Schlagwort: Bluthochdruck

  • Rote Beete – die gesunde Rübe

    Rote Beete – die gesunde Rübe

    Rote Beete oder auch Rote Rübe wird schon seit Jahrhunderten als Gemüse kultiviert und gegessen. Schon die alten Römer wussten um die gesunde Wirkung der Roten Beete und haben sie auch in West- und Osteuropa bekannt gemacht. Da die Rote Beete jedoch nicht in wilder Form vorkommt, muss sie angebaut werden. Sie gehört heute zu den beliebtesten Gemüsearten, die in vielen Gärten angebaut wird, auch weil sie sehr gesund ist. Rote Beete zeichnet sich aber auch durch ihre Vielseitigkeit aus, denn sie schmeckt als Zutat im Heringssalat ebenso lecker wie auch als Beilage zu Königsberger Klopsen.

    Ideal bei Eisenmangel

    In früheren Zeiten ging man davon aus, dass der blutrote Saft der Roten Beete blutbildend ist. Aber es ist nicht der intensiv rote Farbstoff Betanin, der die Rote Beete so gesund macht, es sind vielmehr das Vitamin-B, die Folsäure und das für den menschlichen Körper so wichtige Spurenelement Eisen, das für die Blutbildung zuständig ist. Wer unter Eisenmangel leidet, der sollte viel Rote Beete essen und auch schwangere Frauen, die häufig zu wenig Eisen haben, sollten die Rote Beete in ihren Speiseplan aufnehmen. Alle, die vegetarisch oder vegan leben, bekommen durch Rote Beete viel Vitamin-C, und daher sollte die Rote Rübe fester Bestandteil der Nahrung sein. Rote Beete entfaltet aber nur dann ihre positiven Eigenschaften, wenn sie roh gegessen wird, denn wenn Rote Beete gekocht wird, dann verliert sie einen großen Teil ihrer gesunden Inhaltsstoffe.

    Rote Beete senkt den Blutdruck

    In zahlreichen Studien wurde festgestellt, dass Rote Beete schnell und auch dauerhaft den Blutdruck senken kann. Diese Wirkung verdankt die Rübe mit der dunkelroten Farbe dem Inhaltsstoff Nitrat. Menschen, die unter einem zu hohen Bluthochdruck leiden, sollten täglich einen halben Liter Rote-Beete-Saft trinken, denn schon nach einer Stunde ist eine Besserung feststellbar. Nach drei bis vier Stunden pendelt sich der Blutdruck ein und dieser positive Effekt hält bis zu 23 Stunden an. Wer unter arterieller Hypertonie leidet, der kann mit nur zwei Gläsern Roter Beete am Tag seinen Blutdruck auf Dauer senken.

    Wann ist Rote Beete schädlich?

    Bekanntlich hat alles, was eine Wirkung hat, auch eine Nebenwirkung und die Rote Beete macht da leider keine Ausnahme. Da Rote Beete viel Oxalsäure enthält, können sich schmerzhafte Nierensteine bilden. Wer also zu Nierensteinen neigt, der ist gut beraten, nicht allzu viel Rote Beete zu essen oder den Saft zu trinken.

    Mit Roter Beete vielseitig kochen

    Rote Beete ist kein klassisches Gemüse, das zu Kartoffeln und Fleisch gegessen wird, Rote Beete ist perfekt, wenn es zum Beispiel um leichte, leckere und gesunde Sommersalate geht. Wie wäre es mit einem Salat aus Ziegenkäse, Feldsalat oder Rucola und geraspelten Äpfeln, der mit Rote Beete verfeinert wird und so ein unwiderstehlich leicht säuerliches Aroma bekommt? Für kalte Tage ist diese Suppe mit Roter Beete ein ganz heißer Tipp:

    • Ein Glas Rote Beete
    • Zwei Teelöffel großblättrige Petersilie
    • Zwei Esslöffel Sahne
    • Salz, Pfeffer und nach Geschmack auch ein Gemüsebrühwürfel
    • Etwas Zucker

