Schlagwort: Behandlung

  • Behandlung einer Sonnenallergie

    Behandlung einer Sonnenallergie

    Eine Sonnenallergie kann zu schweren Schäden an der Haut führen. Um die Symptome zu lindern können betroffene Patienten auf Hausmittel wie beispielsweise Quarkpackungen zurückgreifen. Ist die Allergie hingegen stark ausgeprägt, müssen medizinische Therapien herangezogen werden. In extremen Fällen ist einer Sonnenallergie nur mit einer medikamentösen Behandlung entgegen zu wirken.

     

    Milchprodukte gegen Sonnenallergie

    Wurde die Haut den Sonnenstrahlen zu lange ausgesetzt, kann eine Sonnenallergie die Folge sein. In diesem Fall ist es wichtig, die Haut zu kühlen und ihr ausreichend Feuchtigkeit zuzuführen. Vor allem Milchprodukte wie Buttermilch, Quark oder Joghurt, die im Kühlschrank gelagert werden, bieten der Haut eine Abkühlung. Dadurch ziehen sich die Gefäße zusammen und die Schwellung geht zurück. Durch die Feuchtigkeit, die in den Milchprodukten vorhanden ist, wird zudem die Regeneration der Haut gefördert.

     

    Behandlung mit Medikamenten

    Ist die Sonnenallergie stark ausgeprägt, sollte in jedem Fall ein Arzt zurate gezogen werden. Dieser kann die passenden Medikamente wie Antihistaminika verschreiben. In Salben- oder Tablettenform soll das Medikament zur Milderung des Juckreizes führen. In extremen Fällen verschreiben Ärzte auch kortisonhaltige Medikamente mit dem Ziel, die Reaktion der Haut auf die Sonne zu verhindern.

     

    Maßnahmen zur Vorbeugung

    Wer sich übermäßig der Sonne aussetzt, sollte auf einen ausreichenden UV-Schutz zurückgreifen. Nicht nur, dass die UV-Strahlen der Sonne das Risiko erhöhen an Krebs zu erkranken, auch können die Strahlen schon deutlich frühere Schäden der Haut in Form einer Sonnenallergie auslösen. Experten empfehlen eine Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor, der mindestens 30 beträgt. Um sicher zu gehen, dass der Schutz wirkt, sollte die Creme ungefähr 45 Minuten vor dem Sonnenbad aufgetragen werden. Dies gilt nicht nur im Sommer, wenn die Temperaturen in die Höhe schnellen. Auch Im Winter können gefahren von den Sonnenstrahlen ausgehen. Besonders weißer Schnee reflektiert die Strahlen und birgt damit ein Risiko für die Haut. Eine Faustformel gibt an, wie lange das Sonnenbad in etwa genossen werden kann, bevor der Sonnenschutz nachlässt:

    Zehn Minuten Eigenschutzfaktor * Lichtschutzfaktor = Zeit zum Sonnenbaden

    Dennoch empfehlen Experten maximal 60 % der berechneten Zeit zu nutzen.

     

    [content-egg-block template=offers_list]

  • Krankenkassen und die Alternative Medizin

    Krankenkassen und die Alternative Medizin

    Was noch vor einigen Jahren als „esoterisch“ und „öko“ galt, scheint heute angesagter denn je zu sein. Die Alternative Medizin verspricht Heilmethoden fernab der Schulmedizin und wird mittlerweile von Jung und Alt in Anspruch genommen. Doch wie verhalten sich hier eigentlich die Krankenkassen? Unterstützt ein Großteil die Vergabe von Globuli und Co. oder sind die Patienten hier gezwungen, alles aus eigener Tasche zu zahlen?

     

    Schulmedizin vs. Alternative – wer trägt die Kosten?

    Generell gilt immer noch, dass die Krankenkassen einer Alternativbehandlung in vielen Fällen skeptisch gegenüberstehen. Dennoch sind teilweise auch klare Richtungsänderungen zu verzeichnen. Viele Anbieter haben sich entsprechend dazu entschlossen, auf die Interessen und Belange Ihrer Mitglieder Rücksicht zu nehmen und einen Teil der Alternativen Medizin mit in ihren Leistungskatalog aufzunehmen und hier zumindest einen Teil der Behandlungskosten zu erstatten.

