Schlagwort: Arztpraxen

  • Antibiotikaresistenz – individuelle Therapie gegen Resistenzen

    Antibiotikaresistenz – individuelle Therapie gegen Resistenzen

    Antibiotikaresistenz, die Anzahl der resistenten Bakterien gegen Antibiotika nimmt dramatisch zu. Auf Grund der weiteren Ausbreitung von Resistenzen nimmt die Bedrohung bakterieller Erkrankungen weiterhin erheblich zu. Zu den am meisten gefürchteten Krankheiten zählen unter anderem

    • Syphilis oder
    • Tuberkulose.

     

    Auch weit verbreitete Infektionskrankheiten wie beispielsweise Wundinfektionen können auftreten. Gefürchtet sind zudem gefährliche Lungenentzündungen.

     

    Dieser Prozess lässt sich eindämmen durch eine gezieltere Verabreichung derartiger Medikamente. Abhilfe verspricht jetzt ein neues Verfahren. Dadurch lässt sich die Gabe von Antibiotikum individuell an den jeweiligen Patienten anpassen.

     

    Antibiotika – jeder Mensch reagiert anders

    Was für Medikamente allgemein gilt, hat auch für Antibiotika Gültigkeit. Denn jeder Mensch zeigt eine andere Reaktion auf ein Medikament. Dafür zeichnen beispielsweise Stoffwechselprozesse verantwortlich. Diese laufen von Mensch zu Mensch in einem unterschiedlich hohen Tempo ab. Während bei einem Patienten die Wirkstoffe wesentlich schneller abgebaut werden, benötigen sie bei einem anderen mehr Zeit.

     

    Forscher entwickelten nun ein neues Verfahren. Mithilfe dessen lässt sich testen, inwieweit ein verabreichtes Antibiotikum zur Abtötung von Erregern ausreichend ist. Denn geschieht dies nicht, erhöht sich die Gefahr der neuen Bildung weiterer resistenter Keime.

     

    Einsatz von Biosensoren – Antibiotikaresistenz

    Für diesen Zweck nutzten die Forscher einen erfinderischen Trick. Und zwar bauten sie Antibiotika-Sensoren in ihre Messgeräte ein. Zur Verteidigung gegen Antibiotika verfügen Bakterien über speziellen Sensorproteine. Sowie ein Antibiotikum mit einem derartigen Protein in Verbindung tritt, löst sich jenes vom DNA-Bereich ab. Dieses DNA-Fragment wird aktiv. Es beginnt mit der Produktion von Eiweißen. Diese werden als Verteidigung benötigt.

     

    Kontrollmöglichkeit der Dosierung von Antibiotika

    Genau diese Verbindung aus DNA-Fragmenten und Sensoreiweiß haben sich die Forscher zu Eigen gemacht. Daraus lässt sich die Höhe von Antibiotika im Blut bestimmen. Liegt ein vorschneller Abbau vor, kann dieser leicht nachdosiert werden.

     

    Ein Nachweis mithilfe dieses Verfahrens kann binnen zehn Minuten erfolgen. Dies ist in Apotheken, Arztpraxen oder während eines Hausbesuches möglich. Auch in der Lebensmittelkontrolle kann das Verfahren nützlich sein.

  • Woran erkenne ich einen guten Zahnarzt?

    Woran erkenne ich einen guten Zahnarzt?

    Kaum ein anderer Arzt ist so unbeliebt wie der Zahnarzt, schon der Gedanke an den Bohrer verursacht bei den meisten Menschen ein mehr als unbehagliches Gefühl. Wer eine regelrechte Dentalphobie hat, für den wird es besonders schlimm, wenn ein Zahn schmerzt. Meist bleibt es dann bei nur einem Termin, die Folgetermine werden überhaupt nicht mehr wahrgenommen. Wie gut oder weniger gut ein Besuch beim Zahnarzt in Erinnerung bleibt, das hängt auch vom jeweiligen Zahnarzt ab, denn ein erfahrener und umsichtiger Zahnarzt kann seinen Patienten viel von ihrer Angst abnehmen.

    Eine schwierige Suche

    Zahnärzte gibt es viele und das macht es nicht einfach, den persönlich passenden Arzt zu finden. Das Internet spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige, aber zuweilen auch eine etwas verwirrende Rolle, denn die meisten Zahnärzte haben heute eine eigene Homepage und stellen sich mit all ihren Vorzügen bei den Patienten vor. Oft hält die Behandlung leider nicht, was die Hochglanzseite im Netz verspricht, manche Zahnärzte sind schlicht und einfach Blender und Aufschneider, aber sie sind für den Laien schwer als solche auszumachen. Eine moderne Praxis sollte nicht alles sein, was der Zahnarzt zu bieten hat, es gibt noch andere Faktoren, die bei der Wahl des Zahnarztes sehr wichtig sind.

