Schlagwort: Behandlung

  • Warum Zusatzversicherungen so wichtig sind!

    Warum Zusatzversicherungen so wichtig sind!

    Die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für die medizinische Grundversorgung und notwendige Behandlungen. Dabei werden diese bis zu bestimmten Regelsätzen übernommen. Das Leistungsangebot der privaten Krankenversicherungen ist wesentlich höher, aber nicht jedem ist es möglich eine PKV abzuschließen. Wie kann man also diese Lücke zwischen Grundversorgung und erstklassiger medizinischer Behandlung schließen? Die Antwort lautet Zusatzversicherungen. Sie stehen jedem gesetzlich Krankenversicherten zur Verfügung und man kann sich seinen Versicherungsschutz individuell zusammenstellen. Es gibt dabei eine große Auswahl an möglichen Zusatzversicherungen. Von einer Zahnzusatzversicherung über Reisezusatzversicherungen, bis hin zu Versicherungspaketen, die speziell auf Personen im Alter von 60+ zugeschnitten sind. Hier den Überblick zu behalten ist gar nicht so einfach. Denn welche Versicherung ist für wen notwendig? Und wann sollte man sie abschließen?

    Aktuelle Vergleiche haben gezeigt, dass man sich ohne Zusatzversicherungen häufig einem unnötigen, finanziellen Risiko aussetzt. Je nach Lebensstil und Anforderungen gibt es passende Optionen, mit denen sich jeder gesetzlich Krankenversicherte auseinandersetzen sollte.

    Der Klassiker – die Zahnzusatzversicherung

    Momentan gibt es bundesweit etwa 14 Millionen GKV-Mitglieder, die eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen haben. Dieser Versicherungsschutz übernimmt vor allem Kosten im Bereich des hochwertigen Zahnersatzes. Benötigt man also eine Krone, so übernimmt die GKV die günstige Metallversion, wohingegen die Zahnzusatzversicherung auch Keramik zulässt. Wem es eine Priorität ist, hochwertigen Zahnersatz zu erhalten, der sollte auf jeden Fall über einen Abschluss nachdenken. Die Kosten für Zahnersatz gehen schnell in den Bereich von Tausenden und das aus eigener Tasche zu finanzieren ist vielen nicht möglich. Es ist sinnvoll, eine solche Versicherung im Alter von ca. 30 Jahren abzuschließen. Schließt man sie früher ab, so zahlt man häufig lange ein, ohne die Versicherung in Anspruch zu nehmen.

    Chefarztbehandlung mit einer Krankenhauszusatzversicherung

    Freie Krankenhauswahl oder eine Chefarztbehandlung sind mit der GKV nicht abgedeckt. Um sich vom Chefarzt oder anderen Fachärzten behandeln lassen zu können, ohne die Extrakosten selber zu tragen, ist eine Krankenhauszusatzversicherung die beste Wahl. Je nach Anbieter gilt die freie Arztwahl auch für Nachbehandlungen und Diagnosen. Hinzu kommt die Auszahlung von Krankenhaustagegeld. Hier erhält man finanzielle Unterstützung währen des Krankenhausaufenthaltes. Diese Zusatzversicherung ist ratsam für jeden gesetzlich Krankenversicherten. Denn so sichert man sich beste medizinische Versorgung durch Spezialisten und einen finanziellen Rückhalt für den Ernstfall eines längeren Krankenhausaufenthaltes.

    Zusatzversicherung für alternative Medizin

    Die westliche Medizin ist nicht für jeden die passende Lösung. Immer häufiger vertrauen Patienten auf alternative Heilmethoden. Vom Heilpraktiker, über Akkupunktur bis hin zur Homöopathie, es gibt viele sinnvolle Ergänzungen zur herkömmlichen Schulmedizin. Es gibt vereinzelt Krankenkassen, welche Natur-Arzneimittel und die Behandlung durch Heilpraktiker anteilig übernehmen. Hier sind die Tarife allerdings höher als bei anderer Versicherern und die gebotenen Extraleistungen rechtfertigen die Mehrkosten nicht immer. Daher ist eine Zusatzversicherung, die auch für den Bereich der alternativen Medizin gilt, eine sehr gute Wahl.

