Schlagwort: Alkoholkonsum

  • Kindheitsträume hinterlassen bleibende Spuren

    Kindheitsträume hinterlassen bleibende Spuren

    Das französische Institut für Gesundheit „Inserm“ hat untersucht, welche Folgen Kindheitserfahrungen auf den gesamten Lebensweg haben. Es wurden Daten einer britischen Langzeitstudie analysiert. Insgesamt wurden Informationen von 7500 Personen ausgewertet. Das Ergebnis fällt eindeutig aus. Männer und Frauen, die mindestens zwei traumatische Erlebnisse im frühen Kindesalter hatten, neigen stark dazu im Erwachsenenalter mit gesundheitlichen und sozialen Problemen zu kämpfen.

    Trauma in der Kindheit

    Die Analyse befasst sich mit Personen, die im Alter zwischen sieben und sechzehn Jahren mindestens zwei Erlebnisse hatten, die einen negativen Einfluss auf das psychische Wohlbefinden hatten. Dabei geht es zum Großteil um Vernachlässigungen, ein Elternteil ist Alkoholiker oder auch psychisch erkrankte Elternteile. Hinzu kommen schwerwiegende Vorfälle wie Missbrauch.

    Anschließend wurde der weitere Lebensweg untersucht und verschiedene Daten der Gegenwart analysiert. Wie ist die finanzielle Situation? Welche Schulbildung haben die Betroffenen? Wie ist der gesundheitliche Zustand. Aus diesen Informationen kann die sogenannte allostatische Last errechnet werden. Diese beschreibt die Folgen, die durch Stress verursacht werden.

    Schlechte Bildung und Übergewicht

    Es konnte deutlich aufgezeigt werden, dass die betroffenen Personen eine sehr hohe allostatische Last haben. Sowohl Männer als auch Frauen sind betroffen. Drei Punkte stechen in allen Gruppen besonders hervor.

    Ungesundes Leben        Nahezu alle Probanden führen einen sehr ungesunden Lebensstil. Der Prozentsatz der Raucher ist bei den Männern und den Frauen wesentlich höher als in den Vergleichsgruppen. Übergewicht und eine unausgewogene Ernährung sind zu erkennen. Die Personen treiben kaum oder zu wenig Sport. Hinzu kommen hoher Alkoholkonsum und Drogenmissbrauch. Auch hier sind die Zahlen erschreckend hoch. Dieser Lebensstil führt zu einer Erhöhung von Krankheitsbildern. Diabetes, Herzkrankheiten und Krebsdiagnosen betreffen viele der analysierten Personen.

    Bildung                                Erschreckend ist auch die hohe Zahl der Personen mit einem sehr niedrigen Bildungsstand. Es gibt kaum Akademiker und viele haben nur eine grundlegende schulische Ausbildung. Weiterführende Bildungswege werden oft abgebrochen oder gar nicht erst begonnen. Dementsprechend hoch ist die Rate der Arbeitslosen und Geringverdiener.

    Armut                                  Bedingt durch die schlechte Bildung, ist die finanzielle Situation häufig sehr schlecht. Das soziale Umfeld ist geprägt von Armut. Häufig haben die Partner einen ähnlich niedrigen Bildungsstand und ein ähnlich geringes Einkommen.

    In der Summe ergeben diese und andere Faktoren eine hohe allostatische Last. Es ist schwer für die Betroffenen, dem Kreis der Armut zu entfliehen.

    Wichtige Erkenntnisse für Trauma-Patienten

    Diese Daten machen es deutlich, wie wichtig es ist, Kinder in einer sicheren und geschützten Umgebung aufwachsen zu lassen. Es ist leider nicht immer möglich, Kinder frühzeitig aus einer bestimmten Situation zu retten. Wird man auf die Probleme aufmerksam, so ist es oft zu spät. Selbst dann steht nicht immer Hilfe zur Verfügung. Trauma-Behandlungen werden nur dann von der Krankenkasse übernommen, wenn von einem Psychologen eine akute Notwendigkeit bescheinigt wurde. Wird das Trauma durch ein Elternteil oder beide Elternteile verursacht, nehmen diese nicht unbedingt wahr, dass das Kind Hilfe benötigt.

