Schlagwort: Apotheke

  • Wenn der beste Freund zubeißt / Warum Bisse von Haustieren immer von einem Arzt behandelt werden sollen

    Baierbrunn (ots) – Rund 50 000 Mal pro Jahr beißen Haustiere in Deutschland zu. Die dadurch entstehenden Bissverletzungen sind oft nicht harmlos. „Kleinere Bisse werden oft unterschätzt, da die punktförmigen Verletzungen deren Tiefe kaschieren“, sagt Dr. Christian Probst, Oberarzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sport am Klinikum Köln, in der „Apotheken Umschau“. Im vom Biss zerstörten Gewebe können sich die manchmal tief hinein geimpften Bakterien problemlos vermehren. Deshalb sollten Bisse immer von einem Arzt behandelt werden. Unter Umständen muss der Tetanusschutz erneuert und eine eventuelle Tollwut-Gefährdung geklärt werden. Schlimmer als Bisse von Hund oder Katze sind übrigens Menschenbisse, weil wir eine Keimflora im Mund haben, die tendenziell eher Entzündungen hervorruft.

    Dieser Text ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 8/2015 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3100393
  • Geht es nicht mehr klüger? / Jahrzehntelang stieg der IQ der Menschen – jetzt stagniert die Entwicklung

    Baierbrunn (ots) – Die Ergebnisse bei Intelligenztests haben sich in den vergangenen 100 Jahren um drei Prozent pro Dekade verbessert, doch nun stagnieren sie. Forscher der Universität in Wien werteten zwischen 1909 und 2013 erhobene Daten von rund vier Millionen Menschen aus 31 Ländern aus. Die als „Flynn-Effekt“ bekannte Leistungszunahme beim IQ-Test sei damit bewiesen, berichtet die „Apotheken Umschau“. Als Gründe werden bessere Ernährung, Hygiene und medizinische Versorgung sowie eine bessere schulische Ausbildung vermutet. Nur während des Zweiten Weltkriegs stagnierten die Testergebnisse – und in den vergangenen Jahren.

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    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3099477
  • Was wirkt gegen Sodbrennen?

    Was wirkt gegen Sodbrennen?

    Sodbrennen – das unangenehme und teilweise auch überaus schmerzhafte Brennen, das sich vom Magen aus seinen Weg die Speiseröhre hinaus bahnt – ist eine Beschwerde, unter der viele Menschen leiden. Wer gelegentlich Sodbrennen hat, sollte unbedingt versuchen, eine chronische Erkrankung zu vermeiden. Sodbrennen kann nämlich sehr schädlich für den Magen und die Speiseröhre sein. Verschiedene Hausmittel gegen Sodbrennen können dabei helfen, die Beschwerden einzugrenzen oder sogar gänzlich zu beseitigen

    Wie erkenne ich, dass ich Sodbrennen habe?

    Die oben gestellte Frage hat jeder, der von Sodbrennen geplagt wird, mindestens schon einmal gehört. Viele, die nicht betroffen sind, können sich nicht vorstellen, wie sich Sodbrennen anfühlt und sind deswegen verunsichert. Die Antwort „Du merkst es schon, wenn es soweit ist.“ ist für die wenigstens befriedigend.

    Die typischen Symptome von Sodbrennen sind vielseitiger, als manche denken. Sie reichen von einem unangenehmen und teils schmerzhaften Stechen in der Brust über Übelkeit bis hin zu spontanem Erbrechen. All diese Symptome von Sodbrennen sind das Resultat vom Aufsteigen der Magensäure in die Speiseröhre. Normalerweise wird dies verhindert, indem der Übergang von der Speiseröhre in den Magen nach der Nahrungsaufnahme verschlossen wird.

    Die Ursache für Sodbrennen ist ein Ungleichgewicht in der Produktion von Magensäure. Wer davon ausgeht, dass Sodbrennen ausschließlich eine Folge der Überproduktion der Säure ist, der irrt. Paradoxerweise leiden auch Menschen mit einer Unterproduktion der Magensäure an Sodbrennen. Auch Stress und eine ungesunde Ernährung führen häufig dazu, dass es zum Sodbrennen kommt.

