Schlagwort: Arbeit

  • Glutenunverträglichkeit – was ist das?

    Glutenunverträglichkeit – was ist das?

    Immer mehr Menschen, so scheint es, vertragen keine Gluten. Aber was sind überhaupt Gluten und warum reagieren so viele darauf allergisch? Vereinfacht ausgedrückt sind Gluten eine Art Kleber aus Eiweiß, der in sehr vielen Lebensmitteln enthalten ist, die wir jeden Tag essen. Wer unter einer Glutenunverträglichkeit leidet, der wird in seinen alltäglichen Essgewohnheiten stark eingeschränkt, denn wer keine Gluten verträgt, der muss auf Brot ebenso verzichten wie auch auf Kuchen und auf viele andere Dinge, in denen bestimmte Getreidesorten enthalten sind. Aber es gibt Alternativen, die es ein wenig einfacher machen, ohne Gluten leben zu können.

    Was genau sind Gluten?

    Damit sich Getreide überhaupt zum Backen eignet, braucht es Gluten, denn Gluten haben die Fähigkeit dem Teig die richtige Konsistenz zu verleihen, in dem sie den Teig klebrig machen. Gluten sind in Weizen ebenso enthalten wie auch im Roggen, in der Gerste, im Grünkern und auch im Hafer. Auch alte Getreidesorten wie Emmer und Einkorn, die heute wieder angebaut werden, enthalten Gluten und sind damit keine Alternative für alle, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden.

    Die Speisekarte ist für alle die keine Gluten vertragen können, sehr eingeschränkt, denn Gluten finden sich in Nudeln, Brot, allen Arten von Kuchen, in Pommes frites, in Pizza, in Keksen und Plätzchen, in Bier, aber auch in Chips, Ketchup, Paniermehl und in Gewürzmischungen. Suppen und die meisten Fertiggerichte enthalten Gluten, ebenso wie Soße und einige Milchprodukte wie Joghurt und Frischkäse. Da Gluten ein guter Träger für zahlreiche Aromastoffe sind, werden sie besonders gerne in Fertigprodukten verwendet. Wenn ein Fertiggericht oder ein Lebensmittel Weizenstärke enthält, dann kann man davon ausgehen, dass es auch Gluten enthält, in diesem Fall muss es aber auf der Packung gekennzeichnet sein.

    Welche Lebensmittel enthalten keine Gluten?

    Wer sich die lange Liste der Lebensmittel anschaut, in denen Gluten enthalten sind, der wird sich vielleicht fragen, was keine Gluten enthält und was diejenigen, die eine Glutenintoleranz haben, noch essen dürfen. In Hirse und Mais sind keine Gluten enthalten und auch Wildreis und Reis kann jeder ohne Bedenken essen, der eine Glutenunverträglichkeit hat. Auch die sogenannten Pseudogetreidearten wie Buchweizen, Amarant und Quinoa sind frei von Gluten, ebenso wie Tofu, Mozzarella und Sojamilch, auch reine Fruchtsäfte und Sekt enthalten keine Gluten.

    Wer keine Gluten vertragen kann, der darf Obst und Gemüse essen und auch Kartoffeln und Milch sind im unverarbeiteten Zustand ebenso verträglich wie natürliches Joghurt, Naturkäse, Buttermilch, Fisch, Fleisch, alle Hülsenfrüchte, Reisnudeln, Honig und Johannisbrotmehl oder Mehl aus Traubenkernen.

    Wie macht sich die Glutenunverträglichkeit bemerkbar?

    Die Deutsche Zöliakie Gesellschaft schätzt, dass in Deutschland jeder 250. Bürger keine Gluten verträgt, aber nur etwa 10 % bis 20 % zeigen auch die typischen Symptome. Dazu gehören unter anderem Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung und ein allgemeines Unwohlsein. Viele, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden, verlieren rapide an Gewicht, sie fühlen sich abgeschlagen und haben nicht selten einen Mangel an Eisen. Auch eine starke Migräne kann darauf hindeuten, dass es sich um eine Intoleranz gegenüber Gluten handelt.

