Schlagwort: Angst

  • Frische Luft hilft bei Heiserkeit

    Frische Luft hilft bei Heiserkeit

    Die kühle Jahreszeit beginnt und löst bei vielen Menschen eine Heiserkeit aus. Die Folgen sind eine kratzige Stimme und Halsschmerzen. Wer erkältet ist, spricht oft mit einer leisen heiseren Stimme und der Grund dafür sind die gereizten Stimmbänder. Der Kehlkopf schwillt an, weil der Körper gegen die Virusinfektion kämpft und führt zur Heiserkeit.

    Heiserkeit vorbeugen

    Gegen Heiserkeit helfen vorbeugende Maßnahmen. Die Viren, welche eine Grippe oder Husten auslösen können, schwirren in der Luft umher. Wer regelmäßig an die frische Luft geht, der beugt vor und stärkt die Abwehrkräfte des Körpers. Auf Fahrten in Bussen oder Bahnen sollte, soweit es geht, verzichtet werden. In geschlossenen Räumen ist die Gefahr am höchsten an einer Virusinfektion zu erkranken. Wer gerne raucht, sollte aufhören, da das Rauchen den Körper und besonders die Lungen negativ belastet.

    In der Mittagspause einen Spaziergang an frischer Luft zu unternehmen, befreit den Geist und sorgt für eine Stärkung des Immunsystems. Eine gesunde Ernährung, bestehend aus dem regelmäßigen Genuss von Obst, hat positive Auswirkungen auf die Abwehrkräfte und kann im besten Fall weniger schnell erkranken als die Mitmenschen.

    Verhalten bei Erkältung

    Eine Erkältung kann jemanden trotz aller vorbeugenden Maßnahmen dennoch erwischen und dann ist es wichtig sich richtig zu verhalten. Die körperlichen Signale sollten unbedingt beachtet und starke Anstrengungen vermieden werden. Die Stimmbänder müssen bei Heiserkeit geschont werden. In diesem Fall ist weniger sprechen angesagt, um den Körper bei der Heilung zu unterstützen. Die Einnahme von Medikamenten birgt die Gefahr in sich, dass die Wirkstoffe die Signale des Körpers ausblenden und zu einem falschen Verhalten führen kann.

    Sehr wirksam ist Wasserdampf, der eingeatmet wird und den Kehlkopf mit Wärme sowie Luftfeuchtigkeit unterstützt. Die Wärme und Luftfeuchtigkeit helfen dabei, dass der angeschwellte Kehlkopf schneller kleiner wird und die Heiserkeit langsam aber sicher verschwindet. Bei Bedarf kann das Wasser mit Salbei oder Salz angereichert werden. Hilfreich bei der Heilung ist viel Flüssigkeit und das Gurgeln mit Wasser. Gegen die Heiserkeit konnte die Forschung trotz modernster Technik bis heute kein Allheilmittel entwickeln.

    Wer die Tipps befolgt, der wird seine Heiserkeit schnell besiegt haben und kann dann wieder im vollen Umfang am Leben teilhaben. Sportliche Aktivitäten können nach der Heilung schrittweise wiederaufgenommen werden, statt sofort 100 Prozent zu geben.

    Die Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen und sollte unbedingt behütet werden. Eine Heiserkeit kann neben einer Erkältung auch durch falschen Stimmgebrauch, Entzündung, Krebs, Lähmung des Kehlkopfes, Bakterien und seelischen Faktoren ausgelöst werden.

    Bei einer seelischen Ursache empfiehlt sich der Besuch eines Heilpraktikers oder Psychologen, um den genauen Grund für die Heiserkeit herausfinden zu können. Als psychische Ursachen kommen Stress, Angst, Depressionen und Nervosität in Frage.

    Die Konsultation eines Arztes ist bei einer länger andauernden heiseren Stimme generell zu empfehlen. Bis es ein Heilmittel gegen Heiserkeit geben wird, dürfte es noch ein paar Jahre dauern.

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  • Smartphone-Studie – immer mehr Jugendliche suchtgefährdet

    Smartphone-Studie – immer mehr Jugendliche suchtgefährdet

    Es ist schwer, in der heutigen Zeit einen Jugendlichen zu finden, der kein Smartphone in der Hand hat, die meisten sind ständig mit ihrem Handy beschäftigt. Sie hören Musik, spielen, chatten mit Freunden, sind im Internet unterwegs und beobachten ihr Facebook Profil. Eine neue Studie der Universität Mannheim, die im Auftrag der Landesanstalt für Medien in Düsseldorf erstellt wurde, kommt zu dem erschreckenden Ergebnis, dass jeder Zehnte Jugendliche akut suchtgefährdet ist und sein Smartphone kaum noch aus der Hand legt.

