Schlagwort: Allergie

  • Tränensäcke wirksam bekämpfen und vorbeugen

    Tränensäcke wirksam bekämpfen und vorbeugen

    Fast jeder war mit diesem Problem schon einmal konfrontiert: Tränensäcke, die die Augen verquollen und müde wirken lassen. Es gibt verschiedene Gründe warum sie auftreten und viele kleine Tipps, um sie zu kaschieren oder gar nicht erst aufkommen zu lassen. Nicht immer ist es im Übrigen ein unsteter Lebenswandel, der zu dieser beeinträchtigenden Optik führt, manchmal ist es auch einfach Veranlagung.

    Die Haut um die Augenpartie ist sehr dünn, ja fast durchscheinend. Damit ist sie besonders empfindlich und auch nicht fest mit der Unterhaut verwachsen. So kann sich gerade hier gut sichtbar Flüssigkeit ansammeln. Es gibt unterschiedliche Ursachen, warum sich Tränensäcke bilden. Eines ist jedoch klar, mit ungeweinten Tränen haben die Ausbuchtungen unter dem Auge nichts zu tun.

    Ursachen für Tränensäcke sind vielfältig

    Vor allem, wenn der Lymphfluss nicht richtig funktioniert oder einfach aus seinem normalen Rhythmus kommt, entstehen Tränensäcke. Die Flüssigkeit sammelt sich unter dem Auge, wobei sich quasi im Laufe des Tages die dabei entstandene Schwellung wieder zurück bildet. Auslöser können zum Beispiel Allergien oder zu wenig Schlaf sein, aber auch individuelle Entzündungen am Auge oder aber Flüssigkeitsmangel und in der Folge trockene Augen, Es spielt aber auch das Alter eine Rolle, vor allem dann, wenn etwa die Schwellung nicht mehr ganz so leicht und rasch verschwindet. Liegt zudem eine erbliche Belastung vor, verliert das Bindegewebe an Straffheit und das Fettgewebe rund um das Auge sackt ab. Diese „hängenden Unterlider“ werden ebenfalls oft als Tränensäcke bezeichnet.

    Auf der Liste der gewünschten Schönheitsoperationen steht das Entfernen dieser Augenfalten für viele Betroffene ganz oben. Doch eigentlich muss man nicht gleich das Skalpell zum Einsatz kommen lassen, mit einfachen Tricks und einem gesunden Lebensstil lassen sich die Schwellungen unter dem Auge, die erhebliche optische Auswirkungen haben und damit auch das Selbstwertgefühl des Betroffenen beeinträchtigen, korrigieren.

    Tränensäcke können auch auf Krankheiten hinweisen. Wer also bemerkt, dass sich die Schwellungen, die meist prall und voll mit Flüssigkeit sind, nicht zurück bilden, sollte einen Arzt aufsuchen. Denn eine mögliche Ursache könnte in diesem Fall dann eine Herz- oder Nierenschwäche sein.

    Tränensäcke und Augenringe beeinträchtigen das Lebensgefühl

    Neben den Tränensäcken sind es aber auch Augenringe, die so manchen alt und gestresst aussehen lassen. Bläuliche Schatten bilden sich dann an und um die Augen, diese können entweder durch eine starke Pigmentierung der Haut entstehen. In diesem Fall wäre es schlicht und einfach Veranlagung. Doch die Ursache dafür kann auch anatomisch bedingt sein. Denn es ist eigentlich klar und bestens bekannt, dass Nikotin, Alkohol sowie Schlaf- und Flüssigkeitsmangel die Konsistenz des Blutes verändern können. Damit kann die Region um die Augen dunkler erscheinen, wogegen am besten ein im Hautton abgestimmter Concealer, also ein Abdeckstift, helfen kann.

