Schlagwort: Blutkörperchen

  • Das Pfeiffersche Drüsenfieber – die Kusskrankheit

    Das Pfeiffersche Drüsenfieber – die Kusskrankheit

    Pfeiffersches Drüsenfieber? Die meisten Menschen haben von dieser Krankheit noch nie etwas gehört, aber das Pfeiffersche Drüsenfieber kommt häufiger vor, als man vielleicht denkt. Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine Krankheit, die durch einen hartnäckigen Virus mit dem Namen Epstein-Barr ausgelöst wird, und übertragen wird der Virus in den meisten Fällen von Mund zu Mund, also beim Küssen. Das hat dem Pfeifferschen Drüsenfieber auch den Beinamen Kusskrankheit eingebracht, und wer sich schützen will, der sollte sich seine Kusspartner sehr genau aussuchen.

    Die Ursachen des Pfeifferschen Drüsenfiebers

    Das Epstein-Barr-Virus oder kurz auch EBV genannt, ist der Übeltäter, wenn es um das Pfeiffersche Drüsenfieber geht. Das EBV ist ein sogenanntes DANN Virus, das nur dann im Körper überleben kann, wenn es sich in bestimmten weißen Blutkörperchen und in den Zellen der Schleimhaut im Mund- und Rachenraum einnisten kann. Weil das Pfeiffersche Drüsenfieber eine relativ lange Inkubationszeit zwischen vier und sechs Wochen hat, bedeutet das: Wer einen Menschen mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber küsst, der spürt in diesem Zeitraum die ersten Symptome.

    Die Übertragung des Pfeifferschen Drüsenfiebers kann jedoch nur gelingen, wenn beim Küssen Körperflüssigkeiten ausgetauscht werden. Es kann in sehr seltenen Fällen aber auch durch eine Bluttransfusion oder beim Geschlechtsverkehr zu einer Ansteckung kommen.

    Welche Symptome gibt es?

    Die Symptome des Pfeifferschen Drüsenfiebers sind sehr vielfältig, was es dem Arzt nicht unbedingt einfach macht, die Krankheit auf Anhieb richtig zu erkennen. Viele Patienten fühlen sich müde und angeschlagen, sie klagen über Übelkeit und haben keinen Appetit, im späteren Verlauf kommen dann starke Kopfschmerzen, Halsschmerzen und auch Fieber dazu. Die Lymphknoten vor allem am Hals, aber auch in den Achselhöhlen können sehr schmerzhaft anschwellen und auch die Milz vergrößert sich, was zu Druckschmerzen im oberen Bereich des Bauches führt.

    Eine eindeutige Diagnose kann nur durch eine Untersuchung des Blutes gestellt werden, denn im Blut zeigt sich eine Vermehrung der weißen Blutkörperchen, und das gibt einen Nachweis über die Antikörper des Epstein-Barr-Virus. Wer die genannten Symptome über einen längeren Zeitraum verspürt, der sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen und ein großes Blutbild machen lassen.

    Vom Alter abhängig

    Das Epstein-Barr-Virus gehört zu den Herpesviren und wer den Virus einmal in sich trägt, der behält ihn ein Leben lang. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass 95 % der Weltbevölkerung unter 30 Jahren das Virus haben, aber nicht bei allen kommt die Krankheit auch zum Ausbruch. Kleinkinder können sich ebenfalls mit dem Epstein-Barr-Virus infizieren, aber in diesem Fall gibt es keine oder nur geringfügige Symptome. Die Ursache dafür liefert das Immunsystem, das bei kleinen Kindern nicht so stark reagiert.

    Wer das Pfeiffersche Drüsenfieber schon als Kind bekommt, der ist allerdings für den Rest seines Lebens gegen eine erneute Ansteckung immun, denn der Körper hat Antikörper gebildet. Bei Jugendlichen sind die Symptome am stärksten ausgebildet und hier lässt sich die Krankheit am einfachsten feststellen.

