Schlagwort: Atemnot

  • Allergische Rhinitis

    Allergische Rhinitis

    Wer an einer allergischen Rhinitis leidet, ist in seiner Lebensqualität enorm eingeschränkt. Rund 60 Millionen Europäer sind aufgrund des allergischen Schnupfens beeinträchtigt. Dabei handelt es sich bei der Allergie um eine empfindliche Reaktion des Körpers auf gewisse Stoffe. Beispielsweise reagieren Betroffene auf Pollen oder Milben. Zu unterscheiden ist eine allergische Rhinitis, die ganzjährlich auftritt oder mit bestimmten Jahreszeiten einhergeht. Neben dem Schnupfen können durch die Allergie Symptome wie Jucken der Nase auftreten. Ausserdem ist ein Juckreiz von Augen, Augenbrennen oder Atemnot keine Seltenheit. Die allergische Rhinitis ist auch unter der Erkrankung Heuschnupfen bekannt.

     

    Symptome der allergischen Rhinitis

    Mit einer allergischen Rhinitis, oder auch Heuschnupfen, gehen neben schnupfenähnlichen Symptomen auch folgende Beschwerden einher:

    • Augenbeschwerden:
      Gerade die Bindehäute der Augen lösen bei einer allergischen Rhinitis Beschwerden aus. Die Schleimhäute können nicht nur einen Juckreiz zum Opfer fallen. Ebenso obliegt ein Symptom in der Rötung der Augen. Während man lange die Annahme verfolgte, dass die Reaktionen durch das Eindringen von Pollen ausgelöst werden, hat man heute eine andere Erkenntnis erlangt. Es handelt sich vielmehr um eine Folge der Entzündungen der Bindehäute. Die Ursache liegt nach dem heutigen Kenntnisstand in der Entzündung der Nasenschleimhaut. Diese werden durch einen übertragen.
    • Nasenbeschwerden:
      Nicht selten haben Patienten, die auf Milben, Tierhaare oder gar Schimmelpilzsporen reagieren, einen sogenannten Dauerschnupfen. Dadurch wird vor allem die Nasenatmung erheblich eingeschränkt. Die Folge der Allergie kann bis zu einer trockenen Nase führen und Kopfschmerzen auslösen. Die Symptome ähneln dabei einer Erkältung.

     

    Damit die Beschwerden nicht chronisch werden, sollte eine Behandlung zeitnah eingeleitet werden.

     

    Folgen bei fehlender Behandlung

    Wer die ersten Anzeichen einer allergischen Rhinitis ignoriert, kann das unter Umständen im Verlauf des Krankheitsbildes bitter bereuen. Nach der Sofortphasenreaktion können Spätphasenreaktionen auftreten. Mit einwandernden Immunzellen aus dem Blut werden Giftstoffe in der Schleimhaut freigesetzt. Die gefährlichen Stoffe sind nicht nur für die Schleimhaut schädlich, auch umliegende Zellen können nachhaltig geschädigt werden. Infolgedessen entstehen kleine „Mikro-Narben“, welche sich an der Schleimhaut bilden. Bleibt die Behandlung über einen längeren Zeitraum aus, kann sich das unwiderruflich auf den Aufbau der Schleimhaut auswirken.

     

    Folgen für die Nasenschleimhaut

    Durch den anhaltenden Prozess verliert die Nasenschleimhaut ihre Flimmerhärchen. Ebenso werden die Schleimhaut-Drüsen reduziert und der normale Aufbau verändert sich. Folglich entstehen Atemprobleme, da die Luft nicht mehr gereinigt bzw. befeuchtet werden kann. Mit dieser Folge gelangen noch mehr Schadstoffe in die Lunge und es kann ebenso zu einem Schaden in der Lunge sowie in den Bronchien kommen. Die Konsequenz einer fehlenden Behandlung der allergischen Rhinitis kann zudem in dem Krankheitsbild Asthma bronchiale bestehen. Daher sollte die Behandlung schon bei ersten Anzeichen der Allergie erfolgen.

