Schlagwort: Blutkörperchen

  • Wie Parasiten Ihre Gesundheit negativ beeinflussen

    Wie Parasiten Ihre Gesundheit negativ beeinflussen

    Ein Parasitenbefall lässt sich schwer erkennen, da die Symptome unterschiedlich und unspezifisch sind. Sehr wenige Ärzte können den Befall von Parasiten erkennen. Schliesslich werden des Öfteren die Symptome mit denen von anderen Erkrankungen verwechselt und eine falsche Therapie eingeleitet. Parasiten ernähren sich immer von einem Wirt. Dabei kann es sich um einen Menschen, ein Tier oder auch eine Pflanze handeln. Daher wird sich über kurz oder lang auch immer ein Vitamin- und Nähstoffmangel einstellen. Hieraus können sich viele Krankheiten entwickeln. Wobei es sich auch zum Teil um sehr ernsthafte Erkrankungen handeln kann.

     

    Wie gelangen Parasiten in den Körper?

    Parasiten nisten sich ein, indem sie über den Blutkreislauf oder über die Lymphe in den Körper eindringen. Von dort aus befallen sie die Organe und das Gewebe. Dadurch können Entzündungen entstehen. Das befallene Organ kann ernsthaft erkranken.

    Kommt es zu einer chronischen Erkrankung, kann im schlimmsten Fall das komplette Organ zerstört werden. Ferner leidet das Immunsystem enorm unter dem Zustand. Infolgedessen erfährt dieses eine komplette Überlastung.

    In diesem Zustand treten unterschiedliche Symptome auf, die jedoch nicht mit dem Befall von Parasiten in Verbindung gebracht werden. Auf die Symptome abgestimmte Therapien bringen selten eine Besserung, da nicht gegen den Auslöser vorgegangen wird. Daraus resultiert ein ungehemmtes Ausbreiten der Parasiten.

    Parasiten können im ganzen Körper Schaden anrichten

    Parasiten können sich im gesamten Körper ausbreiten. Sie befallen Organe und sorgen dafür, dass diese ihre Aufgabe nicht mehr übernehmen können. Ferner befallen sie

    • das Blut
    • die Muskeln
    • das Gewebe
    • die Bauchspeicheldrüse
    • die Augen
    • die Gebärmutter und
    • das Hirn.

    Durch diese Problematik gestaltet es sich äußerst schwierig, vorhandene Parasiten zu erkenne und zu diagnostizieren. Therapeut und Patienten stehen nicht selten vor einem Rätsel. Besteht der Verdacht auf Parasitenbefall, kann es sinnvoll sein, einen Arzt aufzusuchen. Dieser sollte sich insbesondere im Bereich der Parasitore spezialisiert haben.

    Die Symptome der Parasiten

    Zur Diagnostizierung von Parasiten erfolgt in der Regel erfolgt seitens des Arztes eine Stuhluntersuchung. Allerdings ist diese Diagnostik nicht sehr zuverlässig. Würmer lassen sich meistens nur dann erkennen, wenn eine Eiablage erfolgt ist. Da Würmer in den Schleimhäutet versteckt und verankert sind, können diese nicht hundertprozentig anhand einer Stuhlprobe erkannt werden.

     

    Erfolgt eine Stuhlprobe, sollte diese stets in unterschiedlichen Abständen erfolgen. Jedoch zeigen nicht alle Patienten Symptome bei einem Befall. Sichere Symptome für einen Befall von Parasiten können sein

    • Lebensmittelallergien
    • Mangel an roten Blutkörperchen
    • Völlegefühl
    • Blutablagerungen im Stuhl
    • Durchfall oder Verstopfung
    • Blähungen
    • Abgehende Winde
    • Juckreiz am After
    • Übelkeit und Erbrechen
    • Chronisch Müde/Schlafstörungen

     

    Dies ist nur eine kleine Auswahl davon, wie Parasiten Ihre Gesundheit negativ beeinflussen können. Überdies können sich zahlreiche weitere Symptome einstellen und den Patienten das Leben so richtig schwermachen.

