Schlagwort: Antikörper

  • Die 29. SSW – das letzte Trimester beginnt

    Die 29. SSW – das letzte Trimester beginnt

    Die 29. SSW ist welcher Monat? Richtig, es ist der Beginn des achten Monats und mit der 29. SSW beginnt auch das dritte und damit letzte Trimester der Schwangerschaft. In der 29. SSW starten die meisten Müttern mit den konkreten Vorbereitungen für die Geburt und die organische Entwicklung des Babys ist fast abgeschlossen. Die Zeit, die das Baby jetzt noch im Mutterleib hat, nutzt es effektiv, um zu wachsen und an Gewicht zuzulegen.

    Was macht das Baby in der 29. SSW?

    In der 29. SSW liegt das Gewicht des Babys bei ungefähr 1.250 Gramm und es misst zwischen 39 und 40 cm. Rein äußerlich wird sich das Kind ab der 29. SSW nicht mehr groß verändern, aber es wird ab jetzt stetig weiter wachsen. Die Entwicklung der Organe ist in der 29. SSW weitgehend abgeschlossen, aber bis zum errechneten Geburtstermin werden sich die Funktionen der einzelnen Organe noch weiter differenzieren. Vor allem das Nervensystem und auch das Gehirn entwickelt sich in der 29. SSW besonders deutlich. Aber nicht nur das Gehirn wächst, auch das Skelett des Kopfes durchläuft in der 29. SSW eine sehr intensive Phase des Wachstums. Das Immunsystem wird weiter ausgebaut und durch die Plazenta sowie das mütterliche Blut gibt es einen ständigen Transfer mit Antikörpern.

    In der 29. SSW steigt die Gewichtszunahme, das Baby legt sich seinen berühmten Babyspeck zu und der Fötus nimmt immer mehr das Aussehen eines Babys an. Durch die stetig wachsende Fettschicht ist das Baby in der 29. SSW auch in der Lage, seinen Wärmehaushalt alleine zu regulieren. Wenn die Mutter Bilder in der 29. SSW auf dem Ultraschall sieht, dann kann sie zum ersten Mal das Kind erkennen, das sie nur wenige Wochen später in den Armen halten wird. Wird das Baby ein Junge, dann wandern in dieser Phase der Schwangerschaft die Hoden aus ihrer bisherigen Lage in der Nähe der Nieren durch die Leiste in den Hodensack. Wenn das Baby beim Ultraschall richtig liegt, dann kann der Arzt erkennen, ob es ein Mädchen wird. Die Klitoris ist schon deutlich zu sehen, denn die Schamlippen noch zu klein sind, um die Klitoris vollständig zu bedecken.

    Nicht selten haben Kinder in der 29. SSW schon einen dichten Haarschopf und auch die Wimpern sind schon zu sehen. Die Wimpern und auch die Kopfhaare, bleiben aber anders als die Körperbehaarung, die sogenannte Lanugo-Behaarung, bis zur Geburt erhalten. Wenn sich bei der Mutter in der 29. SSW ein harter Bauch zeigt, dann kann es sein, dass das Kind schon jetzt die Beckenendlage einnimmt und sie auch bis zur Geburt beibehält. Viele Babys lassen sich mit der Beckenendlage jedoch noch ein bisschen Zeit und turnen, so weit der immer enger werdende Raum es zulässt, noch ein wenig herum.

    Wenn sich das Baby bis zur 36. Schwangerschaftswoche nicht gedreht hat, dann müssen der Arzt oder die Hebamme eine äußere Wendung durchführen, um eine Quer- oder Steißlage zu verhindern. Diese beiden ungünstigen Positionen machen eine natürliche Geburt oftmals unmöglich und es muss ein Kaiserschnitt gemacht werden, damit das Baby gesund zur Welt kommen kann.

    Wie geht es der Mutter in der 29. SSW?

    Noch rund elf Wochen dauert es bis zur Geburt und die meisten Frauen wünschen sich in der 29. SSW ihr vertrautes Körpergefühl zurück. Zwar lassen in der 29. SSW die Beschwerden nach, wie zum Beispiel die morgendliche Übelkeit, aber mit dem Baby wachsen in der 29. SSW auch die Belastungen. Frauen, die zum ersten Mal ein Baby erwarten, bekommen nicht selten einen „Schwangerschaftsblues“, und auch wenn diese depressiven Stimmungen unangenehm sind, sie gehen in der Regel schnell wieder vorbei. Viele werdende Mütter haben in der 29. SSW großen Appetit, aber da der Druck nach unten auf den Uterus immer stärker wird, macht das Verdauungssystem schon mal Probleme. Es ist daher empfehlenswert, ab der 29. SSW nur kleine Portionen und viele Ballaststoffe zu essen, um Probleme mit dem Magen und dem Darm zu verhindern.

