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  • Internet-Beratung hilft bei Depression

    TK-Studie: elektronischer Austausch mit Therapeuten erhöht den Erfolg

    Hamburg (ots) – Leichte bis mittelschwere Depressionen lassen sich mit einer Internetberatung wirksam bekämpfen. Bei einem Pilotprojekt der Techniker Krankenkasse (TK) und der Freien Universität Berlin mit einem internetgestützten Beratungsprogramm sei die Depression der Teilnehmer – gemessen mit dem sogenannten Beck Depressionsinventar II (BDI II) – von 21,98 auf 9,98 Punkte zurück gegangen, teilte die TK mit. „Damit hat sich die Depression im Durchschnitt von einem mittelschweren Krankheitsbild auf einen klinisch nicht mehr bedeutsamen Wert verbessert“, erklärte der Leiter des TK-Versorgungsmanagements Klaus Rupp. Der gemessene Erfolg sei vergleichbar mit dem einer ambulanten Behandlung beim Verhaltenstherapeuten. 

    An dem Pilotprojekt, dem sogenannten TK-Depressions-Coach, haben 1000 Menschen teilgenommen. Innerhalb von sechs Wochen durchliefen die Teilnehmer ein strukturiertes Aufgabenprogramm, erledigten intensive Schreibaufgaben und absolvierten multimediale Audio- und Video-Schulungen. Ein Teil der Patienten durchlief die automatisierte Variante des Programms ohne individuelle schriftliche Rückmeldungen. In der zweiten Gruppe erhielten die Teilnehmer wöchentlich schriftliche Rückmeldungen von einem speziell geschulten Therapeuten. Für die Dialoge nutzten sie ein passwortgeschütztes Online-Portal auf einem speziell gesicherten Server. 

    Die Zwischenergebnisse der laufenden Evaluation zeigen nach Angaben der Psychologin und Studienleiterin Professorin Dr. Christine Knaevelsrud, dass die schriftlichen Rückmeldungen der Therapeuten wesentlich zum Erfolg beitragen. Während bei der automatisierten Variante des Depressions-Coachs 76 Prozent der Teilnehmer bis zum Ende durchgehalten hätten, seien es in der Variante mit einer individuellen Betreuung 84 Prozent gewesen. „Bei beiden Gruppen hat sich die Depression gebessert, aber der schriftliche Austausch mit den Therapeuten führt zu deutlich besseren Ergebnissen als die automatisierte Variante“, so Professorin Knaevelsrud. Das zeige sich auch in der Zufriedenheit der Teilnehmer. In der betreuten Variante des Depressions-Coachs waren 89 Prozent zufrieden mit dem Programm (79 Prozent in der automatisierten Variante) und 81 Prozent würden es weiterempfehlen (70 Prozent in der automatisierten Version). 

    Rupp sieht den Depressions-Coach als ideale Ergänzung zur klassischen ambulanten Verhaltenstherapie. „Gerade zu Beginn einer Depression scheuen viele Menschen den persönlichen Kontakt mit einem Therapeuten und nutzen lieber solch ein niedrigschwelliges Angebot“, so Rupp. „Der Depressions-Coach ist auch in Regionen mit einem dünnen Therapieangebot schnell und leicht zugänglich. Außerdem werden die Teilnehmer selbst aktiv und müssen sich kontinuierlich mit ihrer Depression auseinandersetzen.“ 

    Die TK überarbeitet nach eigenen Angaben ihren Depressions-Coach auf der Grundlage der Evaluation. In der ersten Jahreshälfte 2016 soll das Angebot wieder online gehen. 

    Hinweis für die Redaktionen: 

    Pressefotos zum Thema Depression gibt es unter www.tk.de (Webcode 516032) unter dem Suchbegriff „Depression“. 

