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  • Burn out – Was ist das eigentlich?

    Burn out – Was ist das eigentlich?

    Was ist eigentlich Burn out?

    Als Modeerscheinung abgetan, belächelt als Managerkrankheit und oft völlig verkannt ist das Burn Out Syndrom eine schwere Erkrankung mit ernstzunehmenden Symptomen und Folgen. Nicht Betroffene spielen die Krankheit häufig herunter. Man munkelt, dass es in Führungspositionen “zum guten Ton” gehören würde. Dabei leiden schon Schulkinder unter den Folgen von Leistungsdruck und Überforderung. Der ungesunde Dis-Stress, viel zu hohe Erwartungen und die Angst, die geforderten Leistungen nicht erbringen zu können gehören zu den Auslösern des Ausgebrannt-Seins. Die Bezeichnung kommt aus dem Englischen von burn out = ausbrennen.

    Unter einem Burn Out Syndrom kann heutzutage jeder leiden, vom Musiker bis zum Lehrer, vom Bandarbeiter bis zum Handwerker, von der Putzfrau bis zum Ingenieur, von der Krankenschwester bis zum Wissenschaftler – in den Führungsebenen genauso wie bei den Angestellten und – erschreckend: Häufig werden die Grundlagen dafür bereits in der Schule oder Ausbildung gelegt! Es kommt weder auf schulische Bildung an noch auf gesellschaftlichen Stand. Leider wird ein Burn Out Syndrom aber nicht als eine Krankheit international anerkannt. Es zählt vielmehr zu den Problemen der Lebensbewältigung mit geistiger, emotionaler und körperlicher Erschöpfung.

    Die Ursache, an einem Burn Out zu erkranken, liegt in der Persönlichkeit des Menschen. Während die eine Bevölkerungsgruppe belastbarer ist, können andere mit Überforderung und/oder ständiger Kritik schwerer umgehen. Ein Teufelskreis entsteht. Perfektionismus ist eine gute Grundlage, ein Burn Out Syndrom zu bekommen, wobei sich hier die Betroffenen den Druck selbst auferlegen.

    Burn Out Syndrom Symptome

    Die Burn Out Syndrom Symptome sind bei fast allen Betroffenen verschieden. In der Regel geht es aber mit körperlichen, geistigen und seelischen Faktoren einher und führt häufig in die Zukunftsangst, Illusionslosigkeit, Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit, Depression, Aggressivität bis hin zu einer erhöhten Suchtgefährdung. Es entsteht schleichend, unter anderem durch die Verdrängung eigener Wünsche und Bedürfnisse.

    Der Körper ist emotional erschöpft und kann seine gewünschte oder geforderte Leistung nicht mehr erbringen, die Belastbarkeit schwindet und damit das Selbstwertgefühl. Magenkrämpfe, Verspannungen, Kopfschmerzen, Migräne, Durchfall, Verstopfung und noch zahlreiche weitere körperliche Beschwerden sind Ausdruck des Burn Out Syndroms. Man gönnt sich keine Pausen oder Entspannungsphasen mehr, sondern arbeitet, wie besessen – bis nichts mehr geht.

    Man kennt das: Freudestrahlend macht man sein Hobby zum Beruf und gründet einen Hausmeisterservice. Man schraubt und bastelt, alle sind zufrieden. Nach den ersten finanziellen Fehlschlägen schleicht sich eine gewisse Zukunftsangst ein. Zunehmend können Rechnungen nicht mehr beglichen werden. Der psychische Druck hat Auswirkungen: Man macht Fehler, bekommt Beschwerden und Nacharbeiten.

    Hat man Angestellte, trägt man noch für deren Fehlverhalten die Konsequenzen. Irgendwann wächst einem alles über den Kopf und statt zu Beginn 3 Aufträgen im Monat werden es später nur noch einer in drei Monaten bis man überhaupt keine Lust mehr hat. Man fühlt eine innere Leere und fragt sich wozu das alles? Schließlich wirft man das Handtuch und aus dem einst schönen Arbeitsleben ist ein Leben in Angst, Lustlosigkeit und Depression oder Sucht geworden.

