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  • Krampfadern entfernen lassen – mehr als ein kosmetischer Eingriff

    Krampfadern entfernen lassen – mehr als ein kosmetischer Eingriff

    Rund 50% aller Mitteleuropäer zwischen 25 und 75 Jahren leidet unter Krampfadern. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer und fast alle, die das Problem Krampfadern haben, wollen es wieder loswerden. Die überwiegende Mehrheit will aus ästhetischen Gründen die Krampfadern entfernen lassen, aber auch medizinische Gründe machen es erforderlich, dass die Krampfadern entfernt werden.

    Welche Therapie infrage kommt und ob es sich überhaupt lohnt die Krampfadern entfernen zu lassen, das ist vom jeweiligen Patienten abhängig.

    Was sind Krampfadern?

    Unter Krampfadern versteht man chronisch erweiterte unregelmäßig verlaufende Venen, die hauptsächlich in den Beinen auftreten. Die meisten empfinden diese markanten hervortretenden Venen als störend und möchten sich ihre Krampfadern entfernen lassen. Selbst die harmlose Variante, die kleinen sogenannten Besenreiser werden häufig zu einem Problem, das entfernt werden soll.

    Die Ursachen sind vielschichtig. In den meisten Fällen handelt es sich aber um eine Schwäche der Venenwände, aber auch eine Schwäche des Bindegewebes kann daran schuld sein, dass sich Krampfadern bilden. Bewegungsmangel und Übergewicht können Krampfadern verursachen und auch Menschen die einen Beruf haben, bei dem sie den ganzen Tag auf den Beinen sind, leben mit dem Risiko, Krampfadern zu bekommen. In der Schwangerschaft kommt es häufig zu Krampfadernsymptome, denn während dieser Zeit neigen die Venen dazu nachzugeben und sie treten deutlicher hervor.

    Welche Symptome sind typisch für Krampfadern?

    Die meisten Betroffenen, die sich die Krampfadern entfernen lassen wollen, gehen erst zu einem Arzt, wenn die Symptome zu stark werden. Zu den klassischen Symptomen gehören müde und schwere Beine, die nach langem sitzen oder stehen auch anschwellen können. Bei Frauen kommt es oftmals kurz vor der Menstruation zu verstärkten Beschwerden, aber auch am Abend oder bei heißem Sommerwetter sind Krampfadern deutlich spürbar. Irrtümlich werden auch Wadenkrämpfe zu den Symptomen für Krampfadern gezählt, aber in diesem Fall handelt es sich in der Regel um einen Mangel an Magnesium.

    Sichtbar werden Krampfadern, wenn die Venen sich deutlich unter der Haut abzeichnen oder Knoten bilden. Wenn diese Symptome auftreten, dann ist es ratsam einen Venenspezialisten aufzusuchen und mit ihm über die Möglichkeiten zu sprechen, die Krampfadern entfernen zu lassen.

    Welche Komplikationen kann es geben?

    Die Krampfadern entfernen lassen hat nicht nur kosmetische Gründe, auch aus medizinischer Sicht ist es in vielen Fällen empfehlenswert, wenn die hervortretenden Adern entfernt werden. Wenn sich zum Beispiel eine der Hauptvenen entzündet, dann ist es eine Notwendigkeit die Krampfadern entfernen zu lassen, denn dann besteht die Gefahr, dass sich ein Blutgerinnsel bildet. Dieses Gerinnsel kann ein Gefäß verschließen und das ist sehr schmerzhaft. Wenn sich ein Blutgerinnsel im tiefen Venenstrom bildet, dann besteht zudem die Gefahr einer Thrombose, die wiederum eine Lungenembolie auslösen kann. Wenn durch eine Sonografie eine solche Gefahr erkannt wird, dann muss sich der Patient die Krampfadern entfernen lassen, und zwar ohne große Zeitverzögerung.