     

    Pressekontakt: TK-Pressestelle Michael Ihly Tel. 040 – 6909 2577 michael.ihly@tk.de www.newsroom.tk.de www.twitter.com/TK_Presse

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/6910/3156792
  • Schlafapnoe – die unterschätzte Gefahr in der Nacht

    Schlafapnoe – die unterschätzte Gefahr in der Nacht

    Die meisten Menschen werden auf die Frage wie sie geschlafen haben, mit einem gut antworten, vielfach ohne zu wissen, dass sie vielleicht während der Nacht in Lebensgefahr geschwebt haben. Immer mehr Menschen leiden unter einer sogenannten Schlafapnoe, unter gefährlichen Atemaussetzern während des vermeintlich guten und tiefen Schlafes. Besonders Menschen, die am Tag oft müde sind oder die zum Schnarchen leiden, sind besonders gefährdet, denn sie haben öfter mit einer Schlafapnoe zu kämpfen als diejenigen, die nicht schnarchen und am Tag hellwach, munter und konzentriert sind.

    Welche Ursachen hat eine Schlafapnoe?

    Für eine gefährliche Schlafapnoe gibt es zwei Ursachen. Zum einen sind verengte oder auch verlegte Atemwege die Versucher, in diesem Fall wird von einer sogenannten obstruktiven Schlafapnoe gesprochen. Eher selten sind es die Atemmuskeln, denen kurzzeitig die Anregung des Gehirns fehlt, die eine zentrale Schlafapnoe auslösen können. Es gibt aber auch eine Mischform aus obstruktiver und zentraler Schlafapnoe, die allerdings eher selten vorkommt. Besonders häufig kommt die obstruktive Schlafapnoe vor. Die Betroffenen haben verengte Atemwege und selbst wenn die Atemmuskulatur den Befehl zum Atmen an das Gehirn versendet, dann reicht die Kraft der Muskeln nicht aus, um selbstständig Luft zu holen.

    Was passiert während einer Atempause?

    Die Atemluft kann nicht durch die blockierten Atemwege entweichen und es kommt zu einer Atempause. Während dieser Pause bekommt der Körper keinen Sauerstoff und im Gewebe sammelt sich Kohlenstoffdioxid und der Körper reagiert. In der Folge wird eine Art Alarm ausgelöst, der Betroffene wird wach und schnappt nach Luft. Die Atmung beruhigt sich wieder, solange bis es zur nächsten Atempause kommt. Auf diese Weise kommt es zu mehreren Weckrufaktionen in der Nacht, die immer so kurz sind, dass die Betroffenen sich am nächsten Morgen nicht mehr daran erinnern können. Die ständigen Unterbrechungen des Schlafes reichen jedoch aus, um einen tiefen und damit auch einen erholsamen Schlaf unmöglich zu machen. Am Tag sind die Betroffenen entsprechend müde, sie fühlen sich nicht wohl und sind nur sehr schwer in der Lage, sich zu konzentrieren.

    Die langfristigen Folgen der Schlafapnoe

    Es ist nicht nur die Tagesmüdigkeit, die denjenigen zu schaffen macht, die unter einer Schlafapnoe leiden, die Atemaussetzer können auch gesundheitliche Langzeitfolgen haben. So steigt zum Beispiel der Blutdruck, wenn der Körper in Alarmzustand versetzt wird, und wenn es zum Alarm kommt, dann wird außerdem das autonome Nervensystem aktiviert, das unter anderem den Blutdruck reguliert. Bluthochdruck gilt als einer der Auslöser für Herzschwäche, für Herzinfarkte und auch für Schlaganfälle. Wenn der Blutdruck während der Nacht immer wieder nach oben schnellt, dann sind nächtliche Rhythmusstörungen des Herzens ebenfalls möglich. Viele Betroffene leiden am Morgen unter starken Kopfschmerzen, sie fühlen sich schlapp, müde und krank. Nicht zu unterschätzen ist auch der berüchtigte Sekundenschlaf, der vor allem im Straßenverkehr, aber auch bei der Arbeit mit Maschinen zu einer großen Gefahr werden kann.

    Welche Therapien gibt es?