    Tipps, die noch helfen oder vorbeugend wirken:

    • ausgiebige Nachtruhe von knapp 6 Stunden in einem nicht zu warm temperierten Raum
    • richtige Liegeposition, bei der der Kopf nicht zu hoch auf einem Polster gebettet ist; eine waagrechte Lage verhindert den Lymphfluss
    • bei Frauen, die Make-up nutzen: immer abschminken
    • aufs Rauchen verzichten, denn Nikotin schwächt die Kollagenbildung in der Haut
    • ausgiebige Feuchtigkeitspflege mit einer entsprechenden Creme, die morgens und abends aufgetragen wird. Inhaltsstoffe wie Koffein, grüner Tee oder chinesische Süßholzwurzel sind perfekt geeignet
    • eine leichte Massage der Augen regt die Mikrozirkulation an und sorgt für Entschlackung
    • Gurkenmasken hin und wieder auflegen, denn die verschaffen den Augen Kühlung und wirken entzündungshemmend
    • wer gerade keine Gurken im Kühlschrank hat, kann auch kleine kalte Metalllöffel oder eine Kühlbrille aus der Apotheke auf die Augen legen
    • Lauwarme Teebeutel mit Schwarztee wirken beruhigend auf geschwollene Augen

    Wer diese Tipps beherzigt, und zugleich darauf achtet, dass er gerade an heißen Tagen genügend Flüssigkeit zu sich nimmt, der tut genau das Richtige für schön glänzende Augen und einen klaren Blick.

    Bild: © Depositphotos.com / nelka7812

  • Eigenblutbehandlung – sinnvoll oder gefährlich?

    Eigenblutbehandlung – sinnvoll oder gefährlich?

    Menschen, die unter Allergien leiden, haben es nicht leicht. Es kann dauern, bis das passende Medikament gefunden wird, das tatsächlich hilft und gegen einige Allergien ist gar kein Kraut gewachsen. Diese Tatsache machen sich viele Heilpraktiker und selbst ernannte Wunderheiler zunutze und bieten eine Eigenblutbehandlung als Retter in der Not an. Gegen eine Eigenblutbehandlung ist im Grunde nichts einzuwenden, aber nicht jeder Arzt oder Heilpraktiker führt eine Eigenblutbehandlung auch so korrekt durch, wie sie eigentlich gedacht ist. Der Fall einer Ärztin, die ihre Patienten mit ihrem eigenen Blut behandelt hat, stand jetzt vor Gericht, denn sie hat die Therapie sehr eigenwillig angewandt und ihren Patienten mehr geschadet, als geholfen.

    Was ist eine Eigenblutbehandlung?

    Bei einer Eigenblutbehandlung wird aus einer Vene Blut entnommen, das Blut wird mit Sauerstoff angereichert und dann wieder in den Körper zurückgeführt. Auf diese Weise werden Reize ausgelöst, um das Immunsystem zu aktivieren. Das Ziel einer Eigenblutbehandlung ist immer, die Abwehrkraft des Körpers zu steigen und den Organismus zu stabilisieren. Für Menschen, die häufig unter Erkältungen, grippalen Infekten oder unter Allergien leiden, ist die Eigenblutbehandlung eine klassische Therapie, auch wenn viele Schulmediziner den Nutzen dieser Behandlung nach wie vor anzweifeln.

    Eine Alternative zum Kortison?

    Schwere Allergien werden in der Schulmedizin gerne mit Kortison behandelt, denn das Medikament ist wirksam, aber nicht ungefährlich. Vor allem bei der Behandlung von Kindern ist Kortison umstritten, denn Kortison kann das Wachstum hemmen, Osteoporose oder das sogenannte Cushing-Syndrom auslösen. Das hat zur Folge, dass ein Vollmondgesicht, Stiernacken und ein alarmierend erhöhter Blutzuckerspiegel auftreten können. Das alles sind Gründe, Kortison abzulehnen und eine Eigenblutbehandlung vornehmen zu lassen. Auch eine Familie aus Westfalen wollte keine Chemiekeule und ging deshalb zu einer Ärztin, die, so wurde berichtet, wahre Wunder mit Eigenblutbehandlungen bewirken konnte.

    Ein Wunder mit Nebenwirkungen

    Die Familie war von Allergien geplagt. Die Kinder litten unter Neurodermitis und Asthma, die Mutter unter starkem Heuschnupfen. Bekannte hatten den Eltern eine Ärztin empfohlen, die bei der Behandlung von Allergien aller Art Wunder vollbringen konnte, und tatsächlich, nach nur wenigen Eigenblutbehandlungen ließen die Beschwerden bei den Kindern nach. Die Familie hatte sich bewusst gegen eine klassische Behandlung mit Kortison entschieden, denn die Mutter war bereits mit dem Hormon behandelt worden, und leidet jetzt unter einer sehr schmerzhaften Hüftkopfnekrose, die auf eine Kortisonbehandlung zurückzuführen ist. Nun also die Eigenblutbehandlung, in die die Familie ihre ganze Hoffnung setzte.

