Schlagwort: Anfall

  • Buchweizen – für die gesunde Küche

    Buchweizen – für die gesunde Küche

    Buchweizen ist ein jeder Hinsicht außergewöhnliches Nahrungsmittel, denn Buchweizen schmeckt wie Getreide, ohne Getreide zu sein. Wer bei Buchweizen an Bucheckern denkt, der liegt falsch, denn der Buchweizen gehört wie auch der Sauerampfer, zu den Knöterichgewächsen. Was den Buchweizen aber besonders interessant macht, ist sein guter Einfluss auf die Gesundheit, denn er hat einige herausragende Eigenschaften und stellt eine sehr gute Alternative für alle dar, die kein Getreide essen wollen oder dürfen.

    Keine Gluten und kein Lektin

    Lektine gehören zur Familie der Proteine, die sich mit den roten Blutkörperchen verbinden, wenn sie ins Blut gelangen und das Blut dick und zähflüssig machen. Immer wenn das der Fall ist, kann es zu gefährlichen Durchblutungsstörungen und Thrombosen, aber auch zu Herzinfarkten und zu Schlaganfällen kommen. Weizen und Roggen enthalten Lektin, wie viele andere Getreidesorten auch, im Buchweizen ist es nicht zu finden. Lektin kann auch den Darm negativ beeinflussen und es kann zu Entzündungsprozessen kommen, die nicht selten chronisch werden. Die Darmflora wird geschädigt und schließlich durchlässig, was wiederum der Auslöser für einige Autoimmunkrankheiten sein kann. Wer das Getreide durch Buchweizen ersetzt, der muss sich um diese Gefahren keine Gedanken mehr machen. Da Buchweizen auch keine Gluten enthält, ist er auch für Menschen geeignet, die auf Gluten allergisch reagieren.

    Viel Eiweiß, viele Vitalstoffe

    Buchweizen ist aber nicht nur frei von Schädlingen, er ist auch ein sehr guter Eiweißlieferant. Im Gegensatz zum Weizen hat Buchweizen prozentual gesehen weniger Proteine, liefert dafür aber eine Menge Vitalstoffe und essenzielle Aminosäuren. Diabetiker haben es oft nicht leicht, die passenden Lebensmittel für sich zu finden, und auch, wer mit einem zu hohen Blutzuckerspiegel zu kämpfen hat, der wird mit Buchweizen gut zurechtkommen. Buchweizen enthält viel D-chiro-Inositol, einen Inhaltsstoff, der den Blutzuckerspiegel reguliert. Studien mit Ratten haben gezeigt, dass der Blutzuckerspiegel um 19 % gesenkt werden konnte, nachdem die Tiere mit Buchweizen statt mit normalem Getreide wie Weizen oder Roggen gefüttert wurden. Buchweizen stellt eine preiswerte, sichere und leichte Möglichkeit dar, um den Blutzuckerspiegel auf Dauer zu senken.

    So gesund ist Buchweizen

    Buchweizen hat aber noch mehr gute Eigenschaften und ist ideal, wenn es darum geht, den Blutdruck zu senken, die Leber zu schützen und Krampfadern vorzubeugen. Buchweizen enthält Rutin, das die gute Eigenschaft besitzt, die Wände der Blutgefäße und auch die Kapillarwände zu stärken. Auf diese Weise wird die Gefahr von Krampfadern und Hämorrhoiden minimiert und das Rutin sorgt auch dafür, dass der Blutdruck in einem gesunden Bereich bleibt. Da Buchweizen auch Lezithin enthält, schützt er auch die Leber, denn wenn dem Körper Lezithin fehlt, dann kann die Leber nicht mehr den vollen Einsatz bringen und ihrer Aufgabe, den Körper zu entgiften, nicht mehr nachkommen. Da Buchweizen auch eine Menge Ballaststoffe hat, wird auch der Cholesterinspiegel gesenkt, was einen Schlaganfall und einen Herzinfarkt verhindern kann.