    Es ist dabei nicht immer körperliche Gewalt, welche die Kinder negativ beeinflusst. Ist das familiäre Umfeld durch Alkohol zerrissen und hat man keinen Rückhalt von den eigenen Eltern, hinterlässt dies bleibende Narben. Eine Behandlung ist ein sehr gutes Hilfsmittel, um die psychischen Probleme zu beheben. Die Studie zeigt auch auf, dass Kinder, die in Behandlung waren, eine bessere Chance auf eine erfolgreiche Zukunft haben.

    Auswirkungen auf unsere Gesellschaft

    Wachsen die Trauma-Kinder also zu Erwachsenen heran, die einer hohen allostatischen Last ausgesetzt sind, ist die gesamte Gesellschaft davon betroffen. Ein niedriger Bildungsstand verursacht ein geringes Einkommen. Dies wirkt sich negativ auf die Lebensumstände aus. Die Personen sind häufiger krank, neigen zu exzessivem Missbrauch von narkotischen Substanzen und haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, sich in ein kriminelles Umfeld zu begeben.

    Kinder aus solchen Familien sehen sich nun den gleichen Problemen gegenüber, die bereits ihre Eltern erlebt haben. Alkoholmissbrauch in der Familie, fehlende Elternteile und Vernachlässigung. Auch hier bleibt das Trauma unbehandelt und die Zukunft dieser Kinder wird denen ihrer Eltern in vieler Hinsicht gleichen. Dieser Kreis muss durchbrochen werden.

    Studien wie diese können als Grundlage genutzt werden, um Präventionen voranzutreiben. Programme, die sich gezielt damit befassen, Kinder zu schützen und ihnen die notwendige Hilfe zu geben. Auch Erwachsene können Hilfe in Anspruch nehmen. Vor allem im Bereich des Alkohol- und Drogenmissbrauchs gibt es sehr gute Hilfsnetzwerke.

  • Studie belegt: Der Workaholic neigt zum Trinken

    Studie belegt: Der Workaholic neigt zum Trinken

    Wie kann man besser abschalten als bei einem frischen Feierabendbierchen oder mit einem guten Glas Wein? Für viele gibt es einfach keinen besseren Weg den Tag ausklingen zu lassen und nun ist sogar wissenschaftlich belegt worden, dass ein Feierabendgetränk in den Alltag vieler Menschen gehört. In einer aktuellen Studie konnten Forscher nachweisen, dass Menschen die viel Arbeiten eher zum Alkoholgenuss neigen als anderer Personen.

    Nicht selten ist es so, dass der Job omnipräsent ist. Ist die E-Mail verschickt? Habe ich alle Dokumente zusammengestellt? Was wird mein Chef zu meinen Vorschlägen für das neue Projekt sagen? Da ist man also im Feierabend und irgendwie ist man es doch nicht. Man kann auch von zu Hause auf seine geschäftlichen E-Mails zugreifen und auch das Arbeitshandy ist nie ausgeschaltet. Um den Kopf freizubekommen, sind ein Glas Wein, ein frisches Bier oder ein guter Brandy da doch genau das richtige. Und weil der Tag heute besonders stressig war, ist auch ein zweites Glas drin und vielleicht auch noch ein drittes. Schnell wird das Feierabendgetränk zur täglichen Routine und oft genug endet die Routine in einem zerstörerischen Suchtverhalten. Im medizinischen Fachmagazin British Medical Journal haben Forschen nun die allarmierenden Ergebnisse einer aktuellen Studie veröffentlicht. Dort wird angeben, dass es einen belegbaren Zusammenhang zwischen der Arbeit und dem Alkoholkonsum gibt. Je mehr man arbeitet, umso mehr trinkt man.