    Smartphone-Studie – Stress und Zwang

    Die aktuelle Smartphone-Studie hat 500 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und 14 Jahren sowie einen Elternteil gefragt, wie wichtig für sie das Smartphone ist. Die Smartphone-Studie zeigt auf, dass mittlerweile jeder Vierte der Kinder und Teenager den Umgang mit seinem Handy als puren Stress empfindet, aber nicht vom Smartphone lassen kann, weil ständig die Angst präsent ist, man könnte irgendetwas verpassen oder ausgeschlossen zu werden, was viele als noch schlimmer empfinden. Laut der Smartphone-Studie sind die Jugendlichen vielfach überhaupt nicht mehr in der Lage, die Hände von ihrem Smartphone zu lassen, sie handeln wie unter einem inneren Zwang.

    Viele Mobbingopfer

    Die neue Smartphone-Studie beschäftigt sich aber auch mit dem Thema Mobbing. Hier zeigt sich, dass rund zehn Prozent der befragten Kinder schon einmal Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht haben und das sowohl als Täter als auch als Opfer. Mobbing ist vor allem beim Messenger-Dienst WhatsApp zu finden, und vier bis sechs Prozent der Jugendlichen haben schon Erfahrung mit Happy Slapping gemacht. Ebenfalls bedenklich ist die Tatsache, dass laut Smartphone-Studie viele Kinder bereits sexualisierte Fotos von sich verschickt haben, und jeder Fünfte der Befragten war schon einmal auf den Seiten im Internet unterwegs, die nicht jugendfrei waren. Ein großes Risiko stellt auch das Happy Slapping dar, Videos, in denen Gewaltszenen gefilmt und dann weiter verbreitet werden.

    Schulische Probleme

    Nicht nur das Freizeitverhalten der Kinder und Jugendlichen ändert sich durch die exzessive Nutzung des Smartphones, auch die Schule hat massiv darunter zu leiden. Hier ist es jeder Fünfte, der Probleme in der Schule hat und der durch das Handy unkonzentriert ist. 43 % haben zudem nach eigenen Angaben ihre Daten schon einmal unbewusst und unüberlegt im Netz preisgegeben.

    Die positiven Aspekte

    Die Smartphone-Studie hat aber nicht nur negative Ergebnisse, die Forscher der Uni Mannheim sehen auch positive Aspekte. Durch das Smartphone und die sozialen Netzwerke entstehen Freundschaften, die Kinder und Jugendlichen teilen gemeinsame Interessen, sie bleiben in Verbindung, sie chatten miteinander, schauen sich zusammen Videos an und hören Musik. Das Smartphone in seiner Funktion als Kommunikationsmittel baut Bindungen auf und sorgt dafür, dass diese Bindungen nicht abreißen. Nach Ansicht der Wissenschaftler sind die Eltern in der Pflicht, ihren Kindern einen vernünftigen Umgang mit dem Smartphone zu vermitteln.

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  • Blut im Stuhl – nicht immer ein Alarmsignal

    Blut im Stuhl – nicht immer ein Alarmsignal

    Der Darm ist eine der empfindlichsten Regionen des Körpers, und nicht umsonst heißt es: Wenn der Darm gesund ist, dann ist der Mensch gesund. Wenn es zu Veränderungen im Darmbereich kommt, dann empfinden die meisten Menschen das als störend, alarmierend ist es aber, wenn sich Blut im Stuhlgang befindet. Blut im Stuhl kann viele Ursachen haben, die Palette der möglichen Erkrankungen reicht hier von Fisteln und Hämorriden über Risse im After bis hin zum Krebs. Wer Probleme mit dem Darm oder sogar Blut im Stuhl hat, der sollte das nicht auf die lange Bank schieben, sondern so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen.