    Burn Out Therapie

    Ziel der Burn Out Therapie ist es, aus dem „schwarzen Loch“ herauszufinden. Dafür ist professionelle Untersützung nötig. Es gibt verschiedene Therapieansätze. So zählen in jedem Fall intensive Gesprächstherapie, kurz- oder langfristiges Coaching und homöopathische Wege zu den als effektiv beschriebenen Behandlungsmethoden. Der Betroffene muss sich über den Auslöser klar werden. Perfektionismus zum Beispiel kann gezielt wegtrainiert werden, hin zu einem stress- und druckfreien Leben.

    Häufig stecken hinter Burn Out auch Ängste, zu versagen, nicht gut genug zu sein. Hier arbeiten die Fachleute am Selbstwertgefühl. Deshalb sind wichtige Therapiebestandteil die Arbeit mit dem Unterbewusstsein und die Tiefenpsychologie. Gezielte Ablenkung, Besinnung auf das Wesentliche, (Wieder-)Entdecken der eigenen Wünsche und Fähigkeiten oder Neuorientierung, zum Beispiel durch Erlernen von neuen Hobbys, aber auch das Erlernen von Entspannungstechniken stehen im Fokus. Musik, kreative Tätigkeiten oder ausgedehnte Spaziergänge sind ein wunderbarer Ausgleich.

    Unterstützend können diese homöopathischen Mittel wirken – dazu aber unbedingt den Behandler fragen, da gerade in der Homöopathie viele Rezepturen speziell auf den Betroffenen abgestimmt werden und viele Einflüsse eine Rolle spielen:

    • Wenn man sich am Ende seiner Kräfte fühlt und nicht mehr entspannen kann: Arsenicum album D12.
    • Bei allgemeiner Nervenschwäche und geistigen Erschöpfungszuständen: Zincum metallicum D10
    • bei schleichendem Verlust der Lebenslust und -kraft: Causticum Hahnemanni D12
    • bei Überanstrengung bzw. Überlastung: Arnica D12
    • für eine ausgeglichene Tag-Nacht-Balance und ein ausgewogenes Verhältnis von Arbeit und Ruhe: spagyrische Zubereitungen

    Wichtig ist, dass man die schlechten Gewohnheiten ablegt, da sonst keine dauerhafte Regeneration möglich ist. Dazu zählt auch die rechtzeitige Nachtruhe, wobei der Schlaf durch Baldrian oder Kytta Sedativum im naturmedizinischen Bereich unterstützt werden kann.

    Bildquelle: Depositphotos.com // photography33

     

  • Nicht nur das Äußere eines Bürostuhls zählt

    Nicht nur das Äußere eines Bürostuhls zählt

    Möbelstücke haben in der Regel nicht nur eine Funktion, sondern auch einen ästhetischen Wert. Gerade bei der Wahl des Bürostuhls sollte aber im eigenen Interesse ein besonderes Augenmerk auf gewisse Kriterien gelegt werden. Denn seien wir einmal ehrlich: was nutzt ein als Blickfang gestalteter Designer-Stuhl, wenn im Büro eine stets angespannter Arbeitsatmosphäre herrscht, weil keiner sich an seinem Arbeitsplatz wohlfühlt? Wenn alle von Rückenschmerzen geplagt werden und den Feierabend und das heimische Sofa herbeisehnen?

    Der wirtschaftliche Nutzen – das Argument für Arbeitgeber

    Und auch der Perspektive des Arbeitgebers kann dies in keinster Weise wünschenswert sein, da nicht nur das Klima innerhalb des Kollegiums leidet, sondern auch die Effizienz der Arbeit und somit die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Zum einen vermindern Schmerzen, Anspannung und Nervosität die Konzentrationsfähigkeit, und es kommt deutlich häufiger zu Fehlern. Darüber hinaus muss nicht selten für längere Zeiträume aus gesundheitlichen Problemen auf Mitarbeiter verzichtet werden. All dies sind im heutigen schnelllebigen Wirtschaftsleben entscheidende Faktoren, die auf lange Sicht über den Erfolg eines Unternehmens mitentscheiden können.

