Schlagwort: Blasenentzündung

  • Wenn Sex bei Frauen Schmerzen verursacht

    Wenn Sex bei Frauen Schmerzen verursacht

    Sex zählt bei vielen, ganz gleich ob Mann oder Frau, zur schönsten Nebensache der Welt. Doch die weibliche Lust kann mitunter durch Schmerzen im Intimbereich beeinträchtigt werden. Dabei kann langfristig gesehen das Sexualleben darunter leiden.

    Vor einer dieser Problematiken stand mit Sicherheit schon die ein oder andere Frau. Je nachdem zumindest einmal in ihrem Leben oder sie wird es noch erleben.
    Schmerzen beim Sex sind gar nicht einmal so selten und es verstecken sich dahinter die unterschiedlichsten Ursachen, wobei einige doch überraschen.

     

    Was kann Schmerzen beim Sex verursachen?

    Meist sind hierfür Gründe verantwortlich, die sich sehr häufig in irgendeiner Form umgehen lassen, wenn man sie denn richtig deutet und entsprechend darauf Einfluss nimmt.

    Zur Erklärung: Die Scheide ist kurz nach der Menstruation oft sehr empfindlich, weil sich der pH-Wert des Scheidenmilieus durch die Blutung verändert. Die Schleimhäute sind nicht so gut durchblutet oder gar trocken, sodass die Reibung und Berührung sehr häufig als unangenehm und sogar schmerzhaft empfunden wird.

    Auch bestimmte Stellungen können bei der Frau Schmerzen verursachen, etwa wenn der Penis an den Gebärmutterhals anstößt. Hier kann aber beispielsweise mit einem Stellungswechsel Erleichterung geschaffen werden oder es müssen weitere Vorkehrungen und Absprachen getroffen werden.

    Doch was macht man, wenn der Sex regelmäßig wehtut? Dann gilt es die Ursachen genau zu erforschen, und Abhilfe zu schaffen.

     

    Schmerzen nach der Geburt

    Eine Geburt ist ein Ereignis, das den weiblichen Körper sehr stark verändert. Viele Frauen stellen sich die Frage, wie es sich anfühlt, wenn man zum ersten Mal nach der Entbindung wieder intim wird, und gehen die Sache schon von vornherein eher vorsichtig an. Viele haben auch einfach schlichtweg Angst vor dem ersten Mal nach den Geburtsstrapazen. Grundsätzlich sollte man auch aus ärztlicher Sicht in den ersten Wochen nach der Geburt auf Sex verzichten, da das Infektionsrisiko in diesem Zeitraum noch sehr hoch ist und man auch von einer weiteren Schwangerschaft nicht gefeit ist.

    Ob Dammschnitt oder Kaiserschnitt – bis sich die Hormone im weiblichen Körper wieder umgestellt haben, vergeht eine gewisse Zeit, die man sich auch zugestehen sollte. Die Scheide ist kurz nach der Geburt viel empfindlicher, die Schleimhäute dünner und reagieren auf Berührungen meist noch sehr empfindlich. Es kann hier bereits durch leichte Verletzungen ein unangenehmes Brennen verursacht werden.

    Aber schon nach einigen Wochen bauen sich die Scheidenzellen selbst wieder auf. Die Haut wird elastischer, dicker, ist nicht mehr so empfindlich, wird aber gleichzeitig auch wieder empfindsamer für Berührungen.

    Abhilfe und Linderung können beim Aufbau diverse Gele mit Vitamin E oder Hopfenextrakten, sowie handelsübliche Gleitgele verschaffen, die gleichzeitig die Regeneration unterstützen.

     

    Schmerzen durch Infektionen

    Die Schleimhaut ist gerötet, geschwollen und sehr trocken – dahinter kann sich eine Pilzinfektion verbergen. Aber es können zum Beispiel auch die „Bartholindrüsen“ (Drüsen der großen Schamlippen) entzündet sein und zu schmerzhaften Problemen führen. Oft sind es auch die doch recht häufig vorkommenden Geschlechtskrankheiten, wie Chlamydien, Genitalwarzen oder Herpes, die für die Schmerzen verantwortlich gemacht werden können. Was auch recht häufig auftreten kann, sind lästige und schmerzhafte Blasenentzündungen oder aber Infektionen der Eierstöcke.

    Diese Beschwerden gehören allesamt in die Hände von einem erfahrenen Arzt, der die Diagnostik und die entsprechende Behandlung vornehmen kann. Daher sollte man nicht allzu lang zögern und rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren. Gegebenenfalls muss der Partner bei einer Geschlechtskrankheit gleich mitbehandelt werden, um eine neuerliche Ansteckung zu vermeiden.

    Ist die Infektion bakterieller Art, helfen Substanzen, die lokal angewendet werden und die vorhandenen Keime und Pilze zuverlässig abtöten. Bei hartnäckigen Infektionen werden in der Regel Antibiotika verschrieben.

