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  • Studie belegt: Der Workaholic neigt zum Trinken

    Studie belegt: Der Workaholic neigt zum Trinken

    Wie kann man besser abschalten als bei einem frischen Feierabendbierchen oder mit einem guten Glas Wein? Für viele gibt es einfach keinen besseren Weg den Tag ausklingen zu lassen und nun ist sogar wissenschaftlich belegt worden, dass ein Feierabendgetränk in den Alltag vieler Menschen gehört. In einer aktuellen Studie konnten Forscher nachweisen, dass Menschen die viel Arbeiten eher zum Alkoholgenuss neigen als anderer Personen.

    Nicht selten ist es so, dass der Job omnipräsent ist. Ist die E-Mail verschickt? Habe ich alle Dokumente zusammengestellt? Was wird mein Chef zu meinen Vorschlägen für das neue Projekt sagen? Da ist man also im Feierabend und irgendwie ist man es doch nicht. Man kann auch von zu Hause auf seine geschäftlichen E-Mails zugreifen und auch das Arbeitshandy ist nie ausgeschaltet. Um den Kopf freizubekommen, sind ein Glas Wein, ein frisches Bier oder ein guter Brandy da doch genau das richtige. Und weil der Tag heute besonders stressig war, ist auch ein zweites Glas drin und vielleicht auch noch ein drittes. Schnell wird das Feierabendgetränk zur täglichen Routine und oft genug endet die Routine in einem zerstörerischen Suchtverhalten. Im medizinischen Fachmagazin British Medical Journal haben Forschen nun die allarmierenden Ergebnisse einer aktuellen Studie veröffentlicht. Dort wird angeben, dass es einen belegbaren Zusammenhang zwischen der Arbeit und dem Alkoholkonsum gibt. Je mehr man arbeitet, umso mehr trinkt man.

    81 Studien analysiert

    Es handelt sich um eine Meta-Analyse, welche die gesammelten Daten aus insgesamt 81 Studien miteinander vergleicht und auswertet. Insgesamt wurden 430.000 Probanden aus 14 Ländern befragt. Dabei gab es zwei Kernpunkte. Zum einem wurde nach dem Alkoholkonsum und der Arbeitszeit gefragt und zum anderen wurde untersucht, ob auf lange Sicht eine Verbindung zwischen viel Arbeit und hohem Alkoholkonsum hergestellt werden kann. Die Probanden kamen aus verschiedenen Altersklassen, Bildungsständen und diversen Arbeitsumfeldern. Auch Teilnehmer aus Deutschland waren Teil der Studie.

    Die Grenze liegt bei 49 Arbeitsstunden

    Die Studie wertet Frauen, die mehr als 14 alkoholische Getränke pro Woche zu sich nehmen und Männer, die mehr als 21 alkoholische Getränke in der Woche trinken, als Teil der Risikogruppe. Die betroffenen Personen haben zum Großteil noch keine ernsthafte Alkoholsucht entwickelt, haben aber durch die hohe Menge und den regelmäßigen Konsum von Alkohol eine höherer Chance in der Abhängigkeit zu enden. Es stellte sich klar heraus, dass Personen, die zwischen 49 und 54 Stunden in der Woche Arbeiten, wesentlich mehr Alkohol konsumieren, als Personen die zwischen 35 und 40 Stunden in der Woche arbeiten. Die Risikogruppe war bei den Vielarbeitern um bis zu 13 % größer.

    Weitere Faktoren spielen keine ausschlaggebende Rolle

    Die Ergebnisse der Studie können außerdem belegen, dass Alter, Herkunft, Geschlecht oder auch das soziale Umfeld in diesem Fall keine ausschlaggebenden Faktoren sind. Die Zahlen bestätigten auch unter Berücksichtigung der einzelnen Parameter, dass mehr Arbeitszeit in einem höheren Alkoholkonsum resultiert. Die Theorie, dass ein stressvoller Job, zum Beispiel im Management-Bereich, mehr Alkoholkonsum verursacht, ist damit also im Bereich der Arbeitszeit widerlegt. Auch der Schichtarbeiter bei Opel, der aus Geldnot Überstunden arbeiten muss, ist betroffen. Die Forscher konnten nicht belegen, ob auch das Arbeitspensum eine Rolle spielt. Schaut man sich die Gesamtzahlen aller Probanden an, so haben im Schnitt etwa 6,3 % der Teilnehmer ein Problem mit Alkohol.