    Individuelle Anpassung

    Es ist ein Trugschluss, zu behaupten: „Ich habe den perfekten Bürostuhl! Den sollten sich alle anschaffen“. Es gibt lediglich den perfekten oder zumindest sehr guten Bürostuhl für Sie persönlich. Jeder Stuhl sollte auf die individuellen Eigenschaften eines Menschen angepasst sein, beispielsweise an dessen Körpergröße und Statur. Auch sollten akute respektive in der Vergangenheit aufgetretene gesundheitliche Beschwerden beim Bürostuhlkauf berücksichtigt werden.

    Der ganze Körper ist betroffen

    Eine weitere Fehleinschätzung, die es auszuräumen gilt, ist die, dass ein falsch eingestellter Bürostuhl lediglich Auswirkungen auf die Gesundheit des Rückens haben kann. Unser Körper ist ein so komplexes Gefüge, dass eine Fehlhaltung im Bereich des Rückens beziehungsweise Nackens Probleme sowohl in Armen und Beinen, vielfach aber auch in Form von Kopfschmerzen, hervorrufen kann.

    Informieren, wenn nötig investieren

    Ähnlich wie beim Kauf von Schuhen oder anderen Gegenständen des alltäglichen Gebrauchs empfiehlt es sich auch beim Bürostuhl dringend, das Produkt vor dem Kauf durch Probesitzen zu testen.
    Wenn bedacht wird, wie viel Zeit am Tag, in der Woche, im Jahr auf diesem sitzend verbracht werden muss, ist dies wohl kaum verschwendete Zeit oder gar Mühe.

    Außerdem sollte man sich im Fachgeschäft von fachkundigem Personal beraten lassen. Sonderangebote von Discountern versuchen zwar mit Schlagwörtern wie ,,Ergonomie“ und vielem mehr mit unschlagbaren Preisen zu überzeugen, doch jeder sollte sich im Vorfeld ausreichend informieren und letztendlich nicht auf Kosten der eigenen Gesundheit und damit an der ganz falschen Stelle sparen.

    Zumal auch zu berücksichtigen ist, dass die Probleme und Schädigungen oft erst im Alter deutlich werden. Statt nach einem jahrzehntelangen Arbeitsleben auf dem Bürostuhl den wohlverdienten Ruhestand genießen zu können, müssen viele Menschen sich dann mit den langfristigen Folgen der falschen Sitzposition herumplagen. Viele Fachzeitschriften auch Zeitungen haben zuletzt hier über dieses Problem berichtet nicht zuletzt auch die Aachener Zeitung.

    Zukunftsweisende Thematik

    Betrachtet man die statistischen Erhebungen bezüglich der Zahl der Arbeitnehmer in Deutschland, die aufgrund von Problemen in Rücken, Nacken und anderen Leiden krankgeschrieben werden müssen – und das nicht nur in Berufen mit körperlicher Belastung, sondern vermehrt auch in Bürojobs – verwundert es schon fast, warum die Thematik eines gesundheitsfreundlichen Arbeitsplatzes in der Öffentlichkeit nicht einen viel größeren Raum einnimmt.

    Bild: © Depositphotos.com / robertsrob

  • Mit den Weight Watchers abnehmen

    Mit den Weight Watchers abnehmen

    Ganz gleich, für welche Diät man sich auch entscheidet, alle Diäten sind zeitlich begrenzt. Das gilt vor allem für die sogenannten Monodiäten und auch für Formula Diäten. Um abzunehmen, darf man sich für einen bestimmten Zeitraum nur von bestimmten Nahrungsmitteln ernähren, und die Gefahr ist groß, dass die Waage wieder nach oben zeigt, wenn wieder „normal“ gegessen wird. Das kann mit den Weight Watchers nicht passieren, denn hier gilt es, die Ernährung umzustellen.