    Was die Familie und andere Patienten, die von der Ärztin mit einer vermeintlichen Eigenblutbehandlung „geheilt“ wurden, nicht wussten: Nach der Blutabnahme mischte die Medizinerin heimlich Kortison unter das Blut der Patienten und spritzte ihnen diese Mischung dann wieder in die Vene. So ging das acht Jahre lang, bis eine Ärztin mit ihrem von Allergien geplagten Sohn zu ihrer Kollegin ging, um eine Eigenbluttherapie durchführen zu lassen. Auch die Allergie des fünfjährigen Jungen ließ schnell nach, zu schnell nach Ansicht der Mutter. Sie wurde misstrauisch und ließ den Urin ihres Sohnes untersuchen. Die Analyse brachte die Wahrheit ans Licht und die Wunderheilerin vor Gericht. Jetzt wurde die Ärztin vom Paderborner Landgericht wegen Körperverletzung in 1773 Fällen zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und einem dreijährigen Berufsverbot verurteilt. Dem Staatsanwalt war das Urteil zu milde, er ging in Berufung und nun hat der Bundesgerichtshof das letzte Wort.

    Eigenblut – eine wirksame Therapie?

    Mediziner der Universitätsklinik in Marburg haben die Behandlung mit Eigenblut unter die Lupe genommen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass das „Wirkungsprinzip nicht nachvollziehbar ist“. Sie setzen weiter auf Kortison, wenn auch bei Kindern nur als Salbe und nicht als Injektion. Wer mit Eigenblut behandelt wurde und seine Beschwerden los ist, der wird wahrscheinlich anders darüber denken.

    Bild: © Depositphotos.com / ginasanders

  • Bulldog – vegane Pflege für Männer

    Bulldog – vegane Pflege für Männer

    Männer und Hautpflege – das ist ein Thema für sich. Tatsache ist aber, dass immer mehr Herren viel Wert auf ein gepflegtes Äußeres legen und dazu gehören auch die entsprechenden Pflegeprodukte. Die Hersteller haben reagiert und einige bieten neben einem breit gefächerten Angebot für Damen auch ein umfangreiches Pflegeprogramm für Männer an. Zu diesen Herstellern gehört auch Bulldog, ein britisches Unternehmen, das sich vor allem mit qualitativ hochwertigen Pflegeprodukten für den Mann einen guten Namen gemacht hat. Jetzt gibt es von Bulldog etwas Neues, und zwar eine Pflegeserie für Männer, die komplett vegan ist.

    Vegan ist im Trend

    Vegan zu essen ist IN und auch vegane Kleidung ist voll im Trend. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis auch die Kosmetikindustrie auf den veganen Zug aufspringen würde. Das ist jetzt der Fall, denn es gibt immer mehr Kosmetikprodukte und auch Make-ups, die frei von tierischen Bestandteilen sind. Vor allem Menschen mit einer empfindlichen Haut, die zu Allergien neigen, versprechen sich von der veganen Kosmetik eine gute Pflege und ein schönes Hautbild. Aber können vegane Pflegemittel den hohen Ansprüchen genügen oder versprechen die Hersteller mehr, als sie in Wirklichkeit halten können? Als Bulldog mit einer veganen Pflegeserie für Männer auf den Markt kam, wusste keiner, wie sich das Produkt entwickeln würde, aber allen Kritikern zum Trotz wurde die vegane Pflege für den Herren zu einem vollen Erfolg. Auch wenn vegan ein aktueller cooler Trend ist, immer mehr schwören auf Pflegeprodukte in denen sich nichts anderes als die Natur befindet. Vor allem Männer mit einer empfindlichen Haut probieren die vegane Pflege aus und die meisten Herren sind der Meinung, das sie mit den rein pflanzlichen Cremes, Lotionen und After Shaves besser zurecht kommen, als mit der klassischen Pflege. Auch der Aspekt, das für die vegane Hautpflege keine Tierversuche gemacht werden müssen, ist in der heutigen Zeit sehr wichtig und es versteht sich von selbst, das keinem Tier für die Bulldog Pflegeprodukte auch nur ein Haar gekrümmt wurde.