    Reisezusatzversicherungen

    Es gibt zwei Arten von Reisezusatzversicherungen. Zum einen werden Tarife angeboten, die speziell für Urlaubsreisen ausgelegt sind und zum anderen Tarife, die sich auf längere Auslandsaufenthalte beziehen. Hier sichert man sich die Kostenübernahme für Behandlungen im Ausland und die für einen möglichen Rücktransport. Wer viel auf Reisen ist oder einen langen Aufenthalt im Ausland plant, sollte diese Versicherung in Betracht ziehen.

    Kombitarife für einen umfassenden Versicherungsschutz

    Verschiedene Krankenkassen bieten Kombitarife für die Zusatzversicherungen an. Diese decken mehrere Bereiche ab und man kann mit einer Police zum Beispiel Zahnersatz, Reiseschutz und alternative Medizin versichern. Hier sollte man sich sicher sein, dass alle wichtigen Punkte versichert sind und dass man auch wirklich alle Leistungen benötigt. Denn die Kombitarife klingen zwar sehr gut, können aber auch unnötige Kosten verursachen, weil man die einzelnen Leistungen eigentlich nicht in Anspruch nimmt.

    Wie den besten Tarif finden?

    Im Rahmen der Zusatzversicherungen ist es wichtig, dass man sich über seine eigenen Ansprüche und die persönlichen Umstände im Klaren ist. Wenn man nicht viel auf Reisen geht, ist eine Police in diesem Bereich unnötig. Wer sich auf die Schulmedizin verlässt, der kann auf einen Zusatz für alternative Medizin verzichten. Man kann sich von einem unabhängigen Berater informieren lassen oder online einen ausführlichen Tarifvergleich vornehmen, um die besten Angebote zu finden. Grundsätzlich ist es ratsam, eine Zahnzusatzversicherung und eine Krankenhauszusatzversicherung in Betracht zu ziehen. Denn hier können schnell hohe Kosten aufkommen, wenn man sich eine erstklassige Versorgung sichern möchte.

  • Lohnt sich ein Krankenkassenwechsel? Zusatzbeitrag selbst bestimmen

    Lohnt sich ein Krankenkassenwechsel? Zusatzbeitrag selbst bestimmen

    GKV bestimmen den Zusatzbeitrag selbst – Lohnt sich ein Krankenkassenwechsel?

    Seit Anfang des Jahres ist der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung von 15,5 % auf 14,6 % gesenkt worden. Dieser Kostenbeitrag verteilt sich zu gleichen Teilen auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Es gab bislang auch einen Sonderbeitrag von 0,9%, welcher durch die Kassenmitglieder gezahlt wurde. Dieser entfällt komplett. Dafür haben die gesetzlichen Krankenkassen nun die Möglichkeit, über die Höhe des Zusatzbeitrages für Ihre Versicherten selbst zu entscheiden. Für viele gesetzlich Krankenversicherte hat sich seit dem 01.01.2015 der Satz nicht geändert. Ein Großteil der Kassen hat den Wert mit 0,9 % festgelegt und gleicht so die entfallenden Kosten des Sonderbeitrags aus. Einige haben aber auch einen höheren oder gar niedrigeren Wert festgelegt.

    Sonderkündigungsrecht – Sollte man es in Anspruch nehmen?

    Bis Ende Dezember hatten die Krankenkassen Zeit, um Ihren Mitgliedern die neuen Tarifstrukturen offenzulegen. Mit den neuen Preisen haben die Kunden automatisch ein Sonderkündigungsrecht. Dies bedeutet, auch wenn man weniger als 18 Monate mit dem aktuellen Versicherer versichert ist, kann man ohne Probleme zu einer anderen Krankenkasse wechseln. Die kann ohne Angabe von Gründen geschehen und muss lediglich innerhalb der angegebenen Frist geschehen, die bei vier Wochen liegt. Bis Ende Januar ist ein Wechsel also noch möglich.

    Aber es gibt gleich mehrere Stellen, die von einem unüberlegten Wechsel abraten. Unter anderem sagen Verbraucherschützer, dass es Sinn macht, die Entwicklung der Kosten für das kommende Jahr im Auge zu behalten. Denn zukünftig wird jedes Jahr im November, vom Bundesgesundheitsministerium, der durchschnittliche Wert des Zusatzbeitrags für das kommende Jahr angegeben. Momentan haben die meisten Versicherungen den Zusatzbeitrag mit viel Bedacht festgelegt, dies kann aber durchaus zum Ende des Jahres anders aussehen. Es ist abzuwarten, ob es einen stabilen Prozentsatz geben wird, oder ob die einzelnen Versicherer die Chance nutzen werden, um ihre Beiträge attraktiver zu gestalten.