    Wann beginnt der Alkoholismus?

    Die Linie zwischen Alkoholmissbrauch und einer ernst zu nehmenden Suchtkrankheit verläuft meist fließend. Alkoholkonsum ist in unserer Gesellschaft voll anerkannt und vielen Süchtigen ist so immer eine Möglichkeit geboten, der Sucht ungehindert nachzugehen. Oft bemerkt die betroffene Person erst sehr spät, dass ein Problem besteht. Umstehende Personen erkennen das Problem häufig eher, sehen aber nicht unbedingt Handlungsbedarf. Er trinkt halt gern mal einen zu viel, wo ist denn da schon ein Problem.

    Auch wenn jede Person anders auf Alkohol reagiert, im Groben und Ganzen ist der Verlauf der Suchtkrankheit immer sehr ähnlich. Der Betroffene vernachlässigt sein Alltagsleben, wie den Beruf, Familie und Freunde. Er arrangiert seinen Tagesablauf so, dass es ihm möglich ist zu trinken. Häufig trinken die Personen alleine und versuchen es vor anderen zu verstecken. Hinzu kommt unweigerlich eine körperliche Veränderung. Gewichtsabnahme oder Gewichtszunahme können ebenso auftreten, wie ein verschlechtertes Hautbild. Im Verlauf der Sucht kommt es außerdem zu Entzugserscheinungen, wie Zittern oder Erbrechen. Wenn man bei sich selber oder einer anderen Person ein Alkoholproblem vermutet, sollte man so früh wie möglich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

  • Kinderkrankheiten auf dem Vormarsch

    Kinderkrankheiten auf dem Vormarsch

    In den vergangenen Monaten gab es vermehrt Berichte darüber, dass es in Zukunft eine verpflichtende Impfberatung für Eltern geben soll, bevor diese ihre Kinder in einem Kindergarten unterbringen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass in den letzten Jahren das Auftreten von diversen Kinderkrankheiten stark angestiegen ist. Eltern vergessen Impfungen erneuern zu lassen oder sie sind grundsätzlich gegen Impfungen. Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet derzeit auf Hochtouren an einem Plan für eine rasche und problemlose Umsetzung der Impfberatung.

    Es gibt eine Vielzahl an Kinderkrankheiten, gegen die es keine Impfstoffe gibt. Ganz aktuell ist es die Hand-Fuß-Mund Krankheit, die in den Kindergarten der Bundesrepublik herumgeht. Aber auch Erkrankungen wie Mumps oder das Drei-Tage-Fieber sind häufig anzutreffen. Sie verlaufen in dem meisten Fällen harmlos und sind innerhalb weniger Tage abgeklungen.

    Die gebildete Oberschicht sieht Impfungen kritisch

    Der Trend in Deutschland geht ganz eindeutig dahin, seine Kinder nicht impfen zu lasen. Dabei zeigt eine aktuelle Studie, dass es vor allem die gebildete Mittel- und Oberschicht ist, die einen kritischen Blick auf das Thema wirft. Personen aus der finanziellen Unterschicht und auch Zuwandererfamilien haben sehr selten Einwände gegen die Impfpläne. Ebenso ist diese Einstellung in anderen europäischen Ländern nicht so weit verbreitet wie in der Bundesrepublik.

    Die Informationsflut der modernen Medien hat einen Hype verursacht, der dazu führt, dass in nahezu jedem Bundesland die Zahl der geimpften Kinder alarmierend niedrig ist. Dabei gibt es sachliche und weniger sachliche Argumentationen, die eine Nicht-Impfung rechtfertigen wollen. Viele Eltern sind besorgt, dass eine Impfung mögliche Nebenwirkungen haben kann. Andere schließen sich der weitverbreiteten Theorie an, dass bestimmt Impfungen Autismus verursachen, ebenso wie andere geistige Beeinträchtigungen. Darüber hinaus gibt es ein großes Lager, dass diverse Verschwörungstheorien unterstützt, welche Impfungen als komplett ineffektiv darstellen. Was auch immer der Grund dafür ist, dass Eltern sich gegen Impfungen entscheiden, die Zahlen zeigen deutlich, dass die fehlenden Impfungen in einem Anstieg von Krankheitsfällen resultieren.

