Schlagwort: Blutgefäße

  • Bluthochdruck auf natürliche Weise senken

    Bluthochdruck auf natürliche Weise senken

    Eine sehr bedeutsame Frage in der heutigen Zeit ist die danach, wie sich der Bluthochdruck senken lässt. Bluthochdruck – in der Fachsprache ist von arterieller Hypertonie die Rede – betrifft nahezu mehr als die Hälfte der Bevölkerung im fortgeschrittenen Alter innerhalb Deutschlands.

    Maßnahmen zum Senken des Bluthochdrucks

    Bluthochdruck ist einer der maßgeblichen Risikofaktoren für

    • Herzinfarkt
    • Koronare Herzkrankheit
    • Nierenschäden
    • Schlaganfall

    Schon aus diesen Gründen müssen wir uns Gedanken darüber machen, wie wir Menschen den Bluthochdruck effektiv senken können.

    Im Allgemeinen kann zwischen verschiedenen Maßnahmen zum Senken von Bluthochdruck unterschieden werden. Für manche betroffene Personen machen bestimmte Mittel im Kampf gegen den Bluthochdruck Sinn. Dabei handelt es sich beispielsweise um

    • Beta-Blocker
    • Diuretika
    • Blutdrucksenker

    Diese Medikamente werden von einem Arzt zum Senken von Bluthochdruck verschrieben, sofern weitere Behandlungen nicht umsetzbar sind oder nicht genügen.

    Das natürliche Senken von Bluthochdruck

    Selbst für den Fall, dass Ihr Arzt Ihnen bereits ein Medikament zum Senken des Bluthochdrucks verschrieben hat, können Sie selbst noch aktiv werden, um zur Stabilisierung Ihrer Blutdruckwerte beizutragen. In einigen Fällen von Bluthochdruck bestehen sehr gute Chancen, durch die Anwendung natürlicher Mittel die Werte in einen Bereich zu senken, so dass künftig die Dosis der den Blutdruck senkenden Medikamente verringert werden kann. Wer mithilfe natürlicher Mittel seinen Bluthochdruck senken möchte, sollte jedoch vorher immer erst diese Absicht mit seinem Arzt absprechen. Ein eigenmächtiges Absetzen von Medikamenten kann mitunter lebensgefährdende Folgen haben.

    Gleiches gilt für den Fall, dass bei eingenommenen Medikamenten zum Senken von Bluthochdruck Nebenwirkungen auftreten. Unter anderem besteht hier die Möglichkeit, auf ein besser verträgliches Medikament zur Senkung des Bluthochdrucks zurückzugreifen. Durch die Änderung des eigenen Lebensstils ergeben sich gute Möglichkeiten, einen Bluthochdruck auf natürliche Weise zu senken.

    Chancen zum Senken von Bluthochdruck auf einfache Weise

    Von Bluthochdruck betroffene Personen können durch das regelmäßige Treiben von Sport ihre Werte um 5 bis 10 mm Hg senken. Wer zudem unter Übergewicht leidet, kann mit einem körperlichen Training gleichzeitig etwas zum Kampf gegen die überflüssigen Pfunde beitragen. Auf welche Sportart dabei zurückgegriffen wird und in welcher Höhe die Trainingseinheiten anfallen, ist stets von der individuellen physischen Fitness sowie den persönlichen Neigungen abhängig. Empfohlen werden können leichte Ausdauersportarten, wie dies zum Beispiel bei

    • Joggen
    • Radfahren
    • Nordic Walking
    • Schwimmen

    der Fall ist. Dabei sollte die gewählte Sportart wenigstens dreimal pro Woche für jeweils eine halbe Stunde absolviert werden, um ein Senken des Bluthochdrucks erreichen zu können. Am besten sucht sich die betroffene Person eine Sportart aus, welche ihr besonders viel Spaß macht. Viele Menschen empfinden es auch als stark motivierend, wenn sie zusammen mit anderen Personen Sport treiben können. Ausreichende Möglichkeiten dazu bieten Sportgruppen und Vereine.