    Wie wird das Pfeiffersche Drüsenfieber behandelt?

    Bricht die Krankheit aus, dann ist Ruhe die erste Pflicht und das Küssen ist erst einmal streng verboten. Viel Schlaf kann effektiv dabei helfen, das Pfeiffersche Drüsenfieber zu besiegen und wenn das Fieber steigt, dann sollten fiebersenkende Mittel eingenommen werden. Es gibt keine speziellen Medikamente gegen das Pfeiffersche Drüsenfieber, alles was gelindert werden kann, das sind die Symptome, wie eben das Fieber. Alle, die sich mit dem Fieber angesteckt haben, die müssen eigentlich nur eines mitbringen und das ist Geduld, denn es kann ein bis zwei Monate dauern, bis die Symptome abklingen und das Pfeiffersche Drüsenfieber komplett ausgeheilt ist.

    Bild: © Depositphotos.com / imagepointfr

  • Jiaogulan Tee Zubereitung

    Jiaogulan Tee Zubereitung

    Die richtige Jiaogulan Tee Zubereitung

    Warum werden in manchen Teilen der Erde die Menschen älter als in anderen Regionen der Welt? Das liegt zum einen natürlich an der Infrastruktur des jeweiligen Landes, denn wo die medizinische Versorgung gut ist, da leben die Menschen länger. Aber auch die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle. So ernähren sich die Menschen in Asien deutlich gesünder als die Menschen in Europa oder in den USA, denn sie essen viel frischen Fisch, sehr viel Gemüse und sie garen ihren Speisen nur kurz, sodass alle wichtigen Nährstoffe enthalten bleiben.

    Auch in China kann man viele Einwohner finden, die älter als 100 Jahre werden. Hier ist vielfach die Jiaogulan Pflanze die Ursache für ein langes Leben. Gynostemma pentaphyllum heißt die Pflanze, die auch gerne das Kraut der Unsterblichkeit genannt wird. Vor allem im Süden der Volksrepublik ist Jiaogulan sehr beliebt und dort werden die Einwohner besonders alt. Was ist das Geheimnis des Krauts der Unsterblichkeit und warum ist es eine gute Idee, den Tee auch bei uns zu trinken?

    Die Jiaogulan Tee Zubereitung

    Jiaogulan ist in China schon seit dem 15. Jahrhundert bekannt und schon damals haben die Menschen die Pflanze, die übrigens zu den Kürbisgewächsen gehört, gerne getrunken. Die Jiaogulan Tee Zubereitung hat sich seit dem Mittelalter nicht verändert, allerdings kann man Jiaogulan heute sowohl als Teeblätter als auch im praktischen Aufgussbeutel kaufen. Was bei der Jiaogulan Tee Zubereitung eine wichtige Rolle spielt, ist die Temperatur des Wassers. Das Wasser muss zum Kochen gebracht werden, sollte dann aber auf ca. 80° Grad abkühlen. Es dauert nur wenige Sekunden, bis das Wasser die richtige Temperatur hat und der Tee zubereitet werden kann.

    Im nächsten Schritt der Jiaogulan Tee Zubereitung wird das abgekühlte Wasser langsam über den Teebeutel oder die Teeblätter gegossen. Wer seinen Tee ein wenig stärker trinken möchte, der sollte zwei Teebeutel oder zwei bis drei Teelöffel des losen Tees für eine Kanne nehmen. Wenn der Tee aber nicht so stark sein soll, dann reicht ein Teelöffel loser Tee oder ein Teebeutel. Je nach Geschmack muss der Jiaogulan Tee bis zu drei Minuten ziehen.

    Da der Tee sehr aromatisch und gut schmeckt, muss er nicht unbedingt gesüßt werden. Wem er aber nicht süß genug ist, der kann noch einen Löffel Honig dazugeben. Köstlich schmeckt der Tee auch mit einem Stück Ingwer, das in der Kanne mitzieht, denn das verleiht dem Tee ein süßes und zugleich würziges Aroma.

