Schlagwort: Baby

  • Mehrlingsgeburt in Mexiko – Sieben auf einen Streich

    Mehrlingsgeburt in Mexiko – Sieben auf einen Streich

    Immer wieder sorgen Mehrlingsgeburten für Schlagzeilen, wie zum Beispiel die Geburt der Vierlinge in Berlin, die von einer 64 Jahre alten Frau zur Welt gebracht wurden. Jetzt meldet Mexiko eine Mehrlingsgeburt und hier waren es gleich sieben Babys, von denen eines aber unmittelbar nach der Geburt bereits verstorben ist. Auch die Frau aus Mexiko hatte sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterzogen und die Kinder kamen in der 26. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt auf die Welt.

    Mehrlingsgeburt – Die Ärzte kämpfen

    Es war das erste Mal, dass in Mexiko eine Frau gleich sieben Kinder auf einmal geboren hat. Die Geburt in der mexikanischen Stadt Guanajuato war dramatisch, denn die sieben Babys mussten 14 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin mit einem Notkaiserschnitt auf die Welt geholt werden. Bei der 30 Jahre alten Mutter hatten die Wehen eingesetzt und die Ärzte haben versucht, die Geburt der Kinder noch bis zu 29. Woche zu verzögern, um den Kindern eine bessere Überlebenschance zu geben. Jetzt müssen sie um das Leben der drei Mädchen und der drei Jungen kämpfen. Sie liegen zusammen mit der Mutter in einem Krankenhaus in der Provinzhauptstadt Celaya und werden künstlich beatmet. Das „schwerste“ Kind wiegt 650 Gramm, das leichteste 550 Gramm. Ein Mädchen, das nur 450 Gramm auf die Waage brachte, starb kurz nach der Geburt an Herzstillstand.

    Wie sinnvoll sind Fruchtbarkeitsbehandlungen?

    Dass es nach Fruchtbarkeitsbehandlungen immer wieder eine Mehrlingsgeburt gibt, das ist bekannt, aber nach der Geburt der Siebenlinge in Mexiko stellt sich vielen Medizinern wieder die Frage, ob es sinnvoll ist, eine Mehrlingsgeburt in dieser Größenordnung möglich zu machen. Die moderne Medizin ist heute in der Lage, auch Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm adäquat auf Intensivstationen zu behandeln, aber ob man den Kindern und auch den Eltern damit einen großen Gefallen erweist, ist höchst fraglich. Bei extrem kleinen Kindern, wie es jetzt auch in Mexiko der Fall ist, kann man nicht absehen, wie sich die Kinder entwickeln werden. Nicht selten kommt es zu Hirnschäden und die Kinder bleiben zum Beispiel ihr Leben lang blind oder geistig behindert.

    Unerfahrene Ärzte

    Mehrlingsgeburten sind keine Seltenheit mehr, immer mehr Frauen bekommen mehr als zwei Kinder nach einer Fruchtbarkeitsbehandlung. Schuld an dieser Entwicklung sind vielfach zu unerfahrene Ärzte. Erfahrene Reproduktionsmediziner fordern jetzt eine bessere und fundiertere Ausbildung. Das Problem ist, dass praktisch jeder Arzt eine Fruchtbarkeitsbehandlung durchführen darf. Heute kommen rund 2.000 Kinder im Jahr zur Welt, deren Mütter sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterzogen haben, und fast jede dritte Geburt ist eine Mehrlingsgeburt mit Zwillingen oder sogar Drillingen. In diesen Zahlen sind aber nicht die Mehrlingsgeburten enthalten, die durch andere Techniken in der Fortpflanzungsmedizin gezeugt wurden, zum Beispiel durch eine hormonelle Stimulanz der Eierstöcke oder durch Medikamente, die die Reifung der Eizellen aktivieren.

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  • Häufiges Duschen schadet der Haut

    Häufiges Duschen schadet der Haut

    Jeder zweite Deutsche steht morgens rund elf Minuten unter der Dusche und ahnt wahrscheinlich nicht, wie sehr seine Haut darunter leidet. Die tägliche Dusche ist wohltuend, aus hygienischer Sicht ist sie aber nicht notwendig, denn Haut und Haar brauchen im Grunde weder Shampoo noch Duschgel oder parfümierte Seife. Bei jeder Dusche verliert die Haut nämlich ein kleines bisschen von ihrer schützenden Fettschicht, die sie von Natur aus samtig weich und geschmeidig hält. Wird zu häufig geduscht, dann reagiert die Haut, sie wird spröde, rau und fühlt sich eines Tages wie knittriges Papier an.

