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  • Was ist POS – Psycho-Organisches Syndrom (ADHS / POS)

    Was ist POS – Psycho-Organisches Syndrom (ADHS / POS)

    Beim POS – Psycho-Organisches Syndrom handelt es sich um eine Erkrankung des Gehirns. Dieses ist ein recht komplexes Organ. Bis heute birgt es noch viele Geheimnisse. Weitaus bekannter als das Wesen des Gehirns ist, dass es durch verschiedene Gründe auch zu Krankheiten kommen kann.

     

    Psycho-Organisches Syndrom – was wird darunter verstanden?

    Ein Psycho Organisches Syndrom ist eine Krankheit. Diese kann zu psychischen Veränderungen im Hirn führen. Dabei ist die Schädigung des Gehirns auf kein bestimmtes Areal des Kopfes beschränkt. Vielmehr wird diese durch unterschiedliche organische Verletzungen hervorgerufen.

     

    Die Ursachen für das Psycho-Organische Syndrom

    Die Ursachen für ein Psycho-Organisches Syndrom sind extrem unterschiedlich. Unter anderem kommen als Auslöser in Betracht:

    • Arteriosklerose im Gehirn
    • Hirn-Stoffwechselstörungen
    • jahrelanger Alkoholkonsum
    • eine Entzündung im Gehirn
    • Epilepsie
    • Gehirnblutungen
    • Gehirngefäßerkrankungen
    • Schädel-Hirn-Trauma
    • geringer Sauerstoffgehalt
    • Infektionen
    • Tumore und Abszesse
    • Syphilis
    • Gehirnentzündung
    • Alzheimer

     

    Unterschiedliche Arten des Psycho-Organischen Syndroms

    Ein psycho-organisches Syndrom lässt sich in vier unterschiedliche Arten aufteilen:

    • Asthenische
    • Explosive
    • Euphoric
    • Apathisch

    Jede Art hat zudem ganz eigene Symptome.

     

    Symptome für das asthenische Psycho Organische Syndrom

    • Erschöpfung von Körper und Seele
    • Inkontinenz
    • hohe Sensibilität
    • leicht verminderte Intelligenz
    • schnelle Reizbarkeit
    • extrem wetterfühlig bei Hitze

     

    Symptome explosives Psycho-Organisches Syndrom

    Wer unter dem explosiven Psycho-Organischem Syndrom leidet, ist zumeist leicht reizbar. Ebenso liegen innere Spannungen und Anpassungsschwierigkeiten vor. Ferner können leichte Gedächtnisstörungen wie auch hysterische Reaktionen auftreten. Anfänglich lässt sich auch eine gewisse Aggressivität und Labilität feststellen. Zudem treten Tendenz zur Überbewertung und Paranoia in Erscheinung. Schließlich muss mit einem Verlust der Selbstkontrolle gerechnet werden.

     

    Symptome Euphoric Psycho-Organisches Syndrom

    • Hochstimmung und Selbstzufriedenheit
    • verringerte Kritikfähigkeit
    • schwere Gedächtnisstörungen
    • Wutanfälle
    • hilflos und weinerlich

     

    Symptome apathisches Psycho-Organisches Syndrom

    • eingeschränkte Interessen
    • Gleichgültigkeit gegenüber anderen und sich selbst
    • ähnliches Verhalten wie bei Schizophrenie
    • Müdigkeit
    • gewaltsames Lachen oder Weinen
    • organische Schäden am zentralen Nervensystem

     

    Kinder und Psycho-Organisches Syndrom

    Neben den Erwachsenen kann ein Psycho-Organisches Syndrom durchaus auch bei Kindern vorkommen. Infolgedessen kann die Spanne der Anzeichen einen weitaus größeren Bogen ausmachen, als im späteren Alter. Dabei sind diese auch ein wenig vom Alter der Kinder abhängig.