    Buchweizen in der Küche

    Buchweizenkeimlinge bereichern die Küche auf vielfältige Art und Weise. Die Keimlinge können zum Beispiel in gekochte Speisen gemischt oder auch zum Brotbacken verwendet werden. Sie schmecken im Salat ebenso gut wie auch im Müsli oder im Dessert. Als kleiner Snack sind sie lecker und können vor dem Fernseher eine gesunde Alternative zu Chips, Salzstangen und Co. sein. Den Buchweizen zum Keimen zu bringen, ist ganz einfach. Alles was man tun muss, ist eine Tasse, die zu zwei Drittel mit Buchweizen gefüllt ist, mit der zwei- bis dreifachen Menge lauwarmem Wasser zu übergießen und diese Mischung dann gut durchzurühren, damit keine Körnchen mehr an der Oberfläche schwimmen. Eine Stunde sollten die Buchweizenkörner einweichen, denn dann haben sie genug Zeit, um sich vollsaugen zu können. Zu lange darf der Buchweizen aber nicht im Wasser bleiben, denn sonst verliert er seine Fähigkeit, zu keimen.

    Bild: © Depositphotos.com / MonaMakela

  • Demenz – die neue Volkskrankheit

    Demenz – die neue Volkskrankheit

    Demenz wird langsam aber sicher zu einer Volkskrankheit, denn die Zahl der Erkrankten steigt dramatisch an. Der aktuelle Alzheimer-Bericht legt Zahlen vor, die erschrecken, denn alle 3,2 Sekunden erkrankt irgendwo auf der Welt ein Mensch an Demenz. Aber nicht nur die Anzahl der Kranken steigt drastisch, auch die Kosten, die die Krankheit nach sich zieht, explodieren.

    Demenz vorbeugen und investieren

    Bis zum Jahr 2050, so schätzen Experten, wird sich die Zahl derjenigen, die an Demenz erkrankt sind, verdreifacht haben. Aktuell leben fast 50 Millionen Menschen weltweit mit Demenz, 2030 werden es 74 Millionen sein. 60 % der Erkrankten lebt in armen Ländern und hier wird sich die Lage in den nächsten Jahren drastisch zuspitzen. Die Kosten von 711 Milliarden Euro, die für die Behandlung und die Früherkennung von Demenz jedes Jahr anfallen, werden kaum noch zu stemmen sein. Damit die Sozial- und Gesundheitssysteme nicht an ihre Grenzen stoßen, raten die Experten, die jetzt in London den neuen Alzheimer-Bericht vorgestellt haben, besser vorzubeugen und noch mehr in Präventivmaßnahmen gegen Alzheimer zu investieren.

    Eine Herausforderung auch für Deutschland

    In Deutschland leben momentan über 1,5 Millionen an Demenz erkrankte Menschen. Die meisten der Betroffenen sind an Alzheimer erkrankt und über die Hälfte ist älter als 60 Jahre. Auch wenn es verschiedene Formen der Demenz gibt, alle Erkrankungen haben eines gemeinsam: Die Nervenzellen im Gehirn sterben ab, geistige Fähigkeiten wie Motorik und Sprache lassen immer mehr nach, die Kranken sind bald nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen und ihren Alltag zu bewältigen. In der Folge müssen mehr Heimplätze geschaffen werden und auch die Zahl der benötigten Pflegekräfte müsste dementsprechend erhöht werden. Da die Ursachen für Demenz nach wie vor noch unbekannt sind, wird es schwer, präventive Maßnahme zu finden, und genau hier sehen Wissenschaftler die größte Herausforderung.

    Hohe Kosten

    Zwar wird es kaum möglich sein, die Zahl der Demenzkranken zu reduzieren, aber die Forschung braucht deutlich mehr Geld, um der immer noch geheimnisvollen Krankheit auf die Spur zu kommen. Es gibt nach wie vor keine Medikamente, die effektiv dabei helfen Demenz zu heilen oder der Krankheit vorzubeugen. Aber nicht nur die Forschung ist gefordert, auch die Gesundheitssysteme werden ihre Schwierigkeiten bekommen, für die an Demenz oder Alzheimer erkrankten Menschen lebenswürdige Bedingungen zu schaffen. Mit dem Bau neuer Heime ist es leider nicht getan, es müssen auch Fachkräfte gefunden werden, die sich um die Erkrankten kümmern.