    Schwerwiegende Folgen im Kindes- und Erwachsenenalter

    Obwohl die Impf-Krankheiten häufig harmlos verlaufen, kommt es dennoch immer wieder zu schwerwiegenden Folgen und sogar zu Todesfällen. Das bekannteste Beispiel hierfür sind ganz eindeutig Masern. Aufgrund der fehlenden Impfungen sind mehr Kinder anfällig für das Virus, was wiederum dazu führt, dass sich immer stärkerer Stränge des Virus bilden können. Hat es keinen Wirt, da ein Impfschutz besteht, ist die Wahrscheinlichkeit einen neuen Stang auszubilden sehr gering. Im Jahr 2014 gab es in Deutschland offizielle 15 Todesfälle durch Masern. Weltweit verstarben insgesamt 122.000 Menschen an der Krankheit. Dabei trifft es nicht nur Kinder.

    Viele vermeidliche Kinderkrankheiten können auch im vorgeschrittenen Alter auftreten. Ist man nicht geimpft oder hat der Impfschutz nachgelassen und hat man die Krankheit nicht bereits im Kindesalter gehabt, so kann man sich anstecken. Dabei sind es in Deutschland auch hier vor allem Masern, die ein Problem verursachen. Anderer Krankheiten wie Keuchhusten oder Mumps werden weniger häufig in Erwachsenen nachgewiesen. Gefährlich kann es werden, wenn man sich in der Schwangerschaft mit Röteln ansteckt. Das Virus kann den Embryo beschädigen und zu Früh-, Tot- und Fehlgeburten führen. Daher ist es ratsam sich als Frau erneut gegen Röteln Impfen zu lassen. Hat eine Schwangerschaft bereits begonnen, ist eine Impfung nicht mehr möglich.

    Ansteckung verhindern

    Macht ein Virus erst mal die Runde ist es recht schwer, eine Ansteckung gezielt zu verhindern. Vor allem wenn Kindergärten und Grundschulen betroffen sind, kann man nicht viel mehr tun, als für den eigenen Nachwuchs auf das Beste zu hoffen. Regelmäßiges Händewaschen und ein minimaler Kontakt mit Betroffenen ist das beste Vorgehen, dies einem Haufen 5-Jähriger zu erklären, ist allerdings eher schwierig. Wichtig ist es, dass man ein Kind, das eventuell erkrankt ist nicht in die Schule oder den Kindergarten bringt. Auch sollte man sich bei seinem Hausarzt darüber informieren, wie lange es braucht, bis die Krankheit völlig abgeklungen ist und keine Ansteckungsgefahr mehr besteht.

    Die Windpocken kommen

    Kaum ist die eine Krankheitswelle abgeklungen, ist meist auch schon mit der nächsten zu rechnen. Wie es scheint, dürfen sich Eltern auf Windpocken freuen. Die roten, juckenden Pusteln treten mit einem Fieber auf und sind meist recht hartnäckig. Es gib aber keinen Grund zur Sorge. Augen zu und durch heißt hier die Devise. Vor allem bei Kleinkindern muss man darauf achten, dass diese sich nicht zu heftig kratzen, da die aufgekratzten Pusteln unschöne Narben hinterlassen können.

  • Studie belegt: Zusammen ist gesundes Leben einfacher

    Studie belegt: Zusammen ist gesundes Leben einfacher

    Es kling vollkommen logisch und nun wurde es auch wissenschaftlich belegt: Wenn man mit dem Rauchen aufhören möchte, ist es einfacher, wenn der Partner mit dabei ist. Laut einer aktuellen, Londoner Studie stehen die Chancen sogar besser, als wenn man Unterstützung von einem nichtrauchenden Partner bekommt.

    Gemeinsam gesund leben

    Am University College London haben sich Forscher mit der Frage beschäftigt, welchen Einfluss Partner auf die Umsetzung von guten Vorsätzen haben. Dabei wurde nicht nur beobachte, wie es sich verhält, wenn man mit dem Rauchen aufhören möchte, auch gesundes Essen und mehr Bewegung wurden hinterfragt. Im Fachmagazin „JAMA Internal Medicine“ gaben die Forscher nun bekannt, dass die Ergebnisse der Untersuchungen eindeutig waren. Hat man einen Partner an seiner Seite, der dabei mitmacht, die schlechten Laster abzulegen, fällt es wesentlich leichter dies auch tatsächlich zu tun. Es ist sogar so, dass die Erfolgschancen dann höher sind, als wenn der Partner bereits einen gesunden Lebensstil führt.

