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  • Ischiasschmerz – wie wird behandelt?

    Ischiasschmerz – wie wird behandelt?

    Ischiasschmerzen können, sofern nicht zeitnah eine Behandlung stattfindet, zu einem anhaltenden Kreislauf beitragen. Nicht selten werden Beschwerden mit dem Ischiasnerv durch eine angeborene oder ungewollt antrainierte Fehlhaltung verursacht. Diese verschlimmert sich unter Umständen noch, wenn aufgrund der Ischiasbeschwerden eine ständige Schonhaltung eingenommen wird. Um diesen Kreislauf im Idealfall gar nicht erst entstehen zu lassen oder gegebenenfalls gezielt zu unterbrechen, sollte eine Behandlung zeitnah und konsequent erfolgen. Hierzu bietet die moderne Medizin sowie die Krankengymnastik effiziente Möglichkeiten. Auch die alternative Medizin kennt Wege, dem Ischiasschmerz entgegenzutreten. Welche Behandlungsvariante oder –kombination im Einzelfall ideal ist, sollte mit einem Facharzt besprochen werden.

    Behandlung von akutem Ischiasschmerz

    Schulmedizinische und alternative Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten

    Tritt akut ein auf den Ischiasnerv zurückzuführender Schmerz auf verschafft es vielen Betroffenen Linderung, wenn in Rückenlage jeweils ein Knie mit den Händen umfasst und vorsichtig an das Brustbein herangezogen wird.

    Auch wenn der typische Ischiasschmerz häufig tendenziell einseitig auftritt, ist es ratsam, diese Übung mit beiden Beinen abwechselnd durchzuführen. Tritt keine Linderung ein oder verschlimmert sich der Schmerz, sollte die Übung abgebrochen werden. Wärme und Entspannung im Wechsel zu vernünftig dosierter Bewegung können ebenfalls lindernd wirken.

    War die Bettruhe in früheren Zeiten eine Empfehlung, wird heute nur noch selten dazu angeraten. Gezielte und vernünftige, dem Schmerz angepasste Bewegung wird Betroffenen heute nahegelegt, um zugleich der Rückenmuskulatur die Chance zu geben, sich zu stabilisieren und erneuten Beschwerden vorzubeugen.

    Zudem werden individuelle Übungen empfohlen, wozu eine krankengymnastische Therapie notwendige wird. Sitzen oder Stehen ist langem Liegen vorzuziehen. Um den Schmerz während der empfohlenen Bewegung im Zaum zu halten, wird die krankengymnastische oder physiotherapeutische Behandlung in aller Regel durch leichte Schmerz- oder Betäubungsmittel unterstützt. Damit insbesondere die Regeneration der Rückenmuskulatur positiv beeinflusst wird, können unter Umständen auch Lokalanästhetika zum Einsatz kommen. Diese betäuben die betroffene Region über eine gewisse Zeit, so dass eine relative Schmerzfreiheit während Übungen und Untersuchungen möglich ist.

    Nicht selten verschwindet der Schmerz mit der Wirkung der Lokalanästhetika. In diesem Fall ist davon auszugehen, dass entweder eine starke Verspannung ursächlich war oder aber eine verschobene Bandscheibe, die durch die Zeit der Schmerzunempfindlichkeit und der damit verbundenen Entspannung wieder an ihren Platz rücken konnte.

    button-Ischiasschmerz

    Die Osteopathie kennt zusätzlich Mittel und Wege, dem Ischiasschmerz gezielt entgegenzutreten. Der geschulte Therapeut untersucht dazu den gesamten Körper auf Unstimmigkeiten und löst gegebenenfalls Blockaden in der Wirbelsäule. Insbesondere dann, wenn die Verschiebung der Bandscheiben und Wirbel oder starke Muskelverkrampfungen zu einer Lädierung des Nervs führen, kann die Osteopathie die Symptome zügig lindern. In aller Regel wird dann eine weiterführende physiotherapeutische Behandlung empfohlen, um Muskeln und Sehnen des Rückens zu stärken.

