Schlagwort: Alkohol

  • Neue Tablette soll Alkoholikern helfen

    Neue Tablette soll Alkoholikern helfen

    Alkohol ist aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Getrunken wird überall und zu jedem erdenklichen Anlass, aber viele haben sich auch daran gewöhnt, am Abend das eine oder andere Glas Wein oder Glas Bier zu trinken. Die Grenzen zwischen dem reinen Genusstrinken und der Sucht nach Alkohol ist fließend, denn es gibt keinen Punkt an dem feststeht, dass jemand zum Alkoholiker geworden ist. Wenn die Sucht nach Alkohol aber die Oberhand gewinnt, dann steht den Betroffenen ein sehr langer Leidensweg bevor, denn vom Alkohol loszukommen ist ein langer schmerzhafter Prozess, der nicht selten mit einem Rückschlag endet. Jetzt gibt es ein Medikament, was das Bedürfnis nach Alkohol vermindern soll und dieses Mittel wurde vor wenigen Tagen im Rahmen eines Vortrags offiziell vorgestellt.

    Neue Hoffnung

    In Deutschland sind geschätzt 1,3 Millionen Menschen vom Alkohol abhängig. Auch wenn jeder Alkoholkranke weiß, dass seine Sucht lebensgefährlich sein kann, die Hürde, ganz auf Alkohol zu verzichten, ist nicht so leicht zu nehmen. Eine neue Hoffnung wurde jetzt an der medizinischen Fakultät der Universität Marburg vorgestellt und diese Hoffnung trägt den Namen Nalmefen. Nalmefen ist ein neues Medikament, das einem Alkoholkranken effektiv dabei helfen kann, den Alkoholkonsum drastisch einzuschränken, um so eine Chance zu bekommen, ganz mit dem Trinken aufzuhören.

    Gedacht ist das Medikament für alle diejenigen, die einen starken Alkoholkonsum haben, denn mit der Einnahme von Nalmefen wird das Bedürfnis Alkohol zu trinken, deutlich gesenkt. Nalmefen hat aber keine berauschende Wirkung und darin sehen Kritiker das größte Problem. Eingenommen werden soll das Mittel immer dann, wenn die Betroffenen das starke Bedürfnis haben zu trinken, idealerweise zwei Stunden vor dem Alkoholkonsum. Wurde bereits getrunken, dann sollte das Mittel so schnell wie möglich eingenommen werden. Allerdings liegt die höchste Dosierung bei nur einer Tablette pro Tag und es ist wichtig, dass ein Arzt die Behandlung begleitet und den Patienten regelmäßig untersucht.

    Erfolgreiche Studien

    Auch wenn die Studien vor der Zulassung von Nalmefen sehr erfolgreich waren, sie haben trotzdem gezeigt, dass es nicht ausreicht, eine Tablette zu nehmen, die Betroffenen müssen auch die entsprechende Motivation mitbringen, ihre Alkoholsucht besiegen zu wollen. Deutlich wurde das vor allem, weil bei der entsprechenden Studie neben dem neuen Medikament auch Placebos verabreicht wurden. Alle diejenigen, die im Rahmen der Studie Placebos bekommen haben, verspürten ebenfalls keine Lust mehr darauf zu trinken, einfach nur, weil sie bereit waren, keinen Alkohol mehr zu sich zu nehmen.

    Eine andere Studie, in der ausschließlich Nalmefen gegeben wurde, zeigte schon deutlich erfolgreichere Ergebnisse. Bei den 2.000 Probanden, die an der Studie teilgenommen haben und die im Durchschnitt jeden Tag bis zu anderthalb Flaschen Wein konsumiert haben, wurde der Alkoholkonsum unter der Einnahme von Nalmefen in sechs Monaten um 60 % gesenkt. Die Probanden haben also nur noch eine halbe Flasche pro Tag getrunken.