    Im Verlauf der Studie wurden über 3700 Paare beobachtet, welche über 50 Jahr alt waren. Dabei waren sowohl verheiratet Paare unter den beobachtetet Personen, als auch jene, die ohne einen Trauschein zusammenleben. Alle Probanden leben in Großbritannien. Die Langzeitstudie erfragte in regelmäßigen Abständen Informationen zum Rauchen, den physischen Aktivitäten und zum Gewicht. Das Gewicht wurde nach 4 Jahren abgefragt und die anderen Daten im Abstand von zwei Jahren. Wurden die Teilnehmer als Übergewichtung klassifiziert und es konnten ein Gewichtsverlust von mehr als 5 % verzeichnet, wurde dieser als tatsächliche Gewichtsreduzierung gewertet und nicht als leichte Schwankung.

    Gleiche Laster bringen bessere Erfolgschancen

    Die Studie hat offenbart, dass es so scheint, als sei man bei einer Person mit gleichen oder ähnlichen Lastern in guter Gesellschaft. Zumindest dann, wenn man gern etwas an der aktuellen Situation ändern möchte. Hat der Partner sein Laster bereits abgelegt, oder war es erst gar kein Problem, hat dies eine weniger positive Auswirkung auf die eigenen Erfolgschancen.

    Unter anderem zeigen die Zahlen, dass die Hälfte der Raucherinnen, die gemeinsam mit ihrem Partner das Rauchen aufgegeben haben, auch erfolgreich war. Raucht der Mann allerdings weiter, liegt die Erfolgsquote nur noch bei 8 %. Handelt es sich von Anfang an bei dem Mann um einen Nichtraucher, so sind es noch 17 %. Auch umgekehrt hat die Studie aufgezeigt, dass es Männern leichter fällt das Rauchen aufzugeben, wenn der Partner mitzieht.

    Wenn der Partner fehlt…

    Natürlich sind diese Zahlen erfreulich für all diejenigen, die gemeinsam mit ihrem Partner die guten Vorsätze für das neue Jahr umsetzen, aber es gibt auch eine Vielzahl an Menschen, denen diese Unterstützung nicht zur Seite steht. Laut aktuellen Zahlen der WHO versterben jährlich 16 Millionen Menschen frühzeitig an vermeidbaren Erkrankungen. Alkohol, Tabak, schlechte Ernährung und zu wenig Bewegung sind häufig die Gründe für Krebserkrankungen, Diabetes, Schlaganfälle und anderer, nichtübertragbare Krankheiten.

    In Deutschland wir auf vielen Ebenen daran gearbeitet, den Betroffenen Hilfe zu bieten. Durch bestimmte Gesetzgebungen, Steuerregelungen und weitläufige Aufklärungen ist die Arbeit im Bereich der Prävention zusätzlich sehr gut.

    Dennoch gibt es viele Menschen, die mit Lastern wie Rauchen und hohem Alkoholkonsum zu kämpfen haben. Man kann sich zu jeder Zeit Informationen von Ärzten und Gesundheitseinrichtungen besorgen. Dort hat man Zugang zu schriftlichem Material und auch die Möglichkeit sich über Selbsthilfegruppen zu informieren. Gruppen sind natürlich häufig der letzte Ausweg und kommen vor allem dann infrage, wenn das Laster das tägliche Leben negativ beeinflusst. Meist ist dies im Zusammenhang mit übermäßigem Alkoholkonsum zu finden.

    Möchte man mit dem Rauchen aufhören oder ein paar Kilos verlieren, ist es immer eine gute Idee, sich Unterstützung aus dem Umfeld zu suchen. Hat man keinen Partner oder ist dieser nicht interessiert, so sind Freunde und Familie die erste Anlaufstelle. Aber auch Sport in einem Verein oder die Teilnahme an einer Laufgruppe machen einen echten Unterschied.

    Für Raucher gibt es außerdem Hilfsmittel wie Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummis. Auch stehen eher radikale Varianten wie Hypnose oder Therapie zur Verfügung. Was auch immer der Weg ist, es ist wichtig, dass man sich wohlfühlt und in der Lage ist, sich vollständig seinem Ziel zu widmen. Es gibt online viele Ratgeber und Artikel, die wertvolle Informationen zum Thema bieten. Hier ist es auch einfach Kontakt zu Gleichgesinnten aufzunehmen, und in Foren seine Erfahrungen zu teilen.

