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  • Magenkrebs – eine frühe Diagnose verbessert die Heilungschancen

    Magenkrebs – eine frühe Diagnose verbessert die Heilungschancen

    Magenkrebs ist vor allem deshalb so gefährlich, weil er in der Regel erst vergleichsweise spät erkannt wird. Meist sind Männer ab 50 Jahren von der Erkrankung betroffen. Je früher ein Tumor bzw. die Zellveränderungen auffallen, umso besser sind auch die Heilungschancen. Der Tumor kann hier sowohl von der Magenschleimhaut als auch von den Muskel- und Bindegewebszellen, jedoch auch von den lymphatischen Zellen ausgehen.

     

    Gibt es eine Verbindung zwischen Ernährungsstil und Magenkrebs?

    Aktuelle Forschungsergebnisse lassen schlussfolgern, dass für die Entstehung von Magenkrebs vor allem die individuelle Ernährungsweise eine tragende Rolle spielt. Auch die allgemeinen Lebensgewohnheiten dürfen hier, laut Meinung der Wissenschaftler, nicht außer Acht gelassen werden. Die Statistik zeigt in diesem Zusammenhang, dass die Menschen in Japan und in verschiedenen Regionen in Südamerika vergleichsweise häufig von der Erkrankung betroffen sind.

     

    Diese Symptome können auf Magenkrebs hindeuten

    Bei dem Auftreten erster Beschwerden, die auf Magenkrebs hindeuten können, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren. Wer sich mit der Liste der Symptome befasst, wird schnell erkennen, dass es sich hierbei oft um unspezifische Hinweise handelt, die mitunter auch auf eine Unverträglichkeit oder einen Magen-Darm-Infekt hinweisen können.

    Sollten Sie jedoch über einen längeren Zeitraum eine Abneigung gegen (ansonsten vorher geliebte) Speisen verspüren oder:

    • Blut erbrechen
    • unter Teerstuhl leiden
    • keinen Appetit mehr haben
    • von einem Völlegefühl geplagt werden,

    ist es immer ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dieser wird, sofern sich keine Ergebnisse aufzeigen lassen, zu einer Magenspiegelung raten. Diese ist bei Weitem nicht so unangenehm, wie im Allgemeinen immer angenommen, gibt jedoch wertvolle Informationen über die Ursache Ihrer Beschwerden preis.

    Wichtig ist es in jedem Falle, sich auf die Suche nach dem Auslöser der Symptome zu machen und diese keinesfalls zu bagatellisieren. Ein unbehandelter Magenkrebs führt -auf lange Sicht betrachtet- zu einer Gewichtsabnahme, schwallartigem Erbrechen und dumpfen Schmerzen im Oberbauch.

     

    Weitere Untersuchungsmöglichkeiten bei einem Verdacht auf Magenkrebs

    Auch wenn es sich bei der Magenspiegelung um eine der bekanntesten Untersuchungsmöglichkeiten in diesem Bereich handelt, existieren noch weitere Optionen, wenn es darum geht, die Krankheit genauer zu diagnostizieren. So verweist eine Blutuntersuchung beispielsweise im Rahmen der Erkrankung oftmals auf einen Eisenmangel, welcher durch die Blutungen im Magen verursacht wird. Hiermit erklärt sich auch der so genannte „Teerstuhl“. Das Blut aus dem Magen färbt den Stuhl schwarz. Tumormarker kommen bei einem Verdacht auf Magenkrebs nicht zum Tragen.

    Weitere wichtige Untersuchungsmethoden sind hier unter anderem auch die Ultraschalluntersuchung, das Röntgen und CT.

     

    Eine ausgewogene Ernährung kann schützen

    Wer sein Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, senken möchte, sollte einige Regeln beachten. So ist es beispielsweise in jedem Falle sinnvoll:

    • auf allzu salzige Ernährung zu verzichten
    • ausreichend Obst und Gemüse in den Speiseplan zu integrieren
    • geräucherte und gepökelte Speisen zu meiden

    und immer darauf zu achten, dass keine geschimmelten Lebensmittel verzehrt werden. Aktuelle Studien belegen auch, dass Fleisch nur in Maßen verzehrt werden sollte.