    Der Kopf entscheidet

    Wie alle Süchte, so ist auch die Sucht nach Alkohol eine Kopfsache. Wer mental bereit ist, keinen Alkohol mehr zu trinken, der wird seine Sucht schneller besiegen können. Viele, die über einen langen Zeitraum viel Alkohol trinken, wollen nicht von einer zur anderen Minute aufhören, denn sie fürchten sich vor den körperlichen Entzugserscheinungen. Experten empfehlen diesen Patienten, unbedingt unter ärztlicher Aufsicht einen körperlichen Entzug zu machen, bevor eine Therapie mit Nalmefen beginnen kann.

    Ob das neue Medikament schwere Alkoholiker heilen kann, das darf bezweifelt werden, aber es kann auf dem Weg zum trockenen Alkoholiker eine Art Stütze sein, denn mit jeder Tablette sinkt die Lust, Alkohol zu trinken. Alkoholsucht ist eine Krankheit und Nalmefen ein Medikament, das den Kranken Hoffnung gibt und sie in ihrem Vorhaben unterstützt, dem Alkohol eines Tages komplett und für immer zu entsagen.

    Bild: © Depositphotos.com / cwzahner

  • Schluckauf – das unangenehme Dauer-Hicksen

    Schluckauf – das unangenehme Dauer-Hicksen

    Jeder kennt es und wer davon betroffen ist, der hat nicht selten die Lacher auf seiner Seite. Gemeint ist der Schluckauf, eine Art Hicksen, was sehr lästig sein kann, besonders dann, wenn es länger anhält. Bis 100 zählen, ein Glas Wasser trinken, einen Kopfstand machen oder einen Löffel Zucker essen – es gibt viele Vorschläge, um den Schluckauf wieder loszuwerden, aber nicht alle sind auch hilfreich. Woher kommt der Schluckauf? Was ist für das Dauer-Hicksen verantwortlich und wie wird man es möglichst schnell wieder los?

    Der Übeltäter ist das Zwerchfell

    Singultus – so heißt der Schluckauf mit medizinischem Namen, und der hat seine Ursache im Zwerchfell, einer Muskelplatte, die die Brust- von der Bauchhöhle trennt und die für die Zwerchfellatmung verantwortlich ist. Beim Einatmen wird das Zwerchfell nach unten gezogen und das Volumen des Brustkorbs nimmt zu. So entsteht ein Unterdruck, bei die Luft durch die jetzt geöffnete Stimmritze in die Lunge gesaugt wird. Wenn das Zwerchfell sich dann wieder entspannt, dann weicht die Luft wieder aus der Lunge.

    Für das typische Hicksen ist aber der sogenannte Nervus phrenicus verantwortlich, denn immer dann, wenn dieser Nerv gereizt wird, dann reagiert das Zwerchfell mit Hicksen. Kommt es zum Schluckauf, dann verkrampft sich das Zwerchfell und die Stimmritze wie auch die Stimmbänder verschließen sich. In der Folge kann die Luft die in der Lunge ist, nicht mehr entweichen und es baut sich Druck auf. Dieser Druck entlädt sich dann und es kommt zu jenem unangenehmen Hicksen.

    Was verursacht einen Schluckauf?

    Es gibt verschiedene Ursachen für einen Schluckauf. Zu schnelles und hastiges Trinken kann einen Schluckauf auslösen, denn dann gelangt zu viel Luft in den Magen. Auch zu kaltes oder zu heißes Essen und Getränke lösen einen Schluckauf aus, ebenso wie zu große Portionen auf der Gabel. Wer gerne stark kohlensäurehaltige Getränke wie zum Beispiel Mineralwasser trinkt, der muss sich nicht wundern, wenn es zu einem Schluckauf kommt. Rauchen und Alkohol, aber auch Nervosität und Stress können einen Schluckauf auslösen. Warum es aber überhaupt zu einem Schluckauf kommt, das konnte medizinisch bisher noch nicht nachgewiesen werden.

    Was hilft gegen das Hicksen?