    Unterstützende Therapien zur Behandlung von Ischiasschmerz

    Gegebenenfalls können Massageanwendungen oder Fangopackungen sowie gezielte Akupunktur sowie weitere Muskelentspannungsverfahren zielbringend sein. Nicht selten kommt Kinesio Tape zum Einsatz, das die Muskulatur aktiv unterstützt und so eine schnelle Linderung schafft. Diese Variante ist vor allem aus der Sportmedizin bekannt.

    Ist bei Ischiasproblemen ein operativer Eingriff notwendig?

    In aller Regel ist ein operativer Eingriff nicht notwendig. In extremen Fällen jedoch können die grundlegenden Behandlungsmethoden nicht mehr greifen, so dass eine Operation notwendig wird, wenn ein Bandscheibenvorfall als Auslöser zu definieren ist. Dieser ist gegebenenfalls nicht mehr anhand konservativer Methoden in den Griff zu bekommen.

    Treten beispielsweise weitgehende motorische Probleme auf oder gehen mit dem Ischiasschmerz Schwierigkeiten mit der Darm- und Blasenentleerung einher, sollte unverzüglich eine Operation durchgeführt werden, da langfristige und bleibende Schäden nicht ausgeschlossen sind.

    Bild: © Depositphotos.com / lofilolo

  • Nagelpilz: Die Gefahr der falschen Diagnose

    Nagelpilz: Die Gefahr der falschen Diagnose

    Nagelpilz, also eine Infektion der Haut unterhalb der Fuß- oder Fingernägel, ist zwar eine unangenehme Angelegenheit, aber in den wenigsten Fällen gefährlich. Verschiedene Tinkturen und Tabletten können dabei helfen, den Infekt zu beseitigen. Das wahre Problem von Nagelpilz ist eher, dass er oft falsch diagnostiziert wird. Häufig wird Hautkrebs unter dem Nagel für eine Pilzinfektion gehalten. Wird dieser nicht richtig behandelt, kann es im schlimmsten Fall zum Tod des Patienten führen.

    Vorsorge ist besser als Nachsorge

    Die Vermutung, man könne unter den Nägeln keinen Hautkrebs bekommen, ist ein Trugschluss. Tatsächlich können auch diese Hautpartien von Krebszellen befallen werden. Wird der Krebs nicht rechtzeitig entdeckt oder fälschlicherweise als Nagelpilz diagnostiziert, kann dies schwerwiegende Folgen für den Patienten haben. Immer wieder erreichen Meldungen die Öffentlichkeit, dass Krebspatienten aufgrund der Fehldiagnose verstorben sind.

    Wichtig ist daher, dass Sie Veränderungen Ihrer Haut stets von einem Arzt untersuchen lassen. Auch wenn es nach einem harmlosen Nagelpilz aussieht, ist eine medizinische Beratung immer ratsam.

    Woran erkennt man einen Nagelpilz?

    Ein Nagelpilz ist die Infektion der Haut unterhalb der Fuß- und Fingernägel. Meistens sind Fadenpilze für die Erkrankung verantwortlich. Nagelpilz äußert sich durch verschiedene Symptome. Diese sind:

    • Verfärbungen (weißlich bis gelblich-braun)
    • Brüchigkeit der Nägel und Verformungen
    • Entzündung des Nagelbetts
    • Verdickung der Nagelplatte

    Da sich der Erreger der Infektion am wohlsten fühlt, wenn es warm und feucht ist, tritt Nagelpilz mehr an den Füßen als an den Händen auf.

    Der Befall äußert sich meist zunächst am vorderen Rand des Nagels und breitet sich dann über die gesamte Fläche aus. Dabei zerstören die Sporen des Pilzes die Nagelsubstanz Keratin. Das wiederum führt dazu, dass sich die Struktur des Nagels sichtbar verändert. Bei vielen Patienten spalten sich die einzelnen Nagelschichten auf. Fast immer kommt es zu einer Verfärbung und Verdickung der Nagelplatte. Manchmal lockert sich die Platte sogar vom Nagelbett.

