Schlagwort: Atemwege

  • Mit Eukalyptusöl befreit durchatmen

    Mit Eukalyptusöl befreit durchatmen

    Wenn Kinder erkältet sind, dann können Eltern sie nur schwer aufheitern, eine Möglichkeit bieten Bonbons, die nach Eukalyptus schmecken. Das wohlschmeckende Eukalyptusöl ist perfekt, um die Atemwege zu befreien und die verstopfte Nase wieder zu öffnen, aber Eukalyptusöl kann nicht nur als Bonbon genascht werden, es ist auch ein gutes Mittel zum Inhalieren. Für alle, die erkältet sind, ist es zudem eine große Wohltat, wenn die Brust mit dem ätherischen Öl eingerieben wird. Eukalyptusöl hat jedoch noch andere Vorzüge, denn es kann unter anderem auch bei Verspannungen und bei rheumatischen Beschwerden helfen.

    Die Inhaltsstoffe von Eukalyptusöl

    In den Blättern des Eukalyptusbaumes, der unter anderem in Australien wächst, befinden sich 3,5 % ätherisches Öl. Dieses Öl besteht in der Hauptsache aus Cineol, aus Alpha-Pinen und aus Limonen, zusätzlich enthält Eukalyptusöl auch besondere Gerbstoffe und Eucalyptol. Der wichtigste Wirkstoff aber ist das Cineol, denn es wirkt unter anderem sehr entspannend und beruhigend auf die Muskulatur der Bronchien, auch die Oberflächenspannung der Lungenbläschen verändert sich und das sorgt für einen Gasaustausch, der sich wiederum beruhigend auf die Atemwege auswirkt.

    Perfekt für freie Atemwege

    Eukalyptusöl reizt die Nervenfasern und stimuliert die Flimmerhärchen, die sich in den Atemwegen befinden. Diese Flimmerhärchen sind schuld daran, dass sich Schleim festsetzen kann. Das Eukalyptusöl lockert die festsitzenden Sekrete auf und macht den Abtransport des Schleims aus den Bronchien und der Nasenschleimhaut einfacher und das Abhusten wird ohne Probleme möglich. Eukalyptusöl kann aber noch mehr, denn es stimuliert auch die Kälterezeptoren und bewirkt, dass die Nasenschleimhaut bei einer Erkältung abschwillt. Durch das Gefühl von Kälte in der Nase ist sie immer frei und man kann durchatmen. Eukalyptusöl ist auch deshalb ein hervorragendes Mittel bei Erkältungskrankheiten, da es die Fähigkeit besitzt, Keime abzutöten. Die Gerbstoffe töten die Viren und Bakterien und sorgen dafür, dass sich die empfindlichen Schleimhäute zusammenziehen und somit bietet die Oberfläche des Gewebes keine Angriffsfläche mehr für Krankheitserreger aller Art.

    Eukalyptusöl entspannt

    Auch wenn Eukalyptusöl die Haut im ersten Moment reizt, es fördert auch die Durchblutung der Haut und das trägt dazu bei, dass entzündliche Prozesse auf der Haut schneller abheilen können. Mit dieser Eigenschaft ist das Öl der Eukalyptusblätter ideal bei der Behandlung von rheumatischen Beschwerden, aber auch bei Verspannungen, wie sie zum Beispiel beim Sport entstehen.

    Viele verschiedene Anwendungsbereiche

    Eukalyptusöl kann auf vielfältige Weise verwendet werden. Es gibt das heilsame Öl in Form von Tabletten und Kapseln, es ist als Salbe erhältlich und auch als Tee und als Badezusatz sehr beliebt. Da Eukalyptus für unschönes Aufstoßen sorgen kann, sind magensaftresistente Kapseln zu empfehlen. Menschen, die mit der Leber Probleme haben, sollten jedoch vor der Einnahme der Kapseln mit ihrem Arzt sprechen.