    Weight Watchers – Gemeinsam abnehmen

    Alleine abzunehmen macht keinen Spaß. Es ist niemand da, der die Abnehmerfolge würdigt und es gibt auch einen Ansprechpartner, wenn es um Fragen rund um die Diät geht. Auch wenn man während einer Diät einen Tiefpunkt hat, was nicht selten vorkommt, dann ist da niemand, der einem Mut zuspricht. Das ist bei den Weight Watchers anders, denn bei den Gewichtswächtern wird in der Gruppe abgenommen, und das macht vieles einfacher. Alle in einer Weight Watchers Gruppe haben das gleiche Problem: Sie sind zu dick und wollen abnehmen. Das stärkt das Selbstbewusstsein, denn viele übergewichtige Menschen fühlen sich ausgeschlossen und sind der Ansicht, dass sie allein das Problem Übergewicht haben.

    In der Gruppe hat zwar jeder das Problem Übergewicht, aber jeder hat einen anderen Hintergrund, warum er zu dick ist. Das macht es einfacher, mit anderen über die Nachteile des Übergewichts zu sprechen und Erfahrungen auszutauschen. Dazu kommt, dass jeder, der mit den Weight Watchers abnimmt, für seine Erfolge belohnt wird, und das vor der ganzen Gruppe. Das ist für jeden ein toller Ansporn, ebenfalls abzunehmen und eine Belohnung zu bekommen.

    Dauerhaft gesund leben

    Neben dem dynamischen Gruppeneffekt ist das Abnehmen mit den Weight Watchers auch sehr gesund, denn Weight Watchers setzt auf eine Umstellung der Ernährung. Alle Rezepte sind leicht nachzukochen, sie sind abwechslungsreich und sie enthalten alle wichtigen Nährstoffe, die der Körper braucht, um gesund zu bleiben. Wer sich nach den Regeln der Weight Watchers ernährt, der kann sich ein Leben lang auf diese Weise ernähren und wird nicht mehr zunehmen.

    Ein weiterer Vorteil der Weight Watchers besteht darin, dass nichts verboten ist. Wer Lust auf ein Stück Kuchen hat, der kann es mit Genuss essen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben. Die Kunst abzunehmen besteht bei den Weight Watchers nicht darin, die Kalorien zu zählen, sondern nach einem Punktesystem zu arbeiten, das genau zeigt, was alles erlaubt ist, und das sind fast alle Nahrungsmittel.

    Der einzige Nachteil der Weight Watchers aber ist: Die Mitgliedschaft kostet Geld.

  • Nelkenpfeffer – perfekt fürs Wohlbefinden

    Nelkenpfeffer – perfekt fürs Wohlbefinden

    Als Christoph Columbus den Seeweg nach Indien suchte, fand er bekanntlich Amerika und mit diesem neuen Kontinent auch viele kostbare Dinge, die man im alten Europa nicht kannte. Die spanischen Seefahrer hatten auf Gold gehofft, aber sie fanden auch viele Pflanzen, die sie mit nach Hause nahmen. Eine dieser Pflanzen hieß Nelkenpfeffer, der später unter dem Namen Piment eine große Karriere in allen Küchen dieser Welt machen sollte.

    Nelkenpfeffer führte lange Zeit eine Art Schattendasein, denn andere Gewürze wie der echte Pfeffer, Muskat oder auch Safran wurden mit Gold aufgewogen, so begehrt waren sie. Erst viel später wusste man auch den Nelkenpfeffer nicht nur als Gewürz, sondern auch als Heilpflanze sehr zu schätzen, und bis heute hat sich an der Beliebtheit von Nelkenpfeffer nichts verändert.