     

    Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen

    Menschen, die unter Übelkeit und einem Völlegefühl leiden, müssen nicht zwangsläufig Magenkrebspatienten sein. Stattdessen kommen unter anderem auch ein Magengeschwür, ein Reizmagen, eine Magenschleimhautentzündung oder eine Infektion mit Helicobacter pylori in Frage. Letztendlichen Aufschluss gibt jedoch in vielen Bereichen nur die Spiegelung des Magens. Sie entscheidet über die folgenden Behandlungsschritte.

     

    Wie hoch sind die Heilungschancen?

    Ob und wie schnell Magenkrebs heilbar ist, hängt im Wesentlichen davon ab, wie früh die Erkrankung erkannt wird. Vor allem dann, wenn die veränderten Zellen schon früh erkannt werden, sind die Heilungschancen vergleichsweise gut.

    Leider werden die entsprechenden Symptome von den Betroffenen jedoch nur allzu häufig ignoriert oder auf andere Ursachen geschoben. Trotz der fortschreitenden Medizin und der Vielzahl an individuellen Behandlungsmöglichkeiten werden immer noch Fälle diagnostiziert, bei denen keine Aussicht auf Heilung besteht. Hierbei wird dann der Fokus darauf gelegt, dem Patienten die ihm noch verbleibende Zeit so angenehm (und damit schmerzfrei) wie möglich zu gestalten.

     

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  • Bestimmt Bindungsangst Ihr Leben? Das sind die Anzeichen

    Bestimmt Bindungsangst Ihr Leben? Das sind die Anzeichen

    Haben sie sich schon einmal oder gar schon öfters gefragt, ob ihr Leben durch eine Bindungsangst bestimmt wird?

    Viele Menschen kennen das Problem: während der komplette Freundeskreis zu heiraten scheint, hechten sie von Beziehung zu Beziehung und finden nie „den Richtigen“. Womöglich liegt dieses Phänomen jedoch nicht an Amor, sondern an der eigenen Psyche?

    Ob Sie vielleicht unter Bindungsangst leiden, können Sie vergleichsweise schnell herausfinden. Es gibt spezifische Anhaltspunkte, die auf eine Bindungsangst schließen lassen. Sollte diese Ihr Leben maßgeblich beeinflussen, ist es sinnvoll, einen Psychologen aufzusuchen und sich beraten zu lassen.

     

    Typische Anzeichen für Bindungsangst – nicht nur Männer sind betroffen

    Bindungsangst ist kein männliches Phänomen. Auch Frauen leiden unter ihr. Die Angst äußert sich vor allem darin, dass die Betroffenen:

    • Schwierigkeiten damit haben, über ihre Gefühle zu sprechen
    • nicht gern an eine langfristige Zukunft mit dem Partner denken
    • lieber allein sind
    • Ihrem Partner nicht vertrauen können.

    Des Weiteren sind Menschen mit Bindungsangst oftmals in sich gekehrt und wünschen sich, wenn auch geheim, ihr ehemaliges Single-Dasein zurück. Der Gedanke, den Rest ihres Lebens mit dem aktuellen Partner verbringen zu müssen, erdrückt sie oftmals regelrecht.

     

    Was hilft gegen Bindungsangst?

    Ist die Bindungsangst tatsächlich tief in der Psyche verankert, hilft oftmals nur der Besuch beim Psychologen, um diese loszuwerden. Parallel dazu sollte auch innerhalb der bestehenden Beziehung weitergearbeitet werden. Klar: für einen Menschen, der nicht gern über seine Gefühle spricht, ist es schwer, genau das zu tun. Dennoch können somit viele Probleme so aus der Welt geschafft werden.