    81 Studien analysiert

    Es handelt sich um eine Meta-Analyse, welche die gesammelten Daten aus insgesamt 81 Studien miteinander vergleicht und auswertet. Insgesamt wurden 430.000 Probanden aus 14 Ländern befragt. Dabei gab es zwei Kernpunkte. Zum einem wurde nach dem Alkoholkonsum und der Arbeitszeit gefragt und zum anderen wurde untersucht, ob auf lange Sicht eine Verbindung zwischen viel Arbeit und hohem Alkoholkonsum hergestellt werden kann. Die Probanden kamen aus verschiedenen Altersklassen, Bildungsständen und diversen Arbeitsumfeldern. Auch Teilnehmer aus Deutschland waren Teil der Studie.

    Die Grenze liegt bei 49 Arbeitsstunden

    Die Studie wertet Frauen, die mehr als 14 alkoholische Getränke pro Woche zu sich nehmen und Männer, die mehr als 21 alkoholische Getränke in der Woche trinken, als Teil der Risikogruppe. Die betroffenen Personen haben zum Großteil noch keine ernsthafte Alkoholsucht entwickelt, haben aber durch die hohe Menge und den regelmäßigen Konsum von Alkohol eine höherer Chance in der Abhängigkeit zu enden. Es stellte sich klar heraus, dass Personen, die zwischen 49 und 54 Stunden in der Woche Arbeiten, wesentlich mehr Alkohol konsumieren, als Personen die zwischen 35 und 40 Stunden in der Woche arbeiten. Die Risikogruppe war bei den Vielarbeitern um bis zu 13 % größer.

    Weitere Faktoren spielen keine ausschlaggebende Rolle

    Die Ergebnisse der Studie können außerdem belegen, dass Alter, Herkunft, Geschlecht oder auch das soziale Umfeld in diesem Fall keine ausschlaggebenden Faktoren sind. Die Zahlen bestätigten auch unter Berücksichtigung der einzelnen Parameter, dass mehr Arbeitszeit in einem höheren Alkoholkonsum resultiert. Die Theorie, dass ein stressvoller Job, zum Beispiel im Management-Bereich, mehr Alkoholkonsum verursacht, ist damit also im Bereich der Arbeitszeit widerlegt. Auch der Schichtarbeiter bei Opel, der aus Geldnot Überstunden arbeiten muss, ist betroffen. Die Forscher konnten nicht belegen, ob auch das Arbeitspensum eine Rolle spielt. Schaut man sich die Gesamtzahlen aller Probanden an, so haben im Schnitt etwa 6,3 % der Teilnehmer ein Problem mit Alkohol.

    Wann beginnt der Alkoholismus?

    Die Linie zwischen Alkoholmissbrauch und einer ernst zu nehmenden Suchtkrankheit verläuft meist fließend. Alkoholkonsum ist in unserer Gesellschaft voll anerkannt und vielen Süchtigen ist so immer eine Möglichkeit geboten, der Sucht ungehindert nachzugehen. Oft bemerkt die betroffene Person erst sehr spät, dass ein Problem besteht. Umstehende Personen erkennen das Problem häufig eher, sehen aber nicht unbedingt Handlungsbedarf. Er trinkt halt gern mal einen zu viel, wo ist denn da schon ein Problem.

    Auch wenn jede Person anders auf Alkohol reagiert, im Groben und Ganzen ist der Verlauf der Suchtkrankheit immer sehr ähnlich. Der Betroffene vernachlässigt sein Alltagsleben, wie den Beruf, Familie und Freunde. Er arrangiert seinen Tagesablauf so, dass es ihm möglich ist zu trinken. Häufig trinken die Personen alleine und versuchen es vor anderen zu verstecken. Hinzu kommt unweigerlich eine körperliche Veränderung. Gewichtsabnahme oder Gewichtszunahme können ebenso auftreten, wie ein verschlechtertes Hautbild. Im Verlauf der Sucht kommt es außerdem zu Entzugserscheinungen, wie Zittern oder Erbrechen. Wenn man bei sich selber oder einer anderen Person ein Alkoholproblem vermutet, sollte man so früh wie möglich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

  • Studie belegt: Zusammen ist gesundes Leben einfacher

    Studie belegt: Zusammen ist gesundes Leben einfacher

    Es kling vollkommen logisch und nun wurde es auch wissenschaftlich belegt: Wenn man mit dem Rauchen aufhören möchte, ist es einfacher, wenn der Partner mit dabei ist. Laut einer aktuellen, Londoner Studie stehen die Chancen sogar besser, als wenn man Unterstützung von einem nichtrauchenden Partner bekommt.