    Manchmal hilft es schon abzunehmen, um die Schlafapnoe zu beenden, und auch ein Verzicht auf Alkohol und Zigaretten ist hilfreich, damit die Atemaussetzer während der Nacht aufhören. Ein weiteres Hilfsmittel ist es, nicht auf dem Rücken zu schlafen, und wer sicher sein will, dass die Atmung in der Nacht nicht mehr aussetzt, der kann an ein Gerät angeschlossen werden, das sofort Alarm gibt, wenn der Schlafende seine Schlafposition verändert. Ein Hausmittel kann ein in den Schlafanzug eingenähter Tennisball sein, dreht sich der Betroffene auf den Rücken, dann erinnert ihn der Tennisball daran, dass er auf dem Rücken liegt. Auch sogenannte Aufbissschienen, die vom Zahnarzt verschrieben werden, können Atemaussetzer verhindern. In schweren Fällen von Schlafapnoe muss der Betroffene aber mit einer Atemmaske schlafen, die verhindert, dass die Atemwege in der Nacht in sich zusammenfallen.

    Bild: © Depositphotos.com / innovatedcaptures

  • Food-Porn Bilder erhöhen Risiko dick zu werden

    Food-Porn Bilder erhöhen Risiko dick zu werden

    Nach einer Studie der Universität Oxford können so genannte Food-Porn Bilder in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Whatsapp ein Hungergefühl auslösen und zu einer Gewichtszunahme führen. Das Betrachten solcher Bilder würde den Forschern zufolge dazu verleiten mehr zu essen als angebracht sei. Das Studienergebnis wurde im Fachmagazin »Brain and Cognition« veröffentlicht.

    Food-Porn vermindert Widerstand

    Das Betrachten von Food-Porn Bildern vermindert der Studie nach den Widerstand leckere Gerichte zu essen, wenn zum Beispiel auf einem Foto ein Schokoladenkuchen oder Steak zu sehen ist. Die Lebensmittelindustrie stand bislang im Mittelpunkt als Auslöser von Übergewicht und Fettleibigkeit. Das Forscherteam wollte daher ergründen welche anderen Faktoren für eine Gewichtszunahme verantwortlich sein könnten. Im Rahmen ihrer Studie stellten sie fest wie sich der Konsum von Food-Porn oder Bildern mit köstlichem Essen auf das Hungergefühl auswirken könnte. Den Bilderkonsum beschreiben die Studienautoren als visuellen Hunger. In ihrer Schlussfolgerung berichten die Forscher, dass schöne Fotos von Lebensmitteln nachteilige Konsequenzen für den Betrachter haben könnte.

    Das Essen würde auf den Status der Herrlichkeit gehoben und dafür seien nach Ansicht der Wissenschaftler vor allem die beliebten Kochsendungen verantwortlich. Jedoch betonen die Studienautoren, dass die öffentliche Darstellung von Speisen nicht generell negativ sein muss. Zum Beispiel könnten schön gestaltete Bilder von Gemüse junge Menschen dazu motivieren sich gesünder zu ernähren.

    Präsentation von Food-Porn in sozialen Netzwerken

    Die Präsentation von Essen auf Facebook, Instagram, Twitter oder Whatsapp hat einen speziellen Hintergrund. Die Professorin Eva Brösius von der Universität Hannover fand heraus, dass die Food-Porn Bilder den Lebensstil ihrer Nutzer darstellen würden.

    Sie würden damit quasi ihren Status zeigen und sie vermitteln sich gute Lebensmittel leisten zu können, wie die Zeitung »Die Welt« berichtete. Eine kanadische Forscherin vertritt die Ansicht, dass Food-Porn Bilder eventuell Menschen dazu veranlassen könnte ihr Leben fast nur auf Essen auszurichten. Der Konsumverzicht auf Food-Porn verhindert das Gefühl unbedingt mehr zu essen, wodurch eine Gewichtszunahme verhindert wird.