     

  • Lohnt sich ein Krankenkassenwechsel? Zusatzbeitrag selbst bestimmen

    Lohnt sich ein Krankenkassenwechsel? Zusatzbeitrag selbst bestimmen

    GKV bestimmen den Zusatzbeitrag selbst – Lohnt sich ein Krankenkassenwechsel?

    Seit Anfang des Jahres ist der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung von 15,5 % auf 14,6 % gesenkt worden. Dieser Kostenbeitrag verteilt sich zu gleichen Teilen auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Es gab bislang auch einen Sonderbeitrag von 0,9%, welcher durch die Kassenmitglieder gezahlt wurde. Dieser entfällt komplett. Dafür haben die gesetzlichen Krankenkassen nun die Möglichkeit, über die Höhe des Zusatzbeitrages für Ihre Versicherten selbst zu entscheiden. Für viele gesetzlich Krankenversicherte hat sich seit dem 01.01.2015 der Satz nicht geändert. Ein Großteil der Kassen hat den Wert mit 0,9 % festgelegt und gleicht so die entfallenden Kosten des Sonderbeitrags aus. Einige haben aber auch einen höheren oder gar niedrigeren Wert festgelegt.

    Sonderkündigungsrecht – Sollte man es in Anspruch nehmen?

    Bis Ende Dezember hatten die Krankenkassen Zeit, um Ihren Mitgliedern die neuen Tarifstrukturen offenzulegen. Mit den neuen Preisen haben die Kunden automatisch ein Sonderkündigungsrecht. Dies bedeutet, auch wenn man weniger als 18 Monate mit dem aktuellen Versicherer versichert ist, kann man ohne Probleme zu einer anderen Krankenkasse wechseln. Die kann ohne Angabe von Gründen geschehen und muss lediglich innerhalb der angegebenen Frist geschehen, die bei vier Wochen liegt. Bis Ende Januar ist ein Wechsel also noch möglich.

    Aber es gibt gleich mehrere Stellen, die von einem unüberlegten Wechsel abraten. Unter anderem sagen Verbraucherschützer, dass es Sinn macht, die Entwicklung der Kosten für das kommende Jahr im Auge zu behalten. Denn zukünftig wird jedes Jahr im November, vom Bundesgesundheitsministerium, der durchschnittliche Wert des Zusatzbeitrags für das kommende Jahr angegeben. Momentan haben die meisten Versicherungen den Zusatzbeitrag mit viel Bedacht festgelegt, dies kann aber durchaus zum Ende des Jahres anders aussehen. Es ist abzuwarten, ob es einen stabilen Prozentsatz geben wird, oder ob die einzelnen Versicherer die Chance nutzen werden, um ihre Beiträge attraktiver zu gestalten.

    Wie kann man die Krankenkasse wechseln?

    Wenn man sich doch dazu entscheidet, seine Krankenkasse zu wechseln, sind ein paar Dinge zu beachten. Das außerordentliche Kündigungsrecht verfällt, vier Wochen nachdem die neue Tarifstruktur zum ersten Mal zum Tragen kommt. Wer sich also bis zum 30.01.2015 nicht für eine Kündigung entschieden hat, verpasst die Frist. Dabei kann man mit einem formlosen Schreiben Kündigen, das per Post bei der Versicherung eingehen muss. Eine E-Mail oder eine telefonische Benachrichtigung sind nicht rechtskräftig. Anschließend setzt man sich mit seiner neuen Krankenkasse in Verbindung und diese muss die alte Versicherung über das neue Vertragsverhältnis informieren. Ist dies geschehen, so steht einem Wechsel zum 1. April nicht mehr im Wege. Bis dahin ist man weiterhin mit dem alten Versicherer abgesichert und zahlt dort die aktuellen Beiträge.

    Worauf muss man bei einem Wechsel achten?