     

    Entstehung allergischer Rhinitis

    Leidet ein Patient an allergischer Rhinitis, reagiert der Körper auf Allergen, die im Normalfall keine Belastung darstellen. Gerade Pollen und Milben sind Allergene, die bei einer vorliegenden Allergie zu einer enormen Belastung führen. Mit der Immunreaktion geht eine Sensibilisierung einher. Das bedeutet, dass der Körper Antikörper produziert, um gegen die Allergene vorzugehen. Dadurch kommt es zu einer Entzündung, die durch die Vernetzung dieser Antikörper entsteht. Schließlich setzen sich die vernetzten Antikörper auf Immunzellen in der Schleimhaut und Entzündungsstoffe wie Histamin werden freigesetzt. Die Folgen davon bestehen in:

    • Einer Weitung des Blutgefäße
    • Ödemen bilden sich aus
    • Nasensekret wird gebildet
    • Nervenfasern in der Schleimhaut werden gereizt

     

    Werden erste Symptome erkannt, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann enstprechend der Allergie passende Behandlungsschritte einleiten.

     

    [content-egg-block template=offers_list]

  • Wie kommt es zu einer Allergie?

    Wie kommt es zu einer Allergie?

    Eine Allergie ist eine krankhafte Reaktion des Körpers auf äußere Einflüsse. Es gibt heutzutage eine Vielzahl von Allergien, zum Beispiel Hausstauballergie, Tierhaarallergie, Pollenallergie – landläufig unter Heuschnupfen bekannt, Allergien auf bestimmte chemische Substanzen oder Lebensmittelallergien. In Verbindung mit der Pollenallergie treten auch Allergien gegen bestimmte Lebensmittel auf, die so genannten Kreuzallergien. Die Stoffe, welche die Allergie auslösen, heißen Allergene.

     

    Die Ursache dafür, dass viele Menschen auf bestimmte Stoffe allergisch reagieren, ist zum einen erblicher Natur. Zum anderen sorgt auch übertriebene Hygiene dafür, dass Menschen schon im Kleinkindalter keine ausreichenden Abwehrkräfte gegen Allergene bilden können.

     

    Allergien können bereits im Kindesalter auftreten und bis ins hohe Alter hinein Menschen beiderlei Geschlechts betreffen. Vorbeugen kann man vor allem bei der Pollenallergie durch eine Impfserie in der allergiefreien Zeit mit abgeschwächten Erregern. Ansonsten hilft es meist nur, die Allergie auslösenden Stoffe zu meiden, z. B. Milchprodukte bei einer Kuhmilcheiweißallergie, Obst oder Nüsse bei einer entsprechenden Lebensmittelallergie. Bei einer Hausstauballergie hilft es oft nur, die Wohnung entsprechend ohne textile Fußbodenbeläge, Polstermöbel und Federbetten einzurichten.

     

    Was kennzeichnet eine allergische Reaktion?

    Eine allergische Reaktion kann leichter oder schwerer Natur sein. Sie reicht von Rötungen und Reizuständen der Haut bis hin zum medizinisch als „anaphylaktischen Schock“ bezeichneten Zustand mit Atemnot und Kreislaufproblemen. Dieser Zustand ist lebensbedrohlich! Hier muss sofort ein Arzt zu Hilfe gerufen werden.

     

    Treten Reizungen und Rötungen im Bereich von Haut und Schleimhäuten auf, so hilft entweder eine entzündungshemmende Salbe, die Einnahme entsprechender Medikamente oder zur schnellen Linderung auch eine Spritze. Oft bilden sich Quaddeln oder Ausschläge auf der Haut, die mit einer bestimmten, gegen die Art der allergischen Reation wirksamen, Salbe gelindert und beseitigt werden können. Auch Tabletten gegen den Juckreiz und im Notfall eine Spritze mit einem Antihistaminikum helfen.

     

    Allergische Reaktionen treten auf, wenn Betroffene unter einer Allergie leiden. Grundsätzlich kann jeder Mensch auf jeden beliebigen Stoff allergisch sein. Ob es sich dabei um Tierhaare, Pollen, Hausstaub, bestimmte Stoffe in Kosmetika oder Hausstaub handelt, ist unerheblich. Die Intensität der allergischen Reaktion ist verschieden ausgeprägt.

     

    [content-egg-block template=offers_list]

  • E-Zigaretten könnten ebenfalls Erkrankung an COPD begünstigen

    E-Zigaretten könnten ebenfalls Erkrankung an COPD begünstigen

    Nikotin trägt zur Begünstigung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD bei. Dies kann im weniger günstigen Fall auch bedeuten, dass nicht ausschließlich Tabak der Lunge Schaden zufügt. Auch Personen, die nikotinhaltige Liquids von E-Zigaretten konsumieren, könnten hiervon betroffen sein.