    Gesundes Essen muss nicht teuer sein

    Der eigene Lebensstil spiegelt sich in Food-Porn Bildern wieder und dabei werden von den Usern vor allem kalorienreiche, fetthaltige oder zuckerhaltige Speisen stolz präsentiert. Die Speisen werden wunderschön dargestellt, können Neid auslösen und dazu verleiten mehr zu essen als gut für einen ist. Gesunde Lebensmittel werden nur selten gezeigt, weil sie bisweilen als zu teuer empfunden werden. Beim Lebensmitteleinkauf spart der Verzicht auf Süßigkeiten, Fertiggerichte und fettreiche zuckerhaltige kalorienreiche Nahrungsmittel ordentlich Geld. Wer zum Beispiel statt ein Glas Nutella für 2,49 Euro zum gleichen Preis sechs Äpfel kauft, der investiert sein Geld sinnvoll in die eigene Gesundheit. Generell empfehlenswert ist die Erstellung eines Einkaufszettels auf dem vorwiegend gesunde Lebensmittel und nur sehr wenige Genussmittel stehen sollte.

    Auf keinen Fall sollte man mit einem Hungergefühl einkaufen gehen, weil dies zum Kauf unnötiger Lebensmittel wie etwa Schokolade, Kekse oder Fertigsuppen führen kann. Die Fertigsuppen besonders die so genannten »Minutensuppen« gelten wegen ihrer Geschmacksverstärker als sehr ungesund. Statt Fertigsuppen oder Fertiggerichte zu kaufen rechnet es sich für die Gesundheit besser, wenn Suppen und Gerichte selbst zubereitet werden.

    Jeweils zu Wochenbeginn wird ein Speiseplan erstellt, die Lebensmittel eingekauft und daraus dann jeweils am Vorabend des kommenden Tages das gewünschte Gericht zubereitet. Die Zubereitung am Abend des Vortages spart Zeit. Sollte dennoch Zeitmangel herrschen ist es sinnvoll zur Mittagszeit sich nicht für die Currywurst, sondern für einen Gemüseburger oder Salat zu entscheiden. Viele Restaurants, Pommesbuden und Dönerläden bieten auch gesunde Speisen ein, die eine positive Auswirkung auf die Gesundheit haben.

    Bild: © Depositphotos.com / kingkonglive

  • Sex-Roboter auf Vormarsch – Moralisch verwerflich oder nicht?

    Sex-Roboter auf Vormarsch – Moralisch verwerflich oder nicht?

    Die Wissenschaft schlägt Alarm, weil sich die Sex-Roboter auf dem Vormarsch befinden und die ethische Sicht des Menschen auf den Sex radikal verändern könnten. Die heutigen Sex-Roboter sind mit den so genannten Gummipuppen nicht mehr vergleichbar, weil sie technisch hochentwickelt und mit einer weichen synthetischen Haut überzogen sind. Aktuelle Generationen derartiger mechanischer Sex-Dienerinnen können sich mittlerweile realistisch bewegen und wie echte Menschen agieren. In den USA plant ein Roboterhersteller für das Jahr 2016 die Markteinführung eines Sex-Roboters, der in der Lage sein soll zu sprechen. Diese Entwicklung finden vor allem Technikbegeisterte faszinierend, aber auch sehr schüchterne verschlossene Menschen betrachten diesen Trend mit großer Erwartungshaltung.

    Ethische Diskussion über Sex-Roboter

    Die Ethikveranstaltung Ethicomp 2015 diente als Diskussionsplattform bezüglicher ethischer Fragen zur Computertechnik. Auf der Konferenz wurde von Wissenschaftlern die Kampagne »Campaign Against Sex Robots« präsentiert verbunden mit dem Ziel ethische Regeln für Roboter festzulegen. Die Robotikexperten Kathleen Richardson (DeMofort University, Leicester) und Erik Billing (Universität Skövde, Schweden) zeichnen verantwortlich für die Kampagne.