    Wenn man bereits 18 Monate und länger mit einer gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, hat man die Möglichkeit zu jedem Zeitpunkt zu kündigen, unabhängig vom Sonderkündigungsrecht. Ein Krankenkassenwechsel sollte aber mit Bedacht angegangen werden. Wer sich hier nur auf die Kosten bezieht, der verliert eventuell wertvolle Leistungen. Regine Behrend (Verbraucherzentrale NRW) gibt an, dass momentan die Beitragskosten der verschiedenen Versicherer sich kaum unterschieden. Zusatzleistungen und mögliche Zusatzversicherungen sind die entscheidenden Kriterien bei der Wahl. So gibt es Anbieter, die Kosten für alternative Heilmethoden übernehmen, andere bieten einen 24-Stunden-Kontaktservice oder übernehmen ein großes Spektrum von Impfungen, die für Auslandsaufenthalte wichtig sind. Es spielt also eine wichtige Rolle, welche Anforderungen man an seine Versicherung hat.

    Was passiert mit den Zusatzversicherungen?

    Millionen von gesetzlich Krankenversicherten nutzen verschiedene Zusatzversicherungen. Diese decken Kosten für Sonderbehandlungen ab. Hat man eine oder mehrere Zusatzversicherungen über seine aktuelle Krankenversicherung abgeschlossen, sollte man sich beim Versicherer darüber informieren, ob der Versicherungsschutz auch nach einem Wechsel voll bestehen bleibt.

    Wie finde ich die beste GKV?

    Die Krankenkassen sind dazu verpflichtet im Rahmen einer Preiserhöhung anzugeben, wo der durchschnittliche Satz für den Zusatzbeitrag liegt. So hat man einen guten Überblick über die Mehrkosten der eigenen Versicherung. Momentan kann im besten Fall eine Ersparnis von 450 Euro erreicht werden. Dafür muss der Betroffenen allerdings einen Verdienst haben der direkt an der Beitragsbemessungsgrenze lieg. Außerdem muss man in eine Versicherung wechseln, die komplett auf die 0,9 % Zusatzbeitrag verzichten. Davon gibt es in 2015 zwei. Am besten lässt man sich von einem unabhängigen Berater informieren oder nutzt ein Internet-Portal. Grundsätzlich ist momentan davon abzuraten einen voreiligen Wechsel vorzunehmen. Für das kommende Jahr kann man mit einer allgemeinen Preiserhöhung rechnen und daher ist es ratsam, sich dann für einen optimalen Versicherer zu entscheiden.

  • Zivilisationskrankheiten – WHO warnt!

    Zivilisationskrankheiten – WHO warnt!

    Falsche Ernährung, Alkoholkonsum und Tabakgenuss führen jedes Jahr zu Millionen von Todesfällen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat nun angegeben, dass an den Folgen dieses Lebensstils etwa 38 Millionen Menschen weltweit versterben. Knapp 16 Millionen dieser Todesopfer sind jünger als 70 Jahre. Laut WHO ist ein Großteil diese Krankheiten vermeidbar. Auf einer Pressekonferenz in Genf hat die WHO-Generaldirektorin Margaret Chan angegeben, dass es ein wichtiges Ziel der Staatengemeinschaft sein muss, gegen diese „Epidemie“ entschlossen vorzugehen.

    Die Zahlen sprechen für sich

    Vorzeitige Todesfälle durch Krankheiten, die nicht übertragbar sind, haben in den vergangenen Jahren verstärkt zugenommen. So waren es zum Beispiel zu Beginn des Millenniums, im Jahr 2000 etwa 14,6 Millionen die unter 70 Jahre alt waren und an Krankheiten wie Herzinfarkt, Krebs oder Diabetes verstorben sind. Mit den aktuellen 16 Millionen kann man einen klaren Anstieg erkennen. Die WHO ist davon überzeugt, dass nahezu alle dieser 16 Millionen Todesfälle vermeidbar sind.

    Entwicklungsländer und Schwellenländer am stärksten betroffen

    Die Studie lässt deutlich erkennen, dass in den sogenannten Dritte Welt Ländern und Schwellenländern die Gefahr einer solchen Erkrankung am höchsten ist. In Deutschland ist das Risiko hier zum Beispiel recht gering. Global gesehen stehen Russland und Oman an der Spitze der Risikokandidaten. Dies hat gleich mehrere Gründe.