    Möglichst wenig Salz verzehren

    Wer effektiv gegen seinen Bluthochdruck vorgehen möchte, sollte seine Speisen möglichst wenig salzen. Die mit der Nahrung aufgenommene Salzmenge beeinflusst den menschlichen Blutdruck. In einer Vielzahl von Fertigprodukten ist häufig viel zu viel Salz enthalten. Empfehlenswert ist es, einfach selbst zu kochen. Dabei kann die Salzmenge besser kontrolliert werden und auf die lange Sicht ein natürliches Senken des Bluthochdrucks erreicht werden.

    Anstelle von Salz können zudem größere Mengen an frischen Kräutern den Speisen zugesetzt werden. Diese sind äußerst gesund und bereichern die Geschmacksvielfalt von Speisen. Auf diese Art können Betroffene ihren Bluthochdruck effektiv senken und zur gleichen Zeit neue Aromen kennenlernen.

    Bluthochdruck senken durch Verzicht auf Alkohol und Nikotin

    Personen, die in regelmäßigen Abständen große Mengen Alkohol konsumieren, tragen nicht nur zur Erhöhung ihres Blutdrucks bei. Gleichzeitig steigern diese auch ihr Risiko, an weiteren Leiden zu erkranken.

    Ein Zuviel an Alkohol ist erreicht, wenn

    • Frauen mehr als 10 g alkoholische Getränke ® 125 ml Wein
    • Männer mehr als 20 g alkoholische Getränke ® 250 ml Wein

    pro Tag zu sich nehmen.

    Wer auf Nikotin verzichtet, kann seinen Bluthochdruck nachhaltig senken, denn Rauchen trägt zur Verengung der Blutgefäße bei. Verengte Blutgefäße erhöhen den Blutdruck, was wiederum ein erhöhtes Risiko für eine Arterienverkalkung darstellt. Darüber hinaus sind Folgeerkrankungen wie beispielsweise

    • Herzinfarkt
    • Schlaganfall

    nicht ausgeschlossen. Für starke Raucher ist zum Senken von Bluthochdruck ein Rauchstopp unbedingt erforderlich.

    Bild: © Depositphotos.com / Amaviael

  • Darf man Spinat aufwärmen oder nicht?

    Darf man Spinat aufwärmen oder nicht?

    Viele Hausfrauen haben von ihren Müttern gelernt, dass Spinat und Pilze nicht aufgewärmt werden dürfen, denn dann sind sie giftig. So alt wie diese Weisheit, ist auch die Frage: Stimmt es, dass man Spinat nicht aufwärmen soll, oder ist es völlig ungefährlich, wenn das Gemüse am nächsten Tag noch mal aufgewärmt wird? Schuld an dieser kontroversen Diskussion ist das im Spinat enthaltene Nitrat, denn das soll richtig giftig sein, wenn der Spinat aufgewärmt wird.

    Auf die Lagerung kommt es an

    Im Spinat wie auch in vielen anderen Blattgemüsesorten, ist Nitrat enthalten. Nitrat ist eine harmlose Stickstoffverbindung, die die Pflanzen brauchen, um zu wachsen. Wird der Spinat falsch oder auch zu lange gelagert, dann verwandelt sich das an sich harmlose Nitrat in giftiges Nitrat und das kann unter Umständen gefährlich werden. Nur den Spinat aufwärmen und die falsche Lagerung reichen jedoch nicht aus, um aus Nitrat gefährliches Nitrat zu machen. Trotzdem heißt das nicht, dass man niemals Spinat aufwärmen sollte, für Erwachsene besteht nämlich keine Gefahr, sich am aufgewärmten Gemüse zu vergiften. Was man allerdings nicht tun sollte, ist, den Spinat nicht zu lange warm halten, er sollte schnell abkühlen und dann nicht länger als einen Tag und dann auch nur im Kühlschrank aufbewahrt werden.