     

    Schmerzen durch Allergien

    Selbst Allergien können eine Ursache sein, dass der Sex für die Frau zur Belastung wird. Ähnlich wie bei einem Heuschnupfen, der die Nasenschleimhaut oder Bronchien anschwellen lässt, kann eine Allergie auch die Scheidenschleimhaut anschwellen lassen und die Scheide unangenehm reizen. Eine sehr häufige Allergieform ist die sogenannte Kontaktallergie, die durch unterschiedlichste Substanzen in Verhütungszäpfchen, Intimsprays oder durch bestimmte Kondomsorten ausgelöst werden kann.

     

    Schmerzen durch Unterleibsprobleme

    Oft ist der Schmerz auch nur als Druck im Beckenbereich zu lokalisieren. Dies kann ein erster Hinweis auf eine Erkrankung der Eierstöcke, des Gebärmutterhalses oder der Gebärmutter sein. Oft verstecken sich hier Myome oder Eierstockzysten, die zwar gutartig sind, aber den Sex massiv beeinträchtigen können, da sich die Scheide durch diese Wucherungen „verformt“ hat oder zudem die Gebärmutter vergrößert ist.

    Auch diese Art der körperlichen Beschwerden sollte von einem Frauenarzt untersucht werden. Dabei darf man keine Scheu haben und den Arzt gezielt darauf ansprechen. Sehr häufig kann bei rechtzeitiger Behandlung eine einfache und zufriedenstellende Lösung durch eine medikamentöse oder operative Methode gefunden werden.

     

    Schmerzen durch ungeeignete Unterwäsche

    Frauen, und auch Männer, lieben schöne Unterwäsche. Die einen tragen sie gern, die anderen sehen sie gern an. Doch gerade enge Slips und Stringtangas mit viel Spitzenbesatz enthalten häufig synthetisch hergestellte Fasern, die bei Bewegung scheuern und im Intimbereich zu vermehrter Schweißbildung führen, was wiederum zu Infektionen führen kann. Besonders schwarze und dunkel gefärbte Reizwäsche reizt die Haut aufgrund der verwendeten Farbstoffe.

    Zusätzlich zur unpassenden Unterwäsche stellen auch die beliebten Slipeinlagen bei regelmäßiger Nutzung eine Gefahr dar, weil sie die Schleimhäute austrocknen und die Feuchtigkeit der Scheide aufsaugen. Dies hat ebenfalls in vielen Fällen eine Reizung der empfindlichen Haut zur Folge.

    Um das Scheidenmilieu in einem gewissen Gleichgewicht zu halten, sollten Frauen, die Schmerzen beim Sex haben, zwingend auch auf spezielle Intimlotionen oder scharfe Duschgels verzichten. Als Alternative eignen sich hier Produkte ohne Duftstoffe oder mit einem sauren PH-Wert. Diese werden in allen Apotheken angeboten.

     

    Schmerzen psychischer Natur

    Sex ist bei vielen Frauen auch eine Kopfsache. Gerade wenn es in der Partnerschaft Probleme gibt, bleibt die eigene Lust zunehmend auf der Strecke oder die Schmerzen beim Sex verstärken sich. Doch warum ist das so?

    Meist stecken hierbei unbewusste Konflikte mit dem Partner oder dem eigenen Körper dahinter. Man kann sich nicht entsprechend fallen lassen und hat Angst vor körperlicher Nähe und intimen Berührungen. In einigen Fällen sind auch schlechte Erfahrungen in der Kindheit oder in vorangegangenen Beziehungen die Ursachen. Hier hilft es nur, sich dem Partner mitzuteilen und offen darüber zu sprechen. Es können aber auch professionelle Verhaltenstherapien bzw. Psychotherapien Erfolg versprechend sein, wenn sich ansonsten keine körperlichen Ursachen finden lassen.

    Man liest auch sehr häufig vom sogenannten Scheidenkrampf, der Sex unmöglich machen soll. Dass die Scheide den Penis so fest umschließt und nicht mehr loslässt, ist allerdings wohl eher ein Mythos. Bei einem Scheidenkrampf ist es so, dass sich das vordere Drittel der Scheide verkrampft und sich die Beckenbodenmuskulatur verspannt, sodass der Penis nicht mehr in die Scheide eindringen kann. Hier spricht man medizinisch gesehen von einem Vaginismus.

    Auch hier spielt die Psyche eine entscheidende Rolle; etwa wenn die Frau schon vor dem eigentlichen Akt Angst vor eventuell auftretenden Schmerzen hat oder aber bei einer vaginalen Untersuchung schon einmal schlechte Erfahrungen machen musste. Diese Angstzustände speichert das Gehirn und der Körper verkrampft in diesen Situationen extrem.

    Vaginismus ist grundsätzlich gut zu behandeln. Neben einer Sexualtherapie haben sich auch spezielle Beckenbodentrainingseinheiten bewährt, die die Muskulatur wieder entspannen lässt.