    Worauf sollten Patienten achten?

    Woran erkennt man einen wirklich guten und seriösen Zahnarzt?

    • Die Praxis ist sauber, aufgeräumt und gepflegt
    • Der Arzt legt viel Wert auf vorbeugende und zahnerhaltende Behandlungen
    • Transparente Kostenpläne sind eine Selbstverständlichkeit
    • Der Arzt lässt seinen Patienten Zeit, um die geplante Therapie zu überdenken
    • Es gibt auch die Möglichkeit, eine preiswerte Behandlung zu wählen
    • Riskante Eingriffe werden ausführlich besprochen

    Hier finden Sie noch weitere Tipps.

    Vorsicht vor zu vielen Titeln

    In vielen Zahnarztpraxen sind die Wände mit Urkunden und Titeln geschmückt, was aber hinter diesen Auszeichnungen steckt, das wissen nur die wenigsten Patienten. Natürlich können sich Zahnärzte fortbilden, jedoch der Grad, ob es sich bei dieser Fortbildung um eine tatsächliche Qualifikation oder nur um Angeberei handelt, ist sehr schmal. Wenn der Arzt beispielsweise einen Tätigkeitsschwerpunkt angibt, dann muss er auch Nachweise über die Anzahl der Fortbildungsstunden und genaue Fallzahlen nennen können. Hat er an einem sogenannten Curriculum teilgenommen, dann sagt das nichts über eine genaue Qualifikation aus, denn die Auswahl reicht von einem Wochenendseminar über Umweltmedizin bis zu einer Fortbildung, die mehrere Monate gedauert hat und bei der sich der Zahnarzt über die Möglichkeiten der Hypnose in der Zahnmedizin informiert hat.

    Doktor oder doch nicht?

    Die meisten Menschen sprechen einen Arzt automatisch mit einem Doktortitel an, aber in der heutigen Zeit ist dieser wohlklingende Titel auch bei Zahnärzten keine Pflicht mehr. Manche Zahnärzte haben auf dem Praxisschild die seltsame Abkürzung M. Sc. stehen und sie stellen ihre Patienten damit vor ein Rätsel. Die Abkürzung steht für „Master of Science“ und besagt nichts anderes, als dass der Arzt an einer Fortbildung an der Universität teilgenommen hat. Ein Zeichen für ein langjähriges Studium mit anschließender Habilitation ist der „Meister der Wissenschaft“ allerdings nicht. Auch der Zusatz Spezialist, zum Beispiel für Implantate, gibt keine sichere Auskunft, denn Begriffe wie Implantologe sind nicht gesetzlich geschützt, jeder Zahnarzt darf sich so nennen.

    Auf der sicheren Seite

    Wer bei der Auswahl des Zahnarztes auf Nummer sicher gehen will, der sollte auf die geschützten Titel achten. Dazu gehört der DGParo-Spezialist für Parodontologie oder auch der Spezialist für Endodontologie der DGET. Ein Beispiel für eine seriöse Zahnarztpraxis im Raum Oldenburg ist die Praxis in Metjendorf. Die Praxis unweit von Oldenburg bietet moderne Technologien, ein professionelles, freundliches Team, aber vor allen Dingen ein breit gefächertes Spektrum an Leistungen in der Zahnmedizin. Kinder werden sich in der Praxis ebenso wohlfühlen wie auch Patienten, die Implantate möchten oder Patienten, die nicht so gerne zum Zahnarzt gehen.

    Bild: © Depositphotos.com / pikselstock

  • Sind Gesundheits-Apps wirklich sinnvoll?

    Sind Gesundheits-Apps wirklich sinnvoll?

    Sie zählen die Schritte, die man Tag geht, sie messen den Puls und den Blutdruck, sie verfolgen die Entwicklung des Gewichts – die Rede ist von den mehr als 100.000 Gesundheits-Apps, die es inzwischen gibt. Viele Menschen verlassen sich auf diese modernen Apps, aber wie sinnvoll sind die Apps und können sie wirklich einen Besuch beim Arzt ersetzen?

    Der moderne Patient

    Der Patient im digitalen Zeitalter muss nicht mehr unbedingt zu einem Arzt gehen, wenn er wissen will, ob mit dem Blutdruck alles in Ordnung ist, er schaut stattdessen auf sein Smartphone mit der entsprechenden Gesundheits-App. Nach Ansicht von vielen Medizinern ist der Trend mit der Gesundheits-App eher positiv zu bewerten, allerdings sollte auch die Qualität der App stimmen. Internisten sind regelrecht begeistert von den Apps, denn auch im Klinikalltag spielt die digitale Medizin eine immer wichtigere Rolle, und mithilfe der App stehen Patient und Arzt auf einfache Art und Weise in Verbindung.