    Was macht Jiaogulan Tee so besonders?

    Die Jiaogulan Pflanze ist eng mit der Ginseng Pflanze verwandt, aber die Wirkstoffe sind im Jiaogulan deutlich stärker als beim Ginseng. Jiaogulan kann den Blutdruck ebenso positiv beeinflussen wie auch den Blutzuckerspiegel, und wenn es um ein wirksames Anti-Aging Mittel geht, dann kann Jiaogulan ebenfalls überzeugen. Wer sich regelmäßig einen Jiaogulan Tee zubereitet, der fördert die Durchblutung und stärkt das Herz, die Bildung der weißen Blutkörperchen wird angeregt und auch die Nerven werden gestärkt, denn Stress wird abgebaut.

    Aber Jiaogulan Tee kann noch mehr, denn der Tee kann auch bei Arteriosklerose hilfreich sein und er kann einem Herzinfarkt ebenso vorbeugen wie auch einem Schlaganfall und einer Thrombose. Besonders in den kalten Wintermonaten ist eine Jiaogulan Tee Zubereitung eine gute Idee, denn der Tee stärkt das Immunsystem und Erkältungen haben keine Chance mehr.

    Die Jiaogulan Pflanze kann jeder ohne Problem auch im Topf ziehen und dann seinen eigenen Tee ernten. Die Samen werden zunächst in lauwarmes Wasser gelegt, damit sie keimen können. Dann kommen die Keimlinge in die Erde und sie bevorzugen ein warmes und halbschattiges Plätzchen. Wer seinen Jiaogulan Tee selbst anbauen will, der sollte sich nicht wundern, dass die Pflanze sehr schnell in die Höhe schießt, denn angeblich wächst Jiaogulan zumindest am Anfang bis zu sechs Zentimeter täglich.

  • Das Kraut der Unsterblichkeit

    Das Kraut der Unsterblichkeit

    Kraut der Unsterblichkeit – das hört sich ein bisschen wie ein Märchen der Gebrüder Grimm oder ein Fantasy Abenteuer an, aber hinter dem Kraut der Unsterblichkeit verbirgt sich tatsächlich ein Kraut, was in China schon seit Jahrhunderten dafür sorgt, dass die Menschen sehr alt werden. Das Kraut der Unsterblichkeit hat natürlich auch einen richtigen Namen und dieser lautet Jiaogulan, wahlweise auch Jiao Gu Lan oder Xiancao, je nachdem, in welcher Region Chinas man sich gerade befindet.

    Natürlich haben die Menschen in China, die das Kraut der Unsterblichkeit als Tee zubereitet trinken, nicht das ewige Leben, aber es gibt dort, wo das Kraut wächst und als Tee getrunken wird, auffällig viele Menschen, die 100 Jahre und mehr alt werden. Was ist das Geheimnis des Krauts der Unsterblichkeit und kann man es auch in Deutschland bekommen?

    Was macht Jiaogulan Tee so besonders?

    Das Kraut der Unsterblichkeit basiert was seine Inhaltsstoffe angeht, auf der bekannten Ginseng Pflanze, im Jiaogulan Kraut sind die Wirkstoffe aber um ein Vielfaches höher konzentriert. Vor allem der hohe Anteil an Gypenosiden, aber auch Vitamine, Aminosäuren und Mineralstoffe machen das Kraut der Unsterblichkeit ganz besonders und zu einem der zehn besten Anti-Aging Kräuter der Welt.

