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  • Progerie – Krankheit ohne Heilung

    Progerie – Krankheit ohne Heilung

    Progerie – Was ist das?

    Progerie – eine Krankheit, von der immer mal wieder in den Medien zu hören und zu lesen ist, die bislang aber noch nicht vollends erforscht wurde und mit der sich immer noch zu wenige Menschen auseinandersetzen.  Dabei ist diese Krankheit sehr heimtückisch und beeinträchtigt nicht nur das Leben der betroffenen Kinder sondern vielmehr das des gesamten Umfeldes.  Grundsätzlich beschreibt der Begriff der Progerie eine Krankheit, die in den meisten Fällen bei Kindern auftritt und mit einem überschnellen Alterungsprozess einhergeht.  Erstmals beschrieben wurde dieses Krankheitsbild im Jahre 1886 von Hastings Gilford und Jonathan Hutchinson. Hierdurch wird die Progerie auch als Hutchinson-Gilford Syndrom bezeichnet. Die vorzeitige Ergreisung der betroffenen Kinder ist nur eines von vielen äußerlichen Merkmalen dieser schlimmen Erkrankung. Die Progerie ist ein schleichender Prozess, der mal schneller mal weniger schnell zu bestimmten Symptomen führt. Wie bei vielen anderen Erkrankungen, so gibt es auch bei der Progerie erste Krankheitsanzeichen.

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  • Kopfschmerzen und Migräne

    Kopfschmerzen und Migräne

    Kopfschmerzen und Migräne behandeln

    Die häufigste Erkrankung der heutigen zivilisierten Menschheit sind die Kopfschmerzen, die bis zu einer Migräne ausarten können. Es wird geschätzt, dass etwa siebzig Prozent der deutschen Bevölkerung unter akuten oder chronischen Kopfschmerzen leiden. Die Bandbreite der Schmerzen ist vielfältig, es gibt mehr als zweihundert Arten davon. Dennoch gehen die meisten Patienten nicht zum Arzt, sondern nehmen lieber Tabletten dagegen ein, was für einen akuten Fall, der nicht wiederkehrt, ausreichend sein mag. Anders sieht es aus, wenn die Kopfschmerzen häufig wiederkehren und der Mensch somit zum Schmerzpatienten wird. Hier sollte unbedingt Ursachenforschung betrieben werden, ob möglicherweise eine ernsthaftere Erkrankung dahinterstecken kann. Diese können häufig auch seelische Ursachen haben, wobei der Kopfschmerz lediglich ein Symptom ist.

    Spannungskopfschmerzen

    Die Gesundheit beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit diesem Thema und unterscheidet diverse Formen. Sehr häufig vertreten sind die primären Formen der Spannungskopfschmerzen sowie der Migräne. Weiterhin gibt es die sekundären Kopfschmerzen, die eine Begleiterscheinung einer Krankheit sind wie beispielsweise eine Erkältung. Spannungskopfschmerzen treten häufig als Folge von Überanstrengungen auf, wie sie unter anderem nach einem anstrengenden Tag im Büro vorkommen können. Die harmloseste Form des Kopfschmerzes ist der allen bekannte Kater, der nach einem übermäßigen Alkoholgenuss zum Tragen kommt. Hier hilft sehr schnell Abstinenz sowie absolute Ruhe. Weitere Ursachen können beispielsweise sein: Sonnenstich und Hitzschlag, Bluthochdruck, übermäßige Medikamenteneinnahme, Unterzuckerung, Bluthochdruck, Kopfschmerz durch zu engen Helm oder zu straffen Pferdeschwanz. Bei den meisten Fällen hilft bereits viel Ruhe und Schlaf, eine gewisse Entspannung, möglichst in einem abgedunkelten Raum und Abstinenz von Alkohol sowie Nikotin als Therapie.

    Chronische Kopfschmerzen

    Zu den chronischen Kopfschmerzen gehört ohne Zweifel die Migräne, die plötzlich wie eine Attacke auftritt und dann für längere Zeit anhält. Manche Migränepatienten haben sehr häufig unter dieser Erkrankung zu leiden und können dabei ihrem normalen Alltag nicht nachgehen. Um ihnen nachhaltig helfen zu können, ist es wichtig, dass sie eine Art Schmerztagebuch führen, in dem genauestens alles aufgeschrieben wird. Umso besser kann der Arzt dann die endgültige Diagnose stellen und Behandlungsformen vorschlagen. Wobei gerade im Bereich der Migräne immer wieder nach neuen Forschungsergebnissen gesucht wird. Häufig werden dazu noch weitere Untersuchungen nötig, um ernsthaftere Erkrankungen auszuschließen.