    Zu den häufigsten Symptomen bei Kindern bis vier Jahre gehören:

    • leichte Sprachverzögerungen, was sich negativ auf den Wortschatz auswirkt
    • kein Interesse an Erzählungen, Märchen, Liedern und Gedichten
    • angeborene Nervosität
    • extrem reizbar
    • Verdauungsstörungen
    • Übelkeit und Erbrechen
    • Allergien
    • gestörter Wach- und Schlafwechsel
    • kein Appetit
    • empfindlich gegen äußere Einflüsse
    • sensibel
    • labile Stimmung
    • ruhelos
    • Störungen der Wahrnehmung

     

    Ebenfalls häufig treten bei Kindern ab fünf Jahren verschiedene Symptome auf. Dazu gehören eine erhöhte affektive Erregbarkeit sowie Ungeduld. Ebenso wie ein Distanzmangel besteht eine besondere Reizbarkeit. Schließlich gesellen sich Stimmungsschwankungen und Aufmerksamkeitsdefizite hinzu. Überdies wird nicht selten eine verzögerte motorische Entwicklung beobachtet.

     

    Bei Schulkindern und Jugendlichen treten beispielsweise Symptome wie geistige Funktionsstörungen und impulsives Verhalten auf. Außerdem lässt sich ein Mangel an Selbstkritik nachweisen.

     

    Behandlungsmöglichkeiten für ein Psycho Organisches Syndrom

    Zuerst sind zur Behandlung eines Psycho-Organischen Syndroms einige Untersuchungen notwendig. Überdies wird die Schwere der Krankheit bestimmt. Ferner sind die hierfür in Frage kommenden Ursachen entscheidend.

     

    Des Weiteren geht es vor allem um die effektive Bekämpfung der Ursache des meist plötzlich auftretenden POS. Dabei kann der Einsatz von Therapien recht unterschiedlich sein. Meistens kommen Medikamente in Form von Antibiotika zum Einsatz. Aber auch antivirale Mittel und Hormone finden Anwendung. Auch liegen des Öfteren Störungen der Gefäße vor. Ebenfalls solche des Stoffwechsels im Gehirn. Selbige lassen sich mit speziellen Mitteln therapieren. Hierdurch soll vor allem die Elastizität der Blutgefäße in gesunde Bahnen gebracht werden. Gleiches gilt für den Stoffwechsel im Kopf.

     

    Neben der Behandlung mit Tabletten und anderen Medikamenten nehmen auch natürliche Therapien des seelischen Zustandes einen großen Platz ein. Zudem sind Gesprächstherapien extrem wichtig. Schließlich auch ein intensives Realitätstraining.  Des Weiteren ist eine richtige Pflege notwendig. Folglich sollte besonders auf ein vertrautes Umfeld während der Behandlung geachtet werden.

     

    Genauso liegen in manchen Fällen auch Folgen von motorischen Einschränkungen vor. Zudem zählt der jahrelange Gebrauch von Suchtmitteln zu den Auslösern. Dabei müssen neben Medikamenten auch Therapien zum Einsatz kommen. Diese ziehen eine Entgiftung des Körpers nach sich. Darüber hinaus ist eine enge Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten und Ergotherapeuten nötig.

     

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    Im Folgenden haben wir Ihnen eine Information bezüglich POS und ADHS, weil diese beiden Begriffe oftmals verwechselt werden – POS oder ADHS? PDF

  • Rückschlag im Kampf gegen Alzheimer (Solanezumab)

    Rückschlag im Kampf gegen Alzheimer (Solanezumab)

    Im Kampf gegen die schnell verbreitende Krankheit Alzheimer hätte der Wirkstoff Solanezumab einen wichtigen Meilenstein erringen sollen. Der US-Pharmakonzern Eli Lilly forschte damit, um am Ende ein vielversprechendes Medikament herauszubringen. Wie allerdings von offizieller Seite mitgeteilt wurde, hat das Hoffnungsträger-Mittel nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Die Erkenntnis stammt aus einer Studie, die über einen Zeitraum von 18 Monaten durchgeführt wurde. Genauer gesagt zeigten die Patienten keinerlei Veränderungen (verglichen mit einer Placebo-Behandlung), die geistigen Fähigkeiten gingen nicht langsamer zurück. Es wird also weder eine Genehmigung der Arznei in den USA noch ein neues Wundermittel auf dem Markt geben.

    Darum hat der Wirkstoff Solanezumab nicht angeschlagen

    Laut Christian Hass (in der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität tätig) liegt es daran, weil das Solanezumab bereits im Blut erkannt und weggefangen wird. Der Wirkstoff kommt also erst gar nicht oder nur in geringen Mengen im Gehirn an. Das reicht aber nicht aus, um eine Veränderung zu bewirken. Es hatte also unterm Strich weder Vor- noch Nachteile, nur die daraus gewonnene Erfahrung ist geblieben.