    Per Gesetz verankert

    Auch für den Weg in die digitale Medizin gibt es Gesetze, denn im Dezember des vergangenen Jahres haben der Bundestag und der Bundesrat das „Gesetz für sichere, digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen“, kurz auch das E-Health-Gesetz verabschiedet. Anfang 2016 trat das Gesetz dann in Kraft, und zwar mit dem Ziel, alle Krankenhäuser, Apotheken und Arztpraxen besser als bisher miteinander zu vernetzen. Auf diese Weise werden die relevanten Daten aller Patienten schnell abrufbar gemacht.

    Medikation elektronisch planen

    Viele Versicherte haben heute schon eine elektronische Gesundheitskarte und auf dem Chip, der sich in der Karte befindet, sind unter anderem auch die Blutgruppe, eventuelle Vorerkrankungen und auch eine Medikamentenliste gespeichert. Für Patienten, die mehr als drei Medikamente am Tag einnehmen müssen, soll es in Zukunft auch einen elektronischen Medikationsplan geben, um gefährliche Nebenwirkungen zu verhindern, denn noch immer sterben in Deutschland mehrere Tausend Menschen an einer falschen Medikation.

    Bild: © Depositphotos.com / Syda_Productions

  • Grippe oder Erkältung – es kommt auf die Symptome an

    Grippe oder Erkältung – es kommt auf die Symptome an

    Es ist wieder so weit, die Grippe hat Deutschland fest im Griff. Die Arztpraxen füllen sich wieder mit Menschen, die husten, niesen und über Kopf- und Gliederschmerzen klagen. Aber nicht alle, die jetzt die Wartezimmer bevölkern, haben tatsächlich eine echte Grippe, viele sind einfach nur erkältet, meinen aber, schwer krank zu sein. Der Bundesverband der Deutschen Internisten hat jetzt eine Art Leitfaden für Patienten herausgegeben, die nicht so genau wissen, ob sie eine Grippe haben oder nur erkältet sind.

    Die Symptome einer Grippe

    Eine Grippe wird immer von Viren ausgelöst und tritt meist schlagartig auf. Wer sich also am Morgen noch topfit gefühlt hat, kann am Nachmittag schon mit hohem Fieber im Bett liegen. Temperaturen von 39° Grad sind bei einer Grippe keine Seltenheit, dazu kommen starke Kopfschmerzen, alle Glieder tun weh und letztendlich gesellen sich auch noch Schnupfen und Husten dazu. Die Betroffenen fühlen sich elend und sehr krank. Bei einer echten Grippe kann der Körper schnell zwei Liter Flüssigkeit verlieren, umso wichtiger ist es, so viel wie möglich zu trinken. Wer die Grippe hat, sollte unbedingt im Bett bleiben und fiebersenkende Mittel sowie Schmerzmittel wie Ibuprofen einnehmen.

    Wie macht sich eine Erkältung bemerkbar?

    Auch eine Erkältung ist eine Virusinfektion, aber die Krankheit beginnt langsam und die Symptome flauen nach wenigen Tagen wieder ab. Den Betroffenen läuft die Nase, sie haben Halsschmerzen, Kopfschmerzen und eventuell auch Gliederschmerzen. Eine Erkältung beeinträchtigt zwar das Wohlbefinden, aber sie ist keine schwere Krankheit. Fieber ist bei einer Erkältung eher selten und auch ein Besuch beim Arzt ist nicht notwendig. Viel Ruhe, viel trinken und ein Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen kann helfen, die Erkältungstage gut zu überstehen. Wenn die Erkältung nach einer Woche nicht abgeklungen ist, dann ist allerdings ein Arztbesuch notwendig, denn dann besteht die Gefahr einer Lungenentzündung.

    Bild: © Depositphotos.com / chepko

  • Wie sicher sind Patientendaten?

    Wie sicher sind Patientendaten?

    Wer zum Arzt geht, der möchte neben einer effektiven Behandlung auch sicher sein, dass die persönlichen Daten und Diagnosen geschützt sind. Leider ist das nicht bei allen Ärzten der Fall, wie die Stiftung Warentest jetzt herausgefunden hat. Es wurden bei den Stichproben zum Teil eklatante Mängel festgestellt und sensible Daten der Patienten wurden einfach preisgegeben.

    Diskretion? Fehlanzeige!