    Das Problem Beziehungsangst jedoch auf eigene Faust lösen zu wollen, ist jedoch definitiv nicht empfehlenswert. Oftmals ist mit der besagten Beziehungsangst nämlich eine Angst vor dem Älterwerden und dem Sterben verbunden. Hört sich weit hergeholt an? Mitnichten. Wer sich bewusst darüber wird, dass der aktuelle Partner der letzte ist, verzweifelt oft. Immerhin müssen sich die Betroffenen eingestehen, dass die Abenteuer eines „freien“ Liebeslebens nun vorbei sind.

    Hier hilft oftmals nur professionelle Unterstützung. Für diese müssen Sie sich aber keinesfalls schämen! Unter Beziehungsängsten leiden mehr Menschen, als Sie sich sicherlich vorstellen. Hier gegenzusteuern ist definitiv ehrlicher und gesünder, als seinen Partner auf der Suche nach der eigenen Selbstverwirklichung zu betrügen.

     

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  • Sexualität – junge Menschen sind zu wenig aufgeklärt

    Sexualität – junge Menschen sind zu wenig aufgeklärt

    Junge Menschen sind zu wenig aufgeklärt. Im Zeitalter des Internet mag es sich paradox anhören, aber: eine Umfrage, die von „Jugend gegen Aids“ und der Dating App „Lovoo“ ins Leben gerufen wurde, zeigt: jeder dritte Jugendliche im Alter zwischen 16 und 21 Jahren verfügt mit Hinblick auf Themen wie „Verhütung“ oder „Geschlechtskrankheiten“ über große Wissenslücken.

     

    Die Ergebnisse (junge Menschen sind zu wenig aufgeklärt)

    Insgesamt nahmen an der Umfrage 2.500 Jugendliche teil. Viele von ihnen (22 %) erklärten beispielsweise, nicht über den genauen und sicheren Umgang mit Kondomen Bescheid zu wissen. Viele gaben zudem an, auch bei Menschen, die sie weniger gut kannten, überhaupt mit Kondom zu verhüten. Die Verbindung zwischen dem Übertragen von Geschlechtskrankheiten und der Notwendigkeit, ein Kondom zu nutzen, scheint vielen zu fehlen.

    Die Selbstwahrnehmung steht hier jedoch den Ergebnissen gegenüber. Fast alle Befragten waren sich sicher, ausreichend über Risiken, Verhütung und Sexualität im Allgemeinen informiert zu sein. Und genau hier liegt die Gefahr.

     

    Jugendliche sind nicht zufrieden mit ihrem Körper

    Ein weiterer Themenbereich der Studie beweist zudem, dass circa 80 % der Teilnehmer gern etwas an ihrem Äußeren verändern würden. Viele sind unzufrieden. Sie vergleichen sich mit Pornodarstellern, verlieren den Bezug zur Realität. Sie haben nie gelernt, ihren Körper zu akzeptieren.

    Besonders jedoch auch mit Hinblick auf das Thema „Geschlechtskrankheiten“ müsse die Arbeit der Schulen verbessert werden, erklärt einer der Initiatoren der Studie. Besonders Aufklärung werde in vielen Bereichen nur unzulänglich behandelt.

    Erschreckend: 25 % der Jugendlichen gaben an, keinen Ansprechpartner zu haben, wenn es um Fragen rund um Sexualität ginge. Eine mögliche Anlaufstelle, außerhalb von Familie und Schule, ist beispielsweise die Initiative „Jugend gegen Aids“. Hier werden unter anderem auch Workshops und Kampagnen geboten, die nicht mit dem erhobenen Zeigefinger arbeiten, sondern die entsprechenden Themen stattdessen altersgerecht vermitteln.

    Bleibt zu hoffen, dass das Angebot von den Betroffenen rege genutzt, und damit letzten Endes auch das Risiko, Krankheiten zu übertragen, gesenkt wird.

