Schlagwort: Blutgefäße

  • Entzündungen dürfen keinesfalls unterschätzt werden

    Entzündungen dürfen keinesfalls unterschätzt werden

    Typische Merkmale wie Rötungen, Schwellungen oder auch Eiterbildung – das ist das, was die meisten im Kopf haben, wenn es um Entzündungen geht. Diese sind gut behandelbar und auch schnell wieder abgeklungen. Dennoch ist das Krankheitsbild nicht zu unterschätzen.

    Wie kommt es zu einer Entzündung?

    Fast jedes Organ bzw. jeder Körperbereich kann eine Entzündung ausprägen. Sogenannte akute Entzündungen sind etwa die Blinddarmentzündung, die Nasennebenhöhlenentzündung oder aber die Sehnenscheidenentzündung. Zu einer Entzündung kommt es immer dann im Körper, wenn eine Gewebeverletzung oder Reizung entsteht. Egal wo diese entsteht, löst sie eine Entzündungsreaktion im Körper aus. Die Auslöser der Entzündung können vielfältig sein, immer liegt aber eine Schädigung oder Reizung des Gewebes vor. Ob nun Prellung oder Zerrung nach einem Sturz, Fremdkörper wie ein Holzsplitter, Stoffwechselabbauprodukte wie Harnsäurekristalle oder pathogene Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze, sie alle können die Ursache für die Erkrankung sein.

    Symptome sind gut erkennbar

    Wer an einer Entzündung leidet, der tut dies unter den charakteristischen Symptomen wie einer Rötung der betroffenen Hautstelle, Schwellung und Schmerzen. Meist kommt auch noch Fieber dazu. Klar ist, dass bei einer Entzündung eines Organs diese nicht unmittelbar in oder unter der Haut auftritt und damit nicht sichtbar ist. Entzündungen sind selbst keine Krankheiten, lösen aber eine Abwehrreaktion des Körpers aus und setzen damit den Heilprozess in Gang.

    Was passiert bei einer Entzündung im Körper?

    Der Körper wird sofort aktiv, wenn ein Gewebe verletzt oder gereizt ist. Ist zusätzlich ein Blutgefäß beschädigt, wird der Blutklebestoff Fibrin eingesetzt um die Wunde abzudichten. Dies funktioniert so, dass an der betroffenen Stelle ein Netz quasi aufgezogen wird, in dem Blutplättchen und rote Blutkörperchen hängen bleiben. So gerinnt das Blut, wobei unmittelbar nach Blutungsstopp ein Enzym im Körper frei gesetzt wird, um die Gerinnung wieder zu stoppen. Sind Bakterien eingedrungen und muss verletztes und damit abgestorbenes Gewebe entfernt werden, kommen sogenannte Makrophage oder Fresszellen im Körper zum Einsatz. Da zugleich die Durchlässigkeit der Blutgefäße erhöht wird, kommt es in der Umgebung der verletzten Stelle zu einer Rötung und meist auch zu einer Schwellung. Zeitgleich wie die Makrophagen ihre Tätigkeit verrichten, beginnt bereits der neue Zellaufbau an der betroffenen Stelle.

    Warum sind Entzündungen schmerzhaft?

    Jeder, der schon einmal an einer Entzündung gelitten hat, weiß, dass dies eine äußerst schmerzhafte Erfahrung ist. Und genau das kann zwei Ursachen haben. Denn entweder die Nervenzelle an der betroffenen Stelle selbst ist verletzt oder die entstandene Schwellung drückt auf naheliegende Nerven. Hauptursache ist jedoch die Ausschüttung ganz bestimmter Schmerzbotenstoffe, die auch Prostaglandine, Histamin oder Bradykinin genannt werden. So weh diese auch tun, erfüllen sie dennoch eine wichtige Aufgabe. Denn sie sorgen für Aufmerksamkeit, dass im oder am Körper etwas nicht stimmt, etwa ein Gewebe verletzt wurde. Sobald die Entzündung abnimmt, werden auch die Botenstoffe abgelöst, und zwar durch Enzyme, womit auch der Schmerz wieder vorbei ist.