    Spinat aufwärmen – eine Gefahr für den Magen?

    Spinat aufwärmen kann eine Gefahr für den Magen darstellen, denn wenn das Nitrat auf Magensäure oder auf durch den Mund aufgenommene Bakterien trifft, dann verwandelt sich die harmlose Stickstoffverbindung in Nitrosamine, die nicht ganz ungefährlich sind. Um diese Gefahr zu bannen, ist Vitamin C ein bewährtes Mittel, denn Vitamin C hilft dabei, diesen Prozess der Umwandlung von Nitrat in Nitrosamine zu stoppen. Es kann also hilfreich sein, zu einem Teller aufgewärmten Spinat ein Glas Orangensaft zu trinken oder vielleicht auch einen Salat mit einem Zitronensaftdressing zu essen.

    Gefährlich für Kinder

    Wenn man Spinat aufwärmen will, dann sollte das Gemüse nur von erwachsenen Menschen gegessen werden, denn bei Kindern ist Vorsicht geboten. Besonders kleine Kinder sollten keinen Spinat essen, der aufgewärmt wurde, denn Kindermägen reagieren sehr empfindlich auf Nitrat. Für Säuglinge kann das Nitrat im aufgewärmten Spinat sogar lebensgefährlich werden, denn das Nitrat kann den Sauerstofftransport im Blut blockieren, was dann letztendlich zur Blausucht führt. Kinder, die unter drei Jahren sind, sollten nur Spinat essen, der frisch zubereitet wurde oder der aus einem Gläschen kommt. Außerdem ist es wichtig, den Spinat vor dem Kochen sehr gründlich zu waschen und dann zu blanchieren, denn diese Maßnahmen helfen dabei, den Nitratgehalt deutlich zu senken.

    Warum Nitrat nicht nur gefährlich ist

    Spinat aufwärmen ist gefährlich – diese alte Küchenregel ist bis heute aktuell und noch immer wird das Nitrat als gefährlich eingestuft. Ernährungswissenschaftler sehen das aber ein bisschen anders, denn sie sehen Nitrat weniger kritisch und zeigen die Vorteile auf, die die Stickstoffverbindung hat. Es gibt einige Studien, die belegen, dass Nitrat die Blutgefäße weitet und damit für einen niedrigen Blutdruck sorgt, zudem wirkt sich das Nitrat positiv auf den Blutzuckerspiegel aus. Nahrungsmittel, die Nitrat enthalten, sind bei vielen Sportlern sehr beliebt, denn sie liefern viel Energie und fördern außerdem das Wachstum der Muskeln.

    Früher riskant

    Pilze und Spinat aufwärmen war in früheren Zeiten vielleicht ein Risiko, weil die hygienischen Zustände damals nicht perfekt waren. So wurden Lebensmittel vielfach auf der Kellertreppe gelagert, da es noch keine Kühlschränke gab. Auch der Spinat wurde so aufbewahrt und war entsprechend mit Bakterien belastet, die im Zusammenhang mit Nitrat sehr gefährlich werden konnten. Heute gibt es Kühlketten, die verhindern, dass das Blattgemüse bakteriell belastet wird. Wer also Spinat aufwärmen möchte, der kann das tun, frisch zubereitet schmeckt er aber wesentlich besser.

    Bild: © Depositphotos.com / pitrs10

  • Warum die Nabelschnur dem Baby gefährlich werden kann

    Warum die Nabelschnur dem Baby gefährlich werden kann

    Jede Frau durchlebt in den neun Monaten einer Schwangerschaft ein wahres Wechselbad der Gefühle. Auf der einen Seite ist da die große Vorfreude auf das Baby, auf der anderen Seite sind da die Sorgen, dass auch alles nach Wunsch verläuft und dass das Kind gesund zur Welt kommt. Eine der großen Sorgen, die viele werdende Mütter begleitet, ist die Horrorvorstellung, dass sich das ungeborene Kind die Nabelschnur um den Hals binden und sich damit erdrosseln könnte.