    Blut im Stuhl – Meistens harmlos

    Selbst wenn Blut im Stuhl immer beunruhigend ist, zum größten Teil sind die Erkrankungen harmlos, die sich dahinter verbergen. Durchfallerkrankungen mit Erregern, die den Dünndarm und den Dickdarm quälen, treten häufig auf und während einer Darminfektion kann es auch zu Blut im Stuhl kommen. In der Regel klingen die Beschwerden meist nach wenigen Tagen von selbst wieder ab und auch die Blutungen hören wieder auf. Hämorriden sorgen ebenfalls für Blut im Stuhl, und auch hier gibt es keinen Grund zur Sorge, denn Hämorriden lassen sich heute gut medikamentös behandeln. Vor allem wer über 50 ist, der ist häufig von Hämorriden betroffen, denn in diesem Alter hat jeder Zweite diese Beschwerden. Harmlos ist in der Regel auch ein Riss im After, der ebenfalls für Blutungen beim Stuhlgang sorgt.

    Mit den Jahren steigt die Gefahr

    Darmbeschwerden treten bei jungen Menschen eher selten auf, betroffen sind davon vielmehr ältere Menschen. Mit dem Lebensalter steigt leider auch die Gefahr, dass es zum Beispiel zu Ausstülpungen im Darm, einem sogenannten Divertikel kommt, und auch Geschwüre, die sowohl im Bereich des Dick- oder Dünndarms auftreten, sind mit zunehmendem Alter keine Seltenheit. Diese Geschwüre sorgen ebenfalls für Blut im Stuhl, bei älteren Menschen steigt jedoch die Gefahr, dass die Geschwüre bösartig sind.

    Selten im Dünndarm

    In den meisten Fällen treten Blutungen im Darmbereich im Dick- oder im Mastdarm auf, der Dünndarm ist eher selten betroffen. Kommt es zu Blut im Stuhl und es handelt sich um den Dickdarm, dann kann daran zum Beispiel eine Veränderung in den Blutgefäßen schuld sein. Bei Frauen kommt es häufig zu einer Endometriose, die ebenfalls für Darmblutungen sorgt und bei der der Dünndarm betroffen ist. Darmpolypen sind eine Ursache für Blut im Stuhl und auch eine Invagination, eine Einstülpung des Dünndarms, kann Blut im Stuhl verursachen und muss behandelt werden.

    Blut im Stuhl – Die Diagnosemöglichkeiten

    Um der Ursache für Blut im Stuhl auf den Grund gehen zu können, macht der Arzt eine Koloskopie, eine Darmspiegelung. Vor dieser Untersuchung haben die meisten Menschen Angst, aber diese Angst ist unbegründet, denn eine Darmspiegelung wird auf Wunsch auch unter einer leichten Vollnarkose durchgeführt. Dazu muss der Patient allerdings für mindestens zwei Tage stationär ins Krankenhaus, denn vor der Spiegelung muss der Darm gründlich entleert werden. Wenn die Narkose ausgeschlafen wurde, dann geht es am nächsten Tag schon wieder nach Hause.

    Vorsorge ist immer vernünftig

    Wer über 55 Jahre alt ist, der sollte die Möglichkeit nutzen und einmal im Jahr eine Vorsorgeuntersuchung des Darms machen lassen. Diese Untersuchung wird von den Krankenkassen bezahlt und sie ist wichtig, denn auf diese Weise kann Darmkrebs schon in einem frühen Stadium erkannt werden. Wird der Krebs rechtzeitig erkannt, dann bestehen gute Chancen auf eine vollständige Genesung. Aber auch eine gesunde, abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist eine gute Vorsorge gegen den Darmkrebs. Die Ernährung sollte ballaststoffreich sein, denn das macht dem Darm die tägliche Arbeit leichter. Wenn es trotzdem zu Blut im Stuhl kommt, dann kann es vielleicht sogar lebenswichtig sein, schnell einen Arzt aufzusuchen.

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  • Das Broken-Heart-Syndrom – wenn das Herz im Stress ist

    Das Broken-Heart-Syndrom – wenn das Herz im Stress ist

    Wie eng die Psyche und der Körper miteinander verbunden sind, das zeigt sich sehr deutlich besonders am sogenannten Broken-Heart-Syndrom. Vom Syndrom des gebrochenen Herzens wird immer wieder im Zusammenhang mit Liebeskummer gesprochen, aber das Broken-Heart-Syndrom tritt nicht nur dann auf, wenn eine Liebe unglücklich verläuft, es kann auch bei großem Stress, bei extremer Angst und auch bei Trauer zum Broken-Heart-Syndrom kommen. Nicht selten wird das Broken-Heart-Syndrom aber auch mit dem sehr viel gefährlichen Herzinfarkt verwechselt, da die Symptome ähnlich sind, und meist kann erst ein EKG Aufschluss genau darüber Auskunft geben, um was es sich handelt.