     

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  • Hand Mund Fuss Krankheit

    Hand Mund Fuss Krankheit

    Bei der Hand Mund Fuß Krankheit handelt es sich um eine hochansteckende Viruserkrankung, die in der Regel harmlos verläuft. Meistens sind Kindergartenkinder von dieser Krankheit betroffen. Aber auch ältere Kinder und Erwachsene können daran erkranken. Besonders im Spätherbst und Herbst tritt die Hand Mund Fuß Krankheit auf – aber auch zu allen anderen Jahreszeiten kann sie in Erscheinung treten.

     

    Symptomatik der Hand Mund Fuß Krankheit

    Wie der Name schon sagt, bestehen die Symptome der Hand Mund Fuß Krankheit aus

    • grippeartigen Beschwerden am Anfang (Fieber, Halsschmerzen, Unwohlsein, Bauchschmerzen, Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Erbrechen)
    • schmerzhaften Bläschen an den Händen
    • schmerzenden Bläschen an den Füßen
    • Bläschen im Mundbereich, die ebenfalls Schmerzen verursachen
    • seltene Zusatzinformationen (Mandelinfektionen).

     

    Nicht immer treten alle Symptome auf. Bei manchen Erkrankten verläuft diese Krankheit sogar symptomlos. Besonders ältere Kinder und Erwachsene bemerken die Ansteckung mit dieser Krankheit gar nicht. Die Heilung der Hand Mund Fuß Krankheit ist meistens nach zehn Tagen abgeschlossen.

     

    Während der Krankheits-Phase muss aber besonders bei Kindern darauf geachtet werden, dass sie genug Flüssigkeit und Nahrung zu sich nehmen. Auch gerade dann, wenn sie Bläschen im Mund haben. Überdies dürfen Kinder wegen der hohen Ansteckungsgefahr keinen Kindergarten und keine Schule besuchen. Wichtig ist eine gründliche Hygiene, damit sich die Hand Mund Fuß Krankheit nicht noch weiter ausbreiten kann. Denn in den schmerzhaften Bläschen befindet sich ein Sekret, in dem sich eine große Anzahl an Viren aufhalten.

     

    Übertragungswege und Krankheitsverlauf der Hand Mund Fuß Krankheit

    Die Krankheit erfolgt durch Enteroviren. Dabei können sich die Viren ausschließlich im Menschen vermehren. Die Ansteckung erfolgt durch Übertragung der Viren über:

    • Speichel
    • Schweiß
    • Absonderungen der Bläschen
    • gemeinsam genutzte sanitäre Einrichtungen (Toiletten)
    • Türklinken
    • Niesen

     

    Die höchste Ansteckungsgefahr besteht in der Zeit, in der die Symptome gerade aufgetreten sind. Solange die Bläschen noch zu sehen sind, besteht Ansteckungsgefahr. Denn aus ihnen können Viren abgesondert werden. Selbst, wenn keine Bläschen mehr zu sehen sind, können noch viele Tage nach dem Abklingen der Symptome Viren aus dem Stuhl ausgeschieden werden. Nach sieben bis zehn Tagen klingen die Symptome der Hand Mund Fuß Krankheit meistens von selbst ohne Komplikationen ab. Jedoch gibt es auch Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder Säuglinge, die Komplikationen entwickeln können, wie beispielsweise:

     

    • Gehirnhautentzündung (Meningitis)
    • Ausbreitung der Infektion auf innere Organe

     

    Diagnose und Untersuchungsmethoden bei der Hand Mund Fuß Krankheit

    Treten grippeartige Symptome oder schmerzhafte Bläschen auf, steht sofort ein Arztbesuch an. Dabei wird der Arzt auf Grund der Symptome schnell die Diagnose stellen. Jedoch gibt es gerade bei der Bläschen-Bildung im Kindesalter viele weitere Krankheiten, die auch einen Hautausschlag bewirken. Dazu zählen unter anderem Masern, Röteln, Windpocken und Ringelröteln. Allerdings sieht dieser Ausschlag anders als bei der Hand Mund Fuß Krankheit aus. Ferner unterscheiden sich die Symptome.