     

    Liquid der E-Zigaretten offenbar gesundheitsschädigend

     

    Schwedische Forscher der Universität Umea fanden heraus, dass Nikotin Entzündungsprozesse in der menschlichen Lunge hervorruft. Zwar hinterlässt das nikotinhaltige Liquid in E-Zigaretten keine unangenehmen Gerüche und reizt auch die Atemwege nicht. Trotzdem ist auch hier der Nikotingenuss nicht weniger unbedenklich.

     

    Nikotin trägt zur Aktivierung einer bestimmten Gruppe von weißen Blutkörperchen bei, den neutrophilen Granulozyten. Diese machen immerhin mehr als 50 Prozent der gesamten weißen Blutkörperchen aus. Eindringende Krankheitserreger werden von ihnen erkannt und unschädlich gemacht.

     

    Einerseits verschlingen sie diese komplett. Auf der anderen Seite setzen sie jedoch unterschiedliche Substanzen frei, die zur Abtötung von Mikroorganismen beitragen können. Ferner fangen sie Mikroben mit Fallen ein und bilden Strukturen aus Chromatin, in welchen sich Eindringlinge verfangen. Wissenschaftler bezeichnen diese Fallen auch kurz als NETs.

     

    Schäden im Gewebe

     

    Diese Form der Bekämpfung von Feinden hat jedoch eine negative Seite. So sind diese mit zahlreichen entzündungsfördernden Stoffen und antimikrobiellen Enzymen besetzt, womit sie zwar Eindringlingen einiges entgegenzusetzen haben, jedoch auch körpereigenem Gewebe schaden können.

     

    In durchgeführten Labortests konnte nachgewiesen werden, dass Nikotin zur Anregung der Freisetzung von NETs beiträgt.

     

    COPD gefährdet das Leben

     

    Seitens der Experten wird bereits seit Längerem vor einer Verharmlosung des Genusses von E-Zigaretten gewarnt. Ganz besonders auch deshalb, da bislang Langzeitfolgen des Konsums nicht abschätzbar sind. Hierzu könnte unter anderem auch COPD gehören.

     

    COPD nimmt als das Leben bedrohende Lungenkrankheit mit einer chronischen Bronchitis – oftmals auch als Raucherhusten bezeichnet – ihren Anfang. Die Erkrankung geht mit einer zunehmenden Atemnot ein. In schweren Fällen sind hiervon Betroffene körperlich kaum noch belastbar. Ferner benötigt dieser Personenkreis stetig ergänzenden Sauerstoff.

     

    Eine COPD entwickelt ungefähr jeder fünfte Raucher, der langjährig Nikotin konsumiert. Von Rauchern über 40 Jahre neigt nahezu jeder zweite unter einer COPD.

     

    [content-egg-block template=offers_list]

  • Akute Myokarditis – wenn das Herz entzündet ist

    Akute Myokarditis – wenn das Herz entzündet ist

    Ohne das Herz kann der Körper nicht funktionieren, und wenn sich der Muskel entzündet, der dafür zuständig ist, das Blut durch den Körper zu pumpen, dann kann es schnell lebensgefährlich werden. Die Ärzte nennen das eine akute Myokarditis, eine Herzmuskelentzündung. Eine akute Myokarditis verhält sich sehr unauffällig, was eine exakte Diagnose schwer macht. Wird diese Entzündung jedoch nicht rechtzeitig erkannt, kann kommt es im günstigsten Fall zu einer bleibenden Herzschwäche, im schlimmsten Fall aber kommt es zu Herzversagen.

    Was ist eine akute Myokarditis?

    Eine akute Myokarditis greift nicht nur den Herzmuskel an, von der Entzündung sind auch die Herzkranzgefäße, das umliegende Gewebe und der Herzbeutel betroffen. Da der Herzbeutel und die Haut des Herzmuskels eng zusammenliegen, ist es nicht immer auf den ersten Blick möglich, eine akute Myokarditis sofort zu diagnostizieren. Meist sind bei einer Myokarditis sowohl der Herzmuskel als auch der Herzbeutel betroffen und die Diagnose kann sicher gestellt werden.

    Welche Ursachen gibt es?

    Für eine akute Myokarditis sind in der Hälfte aller Fälle Viren zuständig, meist ist es eine harmlose Erkältung, ein grippaler Infekt oder eine Durchfallerkrankung, die die Entzündung des Herzmuskels auslösen. Der Herpes-Virus oder der Influenza-Virus sind für eine Myokarditis verantwortlich, in der Regel ist es aber der sogenannte Coxsackie B-Virus, der die Entzündung auslöst. Kommt es zu einer Blutvergiftung, dann sind Bakterien wie zum Beispiel Staphylokokken die Ursache einer Myokarditis, möglich ist aber auch eine Infektion mit Streptokokken, wie sie bei einer Mandelentzündung oder bei Scharlach vorkommen. Eher selten sind Pilzinfektionen der Auslöser für eine akute Myokarditis, sie können nur dann eine Entzündung auslösen, wenn das Immunsystem geschwächt ist.