    Akute Entzündungen sofort behandeln

    Einige Entzündungsvarianten müssen sofort ärztlich bzw. therapeutisch behandelt werden. Dies wären etwa eine akute Lungenentzündung, eine Blinddarmentzündung. Bei weniger schwer wiegenden Ausprägungen genügt es meist, wenn der Körper während des selbstständigen Heilungsprozesses entsprechend unterstützt wird. Eine Kühlung der betroffenen Stelle hilft hier ebenso wie eine Entlastung des Verdauungssystems und viel Ruhe. Zusätzlich sollte der Betroffene viel trinken und zwar am besten Wasser. Um die Ausscheidung entzündungsbedingter Abfallprodukte im Körper zu beschleunigen, hilft es wenn viel basischer Tee getrunken wird.

    Schwerwiegende Entzündungen medikamentös behandeln

    Um zu verhindern, dass Entzündungen chronisch werden oder aber einfach dann, wenn der Körper mit der Abwehr nicht alleine fertig wird, kann der Betroffene mit Antibiotika behandelt werden. Dies ist vor allem dann entscheidend, wenn Bakterien Auslöser für die Erkrankung sind. Bei Verletzungen, die eine Entzündung der betroffenen Stelle nach sich ziehen, ist auch immer auf die Wirkung der Tetanusimpfung zu achten.

    Bild: © Depositphotos.com / tab62

  • Kurzdarmsyndrom – ein unangenehmes Leiden

    Kurzdarmsyndrom – ein unangenehmes Leiden

    Viele Patienten mit Morbus Crohn, die einen Tumor im Darm haben oder deren Darm nur unzureichend durchblutet wird, leiden nicht selten unter dem sogenannten Kurzdarmsyndrom. Auch wer eine Thrombose hatte oder mit der Verengung eines Blutgefäßes lebt, der muss damit rechnen, dass dieses unangenehme Syndrom auftritt. Wer ein Kurzdarmsyndrom hat, der geht unter Umständen einen langen Leidensweg, denn das Kurzdarmsyndrom kann das Leben komplett auf den Kopf stellen. Aber nicht nur für Erwachsene kann das Syndrom sehr gefährlich werden, auch Kinder, die mit dem Defekt geboren werden, können nicht so aufwachsen wie gesunde Kinder.

    Was ist ein Kurzdarmsyndrom?

    Wenn die Diagnose Kurzdarmsyndrom fällt, dann handelt es sich immer um einen Verlust eines Darmabschnitts, und das hat nicht nur Auswirkungen auf die Ernährung, sondern auch auf den normalen Alltag. Patienten mit einem Kurzdarmsyndrom leiden unter schweren Durchfällen, unter einem drastischen Verlust ihres Gewichts und auch Mangelerscheinungen sind bei diesem Syndrom keine Seltenheit. Bei einem strukturellen Kurzdarmsyndrom wurden Teile des Darms durch eine Operation entfernt, was bei Tumoren und auch bei Morbus Crohn der Fall ist.

    Handelt es sich aber um ein funktionelles Kurzdarmsyndrom, dann ist der Darm geschädigt und kann nicht mehr wie gewohnt funktionieren. Das ist häufig der Fall, wenn es zuvor zu einer Bestrahlung gekommen ist, wie zum Beispiel bei einer Krebserkrankung.

    Welche Folgen hat ein Kurzdarmsyndrom?

    Wenn der Darm nicht mehr richtig arbeiten kann, dann führt das zu einer verminderten Nahrungsaufnahme und in der Folge auch zu Mangelerscheinungen. So bekommt der Körper nicht mehr genügend Mineralstoffe und wichtige Nährstoffe, es fehlt an Eisen, an Folsäure und auch an Kalzium, Magnesium und an Vitamin B12. Außerdem wird bei einem Kurzdarmsyndrom vermehrt Gallensäure produziert, was wiederum für Gallensteine sorgt und die Fettverdauung beeinträchtigt.

