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  • Informatives rund um die Thematik Augenlasern

    Informatives rund um die Thematik Augenlasern

    Aus einer Sehschwäche kann eine enorme Belastung werden. Nicht ausschließlich das Brillengestell ist eine relativ teure Angelegenheit. Zusätzlich wird zumeist noch eine Sonnenbrille in der passenden Sehstärke gebraucht. Ergänzend dazu haben zahlreiche Personen mit Sehproblemen Schwierigkeiten, morgens ihre Sehhilfe zu finden. Oder sie fühlen sich einfach mit einem Brillengestell auf ihrer Nase nicht sehr wohl.

    Für Erleichterung sorgen zwar Kontaktlinsen. Diese bergen allerdings beim Einsetzen einige Komplikationen. Hinzu gesellt sich ein erhöhter Hygieneaufwand. Um diesen kleinen Ärgernissen zu entgehen, steht diesem Patientenkreis das Augenlasern zur Verfügung.

     

     

    Unterschiedliche Methoden des Augenlaserns kurz vorgestellt

    Patienten stehen verschiedene Methoden zur Behandlung von Sehschwächen mittels Augenlaser zur Verfügung.

     

    Zum einen kann von der Augenlaser Methode LASIK Gebrauch gemacht werden.

    Bei LASIK wird mittels eines äußerst kleinen Präzisionsskalpells eine hauchdünne Schicht vom oberen Hornhautbereich abgehoben. Diese wird anschließend leicht zurückgeklappt. Nun beginnt die Augenlaser Operation mithilfe eines Kaltlicht-Lasers. Die sich unterhalb der Hornhautschicht befindliche Hornhaut erfährt nun eine individuelle Korrektur. Nach Ende der Augenlaser Operation erfolgt ein Zurücklegen der Hornhautschicht. Diese wächst automatisch in wenigen Tagen wieder zusammen.

     

    Anstelle des Präzisionsskalpells arbeitet die Femto-LASIK Methode mit einem noch präziseren Femtosekunden Laser. Dieser Laser kann im Gewebe Millionen winzig kleine Gasbläschen bilden. Diese bereiten die Trennungsebene vor. Mithilfe eines besonders feinen Instruments nimmt der Operateur die endgültige Durchtrennung vor. Ist der Chirurg nicht in der Lage, die Hornhaut zu öffnen, verschwinden die Gasbläschen von selbst wieder. Dies ist dann der Fall, wenn der Operateur mit der Lamellenposition unzufrieden ist. Als positiv bei der Femto-LASIK Methode ist anzusehen, dass keine Schnittfehler möglich sind. Außerdem ermöglicht diese Augenlaser Methode ein sehr gutes Schnittprofil sowie eine sehr präzise Schnittdicke.

     

    Beim Laser Epitheliale Keratomileusis – kurz LASEK-Verfahren – wird praktisch das Auge modelliert. Der Operateur arbeitet hier direkt auf dem empfindlichen Gebiet der Hornhaut. Durch diese Methode geschieht die Wundbildung nach außen. Dadurch haben Patienten in den ersten Tagen nach erfolgter Augenlaser Operation relativ starke Schmerzen. Anwendung findet die LASEK Methode gegenwärtig hauptsächlich in Fällen, bei denen die LASIK Methode ungeeignet erscheint.

     

    Kosten der Augenlaser Methoden

    Augenlasern verursacht etwas höhere Kosten als herkömmliche Behandlungen. Dies liegt im Gebrauch von hochmoderner Lasertechnologie begründet.

     

    Am weiten verbreitet ist die LASIK Methode, mit deren Hilfe Kurz- und Weitsichtigkeiten behandelt werden. Teure Sehhilfen sind erfolgter Augenlaser OP nicht mehr vonnöten. LASIK findet Anwendung bis -5 Dioptrien und bis +3 Dioptrien, wobei sich hier die Kosten auf etwa 1800 Euro belaufen. Wer diese Werte überschreitet, muss mit Kosten ab 2500 Euro rechnen.

     

    Die Femto-LASIK Methode hingegen schlägt schon etwas höher zu Buche. Rund 4000 Euro kostet die Augenlaser Operation. Neben fachkompetentem Personal werden hierbei auch qualitativ hochwertige Maschinen benötigt, die derartig hohe Kosten verursachen. Die recht hohe Erfolgsquote sowie eine relativ kurze Behandlungsdauer sprechen für sich.