    Die Nabelschnur – ein echtes Meisterwerk

    Evolutionsforscher sind heute davon überzeugt, dass die innige Bindung, die Mutter und Kind haben, etwas mit der Nabelschnur zu tun hat. 40 Wochen hängen das Baby und seine Mutter an einer Schnur, durch die das Kind mit der Plazenta, dem Mutterkuchen verbunden ist. Die Nabelschnur macht es möglich, dass das Kind weder atmen noch schlucken muss, denn es wird durch diese besondere Schnur mit allem, was es zum Leben braucht, zuverlässig versorgt. Immer wieder fließt frisches Blut und damit auch der lebensnotwendige Sauerstoff durch die Schnur, das Baby bekommt alle wichtigen Nährstoffe und die Abfallstoffe werden ebenfalls durch das kleine Meisterwerk der Natur entsorgt. Aber nicht nur wenn es um die Versorgung mit Blut und Nährstoffen geht, spielt die Nabelschnur eine entscheidende Rolle, sie dient dem Fötus auch als eine Art Spielzeug, das es in den Mund nimmt, daran lutscht und immer wieder auch danach greift.

    Woraus besteht die Wunderschnur?

    Die Leine, die Mutter und Kind miteinander verbindet, besteht aus einer Substanz, die Mediziner die Whartonsche Sulze nennen. Dabei handelt es sich um eine Art Gelee, das alle wichtigen Blutgefäße im Inneren der Schnur vor Druck von Außen, aber auch vor dem Abknicken schützt. Am Ende der Schwangerschaft hat die Schnur, aus der später einmal der Bauchnabel wird, eine Länge von ca. 60 cm und einen Durchmesser von zwei Zentimeter. Die Länge, aber besonders auch der spiralförmige Aufbau machen es dem Baby möglich, sich in der Gebärmutter ganz nach Belieben zu drehen, Purzelbäume zu machen und zu turnen. Ist ein Baby besonders aktiv, dann ist auch die Schnur besonders lang und das kann unter Umständen zu einem Problem werden.

    Wie gefährlich ist die Schnur als „Halskette“?

    Nach der Statistik kommt es nur sehr selten vor, dass sich ein Kind im Mutterleib stranguliert, gefährlich wird es aber immer dann, wenn sich die Nabelschnur während der Geburt wie eine Kette um den Hals des Babys legt. Ist die Schnur dann auch noch zu kurz, dann wird es richtig gefährlich, denn das Kind wird von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten. Wenn sich eine solche gefährliche Geburt abzeichnet, dann wird die Mutter nicht mehr durch Ultraschall überwacht, in diesem Fall wird ein CTG durchgeführt, um erkennen zu können, ob und wie die Schnur um den Hals des ungeborenen Kindes liegt. Der Wehenschreiber kann ebenfalls Auskunft darüber geben, ob eine akute Gefahr für das Kind besteht oder nicht. Fallen die Herztöne deutlich ab, dann entscheiden sich die Ärzte immer für einen schnellen Kaiserschnitt, um das Leben des Babys zu retten.

    Gefahr durch die Beckenendlage

    Rund fünf Prozent der Babys, die in Deutschland zu Welt kommen, liegen in der sogenannten Beckenendlage, sie wollen das Licht der Welt zuerst mit dem Po erblicken. Besonders in dieser Position kommt es nicht selten zu Komplikationen mit der Nabelschnur. Oftmals ist die Schnur, die Mutter und Kind verbindet, die Ursache für die Beckenendlage, denn wenn die Schnur nicht lang genug ist und das Kind kurz vor der Geburt kaum noch Platz in der Gebärmutter hat, dann kann es passieren, dass es sich bedingt durch die Schnur um seinen Hals, nicht mehr drehen kann.