    Die Folgen der Demenz für die Familien

    Sollte sich der jetzt vorgestellte Alzheimer-Bericht bewahrheiten, dann kommen auch auf immer mehr Familien immer größer werdende Herausforderungen zu. Nicht alle Familien können es sich leisten, die Mutter oder den Vater in ein Heim zu geben, oftmals muss die Pflege eines an Demenz erkrankten Angehörigen von zu Hause aus gemanagt werden. Ob das neue Pflegegesetz, das zum ersten Mal auch die Demenzkranken berücksichtigt, die Familien wirklich entlasten kann, das muss sich zeigen. Es ist für viele Familien nicht nur ein zeitliches und finanzielles Problem einen an Demenz erkrankten Angehörigen zu pflegen, auch die physischen und psychischen Herausforderungen sind enorm groß.

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  • Herzinfarkt – Was gilt zu beachten?

    Herzinfarkt – Was gilt zu beachten?

    Nicht jeder Herzanfall ist auch gleich ein Herzinfarkt. Den Vorläufer bezeichnet der Arzt als Angina-pectoris-Anfall. Kommt es jedoch zum Myokardinfarkt, denn handelt es sich um ein Ereignis, das sofortiger Rettungsmaßnahmen bedarf. Ein akuter Herzinfarkt ist lebensbedrohlich! Während eines Infarktes sterben Teile des Herzmuskels ab.

    Risikofaktoren, die einen Herzinfarkt begünstigen:

    • Bluthochdruck
    • Rauchen
    • Alkoholmissbrauch
    • Drogenkonsum
    • Diabetes mellitus
    • Schlaganfall
    • Übergewicht
    • falsche Ernährung
    • Bewegungsmangel
    • familiäre Vorbelastung durch Herzkreislauferkrankungen, Schlaganfall, Infarkt
    • erblich bedingte oder erworbene Fettstoffwechsel-Störung (zu hohes LDL, IDL sowie Triglyceride bei niedrigem HDL – Cholesterin- und Blutfettwerte)
    • Stress, plötzliche starke Belastungen bei starken Schwankungen des Blutdrucks

    Ursachen und Symptome von Herzinfarkt

    Fast die Hälfte aller Infarkte ereignen sich zwischen 06:00 und 10:00 Uhr und montags eher als an den anderen Tagen.

    Die meisten Patienten haben vor dem Infarkt bereits Herzbeschwerden, z. B. eine koronare Herzkrankheit. Ein Viertel aller Infarkte verläuft beschwerdearm bis beschwerdefrei. Gründe für den Herzfinfarkt können mehr als 20 Minuten bestehende Durchblutungsstörungen, Blutgerinnsel und arteriosklerotisch (Arterienverkalkung) bedingte Gefäßverengungen sein.

    Bei diesen Anzeichen für einen Herzinfarkt sollten Sie unbedingt sofort  die Nr. 112 (Rettungsdienst) anrufen:

    • starke Schmerzen von über 5 Minuten Dauer, die auch ausstrahlen (in Arme, Schultern, Rücken, den Oberbauch oder in Kiefer und Hals)
    • massive Enge, starker Druck, Einschneidegefühl im Herzbereich
    • starkes Brennen, Stechen, reißende Schmerzen
    • Luftnot, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen (häufiger bei Frauen als bei Männern) in bisher noch nicht dagewesenem Ausmaß
    • kalte, fahle Haut, Angstschweiß, kalter Schweißausbruch, Todesangst
    • allgemeine Erschöpfung, Schlafstörungen, Magenverstimmungen
    • Herzrhythmusstörungen, unregelmäßiger, schneller Puls
    Diagnose und Verlauf bei einem Herzinfarkt

    Für die Diagnose von Herzinfarkten gibt es verschiedene Verfahren. EKG-Veränderungen (ST-Streckenhebung, nach 1-2 Tagen Q-Zacken), Laboruntersuchungen (Troponinwert erhöht) sowie makroskopische und mikroskopische Gewebsveränderungen sind Zeichen eines Myokarinfarktes. Im Labor zeigen sich neben dem Troponin weitere Enzyme und Eiweiße, die nach einem Infarkt verstärkt im Blut nachweisbar sind, z. B. der Herzmarker Glycogenphosphrylase BB. Außerdem deutet es auf einen Herzinfarkt hin, wenn Beschwerden länger als 20 Minuten andauern.

