Schlagwort: Bakterien

  • Hilfe bei Verstopfung – Was hilft?

    Hilfe bei Verstopfung – Was hilft?

    Natürliche Hilfe bei Verstopfung

    Wie häufig sich der Darm entleert, das ist von Mensch zu Mensch verschieden. Ein Richtwert ist mindestens dreimal pro Woche, aber während die einen zweimal am Tag zur Toilette müssen, haben andere Schwierigkeiten damit, alle zwei Tage einmal zur Toilette zu gehen. Von einer Verstopfung ist aber immer dann die Rede, wenn der Darm sich in einem Zeitraum von drei Monaten weniger als dreimal in der Woche entleert. Zwei weitere Kriterien, die auf eine Verstopfung hinweisen sind, dass ein starker Pressdruck herbei geführt werden muss und dass der Darm sich nicht komplett entleert.

    Wenn das der Fall ist, dann muss nicht immer ein Abführmittel genommen werden, es gibt einige gute Hausmittel gegen Verstopfung, die dabei helfen den Darm auf natürliche Art und Weise zu entleeren.

    Kaffee und Brot bei Verstopfung

    Zwei natürliche Hausmittel gegen Verstopfung sind grobes Brot und Bohnenkaffee. Um den Darm auf Trab zu bringen, sollten Sie morgens eine Tasse Kaffee ohne Milch, Zucker und Süßstoff trinken und dazu eine trockene Scheibe grobes Brot, zum Beispiel ein Schwarzbrot oder ein Körnerbrot essen. Der Kaffee und auch das Brot stimulieren den Darm und lassen ihn aktiv werden.

    Hilfe durch Obst bei einer Verstopfung

    Einige Obstsorten sind ein bewährtes natürliches Hausmittel gegen Verstopfung. So kann ein Glas gut gekühlter Fruchtsaft auf nüchternem Magen hilfreich sein, damit der Darm aktiv wird. Kirschen bietet die vielleicht leckerste Möglichkeit, um die Obstipation loszuwerden. Viele Ärzte empfehlen ihren Patient diese süßen Hausmittel gegen Verstopfung und verordnen eine Kur, bei der jeden Tag ein Kilo Kirschen gegessen werden muss. Kirschen enthalten zwar kein Natrium, also kein Salz, dafür aber eine Menge Kalium. So werden nicht nur die Nieren beschäftigt, auch der Darm muss arbeiten. Übrigens, es müssen keine frischen Kirschen vom Baum sein, besser sind Kirschen aus dem Glas.

    Himbeeren und Himbeersaft sind nicht nur Vitaminbomben, sie sind auch ein gutes Hausmittel gegen Verstopfung. Ideal ist eine Mischung aus Himbeeren und Rhabarber, denn diese beiden Früchte ergänzen sich hervorragend und machen einen trägen Darm wieder munter.

    Entschlackend wirkt die Birne, die ebenfalls ein hervorragendes Hausmittel gegen Verstopfung ist. Wenn Sie vielleicht Probleme damit haben ausreichend zu trinken, dann kann eine Birne diese Lücke auf gesunde Weise schließen und den Darm anregen. Pflaumen gibt es das ganze Jahr über entweder frisch oder aber in getrockneter Form zu kaufen, und auch sie sind ein sehr wirksames Hausmittel gegen Verstopfung.

    Die richtigen Getränke bei Verstopfungen

    Vielfach sind es Keime, die eine Verstopfung auslösen. Um den Darm von schädlichen Keimen zu befreien, ist Apfelessig eine gute Wahl. Damit der Darm sich nicht ausruhen kann, sollten Sie vor jeder Mahlzeit ein Glas Mineralwasser mit einem Esslöffel Apfelessig trinken. Auch Holunder gehört zu den Hausmitteln, die vielseitig sind und auch bei einer Verstopfung helfen können. Schon zwei Gläser Holundersaft zu den Mahlzeiten helfen dabei, die Verstopfung zu beheben.

    Ein Glas Wein kann ebenfalls zu einer besseren Verdauung verhelfen, aber nur in Maßen. Ein frischer junger Weißwein gilt als bewährtes Hausmittel gegen Verstopfung, und der Wein sorgt zudem dafür, dass der Darm von schädlichen Keimen und Bakterien befreit wird. Oft reicht aber schon ein lauwarmes Glas Wasser am Morgen, damit der Darm aktiv werden kann, und wer es schafft, der sollte auch einen Teelöffel Salz ins Wasser rühren und es dann nüchtern trinken.

    Wenn die natürlichen Hausmittel gegen Verstopfung nicht die gewünschte Hilfe bringen und die Verstopfung länger anhält, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden, der der Ursache auf den Grund geht.