    Die Nahrung bleibt nicht mehr so lange im Darm und es wird nicht mehr ausreichend Wasser resorbiert, was wieder für einen flüssigen Stuhlgang sorgt. Wenn es zur teilweisen Entfernung des Dickdarms kommt, dann werden vermehrt Wasser und Salze ausgeschieden, was wieder zu schweren Durchfällen führt.

    Wie wird das Kurzdarmsyndrom behandelt?

    Darmverluste von nicht mehr als 50 cm in der Länge werden von den Betroffenen in der Regel gut kompensiert, erst wenn mehr als die Hälfte des Dünndarms fehlt, dann werden die Beschwerden massiv. Je nachdem, wie stark der Darm beschädigt ist oder wie viel von ihm fehlt, müssen die Patienten in regelmäßigen Abständen mit Infusionen behandelt werden, die den Mangel an Nährstoffen und Mineralstoffen wieder ausgleichen und eine Austrocknung des Körpers verhindern. Eine wichtige Rolle spielt die Umstellung der Ernährung, denn die Patienten müssen sich, was die tägliche Ernährung angeht, auf die verminderte Funktion des Darms einstellen.

    In schweren Fällen erfolgt die Ernährung auch über einen parenteralen Katheter, wie zum Beispiel einen Port oder auch einen Hickman-Katheter. Diese beiden Katheterformen bergen aber immer das große Risiko einer Infektion, und deshalb sollte die parenterale Ernährung nur so lange wie es wirklich nötig ist, aber so kurz wie möglich durchgeführt werden. Es gibt auch einige Medikamente, die die Symptome lindern können, wie beispielsweise Omeprazol oder auch Pantoprazol. Helfen kann auch das künstlich hergestellte Hormon Teduglutid, das die Aufnahme von wichtigen Nährstoffen im Darm fördert. Das Hormon gibt es allerdings nicht in Tablettenform, es muss vielmehr jeden Tag durch das Unterfettgewebe der Haut gespritzt werden. Patienten, denen mehr als die Hälfte des Darms fehlt und die unter schweren Beschwerden leiden, müssen nach einem gewissen Zeitraum künstlich ernährt werden.

    Das Kurzdarmsyndrom ist sehr individuell und die Schwere der Erkrankung ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Junge Menschen und vor allem auch Kinder kommen mit der Verkürzung des Darms im Allgemeinen sehr viel besser zurecht als ältere Menschen, denn sie passen sich der veränderten Situation schneller an.

    Bild: © Depositphotos.com / monkeybusiness

  • Richtiges Verhalten bei Nasenbluten

    Richtiges Verhalten bei Nasenbluten

    Wer schon einmal Nasenbluten gehabt hat, der weiß, dass es meist viel schlimmer aussieht als es eigentlich ist. Das ist auch der Grund, warum viele in Panik geraten, wenn die Nase blutet und zu Mitteln greifen, die nicht sonderlich geeignet sind, das Nasenbluten zu stoppen. Es sind meist nur Kleinigkeiten, die die Nase zum Bluten bringen, eine zu trockene Nase im Winter, heftiges Schneuzen, Niesen oder auch ein zu spitzer Fingernagel sorgt für blutende Nasen, und wenn es dazu kommt, dann ist das kein Grund, unüberlegt zu reagieren.

    Gut durchblutet

    Die Nase gehört zu den Körperteilen, die am meisten durchblutet werden. Der Grund für diese üppige Durchblutung ist ein dichtes Netz an Gefäßen, das auf der Nasenscheidewand liegt. Dieses Netz liegt vorne an der Nase und trägt den etwas seltsamen Namen Locus Kiesselbach, nach seinem Entdecker, einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt aus dem 19. Jahrhundert. Das Netz, das aus vielen feinen Adern und Venen besteht, ist eine Art Schwellkörper und für eine ausgeglichene Temperatur zuständig, die für die Atemluft sehr wichtig ist. Über das Netz spannt sich eine sehr dünne Schleimhaut und diese Schleimhaut ist sehr empfindlich.