     

    Zur Sicherheit wird der Arzt noch weitere Untersuchungsmethoden anwenden, wie beispielsweise:

    • körperliche Untersuchung (zum Beispiel im Mundraum)
    • bei schwer ausgeprägten Krankheitsbildern weitere Untersuchungen wie zum Beispiel Blut- und Stuhlentnahme oder Nervenwasser-Entnahme.

     

    Behandlung der Hand Mund Fuß Krankheit

    Meistens heilt die Hand Mund Fuß Krankheit von selbst wieder ab. Es gibt auch keine spezielle Therapie oder Impfung. Dies ist aber auch nicht notwendig. Antibiotika helfen bei einer Vireninfektion nicht. In den meisten Fällen werden nur die Symptome behandelt.

     

    Somit können beispielsweise den betroffenen Kindern und Erwachsenen Medikamente gegen das Fieber oder die Schmerzen gegeben werden. Ebenso kann eine schmerzlindernde Tinktur zum Spülen oder Abtupfen bei Bläschen im Mund verschrieben werden. Homöopathische Mittel können ebenfalls helfen, die Symptome zu lindern, unter anderem:

    • homöopathische Arzneimittel
    • Hausmittel (Wadenwickel zur Fiebersenkung)
    • bei Schmerzen im Mund gekühlte oder lauwarme Speisen, wie Brei, Püree, lauwarme Suppen (keine fruchtsäurehaltigen Speisen und Getränke)
    • Wattestäbchen mit Honig bei schmerzhaften Bläschen im Mund
    • Mundspülungen mit lauwarmen Kamillen- oder Ringelblütentee.

     

    Von besonderer Bedeutung ist, dass keine Behandlung der Symptome mit Acetylsalicylsäure erfolgt. Diese kommt beispielsweise in ASS oder Aspirin vor. Wenn diese Medikamente zum Einsatz kommen, können sie bei Infektionen durch Viren schwerwiegende Komplikationen auslösen.

     

    Die Betroffenen müssen unbedingt auf eine ausreichende Hygiene achten. Folglich kann sich die Hand Mund Fuß Krankheit nicht noch weiter verbreiten. Bei Kindern müssen die Erziehungsberechtigten auf eine gründliche und regelmäßige Handhygiene achten. Demzufolge wäre eine Desinfizierung angebracht.

     

    Aber auch das Desinfizieren von Türklinken und Toiletten sollte nicht außer Acht gelassen werden. Außerdem ist auf eine gründliche Reinigung der Spielsachen und Handtücher zu achten. Gefährdete Personen, wie beispielsweise Schwangere, sollten sich vor einer Ansteckung schützen.

     

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  • ADHD – Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

    ADHD – Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

    ADHD ist eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Diese psychische Störung nimmt ihren Anfang bereits im frühen Kindesalter. ADHD lässt sich nicht einfach wie eine beispielsweise Mumps nachweisen. Eher weist die Störung Ähnlichkeiten zu erhöhtem Blutdruck oder Übergewicht auf. Hat der Betroffene zu viel hiervon, kann es kritisch werden.

     

    Diagnostik von ADHD

     

    Zur Diagnosestellung der Aufmerksamkeitsdefizit-Störung müssen nachfolgende Kriterien eindeutig vorliegen:

     

    • Anhaltende Symptomatik von wenigstens einem halben Jahr
    • Ursache darf nicht in einer anderen Erkrankung oder psychischen Störung bedingt liegen
    • Vorliegen der Störung vor dem siebenten Lebensjahr
    • Ausprägung der Symptome darf nicht von der Entwicklung und vom Alter abhängig sein
    • Störung muss in mehreren Lebensbereichen auftreten

     

    ADHD – Ursachen

     

    Bislang ist noch unklar, aus welchem Grund manche Kinder an ADHD erkranken, andere wiederum nicht. Außer Frage steht, dass das Erbgut einen maßgeblichen Einfluss ausübt. An der Entstehung der Hyperaktivitätsstörung sind hirnbiologische Veränderungen beteiligt. Liegt eine entsprechende Veranlagung vor, können aber auch Umweltfaktoren ADHD auslösen.