    Die Diskussionen um das Eukalyptusöl

    Ätherische Öle, die wie das Eukalyptusöl Cineol, Alpha-Pine und Limonen enthalten, sind nicht erst seit heute in der Kritik. Schon seit längerer Zeit warnt unter anderem das Bundesumweltamt davor, mit Eukalyptusöl die Räume zu befeuchten. Das Bundesumweltamt muss aber auch einräumen, dass es nicht leicht ist, die gesundheitliche Wirkung richtig zu bewerten. Auf der anderen Seite hat die Stiftung Warentest keinerlei Bedenken, wenn es um Eukalyptusöl als ätherisches Öl für die Raumbefeuchtung geht.

    Vorsicht bei der Anwendung

    Bei der Anwendung von Eukalyptusöl sollten einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. So sollten zum Beispiel Menschen, die unter Asthma oder unter einer chronischen Erkrankung der Atemwege leiden, da Öl nach Möglichkeit nicht einatmen, auch bei Erkrankungen der Galle und Leber sowie bei Entzündungen des Magens ist Eukalyptusöl gefährlich. Eukalyptusöl sollte zudem auf keinen Fall unverdünnt auf die Haut aufgetragen oder eingenommen werden. Kinder unter drei Jahren dürfen das Öl ebenfalls nicht einatmen, denn die Dämpfe können bei ihnen Atemnot verursachen.

    Bild: © Depositphotos.com / OlafSpeier

  • Akupunktur – wie Nadeln helfen können

    Akupunktur – wie Nadeln helfen können

    Kaum eine andere Heilmethode ist so alt wie die Akupunktur. In China haben Heiler Menschen schon vor 3000 Jahren mit Nadeln behandelt, aber erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam die traditionelle Akupunktur auch nach Europa. Heute findet diese sanfte Form der Schmerzbehandlung immer mehr Anhänger und wird immer öfter ergänzend zur Schulmedizin angewandt. Allerdings ist Akupunktur keine ganzheitliche Lösung für alle medizinischen Probleme, aber besonders in der Schmerztherapie werden mit den Nadeln beachtliche Erfolge erzielt.

    Was ist Akupunktur?

    Der Begriff Akupunktur kommt aus der lateinischen Sprache, acus bedeutet Nadel und punctio so viel wie stechen. Akupunktur basiert auf der traditionellen asiatischen Vorstellung, dass der Mensch von einer bestimmten Lebensenergie mit Namen Qi durchflossen wird. Diese Energie fließt über Leitbahnen, die sogenannten Meridiane und ist an 700 Punkten unter der Hautoberfläche erreichbar. 400 dieser Punkte können mit Akupunkturnadeln erreicht werden. In der chinesischen Medizin ist der Mensch nur dann wirklich gesund, wenn die Energieströme harmonisch fließen, aber wenn das Qi gestört ist, was bei Hitze, Kälte, bei falscher Ernährung oder auch bei seelischem Stress der Fall ist, dann kommt es zu Schmerzen und auch zu Krankheiten. Mithilfe von Akupunktur sollen die Blockaden im Fluss des Qi aufgehoben werden. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) sind die Organe keine festen anatomischen Einheiten, sie sind vielmehr eine Art Funktionskreise, die Zusammenhänge beschreiben. Ein Beispiel ist das Immunsystem, das keinem Organ zugeordnet werden kann.

    Was passiert bei einer Akupunkturbehandlung?

    Was genau im Körper passiert, wenn er mit Akupunkturnadeln behandelt wird, das konnte die Schulmedizin bis heute noch nicht feststellen. Aber es gibt einige interessante Studie, die herausgefunden hat, dass es beim Stich mit einer Akupunkturnadel im Gehirn zu einer größeren Ausschüttung von Substanzen kommt, die zum einen Schmerzen stillen und zum anderen die Stimmung aufhellen. Zu diesen als Glückshormone bekannten Substanzen gehören auch Serotonine und Endorphine.