    Das EKG bringt Klarheit

    Die Symptome ähneln sich, denn wie bei einem Herzinfarkt, so fühlen auch diejenigen, die ein Broken-Heart-Syndrom erleiden, quälende Schmerzen in der Brust, sie haben starke Probleme mit der Atmung und bekommen Todesangst. Erst beim EKG kann der Arzt sehen, ob es ein Broken-Heart-Syndrom oder tatsächlich ein Herzinfarkt ist. Bei einem Broken-Heart-Syndrom schlägt das Herz in der Spitze mit verminderter Leistung und die Form der linken Herzkammer ist verändert, anders als das bei einem Infarkt der Fall ist. In der Regel sieht der Arzt diese Veränderungen schon beim EKG oder bei einer Ultraschalluntersuchung, wenn der Befund aber nicht eindeutig ist, dann kann eine letztendlich nur eine Herzkatheteruntersuchung Klarheit bringen.

    Broken-Heart-Syndrom – Eine Überflutung des Herzmuskels

    Ärzte sprechen beim Broken-Heart-Syndrom auch von Stress-Kardiomyopathie, denn Stress ist einer der Hauptgründe, warum es überhaupt zu diesem Syndrom kommt. Forscher vermuten, dass eine extreme psychische oder körperliche Belastung das Broken-Heart-Syndrom auslösen kann, wenn zum Beispiel das vegetative Nervensystem zu stark aktiviert wird. Das führt dann zu einer Überreizung der Herzwand, und das besonders in der Nähe der Herzspitze. Zudem werden massiv Stresshormone ins Blut abgegeben und das einströmende Kalzium in den Zellen sorgt schließlich für eine Verkrampfung des Herzmuskels, was dann zu heftigen Schmerzen und zu Luftnot führt. Kein anderes akutes Krankheitsbild zeigt in dieser Deutlichkeit, wie eng doch Körper und Seele miteinander verbunden sind.

    Ältere Frauen sind besonders gefährdet

    Das Broken-Heart-Syndrom trifft meist ältere Frauen, die die Menopause bereits hinter sich haben und die durch einen schweren Schicksalsschlag, wie zum Beispiel durch den Tod des Ehemanns, starken psychischen Belastungen und Stress ausgesetzt sind. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen junge Frauen nach einem heftigen Streit mit dem Partner mit dem Broken-Heart-Syndrom in die Notaufnahme eingeliefert wurden. Aber es gibt noch andere Gründe für eine Stress-Myokardiopathie, beispielsweise die Angst vor einen großen operativen Eingriff oder die Diagnose Krebs, sogar vor einem Besuch beim Zahnarzt kann es zum Broken-Heart-Syndrom kommen.

    Wie wird ein Broken-Heart-Syndrom behandelt?

    Bei ca. zwei Prozent der Patienten, die mit einem Verdacht auf Herzinfarkt in die Klinik kommen, handelt es sich nach einer genauen Untersuchung um das Broken-Heart-Syndrom. Die Dunkelziffer dürfte aber weitaus höher sein, weil das Syndrom nicht immer erkannt wird. Eine gründliche Untersuchung ist jedoch für die richtige Therapie entscheidend. Bei einem Herzinfarkt müssen die Ärzte ein Gerinnsel behandeln, das den Blutfluss blockiert, bei der Behandlung des Broken-Heart-Syndroms geht es aber darum, die Stresshormone zu bekämpfen, die außer Kontrolle geraten sind. In der Regel werden Betablocker gegeben, die das Herz beruhigen sollen, aber auch die Behandlung mit einem Beruhigungsmittel erzielt meist den gewünschten Erfolg. Die Betroffenen werden zudem einige Tage auf der Intensivstation überwacht, denn es besteht immer die Gefahr, dass die Patienten in einen Schockzustand rutschen, dass der Kreislauf zusammenbricht und dass es zu einem Multiorganversagen kommt.

    Das Broken-Heart-Syndrom verursacht anders als ein akuter Herzinfarkt, keine bleibenden Schäden bei den Patienten, in der Regel erholen sie sich sehr schnell wieder. Wenn das EKG unauffällig bleibt, dann besteht keine Gefahr mehr und die Patienten können nach Hause entlassen werden.