    Therapie bei Migräne

    Die Therapie bei einer Migräne ist meist langfristig und wird in der Regel medikamentös vorgenommen, diese Spezialpräparate werden vom Arzt verschrieben. Dennoch kann der Betroffene einige weitere Maßnahmen anwenden, die bei der Genesung sehr hilfreich sind. Dazu gehören beispielsweise Akupunkturen, dieses hat sich im Kampf gegen die Kopfschmerzen als sehr hilfreich herausgestellt. Dies gilt ebenfalls für Massagen oder autogenes Training. Manche Behandlungsformen werden von der Krankenkasse bezahlt, aber leider längst nicht alle. Welche davon bezuschusst werden, bespricht der Patient am besten mit dem Arzt.

    Weiterhin sollte unnötiger Stress vermieden werden, regelmäßige Pausen bei der Arbeit sind einzuhalten. Viel Sport und Spaziergänge in der frischen Luft, ausreichend Schlaf sowie eine geregelte, gesunde Ernährung gehören ebenfalls zu dem Anti-Kopfschmerz-Programm, um den Schmerz gar nicht erst aufkommen zu lassen. Ein weiteres gutes Mittel ist das Trinken von Wasser, dies hat die Fähigkeit, Giftstoffe aus dem Körper zu spülen und wird daher von den Ärzten empfohlen.

  • Eine Allergie kann jeden treffen

    Eine Allergie kann jeden treffen

    Kaum eine andere Erkrankung ist so weit verbreitet wie eine Allergie. Immer mehr Menschen reagieren auf immer neue Stoffe allergisch und das macht die Behandlung nicht gerade einfach. Die einen reagieren auf Pollen und Gräser, die anderen auf Hausstaub und Milben und wieder andere können bestimmte Lebensmittel nicht vertragen. Die Liste der Stoffe die Allergien auslösen, wird immer länger und es müssen immer wieder neue Mittel gefunden werden, die es Menschen mit einer Allergie einfacher machen, durch den Alltag zu kommen.

    Was genau ist eine Allergie?

    Eine Allergie entsteht immer dann, wenn das Immunsystem bestimmte Stoffe, die an sich harmlos sind, als Feinde erkennt und versucht, sie wieder loszuwerden. Wenn zum Beispiel die Pollen einer bestimmten Baumart eingeatmet werden, dann behandelt das Immunsystem diese Pollen wie einen Krankheitserreger und bekämpft ihn. Es kommt zu den bekannten Symptomen wie:

    • Niesen
    • Geröteten und brennende Augen
    • Juckender Haut
    • Beschwerden des Magen-Darmtrakts

    In der schwersten Form kann eine Allergie Asthma auslösen oder auch einen lebensgefährlichen Schock verursachen, wie das unter anderem häufig bei Insektenstichen der Fall ist. Nicht jedes dieser Symptome tritt auch bei jedem Allergiker auf, wer eine sogenannte Kontaktallergie beispielsweise gegen Nickel oder Kupfer hat, der wird über Hautprobleme klagen.

    Welche Therapien sind bei einer Allergie hilfreich?

    Wer meint, eine Allergie zu haben, der sollte einen Arzt aufsuchen und eine Sensibilisierung machen lassen. Diese Maßnahme ist aber immer nur dann sinnvoll, wenn bekannt ist, was genau die Allergie ausgelöst hat. Eine Sensibilisierung nimmt Zeit in Anspruch, denn über einen Zeitraum von drei Jahren spritzt der Arzt dem Patienten immer wieder in kleinen Dosen den Stoff, gegen den der Patient allergisch reagiert. Auf diese Weise soll das Immunsystem langsam an den Stoff gewöhnt werden, der die Allergie auslöst.

    Auch eine Sensibilisierung mit Tabletten ist möglich. Diese Tabletten müssen sich langsam auf der Zunge auflösen und sollen das Immunsystem motivieren. Zu dieser Form der Therapie gibt es bis heute allerdings keine aussagekräftigen Studien, und sie kann auch nur bei bestimmten Allergien angewandt werden.