     

    Im Großen und Ganzen fallen die Behandlungskostenwesentlich günstiger aus. Dies für Kurz- und Weitsichtigkeit bei der LASEK Augenlaserbehandlung, als dies bei LASIK der Fall ist. Abhängig von der Augenklinik sind hier jedoch vereinzelt auch enorme Preisschwankungen möglich. Preiswerte Anbieter im Raum Deutschland lassen sich bereits ab 800 Euro Kosten pro Auge finden.

     

    Günstige Augenlaser Operation im Ausland

    Wem die Kosten für das Augenlasern in Deutschland zu hoch sind, der findet im Ausland gute Kliniken mit moderaten Preisen. Sehr empfehlenswert ist die Augenklinik Bratislava NeoVizia, die qualitativ sehr hochwertige Augenlaser Operationen durchführt. Dabei bietet sie jedoch relativ günstige Preise für die Operationen an. Insgesamt bietet die Augenklinik vier Augenlaser OP Methoden an, um eine möglichst individuelle Behandlung zu ermöglichen. Preise ab rund 500 Euro pro Auge sind machbar. Trotzdem handelt es sich hierbei nicht um einen Billiganbieter. Die Klinik genießt landesweit ein sehr hohes Ansehen. Selbst Prominente lassen sich hier die Augen lasern.

  • Sex im Freien: Was ist erlaubt?

    Sex im Freien: Was ist erlaubt?

    Das Steigen der Temperaturen im Sommer ist für viele der ideale Anlass, die zwischenmenschlichen Aktivitäten des Schlafzimmers ins Freie zu verlagern. Outdoor-Sex ist beliebt – und zwar bei Jung und Alt. Doch was ist eigentlich das Besondere am Sex an ungewohnten Orten und ist die Liebe tatsächlich so frei, wie alle immer behaupten?

    Raus aus dem Trott und rein ins Abenteuer

    Sex im Freien ist in erster Linie deswegen so beliebt, weil es anders ist. Es weicht vom herkömmlichen Liebesspiel ab und bietet gänzlich neue Möglichkeiten. Diese beziehen sich nicht nur auf den Ort an sich, sondern auch an Sexstellungen, Vorspiel etc. Es ist dieses Spiel mit dem Unbekannten und Neuen, was auf die meisten so eine große Faszination ausübt. Sex im Freien hat immer etwas Abenteuerliches an sich, wirkt – weit entfernt vom heimischen Bett – anrüchig und manchmal sogar ein bisschen verboten (mehr dazu weiter unten in diesem Beitrag).

    Eine weitere Komponente, die den Sex im Freien so interessant macht, ist die ständige Gefahr erwischt zu werden. Der damit verbundene Nervenkitzel stellt für viele extremen Kick dar und  steigert die sexuelle Lust noch zusätzlich. Was vielleicht ganz harmlos in einem einsamen Wald beginnt, entwickelt sich oftmals zu Selbstläufer. Menschen, die sich für Sex im Freien begeistern, sind immer auf der Suche nach noch ungewöhnlicheren Orten und der noch größeren Gefahr, beim Liebesspiel ertappt zu werden. Die Befriedigung geht also nicht nur vom Geschlechtsakt an sich aus, sondern hat auch sehr viel mit dem ganzen „Drumherum“ zu tun.

    Ausgefallene Orte für Sex im Freien

    Das Schöne an der Freiluft-Liebe ist, dass die Möglichkeiten schier grenzenlos sind. Wer mutig ist und ein Mindestmaß an Kreativität an den Tag legt, wird an vielen verschiedenen Orten Lust auf ein kleines Abenteuer bekommen. Zu den beliebtesten Orten für Sex im Freien gehören:

    • Wiese
    • Wald
    • Hochsitz (für Förster und Jäger)
    • Auto (Motorhaube, Dach, …)
    • Balkon / Terrasse
    • heimischer Garten
    • Freibad
    • Seen / Flüsse
    • Parks
    • Berge
    • Strand

    Ist Sex im Freien erlaubt?