    Das Kraut der Unsterblichkeit sorgt nicht nur für ein langes Leben, es ist auch eine starke Unterstützung der Gesundheit, und das in vielerlei Hinsicht:

    • Es stärkt das Immunsystem und das Herz
    • Es wirkt vorbeugend gegen Schlaganfall, Thrombose und Herzinfarkt
    • Es senkt den Blutdruck, den Blutzucker und den Cholesterinspiegel
    • Es wirkt sich positiv auf die Durchblutung aus
    • Es hilft beim Abnehmen
    • Es beugt Krebs und Arteriosklerose vor
    • Es regt die Bildung der weißen Blutkörperchen an
    • Es hilft bei Stress und stärkt die Nerven

    Das Kraut der Unsterblichkeit als Tee zubereiten

    Ein chinesisches Sprichwort besagt, dass wer Tee trinkt, den Lärm der Welt vergisst. Wer einen Jiaogulan Tee trinkt, der trinkt nicht nur einen wohlschmeckenden Tee, sondern sorgt auch für seine Gesundheit. Wer das Kraut der Unsterblichkeit zubereiten will, der muss nur Wasser zum Kochen bringen und es dann auf ca. 80° Grad abkühlen lassen, was nicht mehr als einige Sekunden dauert. Anschließend wird das Wasser entweder über den losen Tee oder über einen Teebeutel gegossen, dann den Tee ungefähr drei Minuten ziehen lassen.

    Um den Tee zu aromatisieren, kann ein Stück Ingwer dazu gegeben werden und alle, die ihren Tee gerne etwas süßer trinken, können einen Löffel Honig in die Tasse geben. Ein kleiner Tipp: Wer losen Tee verwendet, der kann sich daraus bis zu viermal Tee aufgießen.

    Jiaogulan Tee selbst züchten

    Gynostemma pentaphyllum – so lautet der lateinische Name des Krauts der Unsterblichkeit, und aus botanischer Sicht gehört das Kraut zu den Kürbisgewächsen. Jiaogulan kann man sehr gut auf der heimischen Fensterbank selbst ziehen und das ist ganz einfach. Die Pflanze mag ein warmes Plätzchen, nach Möglichkeit im Halbschatten, denn dann wächst sie am Anfang sehr schnell, angeblich bis zu sechs Zentimeter pro Tag. Bei diesem rasanten Wachstum muss wahrscheinlich schnell ein neuer Platz gesucht werden, und wer einen Wintergarten hat, der kann sich freuen, denn dort gedeiht die Pflanze besonders gut. Die Blätter können getrocknet werden und die jungen Triebe eigenen sich hervorragend als Salat.

    Bevor das Kraut der Unsterblichkeit aber überhaupt wachsen kann, muss das Saatgut in lauwarmes Wasser gelegt werden, damit es keimen kann. Dann kommen die Keimlinge in die Erde. Wer sein eigenes Kraut der Unsterblichkeit auf dem Balkon ziehen möchte, der muss die Pflanze auch wenn es kalt wird, nicht ins Haus holen, denn das Kürbisgewächs ist bis zu minus 18° Grad winterfest.

    Wer gesund bleiben will und gerne Tee trinkt, der sollte den Jiaogulan Tee mal versuchen, denn er trägt seinen Namen Kraut der Unsterblichkeit nicht ganz zu Unrecht.

  • Chemotherapie bei Rheuma

    Chemotherapie bei Rheuma

    In Deutschland sind etwa 1,5 Millionen Personen von einer rheumatischen Erkrankung betroffen. Dies entspricht rund 2 % der gesamten erwachsenen Bevölkerung. Aufgrund der Natur der Erkrankung war es bisher schwer eine heilende Behandlung zu finden. In den meisten Fällen ist eine lebenslange, medikamentöse Behandlung der einzig Ausweg. In einem Artikel auf dem Gesundheitsportal lifeline ist nun nachzulesen, dass die Zukunft für Rheuma-Patienten eine Heilung in Sicht haben könnte. Eine Möglichkeit ist Chemotherapie bei Rheuma.

    Warum ist Rheuma bisher nicht heilbar?