     

    Ein erfülltes Sexleben ohne Schmerzen sollte das Ziel sein

    Ist die Frau den Ursachen der Schmerzen beim Sex erst einmal auf den Grund gegangen und konnte erfolgreich Abhilfe verschaffen, dann steht einem erfüllten Sexleben und einer glücklichen Beziehung langfristig gesehen auch nichts mehr im Weg. Man kann so auch als Frau einfach nur Spaß am Sex haben und genießen.

     

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  • Manuka Honig – das Heilmittel der Maori

    Manuka Honig – das Heilmittel der Maori

    Schon in der Antike wurde Honig zum Süßen von Speisen oder auch bei der Herstellung von Wein und Bier benutzt. Honig war aber auch immer ein Heilmittel, dessen vielseitige Anwendungsmöglichkeiten noch heute bekannt sind. Die meisten kennen den normalen Honig, den die Bienen auf dem Rapsfeld, auf der Sommerwiese oder auch in Akazienbäumen sammeln, aber von Manuka Honig haben nur die wenigsten etwas gehört. Dabei handelt es sich bei diesem Honig um eine ganz besondere Sorte, die durch ihre einzigartige Heilkraft überzeugen kann.

    Ein Honig mit Geschichte

    Es gibt Heilmittel, die haben eine sehr lange Geschichte, aber sie wurden erst vor wenigen Jahren wieder neu entdeckt. Zu diesen Heilmitteln gehört auch der Manuka Honig, dessen vielfältige Anwendungsgebiete bei den Maori schon sehr lange bekannt sind. Aber erst vor gut 30 Jahren wurden Wissenschaftler auf den besonderen Honig aufmerksam, den die Bienen in der Südseemyrte finden. Den Ureinwohnern Neuseelands war die Wirkung des Manuka Honigs schon sehr lange bekannt, sie nutzen den Honig unter anderem auch, um die Verletzung ihrer Krieger zu versorgen. Produziert wird der Honig in Neuseeland jedoch erst seit dem 19. Jahrhundert, als Missionare aus Europa ins Land kamen und Honigbienen mitbrachten, die man bis dahin in Neuseeland noch nicht kannte. Heute belegen mehrere klinische Studien die antibakterielle Wirkung des Honigs, der ein natürliches Antibiotikum ist.

    Welche Anwendungsgebiete gibt es?

    Die Technische Universität Dresden hat im Manuka Honig unter anderem Methylglyoxal nachgewiesen, und dieser Inhaltsstoff hat eine entzündungshemmende und vor allen Dingen eine antibakterielle Wirkung. So kann der Honig der Maori gegen Helicobacter pylori helfen, den Erreger, der eine Magenschleimhautentzündung und sogar Magengeschwüre auslöst, aber auch Erreger, die gegen Antibiotika resistent sind, haben gegen den speziellen Honig keine Chance. Manuka Honig hilft bei der Desinfektion von Wunden und bekämpft Infektionen sowohl auf der Haut als auch bei inneren Organen. Wunden und Insektenstiche heilen schneller, wenn sie mit dem antibakteriellen Honig bestrichen werden, rissige, trockene Haut wird wieder glatt und auch bei der Behandlung von Schuppenflechte hat sich der Honig bewährt.

    Wirksam auch bei der inneren Anwendung

    Manuka Honig ist nicht nur bei äußerlichen Erkrankungen und Wunden eine sehr gute Wahl, der besondere Honig kann auch bei Erkrankungen der inneren Organe helfen.

    Unter anderem wirkt der Honig bei:

    • Blasenentzündungen
    • Erkältungssymptomen wie Husten, Schnupfen und Halsschmerzen
    • Magenschleimhautentzündungen
    • Darmerkrankungen wie Reizdarm und Durchfall
    • Zahnfleischentzündungen

    Kommt der Honig bei Wunden oder Verbrennungen zum Einsatz, dann werden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zum einen desinfiziert der Honig die Wunde und zum anderem entzieht er möglichen Krankheitserregern wie Keimen oder Bakterien den Nährboden, die Wunde kann in aller Ruhe ausheilen. Größere Wunden werden zunächst gereinigt und dann mit einer Schicht Honig bestrichen, die nicht breiter als ein Messerrücken sein muss. Anschließend wird die Wunde mit einem sauberen Mulltuch oder einem Leinentuch abgedeckt und dann verbunden. Der Verband sollte jeden Tag erneuert werden, damit die Wunde optimal ausheilen kann.

    Eine nützliche Köstlichkeit

    Der Honig stärkt auch das Immunsystem und schmeckt wunderbar in einer heißen Tasse Tee und das nicht nur in der Erkältungszeit. Alle Naschkatzen, die einen sogenannten „süßen Zahn“ haben, können Manuka Honig auf einer frischen Scheibe Brot oder auf einem knusprigen Brötchen essen. Wenn sich die ersten Anzeichen einer Erkältung zeigen, dann wird einfach ein Teelöffel Honig in die warme Milch gerührt. Bei Halsentzündungen oder Halsschmerzen darf ruhig ein Löffel des Honigs einfach so genascht werden und wer möchte, der kann mit dem besonderen Honig aus Neuseeland auch köstliche Kuchen und Weihnachtsplätzchen backen. Erhältlich ist der echte Manuka Honig in vielen Apotheken und in gut sortierten Reformhäusern sowie in Bioläden.