    Vorsicht vor chronischem Sodbrennen

    Während gelegentliches Sodbrennen zwar unangenehm, aber nicht gefährlich ist, verhält es sich mit einer chronischen Erkrankung ganz anders. In diesem Fall kann die aufsteigende Magensäure dazu führen, dass die Speiseröhre des Betroffenen dauerhaft beschädigt wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sodbrennen immer behandelt und nie ignoriert wird. Ist das Sodbrennen erst einmal chronisch, wird es schwierig, die Beschwerden einzudämmen. In einem solchen Fall hilft meist nur noch eine medikamentöse Behandlung.

    Bewährte Hausmittel gegen Sodbrennen

    Während verschiedene Tabletten Pulver und Gele aus der Apotheke schnelle Hilfe versprechen, sind es oft einfache Hausmittel gegen Sodbrennen, die den besten Erfolg versprechen. Diese sind nicht nur günstig und meist schnell zur Hand, sondern schonen auch den Körper. Erfahren Sie hier, welche Hausmittel gegen Sodbrennen am besten wirken und was Sie immer im Haus haben sollten, falls Sie hin und wieder unter Sodbrennen leiden.

    #1 Weißbrot und andere stärkehaltige Lebensmittel

    Weißbrot (oder auch Toastbrot) ist ein Lebensmittel, das sehr viel Stärke enthält. Diese wiederum hilft dabei, überschüssige Magensäure buchstäblich aufzusaugen und somit zu verhindern, dass diese in die Speiseröhre steigt. Das gleiche Prinzip gilt für Lebensmittel wie Kartoffeln, Zwieback oder Bananen. Das Tolle: All diese Nahrungsmittel gehören auf unseren täglichen Speiseplan und sind deswegen in der Regel immer schnell zur Hand, falls das Sodbrennen eintritt.

    #2 Natron

    Natron ist den meisten sicher als Back-Zutat bekannt. Das weiße Pulver ist jedoch auch ein bewährtes Hausmittel gegen Sodbrennen und wird als solches oft eingenommen, wenn das schmerzhafte Stechen in der Brust einsetzt. Das Geheimnis: Natron ist in der Lage, die Magensäure zu neutralisieren. Zur Behandlung von Sodbrennen müssen Sie lediglich einen Teelöffel Back-Natron zu sich nehmen und mit ausreichend Wasser herunterspülen. Das erfordert am Anfang ein wenig Überwindung, da das Natron eine ähnliche Konsistenz wie Mehl hat. Dass Sie danach häufig aufstoßen oder auch mal herzhaft rülpsen müssen, ist vollkommen normal, da das Natron im Magen Kohlendioxid bildet. Aus diesem Grund sollten Sie nicht allzu oft zum Back-Natron greifen.

    #3 Aufrecht schlafen

    Sodbrennen tritt häufig in der Nacht ein. Das liegt daran, dass die Magensäure besser fließen kann, wenn sich der Körper in einer waagerechten Position befindet. Wenn auch Sie nachts von Sodbrennen geplagt werden, hilft es oft schon, den Oberkörper etwas zu erhöhen. Dann läuft die aufsteigende Säure zurück in den Magen.

    Zu guter Letzt sollen noch ein paar Lebensmittel und Faktoren genannt werden, die Sodbrennen zusätzlich begünstigen. Wenn Sie diese umgehen, haben Sie gute Chancen, die Beschwerden des Sodbrennens weitestgehend einzugrenzen oder gar dauerhaft zu beseitigen.

    Lebensmittel und andere Faktoren, die Sodbrennen begünstigen:

    • Frittierte Lebensmittel
    • Fleisch
    • Milch(produkte)
    • Säurehaltige Früchte
    • Fertigprodukte
    • Scharfe Gewürze
    • Kaffee
    • Alkohol
    • Nikotin
    • Stress
    • Ungesunde Lebensweise
    • Übergewicht

    Bild: © Depositphotos.com / piotr_marcinski

  • Borreliose Symptome und Auswirkung

    Borreliose Symptome und Auswirkung

    Im Frühling und Sommer gehen kleine, nicht ganz ungefährliche Blutsauger auf Beutezug.