    Bild: © Depositphotos.com / arztsamui

  • Rosacea – eine weitverbreitete Hautkrankheit

    Rosacea – eine weitverbreitete Hautkrankheit

    Wer nach einem Spaziergang bei klirrender Kälte und strahlend blauem Himmel mit rot gefärbten Wangen nach Hause kommt, der hat den vermeintlich sichtbaren Beweis dafür, wie gesund dieser Winterspaziergang war. Rote Wangen sind nach wie vor ein Zeichen für Gesundheit, aber nicht in jedem Fall ist diese Gesichtsfärbung auch harmlos, dahinter kann sich auch die Hautkrankheit Rosacea verbergen. Rosacea ist weit verbreitet, rund vier Millionen Deutsche leiden darunter und viele wissen nicht einmal, dass ihre Haut krank ist, wenn sie dauerhaft rote Backen haben.

    Rosacea – eine wenig bekannte Hautkrankheit

    Rosacea ist auch unter dem Namen Kupferrose bekannt und tritt in der Regel bei Erwachsenen zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr auf. Laut des Vereins Deutsche Rosacea Hilfe e. V. sind mehr Frauen als Männer von der Krankheit betroffen, die der Akne ähnelt. Bei vier Millionen Deutschen wurde die Hautkrankheit bislang diagnostiziert, die Dunkelziffer dürfte aber um einiges höher sein. Die Kupferrose oder auch Erwachsenen-Akne wird vielfach nicht erkannt und nur jeder Zehnte, der darunter leidet, geht auch zu einem Dermatologen. Dass die Krankheit so selten erkannt wird, liegt vor allem daran, dass sie immer individuell verläuft, und genau das macht die Diagnose so kompliziert.

    Welche Symptome gibt es?

    Wer öfter rote Wangen hat, der wird das nicht mit einer Hautkrankheit in Verbindung bringen, zumal die auffällige Gesichtsrötung am Anfang sehr schnell wieder verschwindet. Rosacea beginnt meist mit einer nur leichten Rötung des Gesichtes, dem sogenannte Flush. Die Rötung zeigt sich und verschwindet dann nach wenigen Stunden wieder. Im späteren Verlauf kommt die Rötung immer öfter oder sie bleibt auf Dauer. Die feinen Äderchen in der Gesichtshaut treten deutlich hervor, und die Haut beginnt zu jucken, zu brennen, sie schuppt und wird trocken. Ein typisches Symptom ist, dass zusammen mit der Rötung Pickel auftreten, und es kann in einigen Fällen auch zu einem Anschwellen oder sogar zu Hautwucherungen kommen. Die Betroffenen bekommen ein Rhinophym, eine unschöne Knollennase. Dieses Symptom tritt überwiegend bei Männern auf.

    Was ist der Auslöser?

    Warum es zu Rosacea kommt, ist aus medizinischer Sicht noch immer nicht vollständig geklärt. Es gibt aber Vermutungen, wonach eine genetische Veranlagung Rosacea auslösen kann. Möglich ist jedoch auch eine Unterversorgung der Blutgefäße in der Gesichtshaut. Hautmilben kommen als Auslöser ebenso infrage wie auch Alkohol, zu viel Stress, zu scharfes Essen, und Temperaturschwankungen, auch Kosmetik und Sport können schuld an der Hauterkrankung sein. So weiten Kälte und auch Hitze die Blutgefäße und das löst dann eine Gesichtsrötung aus. Da Rosacea immer in Intervallen auftritt, kommen bei einem akuten Schub mehrere Auslöser infrage.

    Ist Rosacea heilbar?