    Vielen von einer Allergie geplagten Menschen hilft es schon, den Stoff zu meiden, der bei ihnen für Probleme sorgt. Das ist für viele einfach, für andere aber fast unmöglich. Wer gegen Gluten allergisch ist, der kann heute Lebensmittel kaufen, die keine Gluten enthalten, aber wer auf Hausstaub allergisch reagiert, der hat ein großes Problem. In diesem Fall müssen alle Teppiche aus dem Haus verschwinden und durch glatte Böden wie PVC, Parkett oder Laminat ersetzt werden. Auch das Bettzeug muss der Allergie angepasst werden, ebenso die Möbel. Gardinen sind kein Thema mehr und in allen Räumen müssen dann permanent ein Luftbefeuchter und ein Luftreiniger im Einsatz sein.

    Alle, die unter einer Pollenallergie leiden, können sich heute über das Internet oder auch im Radio und Fernsehen über den aktuellen Pollenflug informieren. Es gibt Pollenfilter fürs Auto und viele andere Maßnahmen, die eine Allergie erträglicher machen. Pech haben diejenigen, denen der Beruf im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut geht, wie das bei Friseuren oder auch bei Bäckern der Fall ist, wenn sie unter einer Mehlstauballergie leiden. Wird die Allergie zu stark und wenn keine Therapie mehr anschlägt, dann bleibt nur der Weg, sich für einen anderen Beruf zu entscheiden.

  • Was ist bei Verbrennungen zu tun?

    Was ist bei Verbrennungen zu tun?

    Eine heiße Tasse Kaffee oder Tee die umkippt, einmal mit der Hand an die heiße Herdplatte gefasst oder das Bein zu nahe am Auspuff des Motorrads – zu Verbrennungen oder Verbrühungen kann es sehr schnell kommen. Ein Klassiker bei Verbrennungen ist auch der Grillunfall oder das heiße Wasser, das überschwappt. Ganz gleich, was der Auslöser für eine Verbrennung ist, wichtig ist es, dass schnell Hilfe geleistet wird, bevor die Haut einen dauerhaften Schaden nimmt.

    Hausmittel bei Verbrennungen, die auf keinen Fall helfen

    Für jeden Unfall gibt es auch das passende Hausmittel, aber besonders wenn es um Verbrennungen geht, dann gibt es eine Unmenge von Hausmitteln, die vermeintlich hilfreich sind. Leider sind es die meisten nicht. Wenn es zu einer Verbrennung oder zu einer Verbrühung kommt, dann haben weder Seife, noch Mehl, Zahnpasta oder rohe Kartoffelscheiben, Kurkuma, Butter oder Öl etwas auf der Wunde zu suchen. Sie verschlimmern die ohnehin schon starken Schmerzen noch mehr und sie sorgen zudem dafür, dass die Haut verklebt und sich nicht mehr regenerieren kann. Zudem können Bakterien in die Wunde eindringen, die alles noch schlimmer machen, als es schon ist.

    Kaltes Wasser bei Verbrennungen

    Es gibt nur eine einzige Sofortmaßnahme, die bei Verbrennungen hilft und das ist kaltes fließendes Wasser. Die Brandwunde muss sofort mit Wasser behandelt werden, denn das kalte Wasser kühlt die Temperatur auch in den unteren Hautschichten ab, es spült schädliche Stoffe wie Bakterien und Keime aus und verhindert, dass das Gewebe nachhaltig zerstört wird. Die Haut sollte aber nur maximal 20 Minuten mit Wasser behandelt werden. Wenn es sich um Verbrennungen ersten Grades handelt, dann sollte im Anschluss eine kühlende Salbe aufgetragen werden. Zudem wird die Haut mit einem leichten Verband abgedeckt, der die Haut nicht verklebt.

    Hilfe bei schweren Verbrennungen

    Handelt es sich um eine Verbrennung zweiten Grades, dann färbt sich die betroffene Stelle nicht nur rötlich, sie wirft auch Blasen. Immer dann, wenn die Blasenbildung und die Rötung die Größe einer Handfläche haben, dann hilft nur noch die Fahrt zum nächsten Krankenhaus oder zu einem Arzt. Während der Fahrt muss die Verbrennung gekühlt werden und das passiert am besten mit einem Beutel voller Eiswürfel oder mit einem Kühlkissen aus der Tiefkühltruhe.