    Die Behandlung von Nagelpilz

    Wer von einem Nagelpilz-Befall betroffen ist, hat verschiedene Möglichkeiten, diese zu behandeln. Ein Mittel, das Pilze gezielt abtötet, ist das Antimykotikum. Ist der Nagel nur oberflächlich befallen, reicht es, wenn Sie spezielle Tinkturen und Nagellacke mit diesem Inhaltsstoff anwenden. Die Behandlung erfordert Geduld, da Pilzsporen in den Zwischenräumen der einzelnen Nagelschichten oft Monate und sogar Jahre überleben können.

    Sitzt die Infektion im Nagelbett – was häufig der Fall ist – sind diese Mittel aus der Apotheke wirkungslos. Der gesunde Nagel wird dann immer wieder von den Pilzsporen angegriffen. In diesem Fall ist eine im wahrsten Sinne des Wortes tiefgreifende Behandlung nötig. Beliebt sind in diesem Fall besonders Tabletten und Kapseln mit dem Wirkstoff Antimykotikum. Die Einnahme ermöglicht es, dass der Stoff in das Blut gelangt und somit den Fußpilz effektiv bekämpfen kann.

    Darüber hinaus kann man Nagelpilz auch mit Laser behandeln (Quelle: nagelwohl.de). Diese Methode ist noch sehr neu, dafür aber sehr effektiv. Das Geheimnis der Therapie ist, dass der Nagel mit 60° warmen  Laserstrahlen behandelt wird. Diese wiederum töten die Pilze ab und heilen damit den befallenen Nagel. Vorteile dieser Behandlungsform sind, dass sie sehr schnell vorbei ist und Frauen sich direkt danach wieder die Nägel lackieren können. Die Lasertherapie, die überraschend günstig ist, wird alle zwei bis vier Wochen wiederholt, bis der Pilz-Befall vollkommen beseitigt ist. Meist ist das nach drei bis vier Sitzungen der Fall.

    Behandlungsmaßnahmen gegen Nagelpilz sind:

    • Tinkturen
    • Nagellacke
    • Tabletten
    • Kapseln
    • Laser-Therapie

    Nagelpilz ist eine unangenehme Angelegenheit, die in der Regel gut behandelt werden kann. Verschiedene Therapie-Maßnahmen wie Tinkturen, Tabletten oder Laser-Behandlungen sorgen dafür, dass der Nagel nach einer Weile wieder gesund ist. Wichtig ist, dass Sie eine mögliche Pilz-Infektion der Nägel immer von einem Arzt untersuchen lassen. Dieser kann feststellen, ob es sich bei der Erkrankung tatsächlich um Nagelpilz oder vielleicht Hautkrebs handelt.

    Bild: © Depositphotos.com / danr13

  • Hallux valgus – Wenn der Ballenzeh Schmerzen verursacht

    Hallux valgus – Wenn der Ballenzeh Schmerzen verursacht

    Als Hallux valgus wird eine Fehlstellung des großen Zehs bezeichnet. In zahlreichen Fällen geht dem Hallux valgus eine Fußfehlstellung – Spreizfuß – voraus. Sofern diese Fehlstellung starke Schmerzen bereitet, muss gegebenenfalls operiert werden.

    Die Ursachen des Hallux valgus

    Von einem Hallux valgus wird immer dann gesprochen, wenn der große Zeh (Hallux) zur Körperaußenseite (valgus) von der Richtung der anderen Zehen abweicht und diese Fehlstellung auf Dauer erhalten bleibt. Beim Hallux valgus handelt es sich um die am häufigsten anzutreffende Deformation im Bereich des Vorfußes.

    Als Ursachen kommen sehr oft

    • familiäre Veranlagungen
    • dauerhafte Fehlbelastungen des Vorfußes

    in Betracht. Fehlbelastungen entstehen unter anderem durch das Tragen von Schuhwerk, welches über hohe Absätze und einen einengenden Vorfußbereich verfügt.