    Beim Duschen wird der Schutzschild zerstört

    Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers und auf ihrer Oberfläche leben unzählige Bakterien und Keime. Diese „gesunden“ Keime bilden so etwas wie einen natürlichen Schutzschild, denn sie wehren die krankheitserregenden Keime ab. Wird zu oft und vor allem auch zu heiß geduscht, dann kommen die Keime aus ihrem natürlichen Rhythmus, die Krankheitserreger haben leichtes Spiel und können sich auf der Hautoberfläche nach Belieben ausbreiten. So wird zum Beispiel das Wachstum von Warzen und Ekzemen begünstigt.

    Jeder Haut ist anders

    Haut ist wie der Charakter eines Menschen, immer individuell und nicht allen schadet das häufige Duschen. Alle, die eine eher fettige Haut haben, wird die morgendliche Dusche wahrscheinlich weniger schaden als denjenigen, die eine dünne trockene Haut haben. Um der Haut unter der Dusche nicht übermäßig zu schaden, raten Dermatologen dazu, immer eine milde Seife zu wählen und die Dusche nicht über Gebühr auszudehnen. Auch sollte das Wasser nicht allzu heiß sein, denn Duschgel und aggressive Seife sind zusammen mit zu heißem Wasser eine ungünstige Kombination.

    Duschöl – eine gute Alternative

    Die Wassertemperatur sollte im Idealfall die 37° Grad nicht übersteigen und die empfindlichen Stellen, wie beispielsweise der Intimbereich, sollten generell nur mit lauwarmem Wasser abgebraust werden. Eine gute Alternative zum herkömmlichen Duschgel sind Duschöle, denn ein Öl trocknet die Haut nicht aus und es legt einen Schutzfilm auf die Haut. Nach dem Duschen eine Bodylotion oder eine fetthaltige Creme zu benutzen, ist ebenfalls eine gute Idee, denn dann bekommt die Haut noch eine Extraportion Fett. Wer aber zu fettiger Haut neigt, der sollte nur eine leichte Lotion nehmen, denn sonst wird die Haut überfordert.

    Kinder nicht zu oft baden

    Dermatologen raten Eltern davon ab, ihre Kinder jeden Tag zu baden, denn die kindliche Haut muss Gelegenheit haben, einen natürlichen Schutzfilm aus Keimen aufzubauen. Wird die Haut zu oft mit Seife gewaschen, dann geht die Schutzschicht zu schnell verloren und die Kinder werden später anfälliger für Allergien und Infektionen. Babys sollten nur in lauwarmem Wasser mit einem weichen Waschlappen gewaschen werden, Badezusätze und Seifen sind noch nicht erforderlich. Nach dem Baden ist eine milde Lotion eine gute Wahl, die die Haut mit Nährstoffe versorgt.

    Bild: © Depositphotos.com / choreograph

  • Mommy Makeover

    Ein Trend aus den USA und die Bedenken in Deutschland

    Baierbrunn (ots) – Eine Art chirurgische Rundum-Erneuerung für Frauen nach der Geburt ist in den USA Trend: „Mommy Makeover“ (etwa: Mama-Überarbeitung). Junge Mütter begeben sich dazu unters Messer, lassen Brust, Bauch, Haut und/oder die Scheide („love channel“) straffen. Auch bei uns werden schon solche Pakete angeboten, die etliche tausend Euro kosten, berichtet das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ und weist darauf hin: Es gibt keine Erfolgsgarantie, aber Risiken für die Gesundheit. Dr. med. Jörg Angresius, Frauenarzt in Neunkirchen und Mitglied der AG Schwangerschaft und Geburt im Berufsverband der Frauenärzte, rät, selbstbewusst mit den Spuren umzugehen, die die Schwangerschaft hinterlassen hat: „Ein Kind zu bekommen ist kein Spaziergang. Auf diese Leistung kann die Frau stolz sein!“ Hebammen und Frauenärzte kennen viele Methoden, Schwangerschaftsfolgen anders anzugehen. 