    Vitamine und Spurenelemente sind in der 29. Schwangerschaftswoche sehr wichtig, denn das Baby wächst jetzt sehr intensiv und braucht eine Menge Nährstoffe. Zwar darf die werdende Mutter ihrem Heißhunger auch mal nachgeben und Süßigkeiten und Fast Food essen, aber eine gesunde und ausgewogene Ernährung sollte immer im Vordergrund stehen. Bei der Ernährung sollte die Mutter vor allem auch auf ausreichend Eisen achten, damit die Sauerstoffversorgung des Babys gewährleistet ist. Der Arzt macht bei jeder Vorsorgeuntersuchung auch eine Blutuntersuchung und wenn Eisen fehlen sollte, dann muss die Mutter entsprechende Medikamente bekommen, die den Vorrat an Eisen wieder auffüllen.

    Um körperlich fit zu bleiben, sollte in der 29. SSW mit der Schwangerschaftsgymnastik begonnen werden und wer möchte, der kann sich auch zum Yoga für Schwangere anmelden. Zusätzlich können tägliche Dehnübungen dabei helfen, um optimal auf die Geburt vorbereitet zu sein. Die meisten Hebammen bieten auch Kurse an, in denen die Schwangeren die richtige Atemtechnik lernen können, die während der Geburt unerlässlich ist.

    Ist das Baby in der 29. SSW schon lebensfähig?

    Wenn in der 29. SSW das Baby auf die Welt drängt, dann ist es immer ein Frühchen, das entsprechend behandelt werden muss. Selbst wenn es in der 29. SSW zu einer Frühgeburt kommt, dann ist das kein so großes Drama, denn das Baby ist fast ausgewachsen, und kann mit der Hilfe der modernen Medizin durchaus überleben. Die Chancen, dass das Kind gesund überlebt, liegen zwischen 96 % und 98 %, das Einzige, was Probleme machen könnte, das sind die noch nicht voll ausgereiften Lungen des Kindes. Zwar ist das Immunsystem schon gut ausgebildet, trotzdem sind Babys, die in der 29. Schwangerschaftswoche zu Welt kommen, noch deutlicher anfälliger für Infekte als Babys, die zum errechneten Geburtstermin zur Welt kommen.

    Da das Baby aufgrund seiner Fettreserven seinen Wärmehaushalt schon selbstständig regulieren kann, muss es meist nur für kurze Zeit ins Wärmebettchen oder in den Brutkasten. Da Babys in der 29. SSW noch wenig Gewicht auf die Waage bringen, müssen sie manchmal durch eine Nasensonde ernährt werden, durch die eine spezielle Nährlösung fließt. Wenn das Baby kräftig genug ist, dann kann es aber auch gestillt werden.

    Bild: © Depositphotos.com / Angel_a

  • 35. SSW – Die 35. Schwangerschaftswoche

    35. SSW – Die 35. Schwangerschaftswoche

    Wenn der neunte Monat in seine zweite Hälfte geht, dann beginnt die 35. SSW und das heißt für Mutter und Kind, bald ist es so weit. Es ist die 35. SSW, die viele Frauen besonders belastet, die meisten sehnen sich danach, dass es endlich losgeht und das Kind geboren wird. In der 35. Schwangerschaftswoche beginnt auch der gesetzliche Mutterschutz und die meisten werdenden Mütter nutzen die verbleibende Zeit vor der Entbindung, um das zu Hause in ein behagliches Heim für den Nachwuchs zu verwandeln. Körperlich ist diese Phase der Schwangerschaft eher belastend, denn in der 35. SSW nimmt der Druck nach unten immer weiter zu und das macht vielen Schwangeren zu schaffen.

    Was macht das Baby in der 35. SSW?

    In der 35. SSW misst das Baby durchschnittlich 46 cm und ist im Schnitt 2.550 Gramm schwer. Bis zu seiner Geburt wird das Kind noch kräftig an Gewicht zulegen, denn die Gewichtszunahme in der 35. SSW ist sehr wichtig, da das Baby viele Energiereserven für die anstehende Geburt und die ersten Lebenstage dringend braucht. Die Bewegungen des Kindes werden in der 35. SSW immer koordinierter, allerdings fehlt jetzt langsam der Platz, um sich bewegen zu können. Die 35. SSW Kindsbewegungen werden von der Mutter daher nicht mehr so stark wahrgenommen, wie das in den vergangenen Monaten der Fall war.