    Es gibt wie schon erwähnt viele Hausmittel, aber sie alle sind keine Garantie dafür, dass der Schluckauf auch wirklich verschwindet. Da diese Hausmittel aber auch nicht schaden können und das Zwerchfell auch beruhigen, ist es keine schlechte Idee, sie einfach mal auszuprobieren. Ärzte empfehlen unter anderem, ein Glas Leitungswasser in kleinen schnellen Zügen zu trinken oder in eine Zitrone zu beißen. Aber auch gurgeln kann hilfreich sein, und wer die Luft anhält, der kann vielleicht auch auf diese Weise seinen Schluckauf loswerden. Erschrecken ist für viele eine gute Methode, und wer ein wenig Zeit mitbringt, der sollte jemanden bitten, ihn in ein Gespräch zu verwickeln, denn das lenkt ab und mit ein bisschen Glück ist der Schluckauf dann verschwunden.

    Auch Babys hicksen

    Selbst Babys im Mutterleib hicksen bereits und sie trainieren mit diesem Schluckauf ihr Zwerchfell für den Zeitpunkt, wenn sie die schützende Fruchtblase verlassen. Neugeborene bekommen häufig einen Schluckauf unmittelbar nach dem Stillen, dieses Hicksen ist vollkommen unbedenklich, denn das Baby reagiert mit einem natürlichen Reflex, damit keine Muttermilch in die Lunge gelangen kann. Gleichzeitig wird auch durch der sogenannte Reflux, der Rückfluss der Milch aus dem Magen in die Speiseröhre verhindert. Auch wenn der Schluckauf beim Baby keine Schmerzen verursacht, kann die Mutter dennoch dafür sorgen, dass er wieder aufhört. Während des Fütterns sollte das Kind auf den Arm genommen werden, und zwar so, dass der Kopf auf der Schulter der Mutter liegt. Nach dem Füttern sollte die Mutter dann dem Kind leicht auf den Rücken klopfen, damit es aufstoßen kann.

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  • Neue Studien beweisen – Alkohol schädigt das Herz

    Neue Studien beweisen – Alkohol schädigt das Herz

    Dass Alkohol in Mengen genossen schädlich ist, das sollte jedem bekannt sein, aber wie groß die Gefahr speziell für das Herz ist, das hat jetzt eine neue Studie aus den USA bewiesen. Es sind besonders die Frauen, deren Herz vom Alkoholgenuss geschädigt werden kann, und es reichen schon relativ kleine Mengen aus, um das Herz krank zu machen. An der Studie nahmen 4.400 Personen teil, sie wurden über einen längeren Zeitraum mit der Hilfe eines EKG beobachtet, und die Ergebnisse der Studie sind alarmierend.

    Ein einziges Glas reicht aus

    Mithilfe des Echokardiogramms wurden für die Studie zunächst Untersuchungen am Herzen durchgeführt. Die Größe, die Struktur und auch die Bewegungen des Herzens wurden untersucht und galten als Grundlage für die Studie. Schon die ersten Ergebnisse waren eine Überraschung, denn es reicht offenbar schon ein einziges Glas Alkohol am Tag aus, um bei Frauen eine Verringerung der Herzfunktion herbei zu führen. Auch das Herz von Männern wird geschädigt, aber hier ist die tägliche Menge größer, bevor es zu negativen Veränderungen kommt. Vor allem die linke Herzkammerwand wurde in Mitleidenschaft gezogen.

    Interessant ist, dass die neue Studie der amerikanischen Wissenschaftler einer älteren Studie in fast allen Punkten widerspricht. In dieser Studie, die vor einigen Jahren veröffentlicht wurde, kam man zu der Erkenntnis, dass ein moderater Genuss von Alkohol nicht schädlich ist, sondern im Gegenteil das Risiko eines Schlaganfalls oder eines Herzinfarktes sogar senken kann. Die Autorin dieser Studie Dr. Alexandra Goncalves, musste sich jetzt revidieren, zwar ist Dr. Goncalves nach wie vor der Ansicht, dass ein moderater Alkoholgenuss für das Herz tatsächlich von Vorteil sein kann, aber sie lässt offen, bei welcher Menge dieser moderate Genuss anfängt.