    Dennoch gilt auch, dass viele Bereiche der Alternativen Medizin noch nicht erforscht wurden und daher entsprechend nicht unterstützt werden. Wer jedoch auf Leistungen in den Bereichen…:

    • Naturheilverfahren
    • Akupunktur
    • Homöopathie

    zurückgreifen möchte, hat -abhängig von der jeweiligen Krankenkasse- gute Karten, eine Bewilligung bzw. Kostenübernahme zu erhalten.

     

    Die „Grundregeln“ der Erstattung – das sollten Sie wissen

    Aufgrund der Tatsache, dass viele Bereiche der Alternativmedizin noch unzureichend erforscht sind, sind die zur Verfügung gestellten Budgets bei den gesetzlichen Krankenkassen hier mitunter stark beschränkt. Oftmals verfahren die Kassen so, dass sie ihren Versicherten einen bestimmten Betrag auf einem so genannten „Gesundheitskonto“ zur Verfügung stellen, der dann -je nach persönlichem Behandlungsschwerpunkt- individuell eingesetzt werden kann.

    Wichtig ist es jedoch auch, dass Sie sich immer von den jeweiligen Vertrags- bzw. Kassenärzten behandeln lassen. Diese müssen über eine Zusatzqualifikation verfügen, damit Sie die Beträge wiederum über Ihre Krankenkasse abrechnen können. Die Mitgliedschaft des behandelnden Arztes in einem Berufsverband bzw. seine Ausbildung bilden damit die Basis für eine von der Kasse finanziell unterstützte Behandlung. Hier gilt es, sich unbedingt im Vorfeld zu informieren.

  • Tennisarm – was ist es und was kann man tun?

    Tennisarm – was ist es und was kann man tun?

    Der Tennisarm ist eine Sehnenentzündung am äußeren Ellenbogen. Ausgelöst wird dieser durch eine Überlastung im Bereich der Muskulatur des Handgelenks sowie des Unterarms. Am Tennisarm erkranken im Großen und Ganzen eher Männer als Frauen in den Altersklassen zwischen dem 35. und dem 50. Lebensjahr. Tennisspieler erkranken im Allgemeinen in einem Alter zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr.

     

    Tennisarm – was genau ist das?

    In der Medizin ist vom Tennisarm im Zusammenhang mit einem Schmerzsyndrom die Rede. Dieser hat seinen Ursprung in der Finger- und Handmuskulatur. Ferner sind die äußeren Anfänge des Oberarmknochens vom Ellenbogen betroffen.

    Bedingt wird das Syndrom des Tennisarms durch Überlastungen im

    • Freizeitbereich, beispielsweise beim Handwerken
    • Sportlichen Bereich, unter anderem beim Tennisspiel
    • Beruf, Arbeiten am Computer mit der Maus oder vielen Schreibarbeiten

    An einem Tennisarm zu erkranken insbesondere Personen, die starken hohen Belastungen ausgesetzt sind. So wird beispielsweise ein erfahrener Tennisspieler kaum an einem Tennisarm erkranken.

     

    Worin die Ursachen für den Tennisarm begründet liegen

    Die Bezeichnung Tennisarm ist ein wenig irreführend. Denn sie bedeutet nicht zwingend, dass ausschließlich Tennisspieler zu dieser Erkrankung neigen. In der Realität tritt der Tennisarm bei sportlich aktiven Menschen eher selten auf. Im Grunde genommen ausnahmslos bei Anwendung einer falschen Technik.

    Hervorgerufen wird der Tennisarm durch eine chronisch verlaufende mechanische Überbeanspruchung. Aus diesem Grunde sind in aller Regel wesentlich häufiger

    • Bauarbeiter
    • Handwerker
    • Mechaniker
    • Sekretärinnen

     

    von einem Tennisarm betroffen. Aber auch andere Berufsgruppen, die vermehrt am Computer tätig sind, erkranken vermehrt am Tennisarm. Häufig arbeiten diese viel mit Maus und Co. Des Öfteren wird daher auch von einem Mausarm gesprochen.