    Wenn die Nase blutet, dann meist an dieser Stelle, und so schnell, wie das Nasenbluten begonnen hat, so schnell hört es auch wieder auf. Wenn aber die Nase ohne einen ersichtlichen Grund heftig blutet oder wenn sich das Nasenbluten in regelmäßigen Abständen wiederholt, dann steckt eventuell eine andere Ursache dahinter, und in diesem Fall sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

    Was tun bei Nasenbluten?

    Wenn die Nase blutet, dann heißt es Ruhe bewahren und nicht in Panik zu verfallen. Aufrechtes Sitzen ist sehr wichtig und wenn das nicht möglich ist, dann sollte man zumindest den Oberkörper hoch lagern. Der Kopf muss nach vorne gebeugt und die Stirn abgestützt werden, damit das Blut aus der Nase abfließen kann. Wenn möglich, sollte entweder ein Tuch oder aber ein Gefäß unter die Nase gehalten werden. Wichtig ist, dass der Betroffene ruhig und gleichmäßig durch den Mund atmet.

    Eine effektive Hilfe ist auch der sogenannte Nasenflügeldruck. Mit Daumen und Zeigefinger wird der blutende Nasenflügel für fünf bis zehn Minuten fest zusammengedrückt. Der Druck sollte erst dann gelöst werden, wenn die Nase nicht mehr blutet. Wenn die Nase aber nach einer Verletzung geschwollen oder verformt ist, dann ist der Nasenflügeldruck keine gute Idee, denn wenn die Nase gebrochen ist, dann wäre der Druck wenig hilfreich und dazu auch noch sehr schmerzhaft. Auch das Kühlen der Nase durch einen Eisbeutel oder ein feuchtes kaltes Handtuch ist eine gute Idee, denn durch die plötzliche Kälte ziehen sich die Blutgefäße wieder zusammen und die Blutung wird zum Stillstand gebracht.

    Welche Maßnahmen sind falsch?

    Immer wieder kommt es bei Nasenbluten zu falschen Maßnahmen, die das Leiden der Betroffenen nur noch schlimmer macht. So ist es vollkommen falsch, den Kopf nach hinten in den Nacken zu legen, denn dann wird das Blut verschluckt und das löst Übelkeit, Brechreiz und heftige Magenschmerzen aus. Auch flach hinlegen kann gefährlich sein, denn dann kann das Blut in die Atemwege gelangen, was schwere Konsequenzen nach sich zieht. Auf keinen Fall sollten die Nasenlöcher mittels Taschentüchern, Mullstreifen, Watte oder etwas Ähnlichem verstopft werden. Werden diese Stopfen wieder herausgenommen, dann besteht die große Gefahr, dass die Nase wieder anfängt zu bluten. Ist die Blutung zum Stillstand gekommen, dann ist es keine gute Idee, die Nase sofort wieder zu putzen, denn auch noch Stunden nach dem Nasenbluten kann immer noch Druck im Locus Kiesselbach aufgebaut werden und der Schorf aus getrocknetem Blut reißt wieder auf, die Nase beginnt erneut zu bluten.

    Sollte die Nase nach 20 Minuten nicht aufhören zu bluten, dann muss ein Arzt aufgesucht werden.

    Bild: © Depositphotos.com / Goodluz

  • Gastritis – Chronische Magenschleimhautentzündung

    Gastritis – Chronische Magenschleimhautentzündung

    Unter einer chronischen Magenschleimhautentzündung, medizinisch auch chronische Gastritis genannt, versteht man eine Entzündung der Magenschleimhäute, die teils Jahre dauern kann, dabei aber über weite Strecken beschwerdefrei verläuft. Gastritis betrifft vor allem Erwachsene und hier ältere Menschen.

    Normalerweise ist die Magenschleimhaut gut durchblutet und wird durch einen Schutzfilm vor aggressiven Stoffen, darunter die Magensäure, aber auch über die Nahrung Aufgenommenes geschützt. Ihrerseits ist sie der Schutzfilm der Magenwand. Kommt es jedoch zu einer Schädigung dieser schützenden Schleimschicht, kann die darunterliegende Magenschleimhaut verletzt werden. Dann sind auch Säureattacken auf die Magenwand möglich. In der Folge kommt es zu einer Magenschleimhautentzündung, deren Symptome ähnlich deren eines nervösen Magens sind.