    Das Herz leidet

    Frauen sind laut der amerikanischen Studie deutlich anfälliger für die toxische Wirkung des Alkohols, als das bei Männern der Fall ist. Wenn Frauen die gleiche Menge Alkohol trinken, dann zeichnet sich schon viel früher das Risiko ab, dass es zu einer Erkrankung des Herzens kommen kann. Die Organisation „American Heart Association“ warnt eindringlich davor, Alkohol nur aufgrund der vermeintlichen Vorteile für die Gesundheit zu trinken, denn das ist ein Trugschluss und kann im schlimmsten Fall der Weg in die Abhängigkeit sein.

    Alle, die dennoch nicht auf Alkohol verzichten wollen, sollten unbedingt Maß halten und nicht mehr als ein bis zwei Gläser am Tag trinken.

    Wann beginnt die Abhängigkeit?

    Wer ab und zu ein Glas Bier oder Wein trinkt, der muss sich keine Sorgen darüber machen, ob die Gefahr einer Abhängigkeit besteht. Zwar sind die Grenzen zwischen dem Alkoholgenuss und der Alkoholabhängigkeit fließend, aber es gibt bestimmte Regeln die zeigen, wann der Zeitpunkt gekommen ist und der Weg in die Sucht beginnt. Streng genommen wird Alkohol immer dann gefährlich, wenn es zu einem Rausch kommt, aber Alkoholmissbrauch liegt auch dann vor, wenn die betroffene Person sich und ihrer Umwelt im Alkoholrausch schaden kann.

    Zwar verspüren die wenigsten, die schon einmal einen Kater hatten, danach das Bedürfnis weiter zu trinken, aber alleine der Rausch ist schon gefährlich und erhöht das Risiko, abhängig zu werden. Die meisten Alkoholiker wollen nicht einsehen, dass sie die Grenze bereits überschritten haben, und reden sich ständig ein, dass sie jederzeit mit dem Trinken aufhören können. Das zwanghafte Verlangen nach Alkohol ist nur ein Symptom, dass es sich um eine Abhängigkeit handelt, auch wer die Kontrolle über die getrunkene Menge verliert, gilt im medizinischen Sinn bereits als alkoholabhängig.

    Ein weiteres Zeichen, dass es sich um Alkoholabhängigkeit handelt, ist, dass es zu Entzugserscheinungen kommt und wieder Alkohol getrunken werden muss, um diese Entzugserscheinungen zu verringern. Oftmals reicht ein Selbsttest aus, um festzustellen, ob man bereits süchtig ist oder nicht.

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  • Alkohol – die unterschätzte Sucht

    Alkohol – die unterschätzte Sucht

    Ein Gläschen in Ehren kann bekanntlich niemand verwehren, aber es bleibt meist nicht bei diesem einen Gläschen. Alkohol hat sich im Laufe der Jahre mehr und mehr zu einer gefährlichen Sucht entwickelt und da es Alkohol überall und in unendlich vielen Varianten zu kaufen gibt, kann man davon ausgehen, dass die Zahl der Suchtkranken noch weiter steigen wird. Der Schritt vom gelegentlichen Glas auf der Party bei Freunden bis zum regelmäßigen Glas am Abend ist nur klein und jeder kann in die Gefahr geraten, zum Alkoholiker zu werden. Wer regelmäßig trinkt, der weiß wahrscheinlich nicht, was in seinem Körper alles passiert und welchen Schaden der Alkoholgenuss auf Dauer anrichten kann.

    Ein Rausch mit Folgen

    Wie berauschend Alkohol sein kann, das weiß jeder, der schon mal ein Glas zu viel getrunken hat. Während im Körper immer der gleiche Prozess stattfindet, wirkt sich der Alkohol auf die Psyche bei jedem Menschen anders aus. Die einen werden still, die anderen redselig, wieder andere werden euphorisch oder traurig und auch Aggressivität ist keine Seltenheit, wenn es um zu viel Alkohol geht.