    Der Tennisarm äußert sich in dem Auftreten von schmerzhaften Verschleißerkrankungen im Bereich der Streckmuskulatur. Nicht selten neigen auch zahlreiche ältere Personen zum Tennisarm. Bei diesem Personenkreis sind die Schmerzen oftmals arthrotischer Natur. Diese liegen im Bereich des Gelenks des Ellenbogens.

    Liegt bei einer Person eine Veranlagung hierzu vor, kann es zu einer chronischen Erkrankung kommen. Dies bedeutet, dass die Überlastung stets wiederkehrt.

     

    Behandlungsmöglichkeiten des Tennisarms

    Für die Therapie des Tennisarms stehen traditionelle wie operative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

    Behandelt wird überwiegend mithilfe

    • von Kortison Injektionen
    • der Stoßwellentherapie
    • von Salbenverbänden
    • der elektromechanischen Stimulation

     

    Bewährt hat sich auch eine spezielle Krankengymnastik, die sich beim Tennisarm sehr umfassend darstellt. So können unter anderem Dehnübungen Erleichterung bringen.

    Sehr oft wird zur Therapie des Tennisarms auch das Tapen eingesetzt. Hierbei übernimmt das Tape die Stimulation des Gewebes. Es trägt zur Förderung der Heilung bei und kann gleichzeitig weiteren Beschwerden vorbeugen.

    Große Erfolge bei der Behandlung des Tennisarms werden auch mittels Akupunktur erreicht. Akupunktur kann auch während der Schmerz auslösenden Tätigkeit angewendet werden und hierbei den Prozess der Entzündung stoppen. Zählen jedoch die Tätigkeiten unmittelbar zum Alltag, kann Akupunktur nicht immer hilfreich sein.

     

    Homöopathische Anwendungen beim Tennisarm

    Auch die Homöopathie hält einige wirksame Mittel für die symptomatische Behandlung des Tennisarms bereit.

     

    Homöopathisches Mittel Wirkung Bemerkungen
    Arnica D6 Schmerzlinderung
    Formica rufa Schmerzlinderung Substanz der roten Waldameise; wird in Potenz D30 unter die Haut gespritzt
    Hypericum D4 Erholung der Schmerzen
    Ruta D200 Reduzierung der Schmerzen Anwendung alle 2 Tage oder dreimal je Tag in D3 Potenz

     

    Arnica D6, Hypericum D4 und Ruta D3 können auch als Kombination gemischt werden. Als Mixtur wird diese dreimal am Tag bei Schmerzen eingenommen.

     

    Als ergänzende Maßnahme hat sich eine Schonung des Arms erwiesen. Damit lässt die Überbeanspruchung der Sehnen des Tennisarms nach. Substanzen der Homöopathie sollten ausschließlich unter Beratung eines Fachmanns eingenommen werden.

     

    Bestehen die Schmerzen weiterhin oder tritt sogar eine Verschlechterung des Tennisarms auf, empfiehlt sich ein Wechsel des Verbands und eine Konsultation des behandelnden Arztes.

     

    Ist nach einem halben Jahr immer noch keine wesentliche Besserung des Tennisarms eingetreten oder sogar eine Verschlechterung, kann eine Operation Abhilfe schaffen.

     

    [content-egg-block template=offers_list]

     

  • Diabetische Retinopathie – Folgeerkrankung der Zuckerkrankheit

    Diabetische Retinopathie – Folgeerkrankung der Zuckerkrankheit

    Bei der diabetischen Retinopathie handelt es sich um eine Folgeerkrankung der so genannten Zuckerkrankheit. Hierbei treten Schädigungen der Netzhaut direkt im Auge auf. Der dadurch entstehende Mangel an Sauerstoff löst ein Absterben der für das Sehen notwendigen Nervenzellen aus. In der Regel bemerken Betroffene die diabetische Retinopathie erst relativ spät. Wird Diabetes mellitus rechtzeitig behandelt, kann diese Folgeerkrankung erfolgreich aufgehalten werden.

     

    Diabetische Retinopathie – häufigste Ursache für Erblindung innerhalb Europas

    Ein zu hoher Blutzuckerspiegel zeichnet für eine Schädigung der kleinen Blutgefäße innerhalb der Netzhaut des Auges verantwortlich. Sie zählt zu den meisten Erblindungsursachen im gesamten europäischen Raum. Rund 30 Prozent aller von Diabetes mellitus betroffenen Erwachsenen erkranken an einer diabetischen Retinopathie.