    Meist versteckt in Hecken, hohen Gräsern, auch im Gebüsch warten sie gierig auf ihre Opfer, an welche sie sich wie Kletten heften und nicht eher ruhen, bis sie sich voll gesaugt, gar ihren Hunger nach unserem roten Lebenssaft befriedigt haben. Zecken! Sie sind die Überträger und zugleich Auslöser der gefürchteten Borreliose, welche neben der weniger häufig auftretenden Krankheit FSME (meist auf bestimmte Bundesländer begrenzt) zu schweren Folgeschäden führen kann. Ein dramatischer Fakt ist die Tatsache, dass Borreliose Symptome in Folge von Unachtsamkeit schier übergangen werden. Denn: hat sich die Zecke erst einmal voll gesaugt, fällt sie ab. Zurück bleibt nicht mehr als ein „Mückenstich“, welcher im Nachhinein nicht immer direkt mit einem Zeckenbiss in Verbindung gebracht werden kann. Deshalb empfiehlt sich nach jedem Waldspaziergang, nach jeder Pilzsuche oder generell nach Aktivitäten in freier Natur ein Körpercheck.

    Borreliose bewusst vorbeugen

    Dichte Kleidung, auch Zeckenschutzmittel (in der Apotheke oder Drogerie erhältlich) können den Menschen vor Zeckenbefall schützen – dennoch, ganz ausschließen können wir auch dann einen Zeckenangriff nicht. Zecken lieben es gerne warm und feucht. Deshalb befallen sie vorwiegend die menschlichen Weichteile (Bauch, Oberschenkel, Leistengegend etc.). Aber auch andere Körperstellen können durchaus betroffen sein. Erfahrungsgemäß fallen Zecken nicht von Bäumen herab, um sich auf dem menschlichen Haupt niederzulassen. Dieses Ammenmärchen macht gerne die Runde, wurde aber bereits von Experten widerlegt! Neben Kindern und Erwachsenen halten sich Zecken auch an das liebe Vieh. Somit ist es möglich, dass gerade Hunde Zecken mit nach Hause bringen, welche dann eventuell zum Menschen übersiedeln.

    Borreliose: Krankheit, Borreliose Symptome und Behandlung

    Der allgemeine Begriff Borreliose bezeichnet verschiedene Infektionskrankheiten, welche durch Bakterien (so genannte Borrelia) ausgelöst werden. Der Hauptüberträger ist und bleibt die heimische, infizierte Zecke. In diesem Zusammenhang tritt die bekannte Lyme-Borreliose in Erscheinung, welche durch Zeckenfall (Holzbock) auf Mensch und Säugetier übertragen werden kann. In seltenen Fällen sind auch Stechmücken und Bremsen Überträger dieser „heimtückischen“ Krankheit. Zeckensaison beginnt im März und endet im Oktober. In diesem genannten Zeitraum gilt es jede unbekannte Rötung genau zu beobachten und zu hinterfragen, denn wird ein Mensch durch einen infizierten Holzbock mit Borreliose angesteckt, ist eine schnelle Behandlung mit Antibiotika von Nöten.

    Borreliose Symptome

    Nach dem Biss einer Zecke rötet sich die Haut wie nach einem ganz normalen Mückenstich. Auch wirkt die betroffene Stelle erhaben. Anders als bei Insektenstichen juckt die „Wunde“ länger, auch die entstandene, leichte Schwellung bleibt mehrere Tage sichtbar bestehen.