    Hygiene ist das A & O

    Um eine Ansteckung zu verhindern, ist Hygiene extrem wichtig. Nach jedem Gang auf die Toilette ist es unbedingt notwendig, sich gründlich die Hände zu waschen. Wer Hund oder Katze besitzt, muss regelmäßig dafür sorgen, dass die Tiere auf einen Wurmbefall untersucht und entsprechend behandelt werden.

     

    Leider können diese Parasiten sich vom Tier auf den Menschen übertragen. Obst und Gemüse sollten niemals ungewaschen verzehrt werden. Sie bieten den perfekten Nährboden für Parasiten. Ferner wird empfohlen, auf den rohen Verzehr von Fleisch, Fisch, Rohmilch und Eier zu verzichten. Hier besteht die Gefahr der Übertragung von Parasiten.

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  • Eisenmangel Symptome Augen

    Eisenmangel Symptome Augen

    Eisen ist ein sehr wichtiges Mineral, auch für den menschlichen Körper. Liegt ein Mangel vor, kann es zu erheblichen körperlichen Beschwerden kommen. Der Körper ist über eine regelmäßige Zufuhr angewiesen, denn nur so kann er leistungsstark bleiben. Bei Eisen handelt es sich im einen Bestandteil des Hämoglobins, was der rote Blutfarbstoff ist.

    Es bindet den Sauerstoffgehalt in unserem Blut und auch in der Muskulatur. Pro Sekunde werden etwa 2 Millionen rote Blutkörperchen gebildet. Über 70 Prozent des Eisens werden dazu benötigt. Ohne ausreichend Eisen, kann es also zu einer Blutarmut kommen. Was letztendlich zur Folge hat, dass der Körper und vor allem die Zellen können nicht mehr ausreichend funktionieren. Das kann dann im Laufe der Zeit fatale Folgen haben und zu körperlichen Beeinträchtigungen führen.

    Der Körper benötigt in etwa 1 Milligramm Eisen täglich und davon kann in etwa ein Zehntel über die Nahrung aufgenommen werden. Was also heißt, dass die Zufuhr erhöht werden muss. Es gibt Lebensmittel, die einen hohen Eisenanteil haben. Dazu gehören unter anderem, Fleisch, Innereien, Getreide, Gemüse und Hülsenfrüchte. 8% der Deutschen leiden unter Eisenmangel.

    Eisenmangel an dunklen Augenringen erkennen

    Vielen Menschen haben aus welchen Gründen auch immer, dunkle Augenringe. In vielen Fällen ist das vollkommen harmlos, kann aber auch ein Zeichen für einen vorhandenen Eisenmangel sein. Ein erfahrener Arzt, kann den Mangel also auch an den Augen erkennen. Was nun natürlich noch immer kein Indiz ist, aber es können gezielt weitere Untersuchungen erfolgen. Warum kommt es unter Eisenmangel zu dunklen Augenringen. Eisen sorgt im Körper dafür, dass der die Zellen mit genügend Sauerstoff versorgt werden können. Zusätzlich wird auch die Bildung, neuer Zellen angeregt.

    Ist also zu wenig Eisen dafür vorhanden, kommt es sehr oft zu den dunklen Augenringen. Wer bei sich selbst diese Augenringe erkennen kann und keine Erklärung dafür hat, sollte seinen Arzt darauf ansprechen. Vor allem dann, wenn noch ein weiteres Zeichen hinzu kommt, wie die häufig auftretende Längsrillen in den Fingernägeln. Ein erfahrener Arzt kann den Eisenmangel zusätzlich an der Färbung des unteren Augenlider erkennen. Liegt ein Eisenmangel vor sind die unteren, inneren Augenlider sehr farblos. Würde dieser Mangel an Eisen nicht bestehen, dann wäre dieser Bereich rosig und würde durchblutet wirken. Daher sollte sich der Patient auch nicht wundern, weshalb ein Arzt die Augen betrachtet, wenn der verdacht auf Eisenmangel besteht.