    Wie kann man die Krankenkasse wechseln?

    Wenn man sich doch dazu entscheidet, seine Krankenkasse zu wechseln, sind ein paar Dinge zu beachten. Das außerordentliche Kündigungsrecht verfällt, vier Wochen nachdem die neue Tarifstruktur zum ersten Mal zum Tragen kommt. Wer sich also bis zum 30.01.2015 nicht für eine Kündigung entschieden hat, verpasst die Frist. Dabei kann man mit einem formlosen Schreiben Kündigen, das per Post bei der Versicherung eingehen muss. Eine E-Mail oder eine telefonische Benachrichtigung sind nicht rechtskräftig. Anschließend setzt man sich mit seiner neuen Krankenkasse in Verbindung und diese muss die alte Versicherung über das neue Vertragsverhältnis informieren. Ist dies geschehen, so steht einem Wechsel zum 1. April nicht mehr im Wege. Bis dahin ist man weiterhin mit dem alten Versicherer abgesichert und zahlt dort die aktuellen Beiträge.

    Worauf muss man bei einem Wechsel achten?

    Wenn man bereits 18 Monate und länger mit einer gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, hat man die Möglichkeit zu jedem Zeitpunkt zu kündigen, unabhängig vom Sonderkündigungsrecht. Ein Krankenkassenwechsel sollte aber mit Bedacht angegangen werden. Wer sich hier nur auf die Kosten bezieht, der verliert eventuell wertvolle Leistungen. Regine Behrend (Verbraucherzentrale NRW) gibt an, dass momentan die Beitragskosten der verschiedenen Versicherer sich kaum unterschieden. Zusatzleistungen und mögliche Zusatzversicherungen sind die entscheidenden Kriterien bei der Wahl. So gibt es Anbieter, die Kosten für alternative Heilmethoden übernehmen, andere bieten einen 24-Stunden-Kontaktservice oder übernehmen ein großes Spektrum von Impfungen, die für Auslandsaufenthalte wichtig sind. Es spielt also eine wichtige Rolle, welche Anforderungen man an seine Versicherung hat.

    Was passiert mit den Zusatzversicherungen?

    Millionen von gesetzlich Krankenversicherten nutzen verschiedene Zusatzversicherungen. Diese decken Kosten für Sonderbehandlungen ab. Hat man eine oder mehrere Zusatzversicherungen über seine aktuelle Krankenversicherung abgeschlossen, sollte man sich beim Versicherer darüber informieren, ob der Versicherungsschutz auch nach einem Wechsel voll bestehen bleibt.

    Wie finde ich die beste GKV?

    Die Krankenkassen sind dazu verpflichtet im Rahmen einer Preiserhöhung anzugeben, wo der durchschnittliche Satz für den Zusatzbeitrag liegt. So hat man einen guten Überblick über die Mehrkosten der eigenen Versicherung. Momentan kann im besten Fall eine Ersparnis von 450 Euro erreicht werden. Dafür muss der Betroffenen allerdings einen Verdienst haben der direkt an der Beitragsbemessungsgrenze lieg. Außerdem muss man in eine Versicherung wechseln, die komplett auf die 0,9 % Zusatzbeitrag verzichten. Davon gibt es in 2015 zwei. Am besten lässt man sich von einem unabhängigen Berater informieren oder nutzt ein Internet-Portal. Grundsätzlich ist momentan davon abzuraten einen voreiligen Wechsel vorzunehmen. Für das kommende Jahr kann man mit einer allgemeinen Preiserhöhung rechnen und daher ist es ratsam, sich dann für einen optimalen Versicherer zu entscheiden.

  • Zahnzusatzversicherung! Aktueller Vergleich

    Zahnzusatzversicherung! Aktueller Vergleich

    Aktueller Vergleich – Worauf beim Abschluss einer Zahnzusatzversicherung zu achten ist!