    Die Rote Beete wird im eigenen Saft nur kurz aufgekocht und mit den Gewürzen nach Geschmack abgeschmeckt. Anschließend das Gemüse durch ein feines Sieb pürieren, in tiefe Teller füllen, die Sahne dazugeben und das Ganze dann mit der klein gehackten Petersilie bestreuen. Exotisch wird die Suppe, wenn zur Suppe eine Messerspitze mit Ingwer und ein halber Liter Orangensaft gegeben werden. Wer ein feineres Aroma möchte, der sollte ein Glas Sherry dazugeben. Auch Crème fraîche statt Sahne und Schnittlauch statt Petersilie, sind perfekt für eine wohlschmeckende Suppe. Als Carpaccio ist Rote Beete übrigens eine tolle Vorspeise.

    Rote Beete im heimischen Gemüsegarten anzupflanzen, ist immer eine sehr gute Idee, denn Rote Beete lässt sich auch wunderbar einkochen.

    Bild: © Depositphotos.com / belchonock

  • Internet Medizinportale – die Sprechstunden sind gut besucht

    Internet Medizinportale – die Sprechstunden sind gut besucht

    Immer mehr Menschen verlassen sich nicht mehr nur auf das, was ihnen ihr Hausarzt sagt, sie besuchen „Dr. Google“ und die Medizinportale im Internet. In Deutschland suchen rund 40 Millionen Bürger in einem der vielen Medizinportale nach Hilfe und während die einen suchen, profitieren die anderen, nämlich die Pharmaunternehmen und Heilpraktiker, die an der Präsenz bei der weltgrößten Suchmaschine Google sehen können, was besonders stark nachgefragt wird. Diese Zahlen lassen sich dann für Werbezwecke und bessere Umsätze nutzen.

    Die Top 10 der Medizinportale

    Diagnostikseiten, Online-Sprechstunden, Internetapotheken und Medizinportale – das Internet ist beim Thema Medizin sehr gut aufgestellt. Viele, die im Internet unterwegs sind, glauben, dass sie keinen Arzt mehr nötig haben, sie suchen bei Google einfach die Diagnose und die passende Behandlung direkt dazu. Eine aktuelle Studie zeigt jetzt, welche Krankheiten und Beschwerden am häufigsten gegoogelt werden:

    1. Schilddrüsenvergrößerung
    2. Diabetes
    3. Hämorrhoiden
    4. Magenschleimhautentzündung
    5. Magersucht
    6. Neurodermitis
    7. ADHS
    8. Depressionen
    9. Durchfallerkrankungen
    10. Bluthochdruck

    Am häufigsten suchen die Menschen in Hamburg und Bremen nach Krankheiten und Therapien, gefolgt von Berlin und Nordrhein-Westfalen, am wenigsten vertrauen offensichtlich die Einwohner von Sachsen-Anhalt und Brandenburg dem Internet als medizinischem Ratgeber.

    Nicht immer die beste Wahl

    Jedes Medizinportal und jede medizinische Webseite bietet eine Fülle von Informationen, aber nicht immer entsprechen diese Informationen auch der Wahrheit. Die Studie hat sich auch mit der Qualität der einzelnen Medizinportale und Webseiten befasst und kam zu einem ernüchternden Ergebnis. So schnitt in der Top 10 Liste nur die Seite zum Thema Magersucht mit einem „befriedigend“ ab, die anderen Seiten waren „ausreichend“ bis „mangelhaft“. Viele Betreiber von Webseiten mit medizinischem Inhalt setzen mehr auf Quantität statt auf Qualität und bieten nur oberflächliche und unzureichend recherchierte Informationen. Auch bei den Diagnostikportalen sieht es nicht sehr viel besser aus. Für die Studie wurden 23 kostenlose Diagnostikportale mit jeweils 45 Krankheiten unter die Lupe genommen und nur 34 % dieser Portale lieferte die richtige Diagnose zur jeweiligen Krankheit.

