Schlagwort: Blutspende

  • Regelmäßiges Blutspenden senkt hohen Blutdruck

    Regelmäßiges Blutspenden senkt hohen Blutdruck

    Zum Leben und Überleben braucht der Mensch Blut. Passiert ihm ein schwerer Unfall oder erleidet eine Krankheit, dann ist er auf Blutspenden angewiesen. Experten sagen, dass am Tag etwa 15.000 Spenden nötig wären, um eine optimale Versorgung zu garantieren. Die Wahrheit sieht aber ganz anders aus: Das Deutsche Rote Kreuz (abgekürzt DRK) sagt, dass von den rund 33 Prozent der zugelassenen Bürger nur etwa drei Prozent Blutspenden gehen. Das Hauptproblem liegt bei den jungen Spendern, da bei ihnen der größte Mangel vorliegt. Leider ist das in so einigen Regionen zu beklagen. Dabei wissen viele gar nicht, dass ein regelmäßiger dorthin nicht nur dem Empfänger, sondern auch dem Spender selbst hilft. Und das nicht etwa auf finanzielle Weise, sondern auf gesundheitlicher Basis.

    Behebt Bluthochdruck

    Die Zahl ist fast nicht zum glauben, doch schon in Deutschland sind es bis zu 30 Millionen Menschen, die an Bluthochdruck leiden. Weltweit betrachtet ist es noch viel schlimmer, hier beläuft sich die Zahl auf etwa eine Milliarde. Man kann sagen, dass es sich um ein Volksleiden handelt, welches jedoch unter Umständen schwere Folgen hat. Vor allem Herzschwäche und Herzinfarkt sind zu nennen. Patienten nehmen dafür in der Regel Medikamente ein, doch das muss nicht sein. Neben einer gesunden Ernährung und viel Bewegung ist der Kampf gegen den Bluthochdruck auch durch regelmäßiges Blutspenden zu gewinnen. Dies wirkt nämlich vom Prinzip her gleich wie ein Aderlass.

    Wissenschaftlich bestätigt

    Natürlich wird diese Behauptung nicht einfach so aufgestellt, es gibt wissenschaftliche Bestätigungen. Eine Studie (Carstens-Stiftung) besagt zum Beispiel, dass regelmäßige Spender zusätzlich das Risiko eines Herzinfarkts mindern. Der positive Effekt ist ganz einfach dem Blutverlust geschuldet und bereits kleinste Minderungen des Bluthochdrucks haben eine schützende Wirkung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Übrigens: Die Blutdruckminderung hält meist für sechs Wochen an.

    Obwohl die Vorteile auf beiden Seiten liegen, geht die Zahl der Freiwilligen jährlich zurück. Kam man 2010 auf fünf Millionen Vollblutspenden, waren es sechs Jahre später „nur“ mehr vier Millionen. Dabei sind die Voraussetzungen gering und erfordern ein Mindestgewicht von 50 Kilogramm und bei Erstspendern eine Altersgrenze von maximal 64 Jahren. Wer sich unsicher ist, der kann sich von seinem Hausarzt beraten lassen oder direkt zu einer entsprechenden Einrichtung hingehen. Wichtig ist auch zu wissen, dass zwischen zwei Spenden ein Abstand von mindestens 56 Tagen liegen muss. Stimmt das alles, dann kann theoretisch jeder etwas Gutes tun und Blutspenden.

  • Transfusionen: Ist Männerblut besser geeignet?

    Transfusionen: Ist Männerblut besser geeignet?

    Ein Mensch besitzt bis zu sieben Liter Blut, die tagtäglich durch den Körper wandern. Wir brauchen die dunkelrote Flüssigkeit aber nicht nur zum Leben, ihr werden auch mythische Eigenschaften nachgesagt. Bereits früher, zum Beispiel zu Goethes Zeiten, war Blut als „ganz besonderer Saft“ bekannt. Aus medizinischer Sicht spielen aber natürlich andere Faktoren eine Rolle. Beispielsweise, dass man mit Transfusionen anderen Menschen helfen kann. Für diesen Zweck kann auch jeder mit bestimmten Voraussetzungen Blutspenden gehen, wobei das übrigens auch dem Spender bei Bluthochdruck hilft. Eine neue Untersuchung zu diesem Thema besagt nun, dass Männerblut besser für diesen Zweck geeignet ist. Aber warum ist das so und was bedeutet es für die Zukunft?