    Seit 2005 müssen die Lebensmittel die Gluten enthalten, entsprechend gekennzeichnet sein. Das macht es den Betroffenen einfacher, für sich die passenden Lebensmittel zu finden. Wer wissen will, ob sich Gluten in einem bestimmen Lebensmittel befinden, der sollte sich die Inhaltsliste ansehen und auf eine Ähre achten, die durchgestrichen ist, denn das ist das Symbol für Lebensmittel, die keine Gluten enthalten. Allerdings ist man damit nicht immer auf der sicheren Seite, denn laut Gesetz darf sich ein Lebensmittel immer dann als glutenfrei bezeichnen, wenn weniger als 20 Milligramm Gluten pro Kilogramm Gesamtgewicht enthalten sind. Der Zusatz „Kann Gluten enthalten“, weist auf den Verpackungen darauf hin. Der Zusatz „sehr geringer Glutengehalt“ zeigt, dass nur maximal 100 Milligramm pro Kilogramm enthalten sind.

    Bild: © Depositphotos.com / triocean2011

  • Alkohol – die unterschätzte Sucht

    Alkohol – die unterschätzte Sucht

    Ein Gläschen in Ehren kann bekanntlich niemand verwehren, aber es bleibt meist nicht bei diesem einen Gläschen. Alkohol hat sich im Laufe der Jahre mehr und mehr zu einer gefährlichen Sucht entwickelt und da es Alkohol überall und in unendlich vielen Varianten zu kaufen gibt, kann man davon ausgehen, dass die Zahl der Suchtkranken noch weiter steigen wird. Der Schritt vom gelegentlichen Glas auf der Party bei Freunden bis zum regelmäßigen Glas am Abend ist nur klein und jeder kann in die Gefahr geraten, zum Alkoholiker zu werden. Wer regelmäßig trinkt, der weiß wahrscheinlich nicht, was in seinem Körper alles passiert und welchen Schaden der Alkoholgenuss auf Dauer anrichten kann.

    Ein Rausch mit Folgen

    Wie berauschend Alkohol sein kann, das weiß jeder, der schon mal ein Glas zu viel getrunken hat. Während im Körper immer der gleiche Prozess stattfindet, wirkt sich der Alkohol auf die Psyche bei jedem Menschen anders aus. Die einen werden still, die anderen redselig, wieder andere werden euphorisch oder traurig und auch Aggressivität ist keine Seltenheit, wenn es um zu viel Alkohol geht.

    Wer Alkohol in einem vernünftigen Maß genießt, hat weder seelisch noch körperlich viel zu befürchten, aber wer ständig Wein, Bier oder Hochprozentiges zu sich nimmt, der sollte sich über die schädliche Wirkung Gedanken machen.

    Schnelle Wirkung durch Alkohol

    Wie beim Rauchen, so beginnen die negativen Folgen auch beim Alkohol bereits im Mund. Der Alkohol greift zuerst die empfindlichen Schleimhäute in der Mundhöhle und im Rachen an. Dann führt der Weg durch den Kehlkopf und die Speiseröhre bis in den Magen, wo der Alkohol wieder Schäden hinterlässt. Besonders der Schließmuskel am Übergang vom Magen zum Darm leidet unter dem Alkohol, der jetzt wie ein Zellgift wirkt. Der Muskel wird bei regelmäßigem Alkoholgenuss geschwächt und es kann zu Sodbrennen kommen, was auf Dauer die Speiseröhre verätzt. Sodbrennen ist nicht nur unangenehm und schmerzhaft, es erhöht auch die Gefahr, dass Krebs entstehen kann.

    Leiden muss auch die Magenschleimhaut, denn der Alkohol setzt dem Gewebe zu und das kann zu einer schmerzhaften Entzündung der Magenwände, zu Geschwüren und in der Folge auch zu Krebs kommen. Schädlich wirkt sich der Alkohol aber auch auf das Herz- und Kreislaufsystem aus. Auch wenn geringe Mengen einen durchaus positiven Effekt haben, wird zu viel Alkohol getrunken, dann steigt das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Schon 15 bis 20 Gramm Alkohol täglich reichen aus, um das Herz zu schädigen und auch Herz-Rhythmus-Störungen sind bei Menschen, die regelmäßig viel Alkohol trinken, keine Seltenheit.