    Bild: © Depositphotos.com / anchan_uk

  • Die 14. SSW – das Baby lutscht am Daumen

    Die 14. SSW – das Baby lutscht am Daumen

    Das Baby ist in der 14. SSW zwölf Wochen alt und die Mutter befindet sich im ersten Trimester der Schwangerschaft. Die unterschiedlichen Zeitangaben ergeben sich aus den verschiedenen Berechnungen im Bezug auf die Dauer der Schwangerschaft. Gerechnet wird einmal ab dem ersten Tag der letzten Monatsblutung, zum anderen aber auch ab dem Zeitpunkt des Eisprungs etwa zwei Wochen später. Für die meisten Frauen beginnt in der 14. SSW die vielleicht schönste Zeit der Schwangerschaft. Gesundheitliche Beschwerden oder gravierende Beeinträchtigungen gibt es noch nicht, der Babybauch in der 14. SSW lässt sich nur erahnen und der kräftige Schub an Schwangerschaftshormonen sorgt bei den werdenden Müttern für einen rosigen Teint, dichtes glänzendes Haar und eine gesunde Haut. Aber das Baby ist in der 14. SSW nicht untätig, im Gegenteil, es macht große Fortschritte.

    Was macht das Baby in der 14. SSW?

    Die Gewichtszunahme in der 14. SSW kann sich sehen lassen, denn das Baby wiegt jetzt zwischen 25 und 30 Gramm und misst sieben bis acht Zentimeter. In der 14. SSW spielt die Größe aber eine eher untergeordnete Rolle, denn der Fötus konzentriert sich mehr auf andere Aufgaben. Wenn die Eltern von ihrem Baby Ultraschallbilder in der 14. Woche sehen, dann können sie ganz deutlich das Gesicht erkennen. Kopf und Nacken sind in dieser Phase der Schwangerschaft schon sehr deutlich abgegrenzt, das Baby hat bereits Augen, Lippen und eine Nase, auch das Kinn ist auf den Bildern zu sehen. Das Baby kann jetzt seine Stirn runzeln, allerlei Grimassen schneiden und es trainiert seinen Saugreflex, in dem es am Daumen nuckelt.

    Greifen ist in der 14. SSW auch kein Problem mehr und das erste Spielzeug, nach dem das Baby greift, ist die Nabelschnur, die es auf direktem Weg mit der Mutter verbindet. Eltern die wissen möchten, ob sie einen Sohn oder eine Tochter erwarten, können das in der 14. SSW erfahren, denn das Geschlecht ist deutlich sichtbar. Das Baby ist in der 14. SSW noch behaart und mit der sogenannten Käseschmiere bedeckt. Durch die Käseschmiere und die Lanugobehaarung wird der kleine Körper vor der Aufweichung durch das Fruchtwasser, aber auch vor Vibrationen, Druck und Schall geschützt.

    In der 14. SSW wird das Fruchtwasser durch die Mutter alle drei Stunden einmal komplett ausgetauscht, denn das Baby trinkt das Fruchtwasser und scheidet es dann auch wieder aus. In diesem Stadium stehen dem Kind nur 100 Milliliter zur Verfügung, wenn sich die Schwangerschaft ihrem Ende zuneigt, dann wird es ein Liter sein. Noch schlägt das Herz des Babys doppelt so schnell wie das Herz der Mutter, was sich beim Ultraschall immer ein wenig wie ein galoppierendes Pferd anhört.

    Wie geht es der Mutter in der 14. SSW?

    Ab der 14. SSW fühlt sich die Mehrzahl der Frauen zufrieden und wohl, aber zu Beschwerden kann es trotzdem kommen. Der Körper bekommt in der 14. Schwangerschaftswoche einen deutlich höheren Östrogenspiegel und das kann innere Unruhe, schlaflose Nächte und Reizbarkeit zur Folge haben. Die hormonelle Umstellung macht auch dem Immunsystem zu schaffen und damit wächst die Gefahr, an einer Erkältung oder einer Blasenentzündung zu erkranken. Der Hormonschub wird jedoch in der Regel schnell bewältigt und im großen und ganzen fühlen sich die meisten Frauen in der 14. SSW sehr gut.

    Die 14. SSW ist für die werdenden Eltern der optimale Zeitpunkt um eine Reise zu unternehmen, denn noch sind auch lange Flüge kein Problem. Wer eine längere Flugreise plant, sollte sich aber im Vorfeld beim Arzt über die möglichen Risiken einer Thrombose informieren. Frauen, die in der 14. SSW nach Australien oder in die USA fliegen wollen, sollten sich während des Flugs immer mal wieder bewegen und auch Kompressionsstrümpfe sind eine gute Wahl. Reiseziele mit unzureichenden oder schlechten hygienischen Verhältnissen sollten allerdings nicht besucht werden und auch Länder, die keine gesicherte medizinische Infrastruktur haben, sollten von der Liste der Traumziele gestrichen werden.