  • Mundgeruch bekämpfen – so geht’s

    Mundgeruch bekämpfen – so geht’s

    Mundgeruch ist nicht nur für den Betroffenen eine unangenehme Sache, auch für die Mitmenschen kann Mundgeruch eine Zumutung sein. Fast jeder, der schon einmal Knoblauch gegessen hat, der weiß auch was Mundgeruch ist, aber immer dann, wenn der Mundgeruch chronisch wird, dann wirkt sich das auch auf das Sozialleben aus. Um den stetigen Geruch aus dem Mund verschwinden zu lassen, müssen zunächst die Ursachen gefunden werden.

    Welche Ursachen kann Mundgeruch haben?

    Wer Mundgeruch bekämpfen will, der muss zunächst einmal die Ursache kennen. Vielfach sind die Zähne schuld und ein Besuch beim Zahnarzt kann Klarheit bringen. Oft ist mangelnde Zahnhygiene die Ursache, denn wenn Speisereste zwischen den Zähnen hängen bleiben, dann führt das zu Mundgeruch. Aber auch kariöse Zähne und Entzündungen des Zahnfleischs können den Atem auf Dauer verschlechtern.

    Zu viel Eiweiß ist ebenfalls eine häufige Ursache für Mundgeruch. Alle, die viel Fleisch, Fisch und Milchprodukte essen, müssen oftmals den Mundgeruch bekämpfen. Viele Bakterien, die in der warmen und feuchten Mundhöhle leben, ernähren sich gerne von Eiweiß und je mehr Eiweiß sie bekommen, umso mehr Bakterien siedeln im Mundraum. Wenn dann auch noch eine schlechte Zahnpflege dazukommt, dann ist der Mundgeruch nicht mehr fern. In seltenen Fällen ist auch der Magen schuld, wenn es zu Mundgeruch kommt, denn wenn die Nahrung nicht richtig verdaut wird, dann steigen Fäulnisgase durch die Speiseröhre nach oben und das führt dann zu einem üblen Geruch aus dem Mund.

    Mit natürlichen Mitteln den Mundgeruch bekämpfen

    Mundgeruch bekämpfen funktioniert auch mit natürlichen Mitteln, zum Beispiel mit Süßholz. Wer seinen Mundgeruch bekämpfen will, der sollte Süßholz kauen oder auch Nelkenöl auf die Zunge träufeln. Eine ayurvedische Zahncreme ist ebenfalls ein gutes Mittel, wenn Sie Mundgeruch bekämpfen wollen. Diese spezielle Zahncreme, die es unter anderem im Reformhaus oder in der Apotheke zu kaufen gibt, reinigt nicht nur die Zähne, sondern auch die Mundhöhle und sorgt dafür, dass die Bakterien keine Chance mehr haben.

    Minze und Walnüsse sind ebenfalls ein bekanntes Mittel gegen Mundgeruch und auch Sarsapastillen lutschen kann dabei helfen, den unangenehmen Geruch zu vertreiben. Wenn Sie mögen, dann können Sie auch mit Zimt den Mundgeruch bekämpfen, denn die ätherischen Öle im Zimt halten den Atem lange frisch.

    Mundwasser mit Kräutern ist in zweierlei Hinsicht eine gute Idee gegen Mundgeruch. Die Kräuter wie zum Beispiel Kamille und Salbei, sorgen für einen frischen Atem und halten die Bakterien in Schach.

    Was ist wichtig beim bekämpfen vom Mundgeruch?

    Mundgeruch bekämpfen kann sehr einfach sein, wenn einige Grundregeln eingehalten werden. Zu diesen Regeln gehören:

    • Die Zähne mindestens zweimal am Tag mit Zahncreme gründlich reinigen
    • Zahnseide benutzen
    • Die Zunge mit einem speziellen Reiniger von Belägen befreien
    • Regelmäßig zum Zahnarzt gehen
    • Auf zu viel Eiweiß bei den Mahlzeiten verzichten
    • Ausreichend trinken
    • Kaffee und Alkohol meiden

    Wenn trotz aller Maßnahmen der Mundgeruch nicht verschwinden will, dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen und eine Blutuntersuchung machen lassen. Vielleicht besteht ein Mangel an Vitamin C oder auch eine Unterversorgung mit Zink, was den permanenten Mundgeruch auslöst. Wenn das der Fall sein sollte, dann können Sie entweder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, um den Mangel auszugleichen, oder ein Mittel, was der Arzt verschreibt.

  • Was ist bei Verbrennungen zu tun?

    Was ist bei Verbrennungen zu tun?