     

    Die Erkrankung tritt gleichermaßen bei Diabetikern des Typs 1 sowie des Typs 2 auf. Rund 90 Prozent aller Diabetes-Betroffenen des Typs 1 sowie 25 Prozent des Typs 2 erkranken nach circa 15 Jahren nach Beginn ihrer Diabeteserkrankung an der diabetischen Retinopathie. Nahezu jeder dritte Diabetiker leidet schon bei der Feststellung der Zuckerkrankheit an einer Schädigung der Netzhaut. Aus diesem Grunde gehört die Untersuchung des Augenhintergrundes zur Standarddiagnostik.

     

    Diabetische Retinopathie – Symptomatik

    Bedingt durch die Schädigung der Netzhaut-Nervenzellen nimmt die Sehkraft binnen weniger Jahre stetig ab. In den ersten Jahren der Erkrankung macht sich dieser Prozess eher schleichend bemerkbar, so dass betroffene Personen dies zunächst nicht wahrnehmen. Im weiteren Verlauf kann die diabetische Retinopathie jedoch schnell zunehmen.

     

    Allerdings kann sich die diabetische Retinopathie auch in akuten Symptomen äußern. Reißt ein Netzhautgefäß und treten Einblutungen auf, kann dies zur Bildung von dunklen Flecken im Gesichtsfeld führen. Bei starken Einblutungen besteht zudem die Möglichkeit, dass das Blut in den Glaskörper des Auges eindringt. Hier verursacht es eine Glaskörperblutung. Patienten, die davon betroffen sind, nehmen dies durch das Sehen von vorüber fließenden schwarzen Pünktchen wahr.

     

    Darüber hinaus zeichnet eine diabetische Retinopathie im fortgeschrittenen Stadium für eine Ablösung der Netzhaut verantwortlich. Betroffene Personen bemerken diese durch Lichtblitze und plötzlich auftretende Gesichtsfeldausfälle.

     

    Diabetische Retinopathie – Ursachen

    Als Hauptursache der diabetischen Retinopathie kommt ein dauerhaft zu hoher Blutzuckerspiegel in Betracht. Ist der Diabetes schlecht eingestellt, ergeben sich hieraus Schädigungen im Organismus. Diese werden hervorgerufen durch die sich im Blut in Umlauf befindenden Zuckermoleküle.

     

    Eine ungenügende Durchblutung der Nervenzellen der Netzhaut führt auf Grund der Unterversorgung mit Sauerstoff zum Absterben derselben. Die Kapillaren nehmen an Dichte ab, was ein Austreten von Blut zur Folge haben kann. Dies wiederum führt zu weiteren Schäden an den Nervenzellen.

     

    Neben einem zu hohen Blutzucker liegen einer diabetischen Retinopathie weitere Ursachen zugrunde:

    • zu hohe Blutfett- und Cholesterinwerte
    • Umstellungen hormoneller Art – beispielsweise während der Schwangerschaft oder der Pubertät
    • Nikotingenuss
    • hoher Blutdruck

     

    Diabetische Retinopathie – Therapiemöglichkeiten

    Das bedeutendste Therapieziel der diabetischen Retinopathie besteht in der bestmöglichen Einstellung des Blutzuckerspiegels. Aber auch die weiteren Risikofaktoren sollten nicht außer Acht gelassen werden. Eine Verlangsamung des Voranschreitens der diabetischen Retinopathie kann ferner durch eine Behandlung beim Augenarzt erreicht werden.

     

    Zur Einstellung des Blutzuckers wird ein aktueller Langzeitwert (HbA1c) empfohlen, der sich zwischen 6,5 bis 7,5 % befinden sollte. Sind die Blutgefäße vorgeschädigt, wird ein HbA1c-Wert von 7,0 bis 7,5 % empfohlen. Liegt zusätzlich eine diabetische Nephropathie – Nierenschädigung auf Grund der Diabetes – vor, sollen Werte < 7,0 % angestrebt werden.