    Bei einem nicht infektiösen Zeckenbiss klingen Rötung und Schwellung nach spätestens 14 Tagen vollkommen ab. Wurde ein Mensch allerdings von einer mit Borrelia infizierten Zecke gebissen, beginnt sich die Rötung auszubreiten. Um die Bissstelle entsteht ein roter, auffallender Kranz (Wanderröte). Die Schwellung insgesamt bleibt bestehen. Dieser rötliche Kreis ist ein typisches Borreliose-Symptom. Nun spätestens steht ein Arztbesuch an, denn weitere – nicht einfach von selbst verschwindende – gravierende Borreliose Symptome werden folgen. Die Lyme-Borreliose wird in drei Krankheitsphase unterteilt und verläuft in Intervallen. Unbehandelt kann die Lyme-Borreliose bis zum Nervensystem vordringen, wo sie – im schlimmsten Fall – schwere, chronische Schädigungen hervorruft. Und das wirklich Heimtückische dabei, haben die Schädlinge erst einmal die Blut-Gehirn-Schranke passiert, dann sind sie auch durch Antibiotika nicht mehr zu bekämpfen und bleiben uns ein Leben lang erhalten.

    Hierbei treten folgende, teils unspezifische Symptome auf:

    • Fieber
    • Nachtschweiß
    • Muskel- und Gelenkschmerzen
    • Abgeschlagenheit
    • Kopfschmerzen
    • Erkältungssymptome

    Borreliose-Ausbruch: Phase 1 bis 3

    Nach Phase 1 folgt meistens eine Ruheperiode. Doch die Ruhe trügt. Zwischen Phase  1 und 2 beginnen die Borrelia bereits den ganzen Organismus anzugreifen und das Immunsystem zu schwächen. Sensibilitätsstörungen, auch leichte Lähmungserscheinungen sind die Borreliose Symptome der fortschreitenden Phase 2. Blieb die bestehende Borreliose bis dahin unerkannt und unbehandelt geht sie über in die 3. Phase: Chronifizierung der Krankheit!

    Immerwiederkehrende Gelenkschmerzen, Verfärbungen der Haut, neurologische Defekte können nun nur noch mit entsprechenden Medikamenten nachträglich gelindert werden. Die Folgen einer nicht entdeckten Borreliose sind folgenschwer, daher ist ein Gang zum Arzt immer dann anzuraten, wenn:

    • sich Stich- oder Bissstellen (unbekannter Herkunft) am menschlichen Körper röten und nachhaltig ausbreiten
    • ein roter Kreis um die Stich- oder Bissstelle entsteht
    • Kopf-, Gliederschmerzen, Fieber, Lähmungserscheinungen auftreten

    Mit  Hilfe von Zeckenzangen (im Fachhandel erhältlich) ist das ordnungsgemäße, richtige Entfernen des gesichteten Holzbocks kein Problem. Wichtig ist, den ganzen Körper der Zecke zu entfernen. Ein stecken gebliebener Zeckenkopf kann neben Borreliose auch Entzündungen oder Vereiterungen hervorrufen.

    Wird Borreliose diagnostiziert, verschreibt der Arzt ein Antibiotikum. Bei vorgeschriebener Einnahme des Medikaments heilt die Borreliose vollständig (meist ohne Spätfolgen) ab und verliert ihren Schrecken. Deshalb: Immer schön auf Borreliose Symptome achten. Früherkennung zahlt sich aus!

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  • Blutdruckmessgeräte Test

    Blutdruckmessgeräte Test

    Wenn der Blutdruck steigt, dann erhöht sich auch das Erkrankungsrisiko. Speziell Herzinfarkte und Schlaganfälle treten bei hohem Blutdruck häufiger auf. Der ideale Wert liegt bei 120 zu 80 mmHg, geschrieben 120/80. Auch Werte von 130/85 oder 140/90 (leicht erhöht) fallen noch in den Normbereich. Doch die meisten Blutdruckpatienten liegen leider über diesen Werten, so dass auch Werte über 200 in der Systole (1. Wert) gemessen werden. Ursachen sind dabei vielfältig. Wichtig ist jedoch, diese zu finden und dann den Patienten mit Tabletten entsprechend einzustellen.