    30 Arztpraxen hat die Stiftung Warentest auf den Prüfstand gestellt und bei der Hälfte der getesteten Arztpraxen gab es sehr große Lücken im Sicherheitssystem. So haben zum Beispiel Mitarbeiter der Ärzte ohne Weiteres am Telefon medizinische Daten über die Patienten verraten, und sensible Daten wie etwa Untersuchungsergebnisse, wurden unverschlüsselt per Mail verschickt. In drei von zehn Praxen konnten die Patienten im Wartezimmer mithören, was der Arzt mit einem anderen Patienten besprochen hat und telefonisch wurden Laborergebnisse mitgeteilt, ohne dass sich die Mitarbeiter überhaupt darüber informiert haben, wer am anderen Ende der Leitung ist.

    Verstöße sind strafbar

    Ärzte stehen unter Schweigepflicht und auch ihre Mitarbeiter haben sich verpflichtet, nichts über das, was sie tagsüber in der Praxis erleben, an andere weiter zu geben. Diese Schweigepflicht hat ihre Gründe, denn es könnten dem Patienten Nachteile entstehen, wenn der Arzt seine Diagnosen preisgibt. Nach dem Paragrafen 203 des Strafgesetzbuches kann ein Arzt, der sich nicht an die Schweigepflicht hält, zu einer Geldstrafe und in schweren Fällen auch zu einer Freiheitsstrafe verurteilt werden.

    Diskretion ist möglich

    Die Stiftung Warentest hat nicht nur Lücken im Sicherheitssystem vieler Arztpraxen entdeckt, sie zeigt auch, wie einfach Diskretion sein kann. So sollte, wenn die Räumlichkeiten es zulassen, der Anmeldungsbereich in einem separaten Raum sein, denn besonders bei der Anmeldung kann jeder mithören, wenn über andere Patienten gesprochen wird. Auch wenn die Patienten eine Nummer ziehen und nicht mit Namen aufgerufen werden, dann kann das zu mehr Diskretion in der Arztpraxis beitragen.

    Bild: © Depositphotos.com / ginasanders

  • Winterzeit ist Virenzeit – effektiver Schutz vor dem Norovirus

    Winterzeit ist Virenzeit – effektiver Schutz vor dem Norovirus

    Immer wenn die Temperaturen in den Keller gehen, dann haben die gefürchteten Noroviren Hochsaison und zwischen Januar und März vermelden die Krankenhäuser und Arztpraxen einen regen Zulauf. Die Wartezimmer und Notaufnahmen füllen sich mit Patienten, die über Durchfall und Erbrechen klagen und die Diagnose heißt sehr oft: Norovirus. Jetzt gibt es einen Leitfaden, wie man eine Ansteckung mit dem unangenehmen Virus vermeiden kann.

    Hygiene ist das A und O

    Hygiene wird im Kampf gegen den Norovirus ganz groß geschrieben. Auch wenn die Betroffenen keine akuten Beschwerden mehr haben, sind sie immer noch ansteckend, denn der Körper scheidet noch zwei Wochen das Virus aus. Um andere vor einer Ansteckung zu schützen, ist Händewaschen Pflicht, denn nur wenn die Hände immer gründlich und vor allen Dingen häufig gewaschen werden, dann hat das Norovirus keine Chance mehr. Wenn möglich, sollten Angehörige eine andere Toilette als die Betroffenen benutzen und die Kleidung der erkrankten Personen sollte nach Möglichkeit bei hohen Temperaturen gewaschen werden.

    Gründlich putzen

    Der neue Leitfaden zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Norovirus gibt auch genaue Anleitungen, wie im Haus geputzt werden sollte. Leider sind Noroviren ausgesprochen hartnäckig und halten sich sehr lange auf Oberflächen. Milde umweltfreundliche Putz- und Reinigungsmittel können die Viren nicht bekämpfen, wer effektiv putzen will, der muss zu starken Desinfektionsmitteln greifen, aber selbst dann kann ein Erfolg nicht garantiert werden. Daher empfiehlt der Ratgeber, es nicht beim einmaligen Putzen zu belassen. Badewanne, Dusche und besonders die Toilette müssen nach jeder Benutzung mehrfach gründlich gereinigt werden.

    Handschuhe tragen

    Um eine Ansteckung mit Novoviren zu vermeiden, sollten nicht nur beim Putzen und Reinigen Einmalhandschuhe getragen werden, auch wenn die Bettwäsche eines Infizierten gewechselt wird, sind Handschuhe eine Notwendigkeit. Nach der Reinigung müssen die Hände wieder gründlich gewaschen werden, denn nur so kann eine Ansteckung vermieden werden.

    Bild: © Depositphotos.com / AndreyPopov