    Die Sinneswahrnehmungen sind in der 35. SSW ausgeprägter und auch die Reflexe werden immer besser. So wendet sich das Kind einer Lichtquelle automatisch zu und dieser natürliche Reflex gilt als eine sehr wichtige Vorbereitung für das eigenständige Leben außerhalb des Mutterleibs. Zahlreiche Studien haben nachgewiesen, dass Babys in der 35. SSW intensiv träumen und dass bereits REM-Schlafphasen vorhanden sind, die sich mit den Träumen abwechseln.

    Die eigene Körpertemperatur kann das Kind in der 35. SSW immer besser regulieren und das kindliche Immunsystem funktioniert jetzt auch unabhängig vom Immunsystem der Mutter. Trotzdem ist das Immunsystem immer noch sehr sensibel und empfindlich. Um ausreichend Abwehrstoffe für die ersten Lebenswochen zu bekommen, ist das Kind nach wie vor von der Mutter abhängig, denn die eigentlichen Antikörper gegen ganz unterschiedliche Krankheitserreger werden erst in den ersten Lebensjahren ausgebildet.

    Wie arbeiten die kindlichen Organe in der 35. SSW?

    Die Organe des Babys sind in der 35. SSW schon vollständig entwickelt. Die Nieren und die Leber arbeiten und auch der Darm funktioniert bereits und lagert immer stärker das sogenannte Mekonium, das Kindspech ab. Dieses Kindspech ist eine zähe, dunkle Masse, die in der Hauptsache aus Hautzellen, aus Schleim, Haaren, Käseschmiere und auch aus eingedickter Gallenflüssigkeit besteht. Der erste richtige Stuhlgang wird aber erst 24 bis 48 Stunden nach der Geburt ausgeschieden. Da das Baby ständig vom Fruchtwasser trinkt, ist sein Magen immer gut gefüllt und die Verdauungsorgane werden auf diese Weise optimal trainiert.

    Die Mutter in der 35. SSW

    Da in der 35. SSW der Mutterschutz beginnt, hat die Mutter endlich genug Zeit, um ihre Kraftreserven zu bündeln und sich auf die Geburt zu konzentrieren. Da die Gebärmutter in den 35. SSW stark gegen den Rippenbogen drückt, haben viele werdende Mütter das unangenehme Gefühl, aus allen Nähten zu platzen. In dieser Phase der Schwangerschaft hat die Mutter bereits zwischen elf und 13 Kilogramm zugenommen, alleine die Gebärmutter bringt in der 35. SSW 1.500 Gramm auf die Waage. Aber auch das Gewicht des Kindes sorgt dafür, dass der Bauch immer schwerer wird.

    Herz und Kreislauf müssen in der 35. SSW wahre Schwerstarbeit leisten, denn das Blutvolumen hat mit 5,5 Litern sein Maximum erreicht, und ist damit um das anderthalbfache größer als noch zu Beginn der Schwangerschaft. Bei vielen Frauen macht sich der eigene Herzschlag in der 35. SSW immer mehr bemerkbar und sie spüren, dass ihr Kreislauf nicht mehr allzu stabil ist. Die stärkste Belastung geht aber vom Beckenboden aus und nicht selten stellt sich in der 35. SSW eine Blasenschwäche ein, jedes Niesen, Husten oder auch Lachen kann Folgen haben. Um solche peinlichen Situationen zu vermeiden, ist es ratsam, eine Slipeinlage oder eine dünne Binde zu tragen. Um das Becken zu stärken und gleichzeitig für die Geburt zu trainieren, ist eine gezielte Beckenbodengymnastik in der 35. SSW eine sinnvolle Sache.

    Ist eine Geburt in der 35. SSW eine Frühgeburt?

    Vor allem bei Frauen, die bereits ein Kind geboren haben, sind in der 35. SSW Senkwehen keine Seltenheit. Die meisten Frauen fürchten sich vor einer Geburt in der 35. SSW, aber wenn es zu einer Frühgeburt in der 35. SSW kommt, dann sind die Chancen für das Kind gut. Vorwehen müssen aber nicht zwingend auf eine Geburt in der 35. SSW hinweisen, denn die Gebärmutter fängt langsam aber sicher an, sich auf die Entbindung vorzubereiten. Möglich sind aber auch Senkwehen, die die Aufgabe haben, den Kopf des Kindes in das kleine Becken zu schieben. Beide Wehenformen, sowohl Vorwehen als auch Senkwehen werden von den meisten Schwangeren nicht als eine eigentliche Wehentätigkeit wahrgenommen, sie erinnert eher an die Beschwerden während der Menstruation.