    Zusätzlich sollte die betroffene Hautstelle mit einem sterilen Tuch, am besten aus Mull abgedeckt werden, damit keine Keime und Bakterien in die Wunde gelangen können.

    Schnelle Hilfe bei einem Sonnenbrand

    Auch der Sonnenbrand gehört zu den Verbrennungen und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wenn die Haut stark gerötet ist oder wenn sich schon kleine Bläschen bilden, dann ist der Besuch beim Arzt unvermeidlich. Wenn sich die Rötung aber nur am Rand einer kleinen Blase zeigt, dann ist auch hier kaltes aber nicht eisiges Wasser eine gute Maßnahme. Ist der Sonnenbrand auf dem Rücken, dann ist ein Handtuch, das in kaltes Wasser getaucht wurde, eine gute Idee, denn das Handtuch bedeckt den kompletten Rücken und sorgt so für Linderung der Schmerzen. Sollten sich zu den Verbrennungen aber Übelkeit und Benommenheit gesellen, dann hilft nur noch die Fahrt ins nächste Krankenhaus.

    Rund 80% aller Verbrennungen sind ersten Grades und können schnell und einfach zu Hause versorgt werden. Kritisch und damit lebensbedrohlich ist es aber immer dann, wenn 10 % der Hautoberfläche verbrannt sind, denn dann kann es zu einem Kreislaufschock und auch zum Versagen der Nieren kommen.

  • Die Schilddrüse – die Steuerzentrale des Stoffwechsels

    Die Schilddrüse – die Steuerzentrale des Stoffwechsels

    Der Einfluss der Schilddrüse auf den menschlichen Körper

    Die Schilddrüse lässt sich völlig zu Recht als die Steuerzentrale des Stoffwechsels bezeichnen. Die von ihr gebildeten Hormone wirken auf die Funktionen sämtlicher inneren Organe des Menschen. Über eine so genannte negative Rückkopplung in Form von Botenstoffen sorgt die Schilddrüse dafür, dass die Werte des Stoffwechsels auf einem konstanten Niveau gehalten werden. Daraus wird schon klar, dass sich Störungen der Funktion der Schilddrüse als Symptome einer Fehlfunktion des Stoffwechsels manifestieren. Davon ist der Bindegewebsstoffwechsel genauso betroffen wie der Fettstoffwechsel und der Zuckerstoffwechsel.

    Außerdem beeinflussen die Hormone der Schilddrüse auch die Körpertemperatur. Das wird erreicht, indem diese Hormone den Grundumsatz des Körpers bei der Energieverbrennung steuern. Sie wirken sich ebenfalls auf die Tätigkeit der Schweißdrüsen aus, die bekanntlich das natürliche Kühlsystem des menschlichen Körpers sind. Sogar die Peristaltik des Darms wird über die Schilddrüsenhormone gesteuert. Calciumstoffwechsel und damit das Wachstum werden ebenfalls von der Hormonzentrale Schilddrüse überwacht.

    Daran zeigt sich bereits, wie vielfältig die Palette der Symptome für eine Erkrankung der Schilddrüse sein können. Unklare Erregungszustände können genau wie eine ständige Erschöpfung Anzeichen dafür sein, dass die Schilddrüse nicht richtig funktioniert. Gravierende Änderungen des Körpergewichts ohne Veränderungen der Ess- und Bewegungsgewohnheiten können ebenfalls einen Hinweis auf eine Erkrankung der Schilddrüse sein.

    Zu den weiteren möglichen Symptomen gehören Darmträgheit und Darmüberaktivität. Störungen bei der Entwicklung von motorischen und kognitiven Fähigkeiten bei Kleinkindern müssen keine neurologischen Ursachen haben, sondern können durch eine nicht normgerechte Steuerung durch die Schilddrüse hervor gerufen werden.

    Ständiger Druck und Reiz im Hals ist ebenfalls eines der Anzeichen, die den Arzt dazu bewegen sollten, eine Untersuchung der Schilddrüse durchzuführen. Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten vom Labortest über Ultraschall bis hin zu bildgebenden Verfahren mit Kontrastmitteln zur Verfügung. Von ihren Ergebnissen hängt es ab, mit welcher Art der Therapie die Fehlfunktion der Schilddrüse behandelt werden kann.