    Erfolg durch coole Werbung

    Mittlerweile sind die veganen Pflegeprodukte aus dem Hause Bulldog preisgekrönt und auch Männer, die mit dem Trend vegane Kosmetik bislang nicht allzu viel anfangen konnten, schwören jetzt auf Bulldog. Das Duschgel, das Deo und auch die Feuchtigkeitscreme sind qualitativ sehr hochwertig, aber die Macher von Bulldog haben sich neben erstklassigen Inhaltsstoffen noch etwas einfallen lassen, und zwar eine sehr coole Werbung. Vielleicht sind es Sprüche wie: „Wenn Du kein Erdkundelehrer oder kommunistischer Revolutionär bist, dann musst Du Dich irgendwann mal rasieren. Sei loyal zu Deiner Haut!“ Diese und ähnlich lustige Sprüche finden sich auf jedem der Bulldog Produkte und sie haben zumindest in England heute so etwas wie Kultcharakter.

    Was macht Bulldog Produkte so besonders?

    Es ist nicht nur die flotte Werbung, die das Rasiergel, das After Shave und das Waschgel von Bulldog so besonders macht, es sind auch die Inhaltsstoffe, die nach streng veganen Regeln zusammengestellt wurden. Grünalgen sind in den Produkten ebenso zu finden wie auch Konjac Mannan, Aloe Vera, Menthol, Vitamin E und auch duftendes Hagebutten-Öl. Die Bulldog Pflege für den Mann kommt selbstverständlich ohne Lanolin und ohne Bienenwachs aus und auch Tierversuche sind bei Bulldog kein Thema. Parabene, Sodium Laureth Sulfate sowie künstliche Aromastoffe und synthetischer Duft sind bei Bulldog ebenfalls verpönt, stattdessen sind grüner Tee und ätherisches Öl in den Pflegeprodukten zu finden. Das sorgt nicht nur für einen angenehm frischen Duft, sondern auch für eine glatte und porentief gereinigte Haut.

    Alle Männer, die die veganen Pflegeprodukte für Männer von Bulldog selbst einmal ausprobieren möchten, können entweder im Internet direkt in Großbritannien bestellen, oder in eine Filiale von Weltbild gehen.

    Bild: © Depositphotos.com / Goodluz

  • Haut im Ausnahmezustand – Nesselsucht

    Haut im Ausnahmezustand – Nesselsucht

    Die Nesselsucht, man nennt sie auch Urtikaria, ist eine in Deutschland weitverbreitete Erkrankung der Haut. Mehr als 800.000 Menschen sind in unserem Land an einer chronischen Nesselsucht erkrankt. Ihre Leitsymptome sind Hautrötungen, Quaddeln und ein starker Juckreiz. Ausgelöst werden kann sie zum Beispiel durch bestimmte Nahrungsmittel und Medikamente, aber auch durch physikalische Reize wie Kälte, Wärme oder Reibung. Die Suche nach einer Ursache steht immer an erster Stelle einer Nesselsuchtbehandlung – bis diese bekannt ist, geht es dabei um die Linderung der Symptome.

    Ein Leiden und viele mögliche Auslöser

    Ihren Namen hat die Nesselsucht vom lateinischen Wort für Brennnessel (Urtica) – tatsächlich ähneln ihre Symptome den Hautreaktionen, die sich nach einem Kontakt mit der Pflanze zeigen. Diese werden durch den körpereigenen Botenstoff Histamin verursacht, der als fehlerhafte Reaktion des Immunsystems in großen Mengen freigesetzt wird. Histamin sorgt dafür, dass die Blutgefäße durchlässiger werden und es so zu Wassereinlagerungen in der Lederhaut, den Quaddeln, kommt. Bei etwa zehn Prozent aller Betroffenen ist eine Allergie die Ursache des Leidens – diese kann zum Beispiel gegen bestimmte Medikamente oder Lebensmittel bestehen. Häufig sind jedoch auch Infektionen, Viruserkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder äußere Reize wie Hitze, Kälte, Reibung oder Licht die Auslöser einer Urtikaria. Psychische Faktoren können bei der Entstehung der Nesselsucht ebenfalls eine Rolle spielen. Als sicher gilt, dass sich Stress negativ auf den Verlauf einer Urtikaria auswirken kann. Weitere Informationen über die möglichen Ursachen einer Nesselsucht finden sich auf www.nesselsuchtinfo.de.