    Stärker sind da schon die Leisten- und Rückenschmerzen in der 35. SSW, die von einem immer härter werdenden Bauch begleitet werden. Diese Schmerzen treten anders als echte Geburtswehen, in unregelmäßigen Abständen auf, sie werden aber immer schwächer und verschwinden dann ganz wieder.

    Wenn ein Kind in der 35. SSW geboren wird, dann ist das für die Ärzte keine Frühgeburt im eigentlichen Sinne, denn das Kind ist voll lebensfähig, die restlichen Wochen werden lediglich zum Sammeln von Energiereserven genutzt. Dazu kommt, dass sich eine Geburt in der 35. Schwangerschaftswoche nicht mehr aufhalten lässt, deshalb werden wehenhemmende Mittel auch nur in Ausnahmefällen gegeben. Wenn das Baby beim Gewicht und bei der Größe im Plan ist, dann steht einer Geburt nichts mehr im Weg und das Kind kann ohne Probleme zur Welt kommen.

    Kinder, die in der 35. SSW geboren werden und die weniger als 2.400 wiegen, müssen für einige Tage ins Wärmebettchen oder in den Brutkasten. Ist das Kind aber gesund und munter, dann wird es keine Probleme geben und die Eltern können ihren Sohn oder ihre Tochter nach einer Woche in der Klinik wie geplant mit nach Hause nehmen.

    Bild: © Depositphotos.com / monkeybusiness

  • 40. SSW – Die 40. Schwangerschaftswoche

    40. SSW – Die 40. Schwangerschaftswoche

    In der 40. SSW, also am Ende des 10. Schwangerschaftsmonats, können es die meisten Frauen kaum noch erwarten, dass ihr Kind endlich zur Welt kommt. Der errechnete Termin für die Geburt rückt immer näher, aber ob sich das Kind auch an diesen Termin hält, das kann niemand vorhersagen, denn nicht selten lassen sich die Babys Zeit. Aus medizinischer Sicht ist gegen ein bisschen Trödelei auch nichts einzuwenden, wenn es dem Kind dabei gut geht. In der 40. SSW werden Mutter und Kind aber besonders genau überwacht, damit nichts mehr schiefgehen kann. In der letzten Schwangerschaftswoche muss die Mutter alle zwei Tage zum Arzt, Ende der 40. SSW sogar jeden Tag.

    Wie sieht das Baby in der 40. SSW aus?

    Ein Baby in der 40. SSW misst im Durchschnitt vom Scheitel bis zur Sohle 51 cm und es wiegt rund 3.440 Gramm. Mit diesen Maßen hat das Kind seine endgültige Körperlänge und sein Gewicht erreicht, es ist vollständig ausgewachsen. Natürlich hat jedes Kind seinen ganz eigenen Rhythmus, wenn es ums Wachstum geht und der Arzt kann bei den letzten Untersuchungen vor der Geburt das Wachstum nur noch schätzen, da das Baby vom Ultraschall nicht mehr komplett erfasst werden kann. Die Größe und das Gewicht machen in der 40. SSW Druck nach unten, was für viele Frauen der erste Vorgeschmack auf die bevorstehenden Wehen ist.

    Das Baby hat in der 40. SSW nicht nur die optimale Größe und das richtige Gewicht erreicht, es ist auch mit allem ausgestattet, was es für die Geburt und die ersten Tage seines eigenen Lebens braucht. Die Fettreserven haben in den letzten Wochen um rund 15 % des Körpergewichts zugelegt und die Leber hat damit begonnen Stärke zu speichern, die nach der Geburt zu Glukose wird. Auch die Flüssigkeitsreserven werden in der 40. SSW noch einmal aufgefüllt. Mit dieser Ausstattung kommt das Kind ohne Probleme durch die ersten Tage seines Lebens.