    Eisenmangel bereitet viele Probleme

    Wer unter Eisenmangel leidet, der hat oft einen lange Leidensweg, bis das Problem erkannt wird. Die Symptome von Eisenmangel können so vielseitig sein, dass es nicht immer einfach ist, das Problem zu erkennen. Das reicht über unspezifische Augenprobleme, bis hin zu ständiger Müdigkeit und auch starken und migräneartigen Kopfschmerzen. Zu den häufigsten Mangelerscheinungen gehört im übrigen Eisenmangel. Es ist ein weit verbreitetes Problem und dennoch wird es noch immer unterschätzt. Dabei kann Eisenangel leicht erkannt werden und die Anzeichen sind oft deutlich. Eisenmangel sollte behandelt werden, bevor er gefährlich wird.

    So lässt sich Eisenmangel feststellen

    • Ein erfahrener Art kann den Mangel an den Augen erkennen
    • Bluttest geben den Aufschluss

    Frauen leiden häufiger unter Blutarmut, oder Eisenmangel, was auch daran liegt, dass bei der Periode einfach der Blutverlust stattfindet. Wird jetzt nicht ausreichend Eisen geliefert, kann es zu Problemen kommen. Frauen die im gebärfähigen Alter sind, leiden besonders oft an einem Mangel. Ebenso wie schwangere, oder stillende Frauen oder auch Frauen die viel Sport betreiben. Diese Personen sollten immer darauf achten, sich ausgewogen zu ernähren.

    Symptome bei Eisenmangel

    Da es sich leider um weniger spezifische Symptome handelt, ist es nicht immer leicht den Mangel zu erkennen. Aber es gibt schon viele Symptome, die auf einen Mangel hindeuten. Wer sich damit identifizieren kann, tut gut daran einen Arzt aufzusuchen.

    • Müdigkeit
    • Abgeschlagenheit
    • Augenprobleme
    • Gesichtsblässe
    • Konzentrationsmangel
    • Leichte Infektanfälligkeit
    • Längsrisse an den Fingernägeln
    • Vermehrter Haarausfall
    • Trockene Haut
    • Eingerissenen Mundwinkel
    • Kopfschmerzen
    • Schwindel

     

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  • E-Zigaretten könnten ebenfalls Erkrankung an COPD begünstigen

    E-Zigaretten könnten ebenfalls Erkrankung an COPD begünstigen

    Nikotin trägt zur Begünstigung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD bei. Dies kann im weniger günstigen Fall auch bedeuten, dass nicht ausschließlich Tabak der Lunge Schaden zufügt. Auch Personen, die nikotinhaltige Liquids von E-Zigaretten konsumieren, könnten hiervon betroffen sein.

     

    Liquid der E-Zigaretten offenbar gesundheitsschädigend

     

    Schwedische Forscher der Universität Umea fanden heraus, dass Nikotin Entzündungsprozesse in der menschlichen Lunge hervorruft. Zwar hinterlässt das nikotinhaltige Liquid in E-Zigaretten keine unangenehmen Gerüche und reizt auch die Atemwege nicht. Trotzdem ist auch hier der Nikotingenuss nicht weniger unbedenklich.

     

    Nikotin trägt zur Aktivierung einer bestimmten Gruppe von weißen Blutkörperchen bei, den neutrophilen Granulozyten. Diese machen immerhin mehr als 50 Prozent der gesamten weißen Blutkörperchen aus. Eindringende Krankheitserreger werden von ihnen erkannt und unschädlich gemacht.

     

    Einerseits verschlingen sie diese komplett. Auf der anderen Seite setzen sie jedoch unterschiedliche Substanzen frei, die zur Abtötung von Mikroorganismen beitragen können. Ferner fangen sie Mikroben mit Fallen ein und bilden Strukturen aus Chromatin, in welchen sich Eindringlinge verfangen. Wissenschaftler bezeichnen diese Fallen auch kurz als NETs.

     

    Schäden im Gewebe

     

    Diese Form der Bekämpfung von Feinden hat jedoch eine negative Seite. So sind diese mit zahlreichen entzündungsfördernden Stoffen und antimikrobiellen Enzymen besetzt, womit sie zwar Eindringlingen einiges entgegenzusetzen haben, jedoch auch körpereigenem Gewebe schaden können.