    Rosacea ist bislang nicht heilbar, aber es ist wichtig, dass sich die Betroffenen so früh wie möglich behandeln lassen. Geschieht das nicht, dann bleibt es leider nicht bei der vermeintlich harmlosen Rötung im Gesicht, denn die Krankheit kann zu Pusteln führen, die sich entzünden können. Spezielle Medikamente und Cremes helfen dabei, die Symptome zu lindern und zu verringern. Nicht selten gelingt es sogar, die Rötung wenigstens vorübergehend komplett abheilen zu lassen. Wichtig ist dabei aber, dass die Auslöser bekannt sind. Wer die Kupferrose erfolgreich behandeln will, der muss vor allen Dingen viel Geduld mitbringen, denn es dauert einige Zeit, bis sich die Krankheit spürbar verbessert und abheilt. Besonders Frauen leiden unter der Gesichtsrötung, aber es gibt heute spezielle Kosmetikprodukte, mit denen die Röte abgedeckt werden kann. Herkömmliche Kosmetik ist nicht zu empfehlen, denn in dieser Kosmetik ist Parfüm enthalten, was für die empfindliche Gesichtshaut nicht gesund ist. Auch Bio-Kosmetik ist eine Möglichkeit, um die Rötungen im Gesicht abzudecken, da diese Kosmetik ganz ohne Zusatzstoffe, Parfüm und Alkohol auskommt. Welche Kosmetik hier infrage kommt, das kann der Hautarzt sagen.

    Bild: © Depositphotos.com / panicAttack

  • Hornhauttransplantation – ein Fisch kann das Augenlicht retten

    Hornhauttransplantation – ein Fisch kann das Augenlicht retten

    Jedes Jahr können 100.000 Menschen weltweit dank einer Hornhauttransplantation wieder sehen. Da die Keratoplastik eine Erfolgsquote von bis zu 95 % hat, ist sie die erfolgreichste Transplantationsmethode der Welt. Es gibt jedoch ein Problem, es fehlen Spender. Bislang wurde für eine Hornhauttransplantation die Hornhaut von Verstorbenen verwendet, da die Zahl der Spender aber immer weiter zurückgeht, muss sich die Medizin etwas einfallen lassen. Bei der Suche nach einer geeigneten Alternative stießen die Forscher jetzt auf einen kleinen unscheinbaren Fisch, dessen Schuppen die Rettung für alle sein können, die wieder sehen möchten.

    Die Hornhaut – eine ganz besondere Haut

    Die Cornea, wie die Hornhaut medizinisch heißt, hat salopp gesagt, für das Auge die Funktion einer Windschutzscheibe. Diese äußere, transparente Haut ist sehr berührungsempfindlich und besteht aus mehreren Zelllagen, die aber nur 0,6 mm dünn sind. Diese Zelllagen weisen jedoch eine biologische Besonderheit auf, denn sie haben keine Blutgefäße, sie werden vielmehr von einem System aus Gefäßen in der Nachbarschaft ernährt. So kommen die Nährstoffe unter anderem aus dem Tränenfilm auf der Vorderseite und dem sogenannten Kammerwasser auf der Rückseite der Hornhaut. Alle Medikamente, die in der Blutbahn zirkulieren, können die Hornhaut nur schwer erreichen, aber das hat einen großen Vorteil. Da es keine Gefäße und auch keinen Kontakt zu den Immunzellen gibt, kommt es bei einer Hornhauttransplantation kaum zu Abstoßreaktionen gegen die fremde Hornhaut. Die Immunabwehr des Empfängers erkennt und bekämpft das fremde Gewebe daher nicht.

    Wann ist eine Hornhauttransplantation erforderlich?