    Eine heiße Tasse Kaffee oder Tee die umkippt, einmal mit der Hand an die heiße Herdplatte gefasst oder das Bein zu nahe am Auspuff des Motorrads – zu Verbrennungen oder Verbrühungen kann es sehr schnell kommen. Ein Klassiker bei Verbrennungen ist auch der Grillunfall oder das heiße Wasser, das überschwappt. Ganz gleich, was der Auslöser für eine Verbrennung ist, wichtig ist es, dass schnell Hilfe geleistet wird, bevor die Haut einen dauerhaften Schaden nimmt.

    Hausmittel bei Verbrennungen, die auf keinen Fall helfen

    Für jeden Unfall gibt es auch das passende Hausmittel, aber besonders wenn es um Verbrennungen geht, dann gibt es eine Unmenge von Hausmitteln, die vermeintlich hilfreich sind. Leider sind es die meisten nicht. Wenn es zu einer Verbrennung oder zu einer Verbrühung kommt, dann haben weder Seife, noch Mehl, Zahnpasta oder rohe Kartoffelscheiben, Kurkuma, Butter oder Öl etwas auf der Wunde zu suchen. Sie verschlimmern die ohnehin schon starken Schmerzen noch mehr und sie sorgen zudem dafür, dass die Haut verklebt und sich nicht mehr regenerieren kann. Zudem können Bakterien in die Wunde eindringen, die alles noch schlimmer machen, als es schon ist.

    Kaltes Wasser bei Verbrennungen

    Es gibt nur eine einzige Sofortmaßnahme, die bei Verbrennungen hilft und das ist kaltes fließendes Wasser. Die Brandwunde muss sofort mit Wasser behandelt werden, denn das kalte Wasser kühlt die Temperatur auch in den unteren Hautschichten ab, es spült schädliche Stoffe wie Bakterien und Keime aus und verhindert, dass das Gewebe nachhaltig zerstört wird. Die Haut sollte aber nur maximal 20 Minuten mit Wasser behandelt werden. Wenn es sich um Verbrennungen ersten Grades handelt, dann sollte im Anschluss eine kühlende Salbe aufgetragen werden. Zudem wird die Haut mit einem leichten Verband abgedeckt, der die Haut nicht verklebt.

    Hilfe bei schweren Verbrennungen

    Handelt es sich um eine Verbrennung zweiten Grades, dann färbt sich die betroffene Stelle nicht nur rötlich, sie wirft auch Blasen. Immer dann, wenn die Blasenbildung und die Rötung die Größe einer Handfläche haben, dann hilft nur noch die Fahrt zum nächsten Krankenhaus oder zu einem Arzt. Während der Fahrt muss die Verbrennung gekühlt werden und das passiert am besten mit einem Beutel voller Eiswürfel oder mit einem Kühlkissen aus der Tiefkühltruhe.

    Zusätzlich sollte die betroffene Hautstelle mit einem sterilen Tuch, am besten aus Mull abgedeckt werden, damit keine Keime und Bakterien in die Wunde gelangen können.

    Schnelle Hilfe bei einem Sonnenbrand

    Auch der Sonnenbrand gehört zu den Verbrennungen und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wenn die Haut stark gerötet ist oder wenn sich schon kleine Bläschen bilden, dann ist der Besuch beim Arzt unvermeidlich. Wenn sich die Rötung aber nur am Rand einer kleinen Blase zeigt, dann ist auch hier kaltes aber nicht eisiges Wasser eine gute Maßnahme. Ist der Sonnenbrand auf dem Rücken, dann ist ein Handtuch, das in kaltes Wasser getaucht wurde, eine gute Idee, denn das Handtuch bedeckt den kompletten Rücken und sorgt so für Linderung der Schmerzen. Sollten sich zu den Verbrennungen aber Übelkeit und Benommenheit gesellen, dann hilft nur noch die Fahrt ins nächste Krankenhaus.

    Rund 80% aller Verbrennungen sind ersten Grades und können schnell und einfach zu Hause versorgt werden. Kritisch und damit lebensbedrohlich ist es aber immer dann, wenn 10 % der Hautoberfläche verbrannt sind, denn dann kann es zu einem Kreislaufschock und auch zum Versagen der Nieren kommen.

  • Durchfall und Blähungen – Ursachen und Behandlung

    Durchfall und Blähungen – Ursachen und Behandlung

    Über Durchfall und Blähungen

    Blähungen werden vom Mediziner als Flatulenz bezeichnet. Abgeleitet ist der Begriff von der lateinischen Vokabel „flatus“ für Wind. In der Umgangssprache wird dieser in gewissem Umfang normale Abgang von Gasen aus dem Verdauungstrakt als Pups, Leibwind oder ganz vulgär als Furz bezeichnet. Als normaler Abgang von Flatulenzen wird ein Volumen zwischen 0,5 und 1,5 Litern pro Tag angenommen, das über den Darmausgang ausgeschieden wird. Ein erheblicher Teil der bei der Verdauung entstehenden Gase wird mit Hilfe des Blutkreislaufs und der Lunge abgegeben.