    Worauf sollten Mütter in der 14. SSW achten?

    Mundhygiene sollte zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft ein Thema sein, aber besonders in der 14. SSW ist sie sehr wichtig. Der Körper des Kindes braucht für das Wachstum der Knochen dringend Kalzium und da der größte Teil des Kalziums, das die Mutter durch die Nahrung zu sich nimmt, vom Baby beansprucht wird, leiden die Zähne der Schwangeren. Besonders gefährlich sind Entzündungen des Zahnfleisches und wenn eine Entzündung nicht rechtzeitig und gründlich behandelt wird, dann ist in der 14. SSW das Risiko einer Fehlgeburt sehr groß.

    Aus ärztlicher Sicht sollte die Menge an Kalzium täglich zwischen 1.000 und 1.300 Milligramm liegen, eine Menge, die mit der Nahrung abgedeckt werden kann. Die werdende Mutter sollte vor allem Milch trinken und Milchprodukte wie Käse, Joghurt und Quark in die Nahrung einbauen. Wichtig ist auch das Zähneputzen, am besten nach jedem Essen sowie die tägliche Reinigung der Zähne mit Zahnseide, denn auf diese Weise kann Schwangerschaftskaries optimal vorgebeugt werden. Sollte es zu Zahnfleischbluten kommen, dann ist das kein Grund zur Beunruhigung, denn auch das Zahnfleisch wird in der Schwangerschaft besser als sonst durchblutet.

    Vorsorgeuntersuchungen in der 14. SSW

    Wenn es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt oder auch wenn die Mutter eine späte Erstgebärende ist, die das 35. Lebensjahr schon überschritten hat, dann sollte zwischen der elften und der 14. Schwangerschaftswoche ein sogenanntes Erst-Trimester-Screening gemacht werden. Bei dieser speziellen Untersuchungen sucht der Arzt gezielt nach Fehlbildungen oder genetisch bedingten Mutationen, wie etwa dem Down-Syndrom.

    Die Nackenfalte des Kindes wird mit einem Ultraschallgerät untersucht, es werden Bluttests gemacht und auch eine Chorionzottenbiopsie ist möglich. Bei dieser Untersuchung werden entweder aus der Scheide oder aus der Bauchdecke der Mutter Plazentazellen entnommen, in denen eine Veränderung der Chromosomen erkennbar ist. Die 14. SSW ist der letzte Termin während der Schwangerschaft, wo dieses Screening möglich ist.

    Der Triple-Test und auch die Vermessung der Nackenfalte sind Suchtests. Das heißt, der Arzt kann nur über die Wahrscheinlichkeit einer genetischen Schädigung oder einer Missbildung eine Auskunft geben. Eltern, die Sicherheit möchten, müssen eine Chorionzottenbiopsie oder eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen. Auf jeden Fall ist es wichtig, mit Arzt über diese Tests und ihre möglichen negativen Ergebnisse ausführlich zu sprechen.

    Bild: © Depositphotos.com / Yaruta

  • Reizblase – was wirklich Abhilfe schaffen kann

    Reizblase – was wirklich Abhilfe schaffen kann

    Die Reizblase oder auch hyperaktive Blase kann per Ultraschall oder im Labor nachgewiesen werden. Typisch für die Reizblase ist es, pro Toilettengang nur geringe Harnmengen abzulassen. Auch ein gehäuftes Wasserlassen während der Nacht ist kennzeichnend für eine Reizblase. In der Regel leiden wesentlich mehr Frauen als Männer unter diesem Phänomen.

    Gründe für die Reizblase

    Die Gründe, weshalb es zur Reizblase kommen kann, sind sehr vielschichtig gelagert.

    Hormonelle Veränderungen während der Wechseljahre

    Die hormonell bedingten Veränderungen im Laufe der Wechseljahre können zum Weichmachen des Bindegewebes beitragen, womit der Beckenboden stark geschwächt wird. Der Blasenschließmuskel verliert so seinen Halt. Senkt sich zusätzlich die Gebärmutter, übt diese Druck auf die Blase auf.

    Aber auch körperliche Veränderungen im Verlaufe einer Schwangerschaft und während der Geburt tragen zu einem Verlust der Straffheit der Blasenmuskulatur bei.

    Häufige Entzündungen der Blase und Stress

    Die Blasenschleimhaut von Personen, die gehäuft an einer Blasenentzündung leiden, reagiert in der Regel äußerst empfindlich. Darüber hinaus tragen stressbedingte nervliche Überreizungen zur Entwicklung einer Reizblase bei. Wird der menschliche Körper ständig überlastet, fällt stets die schwächste Stelle zuerst aus. Bei den meisten Menschen ist dies der Darm, bei vielen jedoch die Blase. Sofern keine baldige Entspannung erfolgt, kommt es zu einer Schließung des Teufelskreises. Jetzt genügt allein der bloße Gedanke an eine nicht vorhandene Toilette und die Katastrophe ist perfekt.