    In der 40. SSW wird der Platz eng

    Die Kindsbewegungen 40. Schwangerschaftswoche sind nicht mehr so intensiv wie in den Monaten vorher, denn das Baby hat in der 40. SSW kaum noch Platz in der Gebärmutter und das schränkt die Bewegungsfreiheit des Kindes natürlich enorm ein. Es liegt jetzt zusammengekauert im Uterus, und diese sogenannte fötale Stellung mit angezogenen Knien, verschränkten Armen und einem runden Rücken wird das Baby auch nach der Geburt noch öfter einnehmen. Noch steht dem Kind in der 40. SSW neben den eigenen Nahrungsreserven auch das Kolostrum, die Vormilch zur Verfügung. Diese Milch ist besonders nahrhaft und sie enthält wichtige Antikörper, die unter anderem dafür sorgen, dass das Kindspech ausgeschieden werden kann. Die eigentliche Muttermilch schießt erst nach zwei bis vier Tagen nach der Entbindung ein.

    Was erlebt das Baby während der Geburt?

    Wenn sich in der 40. SSW Anzeichen der Geburt zeigen, dann geht es auch wirklich los und nicht nur für die Mutter, sondern auch für das Baby beginnen sehr anstrengende Stunden. Die natürliche Geburtseinleitung zeigt dem Baby, dass es Zeit wird, die angeborenen Reflexe zu aktivieren, die während der Geburt eine große Rolle spielen werden. Wenn es in der 40. SSW Geburtsanzeichen gibt, dann sind das bereits die Eröffnungswehen, wenn sich die Gebärmutter in immer kürzeren Abständen zusammenzieht. Für das Baby sind diese Kontraktionen eine Art Massage und es fängt an, sich von oben nach unten zu bewegen. In der Phase bewegt es den Kopf und stößt sich mit den Füßen von der Wand der Gebärmutter ab, um sich so in den Geburtskanal zu schieben.

    Damit der Kopf geboren werden kann, muss das Kind im Becken der Mutter eine Biegung passieren, die fast rechteckig ist, und wenn das geschehen ist, dann lässt der erste Schrei des kleinen Menschen nicht mehr lange auf sich warten. Es gibt aber auch Babys, die schreien schon, wenn sie zur Hälfte noch im Geburtskanal stecken, andere schreien gar nicht, sondern jammern leise, seufzen hörbar oder holen erst einmal tief Luft. Auch Babys, die sich nicht durch lautes Schreien bemerkbar machen, sind vollkommen gesund und den berühmten Klaps der Hebamme auf den Po des Babys, gibt es heute nicht mehr.

    Die 40. SSW – die Vorbereitungen der Mutter

    In der 40. SSW beginnt auch für die Mutter die heiße Phase. Optimal ist es, wenn sie in dieser Zeit eine perfekte Mischung aus Aktivitäten und Ruhezeiten findet, denn das ist die beste Vorbereitung für die anstehende Geburt. Leichte körperliche Arbeiten sind erlaubt und wer in der 40. SSW Wehen fördern will, der sollte lange Spaziergänge machen, denn das verstärkt den Druck der Gebärmutter und des Babys auf den Muttermund. Auf diese Weise kann die Geburt auf sanfte Art in Gang gebracht werden. Auch ein warmes Bad kann wehenfördernd sein und es sorgt zudem dafür, dass die werdende Mutter sich entspannen kann. Da das warme Wasser auch die Wehen lindern kann und die Elastizität des Geburtskanals erhöht, bieten viele Krankenhäuser und Geburtshäuser auch eine Entbindung im warmen Wasser an.

    In der 40. SSW überprüfen entweder Arzt oder aber die Hebamme alle zwei Tage die Menge des Fruchtwassers und hören die Herztöne des Kindes ab. Wenn in der 40. SSW keine Wehen zu spüren sind, dann ist das kein Grund zur Panik, denn Ärzte und Hebammen rechnen zehn Tage vor oder nach dem errechneten Geburtstermin als eine Art Kulanzzeit. In der 40. SSW kann das Baby kommen, ohne dass es Probleme gibt. Bei Frauen, die schon einmal geboren haben, wird das Baby wahrscheinlich etwas früher als errechnet kommen, bei Erstgebärenden kann es hingegen manchmal etwas länger dauern. Ein sicheres Zeichen, dass die Geburt kurz bevorsteht, ist in der 40. SSW Ausfluss, denn wenn dieser Ausfluss gelblich-weiß, zäh und klumpig ist, dann ist das der sogenannte Schleimpfropf, der sich löst und damit deutlich macht, das Baby will geboren werden.

    In der 40. SSW sollte die Tasche für die Klinik schon fertig gepackt sein, denn jetzt es kann jeden Moment losgehen. Für die Mutter und auch für das Kind gehen in der 40. SSW neun ereignisreiche Monate zu Ende und beide können es nicht mehr abwarten, sich endlich kennenzulernen.