    Gemeinsam gesund leben

    Am University College London haben sich Forscher mit der Frage beschäftigt, welchen Einfluss Partner auf die Umsetzung von guten Vorsätzen haben. Dabei wurde nicht nur beobachte, wie es sich verhält, wenn man mit dem Rauchen aufhören möchte, auch gesundes Essen und mehr Bewegung wurden hinterfragt. Im Fachmagazin „JAMA Internal Medicine“ gaben die Forscher nun bekannt, dass die Ergebnisse der Untersuchungen eindeutig waren. Hat man einen Partner an seiner Seite, der dabei mitmacht, die schlechten Laster abzulegen, fällt es wesentlich leichter dies auch tatsächlich zu tun. Es ist sogar so, dass die Erfolgschancen dann höher sind, als wenn der Partner bereits einen gesunden Lebensstil führt.

    Im Verlauf der Studie wurden über 3700 Paare beobachtet, welche über 50 Jahr alt waren. Dabei waren sowohl verheiratet Paare unter den beobachtetet Personen, als auch jene, die ohne einen Trauschein zusammenleben. Alle Probanden leben in Großbritannien. Die Langzeitstudie erfragte in regelmäßigen Abständen Informationen zum Rauchen, den physischen Aktivitäten und zum Gewicht. Das Gewicht wurde nach 4 Jahren abgefragt und die anderen Daten im Abstand von zwei Jahren. Wurden die Teilnehmer als Übergewichtung klassifiziert und es konnten ein Gewichtsverlust von mehr als 5 % verzeichnet, wurde dieser als tatsächliche Gewichtsreduzierung gewertet und nicht als leichte Schwankung.

    Gleiche Laster bringen bessere Erfolgschancen

    Die Studie hat offenbart, dass es so scheint, als sei man bei einer Person mit gleichen oder ähnlichen Lastern in guter Gesellschaft. Zumindest dann, wenn man gern etwas an der aktuellen Situation ändern möchte. Hat der Partner sein Laster bereits abgelegt, oder war es erst gar kein Problem, hat dies eine weniger positive Auswirkung auf die eigenen Erfolgschancen.

    Unter anderem zeigen die Zahlen, dass die Hälfte der Raucherinnen, die gemeinsam mit ihrem Partner das Rauchen aufgegeben haben, auch erfolgreich war. Raucht der Mann allerdings weiter, liegt die Erfolgsquote nur noch bei 8 %. Handelt es sich von Anfang an bei dem Mann um einen Nichtraucher, so sind es noch 17 %. Auch umgekehrt hat die Studie aufgezeigt, dass es Männern leichter fällt das Rauchen aufzugeben, wenn der Partner mitzieht.

    Wenn der Partner fehlt…

    Natürlich sind diese Zahlen erfreulich für all diejenigen, die gemeinsam mit ihrem Partner die guten Vorsätze für das neue Jahr umsetzen, aber es gibt auch eine Vielzahl an Menschen, denen diese Unterstützung nicht zur Seite steht. Laut aktuellen Zahlen der WHO versterben jährlich 16 Millionen Menschen frühzeitig an vermeidbaren Erkrankungen. Alkohol, Tabak, schlechte Ernährung und zu wenig Bewegung sind häufig die Gründe für Krebserkrankungen, Diabetes, Schlaganfälle und anderer, nichtübertragbare Krankheiten.

    In Deutschland wir auf vielen Ebenen daran gearbeitet, den Betroffenen Hilfe zu bieten. Durch bestimmte Gesetzgebungen, Steuerregelungen und weitläufige Aufklärungen ist die Arbeit im Bereich der Prävention zusätzlich sehr gut.

    Dennoch gibt es viele Menschen, die mit Lastern wie Rauchen und hohem Alkoholkonsum zu kämpfen haben. Man kann sich zu jeder Zeit Informationen von Ärzten und Gesundheitseinrichtungen besorgen. Dort hat man Zugang zu schriftlichem Material und auch die Möglichkeit sich über Selbsthilfegruppen zu informieren. Gruppen sind natürlich häufig der letzte Ausweg und kommen vor allem dann infrage, wenn das Laster das tägliche Leben negativ beeinflusst. Meist ist dies im Zusammenhang mit übermäßigem Alkoholkonsum zu finden.

