispiel Glyceroltrinitat behandelt, entweder als Spray oder auch als Kapsel, die der Patient zerbeißen muss. Nitrate haben den großen Vorteil, dass sie schon von der Mundschleimhaut aufgenommen werden und sofort ihre Wirkung entfalten. Nitro sollte aber nicht wie eine normale Tablette mit etwas Wasser eingenommen werden, denn es wird von der Leber zu schnell wieder abgebaut, bevor es die Blutbahn und damit auch das Herz erreichen kann. Wenn es wiederholt zu einen Anfall kommt, dann muss auf jeden Fall der Notarzt verständigt werden, und auch wenn die Beschwerden sehr massiv sind und nicht verschwinden, wenn der Betroffene zur Ruhe kommt, dann sollte umgehend der Notruf getätigt werden.

    Wie können Betroffene vorbeugen?

    Wer schon einmal eine Angina pectoris hatte, der kann effektiv vorbeugen, damit es nicht zu weiteren Attacken kommt. Hier kann der Verzicht auf Nikotin ebenso helfen wie auch eine Regulierung des Blutdrucks. Da auch die Patienten gefährdet sind, die unter Diabetes mellitus leiden, muss der Blutzuckerspiegel konsequent überwacht und optimiert werden. Abnehmen ist ein bewährtes Mittel, um Angina pectoris zu vermeiden, und wer sich viel bewegt, der minimiert das Risiko einer koronalen Herzerkrankung. Optimal sind 15 bis 60 Minuten leichtes Ausdauertraining an fünf Tagen in der Woche. Eine Umstellung der Ernährung ist bei Angina pectoris Pflicht, denn die Krankheit tritt nicht selten nach einem üppigen, fettreichen und schwerem Essen auf. Die Ernährung sollte reich an Ballaststoffen, möglichst fettarm und sehr vitaminreich sein. Auch vorbeugende Medikamente wie Aspirin können effektiv dabei helfen, die Angina pectoris auf Dauer in den Griff zu bekommen.

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