    Nelkenpfeffer – Eine Pflanze und viele Namen

    Wie mit den lieben Kindern, die viele Namen haben, so ist auch der Nelkenpfeffer unter verschiedenen Namen bekannt. Einige kennen den Nelkenpfeffer vielleicht als Jamaikapfeffer oder als Allerleigewürz, unter dem Namen Piment ist das Myrtengewächs aber vor allem aus der weihnachtlichen Bäckerei nicht mehr wegzudenken. Er kann bis zu zehn Meter hoch wachsen und die Beeren des Strauchs werden geerntet, wenn sie noch nicht reif sind. Die reifen Beeren, aus den später das Gewürz Nelkenpfeffer wird, haben kein Aroma mehr.

    Die ursprüngliche Heimat des Nelkenpfeffers ist Südamerika und dort wussten die Bewohner die gemahlene Beere als Gewürz zu schätzen. Die Azteken liebten ein Getränk, das sie „Chocolada“ nannten und dieses Getränk wurde mit Nelkenpfeffer pikant abgeschmeckt. Heute wird der Nelkenpfeffer in der Hauptsache auf der Insel Jamaika angebaut, aber auch Pigment aus Brasilien und Mexiko gibt es heute zu kaufen. Aus der arabischen, der karibischen und auch aus Küche Indiens ist Nelkenpfeffer nicht wegzudenken und in vielen Currymischungen sorgt der Nelkenpfeffer für eine angenehme Schärfe.

    Wie schmeckt und wirkt Nelkenpfeffer?

    Wer wissen möchte wie Nelkenpfeffer schmeckt, der sollte nur wenig davon probieren, denn er ist scharf und es wird schnell klar, warum er auch Allerleigewürz heißt. Nelkenpfeffer schmeckt ein wenig nach Zimt, ein bisschen nach Muskat und eben auch nach Gewürznelken. Durch seine natürliche Schärfe und durch seine Ähnlichkeit zu Pfefferkörnern bekam Piment den Namen Nelkenpfeffer.

    In der westlichen Welt ist Nelkenpfeffer vor allem als Gewürz für weihnachtliche Backwaren bekannt, aber auch zum würzen von Marinaden und Dressings ist der würzige Pfeffer mit seinem einzigartigen Aroma eine sehr gute Wahl. Wer ein Dressing mit Nelkenpfeffer ausprobieren möchte, der sollte mit der Dosierung vorsichtig sein, in der Regel reicht schon eine Messerspitze, um dem Dressing ein wunderbares Aroma und eine pikante Note zu verleihen.

    Der Nelkenpfeffer erinnert aber nicht nur durch seinen Geschmack an Gewürznelken, er hat auch die gleichen wertvollen Inhaltsstoffe. Auch Piment enthält Eugenol, das nicht nur wegen des würzigen Dufts, sondern aufgrund einer antibakteriellen Wirkung geschätzt wird. Der Duft ist aber der Grund, warum Nelkenpfeffer auch bei der Parfümherstellung eine wichtige Rolle spielt.

    Nelkenpfeffer hat sich auch als Heilpflanze einen guten Namen gemacht. Wie Muskat, so sorgt auch der Nelkenpfeffer für eine gute Verdauung, er ist gegen Blähungen zu empfehlen und wirkt sich zudem stärkend auf das Nervensystem aus. Wenn es um schwer verdauliche Speisen geht, wie zum Beispiel Grünkohl oder auch Gänsebraten, dann sorgt der Nelkenpfeffer dafür, dass es nicht zu Magenverstimmungen und Verdauungsproblemen kommt.

    Auch für die Haut ist Nelkenpfeffer eine gute Idee, denn Hautprobleme wie beispielsweise Ekzeme können durch Piment gelindert werden und sie heilen schneller ab, ohne Narben zu hinterlassen. Wer Stress hat oder sich nur schwer konzentrieren kann, der sollte zu Öl verarbeiteten Nelkenpfeffer einatmen oder einige Tropfen auf die Stirn streichen, denn auch hier kann der Nelkenpfeffer hilfreich sein.