    Dafür wird der Blutdruck beim Arzt regelmäßig kontrolliert. Doch diese Messung stellt nur eine Augenblicksaufnahme dar. Ist der Patient aufgeregt, fällt der Wert dann auch noch höher aus als üblich. Eine regelmäßige Messung zu Hause ist daher zu empfehlen. Wer zu den Risikogruppen gehört, sollte seinen Blutdruck überprüfen und mitschreiben. So bekommt der Arzt einen genaueren Eindruck, in welchem Zusammenhang der Blutdruck ansteigt und kann den Patienten besser medikamentös einstellen oder andere Maßnahmen empfehlen.

    Sanitätshäuser und Apotheken, aber auch das Internet, bieten hierfür Blutdruckmessgeräte für zu Hause an. Doch ob die Oberarm- oder Handgelenk-Geräte genauere Ergebnisse liefern und zu welchem Gerät zu raten ist, erfährt der Patient durch Veröffentlichungen über getestete Blutdruckmessgeräte. Aktuelle Prüfungen finden sich in das „ETM Testmagazin“ das 16 Oberarm- und Handgelenk-Messgeräte miteinander verglichen hat. Jeweils die Geräte, welche das beste Preis-Leistungs-Verhältnis haben, liefern die exaktesten Messergebnisse. Öko-Test hat 11 Geräte überprüft. Sieben davon messen den Blutdruck am Handgelenk, vier am Oberarm. Neben dem Praxistest erfolgte hier noch die Testung im Labor, um bedenkliche oder umstrittene Inhaltsstoffe auszuschließen.

    Testergebnisse für Blutdruckmessgeräte

    Ob Oberarm- oder Handgelenk-Blutdruckmessgerät, spielt für die Genauigkeit eine untergeordnete Rolle. Viele Manschetten wiesen Weichmacher oder ungesunde Inhaltsstoffe auf. Ein Gerät fiel aufgrund von zu vielen Fehlmessungen direkt durch. Mehr als die Hälfte der Messgeräte wurde bei Öko-Test als „gut“ eingeschätzt. Werte-Abweichungen von durchschnittlich 4 und 7 mmHg wurden beobachtet. Die ideale Abweichung von weniger als 3 mmHg erreichte kein Gerät.

    Von der Handhabung her erreichten sämtliche Geräte hingegen „gut“ bis „sehr gut“. Ein wichtiges Kriterium für die Bewertung war die Vollständigkeit von Gebrauchsanleitungen und Positionierungshilfen. Auch der Messvorgang selbst, Ablese- und Speicherfunktionen wurden eingeschätzt. Eine richtige Interpretation der Blutdruckwerte in der Gebrauchsinformation wurde berücksichtigt. Über folgenden Sachverhalt musste unbedingt informiert werden: Messung immer unter gleichen Bedingungen, also in Ruhe, im Sitzen, ohne Armbewegung und Nebengeräusche, wie zum Beispiel Gespräche). Außerdem darf die Manschette nicht über der Kleidung angelegt werden. Rauchen oder Kaffee trinken vor dem Messen kann das Ergebnis verfälschen. Weiterhin suchten die Tester nach den allgemeinen Hinweisen, wie Beeinflussung des Blutdrucks durch Essen, Trinken, Alkohol, Bewegung, Tagesverlauf. Bemängelt wurde, dass die Gebrauchsanweisungen nicht immer vollständig waren.

    Bei der Positionierungshilfe kam es auf korrekte Markierungen an, die beim Medisana-Gerät fehlten. Auch die Markierung der Arterie, um die Manschette richtig anzulegen, vermissten die Tester. Beim Speicherplatz wurden zwei tägliche Messungen berücksichtigt über einen Zeitraum von einem Monat. Das bedeutet, dass wenigstens 60 Speicherplätze nötig sind. Vier Geräte fielen hier durch. Bei den schädlichen Inhaltsstoffen fielen zwei Geräte wegen phosphororganischer Verbindungen (Flammschutzmittel) und drei wegen antimikrobiell wirkender Phenole durch. Etliche Manschetten wiesen bedenkliche Weichmacher (Phthalate-Gruppe) auf.

    Im Ergebnis sagten die Tester den Oberarm-Messgeräten die genaueren Ergebnisse nach. Bei Handgelenk-Messgeräten spielen häufig Fehler beim Anlegen eine Rolle. So muss sich das Gerät während des Messvorgangs auf Herzhöhe befinden.