    31.000 Daten analysiert

    Das Ergebnis stammt von Wissenschaftlern aus den Niederladen, die den Unterschied entdeckt haben. Es wurden 31.000 Patienten analysiert, welche rund 60.000 Blutkonserven erhalten haben. Nach den ganzen Transfusionen kam es zu etwa 4.000 Todesfällen, was sich als eine Sterberate von 13 Prozent erweist. Auf Platz eins der Ursachen lag eine akute Lungeninsuffizienz, die anhand einer Unverträglichkeit ausgelöst worden ist. Bereits innerhalb der ersten sechs Stunden kam es zu einem abfallenden Blutdruck, zu Atemnot und zu einer Wasserbildung in der Lunge.

    Männerblut schnitt besser ab

    Auffallend an der Studie ist, dass das Frauenblut schlechter abgeschnitten hat. Dies ist jedoch nicht grundsätzlich der Fall, nur wenn die Spenderin zuvor mindestens einmal schwanger gewesen ist. In solchen Fällen kam es viel eher zu Komplikationen, wobei es auf 1000 Personenjahre gerechnet 101 Todesfälle waren. Erhielten Männer wiederum Blut vom gleichen Geschlecht, dann sinkt die Zahl auf 80. Kam die dunkelrote Flüssigkeit wiederum von Frauen, die noch nie schwanger waren, sind es sogar nur 78 Todesfälle.

    Bei Frauen ist der Unterschied nicht so gravierend. Stammt das Blut von einem Mann, dann kam es zu 62 Todesfällen. Bei ehemals schwangeren Frauen, die als Spenderin hergehalten haben, sind es 74 des weiblichen Geschlechts, die aufgrund von Folgeerscheinungen gestorben sind.

    Derzeit keine Veränderung geplant

    Die genaue Ursache für dieses Phänomen ist zurzeit nicht bekannt. Man vermutet allerdings, dass zum Beispiel erniedrigte Eisenwerte, die während der Schwangerschaft vorhanden sind, schuld an der schlechteren Verträglichkeit sind. Auch sind im Moment keine Veränderungen in Blutspendeeinrichtungen geplant, die aufgrund der neuen Erkenntnisse eintreten hätten können. Interessant ist die Studie aber natürlich trotzdem.

  • Stammzellen spenden oder einlagern

    Stammzellen spenden oder einlagern

    Aus dem Blut der Nabelschnur lässt sich eine große Menge junger Stammzellen gewinnen. Dieser Vorgang ist einfach und ohne Risiken möglich. Diese wichtigen Zellen aus dem Nabelschnurblut – von Experten gerne auch als „Wunderzellen“ oder „Alleskönnerzellen“ bezeichnet – weisen den großen Vorteil auf, sich bislang noch nicht auf ein ganz bestimmtes Gewebe konzentriert zu haben. Es ist somit noch eine Differenzierung in verschiedenen Zelltypen des Organismus möglich.

     

    Stammzellen aus Nabelschnurblut einlagern oder spenden

     

    Stammzellen aus Nabelschnurblut verfügen über eine sehr hohe Teilungsfähigkeit. Diese beruht auf ihrer absoluten Jugendlichkeit. Darüber hinaus sind die jungen Zellen bislang kaum schädlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt gewesen. Während der Gewinnung derselben bestehen für Mutter und Kind keinerlei Risiken oder Schmerzen.

     

    Auf Grund der hohen Bedeutsamkeit von Stammzellen sollte die Nabelschnur samt Nabelschnurblut nicht mehr einfach nach der Geburt entsorgt werden. Bei nahezu 95 % aller Geburten ist dies bislang noch der Fall. Doch Stammzellen lassen sich einfrieren und damit für viele Jahre aufbewahren. Als Optionen stehen zur Verfügung: Stammzellen spenden oder einlagern für sein eigenes Kind.

     

    Stammzellen spenden – Hilfe für ein fremde Menschen

    Das Spenden dieser speziellen Zellen bedeutet für Patienten auf der ganzen Welt Hoffnung auf ein gesundes Leben. Für viele Leukämie-Patienten ist eine Stammzellentransplantation oft die letzte Therapiemöglichkeit. Mit Nabelschnurblut können nicht nur Kinder behandelt werden. Durch die Kombination mehrerer Nabelschnurblut-Präparate ist heute auch die Behandlung von Erwachsenen möglich, weil durch das Verfahren die benötigten Zellmengen erreicht werden. Für die Eltern ist die Nabelschnurblutspende kostenlos.