    Ursachen für eine Gastritis

    Die Ursachen für eine Erkrankung an Gastritis können unterschiedlicher Natur sein. Man geht davon aus, dass sie vor allem eine Folge des körperlichen Alterns ist, etwa durch veränderte Durchblutung oder einen Reflux, der auch muskuläre, nicht nur operative Gründe haben kann. Als externe Auslöser von Magenschleimhautentzündungen gelten beispielsweise übermäßiger Alkoholgenuss (kann auch für Kaffee, Tee und Nikotin gelten), Medikamente wie Kortison, Rheuma- oder Schmerzmittel sowie psychische Belastungen (Stress) und Operationen oder Verletzungen.

    Unterschieden werden, je nach Ursache und auch je nach betroffenem Magenteil, vor allem drei verschiedene Gastritis-Typen: Typ A ist eine Autoimmunerkrankung, was heißt, der Körper selbst greift die Schleimhaut des Magens an. Dies birgt, da die Zellstruktur betroffen ist, ein erhöhtes Krebsrisiko in sich. Bakterien dagegen, in den meisten Fällen der Helicobacter pylori, verursachen den Typ B. Rückfluss von Galle aus dem Zwölffingerdarm oder aber Medikamente gehören zu den Verursachern des Typs C.

    Symptomatik und Diagnostik

    Die Symptome einer chronischen Magenschleimhautentzündung treten dabei meist nur nach den Mahlzeiten auf und variieren, je nachdem wie stark die Magenwände schon angegriffen sind. Oft sind sie unspezifisch, da nicht immer gleichartig auftretend: Dazu gehören Druck- oder Völlegefühl (Blähungen), aber auch Magenschmerzen oder -krämpfe sind möglich. Unangenehmes Aufstoßen, plötzliche Übelkeit oder Erbrechen werden ebenfalls genannt.

    Eine belegte Zunge und etwaiger Mundgeruch sind ebenfalls denkbar. Je nach Schwere der vorgenannten Symptome sind auch Appetitlosigkeit und damit eine allgemeine Schwäche möglich. Zu Komplikationen kann es kommen, wenn sich aus der andauernden Magenschleimhautentzündung ein Magengeschwür entwickelt: Magenblutungen oder gar ein Magendurchbruch sind dann körperliche Alarmsignale, die durchaus auch plötzlich auftreten können.

    Die meisten Betroffenen mit chronischer Gastritis merken nämlich über lange Zeit nichts von ihrer Erkrankung, sie wird oft nur zufällig diagnostiziert. Probate Mittel sind die Magenspiegelung (Gastrokopie) und die Untersuchung (Biopsie) von Gewebeproben. Zellveränderungen oder der Nachweis des Helicobacter pylori sind so etwa möglich. Auch das Blutbild kann auf eine Magenschleimhautentzündung schließen lassen. Etwa, wenn eine durch Vitamin B12-Mangel verursachte Blutarmut festgestellt wird, die z. B. ein Zeichen für eine Gastritis Typ A sein kann.

    Therapie der Gastritis

    Therapeutische Ansätze zur Beschwerden-Linderung sind wie bei einer akuten Gastritis auch Schonkost, Wärme sowie der Verzicht auf Kaffee, Nikotin und Alkohol. Achtung bei verdorbenen Lebensmitteln. Auch Entspannungstechniken können helfen. Medikamentengaben sind jedoch abhängig vom Gastritis-Typ; bei Typ B etwa ist eine meist antibakterielle Therapie sinnvoll, bei Typ C kann die zusätzliche Einnahme eines pflanzlichen Arzneimittels die Nebenwirkungen eines die Magenschleimhaut angreifendes Medikamentes lindern.

    Die Behandlung einer chronischen Magenschleimhautentzündung bedarf einer ärztlichen Überwachung, meist mit Medikamenten sowie eventueller Nahrungsumstellung. Oft bleibt sie aber erst länger unbemerkt, da sie sich meist durch leichtere Beschwerden, wie Blähungen und Völlegefühl bemerkbar macht.
    Wärme oder Kälte bei einer chronischen Magenschleimhautentzündung – was hilft besser?