    Durchfall ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, die durchaus auch lebensbedrohliche Ausmaße annehmen kann. Konnte man mit einem Durchfall Hausmittel den Beschwerden nicht binnen zwei oder drei Tagen erfolgreich zu Leibe rücken, ist ein Arztbesuch dringend angeraten. Das sollte auch dann geschehen, wenn der Körper dadurch sehr schnell Wasser und Elektrolyte verliert. Das ist meistens bei besonders aggressiven Erregern der Fall. Ein Großteil der Durchfallerkrankungen wird von Bakterien und Viren ausgelöst. Aber auch andere Ursachen wie eine Lebensmittelvergiftung oder eine Unverträglichkeit kommen in Frage. Um zu entscheiden, ob ein Durchfall Hausmittel ausreicht oder eine klinische Behandlung notwendig ist, muss eine gründliche Diagnostik ggf. durch eine Stuhlprobe durchgeführt werden. Hier sollten immer auch Parasiten und diverse psychische Vorgänge als mögliche Ursache mit einbezogen werden.

    Bei Durchfall und Blähungen können Hausmittel helfen

    Bei Durchfall kann man sich zumindest kurzzeitig komplett mit einem Durchfall Hausmittel behelfen. Ursache ist, dass von Breitbandantibiotika auch die darmeigenen Bakterien mit angegriffen werden und die Pilze die Oberhand gewinnen. Hält der Durchfall nach einer Antibiotikagabe längere Zeit an, muss eventuell der Einsatz eines Antimykotikums zur Herstellung des Gleichgewichts zwischen Bakterien und Pilzen im Darm in Erwägung gezogen werden. Und last but not least können auch verdorbene Lebensmittel den Einsatz der Durchfall Hausmittel notwendig machen. Sie kennzeichnen sich durch Beschwerden, die ausgehend vom Magen durch den Verdauungstrakt hindurch wandern, und die oft von heftigen Krämpfen begleitet werden.

  • Lungenentzündung oder Pneumonie

    Lungenentzündung oder Pneumonie

    Eine Lungenentzündung kann jeden Menschen treffen

    Die Lungenentzündung ist eine Krankheit, die heute nach der Art eingeteilt wird, wie sie vom Betroffenen erworben wird. Den größten Schwerpunkt stellt dabei die ambulant erworbene Lungenentzündung dar. Sie wird von den Medizinern als AEP oder CAP bezeichnet. Grippeviren, Chlamydien, Legionellen und Streptokokken werden hier als die am häufigsten vorkommenden Erreger ausgemacht.

    Als nosokomiale Lungenentzündung oder HAP werden die Erkrankungen bezeichnet, bei denen eine Infektion durch Keime in einem Krankenhaus erfolgt ist. Dabei können besonders häufig Serratia, Klebsiella sowie Proteus, Enterobacter und Pseudomonas in den Laboruntersuchungen nachgewiesen werden. Hinzu kommen die Lungenentzündungen, die Patienten mit einem allgemein geschwächten Immunsystem auftreten können. Sie werden im medizinischen Fachjargon als immunsupprimierte Pneumonien bezeichnet.

    Eine weitere Gruppe der Lungenentzündung stellen die Erkrankungen dar, die durch den Kontakt mit stark reizenden oder giftigen Stoffen verursacht werden. Auch können Pneumonien im Zusammenhang mit einer Strahlentherapie auftreten. Die Einwirkung von großer Hitze sowie das längerfristige Einatmen eisig-kalter Luft kann Reizungen und in der Folge Entzündungen der Lunge hervor rufen. Bei einigen Formen der Lungenentzündung kann auch das Rippenfell mit beteiligt sein. Dieses heißt auf Lateinisch Pleura, so dass der Mediziner in diesem Fall von einer Pleuropneumonie spricht.

    Bei der Behandlung einer Lungenentzündung kommt es auf die jeweilige Ursache, die Art des nachgewiesenen Erregers sowie auf den Schweregrad an. Beim ambulant erworbenen Lungenentzündungen kommen zumeist Breitbandantbiotika sowie schleimlösende Mittel zum Einsatz. Bei der HAP muss von Beginn an eine aggressive Therapie erfolgen, da hier oft antibiotikaresistente Erreger beteiligt sind. Hier werden häufig auch Gyrasehemmer angewendet. In besonders schweren Fällen ist die zusätzliche Zufuhr von Sauerstoff oder sogar eine unterstützende künstliche Beatmung notwendig.