    Dauer und Häufigkeit einer Myokarditis

    Wie lange es dauert, bis die Entzündung des Herzmuskels abgeklungen ist, das hängt zum einen vom Ausmaß der Entzündung und zum anderen vom gesundheitlichen Allgemeinzustand des Patienten ab. Es ist sehr schwer, zu sagen, wann die Myokarditis tatsächlich vollkommen ausgeheilt ist, als Richtwert gilt aber die Dauer von ca. sechs Wochen. Betroffene sollten sich nach einer überstandenen Myokarditis noch einige Wochen schonen und sich nicht übermäßig körperlich anstrengen, damit es nicht zu Folgeerscheinungen kommt. Da viele Herzmuskelentzündungen nur kaum oder gar keine Beschwerden verursachen, lässt sich schwer sagen, wie häufig diese Form der Herzerkrankung auftritt. Geschätzt wird eine Zahl von über 1500 Fällen im Jahr, von denen knapp 140 einen tödlichen Verlauf nehmen.

    Die Symptome einer Herzmuskelentzündung

    Es gibt bei einer Myokarditis keine typischen Symptome, wie das zum Beispiel bei einem Herzinfarkt der Fall ist. Die meisten Betroffenen fühlen sich aber schnell müde, die Leistungsfähigkeit lässt spürbar nach und es kommt zu starkem Herzklopfen. Manche haben auch das Gefühl, dass ihr Herz stolpert oder sie verspüren ein Enge-Gefühl in der Brust. Handelt es sich um eine schwere Entzündung, dann können sich auch Ödeme, also Wassereinlagerungen, in den Beinen oder in der Lunge bilden. Es kommt zu starker Atemnot, die Halsvenen treten deutlich hervor und im schlimmsten Fall brechen die Patienten zusammen, es kommt zu einem Herz- und Kreislaufzustand und schließlich zum Tod.

    Wie wird eine Myokarditis behandelt?

    Welche Behandlung infrage kommt, das hängt vom Auslöser der Entzündung und von der Schwere der Symptome ab. Die Säulen einer Therapie bilden aber Schonung und die Behandlung der Krankheit, die die Myokarditis ausgelöst hat. Besonders wichtig ist es außerdem, dass sich die Patienten schonen und körperliche Anstrengungen vermeiden, geschieht das nicht, dann droht eine chronische Myokarditis und es bleibt eine lebenslange Herzschwäche zurück. Wenn es sich um eine bakterielle Myokarditis handelt, dann wird mit Antibiotika behandelt, für die virale Herzmuskelentzündung gibt es bis heute leider keine speziellen Medikamente, es laufen aber Studien für eine Behandlung mit Kortison.

    Bild: © Depositphotos.com / designer491

  • Die Infektionskrankheit Tetanus und ihre Gefahren

    Die Infektionskrankheit Tetanus und ihre Gefahren

    Etwa eine Million Menschen weltweit infiziert sich jedes Jahr mit Tetanus, einer Krankheit, die viele unter ihrem deutschen Namen Wundstarrkrampf kennen. Die Infektionskrankheit Tetanus tritt in Deutschland allerdings relativ selten auf, denn viele Deutsche sind geimpft und auch die hygienischen Verhältnisse sind hierzulande so gut, dass der Erreger kaum eine Chance hat. Clostridium tetani – so heißt der Erreger, der die Infektionskrankheit Tetanus auslöst und wenn dieser Erreger in die Muskeln des Körpers eindringt, dann verkrampft sich die Muskelmasse dermaßen, dass es zu Lähmungserscheinungen kommt.

    Welche Ursachen hat die Infektionskrankheit Tetanus?