    Neben den ärztlichen Empfehlungen können auch nicht-medikamentöse Behandlungen helfen eine Heilung zu unterstützen, wie z. B. eine Wärme- oder Kältetherapie. Doch welche ist bei einer chronischen Magenschleimhautentzündung die richtige Maßnahme?

    Bei einer Kältebehandlung ziehen sich die Blutgefäße zusammen, sie fungiert abschwellend und lindert Entzündungen. Allerdings bleibt in diesem Falle die erwünschte krampflösende Wirkung aus. Weiterhin empfinden die Betroffenen in ihrer Situation eine Kühlung als unangenehm.

    Wird der obere Magenbereich von außen mit Wärme versorgt, erweitern sich die lokalen Blutgefäße und die Durchblutung verbessert sich. Neben dem Wohlfühleffekt einer Entkrampfung sowie einer Entspannung, wird der Stoffwechsel angeregt und die Bildung der Magenschleimhaut angetrieben. Der Verdauungstrakt wird aktiviert und Blähungen können entweichen. Auch Völlegefühl und Übelkeit lassen folglich nach.

    Wie man sich letztendlich mit Wärme behandelt, ob mit Bestrahlung durch Rotlicht, feucht-warmen Umschlägen, einer Wärmeflasche oder mit einem warmen Bad liegt ganz an den Bedürfnissen des Betroffenen.

    Bild: © Depositphotos.com / lofilolo

  • Was hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit?

    Was hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit?

    Endlich scheint die Sonne wieder vom blauen Himmel und trotzdem fühlen sich viele Menschen müde, schlapp, gereizt oder abgeschlagen. Schuld daran ist die Frühjahrsmüdigkeit, die vielen immer dann zu schaffen macht, wenn die Temperaturen wieder steigen und der Winter sich endgültig verabschiedet hat. Jeder zweite Deutsche hat mit der Frühjahrsmüdigkeit zu kämpfen und auch wenn es schwerfällt, wer betroffen ist, der muss sich ein wenig in Geduld üben, denn es kann vier Wochen dauern, bis sich der Körper an die frühlingshaften Temperaturen gewöhnt hat.

    Müde ins Frühjahr

    In keiner Jahreszeit ist das Wetter so launig und unbeständig wie im Frühling. Mal ist es kalt, dann wieder warm, es regnet und es schneit im raschen Wechsel, und diese sogenannte Großwetterlage ist es, die vielen Menschen so zu schaffen macht. Der Körper ist noch an das meist beständig kalte Wetter im Winter gewöhnt, kommt dann der Frühling, dann wird der Kreislauf überlastet und es dauert, bis die Anpassungsphase beendet ist.

    Dazu kommt, dass sich bei wärmeren Temperaturen die Blutgefäße weiten und der Blutdruck sinkt. Das führt zu Schwindel und zu Problemen mit dem Kreislauf, zwei Symptome, die nicht mit einer Krankheit zu tun haben, sondern einzig und allein auf Frühjahrsmüdigkeit hindeuten. Der Körper braucht Zeit, bis er wieder in Schwung kommt und bis sich die innere Uhr wieder auf die warme Jahreszeit eingestellt hat.

    Die Ursachen für Frühlingsmüdigkeit

    Die beiden körpereigenen Hormone Melatonin und Serotonin sind ebenfalls dafür verantwortlich, dass es zur Frühjahrsmüdigkeit kommt. Vor allem Serotonin, das im Winter in einen Schlummermodus geht, erwacht im Frühling wieder zu neuem Leben. Der Körper aktiviert das Serotonin, damit die Laune wieder steigt. Jeder Sonnenstrahl sorgt dafür, dass mehr Serotonin hergestellt wird und wenn dann nach den ersten warmen Sonnenstrahlen wieder Schneeflocken fallen und die Temperaturen sinken, dann gerät die Serotoninproduktion vollkommen durcheinander. Wird das Wetter beständiger, dann kommt auch der Serotoninspiegel ins Gleichgewicht und die Frühjahrsmüdigkeit verschwindet wieder.