    Ein Herz-Ultraschall (Echokardiografie) zeigt typische Wandbewegungsstörungen im betroffenen Bereich.  Beim Abhören treten Rasselgeräusche über der Lunge auf sowie ein dritter Herzton. Auffällige Herzgeräusche deuten auf Entzündungen oder Insuffizienzen hin. Ein Belastungs-EKG nach der Akutphase sowie ein Langzeit-EKG decken Durchblutungsstörungen im Herzmuskel sowie Herzrhythmusstörungen auf.

    Mit der Angiografie zur Gefäßdarstellung der Herzkranzgefäße bei einer Herzkatheter-Untersuchung spüren die Ärzte Verengungen oder Gefäßverschlüsse auf. Gleichzeitig können die Gefäße mittels Ballonkatheter aufgedehnt werden.

    Wird beim Verdacht auf einen Herzinfarkt nicht sofort der Notarzt gerufen, so kann das Ereignis zum Tode führen! Der Herzinfarkt ist in den Industriestaaten Todesursache Nummer Eins. Schlimmstenfalls treten gefährliche Rhythmusstörungen, wie Kammerflimmern, Hezrasen und unregelmäßiger Puls auf, es kommt zum Zusammenbruch mit Bewusstlosigkeit und Herz-Kreislauf-Stillstand.

    Allgemein bekannte Behandlungsmethoden bei einem Herzinfarkt

    Unverzüglich muss der Notarzt informiert werden. Ohne zu zögern 112 anrufen, Infarktverdacht äußern und niemals selbst den Betroffenen mit dem Auto in die Klinik bringen. Es könnte sein, dass der Patient unterwegs zusammenbricht! Innerhalb der ersten Zeit nach dem Infarkt bis zu einer Stunde sind die Gefahren Kammerflimmern und Herzstillstand am größten. Ersthelfer oder Rettungsdienste müssen dann wiederbeleben (meist mit Defibrillation), um eine Mangelversorgung des Gehirns mit Folgeschäden oder den Tod zu vermeiden.

    Wird die Behandlung innerhalb der ersten Stunde eingeleitet, kann mittels Lyse (Medikament löst Blutgrinnsel auf) oder Herzkatheter der Gefäßverschluss fast komplett beseitigt werden. Mit einem Ballonkatheter wird das Gefäß aufgedehnt und ein Stent (Röhrchen) eingesetzt.

    Wenn die ST-Hebung beim Infarkt im EKG nicht nachgewiesen wurde, dann ist eine Lysetherapie eine Gegenanzeige (nicht durchführbar) und der Nutzen von Herzkatheter und Stent nicht nachgewiesen.

    Medikamente, die Nitroglycerin enthalten, bessern die Beschwerden. Außerdem dienen die Medikamente der Sauerstofffversorgung, der Blutgerinnsel-Vermeidung und der Beseitigung der Schmerzen. Über eine Maske oder Nasensonde gibt man Sauerstoff. Gegen die Beschwerden helfen ASS, Morphinpräparade, Heparinspritzen.

    In der akuten Phase werden Betroffene mittels EKG-Monitoring auf der Intensivstation überwacht. Am nächsten Tag erfolgt die Mobilisation und nach ungefähr einer Woche werden die Patienten entlassen. Die Normalisierung des Zustandes kann bis zu drei Wochen dauern, dann sind gewohnte Aktivitäten im Alltag wieder möglich.