    Nicht selten gehen im Zusammenhang mit dem Hallux valgus weitere Fehlstellungen am Fuß einher. Dies kann zum Beispiel der so genannte Spreizfuß sein. Der Spreizfuß macht sich durch ein abgeflachtes Quergewölbe des Fußes bemerkbar. Dadurch bedingt erfährt der Bereich des Vorfußes eine übermäßige Belastung. In einigen Familien kommt der Hallux valgus öfters vor als in anderen Familien. Aus diesem Grunde kann eine genetische Veranlagung hierfür nicht immer ausgeschlossen werden.

    Behandlungsformen des Hallux valgus

    Wie der Hallux valgus letztlich behandelt wird, hängt immer von dem fortgeschrittenen Stadium der Deformierung ab. Kann der große Zeh noch aktiv oder auch passiv in seine Normalposition zurück gebracht werden, besteht die Möglichkeit mithilfe von nicht-operativen, konservativen Verfahren eine Linderung der Schmerzen zu erzielen. Sofern der große Zeh jedoch nicht mehr in die ursprüngliche Position zurück gebracht werden kann, macht sich in aller Regel ein operativer Eingriff erforderlich.

    Symptome des Hallux valgus

    Der Hallux valgus kann mit bloßem Auge durch die zur Körperaußenseite abgewinkelte Form des großen Zehs erkannt werden. Im Normalfall bilden der Mittelfußknochen und das Grundglied eine gerade Linie. Beim Hallux valgus hingegen winkelt sich das Grundglied des großen Zehs zur Körperaußenseite ab, wohingegen der Mittelfußknochen zur Mitte des Körpers ausgerichtet ist.

    Das hauptsächliche Symptom des Hallux valgus sind Schmerzen. Normale Schuhe sind im Vorderfußbereich nicht breit genug. Dadurch drückt der Kopf des herausgetretenen Mittelfußknochens gegen den Schuh. Hieraus resultieren

    • Schwellung und
    • Rötung der Haut

    an dieser Stelle. Je stärker dieser Druck einwirkt, umso mehr werden

    • das Grundgelenk des großen Zehs
    • der Schleimbeutel am Gelenk
    • die Haut

    geschädigt. Daraus entstehen dann die Schmerzen im Bereich der Mittelfußknochen und des Grundgelenks.

    In zahlreichen Fällen kann der Hallux valgus erst einmal als ein kosmetisches Problem betrachtet werden. Allerdings kann es, bedingt durch eine stetige Druckbelastung und den dadurch auftretenden chronischen Hautentzündungen zu verstärkt auftretenden Schmerzen kommen. Nach einigen Jahren kann es unter Umständen zu einer enormen Schädigung des Grundgelenks des großen Zehs und zur Arthrose kommen.

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    Die Behandlung des Hallux valgus

    Abhängig von der Ausprägung der Fehlstellung des großen Zehs kommen verschiedene Behandlungsformen in Betracht. Sofern sich der große Zeh noch in seine Normalstellung bringen lässt, können Hallux valgus

    • Einlagen
    • Polsterungen
    • Schienen

    als sehr wirksam erweisen. Auch spezielle Fuß- und Zehengymnastik kann positive Wirkungen zeigen. Ist dies nicht mehr möglich, hilft in den meisten Fällen nur noch eine Operation bei der Beseitigung von Schmerzen.

    Neben einer entsprechenden ärztlichen Behandlung des Hallux valgus können betroffene Personen auch selbst aktiv etwas tun. So empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen eine Zehengymnastik durchzuführen. Die passenden Übungen lassen sich leicht im Internet finden, teilweise sogar mit Anleitungen per Video. Dank einer regelmäßigen Zehengymnastik kommt es zu einer Stärkung der Sehnen und der Muskulatur im Zeh. Dies ist auch eine gute vorbeugende Übung oder auch dann von Erfolg gekrönt, wenn der Hallux valgus schwach ausgeprägt ist. Eine weitere effektive Hallux valgus Therapie besteht darin, des Öftern barfuß zu laufen.