    Wirksame Maßnahmen bei Reizblase

    So umfangreich wie die Ursachen für die Entstehung der Reizblase sind, so vielschichtig kann auch Einfluss auf dieses Phänomen genommen werden. Zur Reduzierung stressbedingter Beschwerden und Entkrampfung der Reizblase können homöopathische Mittel beitragen. Eine zusätzliche Gabe von Vitaminen des B-Komplexes sowie des Schüssler Salzes Magnesium phosphoricum tragen zur Stärkung der Nerven und allgemeinen Entspannung bei. Magnesium wie auch Vitamine wirken sich positiv auf die Beeinflussung von Übermittlungsproblemen zwischen Blase und Gehirn aus. Eine natürliche Unterstützung erfährt die Blase dabei durch eine Ernährung, welche eine hohe Menge an

    • Bananen
    • Naturreis
    • Nüssen
    • Soja
    • Vollkornprodukten
    • Weizen

    enthält. Zwischendurch dürfen gern Kerbe des steierischen Öl Kürbis geknabbert werden. Die darin enthaltenen Wirkstoffe von zwei Esslöffeln am Tag haben eine stärkende und zugleich beruhigende Wirkung, insbesondere auf die weibliche Reizblase.

    Weitere hilfreiche Maßnahmen bei einer Reizblase

    Eine gereizte Blase lässt sich auch durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr besänftigen. Viele von einer Reizblase betroffene Personen neigen dazu, weniger zu trinken und erliegen damit dem Irrglauben, dem Problem der Reizblase Abhilfe zu schaffen. Allerdings erreichen sie damit nur das Gegenteil. Die Blase muss durch die geringere Flüssigkeitszufuhr keine großen Mengen mehr fassen. Dadurch kommt es zur Schrumpfung der Muskelschicht der Blasenwand, woraus ein noch früherer Harndrang resultiert. Bedingt durch den Mangel an Flüssigkeit erfährt der Harn eine höhere Konzentration, die Blasenschleimhaut wird zusätzlich gereizt. Auch Personen, die bislang nicht mehr als 0,35 ml je Kilogramm Körpergewicht zu sich nahmen, sollten in Zukunft zur Stärkung ihrer Blasenmuskulatur ihre pro Tag Trinkmenge stetig steigern. Dass ausreichend getrunken wurde ist daran ersichtlich, wenn sich der Urin blass- bis goldgelb verfärbt.

    Getrunken werden sollten bestenfalls Wasser und Kräutertees. Letztere weisen eine heilende und entkrampfende Wirkung auf die Harnorgane auf. Besonders geeignet sind hier Kräuter wie
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    • Bärentraube
    • Hagebutte
    • Ackerschachtelhalm
    • Goldrute

    Wer sich für das Kraut Goldrute entscheidet, kann eine schnellere Wirksamkeit durch die Verwendung hochdosierter Brausetabletten erzielen. Damit wird der Harndrang vermindert und gleichzeitig die Blase trainiert.

    Gute Ergebnisse können auch durch die zusätzliche Wärmezufuhr erzielt werden. Hierfür wird wahlweise

    • ein feuchtwarmer Wickel
    • eine Wärmflasche
    • ein erhitztes Kirschkernkissen

    auf den Unterleib gelegt. Die Wärme hilft der überforderten Bauchmuskulatur dabei, sich leichter zu entspannen.

    Auf bestimmte Reizstoffe wie zum Beispiel Alkohol, Kaffee, Nikotin und schwarzem Tee sollte bei einer vorliegenden Neigung zur Reizblase unbedingt verzichtet werden. Diese tragen zur weiteren Irritation des ohnehin angeschlagenen Nervensystems bei und sind maßgeblich an der Gefährdung des verbesserten Informationsaustausches zwischen der Blase und dem Gehirn beteiligt.

    Bild: © Depositphotos.com / ruigsantos

  • Nierenschmerzen – Ursachen und Behandlung

    Nierenschmerzen – Ursachen und Behandlung

    Die Niere ist ein sehr wichtiges Organ im menschlichen Körper.  Es agiert als Filtrieranlage des Blutes und sorgt dafür, dass überschüssige Stoffe über den Urin ausgeschieden werden. Außerdem sind die Nieren die Produktions- und Aktivierungsstätten verschiedener Hormone, die ebenfalls einen großen Einfluss auf unseren Körper haben. Sind die Nieren gesund und funktionstüchtig, bemerken wir sie nicht. Dies ändert sich jedoch schnell, wenn die Organe im oberen Bauchraum krank werden. Eines der ersten Symptome sind dann dumpfe Schmerzen, die meist krampfartig auftreten.

    Viele Menschen sind sich häufig nicht bewusst, dass es ihre Nieren sind, die wehtun. Da sich diese in Höhe der unteren Rippen und in der Nähe der Wirbelsäule befinden und die Schmerzen meist nach unten ausgestrahlt werden, gehen viele davon aus, dass es sich um Rückenschmerzen handelt. Im Gegensatz zu diesen sind Nierenschmerzen jedoch bewegungsunabhängig und treten oft schub- oder krampfartig auf.