    Immer wenn die Hornhaut verletzt wird, sich eintrübt oder Vernarbungen aufweist, dann kann eine Hornhauttransplantation dafür sorgen, dass das Sehvermögen erhalten bleibt. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden weltweit rund zehn Millionen Menschen unter einer Erkrankung der Hornhaut, sie sind sehbehindert oder sogar komplett blind. Bei einem Grauen Star ist eine Hornhauttransplantation eine Hilfe, um das Sehvermögen wieder zu erlangen, wie auch bei Verletzungen oder Verätzungen der Hornhaut. Unter Vollnarkose wird die gesunde, klare Hornhaut dem Empfänger eingepflanzt. Während der Operation wird die verletzte oder kranke Hornhaut zunächst in kleinen Scheibchen von sieben bis acht Millimeter Durchmesser abgeschliffen und dann durch die fremde Hornhaut ersetzt. Schon kurz nach der Operation kann der Patient deutlich besser sehen und nach wenigen Wochen ist die Sehkraft dann wieder hergestellt.

    Fischschuppen ersetzen die Hornhaut

    Der Tilapia-Fisch lebt bevorzugt in asiatischen und lateinamerikanischen Gewässern, er ist sehr schmackhaft und er hat ganz besondere Schuppen. Diese Schuppen enthalten einen Rohstoff, der eine Hornhauttransplantation auch ohne einen menschlichen Spender möglich macht. Die Schuppen des Fisches bestehen beinahe ausschließlich aus einem Kollagen, was der menschlichen Hornhaut sehr ähnlich ist. Wissenschaftler aus Taiwan sind auf die Idee gekommen, die Schuppen des Fisches aus der Familie der Buntbarsche als Hornhaut zu verpflanzen. Die ersten Tierversuche waren sehr vielversprechend, denn die fremde Hornhaut wurde gut angenommen und es gab kaum Abstoßungsreaktionen.

    Von der Fischschuppe zur Hornhaut

    Für eine Hornhauttransplantation müssen die Fischschuppen zunächst gründlich mit Salpeter- und Essigsäure gereinigt, entkernt und dann entkalkt werden. Dann werden die Nukleinsäuren DNS und RNS vollständig entfernt, denn das minimiert das Risiko, dass bei einer Hornhauttransplantation Viren, Bakterien oder auch Parasiten auf die Hornhaut gelangen. So entsteht bei der sogenannten BioCornea eine sehr hohe Durchlässigkeit für Sauerstoff und Licht, die beste Voraussetzung für eine künstliche Hornhaut. Noch ist die Alternative zur Spenderhornhaut kein Massenprodukt und noch immer werden viele Menschen erblinden, weil es nicht genug Spender gibt. Wer seine Hornhaut nach dem Tod spenden möchte, der sollte einen Organspendeausweis haben, denn nur dann kann die Hornhaut noch bis zu 72 Stunden nach dem Tod für eine Transplantation entnommen werden. Die Hornhaut des Verstorbenen wird dann durch eine Kunststoffschale ersetzt, damit ein Abschiednehmen am offenen Sarg möglich ist.

    Bild: © Depositphotos.com / Rangizzz

  • Die Haut – ein ganz besonderes Organ

    Die Haut – ein ganz besonderes Organ

    Sie ist Sinnesorgan, Schutzschild und Stimmungsbarometer, sie regelt die Temperatur und die Feuchtigkeit, sie kann samtweich, aber auch rau, glatt oder faltig sein – unsere Haut. Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers, zwei Millionen Hautzellen schützen uns vor Krankheitserregern, vor gefährlichen UV-Strahlen, vor Hitze und Kälte. Die Haut ermöglicht zudem einen feinen Tastsinn, sie macht es möglich, dass wir Schmerzen und Temperaturen empfinden, und Hautgefäße sowie die Drüsen sind immer aktiv, um die Körperwärme im Gleichgewicht zu halten.