    Möchte man mit dem Rauchen aufhören oder ein paar Kilos verlieren, ist es immer eine gute Idee, sich Unterstützung aus dem Umfeld zu suchen. Hat man keinen Partner oder ist dieser nicht interessiert, so sind Freunde und Familie die erste Anlaufstelle. Aber auch Sport in einem Verein oder die Teilnahme an einer Laufgruppe machen einen echten Unterschied.

    Für Raucher gibt es außerdem Hilfsmittel wie Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummis. Auch stehen eher radikale Varianten wie Hypnose oder Therapie zur Verfügung. Was auch immer der Weg ist, es ist wichtig, dass man sich wohlfühlt und in der Lage ist, sich vollständig seinem Ziel zu widmen. Es gibt online viele Ratgeber und Artikel, die wertvolle Informationen zum Thema bieten. Hier ist es auch einfach Kontakt zu Gleichgesinnten aufzunehmen, und in Foren seine Erfahrungen zu teilen.

     

  • Zivilisationskrankheiten – WHO warnt!

    Zivilisationskrankheiten – WHO warnt!

    Falsche Ernährung, Alkoholkonsum und Tabakgenuss führen jedes Jahr zu Millionen von Todesfällen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat nun angegeben, dass an den Folgen dieses Lebensstils etwa 38 Millionen Menschen weltweit versterben. Knapp 16 Millionen dieser Todesopfer sind jünger als 70 Jahre. Laut WHO ist ein Großteil diese Krankheiten vermeidbar. Auf einer Pressekonferenz in Genf hat die WHO-Generaldirektorin Margaret Chan angegeben, dass es ein wichtiges Ziel der Staatengemeinschaft sein muss, gegen diese „Epidemie“ entschlossen vorzugehen.

    Die Zahlen sprechen für sich

    Vorzeitige Todesfälle durch Krankheiten, die nicht übertragbar sind, haben in den vergangenen Jahren verstärkt zugenommen. So waren es zum Beispiel zu Beginn des Millenniums, im Jahr 2000 etwa 14,6 Millionen die unter 70 Jahre alt waren und an Krankheiten wie Herzinfarkt, Krebs oder Diabetes verstorben sind. Mit den aktuellen 16 Millionen kann man einen klaren Anstieg erkennen. Die WHO ist davon überzeugt, dass nahezu alle dieser 16 Millionen Todesfälle vermeidbar sind.

    Entwicklungsländer und Schwellenländer am stärksten betroffen

    Die Studie lässt deutlich erkennen, dass in den sogenannten Dritte Welt Ländern und Schwellenländern die Gefahr einer solchen Erkrankung am höchsten ist. In Deutschland ist das Risiko hier zum Beispiel recht gering. Global gesehen stehen Russland und Oman an der Spitze der Risikokandidaten. Dies hat gleich mehrere Gründe.

    Zum einen sind die finanziellen Mittel vom Staat häufig nicht vorhanden, um großangelegte Kampagnen auf die Beine zu stellen, welche für Aufklärung sorgen. Es gibt keine Schulprogramme oder Zusammenarbeiten mit Sportvereinen und ähnlichen Institutionen. Ist die Infrastruktur im Land sehr schlecht und lebt ein Großteil der Bevölkerung in recht isolierten und schwer zugänglichen Gegenden, ist es oft ein Herausforderung die Personen zu erreichen. Abgeschnitten von modernen Medien und dem Geschehen der Großstädte, ist es hier nur schwer einen guten Informationsfluss aufrechtzuerhalten.

    Viele Länder haben darüber hinaus mit anderen Problemen zu kämpfen, wie Armut und einer niedrigen Bildungsrate. Der Fokus von Staat und auch von Hilfsorganisationen liegt häufig nicht im Bereich der Aufklärung über Zivilisationskrankheiten.