    Das Geschäft mit der Medizin

    Für Pharmaunternehmen und auch für Heilpraktiker ist das stetig steigende Interesse der Menschen an medizinischer Hilfe aus dem Internet zu einem lukrativen Geschäft geworden. Vor allem die Pharmaunternehmen profitieren, denn sie sind nicht länger auf die Empfehlungen von Ärzten angewiesen, durch Google haben sie die Möglichkeit, ihre Werbung punktgenau zu platzieren und ihre Kunden direkt anzusprechen. Das gilt aber nicht nur für Pharmaunternehmen oder Heilpraktiker, sondern auch für viele andere Branchen, die auf dem medizinischen Sektor arbeiten. So können sich die zahlreichen Pflegedienste an den Besucherzahlen der Medizinportale und Diagnostikseiten orientieren und dann ganz gezielt ihre Dienste anbieten. Die Hersteller von medizinischen Hilfsgeräten und auch private Kliniken müssen nur die Statistiken bei Google lesen und wissen dann, was die Menschen besonders interessiert.

    Bild: © Depositphotos.com / HASLOO

  • Herzinfarkt – Was gilt zu beachten?

    Herzinfarkt – Was gilt zu beachten?

    Nicht jeder Herzanfall ist auch gleich ein Herzinfarkt. Den Vorläufer bezeichnet der Arzt als Angina-pectoris-Anfall. Kommt es jedoch zum Myokardinfarkt, denn handelt es sich um ein Ereignis, das sofortiger Rettungsmaßnahmen bedarf. Ein akuter Herzinfarkt ist lebensbedrohlich! Während eines Infarktes sterben Teile des Herzmuskels ab.

    Risikofaktoren, die einen Herzinfarkt begünstigen:

    • Bluthochdruck
    • Rauchen
    • Alkoholmissbrauch
    • Drogenkonsum
    • Diabetes mellitus
    • Schlaganfall
    • Übergewicht
    • falsche Ernährung
    • Bewegungsmangel
    • familiäre Vorbelastung durch Herzkreislauferkrankungen, Schlaganfall, Infarkt
    • erblich bedingte oder erworbene Fettstoffwechsel-Störung (zu hohes LDL, IDL sowie Triglyceride bei niedrigem HDL – Cholesterin- und Blutfettwerte)
    • Stress, plötzliche starke Belastungen bei starken Schwankungen des Blutdrucks

    Ursachen und Symptome von Herzinfarkt

    Fast die Hälfte aller Infarkte ereignen sich zwischen 06:00 und 10:00 Uhr und montags eher als an den anderen Tagen.

    Die meisten Patienten haben vor dem Infarkt bereits Herzbeschwerden, z. B. eine koronare Herzkrankheit. Ein Viertel aller Infarkte verläuft beschwerdearm bis beschwerdefrei. Gründe für den Herzfinfarkt können mehr als 20 Minuten bestehende Durchblutungsstörungen, Blutgerinnsel und arteriosklerotisch (Arterienverkalkung) bedingte Gefäßverengungen sein.

    Bei diesen Anzeichen für einen Herzinfarkt sollten Sie unbedingt sofort  die Nr. 112 (Rettungsdienst) anrufen:

    • starke Schmerzen von über 5 Minuten Dauer, die auch ausstrahlen (in Arme, Schultern, Rücken, den Oberbauch oder in Kiefer und Hals)
    • massive Enge, starker Druck, Einschneidegefühl im Herzbereich
    • starkes Brennen, Stechen, reißende Schmerzen
    • Luftnot, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen (häufiger bei Frauen als bei Männern) in bisher noch nicht dagewesenem Ausmaß
    • kalte, fahle Haut, Angstschweiß, kalter Schweißausbruch, Todesangst
    • allgemeine Erschöpfung, Schlafstörungen, Magenverstimmungen
    • Herzrhythmusstörungen, unregelmäßiger, schneller Puls
    Diagnose und Verlauf bei einem Herzinfarkt

    Für die Diagnose von Herzinfarkten gibt es verschiedene Verfahren. EKG-Veränderungen (ST-Streckenhebung, nach 1-2 Tagen Q-Zacken), Laboruntersuchungen (Troponinwert erhöht) sowie makroskopische und mikroskopische Gewebsveränderungen sind Zeichen eines Myokarinfarktes. Im Labor zeigen sich neben dem Troponin weitere Enzyme und Eiweiße, die nach einem Infarkt verstärkt im Blut nachweisbar sind, z. B. der Herzmarker Glycogenphosphrylase BB. Außerdem deutet es auf einen Herzinfarkt hin, wenn Beschwerden länger als 20 Minuten andauern.