    Die Behandlung mit Akupunktur

    Bei einer Behandlung mit Akupunkturnadeln werden dem Patienten je nach Bereich, kleine, sterile Einmal-Nadeln in die Haut gestochen. Diese Nadeln sind speziell geschliffen, damit der Patient keine Schmerzen verspürt. Möglich ist aber ein leichter Einstichschmerz, der aber schwächer ist als zum Beispiel der Einstich einer Spritze. Nach einer gewissen Zeit verspürt der Patient dann ein dumpfes Wärme- oder auch Schwergefühl rund um die Einstichstelle. Jede Nadel verbleibt in der Regel zwischen 20 und 30 Minuten in der Haut, und wenn es darum geht, bestimmte Reaktionen zu erzielen, dann werden besondere Techniken der Stimulierung vorgenommen. So können die Nadeln vor der Behandlung erwärmt werden, aber auch eine unterschwellige Stimulanz mit Reizstrom ist im Rahmen einer Akupunkturbehandlung möglich. Es gibt zudem auch erweiterte Verfahren wie die Akupressur, bei der die Akupunkturstellen mit den Fingern massiert werden. Bei der Laser-Akupunktur wird ein bestimmter Punkt nicht mit einer Nadel, sondern mit einem Laserimpuls behandelt.

    Bei welchen Beschwerden hilft Akupunktur?

    Laut der sogenannten Indikationsliste der Weltgesundheitsorganisation WHO kann Akupunktur nicht nur bei chronischen Schmerzen hilfreich sein, sondern auch bei Allergien, bei Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt und bei Erkrankungen der Atemwege. In den letzten Wochen der Schwangerschaft können Akupunkturnadeln dafür sorgen, dass der Geburtsvorgang verkürzt wird und selbst bei Operationen sind die Nadeln schon als eine Art Betäubungsmittel zum Einsatz gekommen. Mehrere Studien haben zudem nachgewiesen, dass Akupunktur bei Übelkeit und Erbrechen zum Beispiel in den ersten Monaten einer Schwangerschaft hilft, und auch bei Arthrose in den Knie- und Ellbogengelenken hat sich Akupunktur bewährt. Kopf- und Rückenschmerzen können durch Akupunktur gelindert werden und auch bei Heuschnupfen sind die kleinen Nadeln eine große Hilfe. Allergisches Asthma, Tennisarm oder auch Menstruationsschmerzen – für alle diese Beschwerden ist Akupunktur eine sehr gute Alternative zur klassischen Schul- und Schmerzmedizin.

    Bild: © Depositphotos.com / yanc

  • Jedes Jahr sterben 3 Mio. Menschen an Luftverschmutzung

    Jedes Jahr sterben 3 Mio. Menschen an Luftverschmutzung

    Die Luft wird nicht nur in den Industrieländern der westlichen Welt immer schlechter, auch in Asien und Südamerika leiden die Menschen zunehmend darunter, dass die Luft zum Atmen fortwährend schlechter wird. Vor allem in den asiatischen Ländern sterben immer mehr Menschen an den Folgen der extremen, denn Indien und besonders China sorgen für ein anhaltend schlechtes Klima. In diesen beiden Ländern werden in großen Mengen Kohle oder Biomasse zum Heizen und Kochen verbrannt und auch die Dieselmotoren der Autos und Busse tragen zur Luftverschmutzung bei.

    Gefährliche Feinstaubpartikel

    3,3 Millionen Menschen sterben pro Jahr daran und nach Ansicht von Experten wird diese Zahl im Jahre 2050 doppelt so hoch sein. Die meisten Todesfälle sind in Asien zu beklagen, aber auch in den Ländern der EU sterben jedes Jahr 180.000 Menschen an Feinstaubpartikeln in der Luft, alleine in Deutschland sind es 35.000 Tote jedes Jahr. Die Schadstoffe in der Luft wie die Feinstaubpartikel und auch das Ozon, gelten als gesundheitsschädlich, besonders für Kinder und für ältere Menschen. Feinstaubpartikel messen nur 2,5 Mikrometer und sind damit in der Lage, sehr tief in das Gewebe von Lunge und Bronchien einzudringen. In der Folge kommt es dann zu einer Erkrankung der Atemwege, zu Problemen mit dem Herz-/Kreislaufsystem und auch zu Lungenkrebs. Die winzigen Partikel kommen über die Lunge in die Blutgefäße und erhöhen dort das Risiko von Schlaganfällen und Herzinfarkten.