    Die Zähne sind für viele ein heikles Thema. Häufig wird sich nicht allzu gut um sie gekümmert und den Besuch beim Zahnarzt scheuen viele. Dies hat oft zur Folge, dass es früher oder später zu einem Punkt kommt, an dem man eine umfassende Zahnbehandlung benötigt. Diese sind nicht nur unangenehm, sie können auch richtig teurer werden. Die gesetzlichen Krankenkassen decken nur die grundlegenden Behandlungen ab und selbst eine privat Krankenversicherung hat eher rudimentäre Hilfe im Bereich der Zahnbehandlung zu bieten. Wer hier also nicht in die eigene Tasche greifen möchte, der ist mit einer Zahnzusatzversicherung gut beraten. Aber hier ist Vorsicht geboten. Nicht jede Police hat gute Konditionen zu bieten und die Tarifkombinationen sind schier unendlich.

    Momentan gibt es Deutschland etwa 14 Millionen gesetzlich Krankenversicherte, die eine Zahnzusatzversicherung nutzen. Dies ist ein klares Indiz dafür, dass der Deutsche gern finanziell abgesichert sein möchte, sollte er eine Zahnbehandlung oder Zahnersatz benötigen. Aber für wen lohnt sich eine Versicherung und was wird überhaupt geboten? Ein Vergleich zeigt auf, wer was braucht und wer es nicht benötigt.

    Wer sollte eine Zahnzusatzversicherung nutzen?smile-122705_1280

    Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen Kosten nur in einem bestimmten Rahmen. Im Bereich der Zahnversorgung macht sich dies vor allem dann bemerkbar, wenn es um Zahnersatz geht. Die Grundversicherung zahlt die Kosten für eine einfache Metallkrone, wird aber die Extrakosten für eine Keramik-Lösung nicht übernehmen. Nun stellt sich die Frage, ob man in einem solchen Fall auf eine Keramik-Lösung Wert legt, ober, ob man auch mit der Grundvariante zufrieden ist. Eine Zahnzusatzversicherung kann unter Umständen das eigene Budget strecken und ist nicht für jeden eine notwendige Versicherung.

    Wann sollte man die Versicherung abschließen?

    Mit einer Zahnzusatzversicherung verhält es sich nicht viel anders, als mit jeder anderen Krankenversicherung. Je gesünder und jünger man ist, umso günstiger die Einstiegsprämien. Gibt es bereits Probleme zum Zeitpunkt des Abschlusses, werden die Behandlungen dafür nicht übernommen. Sind die Zähne also noch gesund, lohnt sich ein Abschluss am ehesten. Rein statistisch gesehen kommt es Ende der 30er und zu Beginn der 40er am ehesten zu Problemen, die zu einem Zahnersatz führen. Daher ist es eine gute Idee, sich in den frühen 30ern zu versichern. Viele Versicherungen übernehmen innerhalb der ersten Jahre nur einen kleinen Teil der anfallenden Kosten, versichert man sich also frühzeitig und mit gesunden Zähnen, so ist man bestens vorbereitet. Es macht wenig Sinn, sich in sehr jungen Jahren zu versichern. Hier zahlt man häufig jahrelang in die Police, ohne sie wirklich in Anspruch zu nehmen.

    Wie ist die Gesundheit der Zähne zu bewerten?

    Vor dem Abschluss einer Versicherung muss man Angaben zu seiner persönlichen Vorgeschichte machen und es ist eventuell auch eine Prüfundentist-428647_1280g durch einen Zahnarzt notwendig. Hier wird festgelegt, wie gesund die Zähne sind. Dabei werden von den meisten Versicherern Brücken oder Kronen und Implantate nicht als fehlender Zahn aufgenommen, da hier das bestehende Problem ja bereits behoben ist. Fehlende Zähne hingegen können sogar dazu frühen, dass ein Versicherungsabschluss nicht möglich ist.

    Hat man bereits mehrere Zähne verloren, zum Beispiel durch eine Krebskrankheit oder Diabetes, kann es hier ebenfalls dazu kommen, dass eine Versicherung verweigert wird, da weitere Probleme zu erwarten sind. In solchen Fällen sollte man sich immer mit seinem behandelnden Arzt in Verbindung setzen und eine realistische Diagnose einholen, über mögliche Probleme in der Zukunft.

    Ein Vergleich lohnt sich immer!