    Ein Herz-Ultraschall (Echokardiografie) zeigt typische Wandbewegungsstörungen im betroffenen Bereich.  Beim Abhören treten Rasselgeräusche über der Lunge auf sowie ein dritter Herzton. Auffällige Herzgeräusche deuten auf Entzündungen oder Insuffizienzen hin. Ein Belastungs-EKG nach der Akutphase sowie ein Langzeit-EKG decken Durchblutungsstörungen im Herzmuskel sowie Herzrhythmusstörungen auf.

    Mit der Angiografie zur Gefäßdarstellung der Herzkranzgefäße bei einer Herzkatheter-Untersuchung spüren die Ärzte Verengungen oder Gefäßverschlüsse auf. Gleichzeitig können die Gefäße mittels Ballonkatheter aufgedehnt werden.

    Wird beim Verdacht auf einen Herzinfarkt nicht sofort der Notarzt gerufen, so kann das Ereignis zum Tode führen! Der Herzinfarkt ist in den Industriestaaten Todesursache Nummer Eins. Schlimmstenfalls treten gefährliche Rhythmusstörungen, wie Kammerflimmern, Hezrasen und unregelmäßiger Puls auf, es kommt zum Zusammenbruch mit Bewusstlosigkeit und Herz-Kreislauf-Stillstand.

    Allgemein bekannte Behandlungsmethoden bei einem Herzinfarkt

    Unverzüglich muss der Notarzt informiert werden. Ohne zu zögern 112 anrufen, Infarktverdacht äußern und niemals selbst den Betroffenen mit dem Auto in die Klinik bringen. Es könnte sein, dass der Patient unterwegs zusammenbricht! Innerhalb der ersten Zeit nach dem Infarkt bis zu einer Stunde sind die Gefahren Kammerflimmern und Herzstillstand am größten. Ersthelfer oder Rettungsdienste müssen dann wiederbeleben (meist mit Defibrillation), um eine Mangelversorgung des Gehirns mit Folgeschäden oder den Tod zu vermeiden.

    Wird die Behandlung innerhalb der ersten Stunde eingeleitet, kann mittels Lyse (Medikament löst Blutgrinnsel auf) oder Herzkatheter der Gefäßverschluss fast komplett beseitigt werden. Mit einem Ballonkatheter wird das Gefäß aufgedehnt und ein Stent (Röhrchen) eingesetzt.

    Wenn die ST-Hebung beim Infarkt im EKG nicht nachgewiesen wurde, dann ist eine Lysetherapie eine Gegenanzeige (nicht durchführbar) und der Nutzen von Herzkatheter und Stent nicht nachgewiesen.

    Medikamente, die Nitroglycerin enthalten, bessern die Beschwerden. Außerdem dienen die Medikamente der Sauerstofffversorgung, der Blutgerinnsel-Vermeidung und der Beseitigung der Schmerzen. Über eine Maske oder Nasensonde gibt man Sauerstoff. Gegen die Beschwerden helfen ASS, Morphinpräparade, Heparinspritzen.

    In der akuten Phase werden Betroffene mittels EKG-Monitoring auf der Intensivstation überwacht. Am nächsten Tag erfolgt die Mobilisation und nach ungefähr einer Woche werden die Patienten entlassen. Die Normalisierung des Zustandes kann bis zu drei Wochen dauern, dann sind gewohnte Aktivitäten im Alltag wieder möglich.

    Lebenslang sollten Medikamente eingenommen werden (Betablocker, ACE-Hemmer, ASS, Statine, Prasugrel oder Clopidogrel). Implantierte Defibrillatoren schützen bei eingeschränkter Herzpumpfunktion vor plötzlichem Herztod. Risikofaktoren sind zu minimieren. Gezieltes Ausdauertraining nach ärztlichem Rat stärkt das Herz. Kuren, Physiotherapie, Schulungen und Beratung dienen dem kompletten Wiedereinstieg in den Alltag.