    Ungewöhnlich starke Schmerzen in den Beinen, Schwellungen, plötzliche Atemnot und auch Schmerzen in der Brust sind ein Zeichen für eine Lungenembolie, bei der höchste Eile geboten ist.

    Krampfadern vorbeugen

    Damit es erst gar nicht zu Krampfadern kommt, gibt es zahlreiche Möglichkeiten der Vorbeugung. Viel Bewegung, an Gewicht verlieren, Venengymnastik und auch kalte Knie- und Unterschenkelgüsse nach Kneipp sind bewährte Mittel, um Krampfadern vorzubeugen. Wer sich die Krampfadern entfernen lassen möchte, der kann sie unter anderem veröden lassen, aber auch eine Radiowellentherapie und der Einsatz des Lasers sind erfolgreich für alle, die Sie sich entfernen lassen wollen.

  • Progerie – Krankheit ohne Heilung

    Progerie – Krankheit ohne Heilung

    Progerie – Was ist das?

    Progerie – eine Krankheit, von der immer mal wieder in den Medien zu hören und zu lesen ist, die bislang aber noch nicht vollends erforscht wurde und mit der sich immer noch zu wenige Menschen auseinandersetzen.  Dabei ist diese Krankheit sehr heimtückisch und beeinträchtigt nicht nur das Leben der betroffenen Kinder sondern vielmehr das des gesamten Umfeldes.  Grundsätzlich beschreibt der Begriff der Progerie eine Krankheit, die in den meisten Fällen bei Kindern auftritt und mit einem überschnellen Alterungsprozess einhergeht.  Erstmals beschrieben wurde dieses Krankheitsbild im Jahre 1886 von Hastings Gilford und Jonathan Hutchinson. Hierdurch wird die Progerie auch als Hutchinson-Gilford Syndrom bezeichnet. Die vorzeitige Ergreisung der betroffenen Kinder ist nur eines von vielen äußerlichen Merkmalen dieser schlimmen Erkrankung. Die Progerie ist ein schleichender Prozess, der mal schneller mal weniger schnell zu bestimmten Symptomen führt. Wie bei vielen anderen Erkrankungen, so gibt es auch bei der Progerie erste Krankheitsanzeichen.

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  • Was hilft bei einer Mittelohrentzündung?

    Was hilft bei einer Mittelohrentzündung?

    Mittelohrentzündung Symptome – Wie man eine Mittelohrentzündung erkennt

    Wenn die ersten Mittelohrentzündung Symptome auftreten, dann ist das für den Betroffenen eine äußerst schmerzhafte Angelegenheit. Vor allem Kinder bekommen schnell eine Mittelohrentzündung, die meist zusammen mit einer Erkältung auftritt. In der Regel heilt eine solche Entzündung des Mittelohrs schnell von alleine wieder ab, aber es gibt auch schwere Fälle, die mit Antibiotika behandelt werden müssen, um das Gehör zu schützen.

    Was sind typische Mittelohrentzündung Symptome?

    Die ersten Mittelohrentzündung Symptome sind stechende oder auch pulsierende Ohrenschmerzen, die innerhalb von wenigen Stunden stark zunehmen können. Weitere Mittelohrentzündung Symptome sind ein Druckgefühl auf dem betroffenen Ohr, und es kann auch zu einer Hörminderung kommen. Bei Kindern gehört auch zum Teil hohes Fieber zu einem der typischen Mittelohrentzündung Symptome, Bei Erwachsenen sind Schwindel und auch Ohrgeräusche nicht selten. Immer wenn diese Mittelohrentzündung Symptome auftreten, dann ist schnelle Hilfe geboten, denn die Schmerzen können zu einer Qual werden.

    Was geschieht bei einer Mittelohrentzündung?