     

    In durchgeführten Labortests konnte nachgewiesen werden, dass Nikotin zur Anregung der Freisetzung von NETs beiträgt.

     

    COPD gefährdet das Leben

     

    Seitens der Experten wird bereits seit Längerem vor einer Verharmlosung des Genusses von E-Zigaretten gewarnt. Ganz besonders auch deshalb, da bislang Langzeitfolgen des Konsums nicht abschätzbar sind. Hierzu könnte unter anderem auch COPD gehören.

     

    COPD nimmt als das Leben bedrohende Lungenkrankheit mit einer chronischen Bronchitis – oftmals auch als Raucherhusten bezeichnet – ihren Anfang. Die Erkrankung geht mit einer zunehmenden Atemnot ein. In schweren Fällen sind hiervon Betroffene körperlich kaum noch belastbar. Ferner benötigt dieser Personenkreis stetig ergänzenden Sauerstoff.

     

    Eine COPD entwickelt ungefähr jeder fünfte Raucher, der langjährig Nikotin konsumiert. Von Rauchern über 40 Jahre neigt nahezu jeder zweite unter einer COPD.

     

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  • Morbus Hodgkin – eine seltene, aber gefährliche Krebsart

    Morbus Hodgkin – eine seltene, aber gefährliche Krebsart

    Wenn der Arzt einen bösartigen Tumor im Lymphsystem diagnostiziert, dann handelt es sich um Morbus Hodgkin, eine sehr seltene Krebsart, die vor allem Männer zwischen 30 und 60 Jahren betrifft. Obwohl dieser Krebs selten ist, bleibt er gefährlich und ob eine Therapie erfolgreich verläuft, das hängt immer vom Stadium der Krankheit ab. Was diesen speziellen Tumor so gefährlich macht, ist die Tatsache, dass es zwar typische Symptome gibt, aber die Betroffenen sie nicht spüren.

    Was genau ist Morbus Hodgkin?

    Vereinfacht gesagt ist Morbus Hodgkin Krebs im Lymphsystem. Das Lymphsystem hat im Körper eine sehr wichtige Aufgabe, denn es bildet die weißen Blutkörperchen. Zudem transportieren die Lymphgefäße die Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe wieder zurück ins venöse System und auf diesem Weg wird die Flüssigkeit in den Lymphknoten gefiltert. In den Lymphknoten werden alle Zellen gesammelt, die nicht in Ordnung sind und daher zeigen sich auch in den Lymphknoten die ersten Morbus Hodgkin Symptome. Für die Diagnose ist eine sogenannte Biopsie erforderlich, um die Krebszellen in den Lymphknoten nachzuweisen, bei einem gesunden Menschen sind keine entarteten Zellen zu finden.

    Welche Symptome gibt es?

    Morbus Hodgkin zeigt sich in der Regel an den geschwollenen Lymphknoten meist im Halsbereich, die allerdings keine Schmerzen verursachen. Es können aber auch Lymphknoten in anderen Körperbereichen wie an der Leiste oder unter den Achseln betroffen sein. Schwierig wird es, wenn die Knoten im Brustbereich sind, denn sie kann der Arzt nicht ertasten, es muss eine Röntgenaufnahme gemacht werden. Anders als bei einer Erkältung, sind die Lymphknoten bei Morbus Hodgkin dauerhaft vergrößert und sie werden im Verlauf der Krankheit immer mehr an Umfang zunehmen. Ein weiteres typisches Symptom ist, dass sich die vergrößerten Knoten nur sehr schwer verschieben lassen. Ist die Krankheit schon weiter fortgeschritten, dann verlieren die Betroffenen deutlich an Gewicht, es kommt zu extremem nächtlichem Schweiß und auch plötzliche Fieberschübe über 38° Grad können zu den Symptomen gehören.