    Hypothyreose alias Schilddrüsenunterfunktion

    Bei einer Schilddrüsenunterfunktion, die der Mediziner auch als Hypothyreose bezeichnet, kommt es zu einer Mangelversorgung des Körpers mit Thyroxin und Trijodthyronin. Sie kann angeboren oder im Laufe des Lebens erworben sein.
    Eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion wird heute durch die Standarduntersuchungen bei Säuglingen sehr früh erkannt. Sie lässt sich durch einen einfachen Bluttest nachweisen. Statistiken gehen davon aus, dass es bei zehntausend Neugeborenen zwei Betroffene gibt. Wird der Hormonmangel nicht behandelt, fällt das Baby dadurch auf, dass die typische Neugeborenengelbsucht länger dauert, und dass sie ein deutlich über dem Durchschnitt liegendes Schlafbedürfnis haben. Auch optische Abweichungen des Gesichts von der „Norm“ sind sehr bald zu beobachten. Im weiteren Verlauf sind Verzögerungen beim Wachstum und Störungen der geistigen Entwicklung auffällig.

    Erste Anzeichen einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion sind Antriebslosigkeit und Minderungen der Leistungsfähigkeit. Menschen mit dieser Erkrankungen tendieren auch zum schnellen Frieren, da die Schilddrüse auch für die Steuerung der Körpertemperatur zuständig ist. Der Appetit lässt nach und es zeigen sich Minderungen in der Gedächtnisleistung. Ist die Schilddrüsenunterfunktion stärker ausgeprägt, kann es auch zu vorübergehenden oder dauerhaften Depressionen kommen.

    Weitere Hinweise auf eine Schilddrüsenunterfunktion sind Verstopfungen, ein niedriger Blutdruck sowie ein verlangsamter Puls. Eine durch mangelnden Sport oder eine Umstellung nicht zu erklärende Gewichtszunahme könnte ebenfalls ein Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion sein.

    Die Diagnostik ist mit der Kombination aus bildgebenden Verfahren und Laboruntersuchungen möglich. Eine Therapie der Schilddrüsenunterfunktion ist recht einfach durch die Verabreichung von Thyroxin in Tablettenform möglich. Diese sind gut verträglich und weisen bei einer optimalen Anpassung der Dosis kaum nennenswerte Nebenwirkungen auf. Diese Anpassung setzt jedoch regelmäßige Kontrolluntersuchungen voraus.

    Hyperthyreose alias Schilddrüsenüberfunktion

    Entdeckt wurde die Schilddrüsenüberfunktion als Erkrankung bereits zum Ende des 18. Jahrhunderts durch Paul Julius Möbius. Andere Wissenschaftler hatten zwar vor ihm die Symptome beschrieben, die Schilddrüse jedoch nicht als Ursache dafür ausgemacht. Inzwischen sind sie nach dem ICD-10-Standard unter den Kennziffern E 05.0 bis E 05.9 nach verschiedenen Kriterien klassifiziert worden.

    Dabei wird eine Unterscheidung der Schilddrüsenüberfunktion einerseits nach den Ursachen und andererseits nach dem Grad der Ausprägung vorgenommen. Zu den häufigsten Gründen zählen Autoimmunreaktionen. Tumore in der Schilddrüse selbst können ebenfalls zu einer Überfunktion der Schilddrüse führen. Außerdem kann diese als begleitendes Symptom eines bösartigen Tumors an anderen Stellen des Körpers auftreten. Eine weitere häufig ausgemachte Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion sind chronische entzündliche Prozesse. Hinzu kommt die Möglichkeit, dass die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion durch eine zu stark gewählte Dosierung bei der Therapie einer Schilddrüsenunterfunktion ausgelöst werden können. Beim Schweregrad wird die Hyperthyreose in die latente, die subklinische und die manifeste Schilddrüsenüberfunktion unterteilt. Die schwerste Form ist die tyreotoxische Krise, die bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen führt.

    Die typischen Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion sind eine ständige innere Unruhe, Auffälligkeiten bei der Amplitude des Blutdrucks sowie eine sonst nicht zu erklärende Schlaflosigkeit. Auch Hitzewallungen und eine starke Gewichtsabnahme trotz steigenden Appetits können Anzeichen für eine Überfunktion der Schilddrüse sein.