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  • Nierenschmerzen – Ursachen und Behandlung

    Nierenschmerzen – Ursachen und Behandlung

    Die Niere ist ein sehr wichtiges Organ im menschlichen Körper.  Es agiert als Filtrieranlage des Blutes und sorgt dafür, dass überschüssige Stoffe über den Urin ausgeschieden werden. Außerdem sind die Nieren die Produktions- und Aktivierungsstätten verschiedener Hormone, die ebenfalls einen großen Einfluss auf unseren Körper haben. Sind die Nieren gesund und funktionstüchtig, bemerken wir sie nicht. Dies ändert sich jedoch schnell, wenn die Organe im oberen Bauchraum krank werden. Eines der ersten Symptome sind dann dumpfe Schmerzen, die meist krampfartig auftreten.

    Viele Menschen sind sich häufig nicht bewusst, dass es ihre Nieren sind, die wehtun. Da sich diese in Höhe der unteren Rippen und in der Nähe der Wirbelsäule befinden und die Schmerzen meist nach unten ausgestrahlt werden, gehen viele davon aus, dass es sich um Rückenschmerzen handelt. Im Gegensatz zu diesen sind Nierenschmerzen jedoch bewegungsunabhängig und treten oft schub- oder krampfartig auf.

    Die Ursachen von Nierenschmerzen

    Die Ursachen für Schmerzen in den Nieren sind vielfältig und beschränken sich längst nicht nur auf eine herkömmliche Entzündung. Zu den häufigsten Gründen für Nierenschmerzen gehören:

    • Nierenbeckenentzündung: Diese tritt meist als Folge einer Blasenentzündung auf, wenn die Bakterien aus der Blase in die Nieren wandern. Neben starken Schmerzen sind Fieber, Schüttelfrost, Blut im Urin und häufiger Harndrang die Symptome. Besonders Frauen sind aufgrund der verkürzten Harnwege von Nierenbecken- und Blasenentzündungen betroffen.
    • Nierensteine: Die Schmerzen durch Nierensteine entstehen, weil diese den Weg zur Blase blockieren. Nierensteine sind das Produkt kristalliner Ablagerungen, zu denen unter anderem Salz gehört. Männer sind häufiger von dieser Krankheit betroffen als Frauen.
    • Nierentumore: Natürlich kann auch ein Tumor zu starken Schmerzen in den Nieren führen. Wichtig zu wissen ist, dass Sie einen Tumor meist erst bemerken, wenn dieser im fortgeschrittenen Stadium ist. Am Anfang strahlt er keine Schmerzen aus.
    • Zysten-Nieren: Diese Erkrankung der Nieren, die ebenfalls mit Schmerzen einhergeht, ist meist erblich bedingt und kann im schlimmsten Fall zu Nierenversagen führen.
    • Glomerulonephritis: Autoimmunkrankheiten, aber auch verschiedene Medikamente können dazu führen, dass sich die Nierenkörperchen, auch Glomeruli genannt, entzünden. Auch in diesem Fall treten teils starke Nierenschmerzen auf.
    • Chronisches Nierenversagen: Diese Form des Nierenversagens wird vor allem durch Diabetes oder Bluthochdruck ausgelöst. Doch auch langanhaltende Nierenbeckenentzündungen und Medikamente können zu einem chronischen Nierenversagen führen. Neben Schmerzen können auch schäumender oder blutiger Urin und Wassereinlagerungen in den Beinen Symptome für ein chronisches Nierenversagen sein. Oftmals bleibt die Erkrankung jedoch auch gänzlich unbemerkt.
    • Akutes Nierenversagen: Die Gründe für ein akutes Nierenversagen sind Nierensteine, hoher Blutverlust, Medikamente oder auch Gefäßverschlüsse. Innerhalb kürzester Zeit stellen die Nieren ihre Arbeit ein, was drastische Folgen für den Körper haben kann. Er reagiert dann nicht nur mit Nierenschmerzen, sondern auch mit anderen Symptomen, die leider nicht immer eindeutig sind. Der sichere Hinweis, dass ein akutes Nierenversagen vorliegt, ist die Einstellung der Urinproduktion. In diesem Fall besteht Lebensgefahr
    • Menstruationsbeschwerden: Einige Frauen, die über starke Menstruationsbeschwerden leiden, klagen häufig auch über Schmerzen in den Nieren. Diese sind jedoch harmlos und vergehen mit dem Abklingen der Periode.