    Wichtiges über Lungenentzündung:
    Der Gefahr einer möglichen Lungenentzündung ist jeder Mensch ausgesetzt. Das ergibt sich allein schon daraus, dass eine große Palette an Erregern als mögliche Ursache in Frage kommt. Nur gegen einige von ihnen, wie zum Beispiel der Influenza oder Pneumokokken, gibt es einen wirksamen Schutz durch Impfungen. Hinzu kommen thermische und chemische Reizungen der Lunge sowie eine allgemeine Immunschwäche. Die jeweilige Behandlung der Lungenentzündung ist abhängig von den individuellen Ursachen. Dort muss gut abgewogen werden, welcher Schweregrad der Erkrankung welche Maßnahmen als nützlich und angemessen erscheinen lässt. Ein Problem dabei besteht, dass vor allem bei den in Krankenhäusern erworbenen Lungenentzündungen bereits ein erhebliches Potential an Resistenzen gegen pharmakologische Wirkstoffe bei den Erregern besteht. Auch kommen Infektionen mit mehreren Erregern in Frage, bei denen von so genannten Superinfektionen gesprochen wird.

     

    Auf welche Symptome Lungenentzündung sollte man achten?

    Hinsichtlich der Symptome Lungenentzündung wird in die typische und die atypische Pneumonie unterschieden. Die typische Lungenentzündung wird durch einen akuten Beginn gekennzeichnet. Der Patient klagt über Schmerzen in der Brust und weist einen plötzlich auftretenden Husten mit einem von Eiter durchsetzten Schleim auf. Das Atmen fällt ihm schwer. Die Atemfrequenz und der Puls sind signifikant erhöht. Begleitet werden diese Symptome Lungenentzündung von Schüttelfrost, verbunden mit hohem Fieber.

    Die atypische Lungenentzündung beginnt schleichend, was oft dazu führt, dass sie mit einer Virusgrippe, einer Erkältung verwechselt wird. Der Husten wird langsam immer stärker. In gleichem Maße steigert sich die notwendige Anstrengung beim Atmen. Der Auswurf beim Husten ist klar und weist nur ein geringes Volumen auf. Als Begleitsymptome der atypischen Lungenentzündung werden mäßiges Fieber sowie starke Kopf- und Gliederschmerzen festgestellt.

    Mit beiden Formen gehen Symptome Lungenentzündung wie allgemeine Kreislaufschwäche und Blässe einher, die sich vor allem bei Kindern besonders stark zeigen. Kinder mit Lungenentzündung weisen dazu die Besonderheit auf, dass sie einen Dauerhusten haben, der auch durch die Gabe von Hustenstillern nicht gelindert werden kann.

    Bei der Untersuchung werden in zwei Dritteln aller Fälle als Symptome Lungenentzündung rasselnde Geräusche festgestellt. Da dies nicht überall der Fall ist, wird die bildgebende Diagnostik in Form des Röntgens eingesetzt. Dort weisen helle Stellen auf entzündliche Prozesse in der Lunge hin. Bei der serologischen Untersuchung fallen erhöhte Leukozytenwerte auf und es können erhöhte Werte beim C-reaktiven Protein festgestellt werden. Um eine gezielte Therapie starten zu können, wird in der Regel zusätzlich ein Nachweis der verursachenden Erreger angestrebt.

    Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr bei Lungenentzündung?

    Ob überhaupt eine Ansteckungsgefahr bei Lungenentzündung besteht, das hängt immer von deren Ursachen ab. Wurde diese durch thermische oder chemische Reizungen sowie durch eine Strahlentherapie verursacht, besteht keine Gefahr der Ansteckung. Anders schaut es bei der Ansteckungsgefahr bei Lungenentzündung aus, wenn Bakterien als Ursache ausgemacht worden sind. Und das macht immerhin rund 90 Prozent aller Fälle von Pneumonie aus.

    Die WHO zählt die ambulant erworbene Lungenentzündung zu den Infektionen, die besonders häufig registriert werden. Für die Bundesrepublik Deutschland gibt es keine verlässlichen Statistiken, aber bei Schätzungen geht man davon aus, dass es pro Jahr bis 1,1 Prozent der Bevölkerung mit einer bakteriell verursachten Lungenentzündung treffen kann. In Altenpflegeeinrichtungen ist die Ansteckungsgefahr bei Lungenentzündung mit geschätzten elf Prozent pro Jahr noch deutlich höher. Ein Drittel der Betroffenen wird zur Behandlung in eine Klinik eingewiesen und bei jedem zehnten Patienten wird eine intensivmedizinische Betreuung notwendig.