    Die Diagnose erfolgt über Blutanalysen, Erfassen der Symptome und verschiedene bildgebende Verfahren, die zum Teil mit der Hilfe von Kontrastmitteln arbeiten. Die Palette der möglichen Therapien reicht von der Gabe von Medikamenten über operative Eingriffe bis hin zur Radiojodtherapie. Sie wird immer auf die jeweils für die Schilddrüsenüberfunktion ermittelte Ursache abgestellt.

    Das tägliche Leben mit Schilddrüsen Erkrankungen

    Wie sich das Leben mit den Schilddrüsen Erkrankungen gestalten lässt, hängt immer von deren Art und Ursache ab. Grundsätzlich werden sechs verschiedene Erkrankungen klassifiziert. Dazu zählen Störungen der Funktionalität und der Autonomie des Organs genauso wie Entzündungen, Veränderungen der Organgröße und -struktur sowie Struma. Die gefährlichste aller möglichen Formen ist der Schilddrüsenkrebs.

    Ist die Schilddrüse stark vergrößert und bildet einen Kropf, dann wird vom Struma gesprochen. Hier kann mit einer Gabe von jodhaltigen Präparaten gegengesteuert werden. Dabei bildet sich der Kropf meistens wieder zurück. Ist er akut vorhanden, kann das sogar bis zur Beeinträchtigung der Atmung und/oder der Stimme führen. Deshalb wird von großen körperlichen Anstrengungen abgeraten.

    Bei der Bildung von Knoten kommt es darauf an, ob es sich um „kalte“ oder „heiße“ Knoten handelt. Gehen von „kalten“ Knoten keine Beeinträchtigungen aus, werden sie üblicherweise nur beobachtet, während „heiße“ Knoten zumeist chirurgisch entfernt werden. Die Chirurgie ist auch hilfreich, wenn Schilddrüsenkrebs diagnostiziert wird. Je früher dieser erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Ob zusätzlich zur Entfernung der Tumore Strahlentherapien oder Chemotherapien angesetzt werden, hängt immer davon ab, wie weit die Krankheit schon fortgeschritten ist, und ob bereits eine Metastasenbildung eingesetzt hat.

    Die Strahlentherapie ist auch eines der Mittel, mit denen eine Überfunktion der Schilddrüse behandelt werden kann. Eine gründliche Beratung der Patienten ist hier sehr wichtig. Mit moderner Technik ist inzwischen eine Bestrahlung möglich, die auch in größeren Tiefen des Gewebes punktgenau ausgerichtet und dosiert werden kann, so dass sich die damit verbundenen Nebenwirkungen auf ein unvermeidliches Minimum reduzieren lassen. Am einfachsten ist die Behandlung einer Unterfunktion, denn hier lassen sich die Symptome allein mit der Gabe von Thyroxin zumeist vollständig beseitigen.

  • Zahnschmerzen sind immer ein Alarmsignal

    Zahnschmerzen sind immer ein Alarmsignal

    Bei Zahn Schmerzen muss den Ursachen auf den Grund gegangen werden

    Zahnschmerzen werden nach dem WHO Standard ICD-10 unter der Kennung K08.8 klassifiziert. Auch wenn man nach dem Äußeren und den sichtbaren Strukturen der Zähne annehmen könnte, dass es sich um lebloses Material handelt, ist das nicht der Fall. Sie besitzen neben dem Hauptnerv viele winzige Nervenstränge, die über feine Kanäle bis an die Oberfläche reichen. Sie bekommt man spätestens dann zu spüren, wenn sie hoch sensibel sind und mit Schmerzen auf den Kontakt mit Kälte uns Hitze reagieren.

    Die Ursachen von Zahnschmerzen können sehr vielfältiger Natur sein. Sie reichen von mechanischen Beschädigungen der Zähne über frei liegende Zahnhälse bis zu Entzündungen im Wurzelbereich. Auch die Nerven selbst können bei Entzündungen heftige Zahnschmerzen verursachen. Deshalb nimmt der Zahnarzt eine Differentialdiagnose einerseits nach der Art der Zahnschmerzen, über eine visuelle Untersuchung und mit Hilfe von bildgebenden Verfahren vor. Kann dabei kein Befund erhoben werden, besteht der nächste Schritt darin, neurologische Faktoren wie zum Beispiel Phantomschmerzen auszuschließen. Bei neurologisch verursachten Zahnschmerzen fehlen auch typische Anzeichen wie Rötungen und Schwellungen.