    Ein Vergleich der Tarife lohnt sich vor allem dann, wenn man bereits eine Reihe von Zahnproblemen hatte und spät dran ist mit dem Abschluss einer Versicherung. Aktuell gibt es sogar ein paar wenige Versicherungen, die Kosten für bereits begonnene Behandlungen übernehmen. Dies meist unter der Voraussetzung, dass die Behandlung vor weniger als sechs Monaten begonnen hat. Offensichtlich ist hier mit einer höheren Einstiegsprämie zu rechen. Es kann sich aber durchaus lohnen, vor allem wenn man auf sehr hohe Behandlungskosten blickt. Hier ist es äußerst wichtig, dass man sich Angebote von verschiedenen Versicherern einholt. Dabei können Sie sich an einen unabhängigen Versicherungsberater wenden, oder auch auf eigenen Faust einen Online-Vergleich durchführen. In beiden Fällen ist es wichtig, dass sämtliche Angaben zur medizinischen Vorgeschichte absolut korrekt sind. Kann der Versicherer Falschangaben nachweisen, kann unter Umständen der gesamte Versicherungsschutz entfallen und es können sogar Rückzahlungen gefordert werden.

  • Gebärmuttersenkung – was tun?

    Gebärmuttersenkung – was tun?

    Die meisten Frauen, die ein Kind geboren haben, verspüren danach keine Veränderungen, es gibt aber auch Frauen, deren Gebärmutter sich nach der Niederkunft senkt und das führt dann zu einer Reihe von Problemen. Eine Gebärmuttersenkung ist harmlos, aber sie kann das alltägliche Leben beeinflussen.

    Was ist eine Gebärmuttersenkung?

    Die Gebärmutter senkt sich im Laufe der Jahre und das ist auch vollkommen natürlich. Besonders Frauen die geboren haben, müssen mit einer Senkung ihrer Gebärmutter rechnen, und mit jedem Kind oder auch mit einem sehr schweren Kind sinkt die Gebärmutter weiter ab. Aber nicht nur Geburten sind der Auslöser für eine Gebärmuttersenkung, auch Frauen, die Zeit ihres Lebens körperlich schwer gearbeitet haben, sind häufig betroffen. Vor allem schweres Heben beeinflusst die Gebärmutter, denn wer über einen langen Zeitraum Schweres tragen muss, der erhöht den Druck auf den Beckenboden.

    Werden der Rücken und der Unterbauch mehr angespannt als die Oberschenkel, was immer dann der Fall ist, wenn Lasten in einer gebeugten statt in einer gebückten Haltung angehoben werden, dann macht das der Gebärmutter zu schaffen. Sie gibt dem Druck des Beckenbodens nach und senkt sich nach unten. Auch starkes Übergewicht kann zu einer Gebärmuttersenkung führen und Frauen, die vielleicht bedingt durch starkes Rauchen ständig husten müssen, riskieren, dass sich ihre Gebärmutter weiter senkt. Da der Beckenboden eine Schwachstelle im weiblichen Körper ist, sollten Frauen immer darauf achten, dass sie Lasten richtig heben.

    Wie macht sich eine Gebärmuttersenkung bemerkbar?

    Die Gebärmutter senkt sich nicht von heute auf morgen, es bedarf schon einer gewissen Zeit, bis die ersten typischen Symptome einer Gebärmuttersenkung auftreten. Ein Zeichen für eine Senkung der Gebärmutter ist eine leichte Inkontinenz, beim Husten, Niesen oder sogar beim Lachen gehen einige Tröpfchen Urin ab. Aber auch der umgekehrte Fall, wenn die Blase auf der Toilette nicht mehr komplett geleert werden kann, deutet auf eine Gebärmuttersenkung hin. Einige Frauen verspüren auch einen stechenden Schmerz, wenn sie nach langem Sitzen aufstehen oder sie haben ein Fremdkörpergefühl im Unterleib.

    Bei vielen Frauen, die eine Gebärmuttersenkung haben, stellen sich aber überhaupt keine Symptome ein, es ist von Frau zu Frau individuell verschieden. Handelt es sich um einen schweren Fall von Gebärmuttersenkung, dann kann es passieren, dass sich sogar Organe verschieben, denn der Druck auf die Gebärmutter kann so stark werden, dass die Scheide, die Blase und der auch der Darm ihren ursprünglichen Platz verlassen. Die Scheide kann sich zum Beispiel nach vorne wölben, und wenn die Blase nach unten gedrückt wird, dann droht Inkontinenz.

    Muss eine Senkung der Gebärmutter behandelt werden?