    Wer Alkohol in einem vernünftigen Maß genießt, hat weder seelisch noch körperlich viel zu befürchten, aber wer ständig Wein, Bier oder Hochprozentiges zu sich nimmt, der sollte sich über die schädliche Wirkung Gedanken machen.

    Schnelle Wirkung durch Alkohol

    Wie beim Rauchen, so beginnen die negativen Folgen auch beim Alkohol bereits im Mund. Der Alkohol greift zuerst die empfindlichen Schleimhäute in der Mundhöhle und im Rachen an. Dann führt der Weg durch den Kehlkopf und die Speiseröhre bis in den Magen, wo der Alkohol wieder Schäden hinterlässt. Besonders der Schließmuskel am Übergang vom Magen zum Darm leidet unter dem Alkohol, der jetzt wie ein Zellgift wirkt. Der Muskel wird bei regelmäßigem Alkoholgenuss geschwächt und es kann zu Sodbrennen kommen, was auf Dauer die Speiseröhre verätzt. Sodbrennen ist nicht nur unangenehm und schmerzhaft, es erhöht auch die Gefahr, dass Krebs entstehen kann.

    Leiden muss auch die Magenschleimhaut, denn der Alkohol setzt dem Gewebe zu und das kann zu einer schmerzhaften Entzündung der Magenwände, zu Geschwüren und in der Folge auch zu Krebs kommen. Schädlich wirkt sich der Alkohol aber auch auf das Herz- und Kreislaufsystem aus. Auch wenn geringe Mengen einen durchaus positiven Effekt haben, wird zu viel Alkohol getrunken, dann steigt das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Schon 15 bis 20 Gramm Alkohol täglich reichen aus, um das Herz zu schädigen und auch Herz-Rhythmus-Störungen sind bei Menschen, die regelmäßig viel Alkohol trinken, keine Seltenheit.

    Zu viel Alkohol und die Leber leidet

    Der gesamte Organismus leidet unter übermäßigem Alkoholgenuss, aber ein Organ muss ganz besonders hart arbeiten und das ist die Leber. Wird zu viel Alkohol getrunken, dann versucht die Leber mit ganzer Kraft, die schädliche Wirkung abzumildern und muss dabei wahre Schwerstarbeit leisten. Die Leber ist dafür zuständig, alle Gifte zu filtern, die dem Körper zugeführt werden. Da sie ständig zu tun hat, um zum Beispiel das Fett zu verarbeiten, kann man sich ausrechnen, dass die Leber sehr schnell überfordert ist. Sie muss sich nur noch mit dem Alkohol beschäftigen und hat keine Kapazitäten mehr, um das Fett zu verarbeiten. In der Folge entsteht dann eine sogenannte Fettleber und das führt dann zu einer Störung des Fettstoffwechsels, was wiederum die Cholesterinwerte in die Höhe treibt. Im schlimmsten Fall führt zu viel Alkohol dazu, dass sich eine Leberzirrhose bildet, und schließlich gibt die Leber ihren Dienst auf und das führt zum Tod. Selbst dann, wenn kein Alkohol mehr getrunken wird, bildet sich an der Leber ein Narbengewebe und sie wird sich nie wieder komplett erholen können.

    Jeder der gerne Alkohol trinkt, sollte sich stets vor Augen führen, welche Folgen Alkohol haben kann.

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  • Die DNA verrät die Lebenserwartung

    Die DNA verrät die Lebenserwartung

    Wie alt werde ich? Die meisten Menschen haben sich diese Frage mit Sicherheit schon einmal gestellt. Wissenschaftlern ist es jetzt geglückt, durch eine Blutmessung die Lebenserwartung zu bestimmen, und sie haben festgestellt, dass die Sterblichkeitsrate bei denen, die aus biologischer Sicht älter sind als sie tatsächlich an Jahren zählen, deutlich höher ist.