    Übersicht über die Testfaktoren und zu wie viel Prozent sie in die Wertung einflossen:

    • Handhabung: Bedienung – 15 %
    • Display: Lesbarkeit, Übersichtlichkeit, eindeutige Anzeige – 10 %
    • Manschette: Komfort, Anlegen, Umfang – 10 %
    • Funktion: Exaktheit der Messergebnisse – 60 %
    • Dokumentation: Bilder, nützliche Informationen, Verständlichkeit – 5 %

    Achtung: Die Messergebnisse können an verschiedenen Armen unterschiedlich ausfallen. Daher immer den Arm für die Messung nehmen, der höhere Messwerte zeigt.

    Fazit:

    An der Zuverlässigkeit der Ergebnisse gab es wenig auszusetzen, weshalb die Geräte durchweg mindestens mit „Gut“ bewertet wurden. Unterschiede lagen mehr in den Zusatzfunktionen. Eine Ergebnisauswertung mittels App oder am PC brachte zusätzlich Punkte. Beim „ETM-Testmagazin“ überzeugten:

    Oberarm-Blutdruckmessgeräte:

    Testsieger: Beurer BM 85 – Gesamtbewertung 93,3 %, sehr gut
    für hohe Messgenauigkeit, Datenübertragung mittels Bluetooth oder USB, einfache Handhabung, gute Manschetten-Kennzeichnung, WHO-Indikator für genaue Ergebnis-Einordnung

    Preis-Leistungs-Sieger: Sanitas SBM 21 – Gesamtbewertung 90,8 %, gut
    für genaue Messergebnisse, Arrhythmie-Anzeige, WHO-Indikator, Speicherplätze für vier Personen, aber nachteilig war das langsame Luftablassen (teilweise unangenehm)

    Handgelenk-Blutdruckmessgeräte:

    Testsieger: Panasonic EW-BW10 mit Gesamtbewertung 93,4 %, sehr gut
    für genaue Ergebnisse, Arrhythmie-Anzeige, Bewegungssensor, guter Tragekomfort und gute Ablesbarkeit, nachteilig ist, dass nur ein Nutzer gespeichert werden kann

    Preis-Leistungs-Sieger: Sanitas SBC21, Gesamtbewertung 89,8 %, gut
    für ein einfaches Gerät, dass recht genaue Ergebnisse liefert, Arrhytmie-Anzeige, WHO-Indikator, nachteilig sind die nicht eindeutig gekennzeichneten Bedienelemente

    Bild: © Depositphotos.com / petrkurgan

  • Hexenschuss: Woher die Schmerzen und was dagegen hilft

    Hexenschuss: Woher die Schmerzen und was dagegen hilft

    Was vom Arzt in der Regel als Lumbago oder Lumbalgie bezeichnet wird, ist im Volksmund viel eher als Hexenschuss bekannt – und gefürchtet. Die Symptome sind schnell erklärt: Plötzlich auftretende, starke Schmerzen im Rücken, verbunden mit einer Verspannung der Muskulatur, die dazu führt, dass eine aufrechte Position des Körpers nicht mehr möglich ist. Das Resultat ist ein gebeugter Rücken, der an das Erscheinungsbild einer Hexe erinnert.

    Damit wäre zwar die Herkunft des Namens, jedoch nicht die Herkunft der Schmerzen geklärt. Diese kommen beim Hexenschuss so plötzlich und unverhofft, dass Betroffene keine Chance haben, dem entgegenzuwirken. Die gute Nachricht: Oft gehen die Schmerzen genauso schnell, wie sie gekommen sind.