    Bild: © Depositphotos.com / pedro2009

  • Je mehr Sex desto stärker das Immunsystem

    Je mehr Sex desto stärker das Immunsystem

    Das amerikanische Kinsey Institute an der University of Indiana stellte in einer Studie fest, dass ein aktives Sexualleben das Immunsystem stärken kann. Wie die Forscher herausfanden, löst sexuelle Aktivität körperliche Veränderungen aus. Die Möglichkeit schwanger zu werden erhöhe sich und ein aktives Sexualleben trage zu einem gesunden Immunsystem bei.

    Sex wirkt sich auf Immunsystem aus

    Nach Angaben der Studienautorin Tierney Lorenz sei der Körper des Menschen auf Fortpflanzung fixiert und bisher war nur wenig darüber bekannt, wie sich Sex auf den Gesundheitszustand auswirkt. Im Rahmen der Studie wurden 30 Frauen in zwei Gruppen aufgeteilt, wovon eine Gruppe sexuell aktiv war. Bei der ersten Gruppe handelt es sich um Frauen, die sich für ein abstintentes Leben entschieden hatten. Bei den Typ 2 T-Helferzellen wurden bei der sexuell aktiven Frauengruppe eine stärkere Veränderung festgestellt und dies betraf auch die Proteine der Zellen. Die T-Helferzellen sind hauptverantwortlich für die Immunabwehr des Körpers und zerstören Mikroben.

    Die Immunglobuine sind Antikörper, die im Mittelpunkt bei der Abwehr des Körpers gegen Eindringlinge von außen stehen. Gegen äußerliche Eindringlinge kämpft die Typ T1-Helferzellen, während Typ 2 dieser Zellen die Aufnahme von Eindringlingen unterstützt. Zu den gewünschten Eindringlingen zählt zum Beispiel Sperma und sich in Entwicklung befindliche Embryonen. Der Körper würde Sperma und Embryonen als Gefahr betrachten und eine Abstoßung veranlassen, wenn die Typ 2 T-Helferzellen nicht existieren würden. Eine Schwangerschaft wäre dann auf keinen Fall möglich.

    Bessere Vorbereitung auf Schwangerschaft

    Bei den sexuell aktiveren Frauen stellte die Studie eine bessere Vorbereitung des Körpers auf eine mögliche Schwangerschaft fest. Regelmäßiger Sex erhöht dem Studienergebnis zufolge die Chance schwanger zu werden. Bisher war die Forschung der Ansicht, dass Paare nur zu bestimmten Zeiten den Beischlaf vollziehen müssen, um die Möglichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen. Basierend auf den Ergebnissen der Studie wird Paaren nun dazu geraten regelmäßig Sex zu haben. In der so genannten Lutealphase, auch als Sekretionsphase bezeichnet, verzeichneten die Forscher in der Studie bei den sexuell aktiven Frauen eine höhere Zahl an Typ 2 T-Helferzellen. Die Sekretionsphase erfolgt kurz vor dem Eisprung und der Anstieg der Anzahl der Typ 2 T-Helferzellen führt dazu, dass der Körper sich besser auf eine Schwangerschaft vorbereiten kann. Die abstinent lebenden Frauen erlebten der Studie zufolge keine Veränderung in ihrer Immunabwehr.

    Wie die Studienautorin berichtet, würde sich das Immunsystem sich dem Sozialverhalten anpassen, weshalb es als ein proaktives System bezeichnet werden kann. Das Immunsystem würde auf externe Signale reagieren, wozu etwa das Sozialverhalten und Umwelteinflüsse zählen.

    Auf Basis der Ergebnisse der Studie kann ein aktives Sexualleben sich also positiv auf die Gesundheit und vor allem dem Immunsystem auswirken. Wer regelmäßig Sex hat, profitiert von positiven Effekten einer verstärkten Immunabwehr und Frauen erhöhen zugleich die Chance schwanger zu werden. Ein Leben ohne Sexualkontakt hingegen könnte langfristig schlechte Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Denn einige Studien haben ergeben, dass bei wenigen oder kein Sex sich das maximale Lebensalter verkürzen kann.