    Der Hintergrund der Kampagne ist der, dass die Mehrzahl der Kunden von Herstellern für Sex-Roboter vor allem Männer sind, die künstliche Frauen erwerben. Das Bild der Frau als Sexobjekt würde durch diesen Trend eine Verstärkung erfahren. Die Ethiker wollen mit ihren Aufruf besonders Programmierer und Informatiker ansprechen. Sie fordern die IT-Experten dazu auf keine Software für Sex-Roboter zu programmieren oder keine Hardware entwickeln. Nach Ansicht der beiden Roboterexperten würden Frauen zu Objekten degradiert. Das Mitgefühl des Menschen würde negativ beeinflusst, weil Sex-Roboter stets willig seien und dafür keine wechselseitige Partnerschaft erforderlich sei. Gegen die Gewalt gegen Prostituierte könnten künstliche Wesen, die der sexuellen Befriedigung dienen, nicht entgegenwirken und das Gewaltproblem nicht lösen.

    Sex-Roboter werden menschlicher

    Die Roboter werden mit jeder Generation und dem technologischen Fortschritt immer menschlicher. Diese Entwicklung gilt als besorgniserregend, weil einige Wissenschaftler damit rechnen, dass die künstliche Intelligenz der Roboter und Maschinen in bereits 20 bis 50 Jahren höher sein könnte als beim Menschen. In Zukunft könnten Sex-Roboter, Roboter in Altenheimen und robotische Sicherheitskräfte zu einem normalen Bild in den Städten gehören. Die Robotik wird sich weiterentwickeln und hier gilt Japan als führendes Land. Ein japanisches Altenheim setzt bereits Pflegeroboter ein und verzichtet fast völlig auf menschliches Personal.

    Die dystopische Sichtweise sieht Roboter als gefährlich an, weil vor allem autonome selbstdenkende Maschinen in Zukunft beim Militär eingesetzt werden könnten. Zum Beispiel entwickelt das US-Unternehmen Boston Dynamics seit Jahren hochentwickelte Robotermaschinen, die eines Tages menschliche Soldaten ersetzen sollen. Die Integration ethischer Grundsätze in die Steuersoftware aller Arten von Robotern kann helfen die Skepsis gegenüber der Robotik abzubauen.

    Normale Haushalte mit einem durchschnittlichen Einkommen können sich derzeit keine Roboter leisten, weil sie sehr teuer sind und einige 100.000 Euro kosten können. In Wohnungen und Häusern könnten Haushaltsroboter uns Menschen allerdings entlasten, damit wir den wirklich wichtigen Dinge des Lebens widmen können. Die Robotik hat mit Staubsaugerrobotern und Roboter-Räsenmähern zumindest in wohlhabenden Haushalten schon Einzug gehalten. Die Beziehungen und Erotik könnte durch Sex-Roboter massiv beeinflusst werden, weshalb unbedingt ethische Regeln in der Programmierung eingestellt werden sollten, damit derartige künstliche Gespielinnen auch mit einem gewissen Respekt begegnet wird.

    Die Roboterindustrie wird sich in den kommenden Jahrzehnten zu einer wichtigen Branche mit Milliardenumsätzen und Millionen Beschäftigten entwickeln. Der Film »Der 200 Jahre Mann« und die Filmreihe »Terminator« haben zwei unterschiedliche Sichtweisen auf die Robotik. Die erste Sichtweise ist utopisch positiv verbunden mit ethischen Fragen wie menschlich ein Roboter sein darf, während »Terminator« die Welt finster zerstörerisch dystopisch sieht.

    Bild: © Depositphotos.com / Lukatme1

  • Schlafmangel nur ein Märchen?

    Schlafmangel nur ein Märchen?

    Einer Studie der University of New Mexico zufolge schläft der moderne Mensch nicht länger als die Naturvölker. Der Schlafmangel der heutigen Gesellschaft scheint den Studienergebnissen zufolge offenbar stellenweise ein Märchen zu sein. Die Studienautoren um den Forscher Gandhi Yetish analysierten das Schlafverhalten dreier Volksgruppen, die wie ihre Vorfahren leben. Untersucht wurden 94 Mitglieder der Naturvölker in einem Zeitraum von rund 1200 Tagen.