    Dieser Beitrag ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. 

    Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ 9/2015 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben. 

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.baby-und-familie.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3119224
  • Die Kindersterblichkeit ist gesunken

    Die Kindersterblichkeit ist gesunken

    Zuerst die gute Nachricht – die weltweite Kindersterblichkeit hat sich nach Angaben der UNO seit 1990 halbiert. Jetzt die schlechte Nachricht – es sterben noch immer knapp sechs Millionen Kinder überall auf der Welt an Hunger und Krankheiten, bevor sie fünf Jahre alt werden. Aber auch diese Zahl hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr verbessert, denn 2014 waren es noch 6,3 Millionen Kinder. Die UNO hat ihr Ziel nicht erreicht, denn die Vorgabe war, dass sich die Zahl der Kindersterblichkeit zwischen 1990 und 2015 um zwei Drittel verringern sollte.

    Kindersterblichkeit – Nüchterne Zahlen

    Auch wenn sich die Kindersterblichkeit um 53 % reduziert hat, immer noch müssen jeden Tag 16.000 Kinder sterben. Dabei sind die meisten Todesfälle vermeidbar, sagt das Kinderhilfswerk UNICEF. Rund 45 % der Todesfälle passieren in den ersten 28 Lebenstagen der Kinder. Komplikationen bei der Geburt, Durchfallerkrankungen, Lungenentzündungen und auch Malaria und Blutvergiftungen sorgen in diesem Zeitraum für eine hohe Kindersterblichkeit. Von sechs Millionen Kindern stirbt rund eine Million am Tag der Geburt, zwei Millionen sterben in der ersten Lebenswoche. Die Hälfte der Kinder stirbt aber vor dem fünften Lebensjahr an mangelnder Ernährung. Allein im afrikanischen Tschad sterben 85 von 1.000 Kindern, bevor sie das fünfte Lebensjahr erreichen, in Deutschland sind es nur drei von 1.000 Kindern.

    Der Tod ist vermeidbar

    Die UNO macht viele afrikanische Staaten, die südlich der Sahara liegen, und auch die Länder in Südasien für die hohe Kindersterblichkeit verantwortlich. Sie fordert diese Staaten auf, endlich das Gesundheitswesen zu verbessern, die schwangeren Frauen besser zu betreuen und auch mehr Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um Krankheiten wie Malaria keine Chance mehr zu geben. Einfache Mückenschutznetze reichen aus, um die Kinder vor den Stichen der mit Malaria infizierten Mücken effektiv zu schützen und auch die Impfprogramme gegen die für Kinder immer noch sehr gefährliche Krankheit müssen vorangetrieben werden. Die Kinder müssen nicht nur gegen Rotaviren geimpft werden, die Durchfallerkrankungen auslösen, sondern auch gegen Pneumokokken. Vor allem Babys können so durch einfache und bezahlbare medizinische Maßnahmen gerettet werden.

    Der Kampf gegen den Hunger

    Dass noch immer Kinder sterben, weil sie nicht genug zu essen haben, ist nach Ansicht der UNO eine Schande und sollte von den Staaten der Welt so nicht mehr hingenommen werden. Spekulanten aus den westlichen Industrienationen sind ein Grund für die Kindersterblichkeit, besonders in den afrikanischen Ländern. Die Menschen haben kaum noch Möglichkeiten, Getreide für den eigenen Bedarf anzupflanzen, weil sie enteignet werden, damit auf den Feldern Soja oder Mais in großen Mengen angepflanzt werden kann. Aber nicht nur die fehlende Nahrung ist für die Kindersterblichkeit verantwortlich, auch dass viele Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, sorgt dafür, das immer mehr Kinder an Hunger, Durst oder Infektionskrankheiten sterben, und auch hier sind die reichen Staaten in der Pflicht.

    Bild: © Depositphotos.com / lucianmilasan

  • Zusatznutzen – ein neues Gesetz sorgt für Unruhe

    Zusatznutzen – ein neues Gesetz sorgt für Unruhe

    Neue Gesetze sind eigentlich dazu gedacht, Menschen zu helfen. Besonders bei eher seltenen Krankheiten wird jedes neue Präparat, das auf den Markt kommt, nicht selten sehnsüchtig erwartet. Jetzt geht aber ein neues Gesetz an den Start, das die Neuordnung auf dem Arzneimittelmarkt gestalten soll und es richtet sich vor allem auf die Medikamente, die ohne sogenannten Zusatznutzen auf den Markt kommen. Wie unsinnig das Gesetz um den Zusatznutzen ist, zeigt sich vor allem im Fall der Epilepsie, denn es werden Präparate vom Markt genommen, die vielen Menschen Hilfe bringen.