    Solange keine Beschwerden auftreten, besteht kein Anlass, eine Gebärmuttersenkung zu behandeln. Kommt es aber zu unangenehmen Symptomen wie beispielsweise Inkontinenz, dann gibt es Behandlungsmöglichkeiten. Eine Operation ist nur sehr seltenen Fällen notwendig, es gibt alternative Methoden, die ebenso wirksam sind. Die Alternative heißt Pessar, was besonders bei älteren Frauen sehr hilfreich ist und die Symptome verschwinden lässt. Ein Pessar aus medizinischem Silikon oder Kunststoff kann schalenförmig oder rund sein und wird vom Frauenarzt zwischen der Gebärmutter und der Scheide eingesetzt. Auch wenn ein Pessar ein sehr wirksames Mittel gegen die Senkung der Gebärmutter ist, es gibt einen gravierenden Nachteil, denn das Pessar muss alle sechs bis acht Wochen ausgetauscht werden. Effektiv ist aber auch ein gezieltes Beckenbodentraining, was jede Frau auch bequem zu Hause machen kann. Besonders nach der Geburt hat sich das Training des Beckenbodens bewährt, damit es erst gar nicht zu einer Gebärmuttersenkung kommen kann.

  • Veränderungen in der Pubertät

    Veränderungen in der Pubertät

    Die Pubertät: Von Eltern gefürchtet, von Jugendlichen herbeigesehnt. Es geht um eine Zeit der  Veränderungen und die Schwelle des Erwachsenwerdens. Aber es geht auch um das Abnabeln, das Ende der unbeschwerten Kinderzeit, die Übernahme von mehr Verantwortung für das eigene Leben. Jugendlichen ist das oft gar nicht in vollem Umfang bewusst. Sie nehmen wahrscheinlich zuerst  körperliche Veränderungen wahr. Bei Jungen ist das der Stimmbruch, der beginnende Haarwuchs von Bart, Achsel- und Schambehaarung. Mädchen bekommen ihren ersten BH und ihre erste  Periode. Auch bei ihnen wachsen die Achsel- und Schamhaare. Meist beginnen die Jugendlichen auch, stärker zu schwitzen.

    Mit Hygiene kann man einigen Veränderungen in der Pubertät begegnen

    Einige Jugendliche blockieren jetzt stundenlang das Badezimmer. Haare an den Beinen und unter den Achseln werden entfernt, Schminkversuche unternommen und die Frisur gestylt. Die Jungen kümmern sich mit dem Rasiererum ihren einsetzenden Bartwuchs, nutzen verstärkt Deo, After Shave und Haargel. Während die Mädchen die Augenbrauen zupfen und mit Tampons kämpfen, färben sich Jungen die Haare oder widmen sich der Maniküre. Doch auch die gegenteiligen Exemplare gibt es, die aufs Zähneputzen und Waschen am liebsten ganz verzichten – sowohl bei jungen Männern als auch Damen. Wenn dann die Eltern schimpfen, zählt das natürlich sowie nicht. Beschweren sich jedoch Gleichaltrige, die erste Freundin oder der Freund, dann mutiert der größte Wassermuffel auch zum regelmäßigen Bade- und Duschfreund.

     

    Wer unter Akne leidet, wird sowieso großen Wert auf Sauberkeit und Pflege legen. Die einschlägigen Wasch- und Anti-Pickel-Mittel sind häufig nicht gut zur Haut. Manchmal verschlimmern sie die Bildung der Pickel und Mitesser sogar. Für Jugendliche gibt es professionelle Kosmetik-Behandlungen, die sich speziell dem Thema Akne in der Pubertät widmen. Neben deru Hautreinigung und Pflege werden aber auch auf Wunsch Augenbrauen korrigiert, Peelings vorgenommen und Haut sowie Lippen gepflegt.

    Mädchen sind aufgeklärt und wissen, wie Tampons und Binden zu verwenden sind. Die Aufklärung darüber kann nicht zeitig genug erfolgen. Wer jüngere Geschwister hat, wird sicher nachfragen, wie diese entstanden und wo sie herkommen. Einzelkind sollten nicht nur in der Schule aufgeklärt werden. Auch im Elternhaus sind Vier-Augen-Gespräche zwischen Mutter und Tochter genau so wichtig wie zwischen Vater und Sohn. Alleinerziehende übernehmen diese Aufgabe – wie viele andere Tätigkeiten – allein. Es geht nicht allein darum, eine Schwangerschaft zu vermeiden, sondern auch um die Information über Geschlechtskrankheiten und den entsprechenden Schutz.