    Die Ursachen von Nierenschmerzen

    Die Ursachen für Schmerzen in den Nieren sind vielfältig und beschränken sich längst nicht nur auf eine herkömmliche Entzündung. Zu den häufigsten Gründen für Nierenschmerzen gehören:

    • Nierenbeckenentzündung: Diese tritt meist als Folge einer Blasenentzündung auf, wenn die Bakterien aus der Blase in die Nieren wandern. Neben starken Schmerzen sind Fieber, Schüttelfrost, Blut im Urin und häufiger Harndrang die Symptome. Besonders Frauen sind aufgrund der verkürzten Harnwege von Nierenbecken- und Blasenentzündungen betroffen.
    • Nierensteine: Die Schmerzen durch Nierensteine entstehen, weil diese den Weg zur Blase blockieren. Nierensteine sind das Produkt kristalliner Ablagerungen, zu denen unter anderem Salz gehört. Männer sind häufiger von dieser Krankheit betroffen als Frauen.
    • Nierentumore: Natürlich kann auch ein Tumor zu starken Schmerzen in den Nieren führen. Wichtig zu wissen ist, dass Sie einen Tumor meist erst bemerken, wenn dieser im fortgeschrittenen Stadium ist. Am Anfang strahlt er keine Schmerzen aus.
    • Zysten-Nieren: Diese Erkrankung der Nieren, die ebenfalls mit Schmerzen einhergeht, ist meist erblich bedingt und kann im schlimmsten Fall zu Nierenversagen führen.
    • Glomerulonephritis: Autoimmunkrankheiten, aber auch verschiedene Medikamente können dazu führen, dass sich die Nierenkörperchen, auch Glomeruli genannt, entzünden. Auch in diesem Fall treten teils starke Nierenschmerzen auf.
    • Chronisches Nierenversagen: Diese Form des Nierenversagens wird vor allem durch Diabetes oder Bluthochdruck ausgelöst. Doch auch langanhaltende Nierenbeckenentzündungen und Medikamente können zu einem chronischen Nierenversagen führen. Neben Schmerzen können auch schäumender oder blutiger Urin und Wassereinlagerungen in den Beinen Symptome für ein chronisches Nierenversagen sein. Oftmals bleibt die Erkrankung jedoch auch gänzlich unbemerkt.
    • Akutes Nierenversagen: Die Gründe für ein akutes Nierenversagen sind Nierensteine, hoher Blutverlust, Medikamente oder auch Gefäßverschlüsse. Innerhalb kürzester Zeit stellen die Nieren ihre Arbeit ein, was drastische Folgen für den Körper haben kann. Er reagiert dann nicht nur mit Nierenschmerzen, sondern auch mit anderen Symptomen, die leider nicht immer eindeutig sind. Der sichere Hinweis, dass ein akutes Nierenversagen vorliegt, ist die Einstellung der Urinproduktion. In diesem Fall besteht Lebensgefahr
    • Menstruationsbeschwerden: Einige Frauen, die über starke Menstruationsbeschwerden leiden, klagen häufig auch über Schmerzen in den Nieren. Diese sind jedoch harmlos und vergehen mit dem Abklingen der Periode.

    Bei Nierenschmerzen ist der Gang zum Arzt ist unverzichtbar

    Abgesehen von Nierenbeschwerden, die als Menstruationsbeschwerden auftreten und meist eindeutig kategorisiert werden können, sollten Sie das Wehtun der Organe immer zum Anlass nehmen, einen Arzt aufzusuchen. Sowohl Entzündungen und Nierensteine als auch chronisches und besonders akutes Nierenversagen sind ernstzunehmende Krankheiten, die zum Teil schwere Folgen mit sich bringen können.

    Um Beschwerden und Erkrankungen der Nieren, die meist mit starken Schmerzen einhergehen, zu vermeiden, sollten Sie folgende Hinweise beachten:

    • Halten Sie die Nieren immer warm
    • Trinken Sie viel Wasser oder ungesüßten Tee
    • Verzichten Sie auf zu viel Salz in Ihren Speisen

    Wenn Sie die Signale Ihres Körpers ernstnehmen und sich rechtzeitig in ärztliche Behandlung begeben, können Beschwerden der Nieren meist problemlos behandelt werden. Wichtig ist, dass die Schmerzen, die von den Organen ausgehen, als solche erkennen und nicht für herkömmliche Rückenschmerzen halten.