     

    Einlagerung von Stammzellen

    Bei der Geburt eines Kindes besteht die einmalige Gelegenheit, junge Stammzellen aus dem Blut der Nabelschnur zu gewinnen. Aber auch in der Nabelschnur selbst befinden sich die lebenswichtigen Zellen. Diese lassen sich genauso gut verwerten wie jene aus dem Nabelschnurblut.

    Durch ein privates Einlagern derselben haben zahlreiche Elternpaare sozusagen eine biologische Lebensversicherung für ihr Kind abgeschlossen. Werdende Eltern sollten sich über die Vor- und Nachteile der einzelnen Aufbewahrungsoptionen genau informieren. Die Nabelschnurblut-Spende ist im Gegensatz zum privaten Einlagern zwar kostenlos, jedoch geben die Eltern alle Rechte am Nabelschnurblut-Präparat an die öffentliche Blutbank ab. Benötigt das eigene Kind das Nabelschnurblut, bekommt es womöglich das Präparat nicht, denn die öffentliche Blutbank entscheidet über die Verwendung. Möglicherweise ist das Nabelschnurblut auch nicht mehr vorrätig, weil es bereits zum Einsatz kam.

    Öffentliche Banken für Nabelschnurblut finanzieren sich zum Großteil durch Spenden. So können die von den Eltern gespendeten Zellen fremden Personen zur Verfügung gestellt. Bei einer privaten Einlagerung hingegen tragen die Eltern die kompletten Kosten selbst. Der große Vorteil hier: Die eigenen Zellen stehen im Bedarfsfall dem eigenen Kind umgehend zur Verfügung. Ist das Kind später erwachsen, darf es selber über die eingelagerten Zellen eine Entscheidung treffen.

     

    Erfahren Sie mehr anhand umfangreicher Informationen zum Thema, wie Sie Stammzellenspender werden können! Die Zukunft einer Eigenspende für eine spätere Behandlung liegt in der Regenerativen Medizin. Im Gegensatz zu fremden Stammzellen bestehen bei den eigenen Stammzellen keinerlei Unverträglichkeiten. Die Gefahr einer Abstoßungsreaktion liegt bei nahezu Null.

     

    Kommerzielle Mischformen der Spende und Einlagerung

     

    Experten raten von der Nutzung kommerziell geprägter Mischformen der privaten Einlagerung in Kombination mit einer Spende ab. Hierbei wird das eingelagerte Nabelschnurblut nicht in allen weltweit wichtigen Spenderegistern geführt.
    Bei derartigen Kombi-Angeboten erfolgt die Eintragung der eingelagerten und zur Spende freigegebenen Zellen meist in eigenen Stammzellspende-Registern des jeweiligen Unternehmen und seiner Partner. Diese Register sind aber zunächst nicht die Hauptanlaufstellen von Ärzten. Dennoch können Patienten, Mediziner und Angehörige in ihnen weltweit rund um die Uhr recherchieren und so die Chance auf eine lebensrettende Spende erhöhen.

  • Alle Blutgruppen Typen in der Übersicht – welcher Blutgruppen Typ bist du?

    Alle Blutgruppen Typen in der Übersicht – welcher Blutgruppen Typ bist du?

    Weltweit existieren insgesamt vier Blutgruppen Typ. Das überaus Interessante dabei ist, dass sich die einzelnen Typen angeblich auch bestimmten Charaktermerkmalen zuordnen lassen. Doch zunächst zu den Fakten:

    Welchem Blutgruppen Typ ein Mensch angehört, hängt von der Zusammensetzung seiner Proteine ab. Maßgeblich ist hier die Oberfläche der roten Blutkörperchen. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass verschiedene Blutgruppen nicht miteinander gemischt werden dürfen. Weshalb? Das Immunsystem besitzt die Eigenschaft, sich gegen „Eindringlinge“, bzw. in diesem Falle Antigene, zu verteidigen. Werden nun zwei verschiedene Blutgruppen miteinander gemischt, kommt es zu Verklumpungen.

    Gerade mit Hinblick auf Blutspenden kommt dieser wissenschaftlichen Erkenntnis eine große Bedeutung zu. Eine Missachtung dieser Regel könnte ansonsten schwere, oft auf tödliche Folgen, haben.