    In den USA gibt es zur Ansteckungsgefahr bei Lungenentzündung noch aussagekräftigere Zahlen. Hier ist davon auszugehen, dass sich bis zu drei Prozent der Bevölkerung pro Jahr mit einer Pneumonie anstecken. Bei einem Sechstel davon erreicht die Lungenentzündung einen Schweregrad, bei dem eine vollstationäre Behandlung notwendig wird. Deshalb gehören dort die Pneumokokkenimpfung und die Influenzaimpfung zum Pflichtprogramm.

    Diese Zahlen belegen, dass die Ansteckungsgefahr bei Lungenentzündungen mit bakteriellen Erregern sehr hoch ist. Kontaktinfektionen lassen sich durch das Tragen von Schutzkleidung und Handschuhen bei der Pflege der Patienten vermeiden. Auch ein Mundschutz sollte dort immer mit dazu gehören. Die Wäsche sollte mit Desinfektionsmitteln gewaschen und die Umgebung des Patienten regelmäßig mit einem keimtötenden Mittel gereinigt werden. Um Infektionen über Belüftungsysteme zu vermeiden, sollte die Luft aus dem Patientenzimmer abgesaugt und auf direktem Weg nach draußen geleitet werden. Ansonsten ist der Einsatz spezieller Filter unerlässlich.

    Bronchitis oder Lungenentzündung?

    Ob es eine Unterscheidung zwischen Bronchitis und Lungenentzündung gibt, erklärt sich allein aus anatomischen Gesichtspunkten heraus. Die in der Lunge des Menschen vorhandenen Luftwege werden insgesamt als Bronchialsystem bezeichnet. Dieses wird in einen konduktiven und einen respiratorischen Abschnitt unterteilt. Der konduktive Bereich ist dafür zuständig, dass die Luft in die die Lungenbläschen geleitet wird, wo dann der Sauerstoff an das zirkulierende Blut übergeben wird. Die Lungenbläschen sind ein Bestandteil des respiratorischen Bereichs. Von einer Bronchitis wird dann gesprochen, wenn ausschließlich der konduktive Bereich betroffen ist, während der Begriff Lungenentzündung verwendet wird, wenn auch eine Beteiligung der Lungenbläschen mit vorhanden ist.

    Beim Abhören vernimmt der Arzt ein pfeifendes Geräusch. Bei einer Entzündung der Lungenbläschen ist ein Knistern zu vernehmen. Bei einer Bronchitis ist der Husten trocken. Bei einer Lungenentzündung ist immer ein Auswurf von Schleim mit und ohne Eiter zu beobachten. Ein solcher Auswurf stellt sich bei einer Bronchitis erst später ein. Seine Färbung gibt dem Arzt Auskunft über die Ursachen einer Bronchitis. Ist er Geld bis Grün, kann in den meisten Fällen von einer bakteriellen Infektion ausgegangen werden. Sind Viren die Verursacher ist der Auswurf meistens klar oder weist eine leicht graue Färbung auf. Allerdings kann diese Sichtprüfung einen Erregertest zur gezielten Einleitung einer Therapie nicht ersetzen. Fieber kann, muss aber nicht zwangsläufig, ein Begleitsymptom einer Bronchitis sein.

    Neben den Infektionen mit Bakterien und Viren kommen für die typischen Symptome einer Bronchitis auch Allergien in Betracht. Sie können beispielsweise Asthma verursachen, bei dem die Symptome dauerhaft oder schubweise auftreten können. Auch andere Grunderkrankungen wie Reflux können Symptome hervor rufen, wie sie für eine Bronchitis typisch sind.

  • Zahnschmerzen sind immer ein Alarmsignal

    Zahnschmerzen sind immer ein Alarmsignal

    Bei Zahn Schmerzen muss den Ursachen auf den Grund gegangen werden

    Zahnschmerzen werden nach dem WHO Standard ICD-10 unter der Kennung K08.8 klassifiziert. Auch wenn man nach dem Äußeren und den sichtbaren Strukturen der Zähne annehmen könnte, dass es sich um lebloses Material handelt, ist das nicht der Fall. Sie besitzen neben dem Hauptnerv viele winzige Nervenstränge, die über feine Kanäle bis an die Oberfläche reichen. Sie bekommt man spätestens dann zu spüren, wenn sie hoch sensibel sind und mit Schmerzen auf den Kontakt mit Kälte uns Hitze reagieren.