    Ärzte und Patienten sind empört

    Menschen, die unter Epilepsie leiden, sind in ihrer Lebensfreude und auch in ihrer Freiheit enorm eingeschränkt, denn sie sind auf diese Medikamente angewiesen, die ihnen ein Stück Lebensqualität bieten können. Aber wenn es um das neue Gesetz geht, dann steht das sperrige Wort Zusatznutzen im Raum und es betrifft die Medikamente, die Epileptikern helfen können. Epilepsie kann vor allem wenn sie bei Kindern auftritt, schnell lebensbedrohlich werden und das war auch bei Hannah der Fall. Das Mädchen erkrankte als Achtjährige an Epilepsie und hatte bis zu 300 Anfälle am Tag. Ihr Leben spielte sich nur noch zu Hause im Bett oder im Krankenhaus ab, bis ein Arzt ein Medikament mit Namen Fycompa entdeckte. Hannah ging es wieder gut, sie konnte in die Schule gehen, Rad fahren und alles das tun, was Kinder in ihrem Alter auch tun. Dann zog der japanische Hersteller von Fycompa das Mittel in Deutschland vom Markt und Patienten wie Hannah bekommen das Medikament nur noch auf Antrag.

    Was steckt hinter dem Zusatznutzen?

    Der Grund, warum Fycompa und auch das ähnliche Medikament Trobalt von einem englischen Pharmaunternehmen vom Markt genommen wurden, klingt in Hinblick auf das Leiden der Epileptiker eher zynisch: Der Verkauf in Deutschland ist nicht mehr lukrativ genug. Ein Gremium, das über die Kostenübernahme durch die Krankenkassen entscheidet, sprach jetzt beiden Medikamenten einen Zusatznutzen ab. Im Klartext heißt das, wenn ein neues Medikament wie zum Beispiel Fycompa nicht mehr nützt als ein Mittel, das schon länger auf dem Markt ist, dann darf es auch nicht mehr kosten. Für die Pharmahersteller bedeutet das: Sie machen weniger Gewinn.

    Die Betroffenen protestieren

    Die Patienten, die wie Hannah nur noch auf Umwegen und für teures Geld an ihr Medikament kommen, klagen nicht die Hersteller, sondern den Gesetzgeber an. Sie haben eine Petition ins Leben gerufen, die schon 36.000 Betroffene und auch Ärzte unterschrieben haben. In dieser Petition stellen sie fest, dass die Medikamente, die es schon lange auf dem deutschen Markt gibt, in vielen Fällen nicht helfen und dass sie die Freiheit haben möchten, selbst entscheiden zu können, welches Medikament sie einnehmen wollen, damit das Leben mit Epilepsie wieder ein lebenswertes Leben wird.

    Bild: © Depositphotos.com / AlphaBaby

  • Stress im Mutterleib

    Belastende Lebensumstände der Mutter können Kinder lebenslang prägen

    Baierbrunn (ots) – Wie ein Mensch auf Stress reagiert, wird zum Teil schon im Mutterleib geprägt. War die Mutter in der Schwangerschaft oft unter Druck, kann das Kind später eher unruhig und weinerlich reagieren oder häufiger und schlechter schlafen als andere, erklärt Dr. Margarete Bolten von der kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik der Universität Basel im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Die Babys schütten dann messbar mehr Stresshormone aus als andere – ein Effekt, der lebenslang anhalten und später zu psychischen Problemen, etwa Depressionen, führen kann. Die gute Nachricht: Ein unabwendbares Schicksal ist dies nicht. Eine feinfühlige Erziehung kann diesen vorgeburtlichen Nachteil abmildern. „Die Prägung nach der Geburt ist mindestens so nachhaltig wie während der Schwangerschaft“, sagt die Expertin. 

    Dieser Beitrag ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. 

    Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ 9/2015 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben. 

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.baby-und-familie.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3117178