    Bei einer Mittelohrentzündung schwillt die sogenannte Tube an, die auch Ohrtrompete oder die Eustach´sche Röhre genannt wird. Das führt zu einem Ungleichgewicht zwischen dem Mittelohr und seiner Umgebung, die normalerweise für einen Druckausgleich sorgt. Die Belüftung des Mittelohrs wird gestört und die Schleimhaut im Mittelohr produziert ein wässriges Sekret ab. In diesem Stadium treten die ersten Mittelohrentzündung Symptome auf. In einigen Fällen kommt es auch zu Blutungen in der Schleimhaut. Wenn die Belüftung des Mittelohrs nicht mehr funktioniert, dann können sich Bakterien im Bereich des Mittelohrs einnisten und ausbreiten.

    Ist das der Fall, dann wird von der Mittelohrschleimhaut ein zähflüssiges eitriges Sekret abgesondert, was dann in die Tube abfließt. Ärzte sprechen dann von einer Otitis Media und verordnen Antibiotika, damit die Bakterien sich nicht weiter ausbreiten und nicht die Nasenschleimhaut in Mitleidenschaft gezogen wird. Wenn Mittelohrentzündung Symptome auftreten, die nicht richtig behandelt werden, dann kann es auch zu einem Riss im Trommelfell kommen. Das passiert immer dann, wenn besonders viel Sekret produziert wird, denn dann wird die Tube verstopft und das Sekret kann nicht mehr in den Nasen-Rachenraum abfließen. Die Flüssigkeit staut sich vor dem Trommelfell und es reißt unter dem Druck.

    Kommt es zu einer Trommelfell-Ruptur, dann lassen die Schmerzen augenblicklich nach, denn der Druck ist weg. Die Flüssigkeit läuft anschließend aus dem Ohr und wenn Blut in der Flüssigkeit mischt, dann ist das kein Grund zur Panik.

    Hausmittel gegen eine Mittelohrentzündung

    Nicht immer müssen Antibiotika zum Einsatz kommen, wenn sich die ersten Mittelohrentzündung Symptome zeigen, oft reichen alt-bewährte Hausmittel. Eines der wirksamsten Mittel ist die Zwiebel. Eine Zwiebel wird klein gehackt und im Topf angedünstet, dann in ein Säckchen zum Beispiel aus Mull gefüllt und auf das schmerzende Ohr gelegt. Auch warme Ohrwickel oder eine Wärmflasche sind gute Mittel gegen Mittelohrentzündung Symptome, denn die Wärme neutralisiert den Schmerz. Kinder, die während einer Mittelohrentzündung hohes Fieber haben, können ein Zäpfchen bekommen, aber auch Wadenwickel sind ein gutes Mittel, um das Fieber schnell zu senken.

    Was sollte bei einer Mittelohrentzündung vermieden werden?

    Wer eine Mittelohrentzündung hat, der sollte nicht fliegen. Der Verbindungsgang und die Schleimhäute zum Nasen-Rachenraum sind dann angeschwollen und es ist kein Druckausgleich mehr möglich. Das führt zum einen zu starken Ohrenschmerzen und zum anderen kann es zu einem Hörsturz kommen, und das kann zu bleibenden Hörschäden führen.

  • Influenza oder echte Grippe

    Influenza oder echte Grippe

    Grippe oder Influenza

    Die echte Grippe ist eine Viruserkrankung, die sich deutlich durch die Heftigkeit von dem grippalen Infekt unterscheidet, der irrtümlich ebenfalls als Grippe bezeichnet wird. Jedes Jahr gibt es neue Formen der Influenza, die Viren ändern sich fast ständig, sogar im Laufe einer Saison und alljährlich werden neue Seren entwickelt, welche den Grippevirus eindämmen sollen. Der Virus dringt über die Schleimhaut in den Körper unter anderem als Tröpfcheninfektion oder auch als Kontaktinfektion. Der Virus bleibt bei niedrigen Temperaturen länger unempfindlich, daher ist die Gefahr einer Ansteckung im Winter wesentlich höher. Die Inkubationszeit beträgt häufig nur wenige Stunden, die Viren werden meist bereits nach etwa zwei Tagen vor dem Auftreten der Grippesymptome auf andere Menschen übertragen. Es ist immer schwierig, zu unterscheiden, ob es sich um eine echte Grippe oder lediglich um den grippalen Infekt handelt. Ein typisches Symptom ist plötzlicher Schüttelfrost sowie hohes Fieber. Die Symptome brechen gehäuft plötzlich in einer extremen Stärke auf.