    Der Name Wundstarrkrampf verrät es bereits, die Ursachen für Tetanus sind in den offenen Wunden zu finden, durch der Erreger in den Körper eindringen kann. Das Bakterium hat die Form eines Stäbchens und kann sich nur dann vermehren, wenn die Umgebung arm an Sauerstoff ist, was bei offenen Wunden besonders dann zutrifft, wenn sie stark ausgefranste Ränder haben. Einmal in die Wunde eingedrungen, bilden die Bakterien Sporen und damit eine dauerhafte Form des Erregers, und wenn die Bedingungen besonders ungünstig sind, dann können sie sehr lange überleben. Erschwerend kommt hinzu, dass der Erreger zum einen widerstandsfähig gegen Hitze, Austrocknung und Desinfektionsmittel ist und zum anderen in der Umwelt praktisch überall vorkommt. Die meisten Tetanus-Erreger finden sich im Erdreich, in tierischen Ausscheidungen, aber auch auf der Haut von Tieren und in ihrer Darmflora.

    Der Tetanus Infektionsweg

    Es ist nicht der Erreger selbst, der in die Wunde gelangt, es sind vielmehr die Sporen, die auch ohne Sauerstoff leben können. Meist reicht schon eine kleine Verletzung, die verschmutzt wird und schon wandern die Sporen in den menschlichen Körper. Das kann zum Beispiel bei der Gartenarbeit passieren, aber auch bei Verkehrsunfällen und Unfällen in der Landwirtschaft ist die Infektionskrankheit Tetanus präsent. Ist der Erreger einmal in der Wunde, dann vermehrt er sich dort und gibt das Gift Tetanustoxin in die Blutbahn ab. Der Giftstoff gerät dann über den Blutkreislauf in das zentrale Nervensystem ins Gehirn und auch ins Rückenmark. Dort angekommen, werden bestimmte Nervenzellen deaktiviert und alle Nervenimpulse, die normalerweise die Muskeln entspannen sollen, können nicht mehr weitergeleitet werden, was schließlich zu den für Tetanus typischen Verkrampfungen führt.

    Die Tetanus Symptome

    Für die Infektionskrankheit Tetanus gibt es klassische Symptome, wie Kopfschmerzen, Schwindel, Schmerzen in den Muskeln, eine allgemeine Mattigkeit und auch starke Schweißausbrüche. Im weiteren Verlauf kann eine sogenannte Kieferklemme dazu kommen, die Betroffenen haben einen grinsenden Gesichtsausdruck, da sich die Zungen- und Gesichtsmuskulatur verkrampft, auch die Beine, die Arme, der Nacken und die Bauchmuskulatur werden in Mitleidenschaft gezogen. Die Muskelkrämpfe sind schmerzhaft und dauern bis zu zwei Minuten an, sie werden noch verstärkt durch optische Reize wie helles Licht, akustische Reize, laute Geräusche und mechanische Reize, wie leichte Berührungen. Die Infektionskrankheit Tetanus führt auch zu einem erhöhten Stoffwechsel, was hohes Fieber auslösen kann und wenn sich die Kehlkopfmuskulatur verkrampft, dann kommt es zu Atemnot, die Betroffenen drohen zu ersticken.

    Wie wird Tetanus behandelt?

    Gegen die Infektionskrankheit Tetanus gibt es kein direktes Gegenmittel, alles, was die Ärzte in einem akuten Fall tun können, ist die Symptome zu lindern und die Vermehrung des Krankheitserregers zu vermindern. Zunächst muss die Wunde gründlich gereinigt und dann breit geöffnet werden. Durch die offene Wundbehandlung kommt Sauerstoff in den Wundbereich und das ist hilfreich, damit sich die Bakterien nicht weiter vermehren. Zusätzlich werden Antibiotika gegeben, die das Tetanustoxin vor allem im Gehirn und im Rückenmark neutralisieren sollen. Der effektivste Schutz gegen die gefährliche Infektionskrankheit Tetanus ist aber eine Impfung, denn sie setzt eine aktive Immunisierung in Gang, der Körper ist in der Lage, Antikörper zu bilden und sich so vor dem Erreger dauerhaft zu schützen.

    Bild: © Depositphotos.com / Zerbor

  • Histamin-Intoleranz – echte Allergie oder eine Unverträglichkeit?

    Histamin-Intoleranz – echte Allergie oder eine Unverträglichkeit?

    „Es tut mir leid, aber das kann ich leider nicht essen, ich reagiere darauf allergisch“ – dieser Satz kann jedes noch so romantische Dinner für zwei komplett ruinieren. Aber nicht nur ein Dinner bei Kerzenschein ist mit einer Unverträglichkeit gegen bestimmte Lebensmittel unangenehm, die Betroffenen stehen auch ständig unter Druck und müssen permanent entscheiden: Was kann ich essen und was nicht? Vielfach wird die vermeintliche Lebensmittelallergie mit einer Histamin-Intoleranz begründet, eine Begründung, die unter Medizinern umstritten ist, denn Nahrungsmittel sind nur sehr selten für eine echte Allergie verantwortlich.