    Bild: © Depositphotos.com / AndreyPopov

  • Schwarzkümmelöl – gesund und immer noch geheimnisvoll

    Schwarzkümmelöl – gesund und immer noch geheimnisvoll

    Schwarzkümmel eilt der Ruf voraus, dass er alle Krankheiten besiegen kann, außer den Tod. Das scheint ein wenig übertrieben, aber selbst wenn es unwahrscheinlich klingt, Schwarzkümmelöl hat sehr viele sehr gute Eigenschaften. So soll Schwarzkümmelöl unter anderem gegen Geschwüre und gegen Diabetes, gegen Krebs und chronische Entzündungen sowie gegen Bakterien und Viren der unterschiedlichsten Art helfen. Der gute Ruf des Schwarzkümmels ist im Laufe der Zeit gewachsen, denn die kleinen schwarzen Körner, die dem Sesam sehr ähnlich sind, sind schon seit mehr als 2000 Jahren als Heilmittel populär.

    Ein guter Helfer seit langer Zeit

    Die wunderwirksamen Eigenschaften des Schwarzkümmels waren schon vor der neuen Zeitrechnung bekannt, aber nur in bestimmten Teilen dieser Welt. In Asien, in Afrika, in Nordamerika und auch im Vorderen Orient hat Schwarzkümmel schon immer einen guten Ruf gehabt, in der westlichen Welt ist der echte Schwarzkümmel, Nigella sativa, bis heute noch relativ unbekannt. Heute wenden sich immer mehr Menschen von Mitteln ab, die in den Labors der großen Pharmahersteller zusammen gemixt werden, sie vertrauen vielmehr der Heilkraft der Natur und damit auch dem Schwarzkümmel und dem Schwarzkümmelöl. Seit 1964 gibt es immer wieder Studien, die sich intensiv mit dem Thema Schwarzkümmelöl befassen und alle diese mittlerweile über hundert wissenschaftlichen Studien kommen zu dem Schluss, dass Schwarzkümmel sehr wirksam sein kann, wenn es um die Gesundheit geht.

    Welche Eigenschaften hat Schwarzkümmelöl?

    Die guten Eigenschaften, die dem Schwarzkümmel zugeschrieben werden, konnten in Studien nachgewiesen werden und diese Eigenschaften sind:

    • Entzündungshemmend
    • Antiviral
    • Antibakteriell
    • Blutdrucksenkend
    • Schmerzstillend
    • Entkrampfend
    • Antifungal
    • Antidiabetisch

    Darüber hinaus schützt Schwarzkümmelöl die Nieren und die Leber und es hilft bei Geschwüren. Schwarzkümmelöl wird bei der Langzeitbehandlung von Menschen eingesetzt, die vom Opium abhängig sind und es wird mit Erfolg gegen allergische Reaktionen eingesetzt, wie der Rhinitis, der Entzündung der Nasenschleimhaut. Schwarzkümmelöl lindert die schlimmsten Symptome bei Asthmaanfällen und kann den Blutdruck nicht nur senken, sondern auch dauerhaft regulieren. Nachgewiesen ist auch, dass Schwarzkümmel epileptischen Anfällen vorbeugen kann und auch bei Pilzbefall auf der Haut hat es sich auch bewährt.

    Hilft Schwarzkümmelöl auch gegen Krebs?

    Im Nahen Osten hat sich Schwarzkümmelöl im Laufe der Jahrhunderte einen guten Namen als natürliches Mittel gegen den Krebs gemacht. Moderne Untersuchungen haben jetzt den Beweis erbracht, dass bei Krebspatienten, die regelmäßig Schwarzkümmelöl eingenommen haben, das Wachstum der Tumore deutlich zurückgegangen ist. Besonders beim gefürchteten Darmkrebs kann Schwarzkümmelöl verhindern, dass sich die Krebszellen ausbreiten. Aber es gibt noch eine weitere Eigenschaft, die Schwarzkümmelöl als Mittel gegen Krebs so effektiv macht, denn das Öl aus dem echten Schwarzkümmel ist in der Lage, das Wachstum des Knochenmarks zu stimulieren. Bei anderen Krebsarten zerstört Schwarzkümmelöl die Tumorzellen und steigert dazu die Produktion der sogenannten B-Zellen, die für die Herstellung von Antikörpern zuständig sind.

    Wie kann Schwarzkümmelöl verwendet werden?