    Bei einer Grippe eine Impfung?

    Auch wenn jährlich im Winter die Grippeschutzimpfung empfohlen und angeboten wird, sterben dennoch immer wieder viele Menschen an der echten Grippe. Eine Schutzimpfung kann nur dann durchgeführt werden, wenn nicht bereits ein grippaler Infekt vorliegt. Hier ist die Gefahr einer Ansteckung am Größten, von daher wird dazu geraten, sich besonders häufig die Hände zu waschen und auch sonstige Vorsichtsmaßnahmen walten zu lassen. Weiterhin sind im Vorwege bereits diverse Möglichkeiten zur Vorbeugung vorhanden, damit eine Influenza gar nicht erst eine Chance bekommt. Dazu gehören beispielsweise Sport, viel Vitamine durch Obst und Gemüse und eine allgemein, gesunde Lebensform.

    Sekundärinfektion

    Das Gefährliche bei der Grippe ist die sogenannte Sekundärinfektion, die bakteriell ist und auf die Grippeerkrankung folgt. Der Körper ist bereits von der Bekämpfung der Viren bereits stark geschwächt, so dass Bakterien in den Körper eindringen können und zu weiteren Krankheiten führen wie zum Beispiel Gehirnhautentzündungen, Stoffwechselerkrankungen oder Herzmuskelentzündungen. Besonders gefährlich kann die Influenza werden bei bereits immungeschwächten oder vorerkrankten Menschen, hier kann es unter Umständen auch lebensgefährlich werden für den betroffenen Patienten. Besonders gefährdet sind chronisch Kranke, Kinder sowie ältere Menschen. Daher empfehlen die Ärzte immer, wenn eine Impfung nicht möglich war, sich umgehend in ärztliche Behandlung zu geben, ausreichend Ruhe und gründlich auskurieren, damit es nicht zu Komplikationen kommt. Antibiotika sind laut Aussagen der Ärzte wirkungslos, sie helfen nur bei nachfolgenden Erkrankungen. Für die Grippe selber werden von der Gesundheit sogenannte Virostatika empfohlen.

    Schweinegrippe H1N1

    In den letzten Jahren haben diverse neue Grippeformen die Menschheit erschüttert wie die Schweinegrippe oder die Vogelgrippe, die bereits bei den Tieren auftreten und auf die Menschen übertragbar sind. Bei diesen neuen Grippeformen arbeitet die medizinische Forschung weiter an Impfstoffen, welche die neue Grippeformen eindämmen sollen. Die Ansteckungsgefahr ist ähnlich der altherbekannten Influenza, sie sind sich daher auch sehr ähnlich. Welcher Virus nun vorliegt, darüber kann lediglich ein Labortest genaue Kenntnisse bringen. Allerdings sind die Ärzte der Meinung, dass zuzüglich auftretender Durchfall sowie Übelkeit und Erbrechen typische Anzeichen der Schweinegrippe sind. Die Erkenntnisse der Forschung haben mittlerweile ergeben, dass jede Erkrankung aufgrund einer Grippe auf den Schweinegrippenvirus H1N1 zurückzuführen ist, andere Viren sind mittlerweile soweit verdrängt.