     

    Liegen weitere Risikofaktoren für die diabetische Retinopathie vor, so müssen diese ebenfalls in die Behandlung mit einbezogen werden. Am bedeutsamsten ist hierbei die Einstellung des zu hohen Blutdrucks auf medikamentöser Basis.

     

    Ferner empfiehlt es sich, zu hohe Blutfettwerte durch geeignete diätetische Maßnahmen zu reduzieren. Auf den Genuss von Nikotin und Alkohol ist zu verzichten.

     

    Befindet sich die diabetische Retinopathie im fortgeschrittenen Stadium, kann seitens des Augenarztes eine Medikamenteninjektion in das Auge sowie eine Laserbehandlung erfolgen. Liegen Einblutungen im Glaskörper vor, besteht die Möglichkeit, diesen zu entfernen und einen Ersatz in Form einer klaren Flüssigkeit vorzunehmen.

     

    [content-egg-block template=offers_list]

  • Steissbeinfistel

    Steissbeinfistel

    Bei einer Steissbeinfistel handelt es sich um Entzündungen chronischer Art der Gesäßfalte. Die Gründe für deren Auftreten sind unterschiedlich. Sie reichen von einer angeborenen Fehlbildung des Steissbeins über eingewachsene Haare bis hin zu nicht ausgeheilten Blutergüssen.

     

    Männer sind häufiger als Frauen betroffen, meist in einem Alter von 20 bis 30 Jahren. Wird die Steissbeinfistel nicht behandelt, kann diese starke Schmerzen verursachen.

     

    Ursachen der Steissbeinfistel

    Es wird davon ausgegangen, dass die Steissbeinfistel sich aus der täglichen Belastung der Weichteile und der Haut in der Nähe des Steissbeins heraus entwickelt. Personen, die viel Sitzen und über eine starke Behaarung verfügen, könnten gehäuft von einer Steissbeinfistel betroffen sein. Denn das Einwachsen von Haarspitzen in die Haut spielt eine maßgebliche Rolle bei der Bildung der Steissbeinfistel.

     

    Ferner kann schon ein Haarbildungsfehler die Ursache für eine Steissbeinfistel sein. Hier wurde nachgewiesen, dass sich das gebildete Keratin von der Wurzelregion nicht ordnungsgemäß zur Haut aufbauen konnte. Durch die schollenförmige Ablagerung desselben bildet sich ein Fremdkörpergranulom. Erfolgt eine Infektion mit Bakterien im Bereich der normalen Hautflora entstehen Entzündungen mit Eiterbildung.

     

    Ebenfalls möglich sind eine bereits angeborene Fehlbildung sowie eine starke Krafteinwirkung im Verlaufe eines Traumas.

     

    Bemerkt wird eine Steissbeinfistel zunächst durch kaum sichtbare Punkte an der oberen Hautfläche. Daraus können sich kleine Pickel mit weißen Köpfen bilden. Unter Druck tritt aus jenen Eiter aus. In den meisten Fällen verspürt die betroffene Person in diesem Stadium beim Gehen, in Rückenlage und Sitzen enorme Schmerzen. Verläuft die Steissbeinfistel chronisch, geben die Fistelgänge in regelmäßigen Abständen große Mengen an Flüssigkeiten und Blut ab. Diese Absonderungen geschehen oftmals mit nachlassenden Schmerzen, sind jedoch mit stetigem Juckreiz verbunden.

     

    Symptomatik der Steissbeinfistel

    Die Steissbeinfistel macht sich auf vielerlei Arten bemerkbar. Tückisch hierbei ist, dass die Erkrankung bei manchen Personen über einen gewissen Zeitraum völlig symptomlos verläuft. So kann die Erkrankung erst relativ spät diagnostiziert und therapiert werden.

     

    Im Allgemeinen bemerken Betroffene plötzlich heftige Schmerzen im Gesäßbereich. Ein Laufen langer Strecken oder längeres Sitzen ist nahezu unmöglich. Einige Personen beschreiben jedoch auch ein Ziehen über den Steissbereich hinweg.