    Die Zahnschmerzen werden vom Mediziner nach den Ursachen gegliedert. Das kann eine Karies aber auch eine Pulpitis sein. Bei der Karies tritt kein temporärer Spontanschmerz auf. Solche nur zeitweise und vorwiegend nachts auftretenden Zahnschmerzen sind meist ein Anzeichen für Pulpitis. Bei einer apikalen Pulpitis wird der betroffene Zahn noch dazu klopfempfindlich. Ein Gangrän wird durch das Absterben und Verwesen von versorgenden Teilen der Zähne verursacht. Dieses muss nicht zwangsläufig mit Zahnschmerzen verbunden sein. Typisch ist hier ein strenger Mundgeruch, der durch die Verwesung selbst zustande kommt.

    Wichtig:
    Zahn Schmerzen können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Dazu gehören Löcher im Zahn, durch die Bakterien in die Nervenkanäle eindringen und dort für Entzündungen sorgen können. Absterbende Nerven sind weitere häufige Ursachen für Zahn Schmerzen. Hinzu kommen entzündliche Vorgänge beim Zahnfleisch und im Kieferknochen. Auch können für Zahn Schmerzen neurologische Ursachen in Frage kommen. Von der jeweiligen Diagnose hängt dann auch die Art der Behandlung ab. Wir erklären einige der Ursachen und zeigen, wie man dagegen vorbeugen kann. Für diejenigen, die Angst vor dem Zahnarzt haben, gibt es gleich auch noch ein paar Tipps, wie man ihr zu Leibe rücken kann. Doch der beste Weg, um sich mit Zahn Schmerzen gar nicht erst beschäftigen zu müssen, sind eine gute Pflege und die regelmäßige Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen.
    Karies – Vorbeugen, erkennen und heilen

    Die Bezeichnung Karies leitet sich ab von der lateinischen Vokabel „caries“, die als Synonym für Fäulnis und Zerfall benutzt wird. Dieser Zerfall ist ein schleichender Prozess, der vom Zahnarzt in verschiedene Stadien unterteilt wird. Die erste Stufe ist die so genannte Initialkaries. Sie entsteht dadurch, dass den Zähnen der für die Aufrechterhaltung der Stabilität notwendige Kalk fehlt. Der Zahnmediziner erkennt das an kleinen weißen Flecken in der Zahnsubstanz. Diese auch als „,macula alba“ bezeichneten Spots werden in der Folge durch die Anlagerung von Pigmenten dunkel. In diesem Stadium werden sie „macula fusca“ genannt. Hier erfolgt in der Regel eine Behandlung mit Fluorid, um dem Zahn die fehlenden Mineralien gezielt zur Regeneration zuzuführen.

     

    Vergessen zum Zahnarzt zu gehen?

    Wenn man die Behandlung in diesem Stadium verpasst hat, folgt die Dentinkaries. Das Dentin wird auf Deutsch auch als Zahnbein bezeichnet und stellt den größten Anteil der Substanz des Zahns. Reichlich zwei Drittel davon bestehen aus Kalziumhydroxylapatit. Der Rest verteilt sich auf Kollagen und Wasser. Das Zahnbein ist der Schutz des Zahnmarks. Ist es durch eine Karies beschädigt, liegen die Nerven frei und es kommt zu heftigen Zahn Schmerzen.

    Im dritten Stadium einer Karies wird von einer „caries profunda“ gesprochen. Sie beginnt, wenn die Schädigung bereits tief in das Dentin vorgedrungen ist. Als tief werden hier zwei Drittel des Wegs bis zum Zahnmarkt angenommen. Das schlimmste Stadium ist die „caries penetrans“. Sie liegt vor, wenn bereits eine direkte Verbindung zwischen der Mundhöhle und dem Zahnmarkt besteht.

    Aktuelle Studien weisen aus, dass 99 Prozent der Deuten Karies in einem der beschrieben Stadien haben. Das zeigt, wie dringend notwendig die Prävention ist, die einerseits in einer guten Zahnpflege und andererseits in regelmäßigen Kontrolluntersuchungen und der fachmännischen Behandlung kleinster Schäden besteht.