  • Psychologie und Gesundheit – Depressionen

    Psychologie und Gesundheit – Depressionen

    Ein gesunder Körper verfügt über einen gesunden Geist

    So, oder so ähnlich fassten bereits einige griechische Philosophen ihre Gedanken zum Thema Körper und Geist in Worte, denn um gesund zu leben, sollte man auch frei von Ängsten, Zwängen und sonstigen psychologischen Problemen sein. Dementsprechend ist es im Interesse aller Menschen, die Gesund sein möchten, dass sie mit ihren Gedanken ins Reine kommen. Ist dies bereits der Fall, so können Sie sich glücklich schätzen, denn zieht man das Ergebnis aktueller Umfragen zu rate, so leiden fast 40% der deutschen Bevölkerung an gelegentlichen bis häufigen psychologischen Störungen.

    Das Problem an einer psychologischen Störung ist aber, dass sich viele Menschen bereits vor dem Besuch eines Psychologen fürchten. Dies ist allerdings absolut unangebracht, da es sich bei einem Psychologen ebenso um einen Mediziner handelt, der nicht nur die Schweigepflicht inne hat, sondern auch alles nur erdenkliche für das Wohl seines Patienten auf sich nimmt. Dementsprechend sollte es auch bei gelegentlichen Problemen nicht aufgeschoben werden, einen Psychologen aufzusuchen.

    Interessant ist auch, dass einige Studien ergeben haben, dass ein schlechter psychologischer Zustand sich negativ auf die Gesundheit eines Jeden auswirkt. Strebt man also ein langes und erfülltes Leben an, so sollte man immer darauf achten, dass man nicht zu sehr unter negativen Gefühlen und ähnlichem leidet. In jedem Fall stehen fachkundige Therapeuten stets zur Seite wenn man diese benötigt. Oft werden die Kosten für einen Psychologen auch von der Krankenkasse übernommen, weshalb auch keine finanzielle Belastung auf Grund einer Behandlung zu erwarten ist.

    Depressionen im Alter – Ein oft unterschätztes Problem

    Wenn man einen nahen Verwandten hat, der in einem Altersheim betreut wird, dann ist man mit Sicherheit auch um dessen Wohlergehen bemüht. So ist es für viele Angehörige schon fast Alltag, dass man von neuen gesundheitlichen Problemen seiner Lieben überrascht wird. Allerdings werden einige Krankheitsbilder, die für ältere Leute untypisch erscheinen oft unterschätzt. Das beste Beispiel dafür sind Depressionen im Alter, welche besonders bei sehr alten Personen mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten.

    Das Problem an der Depression im Alter ist aber die Diagnose, denn oft merken die Angehörigen gar nichts von der teilweise sogar tödlichen Krankheit.  Dementsprechend ist es wichtig, sich über die Gefühle und Empfindungen des Heimbewohners zu unterhalten, da so Veränderungen bemerkt und gegebenenfalls ein Arztbesuch angeordnet werden kann. Sorgen machen braucht man sich übrigens keine, denn Dank der vielen modernen Arzneimittel können Depressionen auch im fortgeschrittenen Alter mit Erfolg behandelt werden.

    Welche Behandlungsmethode die Richtige ist, legt in der Regel der Arzt fest, denn für Außenstehende ist es meist nicht erkennbar, wie stark das Leben durch die Depression im Alter beeinflusst wird. Ebenso ist es im Interesse der betroffenen Person, dass ein fachkundiger Arzt aufgesucht wird, da unbehandelte Depressionen im Alter die Lebenserwartung verringern oder in seltenen Fällen sogar zum Selbstmord führen. Oft werden von den Krankenkassen und Altenheimen entsprechende Aufklärungsseminare angeboten, damit die Angehörigen mit dem Krankheitsbild und den Symptomen vertraut gemacht werden können und so selbst erkennen können, ob eine Depression im Alter vorliegt.

  • Asthma – die neue Volkskrankheit?

    Asthma – die neue Volkskrankheit?