     

    Zu den Symptomen zählen ferner lokale Erwärmungen und Rötungen. Diese lassen sich auf entzündliche Prozesse im Innenteil der Fistel zurückführen. Liegen Schwellungen in der Analfalte vor, weist dies auf eitrige Prozesse innerhalb der Fistel hin. Blut oder Eiter tritt nicht bei allen Patienten aus. Ein erster Hinweis auf eine Steissbeinfistel könnten blutige, gelblich gefärbte Ablagerungen auf der Unterwäsche sein.

     

    Therapiemöglichkeiten einer Steissbeinfistel

    Liegen Anzeichen für das Vorliegen einer Steissbeinfistel vor, ist es empfehlenswert, die betroffene Stelle von einem Facharzt untersuchen zu lassen. Steissbeinfisteln können leicht mit Analabszessen oder -fisteln verwechselt werden, da hier ähnliche Symptome vorliegen. Bei diesen Erkrankungen ist allerdings eine andere Behandlung vonnöten.

     

    Sehr oft wird die Steissbeinfistel mithilfe des klassischen chirurgischen Verfahrens therapiert. Wurde die Fistel einmal entfernt, kehrt sie in den meisten Fällen allerdings wieder zurück. Empfehlenswert ist deshalb die Anwendung der Laserbehandlung.

     

    Ohne einen operativen Eingriff ist die Behandlung dieser Erkrankung kaum möglich.

     

    Wird das Pit Picking eingesetzt, kann die Operation ambulant mittels lokaler Betäubung erfolgen. Bei diesem Verfahren handelt es sich um einen kleinen chirurgischen Eingriff, wodurch sich die Zeit der Wundheilung auf ein Minimum reduziert. Das Pit Picking kann direkt nach Stellung der Diagnose erfolgen. Die Operation weist eine geringe Dauer von einigen Minuten auf. Schon nach wenigen Minuten nach der erfolgten Operation ist der Patient wieder in der Lage, nach Hause zu gehen.

     

    Eine homöopathische Behandlung der Steissbeinfistel ist nicht möglich. Es können jedoch die Beschwerden derselben ein wenig minimiert werden durch die Gabe von beruhigenden Mitteln auf homöopathischer Basis.

     

    Der Einsatz von Salben bringt eine kurzfristige Linderung des Leidens, indem sie die Wunde desinfizieren.

     

    Vorbeugung einer Steissbeinfistel

    Nachdem bereits eine Steissbeinfistel auftreten ist, kann es vorbeugend wirken, für eine dauerhafte Haarentfernung in der Gesäßregion zu sorgen. Durch das Verhindern des erneuten Einwachsens von Körperhaaren kann auch die Bildung neuer Fisteln reduziert werden.

     

    [content-egg-block template=offers_list]

  • Stottern woher kommt das und was kann man dagegen tun.

    Stottern woher kommt das und was kann man dagegen tun.

    Von Stottern ist immer dann die Rede, wenn der Redefluss ins Stocken gerät. Menschen, die stottern, bleiben wiederholt an einem Wort hängen. Das Problem des Stotterns tritt in den meisten Fällen erstmalig im frühen Kindesalter auf. Bei den meisten Personen, die als Kind gestottert haben, verliert sich dieses Phänomen im Erwachsenenalter wieder. Männer sind häufiger von Stottern betroffen als Frauen.

     

    Wie sich Stottern äußert

    Stottern kann sich auf vielfältige Weise äußern. Während eine Person stets Laute, Wörter oder einzelne Silben wiederholt – beispielsweise „w-w-w-wieso?“ – pressen andere Betroffene die Anfangsbuchstaben eines Wortes lautlos – zum Beispiel „Ich heiße J——ochen“. Wiederum andere Stotterer ziehen einzelne Laute extrem in die Länge, Beispiel: „Laaaass mich bloß iiiiiin Frieden.“

     

    Stottern ist als ganz individuelles Phänomen zu sehen. Jede vom Stottern betroffene Person stottert anders und dies in ganz unterschiedlichen Situationen.

     

    Dabei kann die Sprachbehinderung zusammen mit weiteren Auffälligkeiten in Verbindung stehen, die zusätzlich eine Störung der Kommunikation hervorrufen. Hierzu können unter anderem das Einsetzen von Füllwörtern gehören. Aber auch nicht sprachliche Phänomene wie

     

    • gleichzeitiges Mitbewegen von Kopf- und Gesichtsmuskulatur
    • Atemveränderungen
    • zitternde Lippen
    • starkes Schwitzen
    • Blinzeln

     

    können zusätzlich auftreten.