     

    Wurzelbehandlung – die Chance, einen Zahn zu erhalten

    Eine Wurzelbehandlung kann an einem Zahn mit einem vitalen oder abgestorbenen Zahnmark durchgeführt werden. Am vitalen Zahnmark wird sie meistens dann gemacht, wenn dieses eine Entzündung aufweist, die sich mit Medikamenten oder anderen Therapien nicht eindämmen lässt.

    Die Ursachen für Entzündungen des Zahnmarks als Ursache für die Notwendigkeit einer Wurzelbehandlung können sehr vielfältig sein. Sie reichen von mechanischen und kariösen Beschädigungen des Zahns bis hin zu Infektionen des Kieferbereichs. Bei Letzterem spricht der Zahnarzt von so genannten Zahntaschen und sie können dafür sorgen, dass die Krankheitserreger über den Wurzelkanal in den Zahn gelangen können. Eine Entzündung des Zahnmarks muss nicht zwangsläufig Zahn Schmerzen als begleitendes Symptom haben, was vor allem dann gilt, wenn sie bereits chronisch geworden ist. Die akute Form dagegen verursacht fast immer Zahnschmerzen oder zumindest dumpfe Schmerzen, die sich im Kiefer ausbreiten und nicht genau lokalisiert werden können.

    Bei der Wurzelbehandlung wird das komplette Zahnmark nebst alle darin befindlichen Nerven entfernt. Um möglichst alle Restkeime abzutöten, kann es sein, dass dafür mehrere Sitzungen notwendig sind, weil übergangsweise eine Füllung mit antibiotikahaltigen Materialien eingebracht wird. Abschließend werden die Hohlräume mit einer Füllung versehen, die vom menschlichen Stoffwechsel nicht resorbiert werden können.

    Eine Wurzelbehandlung wird immer erst dann durchgeführt, wenn zuvor eine Röntgendiagnostik erfolgt ist. Zusätzlich können die Lage und die Größe des Wurzelkanals manuell mit Messnadeln oder mit Hilfe eines elektronischen Apex-Lokalisators bestimmt werden. Eine Wurzelbehandlung wird immer mit einer Lokalanästhesie durchgeführt. Angstpatienten sollten sich dabei an Praxen wenden, in denen eine vorbereitende Entspannung mit Hypnose oder autogenem Training durchgeführt werden kann.

    Wie kann man Löcher im Zahn wirksam vermeiden?

    Wer keine Löcher im Zahn haben und sein von Mutter Natur gegebenes Gebiss möglichst lange behalten möchte, der sollte so früh wie möglich mit der Zahnpflege anfangen. Selbst Kleinkinder kann man dort bereits auf spielerische Weise heranführen. Auch sollte man den Kindern frühzeitig die Angst vorm Zahnarzt nehmen. Das ist ganz einfach möglich, indem man sie zu den eigenen Vorsorgeuntersuchungen mitnimmt, wo sie dem „Onkel Doktor“ ein wenig über die Schultern schauen können. In den meisten Praxen ist das heute kein Problem. Dort sollte nicht nur eine Sichtkontrolle, sondern auch eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden. Zahnstein wird nicht umsonst nachgesagt, dass er einerseits den Zahnhals „auslaugt“ und durch seine raue Oberfläche einerseits mechanische Reize auslösen kann und andererseits Bakterien einen optimalen Ort zum Siedeln bietet.

    Um Löcher im Zahn und die damit meist verbundenen Schmerzen zu vermeiden, sollte man kontinuierlich die von den Krankenkassen angebotenen Maßnahmen zur Vorsorge unbedingt wahrnehmen. Das gilt für Eltern und Kinder, denn eine flächendeckende Kontrolle in den Kindergärten und Schulen ist leider nicht überall gegeben und die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes können dabei nur offensichtlich bestehende Schädigungen erkennen.

    Bei Kindern, wo gerade die bleibenden Zähne heranwachsen, sollte eine kurztaktige Kontrolle beim Zahnarzt durchgeführt werden. Der Zahnmediziner hat bei ihnen auch die Chance, Löcher im Zahn zum Beispiel durch einen schützenden Überzug der Kaufläche mit gut verträglichem Kunststoff zu verhindern. Das ist vor allem bei den Kids ratsam, die Bonbons gern einmal kauen statt lutschen. Auch sollte man bei seinen Kids darauf achten, ob sie eventuell nachts mit den Zähnen knirschen. Dann bieten Zahnschutzschienen eine gute Möglichkeit der Prävention.