    Zu viel Alkohol und die Leber leidet

    Der gesamte Organismus leidet unter übermäßigem Alkoholgenuss, aber ein Organ muss ganz besonders hart arbeiten und das ist die Leber. Wird zu viel Alkohol getrunken, dann versucht die Leber mit ganzer Kraft, die schädliche Wirkung abzumildern und muss dabei wahre Schwerstarbeit leisten. Die Leber ist dafür zuständig, alle Gifte zu filtern, die dem Körper zugeführt werden. Da sie ständig zu tun hat, um zum Beispiel das Fett zu verarbeiten, kann man sich ausrechnen, dass die Leber sehr schnell überfordert ist. Sie muss sich nur noch mit dem Alkohol beschäftigen und hat keine Kapazitäten mehr, um das Fett zu verarbeiten. In der Folge entsteht dann eine sogenannte Fettleber und das führt dann zu einer Störung des Fettstoffwechsels, was wiederum die Cholesterinwerte in die Höhe treibt. Im schlimmsten Fall führt zu viel Alkohol dazu, dass sich eine Leberzirrhose bildet, und schließlich gibt die Leber ihren Dienst auf und das führt zum Tod. Selbst dann, wenn kein Alkohol mehr getrunken wird, bildet sich an der Leber ein Narbengewebe und sie wird sich nie wieder komplett erholen können.

    Jeder der gerne Alkohol trinkt, sollte sich stets vor Augen führen, welche Folgen Alkohol haben kann.

    Bild: © Depositphotos.com / artem_furman

  • Borreliose – kleiner Biss, gefährliche Wirkung

    Borreliose – kleiner Biss, gefährliche Wirkung

    Wenn der Sommer kommt, dann steigt auch wieder die Gefahr, an Borreliose zu erkranken, denn Sommerzeit ist Zeckenzeit. Ein Biss der kleinen Insekten kann ausreichen, um eine Borreliose auszulösen, eine Krankheit, mit der nicht zu spaßen ist. Borreliose wird durch Bakterien ausgelöst, die sogenannten Borrelien, und wer von einer Zecke gebissen wird, der verspürt für lange Zeit keine Symptome. Da die Borreliose oftmals sehr spät erkannt und behandelt wird, kann sie für den Betroffenen sehr gefährlich werden.

    Nicht immer gefährlich

    Eine Infektion mit Borrelien ist nicht zwangsläufig auch gefährlich, denn die meisten Zeckenbisse bleiben ohne Folgen. Wichtig ist aber, dass die Zecke in einem Zeitraum von 24 Stunden aus der Haut entfernt wird, z.B. mit einer Zeckenzange, denn wenn das der Fall ist, dann reicht die Menge der Bakterien nicht aus, um eine Borreliose auszulösen. Es ist nur ein geringer Prozentsatz, der tatsächlich nach dem Biss einer Zecke auch an Borreliose erkrankt. 70 % bis 90 % der Infektionen mit Borreliose bleiben ohne Folgen und wirken sich nicht negativ auf die Gesundheit aus, so die Ansicht von Experten, dennoch ist es immer eine gute Idee, nach einem Zeckenbiss einen Arzt aufzusuchen.

    Wer ist gefährdet?

    Grundsätzlich kann eine Borreliose jeden Menschen treffen, der sich in den Sommermonaten gerne in der freien Natur aufhält, denn wenn die Luft warm und schwül ist, dann lauern Zecken gerne im Unterholz, in Sträuchern und auch im hohen Gras. Kleine Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter sind gefährdet, wenn es um eine Infektion mit Borrelien geht, aber auch ältere Menschen zwischen dem 60. und dem 70. Lebensjahr sollten nach einem Spaziergang den Körper nach möglichen Zecken absuchen. Bei dieser Altersgruppe ist das Immunsystem auch nicht so stabil, dass es sich effektiv gegen die Bakterien zur Wehr setzen kann.