    Zum einen sind die finanziellen Mittel vom Staat häufig nicht vorhanden, um großangelegte Kampagnen auf die Beine zu stellen, welche für Aufklärung sorgen. Es gibt keine Schulprogramme oder Zusammenarbeiten mit Sportvereinen und ähnlichen Institutionen. Ist die Infrastruktur im Land sehr schlecht und lebt ein Großteil der Bevölkerung in recht isolierten und schwer zugänglichen Gegenden, ist es oft ein Herausforderung die Personen zu erreichen. Abgeschnitten von modernen Medien und dem Geschehen der Großstädte, ist es hier nur schwer einen guten Informationsfluss aufrechtzuerhalten.

    Viele Länder haben darüber hinaus mit anderen Problemen zu kämpfen, wie Armut und einer niedrigen Bildungsrate. Der Fokus von Staat und auch von Hilfsorganisationen liegt häufig nicht im Bereich der Aufklärung über Zivilisationskrankheiten.

    Eine letzte Hürde sind sicherlich traditionelle Überzeugungen und kulturelle Ideale. Ein Mangel an Aufklärung und Bildung führt oft dazu, dass Warnungen nicht als gerechtfertigt aufgenommen werden. Wenn übermäßiger Alkoholkonsum und das Rauchen von Tabak schon immer Teil des täglichen Zusammenlebens war, wird er nicht als problematisch anerkannt. Hinzu kommen die Kulturkreise, denen sich der Zugang zu den modernen Zivilisationsdrogen erst vor Kurzem erschlossen hat. Sie haben nie die Chance gehabt, einen angemessenen Umgang damit zu erlernen und müssen häufig schnell feststellen, dass die Konsequenzen lebensgefährlich sein können.

    Welche Schritte werden eingeleitet?

    Die WHO gibt an, dass eine Investition von 3 Dollar pro betroffener Person ausreichen würde, um eine ausreichende Aufklärung zu finanzieren. Dabei kann diese in Form von Druckmedien geschehen, durch Informationstage in medizinischen Einrichtungen, in Schulen und auch durch die digitalen Medien und das Fernsehen. Die Möglichkeiten die richtigen Nachrichten und Informationen zu verbreiten sind groß. Deutschland ist dafür ein absolutes Paradebeispiel. Hier hat der Staat neben der Aufklärung auch rechtliche Schritte eingeleitet. Ein Werbeverbot für Tabak und Alkohol, ebenso wie die hohe Besteuerteren der Waren haben auf vielen Ebenen Wirkung gezeigt. Immer weniger Raucher werden im Land verzeichnet und unter Jugendlichen geht der Alkoholkonsum langsam aber sicher zurück.

    Es gibt auch anderer Länder, die große Vorschritte machen. Bäcker in Argentinien haben neue Auflagen für den Einsatz von Salz und in Ungarn haben neuen Steuergesetzte den Einsatz von Zucker reduziert. Neben den staatlich regelbaren Problemen ist es natürlich wichtig, dass die Menschen leichten Zugang zu Informationen haben und aktive Unterstützung finden. Das Fördern von Sporteinrichtungen, die kostenfreie Nutzung von Sportanlagen und die Möglichkeit mit geschultem Fachpersonal zu sprechen ist hierbei sehr wichtig.

    Wie lautet das Langzeitziel?

    Im Idealfall werden auf lange Sicht vorzeitige Todesfälle durch nicht übertragbare Krankheiten komplett verhindert. Das ist natürlich eher utopisch und auch kein konkretes Ziel. Dennoch sagt die WHO, dass sie bis zum Jahr 2025 zumindest ein Informationsnetzwerk aufgebaut haben wollen, dass alle Betroffenen erreichen kann. Denn sogar in einem Vorzeigeland wie Deutschland ist die Grundlage der nicht übertragbaren Krankheiten eher unbekannt. Man weiß zwar, dass man nicht zu viel Alkohol trinken sollte, und das das Rauchen ebenso schlecht ist wie ungesunde Ernährung und wenig Bewegung, aber welche konkreten Folgen dies haben kann, ist eher eine Grauzone. Die WHO ist allerdings zuversichtlich, dass sich in den kommenden Jahren die Zahlen zum Besseren wenden werden.

  • Gebärmuttersenkung – was tun?

    Gebärmuttersenkung – was tun?

    Die meisten Frauen, die ein Kind geboren haben, verspüren danach keine Veränderungen, es gibt aber auch Frauen, deren Gebärmutter sich nach der Niederkunft senkt und das führt dann zu einer Reihe von Problemen. Eine Gebärmuttersenkung ist harmlos, aber sie kann das alltägliche Leben beeinflussen.