    Bild: © Depositphotos.com / photographee.eu

  • Pilotprojekt startet am 1. September 2015: TK und Dermatologen erproben Online-Video-Sprechstunde im Praxisalltag

    Hamburg (ots) – Abends, viertel nach sieben in einem Wohnzimmer in Mönchengladbach: Im virtuellen Wartezimmer zählt ein Countdown von zehn auf null herunter und auf dem Bildschirm erscheint der Hautarzt, um mit seinem Patienten zu sprechen – darüber, ob die verordnete Salbe wirkt und die Hautschwellung zurückgegangen ist oder ob die OP-Wunde richtig heilt. Eine Szene, die demnächst in Deutschland nicht nur bei Hautärzten zum Alltag gehören wird: Den ersten Schritt in diese Richtung macht jetzt die Techniker Krankenkasse (TK) in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Dermatologen (BVDD) und dem Lübecker Startup-Unternehmen Patientus GmbH.

    Das TK-Pilotprojekt Online-Video-Sprechstunde soll die Tür zu echter Telemedizin im ambulanten ärztlichen Bereich öffnen. Möglich macht das die Software Patientus, die einen leicht zu bedienenden und sicheren Dialog zwischen Arzt und Patient ermöglicht. Die TK ist bei dieser hautärztlichen Zusatzleistung Vorreiter.

    Patienten ersparen sich Wege und Wartezeiten, Ärzte volle Wartezimmer. Mit der Online-Sprechstunde wird es für Mediziner einfacher, einen Patienten zu betreuen, nachdem Diagnose und Therapie einmal persönlich besprochen worden sind. „Das neue Angebot bietet für Wiederholungstermine eine Alternative zur normalen Sprechstunde“, sagt Klaus Rupp, Leiter des TK-Versorgungsmanagements. Für Ärzte bedeute dies den Einstieg in eine neue Form vergüteter Arbeit. Und für Patienten böte die Online-Video-Sprechstunde perspektivisch ein medizinisches Angebot auch dort, wo keine Strukturen vorhanden sind – zum Beispiel in ländlichen Gebieten.

    „Wenn der Patient einmal in meiner Praxis war, reichen zur Nachkontrolle oft ein kurzer Blick und ein kurzes Gespräch – dafür muss sich künftig kein Patient mehr auf den Weg in meine Praxis machen“, sagt Dr. Klaus Strömer. Der Hautarzt ist zugleich Präsident des BVDD und setzt als einer der ersten Ärzte die Patientus-Software in seiner Praxis in Mönchengladbach ein. Selbstverständlich eigne sich das Gespräch via Bildschirm nicht in jedem Fall: „Besonders geeignet erscheint die Videokonsultation etwa, um eine Änderung in der Medikation zu besprechen. Oder zur Abklärung des Krankheitsverlaufs – beispielsweise der Wundheilung nach einer OP – wie überhaupt zur Überprüfung des therapeutischen Erfolgs oder für die Patientenschulung im Verlauf einer längeren Behandlung“, so Strömer. In solchen Fällen verordnet er jetzt die Video-Sprechstunde auf einem ausgedruckten Flyer und trägt dort den persönlichen Zugangscode und den Termin ein.

    Und so funktioniert das System: Zum vereinbarten Online-Termin loggt sich der Patient mit seinem Laptop oder PC über die Webseite www.patientus.de/login mit seiner sechsstelligen Termin-TAN ein und gelangt in das virtuelle Wartezimmer. Auf der anderen Seite sitzt der Arzt an seinem Bildschirm und ruft nacheinander die Patienten in seine virtuelle Praxis. Damit niemand überrascht wird, zeigt ein Zähler die letzten zehn Sekunden an, bevor es losgeht. Nach dem Gespräch trennt der Patient die Verbindung, und der Arzt wendet sich dem nächsten Patienten zu. „Ärzte und Patienten benötigen keine zusätzliche Hard- oder Software. Ein PC oder Laptop mit Internetverbindung und einer handelsüblichen Webcam genügen“, sagt Patientus-Geschäftsführer Nicolas Schulwitz. „Die Video-Sprechstunde funktioniert direkt im Browser.“ Installationen oder besondere PC-Kenntnisse seien nicht notwendig.