    Blutgruppen spielen jedoch nicht nur in rein-medizinischer, sondern auch in familiärer Hinsicht eine Rolle. Sie sind erblich und werden demnach auch oft zu Rate gezogen, wenn es um das Belegen von Verwandtschaftsverhältnissen geht.

    Die Blutgruppensysteme des Menschen werden unter anderem in das AB0-System und das Rhesus-System aufgeteilt.

     

    Verschiedene Blutgruppen und ihre Häufigkeit

    Die Blutgruppen von Menschen und „höheren Tieren“ werden in:

    • AB
    • 0
    • B
    • A

    eingeteilt. Schon nach dem ersten Blick auf medizinische Statistiken fällt jedoch auf, dass hier unterschiedliche Gewichtungen vorliegen. So verfügen circa jeweils 35 % der Menschen über die Blutgruppe A oder 0. B und AB sind mit 9 bzw. nur 4 Prozent vergleichsweise selten.

    Sollten Sie zu den beiden letztgenannten Gruppen gehören, ist dies jedoch kein Grund, sich im Notfall um eine passende Blutspende Sorgen machen zu müssen. Mediziner betonen immer wieder, dass nicht gesagt sei, dass es einen Mangel an Blutspenden der Sorte B und AB gäbe. Auch mit Hinblick auf Spenden zu A oder 0 könnten Engpässe auftreten. Eine allgemeingültige Regelung gibt es hier nicht.

     

    Die Vererbung von Blutgruppen

    Welcher Blutgruppen Typ ein Mensch hat, ist klar von seinen Eltern abhängig. Diese vererben jeweils ein Blutgruppenmerkmal an ihren Nachwuchs. Wichtig hierbei ist die Tatsache, dass sich die Antigene „A“ bzw. „B“ hier immer durchsetzen. Bei ihnen handelt es sich um die klar dominanteren Bestandteile. Verfügt ein Mensch also über die Blutgruppe A, war dies entweder bei beiden Elternteilen auch der Fall oder einer der beiden hatte „0“, konnte sich nur aus biologischen Gründen nicht durchsetzen. Wird bei einem Kind die Blutgruppe 0 nachgewiesen, ist sicher, dass auch Mutter und Vater Blutgruppe 0 hatten. Hier ist dann die Rede von einer „Reinerbigkeit“.

     

    Das Rhesus-System – logisch, aber kompliziert?

    Vor allem Laien im medizinischen Bereich verwirrt das so genannte Rhesus-System bzw. die Bezeichnung „plus“ oder „minus“ hinter der eigentlichen Blutgruppe. Was jedoch aussieht wie das berühmte „Buch mit sieben Siegeln“ ist jedoch klar und logisch durchstrukturiert.

    Grob zusammengefasst geht es bei dem Zusatz „plus“ bzw. „minus“ darum, ob ein Mensch über das „D-Antigen“ verfügt. Ist ein Mensch also als „rhesus-negativ“ eingestuft, ist das Antigen entsprechend nicht vorhanden.

     

    Ist der Charakter eines Menschen von seinem Blutgruppen Typ abhängig?

    Die Bandbreite an möglichen Forschungsarbeiten zum Thema „Blutgruppe“ ist groß. Wer sich für Horoskope interessiert, wird daher früher oder später auf die Theorie stoßen, dass der Charakter eines Menschen auch von seiner Blutgruppe abhängig sei.

     

    Während man Typ 0 auch als den „Jäger“ bezeichnen könne, sei Typ AB eher „Der Rätselhafte“.

    Typ B sei dagegen „Der Nomade“ und Typ A „Der Landwirt“.

     

    Die Bezeichnung „Der Jäger“ für Blutgruppe 0 liegt nahe, wenn man bedenkt, dass diese Blutgruppe die älteste und die erste ist, die in wissenschaftlicher Hinsicht bekannt wurde. Die Japaner verbinden Typ 0 gerne und schon seit längerem mit einer bestimmten Persönlichkeit.

     

    Typ-0-Menschen neigten ihrer Meinung nach zu Wutanfällen und hätten die Tendenz zu Unausgeglichenheit.

    Sie gelten als durchsetzungskräftig und stark, wie eben der Jäger, der für seine Familie eigenhändig die Mahlzeiten erkämpfen musste. John Lennon und Elvis Presley sind übrigens zwei prominente Vertreter dieser Blutgruppe.

     

    Während hierzulande den Blutgruppen im Arbeitsleben wenig Bedeutung geschenkt wird, ist dies in Japan anders. Die Japaner legen sehr viel Wert darauf, wer welche Blutgruppe besitzt. Die Einteilung kann dort sogar für ein Bewerbungsgespräch ausschlaggebend sein.