    Um diese Frage zu beantworten, ist es wichtig, die Krankheit zu verstehen. Rheuma wird durch eine Fehlfunktion der sogenannten Gedächtniszellen hervorgerufen. Diese Zellen sind ein wichtiger Bestandteil eines intakten Immunsystems. Sie speichern Informationen zu Viren und Bakterien ab. Sollten sie erneut mit den gleichen Erregern in Kontakt kommen, haben sie die gespeicherten Informationen sofort vorliegen und können schneller reagieren, als Zellen, denen dieses Gedächtnis fehlt. Nun kann es dazu kommen, dass eben diese Zellen eine Fehlfunktion erleiden und sich gegen den eigenen Körper richten. Diese Zellen greifen das Gewebe an und können dadurch erheblichen Schaden anrichten. Im schlimmsten Fall kann eine Rheumaerkrankung zum Tode führen. Die Krankheit hat sehr verschiedene Symptome, hat aber fast immer Verformungen der Gelenke und starke Gliederschmerzen zur Folge. Typische Symptome sind dabei:

    • Gelenkschmerzen auf beiden Körperseiten
    • Schwellungen der Gelenke
    • Beweglichkeit der Gelenke ist eingeschränkt
    • Überwärmung der Gelenke

    Dabei kann Rheuma in verschiedenen Gelenken auftreten. Sehr selten kommt es im Kiefergelenk und in den Hüftgelenken vor. Häufig zu finden ist es in folgenden Gelenken:

    • Sprunggelenk
    • Handgelenk
    • Schultergelenk
    • Kniegelenk
    • Wirbelsäule

    Bisher ist es möglich, diese Fehlfunktion mithilfe von Medikamenten zu unterdrücken. Die Zellen werden „entwaffnet“ und können so keinen Schaden anrichten. Dies ist allerdings an eine fortwährende Einnahme der Medikamente gebunden. Werden diese abgesetzt, so erinnern sich die Zellen an die falschen Informationen und beginnen erneut damit das Gewebe anzugreifen.

    Offensichtlich ist es nicht ideal, das eigene Immunsystem mit Medikamenten zu schwächen. Die Gedächtniszellen sind ein äußert wichtiger Teil der Immunabwehr und man ist einer größeren Infektionsgefahr ausgesetzt, wenn diese nicht auf voller Leistung arbeiten können. Daher arbeite Forscher weltweit daran eine Lösung zu finden, die eine Heilung und keine Kontrolle der Krankheit bietet.

    Herkömmliche Behandlungen

    Momentan werden Rheuma-Patienten zumeist mit verschiedenen Medikamenten behandelt. Welche Mittel verwendet, werden hängt stark von der Art und dem Stadium der Erkrankung ab. Außerdem reagiert nicht jeder Patient gleich auf die Medikamente. So ist Kortison ein häufig genutzter Stoff, der allerdings zu schweren allergischen Reaktionen führen kann. Es gibt neben den Medikamenten ein paar weiterer Methoden, die regelmäßig zum Einsatz kommen.

    Radiosynoviorthese

    In diesem Fall wird eine radioaktive Flüssigkeit direkt in das Gelenk gespritzt. Die Radioaktivität ist zu schwach um ernsthaften Schaden anzurichten, aber hoch genug, um die oberste Gelenkhautschicht zu entfernen. Hier ist die Entzündung akut und durch das Entfernen dieser Schicht wird nicht nur eine Schmerzlinderung erzielt, es kommt auch zu einer Erhöhung der Zell-Regenerationsrate.

    Biologika

    Bei den sogenannten Biologika handelt es sich um biotechnologisch hergestellte Eiweiße. Diese sind ähnlich zu unseren körpereigenen Substanzen. Sie werden eingesetzt, um bestimmt Mechanismen im Körper zu steuern und zu beeinflussen. So können die Biologika zum Beispiel die Rate erhöhen im welcher Immunzellen an erkrankte Gelenke andocken. Dies beschleunigt den Regenerationsprozess. Biologika werden in Form von Tabletten eingenommen.