    Die Ursachen von Zahnschmerzen können sehr vielfältiger Natur sein. Sie reichen von mechanischen Beschädigungen der Zähne über frei liegende Zahnhälse bis zu Entzündungen im Wurzelbereich. Auch die Nerven selbst können bei Entzündungen heftige Zahnschmerzen verursachen. Deshalb nimmt der Zahnarzt eine Differentialdiagnose einerseits nach der Art der Zahnschmerzen, über eine visuelle Untersuchung und mit Hilfe von bildgebenden Verfahren vor. Kann dabei kein Befund erhoben werden, besteht der nächste Schritt darin, neurologische Faktoren wie zum Beispiel Phantomschmerzen auszuschließen. Bei neurologisch verursachten Zahnschmerzen fehlen auch typische Anzeichen wie Rötungen und Schwellungen.

    Die Zahnschmerzen werden vom Mediziner nach den Ursachen gegliedert. Das kann eine Karies aber auch eine Pulpitis sein. Bei der Karies tritt kein temporärer Spontanschmerz auf. Solche nur zeitweise und vorwiegend nachts auftretenden Zahnschmerzen sind meist ein Anzeichen für Pulpitis. Bei einer apikalen Pulpitis wird der betroffene Zahn noch dazu klopfempfindlich. Ein Gangrän wird durch das Absterben und Verwesen von versorgenden Teilen der Zähne verursacht. Dieses muss nicht zwangsläufig mit Zahnschmerzen verbunden sein. Typisch ist hier ein strenger Mundgeruch, der durch die Verwesung selbst zustande kommt.

    Wichtig:
    Zahn Schmerzen können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Dazu gehören Löcher im Zahn, durch die Bakterien in die Nervenkanäle eindringen und dort für Entzündungen sorgen können. Absterbende Nerven sind weitere häufige Ursachen für Zahn Schmerzen. Hinzu kommen entzündliche Vorgänge beim Zahnfleisch und im Kieferknochen. Auch können für Zahn Schmerzen neurologische Ursachen in Frage kommen. Von der jeweiligen Diagnose hängt dann auch die Art der Behandlung ab. Wir erklären einige der Ursachen und zeigen, wie man dagegen vorbeugen kann. Für diejenigen, die Angst vor dem Zahnarzt haben, gibt es gleich auch noch ein paar Tipps, wie man ihr zu Leibe rücken kann. Doch der beste Weg, um sich mit Zahn Schmerzen gar nicht erst beschäftigen zu müssen, sind eine gute Pflege und die regelmäßige Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen.
    Karies – Vorbeugen, erkennen und heilen

    Die Bezeichnung Karies leitet sich ab von der lateinischen Vokabel „caries“, die als Synonym für Fäulnis und Zerfall benutzt wird. Dieser Zerfall ist ein schleichender Prozess, der vom Zahnarzt in verschiedene Stadien unterteilt wird. Die erste Stufe ist die so genannte Initialkaries. Sie entsteht dadurch, dass den Zähnen der für die Aufrechterhaltung der Stabilität notwendige Kalk fehlt. Der Zahnmediziner erkennt das an kleinen weißen Flecken in der Zahnsubstanz. Diese auch als „,macula alba“ bezeichneten Spots werden in der Folge durch die Anlagerung von Pigmenten dunkel. In diesem Stadium werden sie „macula fusca“ genannt. Hier erfolgt in der Regel eine Behandlung mit Fluorid, um dem Zahn die fehlenden Mineralien gezielt zur Regeneration zuzuführen.

     

    Vergessen zum Zahnarzt zu gehen?

    Wenn man die Behandlung in diesem Stadium verpasst hat, folgt die Dentinkaries. Das Dentin wird auf Deutsch auch als Zahnbein bezeichnet und stellt den größten Anteil der Substanz des Zahns. Reichlich zwei Drittel davon bestehen aus Kalziumhydroxylapatit. Der Rest verteilt sich auf Kollagen und Wasser. Das Zahnbein ist der Schutz des Zahnmarks. Ist es durch eine Karies beschädigt, liegen die Nerven frei und es kommt zu heftigen Zahn Schmerzen.

    Im dritten Stadium einer Karies wird von einer „caries profunda“ gesprochen. Sie beginnt, wenn die Schädigung bereits tief in das Dentin vorgedrungen ist. Als tief werden hier zwei Drittel des Wegs bis zum Zahnmarkt angenommen. Das schlimmste Stadium ist die „caries penetrans“. Sie liegt vor, wenn bereits eine direkte Verbindung zwischen der Mundhöhle und dem Zahnmarkt besteht.

    Aktuelle Studien weisen aus, dass 99 Prozent der Deuten Karies in einem der beschrieben Stadien haben. Das zeigt, wie dringend notwendig die Prävention ist, die einerseits in einer guten Zahnpflege und andererseits in regelmäßigen Kontrolluntersuchungen und der fachmännischen Behandlung kleinster Schäden besteht.