    Vier interessante Studien zur Lebenserwartung

    Ein internationales Team aus renommierten Forschern hat unter der Leitung der Universität von Edinburgh in Schottland vier sehr interessante Studien zum Thema Lebenserwartung erarbeitet. Diesen Studien nach ist das biologische Alter kein willkürlicher messbarer Wert, sondern kann mit der sogenannten DNA-Methylierung gemessen werden. Dieser sehr komplexe Vorgang findet im Inneren der Zellen statt und er ist dafür zuständig, welche Erbanlagen gut und welche weniger gut ausgeprägt sind. In der Folge kommt es zu bestimmten Merkmalen, die im fortgeschrittenen Alter auftreten und die den ganz natürlichen Prozess der Alterung vorantreiben. Mit dieser einzigartigen Messung lässt sich die Lebenserwartung einfacher und schneller bestimmen.

    So fanden die Forscher heraus, dass ein Mensch, dessen biologisches Alter fünf Jahre über dem tatsächlichen Alter liegt, eine um 21 % erhöhte Sterblichkeit hat und das immer vollkommen unabhängig von der jeweiligen Lebensführung und der Todesursache.

    Was beeinflusst das biologische Alter und damit auch die Lebenserwartung?

    Nach den Studien der Universität von Edinburgh spielt das biologische Alter eine entscheidende Rolle, wenn es um die Bestimmung der Lebenserwartung geht. Je geringer der Abstand zwischen dem biologischen und dem tatsächlichen Alter ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Lebenserwartung hoch ist. Allerdings ist bis heute noch nicht endgültig geklärt, was das biologische Alter eigentlich ausmacht. Sind es die Gene oder ist es doch der Lebensstil?

    Fest steht allerdings, dass es Dinge gibt, die das biologische Alter schneller vorantreiben, wie zum Beispiel eine ungesunde Lebensweise. Rauchen und Alkohol sorgen dafür, dass wir schneller altern und auch zu wenig Bewegung und Übergewicht lassen viele Menschen nicht nur älter aussehen, sie erhöhen auch die Wahrscheinlichkeit, dass zwischen dem biologischen Alter und dem tatsächlichen Alter eine große Lücke klafft.

    Wie sicher sind die Erkenntnisse?

    „Man ist so alt, wie man sich fühlt“, sagt ein Sprichwort und viele, die heute die 70 überschritten haben, fühlen sich noch fit, gesund und jung. Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen der jüngeren Generation, die sich zeitweise alt fühlen, ohne dass das Etwas über ihr biologisches Alter aussagt. Sicher spielen die Erbanlagen eine wichtige Rolle, denn wer aus einer Familie stammt, in der ein hohes Alter bei bester Gesundheit erreicht wurde, der kann bei einer vernünftigen und gesunden Lebensweise ebenfalls davon ausgehen, länger jung zu bleiben.

    Das Forscherteam kann nicht jedem Menschen verbindlich sagen, wie alt er wird, aber sie haben eine Möglichkeit gefunden, das biologische Alter im Vergleich zum tatsächlichen Alter auszurechnen. Jeder Mensch ist anders und jeder Mensch lebt anders, insofern wird es wahrscheinlich nie möglich sein, hier verbindliche Aussagen zu machen. Die Kernaussage der Studien ist aber, dass jeder, der gesund lebt, rein theoretisch ein hohes Alter erreichen kann, über alles andere sollte man sich keine allzu großen Sorgen machen, denn Sorgen lassen jeden schnell altern.

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  • Gicht – eine unterschätzte Krankheit

    Gicht – eine unterschätzte Krankheit

    Der Alte Fritz, also König Friedrich II. von Preußen litt unter Gicht, und die Krankheit bereitete dem König in seinen letzten Jahren große Qualen. Friedrich II. war ein typischer Gichtpatient, denn er aß gerne und viel, er war dem Rotwein nicht abgeneigt und da auch sein Vater schon unter Gicht litt, war es keine große Überraschung, dass auch der Schöngeist unter den preußischen Königen an Gicht erkrankte. Hätte der König die moderne Medizin von heute gehabt, dann wäre ihm viel erspart geblieben, denn Gicht gehört zu den Krankheiten, die gut behandelt werden können.

    Was genau ist eigentlich Gicht?