    Physiotherapie

    Die Physiotherapie wir dazu verwendet, Schmerzen zu lindern und Funktionsdefizite auszugleichen. Ein gezieltes Gelenktraining und das Verwenden von anregenden Reizen stärkt das Gewebe und verbessert Bewegungsabläufe. Vor allem im frühen Stadium der Erkrankung ist diese Therapie sehr erfolgreich. Je weiter fortgeschritten, umso schwieriger ist es, die Gelenke zu trainieren.

    Wie funktioniert die Behandlung mit Chemotherapie?

    Während einer Chemotherapie werden das Immunsystem und dessen Zellen angegriffen und zerstört. Die Therapie ist dabei so tief greifend, dass der Körper die alten Immunzellen nicht reproduzieren kann. Nach der Therapie wird durch eine Behandlung mit Stammzellen der Aufbau eines neuen Immunsystems in Gang gesetzt.

    Das neue Immunsystem hat keine „Erinnerung“ an die fehlerhaften Zellen und bildet daher keine Gedächtniszellen, welche das körpereigene Gewebe angreifen. Dies hat also zur Folge, dass die Krankheit komplett verschwunden ist. Vor Beginn der Chemotherapie werden dem Patienten für die Stammzellengewinnung weiße Blutkörperchen entnommen. Offensichtlich sind hier die fehlerhaften Gedächtniszellen enthalten. Diese können mithilfe eines speziellen Vorgangs herausgefiltert werden. Übrig bleiben lediglich die gesunden Zellen, welche dann verwendet werden um ein neues, gesundes Immunsystem aufzubauen.

    Bisher befindet sich dieses Vorgehen noch in der frühen Phase. Es gibt Patienten, die erfolgreich mit dieser Methode behandelt wurden. Sie birgt aber auch ein hohes Risiko. In der Phase zwischen der Chemotherapie und den Neuaufbau des Immunsystems ist der Patient praktisch ohne körpereigene Abwehr. Damit riskiert man die Ansteckung an einer lebensbedrohlichen Krankheit. Diese Therapie kommt daher nicht für Patienten infrage, die körperlich nicht die richtigen Voraussetzungen bringen.

    Dennoch sind Ärzte zuversichtlich. Die Zukunft für die Behandlung von Rheuma-Patienten ist auf einem guten Weg. Eine Heilung ist eindeutig in Sicht.

  • Blinddarmentzündung – schnelle Hilfe rettet Leben

    Blinddarmentzündung – schnelle Hilfe rettet Leben

    Sie tritt häufiger bei jungen als bei älteren Menschen auf und wenn sie diagnostiziert wird, dann ist immer Eile geboten – die Blinddarmentzündung. Die Blinddarmentzündung oder Appendizitis gehört zu den sehr häufig auftretenden Krankheiten, die mit unzweifelhaften Symptomen auf sich aufmerksam macht. Starke Schmerzen im unteren Bauchbereich, Übelkeit und Erbrechen sind ein sicheres Zeichen dafür, dass der Blinddarm entzündet sein könnte. Wer diese Symptome verspürt, der sollte auf jeden Fall zu einem Arzt gehen.

    Bilddarmentzündung – Der entzündete Wurmfortsatz

    Der Name Blinddarmentzündung ist irreführend, denn nicht der Blinddarm selbst ist entzündet, es ist vielmehr der Wurmfortsatz, der am Blinddarm hängt, der für Probleme sorgt. Ein Fremdkörper wie zum Beispiel ein Kirschkern oder auch ein Klumpen Kaugummi können für eine Entzündung des Wurmfortsatzes sorgen, aber auch wenn der kleine Fortsatz abknickt, dann kann das zu einer Entzündung führen. Vielfach lässt sich die Ursache für eine Blinddarmentzündung aber nicht mehr nachweisen.