     

    Wurzelbehandlung – die Chance, einen Zahn zu erhalten

    Eine Wurzelbehandlung kann an einem Zahn mit einem vitalen oder abgestorbenen Zahnmark durchgeführt werden. Am vitalen Zahnmark wird sie meistens dann gemacht, wenn dieses eine Entzündung aufweist, die sich mit Medikamenten oder anderen Therapien nicht eindämmen lässt.

    Die Ursachen für Entzündungen des Zahnmarks als Ursache für die Notwendigkeit einer Wurzelbehandlung können sehr vielfältig sein. Sie reichen von mechanischen und kariösen Beschädigungen des Zahns bis hin zu Infektionen des Kieferbereichs. Bei Letzterem spricht der Zahnarzt von so genannten Zahntaschen und sie können dafür sorgen, dass die Krankheitserreger über den Wurzelkanal in den Zahn gelangen können. Eine Entzündung des Zahnmarks muss nicht zwangsläufig Zahn Schmerzen als begleitendes Symptom haben, was vor allem dann gilt, wenn sie bereits chronisch geworden ist. Die akute Form dagegen verursacht fast immer Zahnschmerzen oder zumindest dumpfe Schmerzen, die sich im Kiefer ausbreiten und nicht genau lokalisiert werden können.

    Bei der Wurzelbehandlung wird das komplette Zahnmark nebst alle darin befindlichen Nerven entfernt. Um möglichst alle Restkeime abzutöten, kann es sein, dass dafür mehrere Sitzungen notwendig sind, weil übergangsweise eine Füllung mit antibiotikahaltigen Materialien eingebracht wird. Abschließend werden die Hohlräume mit einer Füllung versehen, die vom menschlichen Stoffwechsel nicht resorbiert werden können.

    Eine Wurzelbehandlung wird immer erst dann durchgeführt, wenn zuvor eine Röntgendiagnostik erfolgt ist. Zusätzlich können die Lage und die Größe des Wurzelkanals manuell mit Messnadeln oder mit Hilfe eines elektronischen Apex-Lokalisators bestimmt werden. Eine Wurzelbehandlung wird immer mit einer Lokalanästhesie durchgeführt. Angstpatienten sollten sich dabei an Praxen wenden, in denen eine vorbereitende Entspannung mit Hypnose oder autogenem Training durchgeführt werden kann.

    Wie kann man Löcher im Zahn wirksam vermeiden?

    Wer keine Löcher im Zahn haben und sein von Mutter Natur gegebenes Gebiss möglichst lange behalten möchte, der sollte so früh wie möglich mit der Zahnpflege anfangen. Selbst Kleinkinder kann man dort bereits auf spielerische Weise heranführen. Auch sollte man den Kindern frühzeitig die Angst vorm Zahnarzt nehmen. Das ist ganz einfach möglich, indem man sie zu den eigenen Vorsorgeuntersuchungen mitnimmt, wo sie dem „Onkel Doktor“ ein wenig über die Schultern schauen können. In den meisten Praxen ist das heute kein Problem. Dort sollte nicht nur eine Sichtkontrolle, sondern auch eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden. Zahnstein wird nicht umsonst nachgesagt, dass er einerseits den Zahnhals „auslaugt“ und durch seine raue Oberfläche einerseits mechanische Reize auslösen kann und andererseits Bakterien einen optimalen Ort zum Siedeln bietet.

    Um Löcher im Zahn und die damit meist verbundenen Schmerzen zu vermeiden, sollte man kontinuierlich die von den Krankenkassen angebotenen Maßnahmen zur Vorsorge unbedingt wahrnehmen. Das gilt für Eltern und Kinder, denn eine flächendeckende Kontrolle in den Kindergärten und Schulen ist leider nicht überall gegeben und die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes können dabei nur offensichtlich bestehende Schädigungen erkennen.

    Bei Kindern, wo gerade die bleibenden Zähne heranwachsen, sollte eine kurztaktige Kontrolle beim Zahnarzt durchgeführt werden. Der Zahnmediziner hat bei ihnen auch die Chance, Löcher im Zahn zum Beispiel durch einen schützenden Überzug der Kaufläche mit gut verträglichem Kunststoff zu verhindern. Das ist vor allem bei den Kids ratsam, die Bonbons gern einmal kauen statt lutschen. Auch sollte man bei seinen Kids darauf achten, ob sie eventuell nachts mit den Zähnen knirschen. Dann bieten Zahnschutzschienen eine gute Möglichkeit der Prävention.