    Eine letzte Hürde sind sicherlich traditionelle Überzeugungen und kulturelle Ideale. Ein Mangel an Aufklärung und Bildung führt oft dazu, dass Warnungen nicht als gerechtfertigt aufgenommen werden. Wenn übermäßiger Alkoholkonsum und das Rauchen von Tabak schon immer Teil des täglichen Zusammenlebens war, wird er nicht als problematisch anerkannt. Hinzu kommen die Kulturkreise, denen sich der Zugang zu den modernen Zivilisationsdrogen erst vor Kurzem erschlossen hat. Sie haben nie die Chance gehabt, einen angemessenen Umgang damit zu erlernen und müssen häufig schnell feststellen, dass die Konsequenzen lebensgefährlich sein können.

    Welche Schritte werden eingeleitet?

    Die WHO gibt an, dass eine Investition von 3 Dollar pro betroffener Person ausreichen würde, um eine ausreichende Aufklärung zu finanzieren. Dabei kann diese in Form von Druckmedien geschehen, durch Informationstage in medizinischen Einrichtungen, in Schulen und auch durch die digitalen Medien und das Fernsehen. Die Möglichkeiten die richtigen Nachrichten und Informationen zu verbreiten sind groß. Deutschland ist dafür ein absolutes Paradebeispiel. Hier hat der Staat neben der Aufklärung auch rechtliche Schritte eingeleitet. Ein Werbeverbot für Tabak und Alkohol, ebenso wie die hohe Besteuerteren der Waren haben auf vielen Ebenen Wirkung gezeigt. Immer weniger Raucher werden im Land verzeichnet und unter Jugendlichen geht der Alkoholkonsum langsam aber sicher zurück.

    Es gibt auch anderer Länder, die große Vorschritte machen. Bäcker in Argentinien haben neue Auflagen für den Einsatz von Salz und in Ungarn haben neuen Steuergesetzte den Einsatz von Zucker reduziert. Neben den staatlich regelbaren Problemen ist es natürlich wichtig, dass die Menschen leichten Zugang zu Informationen haben und aktive Unterstützung finden. Das Fördern von Sporteinrichtungen, die kostenfreie Nutzung von Sportanlagen und die Möglichkeit mit geschultem Fachpersonal zu sprechen ist hierbei sehr wichtig.

    Wie lautet das Langzeitziel?

    Im Idealfall werden auf lange Sicht vorzeitige Todesfälle durch nicht übertragbare Krankheiten komplett verhindert. Das ist natürlich eher utopisch und auch kein konkretes Ziel. Dennoch sagt die WHO, dass sie bis zum Jahr 2025 zumindest ein Informationsnetzwerk aufgebaut haben wollen, dass alle Betroffenen erreichen kann. Denn sogar in einem Vorzeigeland wie Deutschland ist die Grundlage der nicht übertragbaren Krankheiten eher unbekannt. Man weiß zwar, dass man nicht zu viel Alkohol trinken sollte, und das das Rauchen ebenso schlecht ist wie ungesunde Ernährung und wenig Bewegung, aber welche konkreten Folgen dies haben kann, ist eher eine Grauzone. Die WHO ist allerdings zuversichtlich, dass sich in den kommenden Jahren die Zahlen zum Besseren wenden werden.

  • Mit einer Reisekrankheit richtig umgehen

    Mit einer Reisekrankheit richtig umgehen

    Aus medizinischer Sicht ist Reisen nicht immer ganz ungefährlich, denn es lauern ein Menge Risiken und Krankheiten, angefangen bei der eher harmlosen Übelkeit bis hin zu schweren Erkrankungen wie Malaria oder Cholera. Gegen jede Reisekrankheit gibt es das passende Mittel oder die richtige Impfung, wer in den Ferien gesund bleiben will, der sollte sich über die vielen unterschiedlichen Reisekrankheiten gründlich informieren.

    Die Ferien sind bekanntlich die schönste Zeit des Jahres und keiner möchte im Urlaub ernsthaft krank werden. Wenn dann aber eine Blasenentzündung, Durchfall oder auch ein Sonnenbrand die Ferienlaune verderben, dann ist das mehr als schade. Besonders wer in exotische Länder reist, der sollte sich schon zu Hause über eine mögliche Reisekrankheit informieren und die Reiseapotheke entsprechend bestücken.