    Alle, die ein gut funktionierendes Immunsystem haben, müssen sich keine allzu großen Gedanken machen, denn wenn ein Immunsystem gut arbeitet, dann haben die Erreger, die eine Borreliose auslösen können, keine Chance.

    Können auch Haustiere eine Borreliose auslösen?

    Das Robert-Koch-Institut hat herausgefunden, dass auch Haustiere wie Hunde und Katzen eine Borreliose beim Menschen auslösen können. Eine Übertragung durch Katzen ist dabei noch wahrscheinlicher als eine Übertragung durch Hunde. Das ist allem Katzen der Fall, die den ganzen Tag unterwegs sind, denn wenn sich in ihrem Fell eine Zecke festsetzt, dann kann sie leicht auf den Menschen überspringen. Wer einen „Freigänger“ zu Hause hat, der sollte besonders im Sommer mit dem Schmusen vorsichtig sein, denn die Katze könnte eine Zecke mit nach Hause gebracht haben, die dann den Wirt wechselt, ohne dass der Betroffene es merkt.

    Die Borreliose Symptome

    Immer dann, wenn nach dem Biss einer Zecke die Borreliose-Bakterien in den Körper gelangen, dann entsteht eine Entzündung. Die ersten Anzeichen, dass es sich um eine Borreliose handelt, sind Rötungen auf der Haut, die sich kreisförmig ausbilden und in der Mitte verblassen. Diese sogenannte Wanderröte ist nicht bei jedem Menschen gleich stark ausgeprägt, bei einigen Betroffenen tritt sie sogar überhaupt nicht auf. Das ist auch der Grund, warum eine Borreliose gar nicht oder viel zu spät erkannt wird. Neben der Wanderröte gibt es auch noch andere Symptome wie Schmerzen in den Muskeln und Gelenken, sowie plötzlich auftretendes hohes Fieber. Abgeschlagenheit, eine Entzündung der Bindehäute und auch das Anschwellen der Lymphknoten kann ebenfalls ein Zeichen für eine Infektion mit Borrelien sein.

    Um eine endgültige Diagnose zu bekommen, muss das Blut untersucht werden, denn nur in einem Bluttest lassen sich die Bakterien ohne Zweifel nachweisen. Borreliose tritt in drei Stadien auf, wobei im ersten Stadium die Wanderröte ein deutliches Anzeichen ist. Im zweiten Stadium kommen dann Symptome dazu, die einer Grippe ähneln und erst im dritten Stadium wird es mit Persönlichkeitsveränderungen, Konzentrationsstörungen und mit starken Rückenschmerzen gefährlich.

    Bild: © Depositphotos.com / Erik_Karits

  • Die DNA verrät die Lebenserwartung

    Die DNA verrät die Lebenserwartung

    Wie alt werde ich? Die meisten Menschen haben sich diese Frage mit Sicherheit schon einmal gestellt. Wissenschaftlern ist es jetzt geglückt, durch eine Blutmessung die Lebenserwartung zu bestimmen, und sie haben festgestellt, dass die Sterblichkeitsrate bei denen, die aus biologischer Sicht älter sind als sie tatsächlich an Jahren zählen, deutlich höher ist.

    Vier interessante Studien zur Lebenserwartung

    Ein internationales Team aus renommierten Forschern hat unter der Leitung der Universität von Edinburgh in Schottland vier sehr interessante Studien zum Thema Lebenserwartung erarbeitet. Diesen Studien nach ist das biologische Alter kein willkürlicher messbarer Wert, sondern kann mit der sogenannten DNA-Methylierung gemessen werden. Dieser sehr komplexe Vorgang findet im Inneren der Zellen statt und er ist dafür zuständig, welche Erbanlagen gut und welche weniger gut ausgeprägt sind. In der Folge kommt es zu bestimmten Merkmalen, die im fortgeschrittenen Alter auftreten und die den ganz natürlichen Prozess der Alterung vorantreiben. Mit dieser einzigartigen Messung lässt sich die Lebenserwartung einfacher und schneller bestimmen.