     

    Experten meinen, zu rund 70 % spielen die Gene eine Rolle. Dies beruht auf Erkrankungen innerhalb der Familie oder weiteren Verwandten. Insbesondere Jungen haben ein erhöhtes Risiko an ADHD zu erkranken, sofern ein Elternteil ebenfalls erkrankt ist.

     

    Ferner gehen Wissenschaftler von Fehlfunktionen im Bereich des Gehirns aus. Demzufolge entwickelt sich ADHD auf Grund einer unrichtigen Funktion der Verarbeitung von Informationen zwischen unterschiedlichen Hirnregionen. Offenbar sind die Botenstoffe

     

    • Dopamin
    • Noradrenalin
    • Serotonin

     

    für die Symptomatik verantwortlich.

     

    Dabei sind Dopamin sowie Noradrenalin bedeutsam für den Antrieb, die Aufmerksamkeit und Motivation. Hingegen regelt Serotonin die Impulskontrolle.

     

    Bei Kindern mit ADHD geben diese Neurotransmitter die Informationen nicht ausreichend weiter. Hiervon sind hauptsächlich die Gehirnabschnitte betroffen, die für die

     

    • Aufmerksamkeit
    • Ausführung sowie Planung
    • Konzentrations- und Wahrnehmungsfähigkeit

     

    zuständig sind.

     

    Ständig erreichen das menschliche Gehirn zahlreiche Informationen. Hiervon werden uns jedoch nur wenige bewusst. Im Normalfall erfährt der Mensch durch spezielle Filter einen Schutz vor möglichen Reizüberflutungen. Dies unterstützt uns dabei, Wichtiges und Unwichtiges zu unterscheiden.

     

    Bei einem von ADHD Betroffenen fehlt dieser Filter. Deshalb kann diese Person sich schwer konzentrieren. Ein Kind mit Aufmerksamkeitsstörung ist beispielsweise in der Schule leicht ablenkbar. Unruhe und Angespanntheit sind die Folge.

     

    Auch Umwelt kann Einfluss nehmen

     

    Aber auch verschiedene Umweltgifte und Lebensmittelallergien könnten für ADHD verantwortlich zeichnen. Ferner erhöht sich das Risiko einer Erkrankung für Frauen, die während der Schwangerschaft

     

    • Alkohol
    • Drogen
    • Nikotin

     

    zu sich nehmen. Aber auch ein Mangel an Sauerstoff während der Geburt trägt zur Risikoerhöhung bei, dass das Kind an ADHD erkranken kann.

     

    Bekommt das Kind beispielsweise kaum emotionale Zuwendung oder streiten sich die Eltern viel, kann sich die Störung verschlechtern. Darüber hinaus ist mit einer Verschlimmerung der Erkrankung zu rechnen, wenn kaum Strukturen im persönlichen Umfeld des Kindes vorliegen. Aber auch ein Mangel an Bewegung, ein zu hoher Computer- und Fernsehkonsum sowie Zeitdruck können die Erkrankung verschlimmern.

     

    Hilfe bei ADHD

     

    Nicht selten sind von ADHD betroffene Kinder abends so sehr aufgekratzt, dass sie nicht oder nur sehr schwer einschlafen können. Daher hat es sich bewährt, den Tag ruhig ausklingen zu lassen. Zu verzichten ist auf Lärm, Streit – außerdem sollten keine aufregenden Filme mehr vor dem Schlafengehen geschaut werden.

     

    Auch eine kleine Massage des Rückens, beispielsweise mit einem Igelball, hilft zu entspannen. Es kann auch dem Magen noch ein wenig Arbeit gegeben werden. Dabei ist allerdings auf Zuckerhaltiges zu verzichten. Gut sind Kohlrabi oder Möhren. Auch ein heißes Bad zeigt eine wohltuende Wirkung.

     

    Bei Kindern benötigt das Gehirn ein wenig länger zum Abschalten. Deshalb kann ihnen gewährt werden, abends im Bett noch ein wenig zu lesen oder ein Hörbuch zu hören.