    Lebenslang sollten Medikamente eingenommen werden (Betablocker, ACE-Hemmer, ASS, Statine, Prasugrel oder Clopidogrel). Implantierte Defibrillatoren schützen bei eingeschränkter Herzpumpfunktion vor plötzlichem Herztod. Risikofaktoren sind zu minimieren. Gezieltes Ausdauertraining nach ärztlichem Rat stärkt das Herz. Kuren, Physiotherapie, Schulungen und Beratung dienen dem kompletten Wiedereinstieg in den Alltag.

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  • Keuchhusten – Ursachen, Symptome und Behandlung

    Keuchhusten – Ursachen, Symptome und Behandlung

    Keuchhusten, im Fachjargon Pertussis genannt, galt sehr lange Zeit als klassische Kinderkrankheit. Der starke Husten, der mit schwerem Luftholen und einem rasselnden Atemgeräusch verbunden ist war gefürchtet, weil er bei Kindern unter sechs Monaten zum plötzlichen Tot durch Atemstillstand führen kann. Mittlerweile werden die meisten Kinder gegen Keuchhusten geimpft. Dafür ist die Krankheit bei Erwachsenen immer mehr auf dem Vormarsch. 92 % allen Erkrankten sind Erwachsene.

    Ursache Keuchhusten: Bakterien in den oberen Atemwegen

    Keuchhusten ist eine Erkrankung der oberen Atemwege. Die Ursache hierfür sind Bakterien, die über Nase und Mund in die Atemwege gelangen. Es ist wichtig, zu wissen, dass die Bakterien über Tröpfchen auf andere übertragen werden können. Dies erfolgt meist durch Husten, Niesen oder Sprechen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Sie sich im Falle einer Keuchhusten-Erkrankung von großen Menschenansammlungen fern halten und sich regelmäßig die Hände waschen. Auch das Thema „hygienisches Husten“ spielt hierbei eine große Rolle. Halten Sie sich beim Husten niemals die Hand vor den Mund sondern nutzen Sie ein Taschentuch oder den Ellenbogen.

    Keuchhusten Symptome: Nicht nur starker Husten

    Keuchhusten hat mehrere Symptome. Diese sind:

    • Starker, anfallartiger Husten
    • Schweres Luftholen
    • Keuchendes Geräusch beim Atmen nach dem Husten
    • Übelkeit
    • Würgen
    • Erbrechen

    Die Krankheit kann sich über mehrere Wochen und gar Monate hinziehen und wird in drei Stadien unterteilt. Während Patienten in der Anfangszeit, die meist ein bis zwei Wochen andauert, unter mäßigem Husten in Kombination mit Schnupfen leiden, verschlimmert sich der Zustand im Laufe der Zeit immer mehr. Im zweiten Stadium, das wiederum vier bis sechs Wochen dauert, treten die typischen, sehr starken Hustenanfälle auf, die häufig von Übelkeit und Würgereiz bis hin zum Erbrechen gefolgt werden. Auch das keuchende Geräusch beim Atmen beginnt in dieser Phase. In der dritten Phase klingen die Symptome schließlich allmählich ab. Die Genesung kann bis zu weiteren zehn Wochen dauern.

    Bei Kindern kommen zu den normalen Symptomen häufig noch Fieber und andere alterstypische Beschwerden wie glasige Augen und Weinerlichkeit hinzu.

    Während der Keuchhusten bei den Kleinsten meist eindeutig klassifiziert werden kann, können Erwachsene die Erkrankung oft nicht von einem herkömmlichen Husten unterscheiden. Das kann schwerwiegende Folgen haben. Wird eine Keuchhusten-Erkrankung nicht behandelt, können weitere Krankheiten und Komplikationen auftreten. Hierzu gehören unter anderem:

    • Lungenentzündung
    • Mittelohrentzündung
    • Hirnhautentzündung
    • Starke Gewichtsabnahme
    • Rippenbrüche
    • Vorübergehende Harninkontinenz

    Die verschiedenen Entzündungen treten auf, weil sich die Bakterien, die zunächst nur die oberen Atemorgane befallen haben, ungehindert auf die anderen Organe ausbreiten können. Aus diesem Grund ist eine ärztliche Behandlung im Falle von Keuchhusten unverzichtbar.