    Rund 5 % der Erwachsenen und 10 % der Kinder in Deutschland leiden unter Asthma und es werden jedes Jahr mehr. Vor allem bei Kindern sind die steigenden Zahlen beunruhigend und viele Ärzte sprechen schon von einer neuen Volkskrankheit. Asthma ist, wenn es bei erwachsenen Menschen auftritt, fast immer chronisch. Bei Kindern sind besonders Jungen von der chronischen Variante betroffen, und die Ursachen für diese schwere Erkrankung der Atemwege sind immer wieder anders. Während bei den einen Stress einen Asthmaanfall auslösen kann, sind es bei anderen Allergene, die dafür sorgen, dass den Betroffenen buchstäblich die Luft wegbleibt. Aber was genau ist Asthma eigentlich und wie kann die Krankheit effektiv bekämpft werden?

    Asthma – Eine Entzündung mit Folgen

    Asthma bronchiale ist eine Erkrankung, bei der sich die oberen Atemwege entzünden. Teile der Lunge reagieren empfindlich auf Reize von außen, in der Folge verengen sich die Gefäße und es kommt zur Atemnot. Meist sind es an sich harmlose Stoffe, die die Lungen und Bronchien so sehr reizen, dass sich ein zäh fließender Schleim in den Bronchien bildet, die dann anschwellen. Wenn das passiert, dann verkrampfen zusätzlich noch die Atemwege und der Asthmatiker hat das Gefühl zu ersticken.

    Bei Kindern ist in der Regel eine Allergie schuld daran, wenn es zu Asthma kommt, bei erwachsenen Menschen liegt bei 30 % bis 50 % der Betroffenen ein nicht-allergisches Asthma vor. Wer als Erwachsener an Asthma erkrankt, der wird sein Leben lang unter der Krankheit leiden, und die Auslöser dafür sind:

    • Medikamente
    • Stress
    • Überanstrengung
    • Psychische Belastungen
    • Kälte
    • Verunreinigte Luft

    Um abzuklären, an welcher Form des Asthmas ein Patient leidet, macht der Arzt unter anderem auch einen Lungenfunktionstest und klärt mögliche Allergien ab. Steht die Diagnose Asthma fest, dann gibt es zwei unterschiedliche Formen der Therapie.

    Was hilft gegen Asthma?

    Welche Therapie für welchen Patient infrage kommt, das richtet sich immer danach, ob es sich um ein Asthma handelt, das in Intervallen auftritt oder ob es um die akute Form geht. Kommt es zu einem akuten Asthmaanfall, dann ist ein Spray hilfreich, das die Bronchien abschwellen lässt und so die Atemnot nimmt. Menschen, die unter der chronischen Form leiden und in Intervallen immer mal wieder einen Asthmaanfall bekommen, nehmen häufig Tabletten oder Kapseln mit Cortison. Entzündungshemmende Medikamente und Medikamente, die die Bronchien erweitern, helfen dabei, das Asthma unter Kontrolle zu bekommen, bei besonders schweren Anfällen spritzt der Arzt auch intravenös ein schnell wirkendes Mittel.

    Bei Kindern, die unter Asthma leiden, ist regelmäßiges Inhalieren eine gute Therapie. Viele Kinder bekommen aber auch eine spezielle Immuntherapie, wenn es sich um Asthma handelt, das durch Allergene ausgelöst wird.

    Asthma vorbeugen

    Asthma ist zwar eine chronisch verlaufende Krankheit, aber es gibt verschiedene Maßnahmen, die dabei helfen die Häufigkeit und Stärke der Anfälle zu verringern. So ist zum Beispiel eine trockene Raumluft Gift für alle, die unter Asthma leiden. Ein Luftbefeuchter sollte daher für die nötige Feuchtigkeit in der Raumluft sorgen. Asthmatiker sollten die Ferien zudem in einer Region verbringen, die keine Allergene enthält, wie das an der See und im Hochgebirge der Fall ist. Aktives und passives Rauchen sind ein absolutes Tabu und auch auf die Ernährung zu achten, kann für einen Asthmatiker hilfreich sein. So sollten unter anderem viele Vitamine auf dem Speiseplan stehen und wann immer Zeit bleibt, dann sollte ein Spaziergang in der frischen Luft unternommen werden.