    Risikofaktoren und Ursachen

    Warum es zu Morbus Hodgkin kommt, ist noch nicht eindeutig geklärt, eine Verbindung mit Virusinfektionen ist aber sehr wahrscheinlich. So gilt zum Beispiel das Epstein-Barr-Virus, welches das Pfeiffersche Drüsenfieber auslöst, als ein möglicher Verursacher von Morbus Hodgkin. Bei rund 50 % der Patienten, die am Krebs des Lymphsystems leiden, gab es einen Zusammenhang mit dem Drüsenfieber. Auch eine HIV-Infektion kann die seltene Krebsform auslösen, denn die Viren erhöhen die Anfälligkeit der Zellen und es kommt schneller zu einer Entartung. Bestrahlungen sowie eine Chemotherapie erhöhen das Risiko, dass sich ein Tumor in den Lymphknoten bilden kann, ebenso wie verändertes Erbmaterial in den Zellen.

    Die Stadien der Krankheit

    Der Lymphdrüsenkrebs ist in vier Stadien aufgeteilt. Im ersten Stadium ist nur ein Bereich der Lymphknoten befallen, im zweiten Stadium sind es bereits zwei Bereiche, meist im Bauchraum oder im Brustbereich. Beide Seiten des Zwerchfells sowie Bauchraum und Brustkorb sind beim dritten Stadium betroffen und im vierten Stadium können die Knochen und auch das Gehirn betroffen sein. Je höher das Stadium, umso schlechter ist die Prognose, dass der Krebs geheilt werden kann.

    Die Behandlung

    Es gibt zwei Behandlungsmöglichkeiten, die aggressive Chemotherapie und die gezielte Bestrahlung. Beide Möglichkeiten haben die komplette Heilung zum Ziel. Wenn es sich um einen lokal begrenzten Tumor handelt, dann ist eine Bestrahlung die beste Wahl, ist die Krankheit aber schon weiter fortgeschritten, dann hilft nur noch eine Chemotherapie. Die Heilungschancen haben sich in den letzten Jahren als sehr erfolgreich erwiesen, trotzdem ist es wichtig, dass der Krebs schon in einem sehr frühen Stadium erkannt wird. Handelt es sich um Non-Hodgkin-Lymphome, dann besteht eine gute Heilungschance von 60 %, beim lymphozytenarmen Typus liegt die Rate allerdings leider nur bei einem Prozent.

    Bild: © Depositphotos.com / kchungtw

  • Morbus Meulengracht – unangenehm, aber ungefährlich

    Morbus Meulengracht – unangenehm, aber ungefährlich

    Diejenigen, die unter Morbus Meulengracht leiden, tragen keine Schuld an ihrem Schicksal, denn sie haben die Krankheit geerbt. Die angeborene Stoffwechselerkrankung ist harmlos, aber für die Betroffenen ist sie unangenehm, da sich die Symptome auch äußerlich zeigen. Ein einziges Enzym verursacht die Krankheit, die nach ihrem Entdecker Meulengracht benannt wurde, denn dieses Enzym ist nicht oder nur sehr unzureichend in der Lage, den roten Farbstoff im Blut abzubauen.

    Die Ursache für Morbus Meulengracht

    Der dänische Arzt Jens Einar Meulengracht war ein Spezialist auf dem Gebiet der Stoffwechselkrankheiten, die ihren Ursprung in der Leber haben. Im Rahmen seiner Forschungen fiel Doktor Meulengracht auf, dass es bei einigen Menschen zu einer Störung beim Abbau des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin kommt. Im Hämoglobin befinden sich die Erythrozyten, die roten Blutkörperchen, die, wenn sie 120 Tage alt sind, vom Körper aussortiert und dann abgebaut werden, um Platz für neue Blutkörperchen zu schaffen. Das bei diesem Prozess freigesetzte Hämoglobin wird von Milz, Knochenmark und Leber abgebaut. Vorher muss das Hämoglobin aber in das nicht wasserlösliche Bilirubin umgewandelt werden, bevor es in die Leber gelangt. In der Leber ist ein Enzym mit dem etwas komplizierten Namen UDP-Glucuronosyltransferase, was das Bilirubin dann wieder wasserlöslich macht. Dann geht es weiter in den Gallensaft, der dem Bilirubin eine gelbe Farbe verleiht. Dieser Prozess ist bei Morbus Meulengracht gestört und diejenigen, die an der Krankheit leiden, haben eine beträchtliche Menge von nicht wasserlöslichem Bilirubin in ihrem Blut.