    Behandlungsmethoden: Antibiotika und Inhalation

    Hierbei wird unterschieden, ob die Krankheit frühzeitig oder zu spät diagnostiziert wurde. Im frühen Stadium, in dem der Husten noch verhältnismäßig schwach ist, kann Keuchhusten gut mit Antibiotika behandelt werden. Diese werden Ihnen von Ihrem Arzt verschrieben. Wurde die Krankheit jedoch erst später festgestellt, ist die Behandlung mit einem Antibiotikum zwecklos. Die Bakterien haben sich in diesem Fall schon zu stark vermehrt und können nicht mehr durch Medikamente bekämpft werden. In diesem Fall kann Keuchhusten nur noch dahingehend behandelt werden, die Symptome zu lindern. Patienten wird empfohlen, viel zu inhalieren und hustenstillende Medikamente einzunehmen. Außerdem hilft eine strickte Bettruhe dabei, möglichst bald wieder gesund zu werden.

    Wird eine Keuchhusten-Krankheit „verschleppt“, kann dies zu den weiter oben bereits genannten Komplikationen führen. Es ist deshalb wichtig, dass Sie Ihrem Körper genügend Ruhe gönnen und ihm Zeit geben, um sich ausreichend zu regenerieren.

    Auch wenn Keuchhusten noch bis vor einigen Jahren als eine klassische Kinderkrankheit galt, sind es heute besonders Erwachsene, die von dem schweren Husten betroffen sind. Grund hierfür ist, dass Kinder zwar meist gegen die Krankheit geimpft werden, dieser Impfschutz jedoch mit den Jahren verfliegt und nicht aufgefrischt wird. Achten Sie deswegen immer darauf, dass die letzte Impfung nicht allzu lange her ist. Das gilt besonders für Frauen im gebärfähigen Alter und Menschen, die viel Kontakt zu kleinen Kindern haben.

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  • Wie gefährlich ist Epilepsie?

    Wie gefährlich ist Epilepsie?

    In früheren Zeiten, als die Medizin noch in den Kinderschuhen steckte, wurde Epilepsie auch Fallsucht genannt, denn wenn die Betroffenen einen typischen Krampf bekamen, fielen sie nicht selten zu Boden. Menschen, die an Epilepsie erkrankt waren, galten im Mittelalter als ganz besondere Menschen und man sagte ihnen nach, dass sie das zweite Gesicht haben und in die Zukunft schauen können. Es gibt einige prominente Epilepsie Kranke, zu denen unter anderem auch der große Feldherr Alexander der Große gehörte. Heute ist Epilepsie eine neurologische Krankheit, die nicht von allen Betroffenen als Belastung empfunden wird, einige Kranke können trotz der Epilepsie ein normales Leben führen und auch einem Beruf nachgehen.

    Was ist Epilepsie?

    Streng genommen gibt es keine Krankheit, die den Namen Epilepsie trägt, es gibt vielmehr eine Reihe von Erkrankungen des Gehirns, die alle das gleiche Merkmal haben, nämlich die epileptischen Anfälle. Diese Anfälle können ganz unterschiedlich sein, bei einigen Betroffenen dauern sie nur wenige Sekunden und werden nicht einmal bewusst wahrgenommen. Ein leichtes Zucken der Muskeln, eine kleine Bewusstseinsstörung oder auch ein leichtes Kribbeln – das sind die klassischen Symptome, wenn es sich um einen leichten epileptischen Anfall handelt. Andere Betroffene haben Krämpfe, die zwei oder mehr Minuten anhalten, aber auch Bewusstlosigkeit und unkontrollierte Zuckungen gehören zu den Anzeichen einer Epilepsie.

    Was löst einen epileptischen Anfall aus?