    Was tun bei der Reisekrankheit Übelkeit?

    Besonders häufig kommt es zu Übelkeit, ein Problem, das bei Flugreisen ebenso gern auftritt wie bei Reisen mit dem Auto oder mit dem Bus. Um diese Übelkeit in den Griff zu bekommen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Wer eine Kreuzfahrt macht, der sollte bei Übelkeit an Deck gehen und nicht krampfhaft aufs Wasser starren. Besser ist es einen fixen Punkt am Horizont zu suchen und mit den Bewegungen des Schiffs zu gehen, anstatt sich dagegen zu stemmen.

    Auch bei Übelkeit im Auto oder im Bus ist es sinnvoll, ein wenig frische Luft zu bekommen. Wem als Beifahrer übel wird, der sollte tief durchatmen, auf die Straße und nicht aus dem Seitenfenster schauen, denn das verstärkt die Übelkeit noch. Wem als Fahrer schlecht wird, der sollte anhalten und eine kleine Pause an der Luft einlegen.

    Wer verhindern möchte, dass es beim Fliegen zu Übelkeit kommt, der ist gut beraten einen Platz auf Höhe der Tragflächen zu buchen. Um die Übelkeit zu bekämpfen, hilft es die Augen zu schließen und nicht aus dem Fenster zu schauen. Damit es erst gar nicht zu Reiseübelkeit kommt, sollte man vor Antritt der Reise schwere Kost und übermäßigen Alkoholkonsum vermeiden und stattdessen ein leichtes Essen zu sich nehmen.

    Thrombose – die unterschätzte Reisekrankheit

    Zu den schwerwiegenden Reisenkrankheiten gehört die Thrombose. Nicht nur auf langen Flügen kann es zu einer Thrombose kommen, auch bei langen Fahrten mit dem Auto oder mit dem Zug ist es möglich, dass sich eine Thrombose bildet. Wer zu lange sitzt, der verlangsamt den Blutfluss, das Blut wird dick und es kommt zu kleinen Gerinnseln, den sogenannten Thromben. Wenn diese Thromben den Blutzufluss zum Herzen oder zur Lunge blockieren, dann wird es lebensgefährlich.

    Um eine Thrombose zu verhindern, muss für Bewegungsfreiheit gesorgt werden. Wer im Flugzeug reist, der sollte öfter aufstehen, den Gang entlang laufen und im Sitzen Beingymnastik machen. Auch viel trinken kann eine Thrombose verhindern, Alkohol oder Kaffee sollten allerdings nicht dabei sein. Wer Probleme mit den Venen hat, der sollte auf Reisen immer Kompressionsstrümpfe tragen.

    Die Reisekrankheit Durchfall

    Andere Länder, anderes Essen, und wer im Ausland das Falsche isst, der muss mit der Reisekrankheit Durchfall rechnen. Aber nicht nur exotische Speisen sorgen für Durchfall, auch Leitungswasser und sogar Eiswürfel können für Magen- und Darmprobleme sorgen. Wer in südlichen Ländern unterwegs ist, der sollte Mineralwasser nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Waschen und Zähneputzen benutzen. Um die unangenehme Reisekrankheit Durchfall zu vermeiden, sollte in Restaurants nur das gegessen werden, was gebraten oder gekocht wurde. Auf rohe Speisen, ungeschältes Obst und auch auf Speiseeis sollte verzichtet werden. Um auf die Reisekrankheit Durchfall vorbereitet zu sein, ist es ratsam, die entsprechenden Medikamente mit in den Koffer zu packen.

  • Herzinfarkt Symptome richtig erkennen

    Herzinfarkt Symptome richtig erkennen

    Wie kann ich Herzinfarkt Symptome richtig erkennen?