    Nicht nur die Industrie ist an der Luftverschmutzung schuld

    Viele denken, dass die Luftverschmutzung alleine die Schuld der Industrie und des Verkehrs in den großen Städten ist, aber das trifft vor allem in China und auch in Indien nicht ganz zu. Hier sind es die kleinen häuslichen Feuer, an denen sich die Menschen wärmen und auf denen sie auch kochen. Das klingt auf den ersten Blick seltsam, aber es ist erwiesen, dass die Menge der Feuer den gesundheitsschädlichen Smog erzeugt, denn in Indien und in China leben viele Menschen in Slums unterhalb der Armutsgrenze und sie können sich keine mit Strom oder Gas betriebene Herde leisten.

    Mehr Tote als im Straßenverkehr

    Durch die stetig zunehmende Luftverschmutzung in Asien sterben mittlerweile mehr Menschen als im Straßenverkehr. Weltweit starben alleine 2010 fünf von 10.000 Menschen an den Folgen der permanenten Verschmutzung der Luft, allein in China waren es 1,36 Millionen Menschen und in Indien noch einmal 650.000. Das sind mehr als diejenigen, die im gleichen Zeitraum im Straßenverkehr oder durch Aids gestorben sind. Einen beträchtlichen Anteil an der Luftverschmutzung haben aber auch Dieselmotoren, denn wenn Diesel verbrannt wird, dann werden jede Menge Staub und Ruß freigesetzt. In den USA sieht es wieder anders aus, denn die Menschen, die in den Vereinigten Staaten an den Folgen der Luftverschmutzung sterben, haben das dem hohen Stromverbrauch zu verdanken.

    Bild: © Depositphotos.com / elwynn

  • Atemwegserkrankungen – Männer gefährdeter als Frauen

    Atemwegserkrankungen – Männer gefährdeter als Frauen

    Dass Männer eine kürzere Lebensdauer haben als Frauen, das ist bekannt, aber Männer sterben auch häufiger an Atemwegserkrankungen als Frauen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der EU, die jetzt vom Statistikamt Eurostat in Luxemburg veröffentlicht wurde. Demnach starben alleine im Jahr 2012 fast 672.000 Menschen in den 28 EU-Ländern an Atemwegserkrankungen. 399.000 davon waren Männer, 273.000 Frauen. Ein Grund für diese Tatsache ist, dass Männer nach wie vor öfter an Lungenkrebs erkranken als Frauen und auch an dieser Krankheit sterben.

    Todesurteil Lungenkrebs

    Der Lungenkrebs ist noch immer der Spitzenreiter, wenn es um Atemwegserkrankungen geht. Bei rund 40 % derjenigen, die an einer Erkrankung der Atemwege leiden, wird der gefährliche Krebs diagnostiziert, dann folgen mit 24 % die Bronchitis oder andere chronische Erkrankungen der Atmungsorgane. Auch die Lungenentzündung nimmt bei den Atemwegserkrankungen mit 19 % einen der vorderen Plätze ein, nur ein Prozent entfällt hingegen auf Asthma. 0,3 % leiden unter Atemwegserkrankungen, die sich während einer Grippe eingestellt haben und 15,7 % haben verschiedene Atemwegserkrankungen, bei denen unter anderem die Luftröhre, die Nasengänge, die Bronchien oder Mund und Rachenraum betroffen sind.

    Welche Länder sind besonders betroffen?

    In den EU-Staaten sind die Atemwegserkrankungen in 13,4 % die Todesursache, Deutschland liegt mit 12,1 % sehr nah am europäischen Durchschnitt. Deutlich darüber liegt Großbritannien mit 20,3 %, und in Lettland sterben mit 5,8 % weitaus weniger Menschen an Atemwegerkrankungen als im EU-Durchschnitt. Rauchen die Deutschen und die Briten mehr als die Menschen in Lettland oder wie lässt sich diese Diskrepanz zwischen den Prozentzahlen sonst erklären? Für die Studie waren nicht nur die Atemwegserkrankungen relevant, die das Rauchen als Ursache haben, wichtig war auch die Umgebung, in der die Menschen leben. Dabei stellte sich heraus, dass diejenigen, die in den Ballungsräumen der großen Städte leben, bei einer Erkrankung der Atmungsorgane deutlich gefährdeter sind als diejenigen, die in ländlichen Regionen leben.