    Wenn es zu einem epileptischen Anfall kommt, dann handelt es sich dabei um eine Funktionsstörung im Gehirn. Einzelne Nerven, aber auch ganze Gruppen von Nerven an der Hirnrinde senden plötzlich und auch gleichzeitig Signale aus und versuchen, anderen Nervenzellen ihren Rhythmus aufzuzwingen. Das kann dann ganz unterschiedliche Formen annehmen, je nachdem, wie viele der Zellen an diesem Prozess beteiligt sind und welche Funktionen des Körpers diese Nerven steuern. So kann es passieren, dass plötzlich die Hand zuckt, bei anderen ist es aber der ganze Körper, weil sich viele verschiedene Muskeln gleichzeitig verkrampfen.

    Hat jeder Anfall mit Epilepsie zu tun?

    Im Grunde kann jedes Lebewesen, sei es nun ein Mensch oder auch ein Hund, einen epileptischen Anfall erleiden, ohne an Epilepsie erkrankt zu sein. In jedem Gehirn kann es zu der beschriebenen Fehlfunktion der Nervenzellen kommen und die Ursachen sind sehr unterschiedlich. Der Mangel an Schlaf kann einen solchen Anfall auslösen, aber auch Alkoholentzug führt zu krampfartigen Anfällen. Bei Vergiftungen mit verschiedenen Substanzen und auch als Nebenwirkung bei einigen Medikamenten ist ein epileptischer Anfall möglich und auch hohes Fieber ist einer der Auslöser. Ein Beispiel sind Fieberkrämpfe, wie sie vor allem kleine Kinder häufig bekommen.

    Solche Anfälle nennen die Ärzte einen Gelegenheitskrampf, was allerdings nicht bedeutet, dass die Anfälle gelegentlich auftreten, gemeint ist vielmehr die Gelegenheit, also ein akuter Vorfall, der einen Krampf auslöst. Diese Gelegenheitsanfälle deuten nicht zwingend auf Epilepsie hin, auch dann nicht, wenn sie sich wiederholen.

    Wie wird die Diagnose Epilepsie gestellt?

    Kommt es zu einem oder auch zu wiederholten Krämpfen, dann sollte auf jeden Fall ein Facharzt, also ein Neurologe aufgesucht werden. Der Arzt wird seinen Patienten gründlich untersuchen, eine ausführliche Anamnese erstellen und dann ein EEG machen, um die Gehirnströme zu messen. In der Regel wird auch ein MRT gemacht und auch eine Untersuchung des Gehirnwassers ist keine Seltenheit, um eine genaue Diagnose stellen zu können. Anhand dieser Untersuchungen kann der Arzt dann mit Bestimmtheit sagen, ob es sich um einen Gelegenheitsanfall oder tatsächlich um den Beginn einer Epilepsie handelt.

    Welche Behandlung gibt es?

    Ob eine Behandlung notwendig wird, das hängt vom Schweregrad der Epilepsie ab. Eine Therapie ist immer eine individuelle Sache, denn Patienten, die nur sehr selten einen Anfall haben, ist keine Therapie erforderlich. Wenn es aber mehr als zwei Anfälle pro Jahr gibt, dann ist eine medikamentöse Behandlung erforderlich.

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  • Zu wenig Kohlenhydrate machen krank

    Zu wenig Kohlenhydrate machen krank

    Immer wenn der Sommer in den Startlöchern steht, dann haben Diäten Hochkonjunktur, denn schließlich möchte sich jeder mit einer schlanken Figur am Strand oder im Freibad präsentieren. Eine der Diäten, die in jedem Sommer wieder zu den heißen Trends gehört, ist die Low-Carb-Diät, bei der an Kohlenhydraten gespart wird, dafür aber Fett und Eiweiß die Hauptrollen spielen. Auch wenn eine Low-Carb-Diät vielleicht relativ schnell für eine schicke Bikinifigur sorgt, gesund sind diese Diäten nicht, denn ihnen fehlt ein sehr wichtiger Baustein, den der Körper unbedingt braucht, um gesund und leistungsfähig zu bleiben, nämlich Kohlenhydrate. Was passiert, wenn es zu einem Mangel an Kohlenhydraten kommt und wie gefährlich kann dieser Mangel werden?