    Jäger und Sammler schlafen wenig

    Die Forscher ermittelten bei den drei untersuchten Naturvölkern Hazda (Tansania), San (Namibia) und Tsimanen (Bolivien) eine durchschnittliche Schlafzeit von 6,5 Stunden pro Nacht. Der moderne Schlaf scheint demnach in den Industrieländern eine Verkürzung erfahren zu haben, wie die Wissenschaftler vermuten. Die Wissenschaft war bisher der Ansicht, dass vor allem der Fernseher, das Internet und das elektrische Licht für die verkürzte Schlafzeit des modernen Menschen verantwortlich sei. Vor allem das künstliche Licht wurde als Ursache festgestellt, weil es eine Nacht in einen Tag verwandeln und zu Schlafmangel führen kann.

    Die drei Urvölker richten ihren Tag den Studienergebnissen zufolge nicht nach dem Sonnenuntergang aus. Sie bleiben nach dem Sonnenuntergang durchschnittlich noch drei Stunden auf, bevor sie einschlafen und stehen schon beim ersten Sonnenlicht wieder auf. Die Temperatur hat offenbar einen entscheidenden Einfluss auf ihre Entscheidung, wann sie zu Bett gehen. Bei Hitze legen sie sich schlafen. Wie hoch der Erholungswert des Schlafs der Naturvölker ist, konnte die Studie nicht feststellen und ist ein klarer Schwachpunkt. Leider haben die Studienautoren nicht untersucht, ob die drei Naturvölker weniger Schlaf auf Grund ihrer Lebensweise benötigen im Vergleich zu Menschen, die lange im Büro sitzen oder oft mit dem Auto unterwegs sind.

    Seltene Nickerchen

    Ein Nickerchen hielten die Jäger und Sammler nur wenig. Im Winter schliefen sie nur durchschnittlich an vier Prozent der Tage und in der Sommerzeit hielten sie nur an 22 Prozent der Tage ein Nickerchen. Chronische Schlafstörungen wurden selten festgestellt, da nur sehr wenige Menschen unter den drei Naturvölkern schlecht geschlafen haben. In den Industrieländern leiden Schätzungen nach bis zu zehn Prozent aller Erwachsenen an Schlafstörungen.

    Die Mitglieder der Hazda, San und Tsimanen leben in einer natürlichen Umgebung, die dazu beitragen könnte, dass sie trotz nur 6,5 Stunden Schlaf pro Nacht dennoch gesund leben. Diese Erkenntnis könnte den Forschern zufolge helfen Therapien zu entwickeln mit denen Schlafmangel oder Schlafstörungen behandelt werden könnte. Die Vermeidung störender Einflüsse wie elektrisches Licht, nächtliches Computerspielen und Surfen im Netz habe positive Auswirkungen auf den Schlaf, weil dadurch einem Schlafmangel vorgebeugt werden könnte.

    Folgen von Schlafmangel

    In unserer modernen Gesellschaft kann sich Schlafmangel trotz den Ergebnissen, der hier vorgestellten Studie, dennoch negativ auf die Gesundheit auswirken. Bei einem anhaltenden Schlafmangel kann ein Schlaganfall die Folge sein oder es können Krankheiten wie Alzheimer, Demenz und Herzkrankheiten früher auftreten. Vor allem Jugendliche sind verstärkt vom Schlafmangel betroffen und dies führt zu erheblichen Konsequenzen, die Auswirkungen auf ihr Leben haben. Als Ursache für den Schlafmangel bei Teenagern sind besonders Computerspiele, die nächtliche Aktivität in sozialen Netzwerken und Partys verantwortlich.