    Atemwegserkrankungen sind vererblich

    Sicher sorgen das Rauchen und die hohe Belastung durch Schmutz und Feinstaubbelastung dafür, dass die Zahl der Atemwegserkrankungen in Europa weiter zunimmt, aber es gibt nach Auffassung von Experten auch eine gewisse Veranlagung. Wer in der Familie Asthmakranke hat, der lebt mit einem hohen Risiko, auch an Asthma zu erkranken. Erkrankungen der Bronchien, die nicht selten chronisch sind, können auch von einer zur anderen Generation vererbt werden, dennoch bekommt nicht jeder Raucher automatisch Lungenkrebs. Auf der anderen Seite gibt es auch Menschen, die viel Sport treiben, gesund leben und noch nie eine Zigarette angefasst haben, die dennoch an Lungenkrebs erkranken und an dieser Krankheit auch sterben. Unbestritten ist allerdings die Tatsache, dass Raucher mit einem sehr hohen Risiko leben, eine Erkrankung der Atemwege zu bekommen, denn Rauchen ist und bleibt gesundheitsschädlich und zudem auch gefährlich.

    Bild: © Depositphotos.com / AsierRomeroCarballo

  • Prima Klima / Gesund wohnen durch richtiges Lüften

    Baierbrunn (ots) – Raumluft kann ein Gesundheitsrisiko sein. Denn in Innenräumen sammeln sich oft Schadstoffe an, die Atemwege reizen und zu Kopfschmerzen und Allergien führen können. Innenraumluft-Experte Dr. Heinz-Jörn Moriske plädiert daher in der „Apotheken Umschau“ für „intelligentes Wohnverhalten“: „Wir reduzieren das Problem gern auf Schadstoffquellen und drücken uns gern vor der Eigenverantwortung“, sagt der Mitarbeiter des Umweltbundesamtes. Der häufigste Fehler: zu wenig Lüften. Chemische Schadstoffe reichern sich dann in der Raumluft an und bekommen oft Gesellschaft von biologischen – von Schimmelpilzen. Besonders gefährdet sind schlecht gedämmte Wohnungen mit dicht schließenden Fenstern. Der Tipp des Experten: zwei Mal täglich Stoßlüften und für Durchzug sorgen, bei feuchter Luft oder Geruchsbildung auch öfter. Dauerhaft gekippte Fenster empfiehlt er indes höchstens nachts bei gedrosselter Heizung. Wer Schadstoffe in seiner Wohnung vermutet, könne zudem eine Raumluftanalyse vornehmen lassen.

    Dieser Text ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 9/2015 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3111647
  • Plötzlicher Kindstod – wie Eltern vorbeugen können

    Plötzlicher Kindstod – wie Eltern vorbeugen können

    Plötzlicher Kindstod – das ist der Albtraum aller Eltern. Sie fürchten sich davor, am Morgen ihr Kind tot in seinem Bettchen zu finden und dann mit dem quälenden Gefühl leben zu müssen, nicht auf ihr Kind aufgepasst zu haben. Über 100 Kinder sterben jedes Jahr am plötzlichen Kindstod, und die Ursachen für dieses Phänomen sind noch immer nicht restlos geklärt. Zwar gehen die Zahlen stetig zurück, aber die Angst vieler Eltern ist nach wie vor präsent. Was können Eltern tun, um einen plötzlichen Kindstod zu verhindern, und gibt es überhaupt geeignete Gegenmaßnahmen?