     

     

  • Kindheitsträume hinterlassen bleibende Spuren

    Kindheitsträume hinterlassen bleibende Spuren

    Das französische Institut für Gesundheit „Inserm“ hat untersucht, welche Folgen Kindheitserfahrungen auf den gesamten Lebensweg haben. Es wurden Daten einer britischen Langzeitstudie analysiert. Insgesamt wurden Informationen von 7500 Personen ausgewertet. Das Ergebnis fällt eindeutig aus. Männer und Frauen, die mindestens zwei traumatische Erlebnisse im frühen Kindesalter hatten, neigen stark dazu im Erwachsenenalter mit gesundheitlichen und sozialen Problemen zu kämpfen.

    Trauma in der Kindheit

    Die Analyse befasst sich mit Personen, die im Alter zwischen sieben und sechzehn Jahren mindestens zwei Erlebnisse hatten, die einen negativen Einfluss auf das psychische Wohlbefinden hatten. Dabei geht es zum Großteil um Vernachlässigungen, ein Elternteil ist Alkoholiker oder auch psychisch erkrankte Elternteile. Hinzu kommen schwerwiegende Vorfälle wie Missbrauch.

    Anschließend wurde der weitere Lebensweg untersucht und verschiedene Daten der Gegenwart analysiert. Wie ist die finanzielle Situation? Welche Schulbildung haben die Betroffenen? Wie ist der gesundheitliche Zustand. Aus diesen Informationen kann die sogenannte allostatische Last errechnet werden. Diese beschreibt die Folgen, die durch Stress verursacht werden.

    Schlechte Bildung und Übergewicht

    Es konnte deutlich aufgezeigt werden, dass die betroffenen Personen eine sehr hohe allostatische Last haben. Sowohl Männer als auch Frauen sind betroffen. Drei Punkte stechen in allen Gruppen besonders hervor.

    Ungesundes Leben        Nahezu alle Probanden führen einen sehr ungesunden Lebensstil. Der Prozentsatz der Raucher ist bei den Männern und den Frauen wesentlich höher als in den Vergleichsgruppen. Übergewicht und eine unausgewogene Ernährung sind zu erkennen. Die Personen treiben kaum oder zu wenig Sport. Hinzu kommen hoher Alkoholkonsum und Drogenmissbrauch. Auch hier sind die Zahlen erschreckend hoch. Dieser Lebensstil führt zu einer Erhöhung von Krankheitsbildern. Diabetes, Herzkrankheiten und Krebsdiagnosen betreffen viele der analysierten Personen.

    Bildung                                Erschreckend ist auch die hohe Zahl der Personen mit einem sehr niedrigen Bildungsstand. Es gibt kaum Akademiker und viele haben nur eine grundlegende schulische Ausbildung. Weiterführende Bildungswege werden oft abgebrochen oder gar nicht erst begonnen. Dementsprechend hoch ist die Rate der Arbeitslosen und Geringverdiener.

    Armut                                  Bedingt durch die schlechte Bildung, ist die finanzielle Situation häufig sehr schlecht. Das soziale Umfeld ist geprägt von Armut. Häufig haben die Partner einen ähnlich niedrigen Bildungsstand und ein ähnlich geringes Einkommen.

    In der Summe ergeben diese und andere Faktoren eine hohe allostatische Last. Es ist schwer für die Betroffenen, dem Kreis der Armut zu entfliehen.

    Wichtige Erkenntnisse für Trauma-Patienten

    Diese Daten machen es deutlich, wie wichtig es ist, Kinder in einer sicheren und geschützten Umgebung aufwachsen zu lassen. Es ist leider nicht immer möglich, Kinder frühzeitig aus einer bestimmten Situation zu retten. Wird man auf die Probleme aufmerksam, so ist es oft zu spät. Selbst dann steht nicht immer Hilfe zur Verfügung. Trauma-Behandlungen werden nur dann von der Krankenkasse übernommen, wenn von einem Psychologen eine akute Notwendigkeit bescheinigt wurde. Wird das Trauma durch ein Elternteil oder beide Elternteile verursacht, nehmen diese nicht unbedingt wahr, dass das Kind Hilfe benötigt.