    Wenn die Produktion von Serotonin gesteigert wird, dann sinkt gleichzeitig die Produktion des Melatonin. Melatonin ist das sogenannte Schlafhormon, das nur in der dunklen Jahreszeit aktiv ist. Wird es draußen heller und wärmer, dann verschwindet das Melatonin und auch das macht dem Körper zu schaffen. Vor allem die Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit Ende März ist dafür verantwortlich, dass es zu gesundheitlichen Problemen kommt, denn plötzlich ist es morgens wieder dunkel und die beiden Hormone Melatonin und Serotonin kommen durcheinander.

    Die Frühjahrsmüdigkeit bekämpfen

    Wie kann man effektiv gegen die unangenehme Frühjahrsmüdigkeit ankämpfen? Mediziner raten zu viel Bewegung in frischer Luft, denn je mehr Sonnenlicht Körper und Seele bekommen, desto schneller wird der Serotoninspiegel nach oben gefahren. Auch Wechselduschen ist eine gute Sache, denn wer regelmäßig kalt und warm duscht, der stärkt sein Immunsystem und macht sich fit für den Start in den Frühling. Auch wenn Abhärtung eine gute Idee ist, überfordern sollte man seinen Körper dennoch nicht, der Tag sollte nach Möglichkeit gemütlich und in aller Ruhe ausklingen.

    Auch die richtige Ernährung spielt eine wichtige Rolle, um der Frühjahrsmüdigkeit den Kampf anzusagen. Viel Gemüse, frisches Obst, mageres Fleisch und auch Vollkornprodukte lassen nicht nur die im Winter angefutterten Pfunde schmelzen, die richtige Ernährung sorgt auch für bessere Laune. Wer sich schlapp und müde fühlt oder wenn es zu Schlafproblemen und Schwierigkeiten mit der Konzentration kommt, dann können Vitamine, Mineralien und Spurenelemente helfen. Brausetabletten sind eine gute Wahl, denn diese Nahrungsergänzungsmittel helfen dem Körper aktiv dabei, sich auf die veränderten Wetterbedingungen einzustellen.

    Sport ist ebenfalls ein gutes Mittel, um die Frühjahrsmüdigkeit zu vertreiben. Einfach den berühmt-berüchtigten inneren Schweinehund überwinden, die Laufschuhe anziehen und dann raus in die frische Luft und in der Natur laufen.

  • Was tun gegen Frühjahrsmüdigkeit?

    Was tun gegen Frühjahrsmüdigkeit?

    Die Temperaturen steigen, die Natur erwacht zu neuem Leben, der Einheitstrist der vergangenen Wintermonate verschwindet so langsam – und doch kommt so mancher kaum in Schwung. Frühjahrsmüdigkeit ist den meisten Menschen ein Begriff: Trägheit, Unlust, Schwindel und Kopfschmerzen zählen zu den häufigsten Beschwerden. Der Kreislauf macht Probleme, wetterfühlige Menschen leiden noch stärker unter Wetterschwankungen und Betroffene reagieren schnell gereizt. Doch woher kommt die Frühjahrsmüdigkeit und was können wir dagegen tun?

    Wenn sich die Hormone auf Frühling einstellen…

    Die Medizin forscht bis heute relativ ergebnislos an den Ursachen der Frühjahrsmüdigkeit. Der einzige Faktor, der vollkommen klar mit der typischen Antriebslosigkeit im Frühjahr in Verbindung gebracht werden kann, ist der Hormonhaushalt. Schuld ist vor allem das sogenannte Schlafhormon Melatonin. Dieses findet sich nach den dunklen und langen Wintermonaten in erhöhter Konzentration im Blut und trägt zur Müdigkeit und Unlust bei.

    Eine weitere klare Hauptursache ist außerdem der Blutdruck. Der Organismus muss sich während des Klimawechsels zunächst wieder auf die steigenden Temperaturen einstellen. Eine typische Reaktion des Körpers auf eine derartige Umstellung ist die Erweiterung der Blutgefäße und das Absinken des Blutdrucks, wodurch die Müdigkeit begünstigt wird.