    Nachdem das System bereits alle notwendigen technischen Tests bestanden hat, erfolgt jetzt ein Pre-Test mit ausgewählten Arztpraxen bundesweit. Anschließend folgt ein größer angelegtes Pilotprojekt, bevor die Online-Sprechstunde in allen Praxen Einzug halten kann. Die TK vergütet jede Online-Sprechstunde ihrer Versicherten außerbudgetär mit einem Festbetrag.

    Live zu sehen und zu testen ist die Online-Video-Sprechstunde auf dem TK-Zukunftskongress „Gesund in der digitalen Welt“ am 2. September in Berlin (Informationen und Anmeldung unter www.tk.de/zukunftskongress). Die Teilnehmer bekommen dort auf dem digitalen Versorgungspfad den Aufbau und Ablauf von Patientus gezeigt und können auch selbst eine Probesitzung testen.

    Weitere Informationen zum Thema digitale Gesundheit gibt es im Internet unter www.tk.de (Webcode 723220).

    Für Rückfragen: Hermann Bärenfänger, TK-Pressestelle Tel. 040 – 6909 – 1783 E-Mail: pressestelle@tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de Twitter: www.twitter.com/tk_presse

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/6910/3103838
  • Schwangerschaftsstreifen – Ursache und Behandlung

    Schwangerschaftsstreifen – Ursache und Behandlung

    Schwangerschaftsstreifen – Wie sie entstehen und was Sie dagegen tun können

    Eine Schwangerschaft ist für die meisten Frauen eine wundervolle Erfahrung, die mit vielen schönen Momenten und Erlebnissen verbunden ist. Trotzdem kann nicht davon gesprochen werden, dass die neun Monate ausschließlich positiv verlaufen. Einer dieser negativen Aspekte sind Dehnungsstreifen, die in der Fachsprache auch Striae gravidarum genannt werden. Rund 70 bis 90 % aller schwangeren Frauen sind von den unliebsamen Streifen an Bauch, Schenkeln und Hüften betroffen. Interessanterweise sind junge Mütter mehr von Schwangerschaftsstreifen betroffen als ältere. Das liegt unter anderem an dem unterschiedlichen Hormonspiegel. Außerdem haben junge Frauen einen instabileren Kollagenspiegel als ältere.

    Die Entstehung von Schwangerschaftsstreifen

    Dehnungsstreifen entstehen durch die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft. Wenn der Körper innerhalb kurzer Zeit zunimmt – wie es nun einmal in der Schwangerschaft der Fall ist – dehnt sich die Haut und bildet dabei die meist vertikal verlaufenden Streifen, die auch als Dehnungsstreifen bezeichnet werden. Schwangerschaftsstreifen heben sich deutlich von der restlichen Haut ab, da sie zum Teil intensiv rosa oder auch rot sein können. Das kommt daher, dass die Haut im Bereich der Schwangerschaftsstreifen dünner geworden ist und nun die Blutgefäße durchschimmern können. Das Problem: Wer einmal Schwangerschaftsstreifen hatte, bekommt diese nie wieder los. Auch wenn die Farbe die Schwangerschaftsstreifen mit der Zeit verblassen, werden sie immer als schmale weiße Streifen zu sehen sein.

    Hautpartien, die besonders von Dehnungsstreifen betroffen sind:

    • Bauch (Unterbauch)
    • Oberschenkel
    • Unterschenkel
    • Po
    • Hüften
    • Brüste
    • Oberarme

    Generell gilt: Je mehr Sie während der Schwangerschaft zunehmen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie Schwangerschaftsstreifen bekommen. Auch bei Müttern, die mehr als nur ein Kind erwarten, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass sie Schwangerschaftsstreifen bekommen. Ebenfalls problematisch ist ein schwaches Bindegewebe.

    Wie kann man Schwangerschaftsstreifen verhindern?