    Viele verschiedene Ursachen für einen Hexenschuss

    Die meisten Menschen gehen davon aus, dass ein Hexenschuss dadurch hervorgerufen wird, dass ein Nerv (in diesem Zusammenhang wird besonders gern der Ischias-Nerv genannt), eingeklemmt ist. Diese Information stimmt teilweise. Es ist richtig, dass ein Einklemmen von Nerven der Grund für einen Hexenschuss sein kann. Darüber hinaus gibt es jedoch noch viele weitere Faktoren, die die plötzlichen und starken Schmerzen hervorrufen können. Hierzu gehören unter anderem:

    • Blockierung eines Wirbel- oder Kreuz-Darmbein-Gelenks
    • Bandscheibenvorfall
    • Verschleiß von Wirbelgelenken

    Da der Rücken- und insbesondere der Lendenbereich von unzähligen (schmerzempfindlichen) Nerven durchzogen wird, reichen schon kleine Auslöser aus, um einen stattlichen Hexenschuss herbeizuführen.

    Dass nur ältere Menschen Opfer der starken Schmerz-Attacke werden, ist übrigens ein Irrglaube. Tatsächlich kann jeder Mensch mit Ausnahme von Kindern, einen Hexenschuss bekommen.

    Hexenschuss – Was tun wenn die Hexe schießt?

    Da der Hexenschuss, wie bereits beschrieben, in der Regel sehr plötzlich auftritt, ist es fast unmöglich, sofort zu handeln. Trotzdem gibt es einige Tipps und Tricks, die dabei helfen, die Schmerzen zu minimieren und den Körper zu entspannen. In jedem Fall sollten Sie nach einem Hexenschuss einen Arzt aufsuchen und sich untersuchen lassen. Unter Umständen können Sie dann auch krankgeschrieben werden.

    Wer zu Hause von einem Hexenschuss überrascht wird, sollte folgende Hinweise beachten, um die Schmerzen möglichst gering zu halten.

    • Legen Sie sich vorsichtig auf den Rücken und heben Sie Ihre Beine an, bis sie rechtwinklig in der Luft stehen. Verwenden Sie unter Umständen ein großes Kissen oder einen Sessel beziehungsweise Stuhl als Hilfsmittel.
    • Wenn Sie nicht auf dem Rücken liegen können, drehen Sie sich auf die Seite und nehmen Sie die Embryonal-Stellung ein. Dazu müssen Sie versuchen, die Beine möglichst nahe an den Körper zu ziehen.
    • Wärme oder Kälte hilft gegen Schmerzen. Wenn Sie zum ersten Mal einen Hexenschuss haben, sollten Sie zunächst ausprobieren, was Ihnen mehr hilft.
      • Zur Wärmebehandlung eignen sich Wärmflaschen, Körnerkissen, Wärmepflaster aus der Apotheke und eine warme Fango-Packung
      • Zur Kältebehandlung eignen sich spezielle Gel-Akkus. Diese sind in jeder Apotheke erhältlich. Wenn Sie solche Akkus nicht haben, hilft auch eine Packung Tiefkühl-Erbsen.
    • Halten die Schmerzen an, können Sie diverse Schmerzmittel einsetzen, um sie einzudämmen. Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten:
      • Konventionelle Schmerzmittel aus der Apotheke
      • Natur-Heilmittel wie Arnika, Teufelskralle oder Ingwer
    • Versuchen Sie nach einer Weile vorsichtig aufzustehen. Wenn Sie wieder fest und aufrecht stehen können, sollten Sie eine lange Dusche oder ein heißes Bad nehmen. Das entspannt Muskulatur und Nerven.

    Wichtig ist, dass Sie sich im Falle eines Hexenschusses nicht überanstrengen. Rufen Sie nach Hilfe und lassen Sie sich Wärmekissen, Schmerzmittel und Co. von jemandem bringen. Wenn Sie allein sind, ist es ratsam, zunächst einmal in der Rücken- oder Seitenlage zu verharren, bis sich die Schmerzen weitestgehend gelegt haben.

    Ein Hexenschuss ist eine wahrhaft unangenehme Angelegenheit, auf die jeder gern verzichten würde. Die richtigen Verhaltensweisen helfen jedoch bei der schnellen Linderung der Schmerzen. Und noch gute Nachricht zum Schluss: Ein Hexenschuss hat keine bleibenden Auswirkungen auf unsere Gesundheit.

    Bild: © Depositphotos.com / Kzenon