    Gicht ist eine vererbbare Stoffwechselkrankheit, bei der die Konzentration der Harnsäure im Blut erhöht ist. In der Folge bilden sich Harnsäurekristalle, die sich dann vorwiegend in den Gelenken, in den Sehnen, den Schleimbeuteln und auch im Knorpel der Ohrmuscheln absetzen. Es entstehen Gelenkentzündungen und letztendlich auch Schäden am Gelenk, die sehr schmerzhaft sind. Gefährlich wird die Gicht aber immer dann, wenn sich die Kristalle aus der Harnsäure in den Nieren festsetzen. Wird die Gicht in diesem Stadium nicht behandelt, dann entstehen Nierensteine und im schlimmsten Fall auch irreparable Nierenschäden.

    Gicht ist sehr schmerzhaft und die Schmerzen treten vor allem zu Beginn der Krankheit in Attacken auf. Bei den meisten Betroffenen ist es der große Zeh, der Qualen bereitet, denn das Gelenk in diesem Zeh ist am häufigsten von Gicht betroffen. 80 % aller Gichtpatienten sind Männer und die Krankheit tritt in der Regel zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf. Frauen sind von der Gicht erst nach den Wechseljahren betroffen, denn bis dahin bieten die weiblichen Geschlechtshormone einen effektiven Schutz gegen die Stoffwechselkrankheit.

    Welche Ursachen hat die Gicht?

    Bei den meisten Gichtkranken besteht eine angeborene Neigung und in vielen Fällen gab es bereits Gichterkrankungen in der Familie. Gicht wird nicht umsonst als die Wohlstandskrankheit bezeichnet, denn zu üppiges und fettes Essen, übermäßiger Alkoholgenuss und zu wenig Bewegung können die Ursachen für die Gicht sein. Stoffwechselschwankungen wie sie zum Beispiel bei strengen Diäten vorkommen, sind ebenfalls ein Auslöser der Gicht und das erklärt auch einen sprunghaften Anstieg an Erkrankungen zur Zeit des sogenannten Wirtschaftswunders. Die Menschen hatten während und unmittelbar nach dem Krieg gehungert, als aber die Währungsreform kam und man wieder Lebensmittel im Überfluss kaufen konnte, wurde übermäßig gegessen und das sorgte für viele Gichtpatienten.

    Die Symptome der Gicht

    Gicht tritt ohne große Vorwarnung meist in den Gelenken auf. Der Betroffene bekommt wie aus heiterem Himmel heftige Gelenkschmerzen, eine akute Gelenkarthritis. Das betroffene Gelenk, entweder am großen Zeh, am Mittelfuß, am Daumen oder auch am Knie ist sehr empfindlich und jede Berührung oder Bewegung schmerzt. Zudem sind die Gelenke teigig angeschwollen, sie fühlen sich heiß an und können sich bläulich oder rot verfärben. In der Regel tritt eine solche Gichtattacke in der Nacht oder aber in den frühen Morgenstunden auf und ein Anfall wird nicht selten auch von Fieber begleitet. Eine Gichtattacke kann mehrere Stunden, aber oft auch Tage anhalten, wenn nicht sofort ein Arzt aufgesucht wird.

    Dem Arzt fällt die Diagnose Gicht leicht, denn die Symptome sind unverkennbar. Es wird eine Blutuntersuchung angeordnet, die dann Sicherheit bringt, ob ein Gichtanfall vorliegt. Um die Gicht zu behandeln, verschreiben die meisten Ärzte ein antirheumatisches Mittel wie Colchicin oder geben dem Patienten eine Kortisonspritze in das betroffene Gelenk. Das Gelenk muss anschließend hoch gelagert werden, kühlende Umschläge sorgen dafür, dass die Hitze aus dem Gelenk verschwindet. Nach einem Gichtanfall sollte man viel trinken und nur leichte Kost zu sich nehmen. Die Medikamente lindern die Schmerzen und lassen die Schwellung zurückgehen, um den Harnsäurespiegel aber auf Dauer zu normalisieren, muss der Betroffene seine Ess- und Lebensgewohnheiten deutlich verändern.

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