    Unverwechselbar: die Symptome

    Plötzliche Entstehung von Quaddeln und ein Juckreiz, der sich vor allem nachts bis ins Unerträgliche steigern kann: Eine Nesselsucht erzeugt echten Leidensdruck. Die Quaddeln können sowohl am gesamten Körper als auch nur an bestimmten Stellen auftreten – ein besonders typisches Zeichen einer Urtikaria ist es auch, dass die Quaddeln an einer Stelle plötzlich verschwinden, um an einer anderen wieder aufzutauchen. Häufig kommt es zusätzlich zu sogenannten Angioödemen, Schwellungen im Unterhautgewebe, die auch Mund, Rachen und Kehlkopf betreffen können. In diesem Fall können lebensbedrohliche Situationen eintreten, die umgehend den Einsatz eines Notarztes erforderlich machen. Nesselsuchtsymptome klingen in der Regel nach spätestens 24 Stunden wieder ab, manchmal sind sie auch nur eine halbe Stunde lang vorhanden, können aber immer wieder auftreten. Ein ganzer Nesselsucht-Schub kann sich über mehrere Tage oder sogar Wochen erstrecken.

    Verschiedene Unterformen der Erkrankung

    Man unterscheidet verschiedene Unterformen der Nesselsucht:

    • Die spontane Nesselsucht, deren Symptome ganz plötzlich und ohne einen erkennbaren Auslöser auftauchen.
    • Die cholinergische Nesselsucht, die durch einen Anstieg der Körpertemperatur ausgelöst wird und vor allem bei jüngeren Menschen auftritt.
    • Die physikalische Nesselsucht, die durch äußere Reize wie Wärme, Druck, Kälte, Licht oder Reibung ausgelöst wird.
    • Kontakt-Nesselsucht, die ihre Symptome genau an der Stelle zeigt, die mit dem Auslöser direkt in Berührung gekommen ist.

    Nesselsucht behandeln – die Ursache ist entscheidend

    Als erster Schritt zur Behandlung einer Urtikaria sollte versucht werden, ihre Auslöser zu vermeiden. Sind diese nicht zu ermitteln, werden bei chronischen Verlaufsformen Antihistaminika oder Glucocorticoide wie Cortison verabreicht. Beide unterdrücken vorübergehend die Nesselsucht-Symptome, sollten aber wegen ihrer Nebenwirkungen nur über kürzere Zeiträume eingenommen werden. Eine sehr gute Wirkung zeigt auch der Wirkstoff Omalizumab, der normalerweise in der Asthma-Therapie eingesetzt wird.

    Bild: © Depositphotos.com / tashatuvango

  • Apitherapie – mit der Bienenkraft heilen

    Apitherapie – mit der Bienenkraft heilen

    Den schwarz-gelben Insekten wird im Sommer vor allem negatives nachgesagt; Bienenstiche sind schmerzhaft und manchmal sogar gefährlich, das entspannte Picknick im Grünen kann durch sie ebenfalls erheblich gestört werden. Doch ein zweiter Blick auf die Bienen lohnt sich – denn die sogenannte Apitherapie, die aufgrund der Anwendung von grünem brasilianisches Propolis entwickelt wurde, ist in vielen Bereichen der modernen Medizin mehr als effektiv und heilend.

    Bienenprodukte helfen heilen

    Funde von Archäologen beweisen, dass Menschen bereits seit mehr als 6000 Jahren Bienenprodukte nicht nur zum Genuss, sondern auch zum Heilen einsetzen. Die Apitherapie gilt in Südamerika, in China, aber auch den ehemaligen Ostblockstaaten traditionell als Heilkraft. Dabei wird Honig, Gelee Royal, die Pollen und Propolis, aber auch das Bienengift verwendet. Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten überzeugt dabei in jeglicher Hinsicht, denn während bei winterlichen Verkühlungen vor allem Propolistropfen helfen, ist etwa in der Gynäkologie der antimykotische Effekt bekannt. Auch bei chronischen Leiden wie Diabetes, Rheuma und sogar Hepatitis soll auf die Heilkraft der Bienenprodukte vertraut werden können.