     

    Wann kommt es zu Veränderungen in der Pubertät?

    Wann kommen eigentlich Jungen und Mädchen in Pubertät und wie lange dauert sie an? Heutzutage wird bei den jungen Menschen immer früheres Einsetzen der Pubertätserscheinungen bemerkt. Mädchen haben bereits mit zehn Jahren (selten früher) ihre erste Periode, Jungen im gleichen Alter schon ihren Stimmbruch. Der Bart wächst und auch die Körperbehaarung. Während Mädchen meist mit sechzehn bis achtzehn die Pubertät hinter sich lassen, drehen Jungen da noch einmal richtig auf. Sie können durchaus auch mit Anfang Zwanzig noch pubertieren. Sind die Erscheinungen besonders heftig, vor allem Aggressivität, Provokation und mangelnder Respekt, dann leiden Eltern unter den Erscheinungen. Doch immer sollte bedacht werden, dass die Pubertät eine vorübergehende Phase ist, die Eltern und Kinder viel Kraft kostet.

     

    Während der Pubertät beobachten Jugendliche und auch ihre Eltern Entwicklungsschübe. Das betrifft z. B. das Längenwachstum des gesamten Körpers, aber auch der Geschlechtsmerkmale. Die Figur verändert sich. Günstig ist, wenn hier Mütter und Väter vertrauensvolle Ansprechpartner sind, denn manche Mädchen finden sich jetzt zu dick und entwickeln möglicherweise eine Essstörung. Einige Jungen provozieren eher durch ihr Verhalten, stehen gern im Mittelpunkt, wollen gefeierte Helden sein. Nicht selten führen gewünschte Zugehörigkeiten in Cliquen zu riskanten Mutproben. Die Teenies wollen dabei sein und dazu gehören. Die Eltern rücken mehr und mehr in den Hintergrund, Rat wird häufig auch bei Freunden und Freundinnen eingeholt.

    Was geschieht eigentlich an inneren Veränderungen in der Pubertät?

    Neben den äußerlich sichtbaren Veränderungen laufen natürlich auch im Inneren des Körpers einige Prozesse ab. Das sind zum einen hormonelle Veränderungen, vor allem bei den Männern das Testosteron, aber auch Adrenalin und Noradrenalin. Bei den Mädchen werden verstärkt Östrogene produziert, welche für das Einsetzen der Regelblutung im Zusammenspiel mit weiteren Sexualhormonen notwendig sind. Neben den Hormonen sind es aber auch diverse Umstellungen im Hirn des Jugendlichen. So werden bestehende Nervenverbindungen aufgebrochen und neue Beziehungen hergestellt. Das bedeutet, dass es eine Chance gibt, in einigen Dingen noch auf die Teenies positiv einzuwirken. Das Verständnis setzt mit der Zeit ein, es kann aber etwas dauern, bevor die geistige Entwicklung der körperlichen folgt.

  • Die Geschichte des deutschen Gesundheitswesens

    Die Geschichte des deutschen Gesundheitswesens

    Wer in der heutigen Zeit krank wird, der geht zu einem Arzt, legt seine Versicherungskarte von der Krankenkasse vor und wird dann entsprechend vom Arzt behandelt. Die Rechnung für diese Behandlung bekommt der gesetzlich Versicherte nicht zu Gesicht, denn der Arzt rechnet nach jedem Quartal direkt mit der jeweiligen Krankenkasse ab. Es ist kaum vorstellbar, dass es vor rund 130 Jahren in Deutschland noch ganz anders ausgesehen hat, denn damals war es keine Selbstverständlichkeit einen Arzt aufzusuchen, denn dieser Service kostete unter Umständen sehr viel Geld.

    Erst der Reichskanzler Otto von Bismarck sorgte 1883 dafür, dass alle Deutschen in den Genuss ärztlicher Behandlung kommen konnten, denn er führte in Deutschland das Gesundheitswesen ein, eine der Säulen des Sozialwesens in Deutschland.