    Rückschläge im Kampf gegen Alzheimer sind keine Seltenheit, diesmal handelt es allerdings um einen größeren „Schock“. Nicht nur weil der Wirkstoff nicht anspringt, auch finanziell hätte es ein weit ausgeholter Schlag werden sollen. Analysten hätten dem Medikament einen Umsatz von über fünf Milliarden Dollar im Jahr zugetraut. So allerdings kommt es zu einer Sonderbelastung von unglaublichen 150 Millionen Dollar für den Pharmakonzern.

    Auch andere Unternehmen forschen 

    Der in der Schweiz besiedelte Konzern Roche lässt der Misserfolg der Studie kalt. Sie arbeiten nämlich an zwei eigenen Arzneien-Lösungen, die sich Gantenerumab und Crenezumab nennen. Laut Roche gibt es beträchtliche Unterschiede zum Lilly-Produkt, man kann deshalb keinen Vergleich zueinander ziehen. Für alle Betroffenen wäre es wünschenswert, wenn es bald ein hilfreiches Medikament geben würde.

    Auslöser der Krankheit sind übrigens giftige Eiweißklumpen, die sich im Gehirn sammeln und Nervenzellen schädigen.

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  • Forschung Alzheimer – Ist Einsamkeit ein Frühwarnzeichen?

    Forschung Alzheimer – Ist Einsamkeit ein Frühwarnzeichen?

    Aktuellen Forschungen zufolge erkranken vereinsamte Personen vermehrt an Alzheimer. Der geistige Abbau könnte eine Begünstigung durch eine stetige geistige Unterforderung erfahren. Allerdings zeigen weitere Befragungen, dass Einsamkeit ebenfalls ein Anzeichen für eine beginnende Demenz sein könnte.

     

    Ablagerungen von Protein im Gehirn

    Nancy J. Donovan untersuchte zusammen mit ihren Kollegen insgesamt 79 Senioren sowie deren Gehirne. In ihrer Untersuchung wurden die Probanden nach deren Einsamkeitsgrad befragt. Die durchschnittlich 76 Jahren alten Damen und Herren gaben zu Beginn der Studie keinerlei Anzeichen geistiger Probleme. Die Antworten beliefen sich auf 5,3 von möglichen 12 Punkten.

     

    Beim Durchleuchten der Gehirne der Senioren fanden sich Eiweißablagerungen. Diese lassen sich bei gesunden Menschen ebenfalls nachweisen. Jedoch finden sie sich hauptsächlich in hohem Maße im Hirn von Patienten mit Alzheimer. Sich einsam fühlende Personen haben sieben Mal mehr Eiweißablagerungen im Gehirn als zufriedene Menschen. Als überraschend wurde der Zusammenhang bei Studienteilnehmern wahrgenommen, die über eine bestimmte genetische Variante verfügten. Eine erhöhte Alzheimergefahr besteht bei Betroffenen mit dem Gen APOEε4. Gerade bei diesem Personenkreis haben sich nicht nur erhebliche Proteinmengen im Gehirn gesammelt. Sie fühlen sich ferner auch äußerst einsam.

     

    Beeinflussung der Gefühle durch Alzheimer

    Es kann davon ausgegangen werden, dass Vereinsamung mit krankhafter Veränderung im Hirn einhergeht. Daraus schlussfolgern Donovan und ihre Kollegen, dass Einsamkeit ein Frühwarnzeichen für Alzheimer sein kann. Als geklärt gilt, dass Ängstlichkeit, Depressionen und Reizbarkeit eine Alzheimererkrankung ankündigen können. Jedoch ist bislang noch unbekannt, wie hoch die Bedeutsamkeit von Emotionen und Änderungen des Verhaltens bei der Alzheimerentstehung sind.