    Vorweg gleich die schlechte Nachricht: Wer für Schwangerschaftsstreifen prädestiniert ist, wird es schwer haben, die Streifen zu verhindern. Cremes und Öle, die häufig in der Werbung angepriesen werden, können daran auch nichts ändern, da sie nur auf der oberen Hautschicht wirken. Schwangerschaftsstreifen bilden sich jedoch in der Schicht darunter. Trotzdem gibt es einige Tipps, die Sie befolgen können, um das Risiko der Schwangerschaftsstreifen zu vermeiden.

    Die effektivste Methode gegen Schwangerschaftsstreifen ist es, auf seine Ernährung zu achten. Wenn Sie während der Schwangerschaft nicht wie ein Hefekloß aufgehen, besteht auch die Chance, keine Schwangerschaftsstreifen zu bekommen. Das bedeutet aber keinesfalls, dass Sie neun Monate lang hungern soll. Das wäre nicht nur für Sie, sondern auch Ihr Baby lebensgefährlich. Viel sinnvoller ist es, auf seine Ernährung zu achten und ausreichend Obst und Gemüse zu essen. Auf diese Weise verhindern Sie die zusätzliche Ablagerung von Fett und können die Dehnung der Haut zumindest ein Stück weit beeinflussen.

    Darüber hinaus sollten Sie auch immer darauf achten, Ihrem Körper genügend Flüssigkeit zuzuführen. Wasser sorgt dafür, dass die Haut geschmeidig und elastisch bleibt. Auch das kann dabei helfen, Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen. Wenn Sie Ihrer Haut etwas Gutes tun wollen, sollten Sie daher täglich mindestens acht Gläser Wasser oder ungesüßten Tee trinken.

    Neben der Ernährung können auch andere Anwendungen mitunter geringe Erfolge versprechen. Eine Erfolgs-Garantie kann jedoch nicht ausgesprochen werden. Viele werdende Mütter schwören dennoch auf unterschiedliche Methoden, um Ihre Haut elastisch zu halten und die Durchblutung zu fördern.

    Eine der gängigsten Anwendungen ist die sogenannte Zupf-Massage, bei der kleine Hautpartien zupfartig massiert werden. Diese Anwendung ist jedoch in der letzten Phase der Schwangerschaft – dann wenn die Schwangerschaftsstreifen am meisten entstehen – eher ungeeignet. Eine andere Methode ist das Bürsten der betroffenen Hautpartien. Hierzu können unter anderem ein Massagenhandschuh oder ein Luffaschwamm verwendet werden. Auch Peelings können kleine Erfolge mit sich bringen.

    Methoden, um Schwangerschaftsstreifen zu verhindern:

    • Ausgewogene Ernährung
    • Viel trinken
    • Zupf-Massage
    • Bürsten mit Massagehandschuh oder Luffaschwamm
    • Peelings

    Bild: © Depositphotos.com / photographyMK

  • Massage ohne Rezept / Streit zwischen Ärzten und Physiotherapeuten um eine geplante Reform

    Baierbrunn (ots) – Patienten sollen künftig bei bestimmten Beschwerden ohne Rezept zum Physiotherapeuten gehen können, oder vom Arzt ein Blanko-Rezept bekommen, so dass der Physiotherapeut die Behandlung festlegt. Das sieht ein Positionspapier der Unionsfraktion im Bundestag vor. Die Krankenkassen sind interessiert, Fachärzte aber wehren sich. „Ein Arzt braucht ein sechsjähriges Studium, um eine gefährliche Erkrankung zu erkennen. Dieses Wissen können sich Fachfremde nicht einfach mit ein paar Zusatzkursen aneignen“, erklärt Professor Bernd Kladny, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie, in der „Apotheken Umschau“. Erfahrungen aus den Niederlanden und erste Ergebnisse einer noch laufenden Studie der Krankenkasse BIG und des Berufsverbandes selbstständiger Physiotherapeuten sprechen eher für positive Effekte. Bis aus der Idee ein Gesetz wird, ist noch viel Streit zu erwarten.

    Dieser Text ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 8/2015 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3102186