    Wenn sich ein Paar für ein spontanes Schäferstündchen im Freien entscheidet, dann ist dieses Liebesabenteuer nicht automatisch von der Öffentlichkeit ausgeschlossen. Das gilt vor allem dann, wenn Sie beispielsweise im Freibad, Park oder einem anderen öffentlichen Ort von Ihrer Lust übermannt werden. Auch der klassische „Sex on the Beach“, also Geschlechtsverkehr am Strand, kann in aller Regel als öffentlich bezeichnet werden – und sorgt in vielen Ländern für mächtig Ärger.

    Doch nicht nur im Ausland, sondern auch hier in Deutschland kann es unter Umständen zu Problemen kommen, wenn Sie Sex im Freien haben – und zwar dann, wenn Sie dabei von anderen beobachtet werden und diese sich belästigt fühlen. In diesem Fall spricht man auch von der berühmt-berüchtigten Erregung öffentlichen Ärgernisses.

    Wichtig: Sie machen sich erst dann wirklich strafbar, wenn jemand Anzeige gegen Sie erstattet. Ein weiterer wichtiger Punkt für eine Straftat ist, dass Sie es regelrecht darauf anlegen, gesehen zu werden und damit Reaktionen anderer provozieren.

    Unsere Übersicht verdeutlicht noch einmal, was beim Sex im Freien erlaubt ist und was nicht:

    Erlaubt Nicht erlaubt
    Sex im Auto (an einsamen Orten, mit verhüllten Fenstern) Sex in der Öffentlichkeit, der die „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ erregt
    Sex an anderen, nicht einsehbaren Orten (zum Beispiel Dickicht im Wald, einsame Wiesen, etc.) Sex an öffentlichen Orten, beispielsweise Freibad

     

    Übrigens: Wer sich für ein Freiluft-Schäferstündchen an einen scheinbar verlassenen Ort zurückzieht und dennoch von jemandem beobachtet wird, muss nicht gleich mit einer Strafanzeige rechnen – schließlich haben Sie den Liebesakt bewusst unter Ausschluss der Öffentlichkeit vollzogen. Die Mehrheit der Menschen verhält sich in einer solchen Situation überaus kulant.

    Wer beim Sex im Schwimmbad oder an einem beaufsichtigten Badesee erwischt wird, muss nicht nur mit einer eventuellen Anzeige, sondern auch einem Hausverbot rechnen. Wie lang dieses gilt, liegt in den Händen des Betreibers.

    Bild: © Depositphotos.com / AntonioGuillemF

  • Nachlassabwicklung – ein notwendiger Prozess

    Nachlassabwicklung – ein notwendiger Prozess

    Wenn ein Angehöriger stirbt, dann ist das für die Hinterbliebenen immer ein großer emotionaler Schock, aber nicht immer bleibt die Zeit, den Tod zu verarbeiten. Auch wenn die Verwandten Ruhe brauchen, um die Trauer zu bewältigen, es warten viele unaufschiebbare Termine, die erledigt werden müssen. So müssen nicht nur die Beerdigung organisiert und der Nachlass geregelt werden, es stehen auch Behördengänge auf dem Plan, die Bank muss benachrichtigt werden und vielfach müssen sich die Hinterbliebenen um die Auflösung des Haushaltes kümmern. Nicht selten fühlen sich die Verwandten dann überfordert und wissen nicht, was zuerst und was zuletzt getan werden muss. In diesem Fall bietet sich eine professionelle Nachlassabwicklung an, die Zeit, Ärger und vor allem viel Stress erspart.

    Welche Leistungen umfasst eine Nachlassabwicklung?

    Den Angehörten fehlen oft die Erfahrung und auch das Wissen, wie ein Nachlass korrekt abgewickelt wird, und daher ist es eine gute Entscheidung, den Nachlass von einem Spezialisten abwickeln zu lassen. Zu einer professionellen Nachlassabwicklung gehören unter anderem:

    • Die Auflösung des Haushaltes
    • Der Verkauf von Hausrat, eventuell auch von Schmuck, Kunstgegenständen oder Antiquitäten
    • Die Kündigung des Mietverhältnisses
    • Die Kündigung bei den zuständigen Versorgungsunternehmen, wie beispielsweise dem Stromversorger
    • Der Verkauf des Autos
    • Der Verkauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung
    • Die Auflösung der Konten im In- und Ausland
    • Die Regelung der Grabpflege

    Alle diese Dinge kosten die Hinterbliebenen viel Zeit, aber wenn zum Beispiel eine Wohnung nicht zeitnah ausgeräumt wird, dann kostet auch das bares Geld, denn die Miete läuft in diesem Fall weiter. Eine professionelle Nachlassabwicklung umfasst jedoch nicht nur die unmittelbaren Tätigkeiten, die nach einem Todesfall getan werden müssen, auch das Erbe muss geregelt werden.