    So fanden die Forscher heraus, dass ein Mensch, dessen biologisches Alter fünf Jahre über dem tatsächlichen Alter liegt, eine um 21 % erhöhte Sterblichkeit hat und das immer vollkommen unabhängig von der jeweiligen Lebensführung und der Todesursache.

    Was beeinflusst das biologische Alter und damit auch die Lebenserwartung?

    Nach den Studien der Universität von Edinburgh spielt das biologische Alter eine entscheidende Rolle, wenn es um die Bestimmung der Lebenserwartung geht. Je geringer der Abstand zwischen dem biologischen und dem tatsächlichen Alter ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Lebenserwartung hoch ist. Allerdings ist bis heute noch nicht endgültig geklärt, was das biologische Alter eigentlich ausmacht. Sind es die Gene oder ist es doch der Lebensstil?

    Fest steht allerdings, dass es Dinge gibt, die das biologische Alter schneller vorantreiben, wie zum Beispiel eine ungesunde Lebensweise. Rauchen und Alkohol sorgen dafür, dass wir schneller altern und auch zu wenig Bewegung und Übergewicht lassen viele Menschen nicht nur älter aussehen, sie erhöhen auch die Wahrscheinlichkeit, dass zwischen dem biologischen Alter und dem tatsächlichen Alter eine große Lücke klafft.

    Wie sicher sind die Erkenntnisse?

    „Man ist so alt, wie man sich fühlt“, sagt ein Sprichwort und viele, die heute die 70 überschritten haben, fühlen sich noch fit, gesund und jung. Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen der jüngeren Generation, die sich zeitweise alt fühlen, ohne dass das Etwas über ihr biologisches Alter aussagt. Sicher spielen die Erbanlagen eine wichtige Rolle, denn wer aus einer Familie stammt, in der ein hohes Alter bei bester Gesundheit erreicht wurde, der kann bei einer vernünftigen und gesunden Lebensweise ebenfalls davon ausgehen, länger jung zu bleiben.

    Das Forscherteam kann nicht jedem Menschen verbindlich sagen, wie alt er wird, aber sie haben eine Möglichkeit gefunden, das biologische Alter im Vergleich zum tatsächlichen Alter auszurechnen. Jeder Mensch ist anders und jeder Mensch lebt anders, insofern wird es wahrscheinlich nie möglich sein, hier verbindliche Aussagen zu machen. Die Kernaussage der Studien ist aber, dass jeder, der gesund lebt, rein theoretisch ein hohes Alter erreichen kann, über alles andere sollte man sich keine allzu großen Sorgen machen, denn Sorgen lassen jeden schnell altern.

    Bild: © Depositphotos.com / SergeyNivens

  • Warum krankhaftes Übergewicht auf dem Vormarsch ist

    Warum krankhaftes Übergewicht auf dem Vormarsch ist

    Die deutschen Krankenhäuser schlagen Alarm: Immer mehr Menschen müssen aufgrund ihres starken Übergewichts behandelt werden. Die Zahlen steigen sprunghaft an, denn in Deutschland leiden aktuell 60 % der Männer und 43 % der Frauen an Übergewicht. 15 % sind krankhaft fettleibig und das macht den Ärzten große Sorgen, denn in den letzten fünf Jahren haben sich die Zahlen mehr als verdoppelt. Verbraucherschützer haben auch einen Schuldigen für diese Entwicklung gefunden, und zwar die zunehmend ungesunde Ernährung. Auch das zu geringe sportliche Angebot an den Schulen ist ein wichtiger Faktor, denn Kinder, die sich nicht mehr ausreichend bewegen, werden früher oder später zu fettleibigen Erwachsenen.