    Welche Symptome gibt es?

    Morbus Meulengracht hat eine Reihe von Symptomen, besonders auffällig sind aber die gelb gefärbten Augäpfel. In einigen Fällen färbt sich zudem die Haut gelblich, aber im Unterschied zu vielen anderen Erkrankungen der Galle oder der Leber juckt die Haut bei Morbus Meulengracht nicht. Die ersten Symptome treten meist nach der Pubertät auf, bei anderen treten diese Symptome aber immer nur dann in Erscheinung, wenn sie sich körperlich angestrengt oder Alkohol getrunken haben. Die Gelbfärbung der Augäpfel ist nicht gefährlich, aber sie stellt ein kosmetisches Problem dar. Es gibt aber noch weitere Symptome wie Müdigkeit, Bauchschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Kopfschmerzen, bis hin zu Migräneanfällen.

    Wie wird die Krankheit diagnostiziert?

    In den meisten Fällen wird Morbus Meulengracht bei einer Routineuntersuchung des Blutes entdeckt, denn der Gehalt an Bilirubin ist stark erhöht. Bei gesunden Menschen liegt der Bilirubinwert im Blut bei weniger als 1,1 Milligramm pro Deziliter, bei Menschen, die an Morbus Meulengracht erkrankt sind, ist ein Wert von zwei bis fünf Milligramm Bilirubin pro Deziliter keine Seltenheit. Um sicher zu gehen, dass es sich tatsächlich um die Stoffwechselkrankheit handelt, macht der Arzt einen sogenannten Fasten- und Nikotinsäuretest, bei dem geprüft wird, ob der Bilirubinwert im Blut auch dann konstant bleibt, wenn die Betroffenen einige Tage lang fasten. Auch wie sich der Wert nach der Einnahme von Nikotinsäure verändert, gibt Auskunft darüber, ob es sich tatsächlich um Morbus Meulengracht handelt.

    Welche Form der Behandlung gibt es?

    Da die Stoffwechselkrankheit in vielen Fällen überhaupt keine Beschwerden verursacht und auch keine Gefahr für die Gesundheit darstellt, ist keine Behandlung oder Therapie notwendig. Wenn die Betroffenen sich an einige Regeln halten, dann lässt sich auch der Bilirubinwert im Blut in Grenzen halten. Zu diesen Regeln gehört zum Beispiel die richtige Ernährung. Menschen, die einen erhöhten Bilirubinwert haben, sollten keine Fastenkuren machen, denn das lässt den Wert im Blut sprunghaft ansteigen. Das Gleiche gilt auch dann, wenn die Betroffenen eine fettarme Diät machen. Ein anderer Faktor, der das Bilirubin ansteigen lässt, ist der Alkohol, auf den ebenso verzichtet werden sollte wie auf Nikotin.

    Je älter die Patienten werden, umso weniger treten die Symptome auf, und im hohen Alter sind sie dann vollständig verschwunden.

    Bild: © Depositphotos.com / michaeljung

  • Erythrozyten – rote Blutkörperchen sorgen für den Sauerstoff

    Erythrozyten – rote Blutkörperchen sorgen für den Sauerstoff

    Sie sind rundlich, sie sind rot und sie transportieren den lebensnotwendigen Sauerstoff durch den Körper – Erythrozyten, die roten Blutkörperchen. Im Gegensatz zu den anderen Körperzellen haben die Erythrozyten keinen Zellkern, das heißt, sie sind nicht in der Lage, sich zu teilen, was ihnen nur eine kurze Lebensdauer beschwert. Erythrozyten leben nur 120 Tage, dann werden sie in der Leber und der Milz abgebaut. Trotzdem muss sich keiner Sorgen machen, zu wenig rote Blutkörperchen zu haben, denn im Knochenmark entstehen immer wieder neue Erythrozyten, und zwar drei Millionen jede Sekunde.

    Welche Funktion haben die Erythrozyten?