    Funktion und Aufbau der Haut

    Die menschliche Haut besteht aus drei Schichten, von denen jede eine eigene Aufgabe hat. Da gibt es die Oberhaut, die Epidermis, dann die Lederhaut, die Dermis und die Unterhaut, die Subkutis. Die Oberhaut ist die schützenden äußere Hülle, eine Hornschicht, die ständig damit beschäftigt ist, Krankheitserreger abzuwehren. Alle vier Wochen erlebt die Oberhaut, die mit nur 0,1 Millimeter so dünn wie ein Blatt Papier ist, eine Art Metamorphose, denn sie erneuert sich komplett. Deutlich dicker ist da schon die zweite Schicht, die Lederhaut. Sie ist viel robuster als die dünne Oberhaut und in ihr verbergen sich Lymph- und Blutgefäße, durch die es uns möglich wird, Schmerzen, Druck, Berührungen und Temperatur zu fühlen. Die Unterhaut besteht hauptsächlich aus Fettgewebe, das dem Körper als Energiespeicher und als Schutz gegen Kälte dient. In der unteren Hautschicht finden sich auch Talgdrüsen, die dafür zuständig sind, einen Schutzfilm auf der Hautoberfläche herzustellen. Dazu kommen die Schweißdrüsen, die den Wärmeaustausch regeln und auch bei der Abwehr von Schädlingen aller Art helfen.

    Was sich auf der Haut alles ablesen lässt

    Die Haut ist ein sehr sensibles Sinnesorgan und über sie lässt sich zum Beispiel das Alter eines Menschen, aber auch sein Lebensstil und seine momentane Gefühlslage deutlich ablesen. „Das geht mir unter die Haut“, so heißt es, wenn es zu einer emotionalen Reaktion kommt und auch die berühmte „Gänsehaut“ ist eine Reaktion auf etwas, was die Oberhaut im ersten Moment nicht verarbeiten kann. Eine durchfeierte Nacht lässt sich an der Haut ebenso schnell ablesen, wie auch ein Sonnenbad, das viel zu lange gedauert hat. Raucher haben ein schlechtes Hautbild und auch Alkohol hinterlässt unübersehbare Spuren. Das falsche Essen sorgt für Pickel und Mitesser, aber auch zu viel Schokolade und wenig Schlaf zeichnen ein schlechtes Hautbild.

    Die richtige Pflege

    Was lange halten und für lange Zeit gut aussehen soll, das muss auch entsprechend gepflegt werden. Wer also auch noch im Alter gut aussehen möchte, der muss seine Haut pflegen, um sich in ihr wohlfühlen zu können. Ist sie zu trocken, dann braucht sie besonders viel Feuchtigkeit, ist sie zu fettig, dann sollte die Hautpflege ebenfalls angepasst werden. Was alle Hauttypen gemeinsam haben, das ist das Bedürfnis nach Feuchtigkeit, denn schädliche Umwelteinflüsse, Heizungsluft, feiner Staub, Sonne und Stress sorgen dafür, dass die Oberhaut ständig leidet. Ihr wird wichtige Feuchtigkeit entzogen, und zwar so schnell, dass die obere Hautschicht nicht mehr die Zeit hat, sich zu regenerieren. Daher sollte täglich eine milde Reinigungsmilch oder ein reinigendes Gesichtswasser aufgetragen werden, um die feinen Poren von Schmutz und Staub zu befreien. Wer zu Mitessern oder zu anderen Hautunreinheiten neigt, der sollte antibakterielle Pflegemittel verwenden und damit die Gesichtshaut nicht spannt oder juckt, sind reichhaltige Cremes und Lotionen aus Mandel- oder Pflaumenkernöl eine gute Pflege.

    Hautkrankheiten vermeiden

    Hautkrankheiten wie Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte oder Warzen sind nicht nur unschön, sie können auch für den Körper gefährlich werden. Experten sind sich heute sicher, dass viele Hautkrankheiten durch Stress entstehen. Wer gesund bleiben will, der sollte auch seinen Lebensstil überdenken. Wenn es zu einem veränderten Hautbild kommt, dann ist es immer eine gute Entscheidung einen Dermatologen, einen Hautarzt aufzusuchen.

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