    Eine Hilfe für die Erben

    Nach dem Tod eines Angehörigen muss nicht nur der Nachlass abgewickelt, sondern auch das Erbe geregelt werden. Erben ist nicht so einfach, wie es sich vielleicht anhört, denn an Streitigkeiten rund ums Erbe sind schon viele Familien zerbrochen. Wer mit einem professionellen Nachlassverwalter wie zum Beispiel der Hoerner Bank AG zusammenarbeitet, der kann die Probleme minimieren, die es vielfach um das Erbe gibt. So kümmert sich die Hoerner Bank AG  bei der Abwicklung des Erbes auch um alle erforderlichen Dokumente und Unterlagen, die für die Beantragung eines Erbscheins benötigt werden. Die Mitarbeiter des Bankhauses kümmern sich zudem um die Suche nach möglichen Erben, die im Ausland leben und unterstützen den Alleinerben bei Verwaltung des Erbes.

    Ein Partner für die Erbengemeinschaft

    Nicht nur für einen Alleinerben ist ein kompetenter Nachlassverwalter eine sehr große Hilfe, auch für eine Erbengemeinschaft ist die Zusammenarbeit mit einem Nachlassverwalter ein Vorteil. Ein kundiger und seriöser Nachlassverwalter kann im Vorfeld eventuelle Zwistigkeiten zwischen den Erben schlichten und die Regelung des Erbes in eine Richtung lenken, mit der alle Mitglieder einer Erbengemeinschaft einverstanden sind. Es muss jedoch immer die Voraussetzung gegeben sein, dass sich die Erben mit der Abwicklung durch einen Nachlassverwalter einverstanden erklären. Wenn das der Fall ist, dann kann der Nachlass ohne Ärger und ohne Streit geregelt werden. Wie bei einem Alleinerben, so kümmert sich der Nachlassverwalter auch bei einer Erbengemeinschaft um die notwendigen Behördengänge, um den Verkauf der Wertgegenstände des Verstorbenen und um die Auflösung des Haushalts. Die Erben haben so immer die Gewissheit, dass nichts Wichtiges übersehen wird und dass alle Dokumente und Unterlagen zusammengefasst werden und nicht verloren gehen. Die Erben können selbstverständlich darüber bestimmen, welche Aufgaben der Nachlassverwalter übernehmen soll und welche Aufgaben sie selbst übernehmen möchten.

    Der Tod eines geliebten Menschen muss durch die Trauer verarbeitet werden, aber die Bürokratie kümmert sich nicht um diesen so wichtigen Prozess. Mit einem professionellen Nachlassverwalter wird es für die Angehörigen und auch die Erben leichter, mit dem Verlust zurechtzukommen.

    Bild: © Depositphotos.com / ivonnewierink

  • Vorsicht vor gefälschten Medikamenten

    Vorsicht vor gefälschten Medikamenten

    Der Zoll schlägt Alarm, denn immer mehr gefälschte Medikamente kommen auf den deutschen Markt. Der Zollfahndung Essen ist jetzt ein ganz großer Fisch ins Netz gegangen, die Zöllner konnten eine Bande dingfest machen, die mit gefälschten Potenzmitteln, Schmerzmitteln und Antibiotika einen Millionenumsatz gemacht hat. Aber leider ist dieser Fang nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn das Geschäft mit gefälschten, gefährlichen Medikamenten boomt.

    Internationale Banden

    Es sind zunehmend international agierende Banden, die dem Zoll zu schaffen machen. Die eigentlichen Drahtzieher sitzen in der Regel im Ausland und sie verkaufen die gefälschten Medikamente über Onlineapotheken, die keine Zulassung haben, aber auch über Webseiten an private Kunden. Für die Banden lohnt sich das Geschäft, denn mit gefälschten Medikamenten wird mittlerweile mehr Geld verdient als im Drogenhandel.