    Das Resultat dieser Hauptursachen zeigt sich in Form von Mattigkeit, mit der Stimmungsschwankungen und Antriebslosigkeit ebenso einhergehen wie Kopfschmerzen und Schwindel.

    Doch was tun gegen die Frühjahrsmüdigkeit?

    Generell gilt der Rat, bei derartigen Symptomen zuerst den Hausarzt aufzusuchen, um eine ernsthafte Erkrankung auszuschließen. Sofern eine organische Ursache definitiv ausgeschlossen ist, sollte der träge Organismus nicht über Gebühr geschont werden. Stattdessen sollte man ihn in vernünftigen Maßen fordern und ihn so dabei unterstützen, sich schnell aber schonend an das veränderte Klima anzupassen.

     

    – Sonnenlicht macht fit!

    Verbringen wir viel Zeit in der Sonne, produziert der Körper Vitamin D. Dieses ist nicht nur generell gesund – es hilft dem Körper auch dabei, sich auf das veränderte Klima einzustellen.

    – Bewegung bringt den Organismus auf Touren!

    Joggen oder Walken ist nicht nur gut für die Kondition, es treibt auch den Kreislauf an und bringt den niedrigen Blutdruck in Schwung. Ältere oder nicht gesunde Menschen sollten selbstverständlich nur dann das Frühlingswetter für Outdoor-Sport nutzen, wenn sie die Erlaubnis des behandelnden Arztes haben. Kommt Sport nicht in Frage, kann auch ein Spaziergang helfen. Hauptsache, es wird frische Luft getankt und der Körper erhält die Möglichkeit, sich an das Frühlingsklima zu gewöhnen.

    – Viel trinken!

    Der menschliche Körper braucht ausreichend Flüssigkeit, um den Kreislauf optimal anzuregen. Daher sollte gerade bei akuten Kreislaufbeschwerden und Müdigkeit darauf geachtet werden, ausreichend zu trinken.

    – Salat statt Hackbraten: Leichter Kost den Vorzug geben!

    In den Wintermonaten schaffen wir es meist nur schwer, den Körper mit ausreichend Vitaminen zu versorgen. Dies sollte im Frühjahr nachgeholt werden. Frisches Obst und Gemüse sind daher eine sinnvolle Alternative zu schweren Mahlzeiten, die den Körper zusätzlich belasten.

    – Wechselduschen für den Kreislauf

    Schon unsere Vorfahren wussten um die Wirkung von Wechselduschen. Gerade dann, wenn der Kreislauf nicht in Schwung kommen will und der Blutdruck im Keller ist, kann der Wechsel aus warmem und kaltem Wasser beim Duschen wahre Wunder wirken.

    – Kurze Mittagsruhe für neuen Schwung

    Dem Leiden des Körpers nicht nachzugeben bedeutet natürlich nicht, über die eigene Grenze hinauszugehen. Wer die Möglichkeit und das Bedürfnis hat, sollte sich mittags ruhig für eine halbe Stunde Ruhe und Schlaf gönnen. Wesentlich länger sollte die Mittagspause jedoch nicht dauern, da der Organismus sonst erneut beginnt das Schlafhormon Melatonin zu produzieren, das die Müdigkeit noch stärker werden lässt. Das Ergebnis zu langer Mittagspausen ist dann erst recht Gereiztheit und Unausgeglichenheit.

     

    Das Frühjahr bedeutet also auch, sich in gewisser Weise selbst anzuspornen. Frühes Aufstehen und zu Bett gehen unterstützt den Körper zusätzlich dabei, so viel Tageslicht wie möglich zu tanken und bringt uns in den richtigen Rhythmus, um für den nahenden Sommer gewappnet zu sein.

    Medikamentöse Unterstützung ist in aller Regel nicht notwendig. Unterstützend greifen Ärzte gerne auf Vitaminpräparate zurück, die den Körper unterstützen. Wie lange und intensiv uns die Frühjahrsmüdigkeit jedoch gefangen hält, liegt hauptsächlich daran, wie wir mit ihr umgehen.