    Bild: © Depositphotos.com / Remains

  • TCM – Warum die traditionelle chinesische Medizin heute noch wirksam ist

    TCM – Warum die traditionelle chinesische Medizin heute noch wirksam ist

    Immer mehr Menschen suchen nach einer Alternative zur modernen, technisch hochgerüsteten Apparatemedizin und immer öfter fällt dabei die Wahl auf die traditionelle chinesische Medizin, kurz auch TCM genannt. Auch wenn es den Begriff traditionelle chinesische Medizin erst seit dem 20. Jahrhundert gibt, die Verfahren, Behandlungen und Therapien gibt es bereits seit Jahrhunderten. Die Chinesen nennen die TCM auch die Fünf-Elemente-Lehre und sie begründet sich auf die Lehren des Konfuzius. Heute ist TCM auch im Westen sehr populär, zu den bekanntesten Behandlungsformen gehört die Akupunktur. Die traditionelle chinesische Medizin hat aber noch mehr zu bieten.

    Was beinhaltet die traditionelle chinesische Medizin?

    TCM ist ein eigenständiges und sehr komplexes medizinisches System mit Diagnose- und mit Therapieverfahren. Die klassische Schulmedizin und TCM müssen sich nicht zwangsläufig ausschließen, sie können sich vielmehr ergänzen. Schwere chronische Erkrankungen und auch Krankheiten wie Krebs müssen mithilfe der modernen Schulmedizin behandelt werden, aber wenn es zum Beispiel darum geht, die Nebenwirkungen einer Chemotherapie zu minimieren, dann ist die traditionelle chinesische Medizin eine große Hilfe. Auch von vielen Ärzten wird TCM heute als eine sinnvolle Ergänzung betrachtet, die bei vielen Leiden helfen kann. Zum Einsatz kommt TCM unter anderem bei:

    • Rheumatischen Beschwerden
    • Kopfschmerzen und Migräne
    • Schmerzen nach Amputationen
    • Ischias und Hexenschuss
    • Muskelverspannungen
    • Erkältungen, Bronchitis und Asthma
    • Magenschleimhautentzündung
    • Niedrigem Blutdruck
    • Menstruationsbeschwerden
    • Allergien wie Heuschnupfen
    • Schlafstörungen
    • Blasenentzündungen

    Selbst Unfruchtbarkeit, Schuppenflechte oder Neurodermitis können mit den Methoden der traditionellen chinesischen Medizin erfolgreich behandelt werden.

    Wie funktioniert TCM?

    Die traditionelle chinesische Medizin funktioniert im Grunde nach einem sehr einfachen Prinzip: Sie hilft dem Körper dabei, sich selbst zu heilen. Durch gezielte Reize werden die natürlichen Heilkräfte praktisch geweckt und dann gestärkt. Von der klassischen Schulmedizin unterschiedet sich TCM in einigen Punkten. So wird immer der Körper als Ganzes gesehen und die Therapien zielen darauf ab, Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das passiert zum Beispiel durch Yin und Yang, aber auch durch Qi, die Lebensenergie. Wenn eine der Kräfte ungleich stärker oder schwächer wird, dann kann durch TCM das Gleichgewicht wieder hergestellt werden.

    Die Diagnose wird in der traditionellen chinesischen Medizin mit der Hilfe von vier Methoden gestellt.

    1. Die Befragung
    2. Die Betrachtung
    3. Das Hören und Riechen
    4. Das Betasten

    Wie in der Schulmedizin, so beruht auch die traditionelle chinesische Medizin auf einer gründlichen Anamnese und wenn es sich nicht um schwerwiegende Erkrankungen handelt, dann kann auch die Behandlung mit TCM durchgeführt werden.

    Die Medizin der Gegensätze

    Balance und Ausgeglichenheit sind die Eckpfeiler der traditionellen chinesischen Medizin. Wer friert, der wird mit Wärme behandelt, wer schwitzt, mit Kälte. Ist der Körper schwach, dann wird er angeregt, ist er aber überaktiv, dann wird er beruhigt. Eine wichtige Rolle nimmt die Therapie mit traditionellen Arzneimittel ein. Die Grundlagen dieser Arzneimittel sind immer natürlichen Ursprungs und können sowohl tierisch als auch pflanzlich sein. Verschiedene Stoffe, die sich aber ergänzen, werden gemischt und dann zum Beispiel als Tee aufgebrüht und getrunken. Alle Tees, die Verwendung finden, werden zunächst in kaltes klares Wasser gegeben, dann zweimal aufgekocht und schließlich abgegossen.

    Auch die äußere Anwendung von Hilfsmitteln ist in der TCM ein wichtiger Bestandteil. Akupunktur ist eine der bekanntesten Therapieformen, die auch in der Schulmedizin ihren Platz gefunden hat. Jeder Mensch hat bestimmte Akupunkturpunkte und über diese Punkte können mit der Hilfe von Nadeln der Organismus, aber auch einzelne Organe beeinflusst werden. Verstärkt wird die Akupunktur durch das Abbrennen der sogenannten Moxa-Wolle, die an den Nadeln abgebrannt wird. Die erhitzten Nadeln werden unter anderem bei kalten Füßen oder Händen eingesetzt. Auch wenn es um eine Narkose geht, dann ist Akupunktur heute ein bewährtes Mittel und macht so manches Narkotikum überflüssig.

    Bild: © Depositphotos.com / jochenschneider