    Erythrozyten, die roten Blutkörperchen, haben eine lebenswichtige Funktion, denn sie sind dafür zuständig, Sauerstoff auch in den letzten Winkel des Körpers zu transportieren. Diese wichtige Funktion erklärt auch, warum der Mensch so viele dieser mit Hämoglobin gefüllten Zellen hat, denn Männer bringen es im Schnitt auf 5,4 Millionen Erythrozyten, Frauen immerhin noch auf 4,8 Millionen. Würde man die Zellen nebeneinanderlegen, dann wäre die Hälfte eines Fußballfeldes gefüllt. Das Hämoglobin färbt die Erythrozyten rot und da das Hämoglobin den Sauerstoff bindet, kann er so mühelos transportiert werden. Ist der Sauerstoff in einer Zelle verbraucht, dann entsteht Kohlenstoffdioxid und dieses Kohlestoffdioxid wird von den Erythrozyten zurück in die Lunge gebracht und schließlich ausgeatmet.

    Erythrozyten – die roten Blutkörperchen im Blutbild

    Wenn der Arzt ein kleines Blutbild macht, dann werden die Erythrozyten, die roten Blutkörperchen gezählt. Diese Blutuntersuchung wird zum Beispiel vor jeder Narkose gemacht, aber auch beim Verdacht auf bestimmte Krankheiten wird die Anzahl der roten Blutkörperchen bestimmt.

    Die Zahl der Erythrozyten gibt Auskunft über den Verdacht auf:

    • Blutarmut
    • Blutkrebs (Leukämie)
    • Innere Blutungen
    • Erkrankungen der Nieren
    • Starke äußere Blutungen
    • Mangel an Vitaminen
    • Mangel an Sauerstoff

    Sind zu wenig Erythrozyten vorhanden, dann spricht der Arzt von einer Anämie, also von Blutarmut. Schwangere Frauen und auch Kinder haben weniger rote Blutkörperchen, aber hier liegt kein Krankheitsbild vor, anders sieht es bei Erwachsenen aus, denn eine zu geringe Zahl an Erythrozyten deutet auf eine verminderte Blutbildung hin. Eisen- und Vitaminmangel kann die Ursache sein, aber auch wenn eine Funktionsstörung des Knochenmarks vorliegt, dann sinkt die Zahl der Erythrozyten.

    Hoher Blutverlust kann lebensgefährlich sein

    Die Zahl der Erythrozyten kann auch durch einen zu hohen Blutverlust drastisch sinken und das kann sehr schnell Lebensgefahr bedeuten. Das ist immer dann der Fall, wenn bei einem Unfall innere Organe wie die Leber oder die Milz beschädigt werden. Auch eine offene äußere Wunde kann einen hohen Blutverlust bedeuten und muss so schnell wie möglich behandelt werden. Routinemäßig werden bei großen Operationen Blutkonserven gegeben, auch dann sinkt die Zahl der Erythrozyten. Nicht ganz so hoch ist der Blutverlust bei einer Geburt und auch bei Frauen, die ihre Periode haben, sinkt die Zahl der roten Blutkörperchen.

    Was erkennt der Arzt im Blutbild?

    Schon ein kleines Blutbild kann dem Arzt viel über den Gesundheitszustand des Patienten verraten. Wenn die Erythrozyten, die roten Blutkörperchen, in einer zu geringen Zahl vorhanden sind, dann hilft es in vielen Fällen schon, mehr Vitamine zu essen oder ein Eisenpräparat einzunehmen. Sinkt die Zahl aber drastisch ab, dann kann eine Bluttransfusion helfen. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die eine zu hohe Zahl von roten Blutkörperchen haben, in diesem Fall spricht der Arzt von einer sogenannten Polyglobulie. Hier kann ein Aderlass helfen, eine Behandlungsmöglichkeit, die es schon in der Antike gab und die heute noch praktiziert wird. Bleibt die Ursache für eine zu geringe Zahl der roten Blutkörperchen auch nach dem kleinen Blutbild weiterhin unklar, dann muss ein großes Blutbild gemacht werden.

    Erythrozyten, die roten Blutkörperchen, sind lebensnotwendig und wer gesund lebt, der hält die Zahl konstant auf einem guten Wert.

    Bild: © Depositphotos.com / popov26