    Die Diagnose einer Bilddarmentzündung

    Wenn man mit diesen typischen Beschwerden zum Arzt geht, dann hat der Arzt mehrere Möglichkeiten, eine genaue Diagnose zu stellen. Eine Ultraschalluntersuchung bringt ebenso Gewissheit wie auch das Abtasten des Unterbauchs. Es gibt charakteristische Druckpunkte, die auf eine Blinddarmentzündung hinweisen und auch der sogenannte Loslassschmerz zeigt dem Arzt, ob der Wurmfortsatz entzündet ist oder nicht. Wenn es mit den klassischen Methoden keine eindeutige Diagnose gibt, dann kann eine Bauchspiegelung helfen. In der Regel wird dem Patienten auch Blut abgenommen und untersucht. Wenn sich viele weiße Blutkörperchen finden, dann deutet das ebenfalls auf eine Blinddarmentzündung hin.

    Der Verlauf einer Blinddarmentzündung

    Blinddarmentzündungen können eine sehr lange Vorlaufzeit haben, ohne dass eine eindeutige Diagnose gestellt werden kann. Viele fühlen sich über Wochen nicht so recht wohl, sie klagen über Schmerzen im Bauchraum, die dann aber wieder verschwinden. Auch das Gefühl der Übelkeit kann plötzlich wieder nachlassen. Da die Symptome immer wieder auftreten und dann wieder verschwinden, gehen die meisten Menschen nicht direkt zum Arzt, sondern vermuten hinter ihren Beschwerden einen verdorbenen Magen.

    Wie gefährlich die Entzündung aber wirklich sein kann, das hängt vom Stadium der Krankheit ab. Wer zu lange wartet, der riskiert einen Durchbruch des Wurmfortsatzes. Ist das der Fall, dann ist schnelle Hilfe lebensrettend, denn wenn der Wurmfortsatz perforiert ist, kann es zu einer Entzündung des Bauchfells kommen. Auch eine Lähmung des Darms kann die Folge sein, wenn eine Blinddarmentzündung nicht rechtzeitig erkannt wird, und bei Menschen die unter Morbus Crohn, einer chronischen Entzündung des Darms leiden, kann ein entzündeter Wurmfortsatz sogar lebensgefährlich sein.

    Die Therapie einer Blinddarmentzündung

    Wer mit Unterbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und auch leichtem Fieber ins Krankenhaus kommt, der wird zunächst einmal nur beobachtet. Der Patient darf während dieser Zeit nichts essen, damit der Darm zur Ruhe kommt, denn das erleichtert die Diagnose. Handelt es sich tatsächlich um eine Blinddarmentzündung, dann gibt es nur eine Möglichkeit und das ist die Operation. Wurde in früheren Zeiten eine sogenannte offene Operation durchgeführt, so greifen die Chirurgen von heute nicht mehr so häufig zum Skalpell, sondern nehmen das Endoskop. Bei diesen minimal-invasiven Operationsmethoden wird die Bauchdecke nicht mehr mit einem Schnitt geöffnet, der Arzt führt vielmehr durch drei winzige Schnitte das Endoskop ein und entfernt dann behutsam den entzündenden Wurmfortsatz. Diese „Schlüssellochchirurgie“ ist für den Patienten weniger belastend und dabei kann sogar auf eine Vollnarkose verzichtet werden. Leider hat die Laparoskopie einen entscheidenden Nachteil: Sie ist deutlich teurer als ein normaler chirurgischer Eingriff und wird deshalb von den Krankenkassen nicht so gerne gesehen.

  • Leben Veganer wirklich gesünder?

    Leben Veganer wirklich gesünder?

    Fast scheint es so als wäre es ein neuer Trend, Veganer zu sein. Zwar hat es schon immer Menschen gegeben, die bewusst auf den Verzehr von Fleisch verzichten, aber Menschen, die vegan essen und auf alles verzichten, was vom Tier stammt, das scheint eine neue Lebensphilosophie zu sein. Überall wird für ein veganes Leben geworben, es gibt vegane Restaurants, vegane Kochbücher und sogar vegane Kochshows im Fernsehen. Aber ist vegan essen wirklich so viel gesünder?