    Herz-Kreislauferkrankungen sind die Nummer eins aller Todesursachen in Europa. In Deutschland ist der Herzinfarkt eine sehr häufige Todesursache, aber die Zahlen sind rückläufig. Besonders Männer sind herzinfarktgefährdet, und bei Männern zwischen 45 und 55 Jahren kommt es häufiger zu einem lebengefährlichen Infarkt als bei Frauen im gleichen Alter. Bei der Behandlung eines Herzinfarkts kommt es auf jede Minute an, aber welche Herzinfarkt Symptome gibt es und was ist ein Alarmsignal, das auf einen akuten Infarkt hindeutet?

    Wie entsteht ein Herzinfarkt?

    Die ersten Herzinfarkt Symptome entstehen, wenn Herzmuskelzellen absterben. Schuld daran ist meistens ein Verschluss eines der Herzkranzgefäße. In der Folge kann der Herzmuskel dann nicht mehr mit Blut versorgt werden. Wird der Blutzufluss nicht schnell wiederhergestellt wird, dann sterben die Zellen, und zwar innerhalb von zwei bis vier Stunden. Die Funktion des Herzens ist dann akut bedroht und die Herzinfarkt Symptome verstärken sich, es besteht Lebensgefahr.

    Welche typischen Herzinfarkt Symptome gibt es?

    Herzinfarkt Symptome sind vielseitig und jeder kann andere Symptome haben. In der Regel sind aber folgende Herzinfarkt Symptome möglich:

    • Starke Schmerzen in der linken Brustseite, die länger als fünf Minuten andauern
    • Schmerzen im linken Unterkiefer
    • Schmerzen, die von der Brust in den Oberarm und in den Rücken ausstrahlen
    • Übelkeit
    • Engegefühl in der Brust
    • Atemnot
    • Kalter Schweiß
    • Angst und Unruhe

    Wenn diese Herzinfarkte Symptome auftreten, dann darf keine Zeit verloren gehen und es muss umgehend ein Arzt verständigt werden.

    Ein Infarkt kann sich ankündigen. Viele fühlen sich schon Tage vor dem eigentlichen Infarkt nicht so recht wohl, sie spüren ein Ziehen in der Brust, es kommt zu Schwindel und auch zu Rückenschmerzen. Natürlich müssen das nicht zwingend Herzinfarkt Symptome sein, aber es ist immer ratsam, einen Arzt aufzusuchen, der ein EKG schreibt. Anhand des EKGs kann ein Herzinfarkt schnell diagnostiziert oder aber auch ausgeschlossen werden.

    Erste Hilfe bei einem Herzinfarkt

    Wenn die ersten Herzinfarkt Symptome plötzlich auftreten, dann ist eine schnelle Erste Hilfe gefragt. Zunächst ist es wichtig zu sehen, ob der Betroffene bei Bewusstsein ist. Dann sollte Kleidung die beengt, ausgezogen werden und der Patient sollte möglichst entspannt und ein wenig erhöht gelagert werden. Wenn die Herzinfarkt Symptome von einem Kreislaufstillstand begleitet werden, dann muss sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden. Wichtig ist hierbei eine Herzdruckmassage, bei der 100-120 mal pro Minute rhythmisch auf den Brustkorb gedrückt wird und im Wechsel muss der Patient von Mund zu Mund beatmet werden. Wenn es zu Herzflimmern kommt, dann droht ein Herzstillstand, helfen kann in diesem Fall ein Defibrillator, der heute in vielen öffentlichen Gebäuden zu finden ist. Hat ein Patient eindeutige Herzinfarkt Symptome, dann muss sofort die Notrufnummer 112 angerufen werden, damit schnell professionelle Hilfe kommt.

    Dem Herzinfarkt vorbeugen

    Wer einen Herzinfarkt vermeiden will, der muss vielfach sein Leben von Grund auf ändern. Eine gesunde ausgewogene Ernährung ist wichtig, ebenso wie viel Bewegung und Sport. Mit dem Rauchen aufzuhören ist ein sehr effektives Mittel, um einen Herzinfarkt zu vermeiden, und auch übermäßiger Alkoholkonsum ist ein Risikofaktor, ebenso kann Übergewicht ein Grund für einen Herzinfarkt sein. Wer erblich vorbelastet ist, der sollte sein Herz in regelmäßigen Abständen gründlich untersuchen lassen, am besten zweimal im Jahr.