     

    Ursachen für das Phänomen Stottern

    Sprechen ist eine komplizierte Kooperation von unterschiedlichen Aktionen, für deren Steuerung das menschliche Gehirn verantwortlich zeichnet. Eine zeitgleiche Koordinierung von

     

    • Artikulation in Sekundenschnelle
    • Stimmgebung
    • Atmung

     

    ist unabdingbar. Personen, die zum Stottern neigen, leiden unter einer Störung dieses Zusammenspiels.

     

    Eine eindeutige Ursache, die das Stottern hervorruft, konnte bisher nicht herausgefunden werden. Eine Vermutung geht in die Richtung, dass die Basis für das Stottern auf den zu verarbeitenden Nervensignalen des Sprechens zurückzuführen ist. Auch könnten die am Sprechen beteiligten Organe hieran maßgeblich eine motorische Störung hervorrufen.

     

    Stottern liegt zumeist in der Familie, so kann von einer genetischen Veranlagung ausgegangen werden. Insbesondere der männliche Part ist häufiger betroffen als der weibliche. Eine direkte Vererbung des Stotterns ist jedoch nicht nachgewiesen, lediglich die entsprechende Veranlagung hierzu.

     

    Ferner kann Stottern auch eine posttraumatische Ursache haben. Dies bedeutet, dass diese funktionelle Störung nach einem folgenschweren Lebensereignis eintreten kann. Darüber hinaus können auch

     

    • Ängstlichkeit
    • Furcht
    • Nervosität

     

    Stottern auslösen. Wird die stotternde Person gehänselt, verstärkt sich die Störung meistens noch.

     

    Abschließend kann gesagt werden, dass es sich beim Stottern um keine Störung psychischen Ursprungs handelt, sondern um eine rein motorische Sprechbehinderung. Diese steht weder mit der kulturellen oder sozialen Herkunft des Betroffenen in Zusammenhang, noch hängt sie vom Bildungsrad oder dem familiären Umgang miteinander ab.

     

    Hilfreiche Therapien bei Stottern

    Sofern das Stottern beim Kind nach dem vollendeten vierten Lebensjahr auftritt, sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden. Jedoch können auch Erwachsene, die stottern, immer noch von einer Sprachtherapie profitieren.

     

    Sprachtherapien werden von Sprachtherapeuten und Logopäden angeboten. Zusätzlich führen diese Behandlungen auch Sprachheilpädagogen, Stimm-, Atem- und Sprechlehrer durch.

     

    Sprachtherapeuten sind während der Untersuchung zum Teil auf die Beobachtungen der vom Stottern betroffenen Person respektive beim Kind dessen Eltern angewiesen. Im Rahmen der Therapie geht im Speziellen um die nachfolgenden Zielsetzungen:

     

    • der stotternden Person Ängste nehmen
    • dem Stotternden lehren, wie dieser weniger belastbare Sprechweisen in seinen Alltag integrieren kann
    • trainieren flüssigen Sprechens
    • vermitteln des Gefühls für den Atem- und Sprechrhythmus

     

    Behandlung im Kindesalter

    Bei der Therapie des Stotterns im Kindesalter wird zwischen dem direkten und dem indirekten Ansatz unterschieden. Beim direkten Ansatz wird das Sprechproblem direkt angepackt. Die Kinder erlernen die Kontrolle des Stotterns und wie sie sich bei vorhandenen Blockaden besser entspannen können.

     

    Beim indirekten Ansatz wird das Sprechproblem außer Acht gelassen. Vorrang hat die Förderung der Lust am Sprechen und das Abbauen von Ängsten.

     

    Behandlung für Erwachsene

    Für erwachsene Personen, die unter Stottern leiden, findet das Fluency Shaping Einsatz. Diese Therapie zielt auf eine veränderte Sprechweise ab und soll zum Verhindern des Stotterns an sich beitragen.

     

     

    [content-egg-block template=offers_list]