    Schwarzkümmel-Öl hat ein sehr würziges Aroma und einen angenehm leicht nussigen Geschmack. Schwarzkümmel wird aber nicht nur in Form von Öl, sondern auch gemahlen oder als ganzes Korn angeboten. In Salaten und auch vielen Fleischgerichten hat es einen verfeinernden Geschmack. Aber Schwarzkümmelöl kann auch mit Wasser verrührt und dann getrunken werden. Wer das Pulver verwenden möchte, der rührt den Schwarzkümmel ähnlich wie Chia-Samen an. Der Kümmel verwandelt sich dann in eine leicht klebrige Substanz, die ebenfalls getrunken werden kann. Alle, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden, die können Schwarzkümmel als Ersatz für Eier zum Backen verwenden. Krebspatienten, die auf natürliche Mittel setzen, sollten dreimal am Tag einen Teelöffel Schwarzkümmelöl nehmen. Wer den Geschmack nicht mag, der darf einen Teelöffel Honig dazu geben, was das Ganze angenehm süß macht.

    Qualitativ besonders hochwertig ist wie beim Olivenöl auch, ein kalt gepresstes Schwarzkümmelöl das aus biologischen Anbau stammt, denn dieses Öl ist besonders wertvoll und gesund. Schwarzkümmelöl können Sie bequem online kaufen, zum Beispiel bei www.natrea.de.

    Bild: © Depositphotos.com / geo-grafika

  • Masern – Hamburg startet Impfkampagne

    Masern – Hamburg startet Impfkampagne

    Eigentlich gehören die Masern zu den Kinderkrankheiten, aber auch Erwachsene können an Masern erkranken. Wenn das passiert, kann es gefährlich werden, denn 39 % derjenigen, die sich mit Masern infizieren, sind zwischen 20 und 59 Jahre alt. Um einen wirksamen Schutz aufbauen zu können, sollten schon Kinder gegen die Krankheit geimpft werden. Die Hansestadt Hamburg startet jetzt mit einer großangelegten Impfkampagne, denn die Masernfälle in Hamburg steigen drastisch an.

    Immer mehr Erkrankte

    Normalerweise gibt es in Hamburg rund 14 Masernfälle in einem Jahr, seit Beginn des Jahres 2015 sind es aber schon 86 und die Zahl steigt weiter. Jetzt hat sich der Hamburger Senat entschlossen, eine Impfkampagne zu starten, und wirbt in den U-Bahnen, in Bussen und überall in der Stadt mit Plakaten dafür, sich impfen zu lassen. Wer sich vor den Masern schützen will, kann beim Arzt aber auch in allen Krankenhäusern geimpft werden, zudem haben die Gesundheitsämter sogenannte Impfsprechstunden eingerichtet. Die zuständige Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) rät auch dazu, dass sich die Mitarbeiter von Firmen, Betrieben und Behörden impfen lassen. Zwar sind in Hamburg 94 % der Grundschüler geimpft, aber die steigenden Krankheitszahlen zeigen, dass es noch eine Lücke gibt.

    Masern schwächen das Immunsystem

    Masern sind hochansteckend und die Infektion erfolgt durch anhusten, durch niesen oder sprechen. Masern verlaufen in der Regel in zwei Phasen, einem ersten Stadium, bei der die Betroffenen grippeähnliche Symptome verspüren, in der zweiten Phase kommt es dann zum charakteristischen Hautausschlag. Bei Masern können nur die Symptome, aber nicht die Krankheit behandelt werden. In 10-20 % der Fälle treten Komplikationen wie eine Lungenentzündung, eine Mittelohrentzündung oder eine Bronchitis auf. Bei 0,1 % der Erkrankten werden die Masern lebensgefährlich, wenn zu den Masern eine Hirnhautentzündung kommt.

    Der beste Schutz

    Da Masern nicht mit Medikamenten bekämpft werden kann, ist eine Schutzimpfung das einzige wirksame Mittel, um einer Ansteckung zu entgehen. Kinder sind nach der Geburt bis zum neunten Lebensmonat durch die Antikörper der Mutter geschützt, sofern diese die Masern entweder schon hatte oder gegen die Krankheit geimpft wurde. Zwischen dem elften und dem 15. Lebensmonat erfolgt dann die erste Schutzimpfung. Ist das Kind zwischen 15 und 23 Monaten alt, dann sollte eine zweite Schutzimpfung erfolgen, die auch mit einer Impfung gegen Mumps und Röteln kombiniert werden kann. Alle, die als Kind nicht geimpft wurden, können das bis zum 18. Lebensjahr nachholen. Der Impfstoff gegen Masern besteht aus abgeschwächten Masernviren, und in 90 % ist die Impfung auch erfolgreich, denn nach vier bis sechs Wochen können Antikörper festgestellt werden.

    Bild: © Depositphotos.com / dnaumoid