    Nahezu perfekt

    Die meisten gefälschten Medikamente kommen aus Asien oder aus Osteuropa und sie werden dort in Fälscherwerkstätten oftmals in Betonmischern zusammengemischt, und zwar mit Substanzen, die gerade verfügbar sind. Während vor einigen Jahren vor allem mit Potenz- und Haarwuchsmitteln Geld verdient wurde, werden heute Medikamente aller Art hergestellt. Die Auswahl reicht von der Tablette gegen Allergien über Medikamente gegen Herzinfarkte, bis hin zu Impfstoffen. Der 3-D-Drucker macht es zudem möglich, dass die Verpackungen kaum noch von den Originalen zu unterscheiden sind. Der Zoll arbeitet heute sehr eng mit den Pharmaunternehmen zusammen, um Fälschungen besser identifizieren zu können.

    Eine tödliche Gefahr

    Die gefälschten Medikamente sind in jedem Fall lebensgefährlich, in Großbritannien sind bereits sechs Menschen an diesen Fälschungen gestorben. Ob es in Deutschland schon Fälle gab, wo Menschen zu Schaden gekommen sind, ist nicht bekannt, da es sehr schwer ist, einen Nachweis zu erbringen. Wer Medikamente einnimmt und Nebenwirkungen verspürt, der geht selten zum Arzt, sondern setzt das Medikament wieder ab. Wer ganz bewusst gefälschte Medikamente kauft, der macht sich zudem nach dem Arzneimittelgesetz strafbar.

    Bild: © Depositphotos.com / garyphoto

  • Die gründliche Anamnese – mehr als ein Gespräch mit dem Arzt

    Die gründliche Anamnese – mehr als ein Gespräch mit dem Arzt

    Bevor ein Arzt einen neuen Patienten behandelt, muss er eine gründliche Anamnese machen, denn nur so erfährt der Arzt alles, was für die weitere Behandlung wichtig ist. Das Wort Anamnese kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet so viel wie Erinnerung, und tatsächlich hilft die Anamnese dabei, die Behandlung eines Patienten immer wieder genau anzupassen. Eine Anamnese ist zudem wichtig, um ein Vertrauensverhältnis zwischen einem Arzt und seinen Patienten aufzubauen, denn nur wenn der Patient dem Arzt wirklich vertraut, dann kann eine Behandlung auch gelingen.

    Wozu wird eine gründliche Anamnese gemacht?

    Eine Anamnese verfolgt zwei verschiedene Ziele, zum einen möchte der Arzt erfahren, welche Krankheiten und Beschwerden der Patient in der Vergangenheit hatte. Zum anderen möchte der Arzt auch etwas über den sozialen und beruflichen Hintergrund des Patienten erfahren, denn nur so ergibt sich ein ganzheitliches Bild. Durch die gründliche Anamnese wird ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Arzt und seinen Patienten aufgebaut, und wenn der Patient merkt, dass er sich dem Arzt anvertrauen kann, dann hilft das dabei, Erkrankungen besser zu erkennen und effektiv zu behandeln. So individuell wie die Patienten, so individuell ist auch die Anamnese. Zu Beginn des Gesprächs wird der Arzt den Patienten fragen, warum er gekommen ist und der Patient wird dann seine Beschwerden schildern. Der Arzt fragt nach Details und möchte auch etwas über frühere Erkrankungen wissen, um sich genau über die Krankengeschichte zu informieren.

    Die Eigenanamnese

    Der Arzt möchte während der Anamnese wissen, ob der Patient schon einmal operiert worden ist, er fragt, ob es eventuell ein chronisches Leiden gibt, denn diese Informationen können bei der aktuellen Behandlung eine wichtige Rolle spielen. Klagt der Patient zum Beispiel über Probleme im Magen- und Darmbereich, dann wird der Arzt ihn fragen, was er wann gegessen hat. Auf diese Weise erfährt er auch etwas über die Essgewohnheiten seines Patienten. Wenn der Patient ihm aber erzählt, dass er gerade von einem Urlaub im Ausland zurückgekehrt ist, dann wird der Arzt eine sogenannte Reiseanamnese machen und die Reise als einen der möglichen Verursacher der Beschwerden mit einbeziehen. Bei einer vegetativen Anamnese spielen die Körperfunktionen des Patienten eine große Rolle. Der Arzt befragt den Patienten nach dessen Stuhlgang, er möchte wissen, ob zu den Magen- und Darmproblemen auch Fieber aufgetreten ist oder ob es zu Durchfällen gekommen ist.