    Was ist eine Gebärmuttersenkung?

    Die Gebärmutter senkt sich im Laufe der Jahre und das ist auch vollkommen natürlich. Besonders Frauen die geboren haben, müssen mit einer Senkung ihrer Gebärmutter rechnen, und mit jedem Kind oder auch mit einem sehr schweren Kind sinkt die Gebärmutter weiter ab. Aber nicht nur Geburten sind der Auslöser für eine Gebärmuttersenkung, auch Frauen, die Zeit ihres Lebens körperlich schwer gearbeitet haben, sind häufig betroffen. Vor allem schweres Heben beeinflusst die Gebärmutter, denn wer über einen langen Zeitraum Schweres tragen muss, der erhöht den Druck auf den Beckenboden.

    Werden der Rücken und der Unterbauch mehr angespannt als die Oberschenkel, was immer dann der Fall ist, wenn Lasten in einer gebeugten statt in einer gebückten Haltung angehoben werden, dann macht das der Gebärmutter zu schaffen. Sie gibt dem Druck des Beckenbodens nach und senkt sich nach unten. Auch starkes Übergewicht kann zu einer Gebärmuttersenkung führen und Frauen, die vielleicht bedingt durch starkes Rauchen ständig husten müssen, riskieren, dass sich ihre Gebärmutter weiter senkt. Da der Beckenboden eine Schwachstelle im weiblichen Körper ist, sollten Frauen immer darauf achten, dass sie Lasten richtig heben.

    Wie macht sich eine Gebärmuttersenkung bemerkbar?

    Die Gebärmutter senkt sich nicht von heute auf morgen, es bedarf schon einer gewissen Zeit, bis die ersten typischen Symptome einer Gebärmuttersenkung auftreten. Ein Zeichen für eine Senkung der Gebärmutter ist eine leichte Inkontinenz, beim Husten, Niesen oder sogar beim Lachen gehen einige Tröpfchen Urin ab. Aber auch der umgekehrte Fall, wenn die Blase auf der Toilette nicht mehr komplett geleert werden kann, deutet auf eine Gebärmuttersenkung hin. Einige Frauen verspüren auch einen stechenden Schmerz, wenn sie nach langem Sitzen aufstehen oder sie haben ein Fremdkörpergefühl im Unterleib.

    Bei vielen Frauen, die eine Gebärmuttersenkung haben, stellen sich aber überhaupt keine Symptome ein, es ist von Frau zu Frau individuell verschieden. Handelt es sich um einen schweren Fall von Gebärmuttersenkung, dann kann es passieren, dass sich sogar Organe verschieben, denn der Druck auf die Gebärmutter kann so stark werden, dass die Scheide, die Blase und der auch der Darm ihren ursprünglichen Platz verlassen. Die Scheide kann sich zum Beispiel nach vorne wölben, und wenn die Blase nach unten gedrückt wird, dann droht Inkontinenz.

    Muss eine Senkung der Gebärmutter behandelt werden?

    Solange keine Beschwerden auftreten, besteht kein Anlass, eine Gebärmuttersenkung zu behandeln. Kommt es aber zu unangenehmen Symptomen wie beispielsweise Inkontinenz, dann gibt es Behandlungsmöglichkeiten. Eine Operation ist nur sehr seltenen Fällen notwendig, es gibt alternative Methoden, die ebenso wirksam sind. Die Alternative heißt Pessar, was besonders bei älteren Frauen sehr hilfreich ist und die Symptome verschwinden lässt. Ein Pessar aus medizinischem Silikon oder Kunststoff kann schalenförmig oder rund sein und wird vom Frauenarzt zwischen der Gebärmutter und der Scheide eingesetzt. Auch wenn ein Pessar ein sehr wirksames Mittel gegen die Senkung der Gebärmutter ist, es gibt einen gravierenden Nachteil, denn das Pessar muss alle sechs bis acht Wochen ausgetauscht werden. Effektiv ist aber auch ein gezieltes Beckenbodentraining, was jede Frau auch bequem zu Hause machen kann. Besonders nach der Geburt hat sich das Training des Beckenbodens bewährt, damit es erst gar nicht zu einer Gebärmuttersenkung kommen kann.