    Bei Nierenschmerzen ist der Gang zum Arzt ist unverzichtbar

    Abgesehen von Nierenbeschwerden, die als Menstruationsbeschwerden auftreten und meist eindeutig kategorisiert werden können, sollten Sie das Wehtun der Organe immer zum Anlass nehmen, einen Arzt aufzusuchen. Sowohl Entzündungen und Nierensteine als auch chronisches und besonders akutes Nierenversagen sind ernstzunehmende Krankheiten, die zum Teil schwere Folgen mit sich bringen können.

    Um Beschwerden und Erkrankungen der Nieren, die meist mit starken Schmerzen einhergehen, zu vermeiden, sollten Sie folgende Hinweise beachten:

    • Halten Sie die Nieren immer warm
    • Trinken Sie viel Wasser oder ungesüßten Tee
    • Verzichten Sie auf zu viel Salz in Ihren Speisen

    Wenn Sie die Signale Ihres Körpers ernstnehmen und sich rechtzeitig in ärztliche Behandlung begeben, können Beschwerden der Nieren meist problemlos behandelt werden. Wichtig ist, dass die Schmerzen, die von den Organen ausgehen, als solche erkennen und nicht für herkömmliche Rückenschmerzen halten.

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  • Apitherapie – mit der Bienenkraft heilen

    Apitherapie – mit der Bienenkraft heilen

    Den schwarz-gelben Insekten wird im Sommer vor allem negatives nachgesagt; Bienenstiche sind schmerzhaft und manchmal sogar gefährlich, das entspannte Picknick im Grünen kann durch sie ebenfalls erheblich gestört werden. Doch ein zweiter Blick auf die Bienen lohnt sich – denn die sogenannte Apitherapie, die aufgrund der Anwendung von grünem brasilianisches Propolis entwickelt wurde, ist in vielen Bereichen der modernen Medizin mehr als effektiv und heilend.

    Bienenprodukte helfen heilen

    Funde von Archäologen beweisen, dass Menschen bereits seit mehr als 6000 Jahren Bienenprodukte nicht nur zum Genuss, sondern auch zum Heilen einsetzen. Die Apitherapie gilt in Südamerika, in China, aber auch den ehemaligen Ostblockstaaten traditionell als Heilkraft. Dabei wird Honig, Gelee Royal, die Pollen und Propolis, aber auch das Bienengift verwendet. Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten überzeugt dabei in jeglicher Hinsicht, denn während bei winterlichen Verkühlungen vor allem Propolistropfen helfen, ist etwa in der Gynäkologie der antimykotische Effekt bekannt. Auch bei chronischen Leiden wie Diabetes, Rheuma und sogar Hepatitis soll auf die Heilkraft der Bienenprodukte vertraut werden können.

    Gelee Royale hilft bei Bluthochdruck, Pollen bei Allergien

    Propolis wirkt als natürliches Antibiotikum und kann bei unterschiedlichen Erkrankungen sehr erfolgreich zum Einsatz kommen. Vor allem der Wirkstoff Artepillin C, der aus grünem Propolis gewonnen wird, wurde beispielsweise in Japan als Medizin für Krebsbehandlungen sogar patentiert. Bienengift wird hierzulande häufig bei Erkrankungen wie Fibromyalgie eingesetzt, denn diese Schmerzerkrankung kann mithilfe von Bienengiftinjektionen, die in der Dosis langsam gesteigert werden, sehr erfolgreich behandelt werden.

    Apis mellifera, die europäische Honigbiene

    Die hierzulande beheimatete Biene trägt den Namen Apis mellifera und ist damit Namensgeberin der Api-Therapie. Der Lebensbereich des Insekts ist im Umbruch begriffen, stärker werdende Monokulturen und der Schwund natürlich gewachsener Wiesen sowie der Einsatz vermehrter Insektenschutzmittel, macht ihr das Leben schwer. Dabei ist sowohl Honig, als auch die Pollen nicht nur ein leckerer Brotaufstrich und ein gesundes Süßungsmittel, sondern auch äußerst gesund. Wissenschaftlich erwiesen ist eine keimhemmende und keimabtötende Wirkung sämtlicher Bienenprodukte.