    Unverträglichkeit oder Allergie – wo ist der Unterschied?

    Wer eine Histamin-Intoleranz hat, der muss bei der Wahl der Lebensmittel sehr vorsichtig sein, denn ist zu viel Histamin im Spiel, dann kann das zu Durchfall und juckendem Hautausschlag führen. Aber sind diejenigen, die gegenüber Histamin intolerant sind, auch tatsächlich Allergiker oder haben sie nur eine Unverträglichkeit gegen das Histamin im Essen? In den meisten Fällen handelt es sich bei einer Histamin-Intoleranz um eine Lebensmittelunverträglichkeit. Im Unterschied zur echten Allergie fehlt bei einer Lebensmittelunverträglichkeit nur eine ausreichende Menge an ganz bestimmten Enzymen. Bei kleinen Mengen Histamin macht der Körper keine Schwierigkeiten, werden aber große Mengen Histamin gegessen oder getrunken, dann wird das Stoffwechselsystem überfordert. Handelt es sich um eine echte Allergie, dann reichen schon kleinste Mengen aus und beim Immunsystem schrillen alle Alarmglocken.

    Was ist Histamin eigentlich?

    Histamin spielt bei Allergikern keine ganz so unerhebliche Rolle, denn wenn es zu einer allergischen Reaktion kommt, dann wird vom Körper Histamin in großer Anzahl produziert. Wenn die Menge an Histamin sehr hoch ist, dann bilden sich auf der Haut unter anderem rote unschöne Quaddeln, die unangenehm jucken. Auch wenn es vielleicht paradox klingt, aber auf der einen Seite produziert der Körper selbst Histamin, auf der anderen Seite stellt er aber auch spezielle Schutzstoffe her, die sogenannten Diaminoxidase, kurz DAO, um gegen die Histamine anzugehen. Kommt der Organismus mit der Produktion der Schutzstoffe nicht mehr nach, weil dem Körper einfach zu viel Histamin zugeführt wird, dann kommt es zu einer Histamin-Intoleranz und damit auch zu Hautausschlägen, plötzlichen Hitzewallungen und starken Kopfschmerzen. Bei einer starken Histamin-Intoleranz sind dann auch massive Herzbeschwerden und Atemnot keine Seltenheit. Menschen, die gesund und fit sind, vertragen ohne Probleme ca. 75 Milligramm Histamin, bei denjenigen, die unter einer Histamin-Intoleranz leiden, reichen von 15 Milligramm aus, um eine Reaktion auszulösen.

    Histamin-Intoleranz – worauf sollte Betroffene achten?

    Menschen, die unter einer Histamin-Intoleranz leiden, müssen sich das, was sie essen und trinken, sehr genau aussuchen. Wichtig ist es zu wissen, wie viel Histamin bestimmte Lebensmittel enthalten, denn selbst wenn Histamine in einem Nahrungsmittel vorhanden sind, heißt das nicht, dass es auch zu einer Reaktion des Körpers kommt. Wer gerne Wein trinkt, der muss auf Weißweine umsteigen, um Reaktionen zu vermeiden, denn Rotwein enthält 2,2 Milligramm Histamin pro Liter, Weißwein aber nur 0,02 Milligramm. Auch beim Bier gibt es Unterschiede, denn ein frisch gezapftes Pils hat wie Weißwein nur 0,02 Milligramm Histamin, ein bayrisches Weißbier aber 0,3 Milligramm. Wer mit Histamin Probleme hat, der sollte auch auf Vollmilch verzichten und stattdessen besser fettarme Milch trinken, denn die enthält nur einen Bruchteil der Histamine. Käse ist für Menschen, die auf Histamin reagieren, nicht unproblematisch und hier gilt eine einfache Faustregel: Je länger ein Käse gereift ist, umso höher ist das Histamin. Grundsätzlich gilt, je älter ein Nahrungsmittel ist, je mehr Histamine sind darin auch zu finden. Besonders extrem ist es bei Fisch, denn ein Tag mehr Liegezeit im Kühlschrank kann den Histamingehalt in die Höhe schnellen lassen.

    Wer auf Histamine reagiert, der ist gut beraten, sich anhand von Lebensmittellisten über den jeweiligen Gehalt an Histamin zu informieren.

    Bild: © Depositphotos.com / roobcio