    Gelee Royale hilft bei Bluthochdruck, Pollen bei Allergien

    Propolis wirkt als natürliches Antibiotikum und kann bei unterschiedlichen Erkrankungen sehr erfolgreich zum Einsatz kommen. Vor allem der Wirkstoff Artepillin C, der aus grünem Propolis gewonnen wird, wurde beispielsweise in Japan als Medizin für Krebsbehandlungen sogar patentiert. Bienengift wird hierzulande häufig bei Erkrankungen wie Fibromyalgie eingesetzt, denn diese Schmerzerkrankung kann mithilfe von Bienengiftinjektionen, die in der Dosis langsam gesteigert werden, sehr erfolgreich behandelt werden.

    Apis mellifera, die europäische Honigbiene

    Die hierzulande beheimatete Biene trägt den Namen Apis mellifera und ist damit Namensgeberin der Api-Therapie. Der Lebensbereich des Insekts ist im Umbruch begriffen, stärker werdende Monokulturen und der Schwund natürlich gewachsener Wiesen sowie der Einsatz vermehrter Insektenschutzmittel, macht ihr das Leben schwer. Dabei ist sowohl Honig, als auch die Pollen nicht nur ein leckerer Brotaufstrich und ein gesundes Süßungsmittel, sondern auch äußerst gesund. Wissenschaftlich erwiesen ist eine keimhemmende und keimabtötende Wirkung sämtlicher Bienenprodukte.

    Honig – schmeckt lecker und ist gesund

    Honig enthält neben den gesunden Kohlehydraten weitere sehr wirksame Stoffe wie etwa Enzyme, Acetylcholin, das für die Reizleitung im Nervensystem gebraucht wird, und Inhibine, das sind antimikrobiell wirksame Stoffe, quasi Hemmstoffe für Krankheitserreger. Gleichzeitig beinhaltet Honig Wuchshormon für die Hämoglobinproduktion im Blut. Nach Krankheiten und Operationen wird Honig häufig zur Stärkung bei Schwächezuständen und zur Rekonvaleszenz verwendet. Ebenso bei schlechter Wundheilung und vielen inneren Leiden.

    Bienengift – schmerzhaft, aber heilsam

    Wer heutzutage von einer Biene gestochen wird und nicht gerade an einer Allergie leidet, der empfindet Schmerz und die Schwellung der betroffenen Körperstelle tut weh. Da mag man es kaum glauben, dass tatsächlich provozierte und gewollte Insektenstiche einigen kranken Personen tatsächlich auch gut tun und Linderung verschaffen. Wer an Arthritis und Multiple Sklerose leidet, kann durch das Bienengift tatsächlich Besserung seiner Schmerzen verbuchen. Studien haben hier belegt, dass gezielte Injektionen des Giftes, deren Dosis nach und nach gesteigert wird, sich tatsächlich positiv auf betroffene Personen und deren Krankheitsbild auswirken.

    Apitherapie – weitgehend unbekannt, aber wirksam

    Bis vor knapp 70 Jahren war Apitherapie nicht nur wenig bekannt, sondern auch wenig erforscht. Erst danach haben viele Länder die gesundheitliche Bedeutung der Bienenprodukte als hochqualifiziert Medizin- und Nahrungsmittel erkannt. Inzwischen haben viele Wissenschaftler erfolgreich geforscht und die unterschiedlichen Eigenschaften in Verbindung mit Gegenanzeigen und Dosieranleitungen erforscht und studiert. Rein wissenschaftlich wird die Apitherapie in den Bereich der Komplementärmedizin bzw. Alternativmedizin eingeordnet, womit sie außerhalb der Schulmedizin steht. Komplementärmedizin bedeutet eine Kombination aus konventionellen Methoden in Verbindung mit alternativen Anwendungen.

    Die Apitherapie ist hierzulande noch weitgehend unbekannt, doch dank des Imkers Wilhelm Hemme wird sie seit 1986 vermehrt erforscht und in ersten Testreihen angewandt. Und der durchschnittliche Bürger in Deutschland? Sollte beim Frühstück noch genussvoller sein Honigbrötchen genießen und dabei ruhig etwas dicker auftragen.