    Zu viel Fastfood

    Nach Ansicht von Experten beginnt der Weg in die krankhafte Fettleibigkeit und dem Übergewicht schon im Kindesalter. Die Kinder von heute ernähren sich nur noch selten, so wie es für Kinder angemessen wäre, ein großer Teil ernährt sich von Fastfood und Fertigprodukten, ungesunden Snacks und bekommt zu viel Zucker. Die Konsequenz aus dieser falschen Ernährung ist, dass die Zahl der übergewichtigen Kinder seit den 1980er Jahren um rund 50 % zugenommen hat. Schuld ist das Lebensmittelangebot, das sich in den letzten 20 Jahren grundlegend verändert hat. Ungesunde Lebensmittel sind günstig und man kann sie überall kaufen, der Weg in die krankhafte Fettleibigkeit ist damit vorprogrammiert.

    Über die Folgen der Fettleibigkeit bzw. Übergewicht in der Kindheit machen sich nur wenige Eltern Gedanken, im Gegenteil, sie leben ihren Kindern vor, wie man sich kalorienreich und mit zu viel Zucker ernährt. Experten plädieren jetzt dafür, schon in den Schulen und Kindergärten über die ungesunde Wirkung von Fastfood, Fertignahrung und überzuckerte Getränken aufzuklären und dabei die Eltern mit ins Boot zu holen, denn schließlich haben die Eltern eine Vorbildfunktion, auch wenn es ums Essen geht.

    Politik und Nahrungsmittelindustrie

    Die Bundesregierung hat jetzt auf die Sorgen der Ärzte reagiert und den Entwurf für ein Präventionsgesetz vorgelegt. Ernährungswissenschaftler und Ärzte sind allerdings der Meinung, dass dieser Gesetzentwurf vollkommen ungeeignet ist, um das Problem der zunehmenden Fettleibigkeit in den Griff zu bekommen. Gesundheitsexperten gehen sogar noch einen Schritt weiter, denn sie werfen der Politik vor, auf der Seite der Ernährungsindustrie zu stehen. So ist die Organisation Foodwatch der Ansicht, dass die Lobbyarbeit der Industrie hervorragend funktioniert und die Hersteller dank lascher Gesetze immer mehr Lebensmittel auf den Markt bringen, die Kinder ansprechen sollen, die in Wirklichkeit jedoch wahre Bomben aus Zucker und Kalorien sind.

    Zwar gibt es beim Marketing Beschränkungen für sogenannte unausgewogene Kinderprodukte, aber das geht Foodwatch nicht weit genug. Gesunde Ernährung sollte zu einem Standard in den Schulen und Kindergärten werden, und wenn die Kindertagesstätten und die Schulkantinen mit Fertigprodukten beliefert werden, dann sollten diese Produkte sowohl zucker- als auch salzreduziert sein.

    Weniger Werbung

    Was Foodwatch aber besonders moniert, das sind die aggressiven Werbekampagnen, die von der Lebensmittelindustrie für Kinderprodukte geschaltet werden. Dazu kommt, dass das Angebot für sogenanntes Junkfood, also Lebensmittel, die übermäßig Zucker und Kohlehydrate enthalten, immer größer wird und zu jedem dieser ungesunden Produkte gibt es dann wieder eine neue Werbung.

    Bild: © Depositphotos.com / Kokhanchikov

  • Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen?

    Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen?

    Lebensmittelvergiftungen sind tückisch, denn nicht immer kann man den Lebensmitteln ansehen, ob sie noch genießbar sind oder nicht. Wenn es um Lebensmittelvergiftungen geht, dann denken die meisten Menschen automatisch an verdorbenen Fisch, aber es gibt noch eine große Zahl von anderen Gefahren, die in den Lebensmitteln lauern, die wir täglich sorglos essen. Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen und wir sollte man sich im Ernstfall verhalten? Was ist wichtig, damit es erst gar nicht zu einer Vergiftung kommt und worauf sollte jede Hausfrau in der Küche besonders achten, damit vom Essen keine Gefahr ausgehen kann?