    Es ist dabei nicht immer körperliche Gewalt, welche die Kinder negativ beeinflusst. Ist das familiäre Umfeld durch Alkohol zerrissen und hat man keinen Rückhalt von den eigenen Eltern, hinterlässt dies bleibende Narben. Eine Behandlung ist ein sehr gutes Hilfsmittel, um die psychischen Probleme zu beheben. Die Studie zeigt auch auf, dass Kinder, die in Behandlung waren, eine bessere Chance auf eine erfolgreiche Zukunft haben.

    Auswirkungen auf unsere Gesellschaft

    Wachsen die Trauma-Kinder also zu Erwachsenen heran, die einer hohen allostatischen Last ausgesetzt sind, ist die gesamte Gesellschaft davon betroffen. Ein niedriger Bildungsstand verursacht ein geringes Einkommen. Dies wirkt sich negativ auf die Lebensumstände aus. Die Personen sind häufiger krank, neigen zu exzessivem Missbrauch von narkotischen Substanzen und haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, sich in ein kriminelles Umfeld zu begeben.

    Kinder aus solchen Familien sehen sich nun den gleichen Problemen gegenüber, die bereits ihre Eltern erlebt haben. Alkoholmissbrauch in der Familie, fehlende Elternteile und Vernachlässigung. Auch hier bleibt das Trauma unbehandelt und die Zukunft dieser Kinder wird denen ihrer Eltern in vieler Hinsicht gleichen. Dieser Kreis muss durchbrochen werden.

    Studien wie diese können als Grundlage genutzt werden, um Präventionen voranzutreiben. Programme, die sich gezielt damit befassen, Kinder zu schützen und ihnen die notwendige Hilfe zu geben. Auch Erwachsene können Hilfe in Anspruch nehmen. Vor allem im Bereich des Alkohol- und Drogenmissbrauchs gibt es sehr gute Hilfsnetzwerke.

  • Volkskrankheit Rückenschmerzen – OP ist nicht immer die Lösung

    Volkskrankheit Rückenschmerzen – OP ist nicht immer die Lösung

    Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass 9,2 % aller Krankenfehltage am Arbeitsplatz durch Rückenschmerzen verursacht werden. Neben akuten Bandscheibenvorfällen sind es vor allem Rückenschmerzen, die zeitlich begrenzt auftreten. Spezialisten sagen, dass ein Großteil dieser 40 Millionen Fehltage durch ein aktives Zutun der Betroffenen vermieden werden kann. Eine Operation ist für viele Patienten der einzige Ausweg. Aber nicht immer ist es nötig, sich unter das Messer zu legen.

    Was verursacht Rückenschmerzen?

    Es gibt kaum eine Person, die nicht früher oder später mit Rückenschmerzen zu kämpfen hat. Es spielt dabei keine Rolle aus welcher sozialen Schicht oder welchem beruflichen Umfeld man kommt. Auch die Altersklassen sind sehr verschieden. Es gibt bereits 20-Jährige, die mit starken Schmerzen leben. In den wenigsten Fällen handelt es sich bei dem Verursacher der Schmerzen um eine angeborene Fehlentwicklung der Wirbelsäule oder einen Bandscheibenvorfall. Zumeist ist es die Summe aus diversen Faktoren, die unseren Alltag bestimmen. Zu wenig Bewegung und Übergewicht können die Wirbelsäule belasten. Aber auch das Ausführen einer einseitigen Tätigkeit oder bestimmte Sportarten verursachen Rückenschmerzen. Dies gepaart mit einer schwachen Muskulatur und einer schlechten Haltung, kann Schmerzen hervorrufen, deren Ursache nicht auf einem Röntgenbild zu erkennen ist.