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  • Hausstaubmilben – Untermieter, die gefährlich werden können

    Hausstaubmilben – Untermieter, die gefährlich werden können

    Sie gehören zur Familie der Spinnen, sie werden zwischen 0,1 und 0,5 Millimeter groß, sie fühlen sich bei Temperaturen zwischen 20° und 30° Grad besonders wohl, sie schätzen eine Luftfeuchtigkeit von 70 % und sie ernähren sich für ihr Leben gerne von Hautschuppen – die Hausstaubmilben. Jeder zehnte Deutsche reagiert mittlerweile auf die kleinen lästigen Tiere allergisch, vielen wissen es aber nicht, erst dann, wenn sich zu einer Allergie auch Asthma gesellt, dann wird schnell klar, die Hausstaubmilbe ist daran schuld. Was können Betroffene tun, um die Milben und damit auch die Allergie wieder loszuwerden?

    Was löst eine Hausstaubmilben Allergie aus?

    Es ist nicht der Staub, der die Allergie auslöst, es sind die Milben, die in diesem Staub leben. Die kleinen Insekten an sich sind völlig harmlos, denn sie beißen und stechen nicht und sie übertragen auch keine Krankheiten, wie das bei anderen Insekten der Fall sein kann. Was die Hausstaubmilbe aber gefährlich macht, das sind ihre Ausscheidungen. Der Kot der Hausstaubmilbe enthält bestimmte Eiweißstoffe und das sind die eigentlichen Übeltäter, die eine Allergie auslösen können. Die Allergene sind recht schwer und können daher auch nicht in der Luft schweben, sie sinken vielmehr nach unten. Das ist auch der Grund, warum sie auf Teppichen, auf Polstermöbeln und vor allem aber auch auf Matratzen zu finden sind. In Betten halten sich die Staubmilben besonders gerne auf, denn nur dort finden sie hervorragende Lebensbedingungen und ihr Hauptnahrungsmittel, die menschlichen Hautschuppen.

    Welche Anzeichen gibt es?

    Wie viele andere Allergien, so beginnt auch eine Allergie gegen Hausstaubmilben mit einem leichten Jucken der Nase oder der Augen. Diese anfänglichen Beschwerden werden von den meisten Menschen kaum oder gar nicht wahrgenommen und nicht selten vergehen Jahre, bis die Betroffenen sich endlich entschließen, zu einem Arzt zu gehen. Dabei haben Allergien in den letzten Jahren mehr und mehr zugenommen und es ist zu befürchten, dass in der Zukunft immer mehr Menschen auf alle möglichen Stoffe allergisch reagieren. Auch die Zahl der Hausstaubmilben Allergiker wird nach Einschätzung von Experten zunehmen. Warum aber immer noch so wenig Betroffene frühzeitig zum Arzt gehen, liegt daran, dass sich keiner so recht vorstellen kann oder will, dass der Auslöser der Allergie in unmittelbarer Nähe, nämlich im eigenen Haus befindet.

    Wenn die Beschwerden wie eine immer juckende Nase und tränende Augen besonders in der Nacht oder am Morgen auftreten, dann ist davon auszugehen, dass es sich um eine Allergie gegen Hausstaubmilben handelt. Ein Blut- und Hauttest gibt aber dann die Gewissheit, denn wenn sich im Blut eine große Menge an Antikörpern befindet, dann wurde das wichtigste Indiz für die Form der Allergie gefunden. Beweisen lässt sich die Allergie gegen Milben aber auch durch den sogenannten Provokationstest, bei dem der Patient die Allergene der Milben direkt einatmen muss. Nur so lässt sich eine andere Allergie ausschließen.

    Wie sieht die Behandlung aus?

    Wer nachweislich unter einer Hausstaubmilben Allergie leidet, der hat Pech, denn bei dieser Diagnose ist es wichtig, dass die komplette Wohnumgebung saniert wird. Alle Staubfänger müssen entfernt werden, die Matratze und das Bettzeug werden ausgewechselt und stattdessen kommt eine Matratze speziell für Allergiker ins Bett. Viele müssen sich sogar von ihren Teppichen trennen und PVC Böden oder Laminat verlegen. Wenn die Symptome dann immer noch auftreten, dann kann der Arzt durch die Gabe eines Sprays mit Cortison das Leben des betroffenen Patienten ein wenig erträglicher machen. Antihistaminika, wie sie normalerweise bei Allergien gegeben werden, sind bei einer Allergie gegen Milben leider nutzlos. Neu auf dem Markt ist eine Lösung, die auf Polstermöbel und Matratzen gesprüht wird, denn der pflanzliche Wirkstoff des Sprays verdirbt den Milben den Appetit und sie verhungern.

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