     

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  • Der Organspendeausweis – das häufig missverstandene „Mitbringsel“

    Der Organspendeausweis – das häufig missverstandene „Mitbringsel“

    Es fällt unzähligen Menschen richtiggehend schwer, sich gedanklich mit dem Thema Organspende zu beschäftigen. Zu sehr sind damit auch kulturell die Begriffe „Leid“ und „Tod“ direkt verknüpft und damit äußerst unangenehm. Man muss sich dann zwangsläufig auch mit der eigenen Vergänglichkeit auseinandersetzen. Es gibt in diesen Gedankengängen viele Gründe, sich für eine Organspende zu entscheiden – aber auch Gründe, einen negativen Beschluss zu fassen. Man sollte sich aber unbedingt mit diesem Thema auseinandersetzen, denn durch Krankheit oder Unfall kann jeder selbst plötzlich in die Lage versetzt werden, ein Spenderorgan zu benötigen – wohl dem, der dann auch eines bekommt.

    Helfen, um den Tod zu verhindern

    Als äußerst interessant hat sich der persönliche Antrieb, der zu einer Spende führt, erwiesen. Vor geraumer Zeit hat das Nachrichtenmagazin „Spiegel online“ darüber berichtet, dass es eine Studie gäbe, die die Menschen dazu bringen sollte, als Blutspender in Erscheinung zu treten. Das Ergebnis dieser Studie lässt sich aber auch auf den Bereich der Organspenden übertragen: Die meisten Menschen möchten keine Lebensretter sein – dafür aber Todverhinderer. Im Zuge dieser Studie wurden zwei unterschiedlich formulierte Briefe verschickt.

     

    Im ersten Brief wurde unter anderem mit der Botschaft „Retten Sie jemandem das Leben – handeln Sie jetzt!“ geworben, im anderen Brief mit „Helfen Sie, jemanden vor dem Tod zu bewahren – zögern Sie nicht!“ Zugegeben, der Unterschied, den diese beiden Formulierungen ausmachen, ist ziemlich gering. Beide Formen zielen darauf an, Menschen zum Helfen zu animieren. Dennoch hat sich eine eindeutige Tendenz herauskristallisiert: Es kamen wesentlich mehr Menschen zur Blutspende, wo mit dem Verhindern des Todes geworben wurde.

    Klarheit schaffen – mit dem Organspendeausweis

    Wie man zum Thema Organspende steht, ist eine Entscheidung, die jeder mit sich allein ausmachen muss. Es ist aber egal, ob man sich dafür oder dagegen entscheidet – wenn Sie einen solchen Ausweis mit sich führen, helfen Sie aktiv, für Klarheit zu sorgen. Das gilt nicht nur für das Ärzteteam, das Sie im Ernstfall versorgt, sondern auch für Ihre Familie. Ein Organspendeausweis sagt nämlich überhaupt nicht zwingend aus, dass Sie sich FÜR die Organspende entschieden haben. Sie können genauso darin festhalten, dass Sie einer Organspende widersprechen. So können Sie Ihren Angehörigen im Falle Ihres Ablebens eine äußerst schwere Entscheidung schon zu Lebzeiten abnehmen.

     

    Wie auch immer man persönlich an dieses Thema herangeht – man sollte sich immer vor Augen halten, dass man auch selbst plötzlich und vollkommen unerwartet in die Situation kommen kann, selbst eine Organspende zu benötigen. Was tun, wenn dann niemand bereit ist, nach seinem Tod seine Organe zu spenden? Es ist und bleibt aber eine sehr intime Frage des Gewissens und häufig auch eine des Glaubens, ob man Organspender wird oder nicht. Einen Spenderausweis sollten Sie in jedem Fall bei sich tragen.

     

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  • Warum Blut spenden so wichtig ist

    Warum Blut spenden so wichtig ist

    Blut wird nicht umsonst Lebenssaft genannt, denn Blut ist überlebenswichtig. Nach schweren Unfällen, aber auch bei verschiedenen Krankheiten, wie zum Beispiel bei chronischer Blutarmut, wird Blut benötigt, damit die Unfallopfer oder die Kranken überleben können. Möglich wird das nur durch Blutspenden, die Leben retten und so den Menschen, die krank sind, den Alltag leichter machen. Wer Blut spenden will, der hilft aber nicht nur im medizinischen Sinne, auch für die pharmazeutische Forschung und zu wissenschaftlichen Zwecken wird ständig Blut gebraucht.