    Ohne Milch und Honig

    Vegetarier verzichten auf Fleisch und begründen diese Haltung damit, dass sie mit den Tieren leiden die getötet werden, nur damit ein saftiges Steak auf dem Teller liegt. Das können viele Menschen nachvollziehen, aber wer vegan isst, der verzichtet auch auf Honig, Milch und Eier, tierische Produkte, für die die Tierwelt weder leiden noch sterben muss. Vegan essen ist gesünder – das ist das zweite Argument was Veganer gerne anführen, aber ist das auch tatsächlich der Fall?

    Ob Fleischesser oder Veganer gesünder leben – darüber gibt es keine gesicherten Studien. Lediglich eine Langzeitstudie aus London, die über einen Zeitraum von zwölf Jahren Veganer und Fleischesser beobachtet hat, kam zu einem überraschenden Ergebnis. Die Studienteilnehmer, die sich ohne tierische Produkte ernährt haben, hatten die gesünderen Nieren, niedrigere Blutfettwerte und auch das bessere Gewicht. Allerdings konnten die Wissenschaftler aus England nicht beweisen, dass diese Effekte nur durch die fleischlose Kost erzielt wurden, denn vegan essen alleine reicht nicht aus, um gesund zu leben. Es ist vielmehr ein gesunder Lebenswandel.

    Fehlende Vitamine

    Selbst in Kochbüchern für Veganer ist immer wieder der Zusatz zu finden, dass es bei allen, die vegan essen, zu einem Mangel an Vitaminen kommen kann. Vor allem das wichtige Vitamin B12 fehlt denjenigen, die vegan essen und genau dieses Vitamin hat im Körper viele Aufgaben. So ist das Vitamin B12 für die Bildung von roten Blutkörperchen, für den Stoffwechsel und für die Erneuerung der Zellen zuständig. Fehlt das Vitamin, dann kann es zu Müdigkeit, Nervosität, Konzentrationsschwäche und sogar zu Depressionen führen.

    Da der Körper das Vitamin B12 nicht selbst herstellen kann, muss es von außen kommen, und das funktioniert am besten über Fleisch, Eier und Fisch, also Nahrungsmittel, die Veganer nicht essen. Zwar gibt es tierische Produkte wie getrocknete Algen, die das Vitamin B12 enthalten, aber die Menge ist zu gering. Alle, die vegan essen, müssen einen Weg finden, das Vitamin auf andere Art, zum Beispiel über Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen.

    Kein Kalzium

    Kalzium ist für die Gesundheit sehr wichtig und das meiste Kalzium findet sich in Milch und Milchprodukten wie Käse, Kefir, Buttermilch und Joghurt. Erwachsene brauchen pro Tag rund 1.000 Milligramm, Kinder und Jugendliche im Wachstum sogar 1.200 Milligramm. Ärzte raten deshalb Eltern davon ab, ihre Kinder vegan zu ernähren, denn wenn das Kalzium fehlt, dann können die Knochen nicht wachsen und es besteht das Risiko einer Osteoporose. Schon 100 Gramm Schnittkäse wie zum Beispiel Emmentaler reichen aus, um den Bedarf an Kalzium für einen Tag zu decken.

    Wer vegan essen möchte, der sollte sich einen Ernährungsplan zusammenstellen, auf dem auch pflanzliche Kalziumlieferanten zu finden sind. So liefert Sesam rund 800 Gramm Kalzium, aber auch Mandeln, Soja und viele Gemüsesorten wie Brokkoli und Grünkohl sorgen dafür, dass alle, die vegan essen, ausreichend Kalzium bekommen. Sehr hilfreich ist auch Mineralwasser, denn schon 200 Milliliter eines Mineralwassers mit viel Kalzium hilft effektiv, einem Mangel vorzubeugen.