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  • Sterberisiko steigt durch Stehen und Sitzen

    Sterberisiko steigt durch Stehen und Sitzen

    Nach einer umfassenden Studie der University of Exeter kann Stehen wie Sitzen zu einer Erhöhung des Sterberisikos und Krankheitsrisikos führen. Im Rahmen der Studie wurden 1412 Frauen und 3720 Männer untersucht. Die Daten der Studienteilnehmer entstammten der Kohortenstudie Whitehall II, die über 16 Jahre lief und insgesamt 5100 Teilnehmer zählte. Die Studie endete am 31.Juli 2014.

    Sitzzeit erfasst

    Die Männer und Frauen mussten ihre wöchentliche Sitzzeit aufschreiben und angeben wie viel Zeit sie in der Woche einer mittelschweren bis kräftigen Aktivität nachgingen. Die Probanden waren 35 bis 55 Jahre alt und mussten auch ihre tägliche Gehzeit in einem Fragebogen niederschreiben. Die Lebensgewohnheiten und der Gesundheitszustand wurden seit dem Jahr 1985 aufgezeichnet. In der Zeit der Studie verstarben 450 Teilnehmer, deren Todesursache aber weder mit Sitzen noch Stehen in Verbindung gebracht werden konnte. Zahlreiche Studienteilnehmer standen durchschnittlich 43 Minuten länger auf ihren Beinen als der Durchschnitt der Briten.

    Basierend auf dem Studienergebnis kann Bewegung die Gesundheit davor schützen durch zuviel Sitzen Schaden zu nehmen. Wie der Mediziner Dr. Hillsdon berichtete, der die Studie begleitete, seien alle ruhenden Positionen mit einem zu niedrigen Energieverbrauch negativ für die Gesundheit.

    Sitzen beeinflusst Stoffwechsel

    Wie die Forscher herausfanden, kann sich der Stoffwechsel des Menschen ändern je nachdem ob er geht, sitzt oder steht. Das Studienergebnis konnte nicht genau feststellen wie stark sich ein zu langes Stehen oder Sitzen auf den Stoffwechselprozess des Körpers auswirken kann. Eine weitere Forschung soll ergründen, ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen einem zu langen Sitzen oder Stehen und Diabetes Typ-2 bzw. Herzkrankheiten besteht.

    Bewegung positiv für die Gesundheit

    Die Studienautoren empfehlen auf Grund ihrer Erkenntnisse aus der Studie eine regelmäßige Bewegung, um das Risiko eine Herzkrankheit oder Diabetes Typ-2 zu erleiden zu vermindern. Das Sterberisiko könne durch körperliche Aktivität ebenfalls auf ein Minimum begrenzt werden. Als Beispiele für Bewegungen wurde das Treppensteigen, Spaziergänge, Gehen und Aufstehen genannt.

    Vor allem Büroberufe sind von einer zu langen Sitzzeit betroffen. Je länger jemand sitzt desto höher kann das Krankheitsrisiko sein oder im schlimmsten Fall ein früher Tod die Folge sein. Wer sich zu wenig bewegt, kann übergewichtig oder fettleibig werden und als Folge an Diabetes Typ-2 oder einer Herzkrankheit erkranken. Ein zu langes Sitzen kann zu Fehlhaltungen führen und auf Dauer ungesund für den Körper sein. In der Mittagspause empfiehlt sich nach einem stundenlangen Sitzen oder Stehen ein Spaziergang an der frischen Luft. Alternativ können kleine Fitnessübungen am Schreibtisch helfen die Folgen von zu langem Sitzen abzumildern. Kleine Fitnessübungen können Kniebeugen, Streckübungen oder der Hampelmann sein. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt eine körperliche Aktivität von mindestens einer Stunde täglich und ist auch ratsam, weil bei zu wenig Bewegung das Krankheitsrisiko steigen kann.

    Die Teilnahme an Fitnesskursen wird von Krankenkassen auf Antrag bezuschusst und kann hilft dabei in Bewegung zu bleiben. Jeder Mensch hat Freude an einer bestimmten Sportart und diese sollte regelmäßig ausgeführt werden.

    Bild: © Depositphotos.com / .shock