    Wer darf Blut spenden?

    In Deutschland darf jeder Blut spenden, der mindestens 18 Jahre und höchstens 75 Jahre alt ist. Wenn schon mehrfach gespendet wurde, dann entfällt die Obergrenze, aber Spender ab dem 72. Lebensjahr müssen sich ärztlich untersuchen lassen, ob sie für eine erneute Spende infrage kommen. Zwischen zwei Blutspenden müssen laut Blutsicherheitsgesetz acht Wochen oder 56 Tage liegen, Frauen dürfen viermal, Männer bis zu sechsmal im Jahr spenden. Allerdings darf nicht jeder sein Blut spenden, Menschen die eine Tätowierung oder ein Piercing haben, können von der Spende ausgeschlossen werden. Das Gleiche gilt auch für Menschen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern, wenn sie Drogen nehmen oder unter einer Tropenkrankheit wie Malaria leiden. Bei diesen Spendern besteht die Gefahr, dass sie unter dem HIV Virus oder unter Hepatitis C leiden. Ausgeschlossen sind außerdem homosexuelle Männer, was von den Interessenverbänden nach wie vor als diskriminierend empfunden wird.

    Wem helfen Blutspenden?

    Das gespendet Blut kommt in eine Blutbank. Von dort aus geht es an die Krankenhäuser, die keine eigene Blutbank haben, und die zum Beispiel Blut für aufwendige Operationen brauchen. Vor allem werden Blutspenden jedoch in der Krebstherapie verwendet, es kommt Menschen zugute, die unter der Bluterkrankheit leiden oder die chronisch blutarm sind. In diesen Fällen ist eine Blutspende alle drei Tage notwendig. Gespendetes Blut wird auch von den Pharmaunternehmen für die Forschung gebraucht, und viele Unfallopfer können nur dann überleben, wenn sie rechtzeitig eine Bluttransfusion bekommen.

    Was passiert bei einer Blutspende?

    Jeder hat wahrscheinlich schon mal einen Aufruf zur Blutspende gelesen, aber nicht jeder traut sich auch, spenden zu gehen. Dabei ist Blut spenden einfach, es ist nicht gefährlich und die Schmerzen sind minimal. Beim jeweiligen Blutspendedienst wie beispielsweise dem Roten Kreuz, müssen alle potenziellen Spender zunächst ihre persönlichen Daten angeben und sich mit dem Personalausweis ausweisen. Dann wird ein medizinischer Fragebogen ausgefüllt, der Blutdruck, die Körpertemperatur und der Puls werden gemessen. Durch einen Einstich im Finger (bei Erstspendern am Ohrläppchen) wird anschließend der sogenannte Hämoglobinwert bestimmt, und die Blutgruppe wird mittels eines Schnelltests ermittelt. Die eigentliche Blutspende dauert dann in der Regel nur zehn Minuten, in denen ca. 500 Milliliter Blut entnommen werden. Nach der Blutspende können sich die Spender zehn Minuten ausruhen, sie bekommen einen kleinen Imbiss und viel zu trinken, damit der Kreislauf nicht schlapp macht. Nach etwa einer Woche wird dann der Blutspenderausweis per Post zugeschickt.

    Welche Arten von Blutspende gibt es?

    Wer zum Blut spenden geht, der gibt eine sogenannte Vollblutspende ab. Das heißt, aus dem gespendeten Blut können je nach Bedarf drei unterschiedliche Blutpräparate hergestellt werden, und zwar aus den roten Blutkörperchen, den Erythrozyten, den Blutplättchen oder Thrombozyten und dem Blutplasma. Neben der Vollblutspende gibt es noch die Apheresespende, bei der nur einzelne Bauteile wie das Blutplasma verwendet werden, das restliche Blut fließt dann wieder in den Körper zurück. Diese Form der Blutspende ist sehr wichtig, um zum Beispiel die stetige Nachfrage nach speziellen Blutprodukten abdecken zu können.

    Keiner, der Blut spenden will, muss Angst haben, blutarm zu werden, denn der Verlust des Blutes ist schon nach wenigen Tagen wieder komplett ausgeglichen. Nur die roten Blutkörperchen brauchen ca. zwei Monate, bis sie sich regeneriert haben.

    Bild: © Depositphotos.com / weerapat