     

    Entdecken der Frühwarnzeichen

    So kann es Sinn machen, ebenso nach sozialen wie auch emotionalen Aspekten wie der Einsamkeit zu suchen. Damit lässt sich in Zukunft wahrscheinlich ein individuelles Erkrankungsrisiko an Demenz besser einschätzen. Dies wird bislang immer noch als problematisch angesehen. Werden Alzheimer und weitere Demenzerkrankungen erkannt, sind diese normalerweise bereits so weit fortgeschritten, dass ein Krankheitsstopp bisher unmöglich war. Lassen sich diese Krankheiten jedoch in einem frühen Stadium erkennen, bestehen wesentlich bessere Chancen.

     

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    Quelle:

    Nancy J. Donovan et al.: Association of Higher Cortical Amyloid Burden With Loneliness in Cognitively Normal Older Adults, JAMA Psychiatry. Published online November 2, 2016. doi:10.1001/jamapsychiatry.2016.2657

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27806159

  • Was heisst Demenz?

    Was heisst Demenz?

    Die Demenz ist Gehirnerkrankung, die mit dem Abbau von geistigen, sozialen und motorischen Fähigkeiten, meist im fortgeschrittenen Alter, einhergeht. Im Verlauf fortschreitender Demenz können Sprache, Gedächtnis und Persönlichkeit eingeschränkt und verändert werden. Demenz kann verzögert, aber nicht geheilt werden.

     

    Demenz und Alzheimer Erkrankung

    Meist im Alter kann es zu einer Hirnerkrankung kommen, die das Denkvermögen und Verhalten stark beeinträchtigt. Der Betreffende beginnt wirr zu reden, vergisst eben Gesagtes oder Getanes, die Bewegungen werden fahrig, oft leidet das Sprachvermögen und Alltagsgewohnheiten werden vergessen. Eine schwere Form der Demenz ist die Alzheimer Erkrankung. Auf grund dieser Erkrankung verliert der Patient am Ende auch die Ich-Kenntnis und die Wiedererkennung bekannter Personen, ist vollkommen desorientiert, kaum ansprechbar und bedarf ständiger Betreuung. Demenz ist dem Betroffenen zu Beginn bewusst. In dieser Frühphase sind die Erkrankten in ihrer Verzweiflung über eigene Unzulänglichkeit oft aggressiv, sowohl verbal wie tätlich. Allerdings können bei alten Menschen auch der Demenz ähnliche Symptome auftreten, wenn sie unter starkem Flüssigkeitsverlust leiden.

     

    Verzögerung des Verlaufs von Demenz

    Der Abbau von Hirnarealen bei Demenz ist nicht rückgängig zu machen, auch ist die Krankheit nicht heilbar, als Alzheimer Erkrankung im fortgeschrittenen Stadion insbesondere nicht. Jedoch kann bei rechtzeitiger Diagnose und Beachtung früherer Fälle in der Familie, verzögernd eingegriffen werden. Auch vorbeugende Maßnahmen können dem Eintritt der Demenz entgegenwirken. So ist bekannt, dass körperlich und geistig aktive Menschen seltener an Demenz erkranken. Gedächtnistraining und motorische Förderung, sowie viele äußere Reize, die das Gehirn anregen, verzögern die Erkrankung

     

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  • Matcha für die Haut?

    Matcha für die Haut?

    Vor allem Matcha Tee ist seit geraumer Zeit als Superfood bekannt. Häufig zur Förderung der Konzentration verwendet, hat sich das Grünteepulver als Ersatz für Kaffee am Markt etabliert. Bekannt ist Matcha aber auch aufgrund seiner Antioxidantien. Das Heißgetränk wurde bisweilen nicht nur als Tee getrunken, sondern auch zur Zubereitung von Smoothies verwendet. Nun erschließt sich Matcha einen neuen Verwendungszweck, nämlich als Beauty-Produkt.

     

    Drei Effekte von Matcha als Beauty-Produkt

    Kosho Cosmetics, ein bekanntes Kosmetiklabel, hat die positive Wirkung Matchas auf die Haut erkannt und nutzt die Anti-Aging-Wirkung des Grüntees nun als Bereicherung der Kosmetikbranche. Holger Hampel, welcher das Label gegründet hat, äußert sich zu den in Matcha befindlichen Nährstoffen: „Diese sind essenziell in der Wirkung als Antioxidantien gegen die Hautalterung.“ Zudem würden die Nährstoffe dafür sorgen, dass vermehrt Kollagen und Elastin gebildet werden.