    Honig – schmeckt lecker und ist gesund

    Honig enthält neben den gesunden Kohlehydraten weitere sehr wirksame Stoffe wie etwa Enzyme, Acetylcholin, das für die Reizleitung im Nervensystem gebraucht wird, und Inhibine, das sind antimikrobiell wirksame Stoffe, quasi Hemmstoffe für Krankheitserreger. Gleichzeitig beinhaltet Honig Wuchshormon für die Hämoglobinproduktion im Blut. Nach Krankheiten und Operationen wird Honig häufig zur Stärkung bei Schwächezuständen und zur Rekonvaleszenz verwendet. Ebenso bei schlechter Wundheilung und vielen inneren Leiden.

    Bienengift – schmerzhaft, aber heilsam

    Wer heutzutage von einer Biene gestochen wird und nicht gerade an einer Allergie leidet, der empfindet Schmerz und die Schwellung der betroffenen Körperstelle tut weh. Da mag man es kaum glauben, dass tatsächlich provozierte und gewollte Insektenstiche einigen kranken Personen tatsächlich auch gut tun und Linderung verschaffen. Wer an Arthritis und Multiple Sklerose leidet, kann durch das Bienengift tatsächlich Besserung seiner Schmerzen verbuchen. Studien haben hier belegt, dass gezielte Injektionen des Giftes, deren Dosis nach und nach gesteigert wird, sich tatsächlich positiv auf betroffene Personen und deren Krankheitsbild auswirken.

    Apitherapie – weitgehend unbekannt, aber wirksam

    Bis vor knapp 70 Jahren war Apitherapie nicht nur wenig bekannt, sondern auch wenig erforscht. Erst danach haben viele Länder die gesundheitliche Bedeutung der Bienenprodukte als hochqualifiziert Medizin- und Nahrungsmittel erkannt. Inzwischen haben viele Wissenschaftler erfolgreich geforscht und die unterschiedlichen Eigenschaften in Verbindung mit Gegenanzeigen und Dosieranleitungen erforscht und studiert. Rein wissenschaftlich wird die Apitherapie in den Bereich der Komplementärmedizin bzw. Alternativmedizin eingeordnet, womit sie außerhalb der Schulmedizin steht. Komplementärmedizin bedeutet eine Kombination aus konventionellen Methoden in Verbindung mit alternativen Anwendungen.

    Die Apitherapie ist hierzulande noch weitgehend unbekannt, doch dank des Imkers Wilhelm Hemme wird sie seit 1986 vermehrt erforscht und in ersten Testreihen angewandt. Und der durchschnittliche Bürger in Deutschland? Sollte beim Frühstück noch genussvoller sein Honigbrötchen genießen und dabei ruhig etwas dicker auftragen.

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  • So halten Sie Ihre Augen gesund

    So halten Sie Ihre Augen gesund

    Gefahren für den perfekten Durchblick

    Dass die Augen unser wichtigstes Sinnesorgan sind, ist unbestritten. Laut Schätzungen werden 70 Prozent aller Informationen über das Sehen wahr genommen. Damit die Sehkraft im wahrsten Sinn des Wortes auch noch im Alter erhalten bleibt, muss den Augen viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bekannte Risikofaktoren wie im nachfolgenden Text aufgelistet, sollten hingegen vermieden werden.

    Grauer Star ist Risiko im Alter

    Vor allem Personen ab dem 50. Lebensjahr sind gefährdet an der Volkskrankheit Grauer Star zu leiden. Diese setzen dem Sehvermögen erheblich zu, unter anderem das Anfangsstadium, der sogenannte Katarakt. Beim Grauen Star kristallisiert sich das Eiweiß, das sich in der Augenlinse befindet, aus und trübt den Block. Betroffene klagen, dass sie wie durch Milchglas sehen. Wer hingegen unter Grünem Star leidet, der im Fachjargon auch Glaukom genannt wird, muss sich damit auseinander setzen, dass aufgrund eines erhöhten Augeninnendruckes der Sehnerv langsam zerstört wird. Wird diese Krankheit nicht behandelt, droht die komplette Erblindung.