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  • Pflegende Angehörige gehen ein gesundheitliches Risiko ein

    Pflegende Angehörige gehen ein gesundheitliches Risiko ein

    Viele möchten ihre Eltern oder Großeltern nicht in ein Heim geben, wenn sie pflegebedürftig werden, andere können sich aus finanziellen Gründen kein Pflegeheim leisten und müssen ihre Angehörigen zu Hause pflegen. Wer sich für die häusliche Pflege entscheidet, der sollte sich über die Belastung im Klaren sein, denn eine neue Studie, die von der DAK in Auftrag gegeben wurde, zeigt, dass rund die Hälfte aller pflegenden Angehörigen unter psychischen Problemen leiden.

    Schlafstörungen und Depressionen

    Für die Studie der DAK wurden die Daten von 12.000 Mitgliedern ausgewertet, die zu Hause ein Familienmitglied pflegen. 20 % der pflegenden Angehörigen litt demnach unter massiven Schlaf- und Angststörungen, aber auch unter Depressionen. Fast alle, die zu Hause pflegen, müssen um 10 % häufiger wegen psychischer Probleme behandelt werden als diejenigen, deren Angehörige in einem Heim betreut werden, bei der Diagnose Depressionen sind es rund 8 % mehr. Es sind aber nicht nur mentale Probleme, die pflegende Angehörige belastet, auch körperlich kommen die meisten schnell an ihre Grenzen. Jeder Sechste, der einen Angehörigen pflegt, klagt über Rückenschmerzen und Muskelprobleme.

    Pflegende Angehörige einfach überfordert

    Laut der DAK Studie schätzt mehr als die Hälfte der pflegenden Angehörigen die persönliche Belastung als hoch oder sogar als sehr hoch ein. 50 % fühlen sich körperlich besonders belastet, 68 % empfinden die psychische Belastung als zu hoch und bei 71 % ist der zeitliche Aufwand eine große Belastung. Aber selbst wenn die Probleme mit der häuslichen Pflege groß sind, nutzen nur wenige das Angebot und nehmen externe Hilfe in Anspruch. So wissen zum Beispiel nur zwei von drei pflegenden Angehörigen, dass es das von der Pflegekasse bezahlte Angebot der sogenannten Verhinderungspflege gibt, und nur ein Fünftel der Betroffenen hat dieses Angebot bereits genutzt.

    Aus der Studie der DAK geht auch hervor, dass es zu 90 % Frauen sind, die Angehörige pflegen. Ein Drittel der pflegenden Frauen sind noch berufstätig, ein Fünftel hat sogar eine Vollzeitstellung.

    Pflegende Angehörige – Die Politik ist gefordert

    Seit Jahren fordert die Deutsche Stiftung Patientenschutz von der Bundesregierung, pflegende Angehörige besser und effektiver zu unterstützen. Eugen Brysch, der Vorstand der Stiftung möchte, dass alle, die ihre Eltern oder ihre Großeltern zu Hause pflegen, ähnlich wie Eltern behandelt werden und dass es ein Konzept wie das Elterngeld geben muss. Die momentanen gesetzlichen Angebote bei der Pflege sind nach Ansicht von Brysch nichts weiter als Symbolpolitik und Lippenbekenntnisse, denen keine Taten folgen. Brysch kritisiert aber auch, dass die Politik zwar Angebote macht, aber schon bei der Gesetzgebung davon ausgeht, dass sie kaum jemand in Anspruch nimmt. Das zuständige Bundesministerium schätzt, dass sich in einem Zeitraum von drei Jahren nur ein halbes Prozent aller 1,25 Millionen Menschen in Deutschland, die einen Angehörigen pflegen, sich vom Job freistellen lassen.

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  • Biorhythmus – jeder hat seine innere Uhr

    Biorhythmus – jeder hat seine innere Uhr

    Nicht nur die Natur hat ihren eigenen Rhythmus, auch Menschen folgen bestimmten Rhythmen und Zyklen. Da ist zum Beispiel der Tag-Nacht-Rhythmus, aber auch der Arbeits- und Ruherhythmus, der bei jedem Menschen individuell ist, jedoch immer einem bestimmten Schema folgt. Im Laufe der Evolution hat sich dieser Biorhythmus als lebenswichtig herausgestellt und auch heute noch brauchen Menschen eine innere Uhr, nach der sie leben können. Wissenschaftlich erforscht wird der Biorhythmus erst seit kurzer Zeit, aber schon jetzt liefert die Arbeit rund um die Chronobiologie wertvolle Hinweise, wie sehr wir Menschen von unserer inneren Uhr beeinflusst werden.