     

    Positive Aspekte der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

     

    ADHD hat jedoch nicht nur negative Auswirkungen. Viele hiervon Betroffene verfügen über einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Dieser bezieht sich nicht ausschließlich auf sich selbst. Ferner sind Personen mit ADHD offen für vielerlei Dinge. Geprägt durch eine große Liebe zur Natur und den Tieren verfügen betroffene Personen über eine hohe spontane Hilfsbereitschaft. Nach einem Streit können sie schnell verzeihen, sofern sich der Streitpartner ehrlich entschuldigt.

     

    Ausgestattet mit einer hohen Empathie können Kinder mit Aufmerksamkeitsstörung sehr sensibel auf Stimmungen ihnen bekannter Personen reagieren. Außerdem lieben sie schöne Formen und Farben. Zudem sind ADHD-Betroffene oft mit einem sehr guten Orientierungssinn ausgestattet.

     

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  • Kinder mit Diabetes – was ist zu beachten und was hilft?

    Kinder mit Diabetes – was ist zu beachten und was hilft?

    Kinder mit Diabetes sehen sich im Alltag oft mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Wichtig ist es für Eltern, vor allem darauf zu achten, dass der Nachwuchs beispielsweise ausreichend mit Kohlehydraten versorgt wird. Diese sollten jedoch nicht verstärkt durch Süßigkeiten zu sich genommen werden. Im Allgemeinen sind Kohlehydrate für Heranwachsende außerordentlich wichtig. So legten Experten erst kürzlich wieder fest, dass der Ernährungstagesplan zu mindestens 50% aus ihnen bestehen sollte.

     

    Besonders wichtig bei Kinder mit Diabetes ist eine ausgeglichene Ernährung

    Für Kinder mit Diabetes ist es sehr wichtig, sich ausgeglichen zu ernähren. Somit ist sichergestellt, dass in der Regel keine besonderen Diäten gehalten werden müssen. Lediglich mit Hinblick auf die benötigte Kohlenhydratmenge zeigen sich Unterschiede zu den gesunden Kindern.

    Fast Food und Süßigkeiten wirken hier besonders auf Kinder verführerisch. Oftmals steht der kurze Genuss für sie im Vordergrund. Die Notwendigkeit der Insulinspritze wird hier nur allzu gern verdrängt. Das Einhalten der festen Mahlzeiten, eine angepasste Kohlenhydrataufnahme und eine allgemein ausgewogene Ernährung sind für ein Kind mit Diabetes jedoch unersetzlich.

     

    Der Appell an das eigene Verantwortungsgefühl

    Je älter Kinder werden, umso schwerer ist es für die Eltern selbstverständlich auch, deren Essensgewohnheiten zu kontrollieren. Daher ist es wichtig, den Jugendlichen die Notwendigkeit einer regelmäßigen Messung des Blutzuckerspiegels zu erklären. Unter anderem gilt es hier auch zu berücksichtigen, dass die betroffenen Kinder:

    • auf gesüßte Getränke und große Mengen an Naschereien verzichten und stattdessen…
    • eher zu Nahrung mit einem geringeren glykämischen Index greifen sollten
    • die Freude am Essen nicht verlieren und Ihre Möglichkeiten entsprechend in vollem Umfang ausschöpfen.

    Hilfreich ist es auch, den Kindergarten und die Schule über die Erkrankung zu informieren. Somit ist sichergestellt, dass die Grundvoraussetzungen für eine angepasste und ausgeglichene Ernährung gegeben sind.

     

    Tiefgreifende Einschränkungen sind in der Regel nicht notwendig

    Kinder mit Diabetes haben heute weitaus mehr Möglichkeiten, als es die Meinung der Gesellschaft oft den Anschein haben lässt. Mit ein wenig Recherche, den passenden Nahrungsmitteln und ausreichend Bewegung steht einem gesunden Alltag nichts im Wege.

     

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