    Es ist schwer, eine konkrete Zahl zu nennen, wie hoch der Anteil der Patienten ist, der Rückenschmerzen aufgrund dieser Probleme erlebt. In diesem Bereich erhalten die Personen oft eine Behandlung durch einen Hausarzt. Bei den Krankenkassen werden Standardbehandlungen und Schmerzmittel eingereicht, diese lassen leider keine Aussage zum Behandlungsgrund zu.

    Unspezifische Rückenschmerzen behandeln

    Da der Auslöser in diesen Fällen nur schwer zu ermitteln ist, ist eine konkrete Lösung nicht immer einfach zu finden. Fachärzte raten aber erst einmal davon ab, sich gleich auf eine Operation einzulassen. Die Deutschen sehen einen operativen Eingriff als eine gute Wahl. Dieser ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn es ein Problem an der Wirbelsäule oder der Bandscheibe gibt. Bei den unspezifischen Schmerzen im Rückenbereich ist der Einsatz konservativer Therapien die erste Wahl.

    Hat man die Diagnose der unspezifischen Rückenschmerzen, stehen eine Reihe von Behandlungsmethoden zur Verfügung. Die bekanntesten und am häufigsten eingesetzten sind ganz klar Massagen und ein Besuch beim Chiropraktiker. Ein gezieltes Training und spezielle Übungen können Linderungen schaffen. Eine recht erfolgreiche Methode ist die Akupunktur. Auch wird Osteopathie immer weiter anerkannt. Bei diesen Fällen ist es aber häufig so, dass die Krankenkassen die Behandlungen nicht übernehmen. Es ist eine Zusatzversicherung notwendig.

    Krankenzusatzversicherung für alternative Behandlungen

    Da die unspezifischen Rückenschmerzen viel Raum zur Spekulation über den Auslöser lassen, ist es nicht immer klar, welche Hilfe effektiv ist. Patienten testen viele Möglichkeiten aus und stellen fest, dass die klassische Schulmedizin nicht immer ausreicht. Daher greifen diese Patienten gern auf Akupunktur oder andere alternative Heilmethoden zurück. Weder die gesetzlichen noch die privaten Krankenkassen übernehmen diese Art der Behandlungen. Hier ist eine Zusatzversicherung notwendig. Diese deckt die Kosten für Heilpraktiker, Naturmedizin und weitere Optionen ab. Die Zusatzversicherung muss aber abgeschlossen sein, bevor die Diagnose gestellt ist. Eine bestehende Krankheit kann zumeist nicht nachträglich abgesichert werden. Es gibt mittlerweile viele Anbieter, die eine solche Police anbieten. Ein Vergleich der einzelnen Angebote lohnt sich, da die Leistungen stark variieren können.

    Aktiv Vorbeugen

    Ein Grund für die hohe Zahl der Schmerzpatienten in diesem Bereich ist die Tatsache, dass der Rücken und die Wirbelsäule nicht aktiv gepflegt werden. Sie werden nicht als Problemzone erkannt, zumindest nicht, solange keine Schmerzen vorliegen. Und dabei ist es gar nicht so schwer vorzubeugen. Treppensteigen und nicht den Fahrstuhl nehmen ist eine effektive Methode, die Wirbelsäule in Bewegung zu halten. Langes Sitzen sollte vermieden werden. Ein Mal in der Stunde eine Runde um den Schreibtisch drehen, das macht bereits einen echten Unterschied. Auch die Bauchmuskulatur spielt eine Rolle in der Stabilität der Wirbelsäule. Ein paar Sit-Ups am Tag, und schon kann man seine Situation verbessern.

    Operationen vermeiden

    Aus Fachkreisen hört man immer wieder, dass sich die Deutschen zu schnell für eine Operation entscheiden. Häufig wurden die konservativen und alternativen Heilpraktiken noch nicht gänzlich ausgeschöpft, der Termin für die OP ist aber bereits gesetzt. Auch lehnen sich die Patienten gern zurück und warten auf die Wunderbehandlung. Ein aktiver Lebenswandel ist nicht nur gut im Bereich der Prävention, auch für die Behandlung kann es wahre Wunder wirken.