    Risiko UV-Licht wird oftmals unterschätzt

    Die Sonne tut Körper und Seele ja gut, wie allgemein bekannt ist. Doch zu viel UV-Licht kann Schäden an der Linse und der Netzhaut des Auges führen. Gefährlich ist dabei, dass der Betroffene erstmal gar nichts davon bemerkt, sondern erst Jahre später unter Grauem Star oder einer Makuladegeneration leidet. Besonders wenn Sonne in Kombination mit Schnee auftritt, sind die Augen entsprechend zu schützen, sonst droht Schneeblindheit. Denn die obersten Zelllagen der Hornhaut können hier beschädigt werden, was nicht nur erhebliche Schmerzen, sondern auch kurzzeitige Sehprobleme verursacht. Abhilfe schafft hier eine gute Sonnenbrille, die sowohl im Fachhandel als auch beim Optiker erhältlich ist. Wichtig ist, dass sie über ausreichend hohen UV-Schutz verfügt und ausreichend groß ist, um bis zu den Augenbrauen und seitlich bis zum Gesichtsrand zu reichen.

    Rauchen schädigt auch die Augen

    Dass Rauchen ungesund ist, ist hinlänglich bekannt. Doch dass der blaue Dunst auch für die Augen kritisch werden kann, wissen weniger. Doch es gilt als erwiesen, dass Rauchen zu einer früheren Entwicklung der Makuladegeneration führt. Diese ist die häufigste Ursache für Blindheit im Alter. Abgesehen davon hemmen die Schadstoffe in den Zigaretten die Durchblutung im Auge, was wiederum zu einer Verschlechterung der Sehkraft führt.

    Bluthochdruck und Diabetes sind Gefahr für die Augen

    Unbehandelter Bluthochdruck oder auch schlecht eingestellte Diabetes setzen den Augen ebenfalls langfristig zu. Denn durch beide Krankheitsbilder können die feinen Gefäße, die für die Blutversorgung in der Netzhaut zuständig sind, zerstört werden. Die sogenannte diabetische Retinopathie gehört demnach zu den häufigsten Komplikationen und Begleiterscheinungen von Zuckerkrankheit im Alter. Zudem sind Diabetiker verstärkt gefährdet, an Grauem Star zu erkranken. Ein regelmäßiger Check beim Augenarzt ist unbedingt erforderlich.

    Kontaktlinsen nicht zu lange tragen

    Viele schaffen bei Fehlsichtigkeit mit Kontaktlinsen Abhilfe. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, denn zu lange getragene Linsen können die Sauerstoffzufuhr zum Auge hemmen. Vor allem die Hornhaut, die besonders empfindlich ist, kann mit sogenannten Gefäßeinsprossungen reagieren. Das heißt, Blutäderchen wachsen in Richtung Hornhaut und sind über kurz oder lang deutlich sichtbar. Haben sie sich einmal gebildet, gehen sie auch nicht mehr weg.

    Sicca-Syndrom aufgrund von Alkoholgenuss

    Auch Alkohol kann negative Wirkungen auf die Augengesundheit haben. Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Sicca- Syndrom, also dem trockenen Auge, und dem Konsum von Alkohol nachweisen. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Alkohol in die Tränenflüssigkeit vordringt und deren Zusammensetzung so beeinträchtigt, dass die Augen mit Brennen, Rötungen und vermehrtem Tränenfluss reagiert. Letztendlich ist dadurch auch das Sehvermögen beeinträchtigt.

    Damit die Augen lange gesund und die Sehkraft erhalten bleibt, sollte ein regelmäßiger Check beim Augenarzt erfolgen. Klar ist, dass bei Beschwerden oder gar Schmerzen und Sehbeeinträchtigungen, unbedingt medizinischer Rat eingeholt werden muss. Vor allem wessen Sehvermögen durch Punkte, Schatten oder Blitze gestört wird, sollte hierbei Eile an den Tag legen, um Schlimmeres zu vermeiden.

    Bild: © Depositphotos.com / nejron