    Hilfe statt Revolte

    Das Leben der Menschen im Deutschland des 19. Jahrhundert war schwer. Es war das Zeitalter der Industrialisierung und die Menschen mussten an zwölf Stunden und an sieben Tagen in der Woche in den Fabriken für wenig Geld schuften. Der Lohn reichte trotzdem nicht zum Leben und wenn ein Familienmitglied krank wurde, dann wurde ein Besuch beim Arzt zu einem finanziellen Problem. Diese Zustände führen dazu, dass sich die Arbeiter organisierten und die Arbeitbewegung entstand. Otto von Bismarck, der damals Reichskanzler war, erkannte zwar die Gefahr, die von der Arbeiterbewegung ausging, aber er saß in einer Art Zwickmühle.

    Auf der einen Seite waren die unzufriedenen Arbeiter, die sich nicht länger ausbeuten lassen wollten, auf der anderen Seite waren die reichen Fabrikbesitzer, mit denen es sich Bismarck nicht verderben wollte. Er musste eine Lösung finden, mit der beide Seiten zufrieden waren. Bismarck wusste, dass er die Arbeitszeiten nicht verkürzen konnte und auch Mindestlöhne standen nicht zur Debatte, denn das hätte die reichen Fabrikbesitzer verärgert. Bismarck musste eine andere Lösung finden, wenn er das ohnehin schon große Elend nicht noch mehr vergrößern und so eine Revolte riskieren wollte.

    Was es Bismarck noch schwerer machte, das war die Forderung, die Kaiser Wilhelm I. gestellt hatte. Der Kaiser, der ebenfalls fürchtete, dass sein Volk auf die Straße gehen würde, wollte mehr Fürsorge von staatlicher Seite, vor allem für die Alten und Invaliden, und er wollte die Gründung von Krankenkassen. Bismarck musste handeln und entwarf einen Plan für das Sozialwesen. Dieser Plan trat am 15. Juni 1883 in Kraft, und Deutschland hatte zum ersten Mal eine gesetzliche Krankenversicherung.

    Die Grundpfeiler des Gesundheitswesens

    Als Bismarck die Sozialgesetze auf den Weg brachte, enthielten diese Gesetze viele wichtige Dinge, die das Leben der Arbeiter einfacher machten. So waren alle Arbeiter, die länger als sieben Tage beschäftigt waren und die mehr als 2.000 Mark im Jahr verdienten, dazu verpflichtet, sich sozial zu versichern. Die Arbeiter zahlten zwei Drittel selbst in ihre Krankenversicherung ein, das fehlende Drittel übernahm der Arbeitgeber. Wurde ein Arbeiter krank, dann zahlte die Krankenversicherung die notwendigen Medikamente und auch die Kosten für den Besuch beim Arzt.

    So konnten Arbeiter, die sich früher keinen Arzt leisten konnten, jetzt ihre Krankheiten und Verletzungen auskurieren, ohne in finanzielle Schwierigkeiten zu kommen. Dazu kam auch das Krankengeld, das die Krankenkasse zahlen musste. Einen Anspruch auf dieses Krankengeld hatten alle Arbeiter, die länger krank waren, denn ab dem dritten Tag bekam jeder die Hälfte seines durchschnittlichen Lohns. Da aber das Krankengeld auf maximal zwei Mark am Tag und auf 13 Wochen begrenzt war, schützte die gesetzliche Krankenversicherung nur sehr bedingt vor einer materiellen Not. Das Existenzminimum einer Familie mit vier Mitgliedern lag zur damaligen Zeit bei rund 25,- Mark Woche, und man kann sich unschwer ausmalen, dass Familien, die mehr als zwei Kinder zu ernähren hatten, mit diesem Geld aus der Sozialkasse nicht auskamen.

    Der Ausbau der Sozialgesetze

    Im Laufe der Jahre baute Otto von Bismarck das Gesundheitswesen und die sozialen Gesetze in Deutschland immer weiter aus. Bald gab es eine gesetzliche Unfallversicherung, dann folgte die Invaliden- und Altersversicherung und unter Kaiser Wilhelm II. wurde dann auch die Sonntagsarbeit und die Kinderarbeit verboten.

    Die Grundpfeiler des Gesundheitswesens in Deutschland basieren noch heute auf den Ideen, die Otto von Bismarck durchsetzte. Bis heute muss sich keiner um finanzielle Einbußen Sorgen machen, wenn er krank wird und nicht arbeiten kann. Dafür ist das Gesundheitswesen der heutigen Zeit anfällig für Korruption, und auch der Lobbyismus steht mehr und mehr auf der Tagesordnung. Trotzdem gehört das deutsche Gesundheitswesen immer noch zu den besten der Welt.