    Der Biorhythmus und die Energie

    Wie alle Lebewesen, so ist auch der Mensch vom Einfluss der Sonne abhängig. Der Wechsel zwischen Winter und Sommer bestimmt den Biorhythmus, und die lange Ruhezeit des Winters schraubt den Bedarf an Energie deutlich nach unten. Das sicherte den Menschen in früheren Zeiten das Überleben. Ähnlich wie viele Tiere, die in der kalten Jahreszeit einen Winterschlaf halten, reduziert auch der Mensch seine Energiereserven, wenn es kalt wird. Heute weiß man, dass jeder eine Art Taktgeber in sich hat, eine innere Uhr. Die reagiert zwar auf alle Einflüsse von außen, tickt aber von selbst weiter, wenn einer der wichtigsten Umwelteinflüsse, das natürliche Licht, praktisch ausgeschaltet wird. Gesteuert wird diese innere Uhr von einem bestimmten Prozess, der sich an der Ausschüttung des Hormons Melatonin orientiert.

    Was ist ein Biorhythmus?

    Die Körperfunktionen unterliegen ganz natürlichen Schwankungen, die wir als wiederkehrende Zyklen und Veränderungen im Organismus wahrnehmen. Diese Schwankungen und Veränderungen nennt man Biorhythmus. Ein wichtiger Biorhythmus ist der Schlaf- und Wachrhythmus, aber auch der sogenannte Aktivitätsrhythmus, der Rhythmus, in dem gegessen und getrunken wird, sowie der Rhythmus der Körpertemperatur bestimmen den Alltag. Bei den Frauen kommt noch der weibliche Rhythmus dazu, aber auch der Herzschlag und die Erneuerung der Blutkörperchen unterliegen bei jedem Menschen einem anderen Biorhythmus. Menschen leben nicht einfach nur nach einem Rhythmus, der 24 Stunden dauert, sie leben nach ihrer inneren Uhr, dem zirkadianischen Rhythmus, der bei einem in kurze und bei anderen in lange Zyklen eingeteilt ist.

    Wenn der Biorhythmus aus dem Takt kommt

    Die biologische Uhr ist für die Gesundheit von großer Bedeutung. Sie meldet dem Körper zum Beispiel, wann es Zeit ist aktiv zu werden und sie zeigt auch an, wann mal wieder eine Ruhepause eingelegt werden sollte. Die innere Uhr steuert zudem auch die Funktionen des Körpers, wie die Körpertemperatur, den Blutdruck, denn Hormonhaushalt und das Steuerzentrum des Körpers, das Gehirn.

    Was passiert aber, wenn diese innere Uhr aus dem Takt kommt und nicht mehr so rund läuft? Was Menschen vor 1000 Jahren noch gut in den Griff bekamen, ist in der heutigen Zeit zu einer echten Herausforderung geworden. Schichtarbeit bringt den Tag-Nacht-Rhythmus durcheinander, lange Abende in der Disco oder auch Langstreckenflüge mit Zeitumstellung bringen die innere Uhr aus ihrem gewohnten Rhythmus, selbst der Wechsel der Jahreszeiten kann dem Biorhythmus zu schaffen machen. In zahlreichen Studien wurde nachgewiesen, dass Menschen, die im Schichtdienst, also in einem ständigen Wechsel am Tag und in der Nacht arbeiten, für Krankheiten anfälliger sind als diejenigen, die einen normalen Tag-Nacht-Rhythmus haben. Schichtarbeiter leiden außerdem häufig unter Schlafstörungen und sie neigen mehr zu Depressionen.

    Den eigenen Biorhythmus finden

    Wie unterschiedlich der Biorhythmus sein kann, das zeigt sich schon am Schlafrhythmus. Die einen sind Lerchen, also echte Frühaufsteher, die anderen sind Eulen, die nachts erst richtig munter werden. Während der Frühaufsteher am Morgen und am Vormittag seine beste Zeit hat, ist der Nachtmensch ein ausgeprägter Morgenmuffel, der erst später zur Bestform aufläuft. Man sollte immer seiner inneren Uhr folgen, denn dann lebt man nicht nur gesünder, sondern auch deutlich entspannter.

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