    Plötzlicher Kindstod – die Ursachen

    Immer dann, wenn ein gesundes und unauffälliges Kleinkind plötzlich ohne erkennbare Ursachen verstirbt, dann sprechen Mediziner vom Sudden Infant Death Syndrome, dem plötzlichen Kindstod. In den meisten Fällen tritt ein plötzlicher Kindstod zwischen dem zweiten und dem vierten Lebensmonat auf, wobei Jungen deutlich öfter betroffen sind als Mädchen. Eine eindeutige Ursache für den plötzlichen Tod eines Babys gibt es nicht, aber Ärzte sind der Meinung, dass es verschiedene Faktoren gibt, die zusammenkommen und den plötzlichen Tod eines Kindes auslösen. Eine dieser Ursache könnte die Unreife der Atemorgane sein, aber auch ein sehr tiefer Schlaf des Kindes kann zu einem Atemstillstand führen. Herzmuskelentzündungen oder auch plötzliche Herzrhythmusstörungen stehen im Verdacht, für den plötzlichen Kindstod verantwortlich zu sein.

    Plötzlicher Kindstod – Welche Risikofaktoren gibt es?

    In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Wissenschaft sehr intensiv mit dem Thema plötzlicher Kindstod beschäftigt und konnte eine Reihe von Risikofaktoren aufdecken. So sollten die Eltern eine Überwärmung vermeiden und ihre Kinder nicht zu warm zudecken. Plötzlicher Kindstod kann auch durch die Rückenlage des Kindes ausgelöst werden, und auch Mütter die rauchen, setzen ihre Kinder einem höheren Risiko aus. Zusammengefasst sollten Eltern die 3-R-Regel befolgen:

    • Rauchfrei leben
    • Richtig zudecken
    • Rückenlage

    In früheren Zeiten war die Rückenlage bei schlafenden Babys nicht sonderlich beliebt, denn es bestand angeblich die Gefahr, dass das Kind Erbrochenes in die Luftröhre bekommt und so daran ersticken konnte. Diese Gefahr wurde eindeutig widerlegt, und seitdem die Kinder wieder auf den Rücken gelegt werden, sind die Fälle von plötzlichem Kindstod um rund 80 % zurückgegangen. Eltern sollten ihren Nachwuchs nur von Zeit zu Zeit auf den Bauch drehen, damit die Rückenmuskulatur gestärkt wird. Das Kind sollte in der Bauchlage aber beobachtet werden und nicht in dieser Lage einschlafen.

    Schlafsack statt Decke

    Wird das Kind zu warm eingepackt, dann steigt ebenfalls das Risiko für einen plötzlichen Kindstod, aber eine Decke birgt noch andere Gefahren. Eine warme Decke, zum Beispiel ein Federbett, kann zu Überwärmung und in der Folge zu einem Atemrückstau führen. Die bessere Wahl ist ein Schlafsack, in dem das Kind sicher und nicht zu warm liegt. Eltern sollten beim Kauf eines Schlafsacks aber immer darauf achten, dass der Halsumfang nicht größer ist als der kindliche Kopf, denn sonst kann es passieren, dass das Baby herausrutscht. Die passende Länge des Schlafsacks berechnet sich aus der Körpergröße des Kindes minus Kopflänge. Der Schlafsack sollte zudem 15 cm länger als das Kind sein, damit es ausreichend Platz zum Strampeln hat.

    Das Bett sollte spartanisch sein

    Ein plötzlicher Kindstod kann auch durch ein zu voll gepacktes Bett ausgelöst werden, daher sollte das Bettchen eher spartanisch eingerichtet werden. Eine feste aber immer luftdurchlässige Matratze gehört ins Kinderbett, aber auf ein Kopfkissen und eine wärmende Fellunterlage sollte verzichtet werden. Die sogenannten Nestchen sind ebenfalls keine gute Wahl und auch Kuscheltiere, deren Fasern die Atemwege des Kindes verstopfen können, haben im Babybett nichts zu suchen. Im ersten Lebensjahr sollte das Kind im Schlafzimmer der Eltern schlafen, allerdings nicht im elterlichen Bett. Ein plötzlicher Kindstod kann auch dann auftreten, wenn Eltern und Kinder sich das Bett teilen.

    Bild: © Depositphotos.com / lucidwaters