    So wichtig sind Kohlenhydrate für die Gesundheit

    Die Kohlenhydrate sind so etwas wie der Motor, der den Organismus antreibt und ihn ständig mit neuer frischer Energie versorgt. Alle, die gesund leben wollen, sollten zwischen 55 % und 60 % der benötigen Energie durch Kohlenhydrate zu sich nehmen. Ärzte und Ernährungswissenschaftler empfehlen pro Kilogramm Körpergewicht eine tägliche Dosis von mindestens zwei Gramm an Kohlenhydraten, bei einem durchschnittlichen Gewicht sind das zwischen 250 Gramm und 360 Gramm, die den Bedarf abdecken. Energie wird aber auch durch Zucker gewonnen, hier liegt die Empfehlung jedoch bei maximal 60 Gramm pro Tag, was deutlich macht, wie wichtig Kohlenhydrate für die Ernährung sind.

    Wer zu wenig Kohlenhydrate zu sich nimmt, der läuft Gefahr an Mangelerscheinungen zu erkranken, denn wenn der Körper keine Kohlenhydrate mehr bekommt, dann verbrennt er einfach die Proteine, die Folgen machen sich sehr schnell bemerkbar. Zwar braucht der Körper nicht zwingend Kohlenhydrate, er kann auch aus Eiweiß Energie gewinnen, aber auf den Stoffwechsel und die Verdauung hat das Fehlen von Kohlenhydraten beträchtliche Auswirkungen.

    Zu viel Fett, zu viele Proteine

    In der heutigen Zeit stehen bei immer mehr Menschen hauptsächlich Fett und Proteine auf der Speisekarte, die wichtigen Kohlenhydrate spielen eine immer kleinere Rolle. Das kann negative Auswirkungen auf den Körper haben, denn wer zu viel fetthaltige Lebensmittel wie zum Beispiel Käse, Fleisch oder Butter zu sich nimmt, der isst auch zu viel ungesättigte Fettsäuren. Das lässt die Cholesterinwerte nach oben schnellen und ein zu hoher Cholesterinspiegel sorgt dafür, dass die Gefäße schneller verkalken und auch das Risiko einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu bekommen, steigt drastisch an.

    Wird die Ernährung auf Eiweiß aufgebaut, wie das bei einer Low-Carb-Diät der Fall ist, dann steigt auch der Harnsäurespiegel, was wiederum die Gicht begünstigt. Osteoporose stellt ebenfalls eine große Gefahr dar und auch die Nieren leiden, wenn die Ernährung zu sehr auf Eiweiß und damit auf Proteine aufgebaut wird. So gehen wertvolle Bausteine für die Gesundheit der Knochen verloren und auch die Bildung von schmerzhaften Nierensteinen wird durch zu viel Eiweiß begünstigt.

    Warum sind Kohlenhydrate so wichtig?

    Wenn dem Körper Kohlenhydrate fehlen, dann fehlen im auch die lebensnotwendigen Vitamine. Diese wichtigen Vitamine stecken vor allem in Getreide und in Kartoffeln, aber auch in Gemüse und Obst. Wer auf diese Lebensmittel verzichtet, der verzichtet aber nicht nur auf Vitamine und Kohlenhydrate, sondern auch auf wertvolle Ballaststoffe und Mineralstoffe. Das kann unter anderem zu einer Verstopfung führen, auch das Sättigungsgefühl leidet, denn es bleibt nicht lange bestehen und man hat das Gefühl mehr essen zu müssen, was sich dann auch auf der Waage bemerkbar macht. Der Verzicht auf Kohlenhydrate kann aber auch das Herz schädigen, was Studien beweisen. Alle, die eine Low-Carb-Diät machen, sollten sich darüber im Klaren sein, dass diese Diät das kardiovaskuläre Risiko ansteigen lässt.

    Wer mit einer Low-Carb-Diät abnehmen möchte, der sollte sich nur über einen sehr begrenzten Zeitraum ohne Kohlenhydrate ernähren, denn alles andere ist schädlich für die Gesundheit.

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