    Lebensgefahr durch Salmonellen

    Eine Vergiftung durch Salmonellen gehört zu den häufigsten Lebensmittelvergiftungen und für einige kann eine Vergiftung durch diese Bakterien lebensgefährlich werden. Mit ihren Symptomen ähnelt eine Salmonellen Vergiftung einer Magen- und Darmgrippe und das ist auch der Grund, warum eine Salmonellenvergiftung oftmals nicht sofort erkannt wird. In der Regel treten die ersten Anzeichen einer Vergiftung durch Salmonellen nach zwölf bis 36 Stunden auf und das Erste, was die Betroffenen verspüren, ist meist nur ein leichtes Bauchgrimmen. Dann kommen heftige Bauch- und auch Kopfschmerzen dazu, dem Patienten ist übel, er ist müde, hat Krämpfe und nicht selten auch leichtes Fieber. In der nächsten Phase einer Salmonellenvergiftung kommt es zu Erbrechen und Durchfall, wobei der Stuhlgang wässrig oder sogar blutig ist.

    Auf diese Weise versucht der Organismus die Bakterien wieder loszuwerden, aber da der Körper durch die Anstrengungen erschöpft ist, kann das Immunsystem nicht mehr so wie gewohnt arbeiten. Es kann zu massiven Problemen mit dem Kreislauf kommen und im schlimmsten Fall bricht der Kreislauf völlig zusammen und es kommt zu einem Herzstillstand. Liegt eine Vergiftung durch Salmonellen vor, dann muss sofort ein Arzt eingeschaltet werden und besonders bei Kindern und älteren Menschen ist der Weg ins Krankenhaus lebensnotwendig, denn sie haben ein schwaches Immunsystem.

    Wie wird eine Salmonellenvergiftung behandelt?

    Je nach Verlauf der Krankheit muss eine Salmonellenvergiftung mit Antibiotika behandelt werden, vor allem dann, wenn es zu einem schweren Verlauf mit hohem Fieber kommt. Wenn die Hilfe für gefährdete Personen nicht schnell genug kommt, dann kann das unter anderem zu einer Entzündung der Herzklappen, zu einer Schädigung der Gelenke und auch zu einer Hirnhautentzündung führen. Nimmt diese Form der Lebensmittelvergiftung einen eher leichten Verlauf, dann hilft es viel zu trinken, am besten stilles Wasser oder ungesüßte Tees, denn durch die Flüssigkeit werden die Salmonellenbakterien aus dem Körper gespült und die Patienten sind nach drei bis vier Wochen wieder fit.

    Hygiene in der Küche

    Damit es erst gar nicht zu einer Lebensmittelvergiftung kommt, sollte jede Hausfrau und auch jeder Hobbykoch auf eine penible Sauberkeit in der Küche achten. Vor allem Geflügel, Mett und auch rohe Eier bergen die Gefahr von Salmonellen und es ist sehr wichtig, dass diese Lebensmittel immer gut durchgegart oder durchgebraten werden. Süßspeisen, die mit Eiern zubereitet werden, stellen eine Gefahr dar, aber auch das Mettbrötchen kann den geruchs- und geschmacklosen Schädling enthalten. Salmonellen im Geflügel werden immer dann schon nach zehn Minuten vernichtet, wenn in der Pfanne eine Temperatur von 70° Grad erreicht wird. Deshalb sollte Geflügel immer gut durchgebraten werden.

    Sauberkeit sollte in der Küche das oberste Gebot sein. Schneidebretter aus Glas oder auch Marmor sind eine bessere Wahl als ein Brett aus Holz oder Kunststoff, denn aus diesen Materialien lassen sich mögliche Keime selbst in der Spülmaschine bei einer hohen Temperatur nicht ganz abtöten. Wer auf einem Schneidebrett Geflügel vielleicht zu Gulasch geschnitten hat, der sollte anschließend das Brett sehr gründlich mit möglichst heißem Wasser reinigen, bevor andere Lebensmittel darauf zubereitet werden. Wer sich an einfache Grundregeln hält, der muss keine Lebensmittelvergiftungen fürchten.

    Bild: © Depositphotos.com / KirillM