    Die Familien – und die Medikamentenanamnese

    Eine besonders gründliche Anamnese ist die Familienanamnese, bei der der Arzt nach möglichen genetischen Ursachen forscht. Diese gründliche Anamnese wird immer dann gemacht, wenn der Verdacht auf eine erbliche Krankheit wie Brustkrebs, Bluthochdruck oder Diabetes besteht. Während einer Familienanamnese möchte der Arzt von seinem Patienten wissen, welche Krankheiten es in der Familie gab oder gegeben hat. Eine notwendige und gründliche Anamnese ist die Medikamentenanamnese. In diesem Fall interessiert sich der Arzt für die Medikamente, die der Patient einnimmt und ob es eventuell Nebenwirkungen gibt. Diese gründliche Anamnese ist für den Arzt von Interesse, wenn es beispielsweise eine Allergie gibt oder wenn eine Patientin die Pille einnimmt. Der Arzt muss nämlich genau wissen, welche Präparate der Patient einnimmt, denn nur so kann er die richtige Dosis bestimmen.

    Die Sozialanamnese

    Die soziale und berufliche Anamnese ist ebenfalls von Bedeutung, denn auch diese gründliche Anamnese hilft dabei, den Patienten richtig einschätzen zu können. Ist der Patient großen physischen oder psychischen Belastungen ausgesetzt? Wie stabil ist das soziale Umfeld und gibt es vielleicht Probleme in der Beziehung oder mit der Familie? Alle diese Informationen können für die Behandlung relevant sein. Vor allem bei älteren Menschen ist eine Sozialanamnese wichtig, denn viele ältere Patienten vertrauen sich oft ihrem Arzt an und schütten ihm ihr Herz aus.

    Bild: © Depositphotos.com / minervastock

  • Medizintouristen in Deutschland nehmen zu

    Medizintouristen in Deutschland nehmen zu

    Es klingt ein wenig paradox, aber immer mehr Deutsche reisen mittlerweile ins Ausland, um sich dort kostengünstig behandeln zu lassen. Auf der anderen Seite kommen immer mehr Patienten aus dem Ausland, die sich in deutschen Krankenhäusern behandeln lassen möchten. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der „Medizintouristen“ mehr als verdoppelt, wobei es besonders Russen sind, die sich sehr gerne in einem deutschen Krankenhaus behandeln lassen.

    Gute Ärzte, moderne Ausstattung

    In Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen gewinnt der medizinische Tourismus immer mehr an Bedeutung. Alleine 2014 kamen über 250.000 Patienten aus dem Ausland nach Deutschland, um sich entweder stationär oder nur ambulant behandeln zu lassen. Deutsche Krankenhäuser genießen im Ausland einen sehr guten Ruf, es gibt hervorragende Spezialisten und eine medizinische Ausstattung, die auf dem neusten Stand ist. Alleine in Sachsen gab es im vergangenen Jahr einen Zuwachs an ausländischen Patienten von 36 % und in Berlin wurde der Anteil an Ausländern in nur zehn Jahren um das Fünffache gesteigert. Aus wirtschaftlicher Sicht bedeutet das ein dickes Plus von 150 Millionen Euro im Jahr.

    Die Russen liegen vorn

    Mit knapp 25.000 Patienten liegen die Russen als Medizintouristen weit vorn. Allerdings ist das Verhältnis heute ein wenig getrübt, denn die wirtschaftlichen Sanktionen und die schwierige politische Lage zwischen Russland und Deutschland zeigen erste Wirkung und es kommen weniger russische Patienten in deutsche Kliniken. Dafür nahm die Zahl der Patienten aus arabischen Ländern um 30 % zu.

    Nicht gerne gesehen

    Auch wenn die Kliniken sich über die Gewinne freuen, nicht überall sind die Medizintouristen gerne gesehen. In München wehren sich die Einwohner mittlerweile sogar mit einer Petition gegen die Patienten aus dem Ausland. In München ist bezahlbarer Wohnraum knapp und die Patienten aus dem Ausland, die stationär behandelt werden, mieten für ihre Angehörigen vielfach preiswerte Wohnungen statt teure Hotelzimmer.

    Bild: © Depositphotos.com / photography33