    Diese beiden Proteine seien essentiell für eine straffe Haut. Neben einer Anti-Aging-Wirkung könne Matcha die Haut sogar vor UV-Strahlen schützen. Dazu erklärt der Gründer: „Die enthaltenen Nährstoffe, vor allem das Katechin EGCG und Polyphenole, halten hautschädigende Effekte auf, die durch UV-Strahlen hervorgerufen werden.“ Dennoch sollte keineswegs auf eine Sonnencreme während des Sonnens verzichtet werden. Matcha diene vielmehr als sekundärer Sonnenschutz.

    Neben diesen beiden Wirkungen sei Matcha zudem hilfreich, um unreine Haut zu bekämpfen. Aufgrund der zellschützenden und antibakteriellen Wirkung sei das Produkt super zur externen Anwendung geeignet. Hempel ist der Meinung, dass die Kombination zwischen der äußeren Anwendung und der Verwendung als Getränk die Wirkung sogar noch verstärken könne.

     

    Weitere Wirkungen von Matcha

    Matcha lässt sich nicht in der Kosmetik zur Verjüngung der Haut nutzen. Auch der Konsum des Grüntees hat gesundheitsfördernde Wirkungen. So zum Beispiel sind die natürlichen Inhaltsstoffe dafür bekannt, krebsvorbeugend zu wirken. Bei einem gesunden Lebensstil eignen sich die Wirkstoffe in Form von Tee oder Smoothies auch, um eine Diät zu unterstützen. Darüber hinaus haben Studien aus 2008 gezeigt, dass der Fortschritt der Krankheiten Alzheimer sowie Parkinson verzögert werden kann.

     

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  • Kann eine Impfung Alzheimer stoppen?

    Kann eine Impfung Alzheimer stoppen?

    Seit vielen Jahren suchen Forscher fieberhaft nach einem wirksamen Medikament gegen Alzheimer, bisher allerdings ohne Erfolg. Jetzt gibt es offenbar einen neuen Ansatz, denn Antikörper, die biotechnologisch hergestellt werden, sollen Alzheimerpatienten die Erinnerung zurückbringen. Alleine in Deutschland sind 1,5 Millionen Menschen von Demenz betroffen, rund 60 % leiden unter Alzheimer, für diese Menschen gibt es jetzt vielleicht eine neue Hoffnung.

    Ein immer wieder anderes Krankheitsbild

    Demenz hat viele Gesichter, denn die Krankheit verläuft immer wieder anders und immer wieder individuell. Eines haben die unterschiedlichen Formen der Demenz aber gemeinsam: Sie führen zum kompletten Verlust der Leistungsfähigkeit. Handelt es sich um eine sogenannte primäre Demenz, dann sterben im Gehirn wichtige Nervenzellen ab, dieser Prozess ist unaufhaltsam. Je nachdem, welche der Regionen im Gehirn betroffen sind, verlieren die Patienten die Sprache oder ihren Orientierungssinn, sie können auf bestimmte Situationen nicht mehr angemessen reagieren und verlieren am Ende ihr Gedächtnis.

    Ist der Durchbruch gelungen?

    Experten schätzen, dass sich die Zahl der Demenz- und Alzheimerkranken bis zum Jahr 2050 verdoppeln wird. Da Frauen älter werden als Männer, werden sie in Zukunft die größere Gruppe an Erkrankten sein, und durch diese Prognose wird auch die Volkswirtschaft schon heute vor große Probleme gestellt. Aber jetzt gibt es vielleicht Grund zur Hoffnung, denn die Wissenschaft steht offenbar vor einem großen Durchbruch, eine Impfung soll Alzheimer bremsen und der Krankheit eventuell sogar ein Ende setzen.

    Das Immunsystem nutzen

    Die Forscher wollen das menschliche Immunsystem nutzen, um das Vergessen auszubremsen, denn als Impfstoff dienen Antikörper, die der Körper mit seinem Immunsystem selber produziert, und zwar immer dann, wenn er sich angegriffen fühlt. Für den Impfstoff werden die Antikörper in einem Labor gezüchtet und dann ins Blut eingeschleust. Durch die Blutbahn kommen die Antikörper dann ins Gehirn und bekämpfen dort die Auslöser von Krankheiten, wie eben Demenz oder Alzheimer.

    Bild: © Depositphotos.com / Goodluz

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